DEC0009364MA - - Google Patents

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DEC0009364MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 13. Mai 1954 Bekanntgemacht am 23. August 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
PATENTANMELDUNG-
KLASSE 12q GRUPPE 602 INTERNAT. KLASSE C 07c
C 9364 IVb/12 q
Dr. Max Matter, Worb, Bern (Schweiz)
ist als Erfinder genannt worden
CIBA Aktiengesellschaft, Basel (Schweiz)
Vertreter: Dipl.-Ing. E. Splanemann, Patentanwalt, Hamburg 36
Verfahren zur Herstellung eines als Lokalanaestheticum verwendbaren p-Amino-benzoesäure-polyglykolesters
Gegenstand der Erfindung ist die Herstellung des Esters der p-n-Butylaminobenzoesäure mit Nona- 15 äthylenglykolmonomethyläther der Formel
CH3-CH2-CH2-CH2-NH-C
' ■ .
und seiner Salze.
Der neue Ester zeigt wertvolle pharmakologische Eigenschaften. So besitzt er einen ausgeprägten lokalanästhetischen Effekt, insbesondere wirkt er selektiv auf die Dehnungsrezeptoren der Lunge. Er soll als Heilmittel, vorzugsweise als Hustenmittel verwendet werden. Bezüglich dieser Verwendung weist die neue Verbindung wesentliche Vorteile auf, gegenüber bekannten, vergleichbaren Estern.
^)-CO-(O-CH2-
-CHa)9-OCH3
Der neue Ester wird folgendermaßen hergestellt: So kann man p-n-Butylaminobenzoesäure, gegebenenfalls in Form ihrer reaktionsfähigen Derivate, direkt oder stufenweise in ihren Ester mit Nonaäthylenglykolmonomethyläther überführen. ■
Ein direktes Verfahren besteht z. B. darin, daß man p-n-Butylaminobenzoesäure, gegebenenfalls in Form ihrer reaktionsfähigen Derivate, mit Nonaäthylenglykolmonomethyläther, gegebenenfalls in Form seiner
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reaktionsfähigen Derivate, umsetzt. Man kann dabei so vorgehen, daß man p-n-Butylaminobenzoesäure mit Nonaäthylenglykolmonomethyläther, vorteilhaft unter Verwendung der üblichen Veresterungskatalysatoren, umsetzt oder daß man sie z. B. in Form ihres Anhydrids, ihrer Halogenide oder Ester leichtflüchtiger Alkohole, wie des Methanols, mit Nonaäthylenglykolmonomethyläther, mit Vorteil in Anwesenheit basischer Kondensationsmittel, wie Pyridin, Metallalkoholaten, gegebenenfalls solchen des Nonaäthylen-
CH,- CH9- CH9- CH9- NH-?
glykolmonomethyläthers selbst, umsetzt. Man kann aber auch ihre Metallsalze mit reaktionsfähigen Estern des Nonaäthylenglykolmonomethyläthers, insbesondere solchen mit starken anorganischen oder organischen Säuren, wie der Halogenwasserstoffsäuren oder organischen Sulfonsäuren, ζ. B. der Äthan- oder Toluolsulfonsäure, umsetzen.
Ein stufenweises Verfahren besteht darin, daß man einen Alkohol der Formel
-CO — (O — CH2- CH2)m — OH
vorzugsweise in Form seiner Metallsalze oder reaktionsfähigen Ester, mit einem Alkohol der Formel
' H-(O-CH2-
vorzugsweise in Form seiner reaktionsfähigen Ester bzw. Metallsalze, veräthert, wobei m und φ ganze Zahlen von ι bis 8 sind, diedie Bedingung m-\-φ=g erfüllen.
CH3-CH2-CH2-CH2-NH-
mit Methanol veräthert. So kann man diesen Alkohol, gegebenenfalls in Form eines reaktionsfähigen Esters oder Metallsalzes, mit Methanol, gegebenenfalls in Form seines Metallsalzes bzw. reaktionsfähigen Esters, umsetzen.
Eine weitere Ausführungsform des Verfahrens besteht darin, daß man in Verbindungen der Formel
._CO-(O-CH2-CH2)9-O-CH3
worin R1 einen in die n-Butylaminogruppe überführbaren Rest bedeutet, R1 in diese Gruppe überführt.
