DES0042009MA - - Google Patents

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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 17. Dezember 1954 Bekanntgemacht am 20. Dezember 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
S 42009 VII 186 c
Die Erfindung betrifft eine Sicherheitsvorrichtung für Webmaschinen mit Greiferwebschützen, denen der Schußfaden mit Hilfe von Fadenzubringern übergeben wird, wobei· die geöffnete Fadenklemme des Schützens mindestens zum Teil über die den Faden haltende Klemme des Zubringers .hinweggeführt, wird.
Bei der relativen Bewegung zwischen der Fadenklemme des Schützens und der Fadenklemme des Zubringers kann erstere nur über letztere hinweggeführt werden bzw. kann letztere nur durch das geöffnete Ende der ersten hindurchtreten, wenn die Fadenklemme des Schützens ganz geöffnet ist. Ist hingegen die Fadenklemme des Schützens nicht geöffnet oder ein Teil derselben gebrochen und somit der Durchtrittsraum für die Fadenklemme des Zubringers nicht frei, so wird bei der vorgenannten relativen Bewegung der Klemme des Schützens die Fadenklemme des Zubringers unweigerlich zerstört.
Um diese Zerstörung zu verhindern, ist nun gemäß der Erfindung im Weg des Schützens ein Kontrollorgan so· angeordnet bzw. betätigt, daß das freie Ende dieses Organs durch die geöffnete Fadenklemme des Schützens durchtritt, wobei zwischen den inneren Kanten der geöffneten Fadenklemme bzw. der zugeordneten Durchtrittsöffnung des Schützens, nämlich dem Raum für den durchtretenden Teil der Fadenklemme des Zubringers
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und den äußeren Kanten des Querschnittes des Kontrollorgans, ein mindestens die Berührung von Kontrollorgan und Klemme bzw. Durchtrittsöffnung vermeidendes Spiel vorhanden ist. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigt
Fig. ι eine Webmaschine von der Warenseite her gesehen,
Fig. 2, 3 eine Ansicht von der Seite und von
ίο hinten des Schützenzubringers mit dem Öffner für die Fadenklammer des Schützens und dem Sicherheitsorgan,
Fig. 4 einen Querschnittsvergleich, Fig. 5 die Stellung der Abstellvorrichtung im Falle einer Störung,
Fig. 6, 7, 8 Störungsfälle,.
Fig. 9 eine weitere Ausführungsform des Kontrollorgans,
Fig. 10, 11 die Kontrollstelle am Fangwerk,
Fig. 12 die Kontrollstelle auf dem Rücktrans- , port,
Fig. 13 den Querschnitt XIII-XIII nach Fig. 12. Der Motor 11 (Fig. i), der am rechten Seitenschild 12 befestigt ist; treibt mittels der Keilriemen 13 die Riemenscheibe 14 und durch diese über eine in der Scheibe 14 untergebrachte, nicht sichtbare Kupplung die Hauptwelle 15 der Webmaschine an. Von der Hauptwelle 15 aus werden in erster Linie die beim normalen Webbetrieb zu betätigenden Teile der Webmaschine dauernd oder intermittierend bewegt. So· werden unter anderem von der Welle 15 aus der Kettenbaum 16 und die Kette 17 geschaltet, welche durch die auf mehrere Schäfte 18 verteilten Weblitzen hindurchgezogen ist, wie auch diese Schäfte 18 zum Öffnen, Schließen und Wechseln des Webfaches auf und ab bewegt und ferner der Schaltbaum 19 und der Warenbaum 20 zum Aufwickeln des Gewebes 21 angetrieben. Desgleichen werden die in dem Schußwerk 22 und dem
Fangwerk 23 untergebrachten Abschuß- und Fangvorrichtungen über Zwischengetriebe von der Welle 15 aus in entsprechender Weise im gegebenen Zeitpunkt betätigt, die auch die Lade 28 mit dem Riet 29 zum Anschlag hin und her bewegt.
