Die Erfindung betrifft eine Medienzelle für ein Labor oder dergleichen mit
Installationsanschlüssen für Gas und/oder Luft und/oder Wasser
und/oder Strom und/oder Datenleitungen.
Energiezellen oder Medienzellen der eingangs genannten Art werden in
Laboreinrichtungen hinter einem einseitigen Labortisch oder zwischen
zwei gegenüberstehenden Labortischen angeordnet und dienen dazu,
Energie und Medien zuzuführen und abzuführen. Üblicherweise wird ein
sogenannter Installationskanal vorgesehen, in welchem Anschlusselemente
und Bedienelemente in gemischter Anordnung fest montiert sind.
Die von und zu Versuchsaufbauten und Geräten führenden Leitungen
werden üblicherweise auf dem Labortisch abgelegt. Wenn für einen Versuch
oder dergleichen unterschiedliche Leitungen für die Zu- und Abfuhr
von Gas, Luft (Druckluft, Vakuum), Strom, Wasser und Daten benötigt
werden, so ergibt sich häufig eine wirre Lage dieser Leitungen, die nicht
mehr übersichtlich ist. Die Aufbauten für die Analysen und Versuche
müssen in heutigen Laboratorien häufig umgebaut werden. Wenn für
Energie oder Medien nicht genügend Anschlüsse außen an dem Installationskanal
vorgesehen werden, müssen aufwendige Umbauten vorgenommen
werden, die häufig die Tätigkeit eines Installationsfachmanns
erfordert.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Medienzelle der eingangs
genannten Art zu schaffen, die eine übersichtliche Leitungsführung
gestattet und die insbesondere auch einem Laboranten die Möglichkeit
bietet, Anschlusselemente und/oder Bedienelemente nach seinen
Wünschen anzuordnen.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass ein im wesentlichen wandförmiges,
vertikal ausgerichtetes Installationselement vorgesehen ist, das
innen oberhalb einer Tischhöhe mit Installationsleitungen und Verteileranschlüssen
ausgerüstet ist und das außen auf einer Nutzerseite vorbereitete
Aufnahmen für Anschlusselemente und/oder Bedienelemente
aufweist, die mittels Verbindungselemente an Verteileranschlüsse anschließbar
sind.
Die Erfindung ermöglicht, dass ein Laborant selbst die Anordnung der
Anschlusselemente und Bedienelemente wählt, die er für die durchzuführende
Analyse oder den durchzuführenden Versuch für die günstigste
hält. Dadurch ist es möglich, die notwendigen Leitungen so zu führen,
dass die Übersichtlichkeit nicht verloren geht. Die Verwendung eines
wandförmigen Installationselementes erlaubt eine gute Raumausnutzung,
so dass die Tischtiefe meist auf ein ergonomisch günstiges Maß
von etwa 0,75m reduziert werden kann.
In Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, dass die Installationsleitungen
und/oder die Verteileranschlüsse in mehreren Reihen übereinander
angeordnet sind. Dadurch ergibt sich eine sehr gute Raumausnutzung,
ohne dass dabei Tischtiefe verloren geht. Da die Reihen naturgemäß
nicht alle gleich gut zugänglich sind, ist es sinnvoll, wenn permanente
oder nur selten zu ändernde Anschlusselemente oder Bedienelemente
an den weiter entfernt liegenden Reihen, d.h. den oberen Reihen,
angebracht werden, während die häufig zu wechselnden Anschlusselemente
oder Bedienelemente an der griffgünstig liegenden unteren Reihe
angebracht werden.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, dass das Installationselement
auf der Nutzerseite mit zum Teil öffenbaren und/oder
abnehmbaren Verschlussteilen versehen ist. Auf diese Weise sind die
Installationsleitungen und Verteileranschlüsse gut zugänglich, jedoch
können sie während einer Versuchsdurchführung hinter den Verschlussteilen
verborgen sein, so dass sie gegen Beschädigungen und/oder
Kontaminierung geschützt sind.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, dass vorzugsweise
elastisch abgedichtete Fugen zwischen den Verschlussteilen
belassen sind, die ein Herausführen von Kabeln und/oder Leitungen
gestatten. Dadurch ist es möglich, nach Anschließen der Anschlusselemente
und/oder Bedienelemente die nicht benötigten Kabellängen in
dem Installationselement unterzubringen, so dass die Übersichtlichkeit
des Aufbaus einer Analyse oder eines Versuchs weiter verbessert wird.