So kann man z. B. eine freie Aminogruppe in die n-Butylaminogruppe überführen, z. B. durch Umsetzung mit reaktionsfähigen Estern des n-Butanols. Man kann aber auch eine Verbindung mit einer freien Aminogruppe oder Nitrogruppe in Gegenwart von n-Butyraldehyd reduktiv alkylieren.
Die Reaktionen werden in An- oder Abwesenheit von Verdünnungs- und bzw. oder Kondensationsmitteln oder Katalysatoren bei gewöhnlicher oder erhöhter Temperatur in offenen oder geschlossenen Gefäßen unter Druck durchgeführt.
Je nach der Arbeitsweise erhält man den neuen Ester als Base oder als Salze. Aus den Salzen kann in an sich bekannter Weise die freie Base hergestellt werden, von welcher sich durch Umsetzung mit Säuren, die zur Herstellung von therapeutisch verwendbaren Salzen geeignet sind, die Salze gewinnen lassen.
Bemerkenswert ist, daß der neue Ester eine beträchtliche Löslichkeit in Wasser aufweist. Eine solche Lösung besitzt das Charakteristikum, sich beim Erwärmen bei einer bestimmten, von der Konzentration abhängigen Temperatur zu trüben. Dieser, an einer io°/0igen Lösung bestimmte Temperaturwert wird als Trübungspunkt bezeichnet und stellt eine physikalische Konstante dar. Er liegt bei 450. Die
CH,- CH9- CH9- CH9- NH-<
V- CO — (0-CH2
-CH2),,- OH
CH2)^-OCH3,
Ein weiteres Verfahren besteht darin, däß man einen Alkohol der Formel
Trübung ist reversibel; beim Abkühlen klärt sich die Lösung wieder.
Die als Ausgangsstoffe genannten Verbindungen sind bekannt oder lassen sich nach an sich bekannten Methoden herstellen.
Die Erfindung wird im nachstehenden Beispiel beschrieben. Zwischen Gewichtsteil und Volumteil besteht die gleiche Beziehung wie zwischen Granim und Kubikzentimeter. Die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.
Beispiel
4,42 Gewichtsteile p-n-Butylaminobenzoesäureäthylester werden mit 17,2 Gewichtsteilen Nonaäthylenglykolmonomethyläther, welcher bei 0,01 mm Hg bei 1900 siedet, in ein verschlossenes Reaktionsgefäß gebracht, welches mit einem regulierbaren Einlauf für. Lösungsmittel und mit einem Anschluß zum Abdestillieren im Vakuum verbunden ist. Zur vollständigen Trocknung wird während 1 Stunde auf 100 bis 1050 erhitzt und bei einem Vakuum von 12 mm Hg absolutes Xylol unter die Oberfläche der Mischung eingeleitet. Dadurch entsteht ein ständiger Strom von Xyloldampf durch die ganze Apparatur, welcher letzte Spuren von Feuchtigkeit und andere flüchtige Verunreinigungen mitreißt. Das Xylol wird in einem Kühler kondensiert. Man kühlt auf 20 bis 300 ab und gibt 0,06 Gewichtsteile Natriummethylat, gelöst in 0,6 Gewichtsteilen Methanol, zu. Darauf wird, wiederum im Vakuum bei 100 bis 1050J Xylol durchgeleitet, wobei alles Methanol und das sich bei der Umesterung bildende Äthanol verdampfen. Man läßt die Umesterung unter diesen Bedingungen vor sich gehen, bis eine Probe der Reaktionsmasse in kaltem Wasser klar löslich ist, was ungefähr nach 2 bis 3 Stunden der Fall ist. Es ist nun in fast quantitativer Ausbeute der Ester der p-Butylaminobenzoesäure mit Nonaäthylenglykolmonomethyläther folgender Formel:
-CO — (0-CH2- CH2J9-OCH3
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entstanden, der noch überschüssigen Nonaäthylenglykolmonomethylather enthält. Zur Reinigung wird in Benzol gelöst und mshrmals mit 5°/oiger Natriumcarbonatlösung gewaschen. Es ist zweckmäßig, alle Waschlösungen mit frischem Benzol auszuschütteln. Der neue Ester bleibt bei dieser Verteilung zwischen Benzol und Natriumcarbonatlösung im Benzol, der überschüssige Nonaäthylenglykolmonomethyläther und wenig braune Verunreinigungen werden von der
ίο verdünnten Natriumcarbonatlösung aufgenommen. Durch Eindampfen der getrockneten und nitrierten Benzollösung erhält man den neuen Ester in Form eines farblosen bis ganz schwach gelben Öls, das in den meisten organischen Lösungsmitteln, mit Ausnahme von aliphatischen Kohlenwasserstoffen, leicht löslich ist. Aus einer io°/0igen wäßrigen Lösung wird der neue Ester beim Erwärmen auf etwa 45° ausgefällt; er geht jedoch beim Abkühlen wieder leicht in Lösung. Er ist für die therapeutische Anästhesie hervorragend geeignet. Wäßrige Lösungen sind haltbar und können sterilisiert werden.
