DED0019438MA - - Google Patents

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DED0019438MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 28. September 1954 Bekanntgemacht am 30. Mai 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft eine Vollschlauchpistole für Treibstoff-Öl-Gemisch, bei der Treibstoff und Öl getrennt dem Zapfpistolenkörper zugeführt und in diesem miteinander gemischt werden. Derartige Zapfpistolen werden an Zapfeinrichtungen benutzt, aus denen wahlweise reiner Treibstoff oder Treibstoff-Öl-Gemische in verschiedenen Mischungsverhältnissen ausgegeben werden sollen. Die Zapfpistole ist mit der Zapfsäule durch zwei getrennte, ständig gefüllte Zapf schlauche für den Treibstoff und für das Öl verbunden. In der Zapfsäule kann beispielsweise der von einer Pumpe kommende Treibstoffstrom einen Treibstoffmesser antreiben, der gleichzeitig als Antriebsmotor für ein Öldosiergefät verwendet wird und derart mit dem öldosiergerät kuppelbar ist, daß bei laufendem Treibstoffmesser wahlweise das öldosiergerät stillsteht, wenn reiner Brennstoff gezapft werden soll, oder, je nach dem gewünschten Ölzusatz, langsamer oder schneller vom Treibstoffmesser angetrieben wird, wenn ein Treibstoff-Öl-Gemisch gezapft werden soll. Das Zapfen^ eines Treibstoff-'Öl-Gemisches spielt sich dann so ab, daß durch Betätigen eines Handhebels an der Zapfpistole das Auslaufventil für den Treibstoff geöffnet und durch den strömenden Treibstoffstrom der Treibstoffmesser in Bewegung gesetzt wird. Gleichzeitig wird von dem Treibstoffmesser das öldosiergeräfangetrieben, welches eine der ausströmenden Treibstoffmenge und dem eingestellten Mischungsverhältnis entsprechende Ölmenge in den ölschlauch fördert. Da der Ölschlauch stets gefüllt bleibt, wird durch den Öldruck das Auslaufventil für das Öl in der Zapfpistole geöffnet, und die vom Öldosiergerät ge-
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förderte Ölmenge tritt in den Treibstoffstrom und wird mit diesem vermischt.
Zum Nacheichen der Meß- und Dosiereinrichtung in der Zapfsäule ist es erforderlich, die beiden Flüssigkeiten, Treibstoff und Öl, getrennt zu messen; Die bekannten Vollschlauchpistolen besitzen nun den Nachteil, daß hierzu der Ölschlauch von der Zapfpistole abgenommen werden muß und daß an den Ölschlauch ein Auslaufventil angeschraubt werden muß, welches bezüglich seines Querschnitts und der dem Öldruck entgegenwirkenden Federkraft die gleichen Strömungswiderstände dem Öl entgegensetzt wie das in der Zapfpistole eingebaute Auslaufventil für das Öl.
Die Eichung ist daher natürlich mit gewissen Unsicherheiten verbunden. Ferner läuft sowohl beim Lösen des Ölschlauches von der Zapfpistole wie bei Anschließen des Ölschlauches an die Zapfpistole Öl aus dem Schlauch heraus, und Luft dringt in den Schlauch ein, welche zu Meßungenauigkeiten führt, so daß der Schlauch wieder entlüftet werden muß. Beim Entlüften des an die Zapfpistole wieder angeschlossenen Ölschlauches wird aber nicht nur Öl vom Öldosiergerät gefördert, sondern es strömt auch Treibstoff durch den Treibstoffmesser, so daß aus der Zapfpistole ein Treibstoff-Öl-Gemisch austritt mit unbekanntem Mischungsverhältnis, welches dann unverkäuflich ist.
Gemäß der Erfindung werden diese Nachteile in erster Linie dadurch vermieden, daß der Zapfpistolenkörper aus zwei lösbar miteinander verbundenen Teilen zusammengesetzt ist, die beide mit einem Durchflußkanal und einem Auslaufventil versehen sind, und daß der Durchflußkanal des einen Zäpfpistolemkörperteils durch eine Öffnung in dem anderen Zapfpistolenkörperteil in den in Strömungsrichtung hinter dem Auslaufventil liegenden Abschnitt des Druckflußkanals dieses Zapfpistolenkörperteils einmündet, dessen Öffnung ringsum
40. von dem einen Zapfpistolenkörperteil abgedichtet wird. In weiterer Ausgestaltung der Erfindung" ist diese Öffnung innerhalb eines Flansches angeordnet, der nach Lösen der beiden Zapfpistolenkörperteile voneinander mit einer Abschlußplatte od. dgl.