Im Schußwerk 22 wird der Schußfaden 24 dem bereitgestellten Schützen 25 übergeben. Der Faden 24 wird von der außerhalb des Schützens 25 befindlichen, vom Spulenträger 26 getragenen Schußfadenspule 27 abgezogen und mittels des Schützens 25 durch das Webfach zur . Fangvorrichtung im Kasten 23 geschossen. Danach erfolgen das Anschlagen des Schußfadens 24 durch die Lade 28 und weitere, an sich bekannte Arbeitsvorgänge. Der vom Schußfaden 24 befreite Schützen 25 wird, in weiter nicht dargestellter Weise, durch Vorrichtungen im Fangwerk 23 zur Rücktransportvorrichtung 30 weiterbefördert. Die Vorrichtung 30, angetrieben von der Hauptwelle 15, führt unterhalb des Webfaches die leeren Schützen 25
^0 vom Fangwerk 23 zum Schuß werk 22 zurück.
Am linken Seitenschild I2a, welches mit-dem rechten Schild 12 durch den kastenförmigen Längsträger 31 zu einem starren Gestell der Webmaschine, fest verbunden ist, sind Antrieb und: : Schaltung 32 für den Schaltbaum 19 angebracht.
Die Schalthebel 33 und die Schaltstange 34 dienen dazu, die Kupplung über das Gestänge 35 und die Bremse in, dem Bremsgehäuse 37 mittels des Gestänges 36 zum Anlassen und zum Abstellen der Webmaschine von verschiedenen Stellen aus zu betätigen, Die Bremse in dem Gehäuse 37 wirkt auf die Hauptwelle 15 und wird bei Störungen nach dem Entkuppeln der Kupplung in der Riemenscheibe 14 zum sofortigen Stillsetzen der Hauptwelle 15 und aller bewegten Teile angezogen.
In bekannter Weise kann mittels der Schalthebel 33 die Bremse in dem Gehäuse 37 gelöst werden, ohne die Kupplung in der Scheibe 14 einzukuppeln. Alsdann kann die entkuppelte Hauptwelle 15 mittels des Handrades 38 in bestimmte Winkel-Stellungen, z. B. zur Kontrolle der Einstellung von Webmaschinenteilen in bezug auf die Nullstellung der Hauptwelle, in die ihnen zugeordneten Winkelstellungen gebracht werden.
Der Schützenzubringer 40 (Fig. 2), der sich um die im Gestell gelagerte Achse 41 dreht und mittels des Lenkers 42 von, der dargestellten vertikalen Einlaufstellung in die horizontale Abschußstellung bewegt wird, hat, an seinem unteren Ende einen Kanal 43. In diesen wird der Schützen 25 durch die Rücktransportvorrichtung 30 so weit von rechts nach links hineingeschoben (Fig. 3), daß die Öffnung 44 in die Bewegungsebene des Klammeröffners 45 gelangt. Derselbe dreht sich, bei der Betätigung durch den Lenker 46 ebenfalls um die Welle 41. Der Einlaufkanal 43 für den Schützen 25 im Schützenzubringer 40 wird auf der rechten Seite (Fig. 2 und 5) zum Teil von dem Deckel 47 abgeschlossen.
Die Fadenklammer 48 eines Schußfadenzubringers, die auch als Zangenklemme ausgebildet sein kann, ist in den Fig. 2 und 3 in der Stellung der Übergabe des Schußfadens 24 eingezeichnet, der zwischen den Klemmbacken 49 der Klammer 48 eingeklemmt ist. Rechts von den Klemmbacken 49 in Fig. 3 ist zwischen den Schenkeln der Fadenklammer 48 ein freier Raum 51 vorhanden. Der im Raum 51 befindliche Fadenteil wird in bekannter Weise.durch die Klemmbacken 52 der Fadenklammer 53 des Schützens erfaßt, wenn der Schützen 25 in seine obere, strichpunktiert gezeichnete Lage gebracht ist. Ist nur ein Zubringer vorhanden, der nur in der Schußlinie hin und her bewegt wird, so wird die Klammer 53 nur zum Teil über, die Klemme 48 hinweggeführt, und, zwar über den unteren Steg 62.
In dem von den zylindrischen Grenzflächen 54 eingeschlossenen Raum, der vom klammerseitigen Ende des Schützens 25 durchquert wird, wenn er. vom Schützenzubringer 40 aus der unteren Einlaufstellung in die waagerechte Abschußstellung gebracht wird, ist das Kontrollorgan 55 vorgesehen, .: dessen Fußende 56 mittels der Schraube 57 öder auf andere Weise am Gestell 58 befestigt ist. Der Kopfteil 59 des Kontrollorgans 55 ist im Querschnitt profiliert (Fig. 3) und, wie aus Fig. 2 er-
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sichtlich, in der Längsrichtung kreisförmig gebogen, da sich der Schützen mit dem Schützenzubringer 40 um die Achse 41 dreht. Dieses Kontrollorgan 55 ist im Weg des Schützens 25 der Fadenklammer 48 des Fadenzubringers vorgeschaltet.
