EP3982205B1 - Verfahren zur herstellung einer uhrfeder mit einer präzisen steifigkeit - Google Patents

Verfahren zur herstellung einer uhrfeder mit einer präzisen steifigkeit

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EP3982205B1
EP3982205B1 EP20200299.4A EP20200299A EP3982205B1 EP 3982205 B1 EP3982205 B1 EP 3982205B1 EP 20200299 A EP20200299 A EP 20200299A EP 3982205 B1 EP3982205 B1 EP 3982205B1
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EP
European Patent Office
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spring
timepiece
springs
stiffness
leaf
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EP20200299.4A
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David Chabloz
Anthony Krüttli
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Patek Philippe SA Geneve
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Patek Philippe SA Geneve
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    • G04B17/00Mechanisms for stabilising frequency
    • G04B17/04Oscillators acting by spring tension
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    • G04B11/00Click devices; Stop clicks; Clutches
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Claims (15)

  1. Verfahren zur Herstellung mindestens einer Uhrfeder, das die folgenden Schritte umfasst:
    a) Ätzen (E1), in einem selben Plättchen (20), mindestens einer Uhrfeder (4, 5) mit einem oder mehreren Blättern und mindestens einer Bezugsfeder (21) mit einem oder mehreren Blättern, wobei der Querschnitt des oder jedes Blattes der Uhrfeder (4, 5) Abmessungen aufweist, die sich von den Abmessungen unterscheiden, die erforderlich sind, damit die Uhrfeder (4, 5) eine erste vorbestimmte Steifigkeit aufweist,
    b) Messen (E2) einer Steifigkeit, welche die im Schritt a) geätzte Bezugsfeder (21) kennzeichnet,
    c) ausgehend von der im Schritt b) gemessenen Steifigkeit, Berechnen (E3) einer auf der Bezugsfeder (21) über die gesamte Länge ihres Blattes oder jedes ihrer Blätter zu entfernenden, hinzuzufügenden oder zu ändernden Materialdicke (ξ), damit die Bezugsfeder (21) eine zweite vorbestimmte Steifigkeit aufweist, wobei die zweite vorbestimmte Steifigkeit derart ist, dass, wenn das Entfernen, das Hinzufügen oder das Ändern der Materialdicke (ξ) auf der Uhrfeder (4, 5) über die gesamte Länge ihres Blattes oder jedes ihrer Blätter durchgeführt wird, die Uhrfeder (4, 5) die erste vorbestimmte Steifigkeit aufweist,
    d) Ändern (E4) der Uhrfeder (4, 5) über die gesamte Länge ihres Blattes oder jedes ihrer Blätter gemäß der im Schritt c) durchgeführten Berechnung, damit die Uhrfeder (4, 5) die erste vorbestimmte Steifigkeit aufweist,
    dadurch gekennzeichnet, dass die Bezugsfeder (21) eine Form aufweist, die sich von derjenigen der Uhrfeder (4, 5) in der Draufsicht unterscheidet.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Uhrfeder (4, 5) eine biegsame Führung, ein biegsamer Führungsteil, eine Rückzugfeder einer Wippe, eines Hebels oder eines Hammers oder eine Hebelfeder ist.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Uhrfeder (4, 5) eine biegsame Führung eines Oszillators oder ein biegsamer Führungsteil eines Oszillators ist.
  4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Uhrfeder (4, 5) ein biegsames Führungsblatt für einen Oszillator (100) ist, der eine Unruh (2) umfasst, die mit mindestens zwei biegsamen Führungsblättern zusammengebaut ist.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Bezugsfeder (21) eine Spiralfeder ist.
  6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt a) ein reaktives Ionentiefenätzen umfasst.
  7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die im Schritt a) geätzte Uhrfeder (4, 5) auf Silizium-Basis ist, und dadurch, dass im Schritt d) die Materialdicke (ξ) durch Oxidations- und Desoxidationsvorgänge von der Uhrfeder (4, 5) entfernt wird.
  8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Oxidations- und Desoxidationsvorgänge auf dem gesamten Plättchen (20) durchgeführt werden.