Dabei ist es weiter vorteilhaft, wenn die Fugen mit verformbaren Dichtungselementen
versehen sind. Damit wird die Gefahr einer Kontaminierung
verringert und eine Reinigung erleichtert.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, dass die Anschlusselemente
und/oder Bedienelemente zu Modulen zusammengefasst
sind. Derartige Modulen lassen sich leicht montieren und auch mit
den entsprechenden Verteileranschlüssen verbinden. Um dabei die
Übersichtlichkeit noch zu erhöhen, wird vorgesehen, dass die Modulen
auf der Nutzerseite mit Anschlusselementen und/oder Bedienelementen
und auf der Rückseite mit Anschlussleitungen versehen sind. Diese Leitungen
lassen sich dann weitestgehend innerhalb des Installationselementes
unterbringen. Derartige Module haben weiter den Vorteil, dass
sie in größeren Stückzahlen kostengünstig hergestellt werden können.
In vorteilhafter Ausgestaltung wird vorgesehen, dass ein Modul jeweils
nur eine Art von Anschlusselement oder Bedienelement enthält. Dadurch
kann ein Laborant die Kombination von Anschlusselementen und
Bedienungselementen in der von ihm gewünschten Anzahl und Anordnung
wählen.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, dass das Installationselement
auf der Nutzerseite mit einer in Tischhöhe nach außen
ragenden Anschlusskonsole versehen ist. An dieser Anschlusskonsole
kann ein Labortisch angestellt oder angesetzt werden.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, dass die Anschlusskonsole
mit einem Wasserablaufstutzen versehen ist. Dadurch
ist es möglich, auf die Konsole ein Abwasserbecken aufzusetzen, das
über den Ablaufstutzen mit einem Ablauf oder einem Abwassertank oder
dergleichen verbunden ist.
Um ein Reinigen zu erleichtern, wird vorgesehen, dass die Anschlusskonsole
einen vertikalen und einen horizontalen Abschnitt aufweist, die
über einen gerundeten Abschnitt ineinander übergehen.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, dass das Installationselement
mit Aufnahmen für konsolenartige Halter für Zusatzgeräte
ausgerüstet ist. Damit wird der Vorteil erhalten, dass diese Zusatzgeräte
an dem Installationselement angebracht werden können, so
dass keine Abstellfläche auf dem Labortisch für diese Zusatzgeräte benötigt
wird. Um Aufnahmen zu schaffen, sind in weiterer Ausgestaltung
zwischen öffenbaren und/oder abnehmbaren Verschlussteilen stationär
angeordnete Verschlussteile vorgesehen, die als Aufnahmen gestaltet
sind.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, dass wenigstens
ein stationäres Verschlussteil als Profilschiene ausgebildet ist, die
wenigstens eine, vorzugsweise in horizontaler Richtung verlaufende,
vorzugsweise hinterschnittene Nut aufweist. Innerhalb einer derartigen
Nut lassen sich Halter von Anschlusselementen und/oder Bedienelementen
sehr einfach anbringen, wobei dabei die Position in Längsrichtung
der Nut veränderbar ist.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, dass wenigstens
ein stationäres Verschlussteil als Konsole ausgebildet ist, die zur
Nutzerseite hin von dem Installationselement abragt. Dieser Konsole
kann in stehender oder auch in hängender Anordnung Zusatzgeräte
aufnehmen, beispielsweise ein Messgerät oder einen Monitor eines
Computers. Darüber hinaus können die Konsolen auch noch so ausgebildet
sein, dass sie Anschlusselemente oder Bedienelemente zusätzlich
aufnehmen können.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, dass zwischen
den Installationsleitungen und ihren Halterungen und den Nutzerseite
zugekehrten Verschlussteil ein Abstand belassen ist. Dadurch ist
es möglich, überschüssige Längen von Leitungen in das Installationselement
hineinzugeben und schlaufenartig nach unten durchhängen zu
lassen.