verschließbar ist. Die Vollschlauchpistole gemäß der Erfindung ist einfach und billig in der Herstellung und im Aufbau. Zu einer Eichung werden die beiden Zapfpistolenkörperhälften mit wenigen Handgriffen und in wenigen Augenblicken voneinander gelöst, und der Treibstoff und das -Öl können in getrennte Meßgefäße gezapft werden.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Vollschlauchpistole nach der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt
Fiig. ι eine Zapfpistole im Längsschnitt nach' der Linie I-I in Fig. 3,
Fig. 2 die Zapfpistole im Querschnitt nach der Linie II—II in Fig. 1 und
Fig. 3 die Zapfpistole in Aufsicht.
Der Zapfpistolenkörper setzt sich aus zwei Teilen 1 und 2 zusammen, die mittels Schrauben 3 und 4. lösbar miteinander verbunden sind. Der Teil i, dessen hinteres Ende 5 als Rohrstutzen für den Anschluß eines Treibstoffzapfschläuches ausgebildet ist, ist mit einem 'Durchflußkanal 6 versehen, der sich in einem Auslaufbogen 7 fortsetzt. Der Auslaufbogen 7 ist in das vordere Ende des Teils ι eingeschraubt und wird durch eine Mutter 8 gegen Verdrehen gesichert. In den Durchflußkanal 6 ist ein unter Federdruck stehendes Auslaufventil 9 eingebaut, das mittels eines Handhebels 10 geöffnet werden kann, welcher in einem Schutzbügel 11 gelagert ist..Der Teil 1 ist mit einer Öffnung 12 versehen, welche in den in Strömungsrichtung hinter dem Auslaufventil 9 liegenden Abschnitt des Durchflußkanals 6 mündet. .
Der Teil 2, dessen hinteres Ende 13 als Rohrstutzen für den Anschluß des ölzapfschlauches ausgebildet ist, ist mit einem Durchflußkanal 14 versehen, der sich in einem Rohrstück 1S fortsetzt, das in das vordere Ende des Teils 2 eingeschraubt ist und durch die Öffnung 12 in den in Strömungsrichtung hinter dem Auslaufventil 9 liegenden Abschnitt des Durchflußkanals 6 in den Teil 1 einmündet. In das vordere Ende des Rohres 15 ist ein unter Federspannung stehendes Auslaufventil 16 eingebaut, das von dem Druck des ausströmenden Öles geöffnet wird. Die Öffnung 12 in dem Teil 1 wird ringsum von dem Teil 2 abgedichtet.
Die hinteren Enden des Teils 1 und des Teils 2 sind derart verwunden, daß die Anschlußstutzen 5 und 13 für die Zapfschläuche nebeneinander liegen. Die Öffnung 12 in der Zapfpistolenkörperhälfte 1 ist als Flansch ausgebildet, der nach Lösen der Teile ι und 2 voneinander mittels einer ,Abschlußplatte od. dgl. und der Schrauben 3 und 4 verschlossen werden kann.

Claims (2)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Vollschlauchpistole für Treibstoff-Öl-Gemisch, bei der Treibstoff und Öl getrennt dem Zapfpistolenkörper zugeführt und in diesem miteinander gemischt werden, dadurch gekennzeichnet, daß der Zapfpistolenkörper aus zwei lösbar miteinander verbundenen Teilen (1, 2) zusammengesetzt ist, die beide mit einem Durchflußkanal (6, 14) und einem Auslaufventil (9, 16) versehen sind, und daß der Durchflußkanal (14) des einen Zapfpistolenkörperteils (2) durch eine Öffnung (12) in dem anderen Zapfpistolenkörperteil (1) in den in Strömungsrichtung hinter dem Auslaufventil (9) liegenden Abschnitt des Durchflußkanals (6) dieses Zapfpistolenkörperteils (1) einmündet, dessen Öffnung (12) ringsum von dem einen Zapfpistolenkörperteil (2) abgedichtet wird.
2. Völlschlauchpistole nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnung (12) innerhalb eines Flansches angeordnet ist, der nach Lösen der Teile (1, 2) voneinander mit einer Abschlußplatte od. dgl. verschließbar ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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