DEC0006368MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 6. September 1952 Bekannigemacht am 29. September 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
PATENTANMELDUNG
KLASSE 451 GRUPPE 3oi
C 6368 IVa/451
Dr. Richard Sallmann, Basel (Schweiz)
ist als Erfinder genannt worden
CIBA Aktiengesellschaft, Basel (Schweiz)
Vertreter: Dipl.-Ing. E. Splanemann, Patentanwalt, Hamburg 36
Schädlingsbekämpfungsmittel
Die Priorität der Anmeldungen in der Schweiz vom 25. September 1'951 und 26. August 1952
ist in Anspruch genommen
Es wurde gefunden, daß Verbindungen der allgemeinen Formel
Hal O
Ri~x\ I Ii
V-C-C-R5
R2-Y Il I
L JtV4
worin R1 und R2 einen — gegebenenfalls substituierten
— Alkyl-, Cycloalkyl-, Aralkyl-, Aryl- oder heterocyclischen Rest, wobei R1 und R2 auch Glieder
eines Ringsystems sein können, X und Y — O —, -S-,-NH- oder — N — R1, Z Sauerstoff oder
I
Schwefel, R4 Wasserstoff, Halogen oder einen gleichen Rest wie R1, und R5 Wasserstoff, einen gleichen Rest wie R1, den Rest — OR1, -SR11-NH21-NHR1 oder —NR1R1, und Hai ein Halogenatom bedeuten, geeignete Mittel zur Bekämpfung von Schädlingen, insbesondere tierischen Schädlingen, darstellen. Sie wirken auf deren verschiedene Entwicklungsstufen, wie Eier, Larven, Imagines, wobei eine Wirkung als Kontakt-, Fraß- oder Atmungsgift in Betracht kommt. Es können die verschiedensten Körper gegenüber Schädlingen geschützt werden, wobei sowohl gasförmige als auch flüssige oder feste Körper als Träger der wirksamen Substanz verwendet werden können. Als derartige zu schützende bzw. als Träger zu verwendende Körper kommen in Frage z. B. Luft, insbesondere in Räumlichkeiten, dann Flüssigkeiten,
Schwefel, R4 Wasserstoff, Halogen oder einen gleichen Rest wie R1, und R5 Wasserstoff, einen gleichen Rest wie R1, den Rest — OR1, -SR11-NH21-NHR1 oder —NR1R1, und Hai ein Halogenatom bedeuten, geeignete Mittel zur Bekämpfung von Schädlingen, insbesondere tierischen Schädlingen, darstellen. Sie wirken auf deren verschiedene Entwicklungsstufen, wie Eier, Larven, Imagines, wobei eine Wirkung als Kontakt-, Fraß- oder Atmungsgift in Betracht kommt. Es können die verschiedensten Körper gegenüber Schädlingen geschützt werden, wobei sowohl gasförmige als auch flüssige oder feste Körper als Träger der wirksamen Substanz verwendet werden können. Als derartige zu schützende bzw. als Träger zu verwendende Körper kommen in Frage z. B. Luft, insbesondere in Räumlichkeiten, dann Flüssigkeiten,
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wie /,. B. Wasser in Teichen, und schließlich jegliche tote und lebende feste Unterlage, wie z. B. beliebige
(legenstände in bewohnten Zimmern, in Kellern, in Estrichen, in Stallungen, ferner Pelze, Federn, Wolle
u. dgl. sowie Lebewesen des Pflanzen- und Tierreiches in ihren verschiedensten Entwicklungszuständen,
sofern sie gegenüber den Schädlingsbekämpfungsmitteln unempfindlich sind.
Die Bekämpfung der Schädlinge wird nach üblichen Verfahren vorgenommen, z. B. durch Behandlung der
zu schützenden Körper mit den Verbindungen in Dampfforni, z. B. als Räuchermittel oder in Form
von Stäube- oder Spritzmitteln z. B. als Lösungen bzw. Suspensionen, die mit Wasser oder geeigneten
organischen Lösungsmitteln, wie z. B. Alkohol, Petroleum, Teerdestillaten u. a., zubereitet worden
sind; auch können wäßrige Lösungen bzw. wäßrige Emulsionen von organischen Lösungsmitteln, die die
wirksamen Stoffe enthalten, zum Bestreichen, Bespritzen oder fauchen der zu schützenden Gegenstände
dienen.