Bei einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist wenigstens ein stationäres
Verschlussteil mit einer in Abstand zu seiner Frontfläche angeordneten,
vorzugsweise horizontal gerichteten Stange versehen. Diese
Stange kann in sehr unterschiedlicher Weise als Aufnahme ausgenutzt
werden. Die an der Stange angebrachten Anschlusselemente und/oder
Bedienelemente und/oder Zusatzeinrichtungen wie Stativhalter oder
dergleichen können in einfacher Weise mit Klipselementen an der Stange
befestigt werden. Ihre Position in Längsrichtung der Stange ist einfach
veränderbar.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung werden im wesentlichen gleichartige
Stangen an Unterbauten und/oder Schrankaufbauten angebracht.
Diese Stangen können beispielsweise an Schubladen oder Türen des
Unterbaus oder auch an Oberschränken als Griffleisten dienen. Darüber
hinaus sind sie auch noch als Halterungen für Konsolen oder dergleichen
einsetzbar.
In besonders vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung werden mehrere
plattenförmige Installationselemente vorgesehen, deren Installationsleitungen
miteinander verbindbar sind und die in der Art einer Wand nebeneinander
aufstellbar sind. Dadurch lässt sich ein Labor vollständig
mit einem Laborsystem einrichten.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen.
- Fig. 1
- zeigt eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Medienzelle
mit angesetztem Labortisch,
- Fig. 2
- eine Medienzelle ähnlich Fig. 1 mit beidseitig angesetzten Labortischen,
- Fig. 3
- in verkleinertem Maßstab eine Frontansicht einer Medienzelle,
- Fig. 4
- eine Ansicht von der Nutzerseite aus auf eine erfindungsgemäße
Medienzelle,
- Fig. 5
- in vergrößertem Maßstab einen Schnitt entlang der Linie V-V
der Fig. 4,
- Fig. 6 und 7
- ein Anschlusselement für Strom,
- Fig. 8 und 9
- ein Anschluss- und Bedienungselement für Gas,
- Fig. 10
- die Anordnung eines Anschlusselementes für Strom an einem
stationären Verschlussteil, das aus mehreren Teilen zusammengesetzt
ist,
- Fig. 11
- eine Ansicht eines Anschluss- und Bedienungselementes für
Gas an einem stationären Verschlussteil entsprechend Fig. 10,
- Fig. 12
- eine Ansicht eines stationären Verschlussteils, das als eine
vorzugsweise extrudierte Profilschiene gestaltet ist und das eine
Konsole trägt,
- Fig. 13
- die Ansicht des Verschlussteils mit der Konsole und einem zusätzlichen
Anschlusselement für Strom,
- Fig. 14
- das Verschlussteil nach Fig. 12 mit einer Konsole und einem
zusätzlichen Anschluss- und Bedienelement für Gas oder
Wasser,
- Fig. 15
- ein stationäres Verschlussteil mit einer angeformten Konsole,
- Fig. 16
- eine Ansicht eines stationären Verschlussteils mit einer angeformten
Konsole, die als Aufnahme für ein Anschluss- und Bedienelement
für Gas oder Wasser dient und
- Fig. 17
- eine Teil-Seitenansicht eines Unterbaus für einen Labortisch
mit als Aufnahmen verwendbaren Stange, die auch als Griffleisten
dienen.