Der als Ausgangsstoff genannte Nonaäthylenglykolmonomethyläther kann wie folgt hergestellt werden: 23 Gewichtsteile Natrium werden bei 90 bis ioo° in
250 Volumteilen Äthylenglykol gelöst. Dann läßt man bei 100 bis iio° Badtemperatur im Verlaufe von 6 Stunden unter gutem Rühren 433 Gewichtsteile Octaäthylenglykol - monomethyläther - benzolsulfonat eintropfen und läßt noch während 17 Stunden ohne
Rühren im Ölbad von 100 bis iio° stehen.
Nach dem Abkühlen wird das Reaktionsgemisch zwischen 500 Volumteilen Wasser und 1000 Volumteilen Chloroform verteilt. Die wäßrige Schicht extrahiert man noch viermal mit je 500 Volumteilen Chloroform und wäscht die Chloroformschichten hintereinander mit 500 Volumteilen Wasser. Die vereinigten Chloroformextrakte werden getrocknet und eingedampft. Man erhält so 353 Gewichtsteile eines öligen, dunkelbraunen Rückstandes. Dieser wird mit 100 Volumteilen 25°/0igem Ammoniak versetzt und über Nacht, bei Zimmertemperatur stehengelassen, dann 2 Stunden auf 900 erwärmt und schließlich im Wasserstrahlvakuum auf dem Wasserbad zur Trockne eingedampft. Man erhält auf diese Weise 350 Gewichtsteile eines Rückstandes. Man löst ihn in 175 Volumteilen Wasser und läßt durch eine Säule aus einem Gemisch aus 100 Volumteilen eines sulfonsäuren Polystyrol-Kationenaustauschers und eines quaternärenAmmonio-polystyrol-Anionenaustauschers, getrennt aktiviert und dann gemischt, fließen. Man wäscht mit 175 Volumteilen Wasser nach und dampft ein. Man erhält so 335 Gewichtsteile eines öligen Rückstandes. Man wäscht nochmals mit Wasser und fängt 2 Eluate von je 175 Volumteilen Wasser auf, die beim Eindampfen (10 mm, 100°) 9 bzw. 0,20 Gewichtsteile Öl als Rückstände liefern. Bei der fraktionierten Destillation im Hochvakuum von 0,01 mm erhält man bei 1900 300 Gewichtsteile Nonaäthylenglykolmonomethyläther als farbloses Öl neben wenig Vorlauf und 38 Gewichtsteile zu braunen Kristallen erstarrendem Destillationsrückstand.
Das genannte Octaäthylenglykolmonomethylätherbenzolsulfonat wird wie folgt erhalten: 383 Gewichtsteile Octaäthylenglykolmonomethyläther werden in 500 Volumteilen Benzol gelöst und im Verlaufe von ι Stunde bei 20 bis 300 gleichzeitig unter gutem Rühren mit 180 Volumteilen Benzolsulfochlorid und 100 Gewichtsteilen pulverisiertem Natriumhydroxyd versetzt. Man rührt noch 2 Stunden weiter und läßt dann ohne Rühren über Nacht stehen. Dabei ist das Pu wesentlich höher als 7. 600 Volumteile Wasser werden eingerührt, wobei sich zwei Schichten bilden. Die wäßrige Schicht wird einmal mit 200 Volumteilen Benzol nachextrahiert. Die beiden vereinigten Benzollösungen werden mit 50 Volumteilen 25°/0igem Ammoniak versetzt und 4 Stunden auf der Maschine geschüttelt, dann mit 50 Volumteilen 2 n-Natronlauge nochmals kurze Zeit geschüttelt. Man extrahiert die wäßrige Schicht nochmals mit 200 Volumteilen Benzol und wäscht die beiden Benzolschichten hintereinander mit 50 Volumteilen 2 η-Natronlauge und 50 Volumteilen Wasser. Aus den vereinigten und getrockneten Benzolextrakten erhält man durch Eindampfen am Vakuum 473 Gewichtsteile rohen Sulfoester.