Die Spritz- und Stäubemittel können die üblichen inerten Füllstoffe oder Zeichnungsmittel, wie z. ß.
Kaolin, Gips oder Bentonit, oder weitere Zusätze, wie Sulfitcelluloseablauge, Cellulosederivate u. dgl.,
ferner zur Verbesserung der Netz- und Haftfestigkeit die üblichen Netz- und Haftmittel beigemischt enthalten.
Die Schädlingsbekämpfungspräparate können in Pulverform, in Form von wäßrigen Dispersionen
bzw. Pasten oder als selbstdispergierende Öle hergestellt werden.
Die Verbindungen können als einzige Wirkstoffe in einem Schädlingsbekämpfungsmittel vorhanden sein
oder auch in Kombination mit anderen Insekticiden und/oder Fungicidcn. Die Verwendung solcher Präparate
im Pflanzenschutz erfolgt nach den üblichen Spritz-, Stäube- und Räucherverfahren. Geeignet
substituierte Verbindungen können bei Pflanzen
iniierlherapeutische, sogenannte systemische Wirkung
aufweisen.
Die erfindungsgemäß zu benutzenden Verbindungen sind teilweise bekannt oder können in Analogie zu
den bekannten Verbindungen oder nach den Angaben der französischen Patentschriften 1 071 755, 1 071 756
und ι 071 757 hergestellt werden.
Sie können beispielsweise erhalten werden, wenn man eine Verbindung der allgemeinen Formel
R., Y
: ρ ζ -- R1
worin R1, Ro, X, Y und Z die eingangs gegebene Bedeutung
haben und R., einen gleichen Rest wie R1 und R„ bedeutet, mit Polyhalogenverbindungen, die
in u-Stellung zu einer — C Gruppierung mehr als
I!
O
ι Halogenatom enthalten und der allgemeinen Formel Hal O
ι Halogenatom enthalten und der allgemeinen Formel Hal O
I Il
Hai —- C — C — R5
worin Hal, R1, und R5 die eingangs gegebene Bedeutung
haben, entsprechen, unter Abspaltung einer Verbindung der Formel Hai — R3 umsetzt.
Die als Ausgangsmaterialien benutzbaren Verbindungen der allgemeinen Formel
R1-X.
^; P __ Z-R3
R2 — Y
leiten sich vom 3wertigen Phosphor ab, während die erfindungsgemäß zu verwendenden Produkte Derivate
des 5\vertigen Phosphors sind.
Unter den Verbindungen der soeben angeführten Formel sind diejenigen, in denen die Symbole X, Y
und Z für Sauerstoff stehen, am leichtesten zugänglich. Sie entsprechen der allgemeinen Formel
R1 — O
R„ — 0
:p__0 —R,
CHo-O.
CHo-O
'P-OCnH,
und können nach bekannten Methoden hergestellt werden.
Die aliphatischen Reste, die durch die Symbole R1,
Ro und R3 dargestellt werden, können geradkettig, verzweigt, gesättigt oder ungesättigt sein; ferner
können sie substituiert oder unsubstituiert sein. Genannt seien z. B. folgende Gruppen: Methyl-, Äthyl-,
Propyl-, Isopropyl-, Butyl-, Hexyl-, 2-Äthylbutyl-,
Octyl-, 2-Butyloctyl-, Lauryl-, Octadccyl-, Allyl-,
2-Chloräthyl-, ferner Radikale mit Rhodan-, Cyan- oder Estergruppen. Die drei Reste R1, R3 und R3
können gleich oder verschieden sein. Beispielsweise seien folgende Verbindungen genannt: Trimcthylphosphit,
Triäthylphosphit, Tripropylphosphit, Diäthyl-laurylphosphit,
Tri-(2-chloräthyl)-phosphit oder der Ester der Formel
Die aromatischen Radikale, die durch R1, R2 und R3
dargestellt werden, können ein- oder mehrkernig sein und können gegebenenfalls noch Kernsubstitucnten
tragen; erwähnt seien Phenyl-, 2- oder 4-Chlorphenyl-,
2, 4-Dichlorphenyl-, 4-Methoxyphenyl-, 4-Nitrophenyl-,
Naphthyl- oder 4-Diphenylreste. Es können Verbindungen
verwendet werden, in denen alle drei Reste R1, R2 und R3 ein aromatisches Radikal darstellen. iao
Vorzugsweise werden solche Verbindungen herangezogen, in denen das Symbol R3 für einen niedrigmolekularen aliphatischen Rest steht, wie 2, 4-Dichlorphenyl-diäthyl-phosphit
oder 4-Chlorphenyl-dimethyl-phosphit. Unter den araliphatischen Radikalen;
die durch R1, R2 und R3 dargestellt werden,
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sei der Benzyl-, unter den cycloaliphatischen der
Cyclohexyl- und unter den heterocyclischen der Teträhydrofurfurylrest erwähnt.