Wesentlichstes Bestandteil der in Fig. 1 dargestellten Laborreinrichtung
ist eine Medienzelle aus einem wandförmigen, vertikal ausgerichteten
Installationselement 20, das oberhalb der Höhe einer Tischplatte 21 eines
Labortisches mit Installationsleitungen und Verteileranschlüssen
ausgerüstet ist, wie das insbesondere anhand von Fig. 3 bis 5 näher erläutert
wird. Das Installationselement 20 besitzt zwei Seitenständer die
Metallrohre oder Metallprofile sind. Die Installationsleitungen und Verteileranschlüsse
sind innerhalb der Kontur der Seitenständer angeordnet,
an deren der Nutzerseite zugewandten Schmalseiten, d.h. den der
Tischplatte 21 zugewandten Schmalseiten, Verschlussteile 22, 23, 24,
25, 26 angebracht sind. Hierbei handelt es sich um in einem Rastermaß
angeordnete, abwechselnd aufeinanderfolgende stationäre Verschlussteile
22, 24, 26 und dazwischen befindliche öffenbare Verschlussteile
23, 25. Die stationären Verschlussteile sind beispielsweise mit Schrauben
an den Stirnseiten der Seitenständer befestigt. Die öffenbaren Verschlussteile
23 sind bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 um horizontale
Schwenkachsen aufklappbar. Die Schwenkachsen werden mittels
Lagerböcken gebildet, die an den Schmalseiten der Seitenständer
beispielsweise mittels Schrauben befestigt sind. Durch Öffnen der Verschlussteile
23, 25 werden die dahinter innerhalb des Installationselementes
20 liegenden Installationsleitungen und Verteileranschlüsse gut
zugänglich, so dass Anschlusselemente und/oder Bedienelemente in
einfacher Weise angeschlossen werden können, wie das später noch
erläutert werden wird.
Das stationäre Verschlusselement 22 besitzt einen bündig zur Tischplatte
21 verlaufenden Abschnitt und einen vertikal dazu ausgerichteten
Abschnitt, die über eine Rundung ineinander übergehen. Der vertikale
Abschnitt des Verschlussteils 22 fluchtet mit den öffenbaren Verschlussteilen
23, 25 (wenn sie sich in der geschlossenen Stellung befinden) und
den stationären Verschlussteilen 24, 26. Die stationären Verschlussteile
24, 26 dienen als Tragelemente für Anschlusselemente und/oder Bedienelemente,
wie später noch erläutert werden wird. Bei dem Ausführungsbeispiel
nach Fig. 1 sind sie mit Konsolen 27, 28 versehen, deren
Stützarme an den Verschlussteilen 24, 26 befestigt sind.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 wird nicht der gesamte Raum
oberhalb der Tischplatte für Installationsleitungen und Verteileranschlüsse
ausgenutzt. Selbstverständlich ist es jedoch möglich, die Seitenteile
bis zur Decke eines Laborraumes auszunutzen, d.h. noch weitere Verschlussteile
vorzusehen, d.h. sowohl öffenbare als auch stationäre Verschlussteile.
Der Installationsraum wird oberhalb des Nutzungsbereiches
mittels einer Traverse 29 abgedeckt, die sich zwischen den Seitenständern
erstreckt.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 ist das Installationselement 20
im Bereich der Rückseite eines Labortisches angeordnet und wird nur
einseitig genutzt. Wie in Fig. 2 dargestellt ist, kann das Installationselement
20 auch zwischen zwei Labortischen angeordnet werden, so dass
es von beiden Seiten nutzbar ist, d.h. zwei Nutzerseiten hat. Bei dem
Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 sind die beiden Nutzerseiten spiegelbildlich
gestaltet, d.h. den Verschlussteilen 22, 23, 24, 25 und 26 sind
entsprechend gegenüberliegend Verschlussteile 22', 23', 24', 25' und 26'
angeordnet. Darüber hinaus sind auch spiegelbildlich einander entsprechende
Konsolen 27, 27' und 28, 28' vorgesehen. Das ist selbstverständlich
nicht notwendig, da die beiden Seiten des Installationselementes
unterschiedlich bestückt werden können. Die öffenbaren Verschlusselemente
23, 23' und 25, 25' bieten den Vorteil, dass dann, wenn sie
gleichzeitig geöffnet sind, eine Durchreiche geschaffen ist, mittels der
Gegenstände von dem Bereich der Tischplatte 21 zu dem Bereich der
Tischplatte 21' oder umgekehrt übergeben werden können. Ebenso
können Leitungen durch die Spalte hindurch von einer Seite zur anderen
geführt werden.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 sind auf den oberen Konsolen
28, 28' Schrankelemente 30, 30' angebracht.