Aus den wäßrigen Auszügen können durch eine einmalige Extraktion mit 500 Volumteilen Chloroform 30 Gewichtsteile Octaäthylenglykolmonomethyläther zurückgewonnen werden.
Der Octaäthylenglykolmonomethyläther seinerseits kann wie folgt gewonnen werden: 35 Gewichtsteile Natrium werden bei 90 bis ioo0 in Portionen in 500 Volumteilen Triäthylenglykol gelöst. Man läßt im Verlaufe von 7 Stunden bei 100 bis iio° Badtemperatur unter energischem Rühren 522 Gewichtsteile Pentaäthylenglykolmonomethylätherbenzolsul- fonat eintropfen und läßt dann ohne Rühren während 20 Stunden im Ölbad von 100 bis iioc stehen (Stickstoffatmosphäre) .
Nach dem Abkühlen wird mit 300 Volumteilen Wasser versetzt und zusammen mit 1 1 Chloroform gut durchgeschüttelt. Man extrahiert die wäßrige Schicht noch viermal mit je 250 Volumteilen Chloroform. Die Chloroformextrakte extrahiert man hintereinander zweimal mit je 150 Volumteilen Wasser. Aus den Chloroformextrakten erhält man durch Trocknen und Eindampfen 499 Gewichtsteile Rohprodukt, das man mit 100 Volumteilen 25°/0igem Ammoniak gut vermischt, über Nacht stehenläßt und dann während 4 Stunden auf ioo° erwärmt. Man dampft im Wasserstrahl vakuum ein und erhält so 495,5 Gewichtsteile eines Rückstandes. Dieser wird mit 250 Volumteilen Wasser verdünnt und durch eine Säule aus einem Gemisch aus je 100 Volumteilen eines sulfonsäuren Polystyrol-Kationenaustauschers und eines quaternären Ammonio-polystyrol-Anionenaustauschers fließen gelassen. Man wäscht mit 500 Volumteilen Wasser nach und dampft das Eluat ein bei 10 mm und ioo°. Man erhält einen Rückstand von 487 Gewichtsteilen.
484 Gewichtsteile des so vorbereiteten Rohproduktes ergeben bei der Hochvakuumdestillation 10 Gewichtsteile Vorlauf, .79 Gewichtsteile erstarrenden Destillationsrückstand und 400 Gewichtsteile Octaäthylenglykolmonomethyläther vom Kp.OiO1 1650.
Das oben verwendete Pentaäthylenglykolmonomethylätherbenzolsulfonat kann wie folgt hergestellt
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werden: 530 Gewichtsteile Benzolsulfonsäureester des Diäthylenglykolmonomethyläthers läßt man im Verlaufe von 4 Stunden bei ioo° und unter Rühren zu einer Lösung von 50 Gewichtsteilen Natrium in 800 Volumteilen Triäthylenglykol fließen und hält das Reaktionsgemisch noch über Nacht auf iooc. Nach dem Abkühlen versetzt man mit 500 Volumteilen Wasser und 100 Volumteilen Chloroform und schüttelt gut durch. Die Chloroformschicht wird noch zweimal mit je 250 Volumteilen Wasser extrahiert und dann eingedampft. Sie, hinterläßt 220 Gewichtsteile rohen Pentaäthylenglykolmonomethyläther. Durch fünfmaliges Extrahieren der drei Wasserschichten mit je 500 Volumteilen Chloroform erhält man noch weitere 250 Gewichtsteile an rohem Pentaäthylenglykolmethyläther. Aus dem Rohprodukt erhält man durch Destillation im Hochvakuum bei 0,01 mm und iio° 400 Gewichtsteile des reinen Äthers als farbloses Öl.