Die Verbindungen der allgemeinen Formel
Hal O
Hai — C — C —
worin Hal, R4 und R5 die weiter oben gegebene Bedeutung
besitzen, stellen Aldehyde, Ketone, Säureester oder Säureamide dar. Die Aldehyde entsprechen
der allgemeinen Formel
Hal O
Hai —C —C-H
'
R4 ■ ■ :
In Betracht kommen vor allem Aldehyde, in denen die Halogenatome Chlor- oder Bromatome sind, wie
z. B. Dichloracetaldehyd, Butylchloral, Bromal und insbesondere Chloral. Aus Chloral und Trialkylphosphiten
entstehen Kondensationsprodukte der allgemeinen Formel
R1-O
P — C Cl2 C ζ
aus Chloral und Trimethylphosphit z. B. die Verbindung
der Formel
CH.-O,
CH3-O'
:p —cclc'
Unter den Ketonen kommen vorzugsweise solche in Betracht, in welchen der Rest R4 Wasserstoff oder
ein Halogenatom bedeutet, d. h. also Polyhalogenmethylketone, wie z. B. 1, i-Dichloraceton, 1, 1, 3-Trichloraceton,
1, 1, i-Trichloraceton, 1, 1, 3, 3-Tetrachloraceton,
1, 1, 1, 3-Tetrachloraceton, Penta- oder
Hexachloraceton, co-Trichloracetophenon, 4-Chlor-cotrichloracetophenon
oder 4- Methyl- ω - tri - chloracetophenon.
Die Ester, die der allgemeinen Formel
Hal O
Hai — C — C — R,
entsprechen, sind α-Di- oder Trihalogericarbonsäureester,
wobei R5 für —OR1 oder -SR1 steht. Vorzugsweise
gelangen Ester halogenierter Essigsäuren, irisbesondere der Trichloressigsäure, wie Trichloressigsäureäthylester,
zur Anwendung. Steht R5 für den Rest eines primären oder sekundären Amins, so Sind
die benutzbaren Ausgangsverbindungen Säureamide; genannt sei beispielsweise das Trichloressigsäuredimethylamid.
Aus Trialkylphosphiten und Trichloressigsäurealkylestern entstehen Kondensationsprodukte
der allgemeinen Formel
O R1-Ox- ' Ii
R, —O'
:p —ecu —c — R,
worin R1 und R2 Alkylreste und R5 einen —O
Alkylrest bedeuten; genannt sei beispielsweise das Kondensationsprodukt aus Triäthylphosphit und Trichloressigsäureäthylester
der Formel
| C2 | H6- | -CCl2 | -COOC2 | H5 |
| C2 | H5- | |||
| "0N | ||||
| -O7 | ||||
| >r | ||||
| Il | ||||
| 0 | ||||
Die Herstellung der erfindungsgemäß zu benutzenden Verbindungen aus den erwähnten Komponenten
erfolgt durch Umsetzung in molekularem Verhältnis. Sie führt zu einheitlichen Produkten, wobei nur ein
Halogenatom reagiert, obschon die Möglichkeit vorhanden ist, daß 2 oder 3 Mol der Phosphorverbindung
mit ι Mol der Carbonylverbindung reagieren könnten.