In Fig. 3 ist die Anordnung von Installationsleitungen und Verteileranschlüssen
innerhalb eines Installationselementes 20 schematisch dargestellt.
Die Installationsleitungen sind in mehrere horizontalen, übereinander
angeordneten Reihen 31, 32, 33, 34, 35 und 36 angeordnet.
Zweckmäßigerweise wird dabei so vorgegangen, dass diese Installationsleitungen
und Verteileranschlüsse in den griffgünstigsten Reihen 31,
32 angeordnet werden, an denen am häufigsten ein Wechsel von Anschlüssen
bei Analysen oder Versuchen erfolgen muss. Dies sind beispielsweise
in der untersten Reihe 31 angeordnete elektrische Verteileranschlüsse,
an die elektrische Abnahmeeinrichtungen (Steckdosen) angeschlossen
werden, die außen an dem Installationselement 20 angeordnet
sind. Die Verteileranschlüsse können auch elektrische Steckdosenleisten
sein, die beispielsweise in der Reihe 32 liegen, und an die
außen an dem Installationselement 20 anzuordnende Endgeräte 39 angeschlossen
werden. Ähnliches gilt für Datenleitungen, die beispielsweise
in den nächsten Reihen 33, 34 angeordnet sind. Die Sanitärleitungen
für Gas, Luft (Druckluft, Vakuum) und Wasser können weiter oben angeordnet
werden, beispielsweise in den Reihen 35, 36. Bei dem Ausführungsbeispiel
nach Fig. 3 ist vorgesehen, dass an die Sanitärleitungen
eine Bedieneinrichtung 40 angeschlossen ist. Um an Sanitärleitungen
auftretendes Kondenswasser aufzufangen, wird unterhalb dieser
Sanitärleitungen in der Reihe 35 eine Kondensatauffangrinne 41 angeordnet,
die zu einem Ablauf führt. Bei einer abgewandelten Ausführungsform
sind die Reihen 31 bis 34, die Elektroinstallationen oder Datenleitungen
enthalten, mit einer Schutzhaube, z.B. einer Schutzhaube
aus Plexiglas abgedeckt, die bevorzugt an seitlichen Seil- oder Stabführungen
anhebbar und absenkbar geführt ist. Dadurch kann Schutzart JP
44 gewährt werden, obwohl die Steckdosenelemente beispielsweise nur
die Schutzart JP 22 aufweisen.
In dem stationären Verschlussteil 22 wird bevorzugt ein Abflussanschluss
42 vorgesehen, der zu einem nicht dargestellten Abwassertank
oder einem Installationsabfluss führt. Auf diese Weise ist es dann möglich,
in das stationäre Verschlussteil 22 ein Wasserbecken 43 einzusetzen,
dessen Boden und Rückwand zweckmäßigerweise an die Kontur
des stationären Verschlussteils 22 angepasst ist.
Wie aus Fig. 3 zu ersehen ist, ist zwischen den Installationsleitungen
und Verteileranschlüssen und der der Nutzerseite zugeordneten Verschlussteilen
ein Abstand belassen. Es ist somit möglich, überschüssige
Längen von Kabeln und Anschlussleitungen innerhalb des Installationselementes
20 zu verstauen. Zwischen den stationären Verschlussteilen
und den entfernbaren oder öffenbaren Verschlussteilen sind Fugen belassen,
die mit elastischen Dichtungselementen verschlossen sind. Diese
elastischen Dichtungselemente erlauben das Herausführen von Kabeln
oder sonstigen Leitungen, ohne dass das Installationselement 20
offen bleiben muss. Wenn das Installationselement 20 beidseits genutzt
wird, d.h. zwischen zwei Labortischen angeordnet wird, so werden die
Seitenständer etwas breiter gehalten, so dass dieser Abstand auf beiden
Seiten besteht.
