DEC0007854MA - - Google Patents

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DEC0007854MA
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hydrogen
salts
acids
salt formation
radical
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 6. Juli 1953 Bekanntgemacht am 17. Mai 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
PA TENTANMELD UNG
KLASSE 12o GRUPPE 2303
C 7854 IVb/12 ο
Dr. Henry Martin, Zürich, und Dr. Ernst Habicht, Schaffhausen (Schweiz)
sind als Erfinder genannt worden
CILAG Aktiengesellschaft, Schaffhausen (Schweiz)
Vertreter: Dipl.-Chem. Dr. A. Ullrich, Patentanwalt, Neckargemünd bei Heidelberg Verfahren zur Herstellung neuer therapeutisch wirksamer Salze
Durch die österreichische Patentschrift 162 304 sind wertvolle Therapeurika der Formel
^-V-so.
H.N-
t in welcher R ein Wasserstoffatom, einein, Alkyl-10 oder einen, Arylreet bedeutet, bekanntgeworden,
; Die darin angeführten Alkali- bzw. Erdlalkali-
' ' salze haben leider den: Nachteil, daß ihre wässerigen Lösungen alkalisch reagieren und. somit ihre chemotherapeutischen, Anwendungsmöglichkeiten stark 15 eingeschränkt werdlein. , . . . . . ,
Durch E. L. Jackson (Journal of the American Chemical Society, BdL 70, S.680 [1948]) wurdle die -NH- CH
COOH
Herstellung der beiden Säuren N- [p~(p-Aniinophenylsulfonyl) -phenyl] -glycin und! N- [ρ- (p-Aminophenylsulfonyl) -phenyl] -/J-alandn beschrieben, die er über ihre Pyridinsalzei reinigte.
Da diese Pyridiinsalze mit einem großen Pyridiru-
Überschuß hergestellt werden, und ihre Reinigung
; durch Umkristallisieren, aus. ,Pyridiii erfolgen muß, ist leicht einzusehen, daß dlilese Reinigung miit vielen Umständen (Pyridinrückgewinnung usf.) verbun-
609 526/497
C 7854 IVb/12 ο
den ist, um so' mehr, als bei der anschließenden Zersetzung der Salze in die Säuren der anhaftende Pyridingeruch nur mit Mühe entfernt werden kann.
H2N-
Es wurde nun gefunden, daß man praktisch neutral reagierende, gut wasserlösliche und praktisch : ■■·' ungiftige Salze von Säuren der allgemeinen Formel
-NH-R — COOH
(I)
im welcher R einen gerad- oder' verzweigtkettigen Alkylenrest bedeutet, erhalten, kann, wenn man, sie iol in an sich bekannter Weise mit einer organischen; Base deir Formel
umsetzt, in welcher R1 Wasserstoff, einen Alkyl- oder Alkanolrest, R2 oder R3 Wasserstoff oder R2 und R3 niedermolekulare Alkanolreste oder mittels
eines Sauerstoff atoms zu einem Ring verbundene Alkylenreste bedeuten,
Die neuen Salze bieten gegenüber den in der österreichischen Patentschrift 162 304 uind in Journal of the American, Chemical Society, 70,
S. 680 (1948), beschriebenen Alkali-, Erdalkali- und Pyridinsalzen, den Vorteil, daß sie .,—. .besonders x aus organischen Lösungsmitteln — sehr1 schön und mit guter Ausbeute kristallisieren. Überraschenderweise hat sich dabei gezeigt, daß die aus den. neuen Basensalzen, zurückgewonnenen. Säuren reiner sind als die aus Alkali-, Erdalkali- oder Pyridinsalzen gewonnenen. Diese erhöhte Reinheit der Säuiren wirkt sich auch in einer verbesserten. Verträglichkeit aus. So' wurde beispielsweise die Dosis tolerata maxima des über das Natrium-, oder das Pyridinsalz gereinigten, 4-Amina-4'-carboxymethyla.minodiphenylsulfons bei subkutaner Verabreichung an Ratten, zu 5 bis 6 g/kg ermittelt. Für die gleiche, über das Morpholin- odier das Diäthanolaminsalz gereinigte Säure wurde eine subkutane Dosis tolerata maxima von 8 bis 9 g/kg gefunden.
Die neuen Salze können — dank ihrer neutralen Reaktion — auch zu arzöeiliehen Zwecken, z. B. bei tuberkulösem Infektionen des Auges und bei Conjunctivitis granulosa (tracheomatosa) verwendet werden.
Beispiel 1
34 g 4-Amino'-4/-carboxymethylaniinodiphenylsulfon und 12,1 g Diethanolamin werden in 200 ecm absolutem heißem Äthanol gelös*, mit Kohle kurz aufgekocht und heiß filtriert. Nach Kratzen, Impfen und 2stündigem Stellen im Eisschrank wird das ausgefallene Salz abgenutscht. Es wird einmal aus 400 ecm absolutem Äthanol und etwas Kohle umkristallisiert, wobei,man 21.g1 (das sind 46% der Theorie) reines, weißes Diäthanolaminsalz des 4 - Amino - 4' - carboxymethylaminodiphenylsulfons gewinnt.
Das so hergestellte Salz liefert eine auch in dickeren, Schichten (etwa 8 cm) farblose wässerige Lösung. Es löst sich sehr leicht in Wasser, leicht in Methanol, weniger in Äthanol und wenig bis gar nicht in den übrigen organischen Lösungsmitteln.
Auch in analysenreinem Zustand weist das Salz keinen scharfen Schmelzpunkt auf; dieser liegt je nachAufheizgeschwkidigkeiit zwischen 80 und ioo°.
Beispiel 2
20 g 4 - Amino - 4'- carboxymethylaininodiphenylsulfon und 5,85 g Morpholin, werden in 400 ecm .,. Aceton in, der im Beispiel 1 beschriebenen Weise umgesetzt. Man. erhält das Morpholinsalz in glänr, zenden, 'farblosen Nadeln, die sich sehr leicht in kaltem Wasser mit nahezu, neutraler Reaktion lösen. Das soi erhaltene Salz schmilzt beii33bisii35° unter Zersetzung. Die Auswage beträgt 23,6 g·, das sind 92% der Theorie.

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    i. Verfahren zur Herstellung neuer therapeutisch wirksamer Salze aus Säuren, der Formel
    H2N-
    >—NH- R — COOH
    iin welcher R einen gerad!- oder verzweigtkettigen Alkylenrest bedeutet, und zur Salzbildung ge-, eigneter Basen, dadurch gekennzeichnet, daß man als Salzbildungspartaer organische Basen der allgemeinen Formel
    in welcher R1 Wasserstoff, einen Alkyl- oder Alkanolrest, R2 oder R3 Wasserstoff oder R2 und R3 niedermolekulare Alkanolreste oder mittels eines Sauerstoffatoms zu, einem Ring verbundene Alkylenreste bedeuten,' verwendet.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man, die Umsetzung in einem. Lösungsmittel vornimmt. ·*
    Angezogene Druckschriften,: Journal of the American Chemical Society, Bd. 70 (1948), S. 682,683;
    deutsche Patentschrift Nr. 875 202.

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