DEF0009401MA - - Google Patents

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DEF0009401MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 2. Juli 1952 Bekanntgemacht am 5. April 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
m Gegenstand der Patentanmeldung F 8783 IVd/8k ist ein Verfahren zum Wasserabstoßendmachen von Fasergut, wobei man dieses mit Lösungen von Umsetzungsprodukten aus ι Mol Aluminiumalkoholat mit 0,2 bis 2,5 Mol, vorteilhaft 0,3 bis 0,8 Mol, höhermolekularer Carbonsäuren und von festen bis halbfesten Paraffin-Kohlenwasserstoffen in wasserfreien organischen Lösungsmitteln behandelt und anschließend trocknet. Nach dem Trocknen wird die Ware vorteilhaft noch der Einwirkung von höherer Temperatur, gegebenenfalls bei Anwesenheit von Feuchtigkeit, ausgesetzt.
Gegenstand der Patentanmeldung F 92051V d / 8 k ist eine Ausbildung dieses Verfahrens, wobei man das Fasergut mit Lösungen von 1 Mol Aluminiumalkoholat, von 0,2 bis 2,5 Mol, vorteilhaft 0,3 bis 0,8 Mol, höhermolekularer Carbonsäuren und von festen bis halbfesten Paraffin-Kohlenwasserstoffen in wasserfreien organischen Lösungsmitteln behandelt, anschließend trocknet und vorteilhaft der Ein- wirkung von erhöhter Temperatur, gegebenenfalls bei Anwesenheit von Feuchtigkeit, aussetzt.
Es wurde gefunden, daß man eine gute wasserabweisende Wirkung erzielt, wenn man an Stelle der Aluminiumalkoholate ihre Kohlendioxyd- oder Schwefeldioxyd-Additionsprodukte (vgl. Tischtschenko, Chem. Zentralblatt, 1900, L, S. 585) zur Herstellung der Aluminiumalkoholat-Lösungen verwendet. Nach der Erfindung wird somit das Fasergut mit Lösungen von 1 Mol Aluminium-
509 700/462
F 9401 IVc/8 k
alkoholat, hergestellt durch Auflösen der Kohlendioxyd- oder Schwefeldioxyd-Additionsprodukte dieser Alkoholate, vorteilhaft unter Erwärmen, von 0,2 bis 2,5 Mol, vorteilhaft 0,3 bis 0,8 Mol, höhermolekularer Carbonsäuren und von festen bis halbfesten Paraffin-Kohlenwasserstoffen in wasserfreien organischen Lösungsmitteln behandelt, anschließend getrocknet und vorteilhaft der Einwirkung von erhöhter Temperatur, gegebenenfalls bei Anwesenheit von Feuchtigkeit, ausgesetzt.
Die- Verwendung der Kohlendioxyd- oder Schwefeldioxyd-Additionsprodukte der Aluminiumalkoholate ist insbesondere in den Fällen vorteil-• haft, wo· die Anwendung lagerbeständiger Alkoholatlösung geboten ist. Beim Auflösen der Additionsverbindungen, insbesondere in der Wärme, in inerten Lösungsmitteln bilden sie unter Abspaltung von C O2 bzw. S O2 die Alkoholate zurück.
ao . Beispiel
Lufttrockene Popeline-Mäntel aus Baumwolle werden 5 bis 10 Minuten bei 500 im Flottenverhältnis ι : 10 mit einer Lösung imprägniert, welche folgendermaßen hergestellt wird: 1 kg Kohlendioxyd-Additionsverbindung von Aluminiumäthylat wird in 20 kg Xylol unter Erwärmen gelöst, dann die Lösung von 1 kg handelsüblich gereinigter Stearinsäure (E. P. 550) und 2 kg Paraffin (E. P. 52 bis 54°) in 10 kg warmem Xylol zugemischt und mit 100 kg Tetrachlorkohlenstoff verdünnt.
Nach der Imprägnierung wird die Ware abgeschleudert und das Lösungsmittel bei erhöhter Temperatur abdestilliert. Schließlich wird mit Warmluft von 30% relativer Luftfeuchtigkeit 1A Stunde bei 6o° behandelt und anschließend durch Bügeln fertiggestellt. Man erzielt auf diese Weise einen vorzüglichen Abperleffekt und erhält auch bei der Muldenprobe sehr gute Resultate,
Ersetzt man bei der Herstellung der Imprägnierflotte die Kohlendioxyd-Additionsverbindung des Aluminiumäthylates durch die Schwefeldioxyd-Additionsverbindung und arbeitet im übrigen in der gleichen Weise, so erhält man ebenfalls vorzügliche Hydrophobiereffekte.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Ausbildung des Verfahrens zum Wasserabstoßendmachend von Fasergut nach Patentanmeldung Fo.2O5lVd/8k, dadurch gekennzeichnet, daß man das Fasergut mit Lösungen von ι Mol Aluminiumalkoholat, welche durch Auflösen der. Kohlendioxyd- oder Schwefeldioxyd-Additionsverbindungen dieser Aluminiumalkoholate, vorteilhaft unter Erwärmen, hergestellt werden, von 0,2 bis 2,5 Mol, vorteilhaft 0,3 bis 0,8 Mol, höhermolekularer Carbonsäuren und von festen bis halbfesten Paraffin-Kohlenwasserstoffen in wasserfreien organischen Lösungsmitteln behandelt, anschließend trocknet und vorteilhaft der Einwirkung von erhöhter Temperatur, gegebenenfalls bei Anwesenheit von Feuchtigkeit, aussetzt.
    Angezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschrift Nr. 496 444.
    © 509 700/462 3. 56

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