Weil die Reaktion oft exotherm verläuft, ist es ge^
gebenenfalls notwendig, die Komponenten unter ' Kühlung zu vereinigen und mit inerten. Lösungsmitteln,
wie Benzol, Toluol, Äther, Dioxan, Hexan oder tiefsiedendem Benzin, zu verdünnen. Die Reaktion
wird vorteilhaft durch Erwärmen auf etwa 50 bis 120° beendet. Bei geeigneter Wahl der Reaktionskomponenten lassen sich die Kondensationsprodukte
unter vermindertem Druck destillieren. . .
Aus der USA.-Patentschrift 2 485 573 sind Kondensationsprodukte
aus Dialkylphosphiten und Chloral als Insekticide bekannt. Bei diesen Produkten wird
Chloral an das Dialkylphosphit angelagert ohne Abspaltung einer anderen Verbindung. Im Gegensatz
dazu werden zur Herstellung der erfindungsgemäß zu benutzenden Produkte unter anderem Trialkylphosphite
herangezogen und erfolgt bei der Kondensation die Abspaltung einer Verbindung. Die den aus der
USA.-Patentschrift bekannten Verbindungen am no nächsten vergleichbaren Produkte der vorliegenden
Erfindung zeichnen sich durch eine überlegene ovicide Wirkung aus, wie Vergleichsversuche zeigten.
In den folgenden Beispielen bedeuten Teile Gewichtsteile. Das Verhältnis von Gewichtsteil zu
Volumteil ist das gleiche wie dasjenige zwischen dem Kilogramm und dem Liter. Die Temperaturen sind
in Celsiusgraden angegeben.
Beispiel I .120
Im folgenden sei die Herstellung einiger der erfindungsgemäß zu verwendenden Verbindungen angegeben,
wobei Schutz für diese Verfahren im Rahmen dieses Schutzrechts nicht beansprucht wird.
i. Zu einer Lösung von 14,7 Teilen Chloral in 40 Volumteilen
Benzol wird unter Eiskühlüng eine solche
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von i6,6 Teilen Triäthylphosphit in 20 Volumteilen
Benzol gegeben. Wenn keine Ternperatursteigerung mehr erfolgt, wird während 1 Stunde auf 60 bis
700 erwärmt, wobei Äthylchlorid entweicht. Anschließend
wird das Lösungsmittel abdestilliert und der Rückstand im Vakuum fraktioniert. Das Kondensat
ionsprodtikt siedet einheitlich bei 85 bis 8670,05 mm.
Das gleiche Produkt kann ohne Lösungsmittel erhalten werden, nur muß in diesem Fall mit einer
Kältemischung gekühlt werden. Das Chloral wird dann tropfenweise bei etwa — 5° unter Rühren zugegeben,
wobei jeder Tropfen eine heftige Reaktion erzeugt. In gleicher Weise erhält man das Kondensationsprodukt
aus Trimethylphosphit und Chloral als ein farbloses, bei 85 bis 8770,2 mm siedendes Öl.
Das Kondensationsprodukt aus Triisopropylphosphit und Chloral siedet bei 96 bis 9770,1 mm und kann
in analoger Weise hergestellt werden. Ebenso läßt sich Tri-(//-chloräthyl)-phosphit mit Chloral umsetzen.
2. Zu einer Lösung von 6,8 Teilen Äthyläthylenphosphit der Formel
CILO,
CIIoO
: POCIL
in 20 Volumteilen Äther wird bei etwa — 10° unter
Rühren eine Lösung von 7,4 Teilen Chloral in 20 Volumteilen Äther zutropfen gelassen. Wenn alles eingetragen
ist, wird während 30 Minuten zum Sieden erhitzt. Nach dem Abdestillieren des Äthers erhält
man ein Öl, das unter geringer Zersetzung bei 94 bis 9770,15 mm siedet.
3. Zu 6,7 Teilen Triäthylphosphit (2 Mol), gelöst in 10 Volumteilen Benzol, wird die Lösung von
4 Teilen 1, 1, 3, 3-Tetrachloraceton (1 Mol) in 5 Volumteilen
Benzol in Portionen unter Kühlung mit Eiswasser zugegeben. Nach dem Abdestillieren des Benzols
und des überschüssigen Triäthylphosphits im Vakuum auf dem Dampfbad wird ein Rückstand von
5,3 Teilen erhalten. Das Gewicht zeigt an, daß nur 1 Mol Triäthylphosphit in Reaktion getreten ist.
