CH326014A - Verfahren zur Herstellung neuer chemotherapeutisch wirksamer Salze - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer chemotherapeutisch wirksamer Salze

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CH326014A
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Henry Dr Martin
Ernst Dr Habicht
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Cilag Ag
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  Verfahren zur Herstellung neuer chemotherapeutisch wirksamer Salze Durch die   österreiehisehe    Patentschrift Nr.   162304    sind wertvolle Therapeutika der
EMI1.1     
 in weleher R ein Wasserstoffatom, einen   Atkyl-oder    einen Arylrest bedeutet, bekannt  yeworden.    Die dort beschriebenen   Alkali-und    Erdalkalisalze der in Frage stehenden SÏuren haben leider den Naehteil, dass ihre wässerigen   Losungen    alkalisch reagieren und somit ihre   chemotherapeutischen Anwen dungsmöglich-      keiten stark eingesehränkt    sind.



   Durch   E.      L.      Jackson      [J.      Am.    Chem. Soc.



  70, S. 680 (Febr. 1948)] wurde die Herstellung der beiden SÏuren N-[p-(p-Aminophenylsulfonyl)-phenyl]-glycin und N-[p-(p-Amino   phenyl-sulfonyl)-phenyl]-3-alanin besehrieben,    die er über ihre Pyridinsalze   reinigte.   



   Da diese Pyridinsalze mit einem grossen Pyridinübersehuss hergestellt werden und ihre Reinigung durch Umkristallisieren aus Pyridin erfolgen muss, ist leicht einzusehen, dass diese Reinigung mit vielen Umständen (Pyri  dinrückgewinnung    usw.) verbunden ist, um so mehr, als bei der anschliessenden Zersetzung in die Säuren der anhaftende   Pyridingeruch    nur mit Mühe entfernt werden kann.



   Es wurde nun   gefnnden,    dass man annähernd neutral reagierende, gut wasserlösliche und praktisch ungiftige Salze von Säuren der allgemeinen Formel
EMI1.2     
 in welcher R einen   Alkylenrest bedetltet,    erhält, wenn man sie mit Sauerstoff enthaltenden   aliphatisehen    Aminen umsetzt. Unter Sauerstoff enthaltenden Aminen sollen vor    allem Alkanolamine, insbesondere Äthanol-    amin,   Dialkanolamine,    insbesondere Diäthanolamin, Trialkanolamine und Morpholine ver  standen    werden.



   Die neuen Salze bieten gegenüber den in der   österreiehisehen    Patentschrift Nr. 162304 und in J. Am. Chem.   Soc.    70, S. 680 (1948) beschriebenen Alkali-, Erdalkali-und Pyridinsalzen den Vorteil, dass sie-besonders aus organischen   Lösungsmitteln-sehr      sehön    und mit guter Ausbeute   kristallisieren. Uber-      raschenderweise    hat sich dabei gezeigt, dass die aus den neuen   Basensalzen      zurückgewon-    nenen Säuren reiner sind als die aus Alkali-,    Erdalkali-oder Pyridinsalzen gewonnenen.   



  Diese erhöhte Reinheit der Säuren wirkt sich auch in einer verbesserten Verträglichkeit aus.



  So   kurde    beispielsweise die Dosis tolerata maxima des  ber das Natrium-oder das    Pyridinsalz gereinigten 4-Amino-4'-carboxv-      methylamino-diphenylsulfons    bei   subkutaner    Verabreichung- an Ratten zu 5 bis 6 g/kg ermittelt. F r die gleiche, über das Morpholinoder das Diäthanolaminsalz gereinigte Säure wurde eine subkutane Dosis tolerata maxima von 8 bis 9 g/kg gefunden.



   Die neuen   Salze können-dank ihrer    neutralen   Reaktion-auch    zu arzneilichen   Zweeken,    z. B. bei   tuberkulösen    Infektionen des Auges und bei   Conjunctivitis    granulosa   (tracheomatosa)    verwendet werden.



   Beispiel 1
34 g 4-Amino-4'-carboxymethylamino-di  phenvlsulfon imd 12, 1    g Diäthanolamin werden in 200 cm3 absolutem hei¯em ¯thanol gelost, mit Kohle kurz aufgekocht und hei¯ filtriert. Nach   Kratzen, Impfen und 2stündi-      gem    em Stehen im Eissehrank wird das   ausgefal-    lene Salz   abgenutscht.    Es wird einmal aus   400      em3    absolutem Äthanol und etwas Kohle umkristallisiert, wobei man 21 g (das sind 46% der Theorie) reines, weisses Diäthanolaminsalz des 4 - Amino - 4' - carboxymethyl  amino-diphenylsulfons gewinnt.   



   Das so hergestellte Salz liefert eine auch in dickeren Schichten (etwa 8   cm)    farblose wässerige   Losung.    Es löst sich sehr leicht in Wasser, leicht in Methanol, weniger in Äthanol und wenig bis gar nicht in den übrigen organisehen   Losungsmitteln.   



   Auch in   analysenreinem    Zustand weist das Salz keinen scharfen Schmelzpunkt auf ; dieser liegt je nach Aufheizgeschwindigkeit zwisehen   80    und 100¯ C.



   Beispiel 2
20 g 4-Amino-4'-earboxymethylamino-diphenylsulfon und 5, 85 g Morpholin werden in 400   em3    Aceton in der im Beispiel   1      beschrie-      benen    Weise umgesetzt. Man erhält das   Mor-    pholinsalz in glänzenden, farblosen Nadeln, die sich sehr leieht in kaltem Wasser mit nahezu neutraler Reaktion losen. Das so erhal.tene Salz schmilzt   bei 1. 33    bis   135     C unter Zersetzung. Die   Auswage beträgt    23, 6 g, das sind   92  /o    der Theorie.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung neuer, chemo- therapeutisch wirksamer Salze, dadurch gekennzeichnet, dass man Säuren der Formel EMI2.1 worin R einen Alkylenrest bedeutet, mit Sauer- stoff enthaltenden aliphatisehen Aminen umsetzt.
    UNTEBANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Sauerstoff enthaltende aliphatische Amine Dialkanolamine verwendet.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man aIs Sauer- stoff enthaltendes aliphatisches Amin Morpholin verwendet.
CH326014D 1953-07-06 1954-05-21 Verfahren zur Herstellung neuer chemotherapeutisch wirksamer Salze CH326014A (de)

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