Die Breite des Steges 61 des Organs 55 ist größer als die Breite der Stege 62 der Fadenklammer 48; zum Vergleich dienen die Kreisbogen 63 in Fig. 2. Ferner zeigen die Kreisbogen 64, daß der Kopf 59 des Kontrollorgans 55· breiter ist als die größte.Breite der Klemmbacken 49 der Fadenklammer 48. In Fig. 4 sind die Querschnitte des Kontrollorgans 55 und der Klammer 48 zur Deckung gebracht, um zu zeigen, daß der Querschnitt des Kontrollorgans 55 allseitig etwas größer ist als der Querschnitt der die Fadenklammer 53 durchquerenden Teile 49, 62 der Fadenklammer 48 des Fadenzubringers.
Der Schützenzubringer 40 wird mittels des Lenkers 42 vom Hebel 66 bzw. von der Nutentrommel 67 angetrieben (Fig. 5), in deren Nut 68 die Rolle 69 des Hebels 66 läuft. Die Welle 71 der Nutentrommel 67 läuft mit der Drehzahl der Hauptwelle 15 und wird von dieser angetrieben. Die Drehachse 72 des Hebels 66 ist im Lager 73 gelagert. Das Lager 73 ist auf der Platte 74 befestigt, welche im Gehäuse 75 verschiebbar gelagert ist.
Die Druckfedern 76 und 77 halten das Lager 73
in seiner Mittelstellung, in welcher Stellung der konisch zugespitzte Bolzen 78 in der konischen Bohrung 79 der Platte 74 ruht. Der Bolzen 78 ist im Gehäuse 75 senkrecht verschiebbar gelagert und wird durch den Hebel 81 auf der Abstellwelle 82 nach unten gedrückt, indem die Welle 82 ständig durch ein im Uhrzeigersinn drehendes Moment belastet ist.
Handelt es sich um eine Webmaschine mit meh-
. reren Schußfadenzubringern, die z. B. in einem Wechselorgan 83 auf einem Kreisbogen angeordnet sind, dessen Mittelpunkt in der Achse der Welle 41 liegt, und die gegebenenfalls sämtlich von dem in die Abschußlage zu bringenden Schützen 25 bei geöffneter Schützenklammer 53 überquert werden, so ist das Kontrollorgan 55 allen Fadenklammern 48 der Zubringer vorgeschaltet.
Die Wirkungsweise ist die folgende. Nachdem der Schützen 25 in der Aufnahmestellung des Schützenzubringers 40 durch die Rücktransportvoirrichtung 30 in den Kanal 43 von links nach rechts (Fig. 3) eingeschoben ist, wird zunächst der Klammeröffner 45 aus der strichpunktiert gezeichneten Stellung (Fig. 2) entgegen dem Uhrzeiger-. sinn gedreht, bis der Dorn 84 zwischen die Ansätze 85 der Fadenklammer 53 eintritt und somit die Fadenklamnier 53 öffnet. Sobald der Dorn 84 die in Fig. 2 gezeichnete Öffnungsstellung erreicht hat, drehen sich der SchützenzubringeT 40 und der Klammeröffner 45 miteinander um die Welle 41..
Zwischen dem Steg 61 und den Klemmflächen der Klemmbacken 52 ist ein Spiel 87, zwischen dem Kopf 59 und den Schenkeln 88, 89 der Klammer 53 bzw. den Kanten der Öffnung 91 im Schützen 25 ist ein allseitiges Spiel 92 vorhanden. Das Spiel 87 und das Spiel 92 können verschieden groß sein; jedenfalls ist mindestens eine Berührung von Kontröllorgan 55 und Klemme 53 bzw! Durchtrittsöffnung 91 vermieden.
Der lichte Raum 86 innerhalb der geöffneten Schützenklammer 53 soll ein ungehindertes Überfahren der Fadenklammer 48 der Fadenzubringer ermöglichen. Für jeden Schützen wird dies nun durch das Organ 55 kontrolliert, etwa in der Art wie maßhaltige Bohrungen mit einer Lehre geprüft werden (Fig. 4).