Die Seitenteile des Installationselementes sind mit Fußplatten 44 versehen,
die mit Justierschrauben 45 ausgerüstet sind. Wie insbesondere
aus Fig. 3 zu ersehen ist, sind diese Fußplatten etwas zur Nutzerseite
hin versetzt, so dass es möglich ist, das Installationselement unmittelbar
an einer Wand aufzustellen, auch wenn diese Wand über eine Hohlkehle
in den Boden übergeht.
In einem Labor werden üblicherweise mehrere derartiger Installationselemente
20 in einer Reihe nebeneinander angeordnet. Die Installationsleitungen
werden dann mit den benachbarten Installationselementen 20
durch geeignete Kupplung- oder Verbindungselemente miteinander verbunden,
wozu in den Seitenständern in nicht dargestellter Weise Aussparungen
vorhanden sind. Eines der Installationselemente 20 ist mit in
dem Gebäude verlegten Installationsleitungen verbunden, die aus einer
Wand, oder dem Boden oder auch der Decke des Laborraums herausgeführt
sind.
In Fig. 4 ist eine Ansicht von der Nutzerseite her auf ein Installationselement
dargestellt, von welchem Fig. 5 einen Ausschnitt in etwas vergrößertem
Maßstab zeigt. Die stationären Verschlussteile 24, 26 sind als
Profilschienen ausgebildet, beispielsweise als extrudierte Profilschienen
aus Kunststoff oder Aluminium. Das Verschlussteil 23 ist mittels eines
Scharniers an das stationäre Verschlussteil 22 angelenkt. Es ist als eine
Platte ausgebildet, die vorzugsweise aus Kunststoff oder Aluminium besteht.
Das Verschlussteil 25 ist ein gekantetes Blechprofil. An dem oberen
stationären Verschlussteil 26 ist eine durchgehende Ablage 28 angebracht.
An dem unteren Verschlussteil 24 ist ein konsolenartiger Abstellboden
27 angebracht, der sich nur über einen Teil der Breite des
Installationselementes 20 erstreckt. Die Abnahme- und Bedienelemente
sind als Modulen ausgebildet, die jeweils nur einen Typ dieses Abnahme-
oder Bedienelementes enthalten und die wahlweise an dem unteren
oder dem oberen stationären Verschlussteil 24, 26 anbringbar sind und
die darüber hinaus auch noch in der Breite des Installationselementes
20 beliebig positionierbar sind. An dem oberen Verschlussteil 26 ist ein
Modul 46 aus zwei Elektro-Abnahmeelementen angebracht. Ferner ist
an dem oberen Verschlussteil 26 ein Modul 47 aus Bedienelementen für
Sanitäreinrichtungen, beispielsweise Gase, angebracht. Diese Modulen
46, 47 sind an einer in Abstand vor dem stationären Verschlussteil 26
angebrachten Stange 48 so gehalten, dass sie in Richtung der Breite
des Installationselementes 20 in ihrer Position veränderbar sind. Auf
dieser Stange 48 sind ferner noch Stativhalter 49 angebracht. Das untere
stationäre Verschlussteil trägt ebenfalls an einer Stange 50 ein Modul
51 für Elektrobedienelemente sowie ein Modul 52 für Bedienelemente
für Sanitäreinrichtungen, beispielsweise Wasser. Unterhalb dieses Moduls
52 ist ein Abwasserbecken 43 vorgesehen.
Wie aus Fig. 7 bis 9 zu ersehen ist, haben die Modulen 46, 52 jeweils
auf der Nutzerseite die Anschlusselemente oder die Bedienungselemente.
Auf ihrer Rückseite sind sie mit Anschlussleitungen 53, 54 versehen,
die zu Steckern 55 oder Schraubanschlüssen 56 führen, die an die entsprechenden
Verteileranschlüsse innerhalb des Installationselementes
20 anschließbar sind.