50 Gewichtsteile Pentaäthylenglykolmonomethyläther werden in 100 Volumteilen Benzol gelöst und während 1Z2 Stunde unter Rühren und Kühlen bei 20 bis 300 tropfenweise mit 35 Volumteilen Benzolsulfochlorid versetzt. Gleichzeitig trägt man 15 Gewichtsteile pulverisiertes Natriumhydroxyd in gleichmäßigen Portionen ein. Man rührt noch 21I2 Stunden weiter und läßt dann ohne Rühren über Nacht stehen. Dann nutscht man von den ausgefallenen Salzen ab und schüttelt das Filtrat mit 20 Volumteilen 25°/0igem wäßrigem Ammoniak während 4 Stunden. Das allenfalls noch vorhandene Benzolsulfochlorid wird dabei in das alkalilösliche Sulfamid übergeführt. Man versetzt mit 50 Volumteilen io°/0iger Natronlauge und schüttelt gut durch. Die wäßrige Schicht extrahiert man noch einmal mit 150 Volumteilen Benzol und wäscht die beiden Benzolextrakte hintereinander mit 50 Volumteilen io°/0iger Natronlauge und 50 Volumteilen Wasser. Durch Eindampfen der getrockneten Benzollösung erhält man 70 Gewichts-
4.0 teile lösungsmittelfreien Benzolsulfonsäureester des Pentaäthylenglykolmonomethyläthers als fast farbloses Öl.
Ein weiteres Verfahren zur Herstellung des genannten Nonaäthylenglykolmonomethyläthers wird wie folgt ausgeführt: Man löst 41,5 Gewichtsteile Nonaäthylenglykol in 200 Volumteilen Chloroform, läßt gleichzeitig unter gutem Rühren bei 15 bis 300 15 Volumteile Benzolsulfochlorid, und 30 Volumteile I7°/Oige wäßrige Natronlauge im Verlauf 1 Stunde eintropfen und rührt noch 3 Stunden weiter. Nach 30 Stunden trennt man die Chloroformschicht ab und wäscht sie dreimal mit je 50 Volumteilen Wasser. Die wäßrigen Schichten werden mit Chloroform erschöpfend extrahiert. Aus den Chloroformextrakten erhält man 50 Gewichtsteile Rohester, der, in 450 Volumteilen Wasser gelöst, bei der Extraktion mit Tetrachlorkohlenstoff 18,5 Gewichtsteile angereicherten Nonaäthylenglykoldibenzolsulfonsäureester liefert. Durch Ausziehen der wäßrigen Lösung mit Benzol erhält man 28 Gewichtsteile Nonaäthylenglykolmonobenzolsulfensäureester, den man, gelöst in 30 Volumteilen Methylalkohol, während 1 Stunde bei 75 bis 85 ° und unter Rühren zu einer Lösung von 1,8 Gewichtsteilen Natrium in 70 Volumteilen Methylalkohol in einen Kolben mit Rückflußkühler unter Feuchtigkeitsausschluß fließen läßt. Man rührt noch 2 Stunden weiter und läßt dann 20 Stunden im Bad von 70 bis 8o° stehen. Man dampft das Reaktionsgemisch im Wasserstrahlvakuum ein, verrührt den Rückstand mit 50 Volumteilen Wasser und 200 Volumteilen Chloroform. Durch erschöpfende Extraktion der wäßrigen Schicht mit Chloroform' in Portionen zu 100 Volumteilen und Waschen der Extrakte mit 25 Volumteilen Wasser erhält man 21,5 Gewichtsteile Rohprodukt, das, wie beschrieben, mit 25°/oigem Ammoniak und einem Gemisch aus Ionenaustauschern behandelt wird. Man erhält so 21,3 Gewichtsteile Eindampfrückstand, aus dem durch Destillieren im Hochvakuum 19,4 Gewichtsteile farbloser Nonaäthylenglykolmonomethyläther und 1,6 Gewichtsteile erstarrender Destillationsrückstand erhalten werden.