In Fig. 5 hat sich der Schützenzubringer 40 bereits ein wenig aus seiner Übernahmestellung zur Abschußstellung hin gedreht. Wenn nun der Öffner 45 die Fadenklammer 53 des Schützens 25 infolge irgendeiner Störung nicht geöffnet hat, stößt die geschlossene Klammer 53 gegen den Kopf 59 des Kontrollorgans 55, wie in Fig. 6 dargestellt.
In Fig. 7 ist der obere Schenkel 88 der Fadenklammer 53 des Schützens gebrochen. Wenn der abgebrochene Teil sich durch irgendeinen Umstand nach links zwischen den Schützenkörper und den nicht abgebrochenen Teil des Schenkels 88 eingeschoben hat, ist es durchaus möglich, daß der Dorn 84 des Öffners 45 ungehindert in die Öffnung 44 eintreten kann, da der Ansatz 85 dieses Schenkels 88 sich auch nach links verschoben hat. Nun wird go wohl der untere Schenkel 89 der Klammer 53 in die göffnete Stellung gebracht, die Klemmbacke 52 des Schenkels 88 ragt aber in den Raum 86 hinein und steht ebenfalls dem Durchtritt des Kopfes 59 des Kontrollorgans 55 durch den Schützen 25 im Weg.
Dadurch, daß der Schützen 25 nicht über das Kontrollorgan 55 hinweggleiten kann, weil der im Wege stehende Teil, die geschlossene Fadenklammer 53 in Fig. 6 bzw. die Klemmbacke 52 in Fig. 7, gegen den Kopf 59 stößt (Fig. 5), kann beim weiteren Drehen der Nutentrommel 67 der obere Arm des Hebels 66 sich nicht weiter nach rechts bewegen. Infolgedessen muß sich, weil die Rolle 69 wegen des Verlaufes der Nut 68 in der Trommel 67 sich nach links bewegen muß, die Achse 72 unter Überwindung des Druckes der Feder 77 mitbewegen. Es werden somit das Lager 73 und die Platte 74 nach links geschoben, und das konische Ende des Bolzens 78 hebt sich aus der Bohrung 79 heraus. Dadurch wird der Hebel 81 angehoben und die Welle 82 verdreht. Durch diese Verdrehung wird in bekannter Weise die Webmaschine abgestellt, indem z. B. infolge dieser Verdrehung die Hauptwelle der Webmaschine vom Antriebsmotor abgeschaltet wird.
Ähnlich verhält es sich auch, wenn der Schützen 25 in Fig. 3 zu weit nach rechts in den Kanal 43 des Schützenzubringers 40 hineingeschoben ist. Im Gestellteil 58 ist ein Anschlag 60 verschiebbar gelagert, der mit einer Nut 6oe versehen ist, in welche die Feder 70 eingreift und den Anschlag 60 nach links drückt, bis die Feder 70 am Gestellteil 58 anliegt. Der, Anschlag 60 ist gerade so lang, daß er in dieser Stellung den Schützen 25 in die richtige' Lage im Schützenzubringer 40 bringt. Ist der
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Schützen zu weit nach rechts verschoben (Fig. 8), so stößt der Schützenkörper am Kopf 59 des Kontrollorgans 55 an, indem derselbe die öffnung 91 überragt. Auch in diesem Falle wird das Anheben des Schützenzubringers 40 nicht möglich, und die Webmaschine wird in der beschriebenen Weise abgestellt.
Sobald nun die geschlossene Klammer 53 des Schützens 25 aus Fig. 6 geöffnet bzw. der Schützen 25 mit der defekten Klammer 53 weggenommen wird und der betreffende oder der nachfolgende Schützen 25 das ' Kontrollorgan, 55 ungehindert
" durchgehen läßt, gehen das Lager 73 und die Platte 74 nach rechts in ihre Mittelstellung zurück. Der Bolzen 78 senkt sich in die Bohrung 79, und die Abstellwelle 82 kehrt in ihre ursprüngliche Ruhestellung zurück, so daß die Webmaschine wieder in Betrieb gesetzt werden kann.
Da in Fig. 5 im Wechselorgan 83 nur drei Fadenzubringer, angedeutet durch ihre Fadenklammern 48, angeordnet sind, hat das Kontrollorgan 55 auf der rechten Seite des Schützenzubringers 40 noch Platz. Bei horizontaler Abschuß stellung des Schützenzubringers 40 und senkrechter Aufnahmestellung ist alsdann noch eine Kontrolle der Fadenklammer 53 des Schützens 25 gewährleistet.