Das Produkt destilliert bei 134 bis 13570,2 mm.
4. 12,6 Teile i, i-Dichloraceton und 16,6 Teile Triäthylphosphit
werden zusammengegeben und die Temperatur der sich erwärmenden Masse durch Eiskühlung
auf 50 bis 60" gehalten. Wenn die Reaktion beendigt ist, wird kurze Zeit auf dem Dampfbad
erwärmt und anschließend destilliert. Bei 0,08 mm destilliert nach einem kurzen Vorlauf die Hauptmenge
bei 74 bis 750.
An Stelle von r, i-Dichloraceton kann auch eine äquh'alcnle Menge 1, 1, i-Trichloraceton verwendet
werden.
5. Zu einer Lösung von 16,6 Teilen Triäthylphosphit in 15 Voluniteilen Benzol werden in Portionen unter
Eiskühlung 11,2 Teile Pentachloraceton zugegeben, wobei bei jeder Zugabe eine starke Reaktion erfolgt.
Nach einstündigem Stehen bei Raumtemperatur wird das Benzol und das überschüssige Triäthylphosphit
auf dem Dampfbad im Vakuum entfernt. Man erhält 19,8 Teile des Kondensationsproduktes, welches bei
124 bis 12570,02 mm destilliert.
6. Zu einer Lösung von 23,6 Teilen 4-Methyl-a>-trichloracetophenon
in 10 Volumteilen Benzol wird allmählich eine solche von 12,4 Teilen Trimethylphosphit
in 10 Volumteilen Benzol gegeben, wobei durch mäßiges Kühlen die Temperatur unter 6o° gehalten wird.
Wenn die Temperatur nicht mehr steigt und die anfangs lebhafte Gasentwicklung aufgehört hat, wird
noch 30 Minuten auf dem Dampfbad erhitzt und anschließend das Benzol im Vakuum abdestilliert. Aus
dem Rückstand werden durch Destillation 19,4 Teile des Kondensationsproduktes als farbloses, bei 151 bis
15270,03 mm siedendes Öl gewonnen.
Verwendet man an Stelle von Trimethylphosphit eine äquivalente Menge Triäthylphosphit, so erhält
man ein Kondensationsprodukt, das bei 159 bis 16070,06 mm siedet. Zu ähnlichen Produkten gelangt
man, wenn man 4-Chlor-co-trichloracetophenon mit
Trimethylphosphit oder Triäthylphosphit umsetzt. Das Kondensationsprodukt aus Triäthylphosphit und
4-Chlor-fo-trichloracetophenon ist ein bei 17070,05 mm
siedendes, farbloses Öl.
7. Zu einer Lösung von 14,1 Teilen 2, 4-Dichlorphenyl-diäthylphosphit
der Formel
0-P(OC2H5
in 5 Volumteilen Benzol wird eine solche von 8 Teilen Chloral in 5 Volumteilen Benzol zugegeben. Die Reaktion
setzt sofort ein, und die Temperatur steigt bis 500. Nach dem Sinken derselben wird 1 Stunde auf
dem Dampfbad erhitzt und nachher das Benzol im Vakuum abdestilliert. Die Destillation des Rückstandes
ergibt eine bei 153 bis 15770,05 mm siedende, glycerinähnliche Flüssigkeit. In gleicher Weise können
auch p-Chlorphenyl-diäthylphosphit oder Pentachlorphenyldiäthyl-phosphit
umgesetzt werden.
8. Zu einer Lösung von 11 Teilen der Verbindung
der Formel
(C2H6J3-N.
— N'
: POc2H6
in 20 Volumteilen Benzol wird unter Eiskühlung und Rühren eine solche von 7,4 Teilen Chloral in 10 Volumteilen
Benzol zugetropft. Wenn alles eingetragen ist, wird das Rührwerk abgestellt und die Reaktionsmischung 30 Minuten bei Raumtemperatur und 90 Mi-
nuten bei 70 bis 8o° stehengelassen. Hierauf wird das Benzol abdestilliert und der Rückstand bis zur
Gewichtskonstanz im Vakuum auf dem Dampfbad erhitzt. Man erhält 15,1 Teile eines gelbbraunen,
dickflüssigen Öles. Verwendet man an Stelle von Chloral eine äquivalente Menge Trichloressigsäureäthylester,
so erhält man ein schwach gelbgefärbtes, bei 6970,1 mm siedendes öl.
