DEC0007841MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 2. Juli 1953 Bekanntgemacht am 23. Februar 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Es ist bekannt, grüne bis blaue Schwefelfarbstoffe der Phthalocyaninreihe durch Einwirkung
von Reduktionsmitteln auf Phthalocyaninsulfochloride herzustellen.
Es wurde nun gefunden, daß.bei der Einwirkung
von Hydroxylamin bzw. Hydroxylamin liefernden Substanzen, und von Chlorsulfonsäure auf Phthalocyanine!
und deren Komplexsalze unter dem katalytischem Einfluß von Verbindungen der Elemente
der 5. und 6. Gruppe des Periodischen Systems (wie Ammoniummolybdat oder Vanadinpentoxyd)
bei Temperaturen von 100 bis 150° Umsetzungsprodukte entstehen, die bei der Behandlung mit Re
duktionsmitteln Schwefelfarbstoffe von in der Phthalocyaninreihe bisher unbekannten, grüngrauen
bis blaugrauen Farbnuancen liefern. Der Farbton der aus dem Schwefelnatriumbad auf Baumwolle
aufziehenden, neuen. Farbstoffe läßt sich durch Änderung der Konzentration des Hydroxylamins
im Umsetzungsgemisch weitgehend variieren.
Zweckmäßig verwendet man Salze des Hydroxylamins wie das Hydrochlorid oder Sulfat usw. sowie
seine Derivate, z. B. die verschiedenen Hydroxy 1-aminsulfosäuren, welche unter den Reaktionsbedingungen in Hydroxylamin übergehen. Als
Reduktionsmittel für die obenerwähnten Um-
509 659/220
C7841IVb/22d
Setzungsprodukte kommen vor allem Metalle oder reduzierende Metallsalze in Betracht, wie z. B.
Eisen, Zinkstaub, Stannochlorid usw. Die mit den so erhaltenen Farbstoffen erzielten Färbungen besitzen
gute Echtheitseigenschaften, insbesondere hervorragende Lichtechtheit.
23 Teile Kupferphthalocyanin und 0,23 Teile Ammoniummolybdat
werden in 460 Teile Chlorsulfonsäure eingetragen. Nach Zusatz von 26 Teilen
Hydroxylaminsulfat wird das Gemisch auf 1500
erwärmt und 2 Stunden bei der gleichen Temperatur gerührt. Die Reaktionsmasse wird auf ein stark
gerührtes Gemisch von . 1380 Teilen Eis und 80 Teilen Eisenpulver gegossen. Nach 24stündigem
Rühren, bei 500 wird der schwarzgrüne Farbstoff abgesaugt und von Eisensalzen und Säuren durch
Waschen befreit. Das Produkt färbt Baumwolle aus dem Schwefelnatriumbad in grünstichiggrauen
Tönen mit "guten Echtheitseigenschaften.
.23 Teile Kupferphthalocyanin und 0,2 Teile Am-. moniummolybdat werden in 342 Teile Chlorsulfonsäure
eingetragen. Nach Zusatz von 26 Teilen Hydroxylaminsulfat erwärmt man auf 135'0' und
,rührt 2 Stunden bei der'gleichen Temperatur. Die
Reaktionsmasse wird auf ein Gemisch von 1030 Teilen Eis und 80 Teilen Eisenpulver gegossen
und sofort auf 90 bis 95° erhitzt. Nach 3stündigem Rühren bei der gleichen Temperatur wird wie im
Beispiel 1 aufgearbeitet. Die Farbnuance dieses Produktes ist etwas grünstichiger als die des nach
Beispiel 1 erhaltenen Farbstoffes.
Ersetzt man das in diesem Beispiel verwendete
HydrO'xylaminsulfat durch 22 Teile Hydroxy laminhydroehlorid,
so erhält man den gleichen Farbstoff.
22,8 Teile Kobaltphthaloeyanin und 0,2 Teile Ammoniummolybdat werden in 342 Teile Chlorsulfonsäure
eingetragen. Nach Zusatz von 19,7 Teilen Hydroxylaminsulfat wird 2 Stunden bei 130'°'
gerührt. Die Reaktionsmasse wird wie im Beispiel 2 der Reduktion unterworfen und aufgearbeitet. Man
erhält einen Farbstoff, der aus Schwefelnatriumlösung blaugrau auf Baumwolle aufzieht.
Verringert man die in obigem. Beispiel angegebene Menge Chlorsulfonsäure auf 225 Teile, so erhält
man. den gleichen Farbstoff. >
22,8 Teile Kobaltphthalocyanin und 0,2 Teile
Ammoniummolybdat werden in 342 Teile Chlorsulf onsäure eingetragen. Nach Zugabe von 22 Teilen
Hydroxylammhydrochlorid wird 2 Stunden bei
12510 gerührt. Die Reaktionsmasse wird auf ein Gemisch
von 1030 Teilen Eis und 80 Teilen Eisenpulver
gegossen. Dann wird 30 Minuten bei 200, „ 2 Stunden bei 50 bis 55° und 1 Stunde bei 95° ge- *
rührt. Die Aufarbeitung erfolgt wie in. den früheren Beispielen beschrieben. Das erhaltene Produkt färbt
Baumwolle aus Schwefelnatriumlösung in blau- .(
grauen Tönen. ' *
Verwendet man statt der in vorstehendem Beispiel angegebenen. Menge von 22 Teilen Hydroxylaminhydrochlorid
nur 16,6 Teile, so erhält man ein sehr ähnliches Produkt.
22,8 Teile Nickelphthalocyanin und 0,2 Teile Ammoniummolybdat werden in 342 Teile Chlorsulfonsäure
eingetragen. Nach Zusatz von 19,7 Teilen Hydroxylaminsulfat wird 2 Stunden bei 1250
gerührt. Der Ansatz wird auf ein Gemisch von 1380 Teilen Eis, 80 Teilen Eisenpulver . und
300 Teilen konz. Salzsäure gegossen und bis zur vollständigen Umsetzung unter Temperatursteigerung auf 80 bis 9001 gerührt. Das in üblicher Weise
aufgearbeitete Produkt ist bezüglich seiner Eigenschaften den in den Beispielen 1 und 2 genannten
Substanzen sehr ähnlich.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung von Schwefelfarbstoffen der Phthalocyaninreihe, dadurch gekennzeichnet, daß man auf Phthalocyanine oder deren Komplexsalze bei einer Temperatur von etwa 100 bis 150 ° Hydroxylamin bzw. Hydroxylamin liefernde Substanzen und Chlorsulfonsäure in, Gegenwart von Verbindungen der Elemente der 5. und 6. Gruppe des Periodischen Systems einwirken läßt und die so erhaltenen Produkte mit Reduktionsmitteln behandelt.Angezogene Druckschriften: Britische Patentschrift Nr. 544 953.
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