Sind jedoch, wie in Fig- 9, vier oder mehr Zubringer vorhanden, so ist es nicht mehr möglich, ein Kontrollorgan rechts vom Schützenzubringer 40 anzuordnen, wenn der Schützen 25 bei senkrechter Stellung des Zubringers 40 in den Kanal 43 eingeschoben werden soll. In Fig. 9 ist das Kontrollorgan 93 daher links vom Schützenzubringer 40 angeordnet. Die Nut 94 in der Trommel 95 ist so ausgestaltet, daß der Teil 96 der Nut 94 zunächst eine Verschiebung der Rolle 69 nach rechts bewirkt, bevor die Rolle 69 im weiteren Verlauf der Nut 94 nach links bewegt wird und den Schützenzubringer 40 in die Abschußlage bringt.
Der Schützenzubringer 40 vollführt somit zunächst eine Kontrolldrehung im Uhrzeigersinn, wobei sich der Schützen 25 nach links gegen das Kontrollorgan'93 bewegt. Die geöffnete Klammer 53 wird vom Organ 93 kontrolliert, wobei der Dorn 84 des Öffners'45 die Klammer 53 bereits geöffnet hat. Alsdann kehrt die Bewegung des Schützenhebers 40 um. Wenn die Rolle 69 in den Teil 97 der Nut 94 gelangt, dreht sich der Hebel 66 im Uhrzeigersinn, der Lenker 42 geht nach rechts und der Schützenzubringer 40 wird in seine horizontale Abschuß lage angehoben.
Wenn infolge irgendeiner Störung der Schützen 25 vom Kontrollorgan 93 in der Durchführung der Kontrolldrehung gehindert wird, so können sich der Schützenzubringer 40 und der Lenker 42 nicht bis in die linke Endstellung bewegen, so daß, wenn der Nutenteil 96 die Rolle 69 nach rechts verschiebt, das Lager 73 entgegen der.Kraft der Feder 76 mit der Platte 74 nach rechts verschoben wird.
Der Bolzen 78 tritt aus der Bohrung 79 aus und hebt den Hebel 81 an, so daß durch Verdrehen der Welle 82 die Webmaschine abgestellt wird. Damit der Schützen 25 in diesem Falle nicht aus dem Kanal 43 herausgedrängt wird, ist der, Deckel 80 im Schützenzubringer 40 nach unten verlängert.
Die Kontrolle der Schützenklammer 53 kann auch auf der Seite des Fangwerkes 23 erfolgen. In Fig. 10 und 11 ist der Schützen 25 in das Fangwerk 23 eingelaufen und mittels der Bremse 98 abgebremst worden. Der Dorn 99 ist gesenkt und hat die Klammer 53 des Schützens 25 geöffnet. Gleichzeitig wird mittels des Lenkers 101 der Hebel 102 gesenkt. Am Ende des Hebels 102 ist ein Kontrollorgan 103 angebracht. Wenn die Klammer 53 offen ist, so kann der Hebel 102 die horizontale Lage einnehmen. Steht hingegen das Kontrollorgan 103 auf einer geschlossenen oder gebrochenen Klammer auf, so verstellt sich, wie in Fig. 5, in irgendeinem Teil des mit dem Lenker 101 verbundenen Gestänges ein Lager und dadurch wird ein Abstellen der Webmaschine bewirkt. Nach der Kontrolle wird der Hebel 102 sofort wieder angehoben, der Dorn 99 aus der Klammer 53 herausgezogen und der Ausstoßer 104 bewegt sich nach links und schiebt den Schützen 25 in den Führungskanal 105, aus welchem die Schützen auf die Rücktransportvorrichtung 30 gelangen. Die Kontrolle am Eintritt des Fangwerkes ist deshalb vorteilhaft, weil das Kontrollorgan direkt sichtbar ist und der defekte Schützen leicht ausgewechselt werden kann. ·
Eine weitere Stelle zur Überwachung der Schützenklammern 53 ist die Rücktransportvorrichtung 30 (Fig. 12 und 13). Die Schützen 25 werden auf der Kette 107 mittels der Mitnehmerglieder
108 von dem rechts gelegenen Fangwerk 23 zu dem aus der linken Seite vorhandenen Schußwerk 22 (Fig. 1), mit erheblich kleinerer Geschwindigkeit als der Schußgeschwindigkeit transportiert. An einer Stelle ist das U-förmig ausgebildete Gehäuse
109 oberhalb der Kette 107 fest mit einem Gestellteil verbunden. Zwischen den Seitenwänden 110 des Gehäuses 109, die die Schenkel eines nach unten offenen U bilden, ist ein Schlitten 111 angeordnet, der mittels der Stifte 112, die zu beiden Seiten des Schlittens 111 vorstehen und in die Führungsnuten 113 eingreifen, geführt wird. An diesem Schlitten in ist ein Öffnerdorn 114 und ein Kontrollorgan 115 vorgesehen.