Bei den Ausführungsformen nach Fig. 10 bis 14 sind die stationären
Verschlussteile an ihren oberen und unteren Längskanten jeweils mit
Dichtungsprofilen 57 versehen, die in Längsnuten der Verschlussteile
mittels Stegen eingefügt sind. Den als Hohlprofilen gestalteten Dichtungsleisten
57 sind entsprechende Dichtungsleisten zugeordnet, die an
den beweglichen Verschlussteilen angebracht sind, so dass die zwischen
den Verschlussteilen belassenen Fugen einerseits abgedichtet
sind, während andererseits Kabel oder sonstige Leitungen ohne weiteres
aus den Fugen heraus geführt werden können. Anstelle der als
Hohlprofil gestalteten Dichtungsprofilen 57 können auch andere Dichtungselemente
vorgesehen werden, beispielsweise leistenartiger elastische
Dichtungselemente, die an den benachbartern Verschlussteilen so
angebracht werden, dass sie einander überlappen. Ebenso können
bürstenförmige Dichtungselemente vorgesehen werden.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 10 und 11 besteht das Verschlussteil
aus zwei extrudierten Profilleisten 58, 59, die mittels eines gekanteten
Bleches 60 miteinander verbunden sind. Die Profilleisten 58, 59 bestehen
aus Kunststoff oder einer Aluminiumlegierung. Die Profilleiste 59 ist
mit einer hinterschnittenen Längsnut 62 versehen, in der mit entsprechend
profilierten Köpfen versehene Halter 63 gehalten sind. Wenigstens
zwei derartige Halter 63 halten eine Stange 48 (oder 50). Die Modulen
46, 47, 51 oder 52 sind mit an der Stange 48 anbringbaren Haltern
versehen, die beispielsweise an die Stange 48 angeklipst werden. Die
Fixierung der Modulen 46, 47 erfolgt mittels Permanentmagneten 64.
Bei den Ausführungsformen nach Fig. 12 bis 14 ist das stationäre Verschlussteil
ein extrudiertes Profil, das aus Kunststoff oder Aluminium
hergestellt ist. Es besitzt ebenfalls eine hinterschnittene Nut 65, in welche
die Halter 63 der Stange 48 eingesetzt sind. Diese Stangen 48 (oder
auch 50) tragen die Modulen 46 oder 47. Die Fixierung der Modulen 46,
47 erfolgt bei dieser Ausführungsform mittels einer Rastfeder 66, die in
eine Hinterschneidung des Verschlussteils einrastet. In der hinterschnittenen
Nut 65 können weitere Halter angeordnet werden, die eine weitere
Stange 67 tragen. Auf dieser Stange können dann die Ablagen 27 oder
28 abgestützt werden, die sich mit abgekanteten Schenkeln gegen das
Verschlussteil abstützen.
Fig. 15 zeigt eine abgewandelte Ausführungsform einer Profilschiene 68,
die als stationäres Verschlussteil eingesetzt wird. Diese Profilschiene 68
ist ebenfalls ein extrudiertes Profil, das einteilig mit einer Konsole 69
ausgebildet ist. Diese Konsole 69 dient zur Aufnahme von einem Endgerät
39, wie das in Fig. 3 dargestellt ist, oder auch zur Aufnahme eines
Bildschirms oder eines Druckers einer Datenverarbeitungsanlage. Auf
der Unterseite der Konsole ist eine Führungsnut 70 vorgesehen, in welcher
Modulen von Abnahmeelementen und/oder Bedienelementen verschiebbar
geführt werden können.
Fig. 16 zeigt eine weitere Ausführungsform einer Profilschiene 71, die
als stationäres Verschlussteil geeignetes ist und die unterhalb der Konsole
69 eine Kammer bildet, an deren Boden das Führungsprofil 70 vorgesehen
ist. In die Frontseite dieser Kammer können Verschlusselemente
72 eingesetzt werden, die Anschlusselemente oder Bedienelemente
aufnehmen.
In Fig. 17 ist dargestellt, dass Stangen 75, 77 entsprechend den Stangen
48, 50 und 67 auch im Bereich des Unterbaus der Labortische verwendet
werden können, und zwar als Griffelemente. Beispielsweise
kann an einem Schubkasten 74 eine derartige Stange 75 angebracht
werden, die als Griff dient. Das bietet weiter den Vorteil, dass an dieser
Stange eine Konsole 76 aufgehängt und an der Front des Schubkastens
74 abgestützt werden kann, die beispielsweise zur Aufnahme einer Tastatur
einer Computereinheit dient. Ein ähnliches Griffelement in Form
einer Stange 77 kann dann auch an einer Tür 78 des Unterbaus des Labortisches
angebracht werden.