9. 19 Teile Trichloressigsäureäthylester werden mit 16,6 Teilen Triäthylphosphit vermischt und stehengelassen.
Nach kurzer Zeit beginnt die Reaktion, und
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die Temperatur wird durch Kühlen bei 60 bis 700
gehalten. Wenn keine Temperatursteigerung mehr erfolgt, wird während 2 Stunden auf 70 bis 8o° erhitzt.
Die Lösung färbt sich hellrot und wird trübe. Hierauf wird das Reaktionsgemisch im Vakuum der Wasserstrahlpumpe
auf 120° erwärmt, wobei 6,5 Teile eines Vorlaufes abdestillieren. Der Rückstand wird anschließend
im Hochvakuum destilliert. Bei 103 bis 1057.0,1 mm geht das Kondensationsprodukt in guter
Ausbeute als farbloses Öl über. Verwendet man an Stelle
von Trichloressigsäureäthylester eine äquivalente Menge Trichloressigsäure-(/?-chloräthyl) -ester, so erhält
man ein bei 125 bis 13070,1 mm siedendes Öl. In
gleicher Weise läßt sich Triäthylphosphit auch mit Trichloressigsäure-(dichlorisopropyl)-ester umsetzen,
wobei ein farbloses Öl vom Siedepunkt 14870,4 mm erhalten wird. Läßt man Trichloressigsäureäthylester
auf Triäthylphosphit einwirken, so erhält man ein Kondensationsprodukt, das ein farbloses, bei 117 bis
11970,2 mm siedendes Öl mit schwachem, mercaptanähnlichem
Geruch ist. Das aus Trichloressigsäureäthylester und Triisopropylphosphit erhältliche Kondensationsprodukt
ist ein gelblich gefärbtes Öl. In ähnlicher Weise kann auch Isobornyltrichloracetat
mit Triäthylphosphit umgesetzt werden, wobei ein nicht flüchtiges farbloses Öl erhalten wird.
10. Zu einer Lösung von 5,8 Teilen Butylchloral der Formel OHC-CCI2-CHCi-CH3 in 20 Volumteilen
Benzol wird unter Rühren bei 20 bis 300 eine solche von 6 Teilen Triäthylphosphit in 5 Volumteilen
Benzol zugetropft. Hierauf läßt man die Reaktionsmischung während 30 Minuten bei Raumtemperatur
und während 1 Stunde bei 60 bis 700 ohne Rühren
stehen. Nach dem Abdestillieren des Benzols . und Erhitzen des Rückstandes bei 90 bis 100° im Vakuum
von 12 mm zur Entfernung von leichtflüchtigen Bestandteilen erhält man 9 Teile des Kondensationsproduktes als gelblich gefärbtes Öl.
11. 8 Teile Trichloracetamid werden mit 8,4 Teilen
Triäthylphosphit vermischt. Durch Erwärmen auf 750 wird die Reaktion in Gang gebracht. Die Temperatur
steigt hierauf ohne äußere Erwärmung rasch an und wird durch mäßiges Kühlen auf 75 bis 85 °
gehalten. Sobald die Temperatur fällt, wird während ι Stunde auf dem Dampfbad erhitzt. Die anfangs
starke Gasentwicklung ist nach kurzer Zeit beendet. Hierauf wird die Reaktionsmasse zur Entfernung
geringer Mengen leichtflüchtiger Bestandteile auf dem Dampfbad unter vermindertem Druck erhitzt.
Als Rückstand werden 12,8 Teile als ein gelblich gefärbtes Öl erhalten.