Die Kette 107 der Transportvorrichtung 30 ist unterhalb des Gehäuses 109 durch den ortsfesten Steg 117 gestützt, der an den Seitenwänden 110 befestigt ist. Der Schlitten 111 wird1 von einem nicht gezeichneten, zwangläufigen Antrieb, z. B. einem Nockenantrieb, zuerst von rechts nach links verschoben, wobei die Stifte 112 in den absteigenden Zweig 118 der Nuten 113 einlaufen, so daß der Schlitten in samt dem Dorn 114 und dem Kontrollorgan 115 nach unten gegen den Schützen^ bewegt wird. Der Dorn 114 öffnet die im Schützen 25 befindliche Fadenklammer 53, und das wegen der kleineren Länge nachfolgende Kontrollorgan 115 prüft, ob die Fadenklammer 53 an ihrem Ende ge:- öffnet ist. ■ ■ ,
Die horizontale Geschwindigkeit des Schlittens , in stimmt mit der Geschwindigkeit der Kette 107 überein, so daß die Prüfung ohne weiteres während
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des Rückführens der Schützen 25 vollzogen werden kann. Sobald die Stifte 112 in den aufsteigenden Zweig 119 der Nuten 113 . gelangen, wird der Schlitten 111 gehoben und sowohl das Kontroll-5 organ 115 als auch der Dorn 114 aus der Fadenklammeir 53 gezogen. Am Ende des aufsteigenden Zweiges 119 ist eine Rückschlagklappe 121, die beim Durchgang der Stifte 112 von unten nach oben angehoben wird und in der äußersten linken Stellung der Stifte 112 durch ihr Eigengewicht herunterfällt. Damit der Schützen 25 auf der Kette 107 bleibt, ist der innere Abstand zwischen den Seitenwänden 110 kleiner als die Breite des Schützens 25. Beim Rücklauf des Schlittens in von links nach rechts laufen die Stifte 112 über die geschlossene Klappe 121 hinweg durch den oberen, geraden Zweig 120 der Nuten 113. Die Kontrolle der Fadenklammer 53 der Schützen 25 auf dem Rücktransport hat den Vorteil, daß bei Anordnung einer größeren Anzahl von Fadenzubringern eine besondere Kontrollbewegung des Schützenzubringers, wie für Fig. 9 beschrieben, bzw. eine die Zeit des Schützenumlaufes vergrößernde, besondere Kontrollzeit dahinfällt.
Das Ende des Domes 84 des Öffners 45 ist in der Weise konisch zugespitzt und im Querschnitt der Form der Öffnung 44 im Gehäuse des Schützens 25 angepaßt, daß der Schützen 25 in der Längsrichtung zum Kontrollorgan 55 zentriert wird.