Das als Ausgangsmaterial genannte Nonaäthylenglykol kann auf folgende Weise erhalten werden: 280 Volumteile Triäthylenglykol werden . in 2000 Volumteilen Benzol gelöst und unter energischem Rühren und Kühlen im Verlaufe von 1 Stunde bei 30 bis 35° gleichzeitig mit 800 Volumteilen Benzolsulfochlorid und 400 Gewichtsteilen pulverisiertem Natriumhydroxyd versetzt. Man rührt noch 30 Stunden und läßt dann 1 Tag stehen. Durch Einrühren von 2500 Volumteilen Wasser löst man die auskristallisierten Salze und das überschüssige Natriumhydroxyd auf und extrahiert die wäßrige Lösung mit 200 Volumteilen Benzol. Die vereinigten Benzolextrakte versetzt man mit 100 Volumteilen 25°/0igem wäßrigem Ammoniak und schüttelt während 4 Stunden auf der Maschine. Zum Schluß schüttelt man nochmals kurze Zeit mit 200 Volumteilen io°/0iger wäßriger Natronlauge. Die wäßrigen Teile werden abgetrennt, die benzolische Lösung wird mit 100 Volumteilen io°/0iger Natronlauge und anschließend mit 100 Volumteilen Wasser gewaschen und alle wäßrigen Teile hintereinander mit 200 Volumteilen Benzol extrahiert. Durch Eindampfen der vereinigten und getrockneten Benzolextrakte erhält man 820 Gewichtsteile Rohester als schwach bräunlich gefärbtes Öl, das aus 10 000 Volumteilen Methylalkohol kristallisiert. Man erhält 665 Gewichtsteile Triäthylenglykoldibenzolsulfonat vom F. 38 bis 390.
215 Gewichtsteile des so erhaltenen Diesters in 25 Volumteilen wasserfreiem Äther werden im Verlaufe von 4 Stunden bei 100 bis iio° unter gutem Rühren und Feuchtigkeitsausschluß zu einer Lösung von 26 Gewichtsteilen Natrium in 400 Volumteilen Triäthylenglykol getropft. Man rührt noch 6 Stunden weiter und läßt dann ohne Rühren bei 100 bis iio° 10 Stunden stehen. Bei der erschöpfenden Extraktion mit Äther in einem kontinuierlich arbeitenden Apparat erhält man 460 Gewichtsteile eines fast farblosen Öls, das man mit 100 Volumteilen 25°/0igem Ammoniak über Nacht stehenläßt. Dann wird eingedampft, in 225 Volumteilen Wasser aufgenommen und durch eine Säule aus einem Gemisch eines sulfonsäuren Polystyrol-Kationenaustauschers und eines quaternären Ammonio-polystyrol-Anionenaustauschers fließen gelassen, um ionogene Anteile zu
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entfernen. Das Eluat liefert beim Eindampfen im Wasserstrahlvakuum 465 Gewichtsteile eines fast farblosen Öls. Durch Hochvakuumdestillation werden neben 290 Gewichtsteilen überschüssigem Triäthylenglykol 110 Gewichtsteile Nonaäthylenglykol vom
Kp. 0,01 τ9°° als farbloses Öl und 50 Gewichtsteile eines wachsartig erstarrenden Rückstandes erhalten.
Ferner kann man den genannten Nonaäthylen-
glykolmonomethyläther wie folgt erhalten: Man läßt gleichzeitig im Verlauf von 2 Stunden 200 Volumteile 3O°/0ige Natronlauge und 200 Volumteile Benzolsulfochlorid unter Rühren bei 20° in eine Lösung von 400 Volumteilen Triäthylenglykol in 3000 Volumteilen Chloroform eintropfen. Man rührt über Nacht und läßt dann 1 Tag stehen. Die ausgefallenen Salze löst man durch Einrühren von 200 Volumteilen Wasser und trennt die Chloroformschicht ab, die man durch Extraktion mit Wasser von ungefähr 100 Gewichtsteilen nicht umgesetztem Triäthylenglykol befreit. Man dampft die Chloroformschicht ein und extrahiert die 380 Gewichtsteile öligen Rückstandes erschöpfend mit Wasser. Der wäßrige Extrakt, der den Monoester enthält, wird mit Benzol erschöpfend extrahiert. Der Benzolextrakt wird eingedampft und liefert so 320 Gewichtsteile Monobenzolsulfonsäureester des Triäthylenglykols als fast farbloses Öl. Man vermischt unter Ausschluß von Feuchtigkeit in einem Rührkolben mit Rückflußkühler 165 Gewichtsteile Triäthylenglykolmonomethyläther 'und 220 Gewichtsteile 25%ige Natriummethylat-Lösung in Methylalkohol und fügt noch 200 Volumteile Benzol dazu. Man dampft das Benzol zusammen mit dem Methylalkohol im Wasserstrahlvakuum ab und wieder