Aufgrund der flachen Gestaltung der wandartigen Medienzelle ist es
möglich, auch bei Verwendung von auf der Tischplatte abgestellten
Computern auf eine Tischtiefe von 0,75m zurückzugehen, die ergonomisch
bewährt ist. Bei dieser Medienzelle werden häufig nur zeitweise
genutzte oder temporär angeschlossene Abnahmemodule, Bedienmodule
und Anzeigemodule dem günstigsten Sichtfeld und Greiffeld
zugeordnet. Selten veränderte oder benutzte Module, d.h. im wesentlichen
permanent angeschlossene Module, werden in das nächst
günstige Grifffeld und Sichtfeld gerückt. Kabel- und Leitungsüberlängen,
insbesondere von permanent angeschlossenen Modulen und Geräten
werden im Innern der Medienzelle in den Raum nach unten abgehängt,
so dass sie auf der Tischoberseite nicht stören. Auf der Nutzerseite wird
zwischen Anschluss- oder Abnahmeelementen, Bedienelementen, Anzeigeelementen,
Abstell- oder Ablageelementen und Funktionselementen
verschiedener Art unterschieden, wie beispielsweise Leuchten, Bildschirmkonsolen,
Tastaturtableaus, Vorlagenhalter, Reagenzglashalterungen,
Papierrollenhalter oder dergleichen. Diese Elemente werden als
Module in geeigneten Boxen oder Gehäusen oder dergleichen untergebracht
und mit wenigen normierten Befestigungstechniken an dem Installationselement
angebracht. Die einzelnen Elektromodule oder Sanitärmodule
sowie Bedienelemente und Anzeigefelder können von dem
Laboranten dort platziert werden, wo sie gerade gebraucht werden. Der
Laborant kann die Module so kombinieren und koordinieren, dass sich
für ihn ein Optimum ergibt, insbesondere bezüglich kürzester Greifweiten
und direkt einsehbarer Anzeigen. Die Vereinzelung in Module bildet
die Grundlage für eine Serienfertigung gleichartiger Module mit Kabeln,
Leitungen und Anschlusssteckern.
Die horizontale Führung der Installationsleitungen erfolgt in einem systematischen
Raster übereinander in einem oberen Installationsraum,
d.h. in einem oberhalb der Tischfläche befindlichen Installationsraum.
Der unterhalb der Tischplatte befindliche Raum kann beispielsweise für
Abwasserableitungen oder Abwassertanks genutzt werden. Die Installationsleitungen
können sowohl an von der Decke kommende Installationsleitungen
angeschlossen werden, so dass dann eine obere Einspeisung
erfolgt oder aber auch eine Einspeisung von unten. Die öffenbaren
oder entfernbaren Verschlussteile auf der Nutzerseite der Medienzelle,
die in der Art von Schiebetüren oder als Schwenk- oder Drehklappen
gestaltet sein können, erlauben es, das Innere der Medienzelle jederzeit
und ohne Werkzeug zugänglich zu machen.
Darüber hinaus ist die Medienzelle leicht zu dekontaminieren, insbesondere
auch im Bereich des Übergangs von der Tischplatte 21, 21' zu
der von den stationären und öffenbaren Verschlussteilen gebildeten
Nutzerseite.
Das wandartige Installationselement 20 kann bis zu dem Boden des Labors
wandartig geschlossen sein. Es kann aber auch aus bis zu der
Oberseite der Tischplatte freistehenden Seitenstützen bestehen. Darüber
hinaus ist es selbstverständlich auch möglich, das wandartige Installationselement
an der Unterseite der Decke eines Laborraumes aufzuhängen.
Das Installationselement 20 kann auch freistehend aufgestellt sein, so
dass ihm gegebenenfalls verfahrbare Labortische zugestellt werden.