  9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass im Schritt a) mehrere der Uhrfedern (4, 5) in dem Plättchen (20) geätzt werden, und dadurch, dass im Schritt d) jede der Uhrfedern (4, 5) über die gesamte Länge ihres Blattes oder jedes ihrer Blätter gemäß der im Schritt c) durchgeführten Berechnung geändert wird.
  10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass im Schritt a) mehrere der Bezugsfedern (21) in dem Plättchen (20) geätzt werden, und dadurch, dass die im Schritt b) gemessene Steifigkeit die Steifigkeit einer der Bezugsfedern (21), die mittlere Steifigkeit aller Bezugsfedern (21) oder die mittlere Steifigkeit eines Musters der Bezugsfedern (21) ist.
  11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass es vor dem Schritt a) einen Schritt umfasst, der darin besteht, eine theoretische Uhrfeder, welche die erste vorbestimmte Steifigkeit aufweist, und eine theoretische Bezugsfeder zu definieren, und dadurch, dass im Schritt a) die Uhrfeder (4, 5) und die Bezugsfeder (21) auf der Grundlage der Geometrie und der Abmessungen der theoretischen Uhrfeder und der theoretischen Bezugsfeder mit Ausnahme des Querschnitts des oder jedes Blattes der Uhrfeder (4, 5), deren Abmessungen sich von denjenigen der theoretischen Uhrfeder unterscheiden, und des Querschnitts des oder jedes Blattes der Bezugsfeder (21), deren Abmessungen sich von denjenigen der theoretischen Bezugsfeder unterscheiden, geätzt werden, wobei die Dicke des Materials der Uhrfeder (4, 5), das in Bezug auf die theoretische Uhrfeder zu viel oder zu wenig ist, die gleiche wie die Dicke des Materials der Bezugsfeder (21) ist, die in Bezug auf die theoretische Bezugsfeder zu viel oder zu wenig ist.
  12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite vorbestimmte Steifigkeit vor dem Schritt a) durch Berechnung der Steifigkeit der theoretischen Bezugsfeder erhalten wird.
  13. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite vorbestimmte Steifigkeit vor dem Schritt a) durch Ätzen von Uhrfedern und Bezugsfedern in einem selben Plättchen auf der Grundlage der Geometrie und der Abmessungen der theoretischen Bezugsfeder und der theoretischen Bezugsfeder mit Ausnahme des Querschnitts des oder jedes Blattes der Uhrfeder, deren Abmessungen sich von denjenigen der theoretischen Uhrfeder unterscheiden, und des Querschnitts des oder jedes Blattes der Bezugsfeder, deren Abmessungen sich von denjenigen der theoretischen Bezugsfeder unterscheiden, wobei die Materialdicke der Uhrfeder, die in Bezug auf die theoretische Uhrfeder zu viel oder zu wenig ist, die gleiche wie die Dicke des Materials der Bezugsfeder ist, das in Bezug auf die theoretische Bezugsfeder zu viel oder zu wenig ist, durch Ändern der Uhrfedern und der Bezugsfedern auf die gleiche Weise über die gesamte Länge des oder jedes Blattes der Uhrfedern und über die gesamte Länge des oder jedes Blattes der Bezugsfedern, bis für die Uhrfedern die erste vorbestimmte Steifigkeit erhalten wird, und durch Messen der Steifigkeit der so erhaltenen Bezugsfedern erhalten wird.
  14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite vorbestimmte Steifigkeit vor dem Schritt a) durch Ätzen von Uhrfedern und Bezugsfedern in einem selben Plättchen, wobei der Querschnitt des oder jedes Blattes der Uhrfedern Abmessungen aufweist, die sich von den Abmessungen unterscheiden, die erforderlich sind, damit die Uhrfedern die erste vorbestimmte Steifigkeit aufweisen, durch Ändern der Uhrfedern und der Bezugsfedern auf die gleiche Weise über die gesamte Länge des oder jedes Blattes der Uhrfedern und über die gesamte Länge des oder jedes Blattes der Bezugsfedern, bis für die Uhrfedern die erste vorbestimmte Steifigkeit erhalten wird, und durch Messen der Steifigkeit der so erhaltenen Bezugsfedern erhalten wird; und dadurch, dass im Schritt a) die Uhrfeder (4, 5) und die Bezugsfeder (21) auf der Grundlage der gleichen Geometrien und Abmessungen wie diejenigen der anfänglich geätzten Uhrfedern und Bezugsfedern geätzt werden.
  15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Uhrfeder (4, 5) und die Bezugsfeder (21), die in Schritt a) geätzt werden, einen gleichen konstanten Blattquerschnitt aufweisen.
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