CHo-CH2-CH2-CH2-NH-
holt das Abdampfen noch dreimal nach jeweiliger Zugabe von je 200 Volumteilen frischem, wasserfreiem Benzol. Den Eindampfrückstand löst man in 250 Volumteilen Benzol und läßt im Verlaufe von 2 Stunden unter gutem Rühren bei 900 Badtemperatur eine Lösung von 295 Gewichtsteilen Monobenzolsulfonsäureester des Triäthylenglykols in 300 Volumteilen trockenem Benzol eintropfen. Man rührt noch einige Stunden und läßt dann über Nacht im Bad von 8o° stehen. Das ausgefallene Natrium-Benzolsulfonat nutscht man ab und dampft das Filtrat ein. Man nimmt den Rückstand in 150 Volumteile Wasser auf und läßt die Lösung zur vollständigen Entionisierung durch ein Gemisch aus je 100 Volum teilen eines sulfonsäuren Polystyrol-Kationenaustauschers und eines quaternären Ammonio-polystyrol-Anionenaustauschers laufen. Der Eindampfrückstand des Eluates wird im Hochvakuum fraktioniert destilliert und liefert bei 0,005mm und 1300 240 Gewichtsteile Hexaäthylenglykolmonomethyläther, von dem 300 Gewichtsteile gemäß der obenstehenden Beschreibung als Natriumverbindung in Benzol mit 295 Gewichtsteilen Triäthylenglykolmonobenzolsulfonat zu 340 Gewichtsteilen Nonaäthylenglykolmonomethyläther umgesetzt werden. Die beiden Reaktionsschritte können auch hintereinander ohne Aufarbeitung des Hexaäthylenglykolmonomethyläthers im gleichen Kolben durchgeführt werden.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    i. Verfahren zur Herstellung eines.als Lokalanästheticum verwendbaren p-Amino-benzoesäurepolyglykolesters der Formel I
    -(0 — CH2- CH2)9 — OCH3, (I)
    dadurch gekennzeichnet, daß man p-n-Butylaminobenzoesäure, gegebenenfalls in Form ihrer reaktionsfähigen Derivate, mit Nonaäthylenglykolmonomethyläther, gegebenenfalls in Form seiner reaktionsfähigen Derivate, verestert.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man die Veresterung in Anwesenheit von Kondensationsmitteln durchführt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, daß man p-n-Butylaminobenzoesäure in Form ihrer Metallsalze mit reaktionsfähigen Estern von Nonaäthylenglykolmonomethyläther verestert.
  4. 4. Verfahren zur Herstellung eines als Lokalanästheticum verwendbaren p-Amino-benzoesäurepolyglykolesters der Formel (I), dadurch gekennzeichnet, daß man einen Ester der allgemeinen Formel (II)
    CH3
    -NH-<
    CO-(O- CH2 — CH2)ra — OH
    (Π)
    gegebenenfalls in Form eines Metallsalzes oder reaktionsfähigen Esters, mit einem Alkohol der allgemeinen Formel (III)
    H-(O-CH2-CH2)^-OCH3 (III)
    gegebenenfalls in Form eines reaktionsfähigen Esters bzw. Metallsalzes, veräthert, wobei m und p ganze Zahlen von 1 bis 8 bedeuten, welche die Bedingung m -f- f = 9 erfüllen.
  5. 5. Verfahren zur Herstellung eines als Lokalanästheticum verwendbaren p-Amino-benzoesäurepolyglykolesters der Formel (I), dadurch gekennzeichnet, daß man den Ester der Formel (IV)
    CH3- CH2- CH2- CH2- NH-<
    gegebenenfalls in Form eines Metallsalzes oder reaktionsfähigen Esters, mit Methanol, gegebenen- >— CO— (O — CH2- CH
    2)9
    OH
    (IV)
    falls in Form eines reaktionsfähigen Esters bzw-Metallsalzes, veräthert.
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  6. 6. Verfahren zur Herstellung eines als Lokalanästheticum verwendbaren p-Amino-benzoesäurepolyglykolesters der Formel (I), dadurch gekennzeichnet, daß man in einer Verbindung der Formel (V) i5
    H2N- -CO — (O—CH2- CH3)9 — OCH3
    (V)
    die Aminogruppe durch Umsetzung mit reaktionsfähigen Estern des Butanols in die n-Butylaminogruppe überführt oder daß man eine Verbindung der Formel (V) oder (VI)
    -CO-(O-CH2-CH2
    -OCH3
    (VI) in Gegenwart von Butyraldehyd reduktiv 20 alkyliert.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 211801, 218 389, 947; 25
    britische Patentschrift Nr. 698 636.
    © 609 580/494 8.56

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