12. Zu 6,1 Teilen der Verbindung der Formel
(OC2H5),
CH3
die bei 9170,2 mm siedet, werden unter Eiskühlung
4,1 Teile Chloral zugetropft. Jeder Tropfen erzeugt eine heftige Reaktion. Nach dem Eintragen wird
während 15 Minuten auf dem Dampfbade erhitzt, worauf die Gasentwicklung beendet ist. Nach Entfernung
der flüchtigen Bestandteile bei 80 bis 90° im Vakuum erhält man 8,6 Teile eines gelblich gefärbten
Öles.
13. 4,5 Teile Chloral werden mit 6,4 Teilen Triäthyltrithiophosphit
unter Eiskühlung vermischt. Beim Entfernen des Eises tritt nach kurzer Zeit Reaktion ein, ersichtlich an der Temperaturerhöhung
und Gasentwicklung. Wenn keine Temperatursteigerung mehr erfolgt, wird während 30 Minuten auf 60
bis 70° erwärmt und bei gleicher Temperatur im Vakuum die flüchtigen Anteile abdestilliert. Es werden
9,6 Teile eines gelblichen Öles erhalten.
Zur Herstellung eines insekticiden Spritzmittels werden 20 Teile des Kondensationsproduktes aus
Trimethylphosphit und Chloral, 40 Teile eines nicht ionogenen Emulgier- und Netzmittels und 40 Teile
n-Butanol vermischt. Man erhält eine klare Lösung. Dieses konzentrierte Präparat kann leicht mit Wasser
verdünnt werden.
Werden Obstbäume im Sommer mit einer Spritzbrühe, die 2°/oo des oben beschriebenen Präparates
(= o.,4°/oo des Kondensationsproduktes) enthält, gespritzt,
so kann ein guter Bekämpfungserfolg gegen Blattläuse und rote Spinnen festgestellt werden.
Zur Herstellung eines Winterspritzmittels kann man wie folgt vorgehen. Man vermischt 5 Teile des Kondensationsproduktes
aus Triäthylphosphit und Trichloressigsäure-(/?-chloräthyl)-ester,
10 Teile eines nicht ionogenen Emulgier- und Netzmittels, 80 Teile
Spindelöl und 5 Teile Ölsäure, wobei eine klare ölige Flüssigkeit entsteht, die sich durch Eingießen in
Wasser emulgieren läßt.
Werden kurz vor Austrieb im Frühling Obstbäume mit einer i°/oigen Spritzbrühe des obenerwähnten
konzentrierten Präparates gründlich gespritzt, so werden die überwinternden Eier von Blattläusen,
Frostspannern, Gespinstmotten, Blattsaugern und roten Spinnen abgetötet. Die Behandlung kann mit
einer solchen mit Kupferpräparaten kombiniert werden.
Man vermischt 2 Teile des Kondensationsproduktes aus Triäthylphosphit und Trichloressigsäure-^-chloräthyl)-ester,
1 Teil eines nicht ionogenen Netz- und Emulgiermittels und 7 Teile Äthylendiglykol.
Dieses Präparat kann z. B. zur Vernichtung von Blattläusen benutzt werden. Es wurde ein Vergleichsversuch durchgeführt, bei welchem die Wirkung
dieses Präparates mit derjenigen von Nicotin verglichen wurde.
Zwei Parzellen am Rande eines stark von Blattläusen befallenen Kartoffelfeldes wurden einerseits
mit einer 2°/ooigen Spritzbrühe des obenerwähnten
Präparates (= 0,4 %0 Wirkstoff) und andererseits mit einer 3°/ooigen Spritzbrühe eines 20%igen Nicotinpräparates
(= 0,6 %o Wirkstoff) gespritzt und nachher die Wiederbesiedlung durch Blattläuse aus dem
unbehandelten Feld verfolgt, wobei folgende Resultate erhalten wurden.
509 562/167
Claims (6)
- C 6368 IVa/451Wiederbefall durch
behandelten ParzelleBlattläuse inObenerwähntes PräparatNikotinkurz nach der Spritzung . ο οnach 2 Tagen ο bis 3 50nach ii) Tagen ο bis 3 100nach 2.5 Tagen 100 100Dieser Versuch zeigt deutlich, daß das Kondensationsprodukt aus Triäthylphosphit und Trichloressigsäiirc-(/i~chloräthyl)-ester innertherapeutische Wirkung besitzt.VV(U-(U1Ii Obstbäume, Astern, Bohnen oder Sonnenblumen mit einer Spritzbrühe gespritzt, die 1 °/0() Wirkstoff enthält, so können diese Pflanzen von Läusen befreit werden.