Wird der Schützen 25 etwas zu weit oder zu wenig weit nach rechts in den Kanal 43 eingeschoben, so liegt die Öffnung 44 nicht ganz genau vor der Spitze des Domes 84 (Fig. 3). Wird nun der Dorn 84 in den Schützen 25 eingeführt, so* liegt diese konische Spitze links oder rechts am Rand der öffnung 44 an und zentriert den Schützen 25 beim weiteren Einführen durch eine Verschiebung nach rechts oder nach links. Der Anschlag 60 dient demselben Zweck, wenn der Schützen zu weit nach rechts in den Kanal 43 eingeschoben wurde, er schiebt den Schützen nach links, bis die Feder 70 am Teil 58 ansteht.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    I. Sicherheitsvorrichtung für Webmaschinen mit Greiferwebschützen, denen der Schußfaden mit Hilfe von Fadenzubringern übergeben wird, wobei die geöffnete Fadenklemme des Schützens mindestens zum Teil über die den Faden haltende Klemme des Zubringers hinweggeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß im Weg des Schützens ein Kontrollorgan so angeordnet bzw. betätigt ist, daß das freie Ende dieses Organs durch die geöffnete Fadenklemme des Schützens durchtritt, wobei zwischen den inneren Kanten der geöffneten Fadenklemme bzw. der zugeordneten Durchtrittsöffnung des Schützens, nämlich dem Raum für den durchtretenden Teil der Fadenklemme des Zubringers, und den äußeren Kanten des Querschnitts des Kontrollorgans ein mindestens die Berührung von Kontrollorgan und Klemme bzw. Durchtrittsöffnung vermeidendes Spiel vorhanden ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1 mit Schützenzubringer, in den jeweils ein Schützen von einer Schützenrücktransportvorrichtung eingeschoben wird und der diesen in die Abschußlage bringt, wobei die Fadenklemme des Schützens mittels eines Öffners in die Stellung gebracht ist, die für den Durchtritt einer den Schußfaden zur Übergabe haltenden Fadenklammer eines Fadenzubringers erforderlich ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Kontrollorgan (55, 93) in der Bahn (54) der Fadenklemme (53) des Schützens (25) zwischen Übergabe- und Abschußstelle angeordnet und mit seinem Fußende an einem mit dem Gestell verbundenen Teil befestigt ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 mit Greiferwebschützen, die von der Abschuß vorrichtung zum Eintragen des Fadens ins Webfach zur Fangvorrichtung geschossen werden, dadurch gekennzeichnet, daß ein Kontrollorgan (103) im Weg des Schützens (25) von der Fangvorrichtung (23) zur Rücktransportvorrichtung (30) angeordnet ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Kontrollorgan (115) und ein Öffner (114) für die Fadenklemme des Schützens — im Abstand der Kontroll- und der Öffnerstelle am Schützen (25) — auf einem Träger (in) angeordnet sind, daß ferner der Träger (in) durch eine Führungsvorrichtung, z.B. eine Nutenführung (112, 113, 118, 119, 120), in der Weise hin und her bewegbar ist, daß nur bei der Bewegung in der Richtung der auf der Rücktransportvorrichtung befindlichen Schützen eine quer zu dieser Richtung verlaufende Kontrollbewegung erfolgt.
  5. 5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Kontrollorgan (55. 93) in der Nähe derjenigen Stellung des Schützens (25) angeordnet ist, in der der Schützen (25) von der Rücktransportvorrichtung (30) dem Schützenzubringer (40) übergeben wird.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Kontrollorgan (55) zwischen dem Schützen (25) in der Übergabestellung und dem diesem Schützen zunächstgelegenen Fadenzubringer (48) angeordnet ist.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nicht nur das Kontrollorgan (93) auf der Seite des in den Schützenzubringer (40) eingelaufenen Schützens (25) angeordnet ist, die vom Fadenzubringer bzw. von den Fadenzubringern (48) abgewandt ist, sondern auch die Antriebsvorrichtung (94 bis 97) des Schützenzubringers (40) derart ausgebildet ist, daß dieser erst eine Rückwärtsbewegung zur Kontrolle von der Übergabestellung weg zum Öffner (45, 84) für die Fadenklemme (53) des Schützens (25) und zumKontrollorgan
    , (93) hin ausführt, um danach in entgegen-
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    gesetzter Bewegungsrichtung bis zur Abschußstelle zu gelangen.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt des Kontrollorgans (55, 93, 103, 115) allseitig etwas größer ist als der Querschnitt der die Fadenklemme (53) des Schützens durchquerenden Teile (49, 61) der Fadenklemme des Fadenzubringers (48).
  9. 9. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein nachgiebiger Anschlag (69) für den in den Schützenzubringer (40) einlaufenden Schützen vorgesehen ist, der z.B. von einer an.einem Anschlag (58) anliegenden Feder (70) belastet ist und die Einstellung des Schützens (25) in seiner Längsrichtung zum Kontrollorgan (55, 9-3) zentriert.
    ig. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Ende des Fingers (84) zum Öffnen der Fadenklemme (53) des Schützens (25) in der Weise konisch zugespitzt und im Querschnitt der Form der Öffnung (44) im Gehäuse des Schützens angepaßt ist, daß durch dieses Fingerende die Einstellung des Schützens (25) in seiner Längsrichtung zum Kontrollorgan zentriert wird.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschrift Nr. 836 026;
    französische Patentschrift Nr. 893 253.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    609 737'93 12. 56

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