20Beispiel VDas im Heispiel IV beschriebene Präparat ist auch gegen Coloradokäfer wirksam. Werden Kartoffelstanden mit einer 2 %oigen Spritzbrühe (=o,4°/00 Wirkstoff) gespritzt und nach 24 Stunden Coloradokäferlarve.n auf die Stauden gesetzt, so sind diese nach weiteren 24 Stunden gelähmt und nach 48 Stunden tot.Beispiel VIMan vermischt Talkum mit 1 bis 3 °/0 des Kondensationsproduktes aus Tetrachloraceton und Triäthylphosphit und erhält so ein Stäubepulver, das gute kontaktinsektieide Wirkungen aufweist.An Stelle des Produktes aus Tetrachloraceton undTriälhylphosphit kann auch dasjenige aus Trimethylphosphit und p-Chlor-ro-trichloracetophenon oder dasjenige aus Triäthylphosphit und Trichloressigsäureätliylester verwendet werden.Beispiel VIIMan erzeugt in einer Petrischale durch Verdunstenlassen einer ätherischen Lösung der Verbindung(C2H6)N;p —cci„ —c.(C8H8)N'in der Weise einen Belag, daü pro cm2 0,001 mg Substanz entfallen, !'liegen, die mit diesem Belag in Berührung gebracht werden, werden nach kurzer Zeit gelötet.Ein ähnliches Resultat erhält man, wenn man in der gleichen Konzentration einen Belag des Produktes (U;r FormelCJLOC, 11,0P-CCL-CONHCH,desjenigen der FormelC2H5-S 0P _ ΓΠ ΓCH5-S' 11 Hoder desjenigen der FormelP-CCl2-COSC2H6C2H5OCJi, Oheranzieht.PATIi N TAN SPRUCH K:i. Schädlingsbekämpfungsmittel, gekennzeichnet durch einen Gehalt an einer Verbindung der allgemeinen FormelHal O R1-Xx:p—c—c—R5Il I
ζ r„worin R1 und R2 einen — gegebenenfalls substituierten — Alkyl-, Cycloalkyl-, Aralkyl-, Aryl- oder heterocyclischen Rest, wobei R1 und R2 auch Glieder eines Ringsystems sein können, XundY—O—.—S—,—NH-oder—N-R1,Z Sauerstoff oder Schwefel, R4 Wasserstoff, Halogen oder einen gleichen Rest wie R1, und R6 Wasserstoff, einen gleichen Rest wie R1, den Rest -OR1, -SR1, -NH2, -NHR1 oder -NR1R1, und Hai ein Halogenatom bedeuten. - 2. Mittel nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Gehalt an einem Kondensationsprodukt aus einem Trialkylphosphit und Chloral der allgemeinen FormelR1-OR, —O'worin R1 und R2 Alkylrestc bedeuten.
- 3. Mittel nach den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch einen Gehalt an dem Kondensationsprodukt aus 1 Mol Trimethylphosphit und 1 Mol Chloral der FormelCH3-O,CH1-O'" ρ CC] C,H 0
- 4. Mittel nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Gehalt an einem Kondensationsprodukt aus562/167C 6368 IVa/451einem Trialkylphosphit und einem Trichloressigsäurealkylester der allgemeinen FormelR1-O,R2-O.P—CCL-C —RRworin R1 und R2 Alkylreste und R5 einen —O— Alkylrest bedeuten.
- 5. Mittel nach den Ansprüchen 1 und 4, gekennzeichnet durch einen Gehalt an dem Kondensationsprodukt aus ι Mol Triäthylphosphit und 1 Mol Trichloressigsäureäthylester der Formel C,HKC2H5-O"'-CCL-COOC9H1;
- 6. Mittel nach den Ansprüchen 1 und 4, gekennzeichnet durch einen Gehalt an dem Kondensationsprodukt aus ι Mol Triäthylphosphit und 1 Mol Trichloressigsäure-(j3-chloräthyl)-ester der FormelC2H5-O': P-CCi2COOCH2CH2CI
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