EP4577413B1 - Bogenrotationsdruckmaschine mit elektrodeneinheit - Google Patents
Bogenrotationsdruckmaschine mit elektrodeneinheitInfo
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- EP4577413B1 EP4577413B1 EP23802256.0A EP23802256A EP4577413B1 EP 4577413 B1 EP4577413 B1 EP 4577413B1 EP 23802256 A EP23802256 A EP 23802256A EP 4577413 B1 EP4577413 B1 EP 4577413B1
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41F—PRINTING MACHINES OR PRESSES
- B41F21/00—Devices for conveying sheets through printing apparatus or machines
- B41F21/005—Electrostatic holding down devices
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
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- B41F21/00—Devices for conveying sheets through printing apparatus or machines
- B41F21/10—Combinations of transfer drums and grippers
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Description
- Die Erfindung betrifft eine Bogenrotationsdruckmaschine mit Elektrodeneinheit gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
- In Bogenoffsetdruckmaschinen werden Bogen in einer Kontaktzone zwischen einem Übertragungszylinder und einem Gegendruckzylinder mit Beschichtungsmittel versehen, beispielsweise mit Druckfarbe. Es sind auch andere Beschichtungswerke bekannt, beispielsweise Flexobeschichtungswerke, bei denen die Bogen direkt mit einem Formzylinder und einem Gegendruckzylinder zusammenwirken. Diese werden beispielweise als Druckwerke oder als Lackwerke eingesetzt. Je nach Eigenschaften des Beschichtungsmittels und der Bogen kann es sei, dass die Bogen dabei an dem Übertragungszylinder oder dem Formzylinder anhaften. Während eine Bewegung der Bogenvorderkante maßgeblich durch die Greifer des Gegendruckzylinders bestimmt ist, kann sich der Bogen im hinteren Bereich dadurch stark dehnen und/oder vom Gegendruckzylinder lösen. Sobald die Hinterkante des jeweiligen Bogens die Kontaktzone verlässt, kann es zu einer abrupten Entspannungsbewegung dieses Bogens kommen. Dabei kann die Hinterkante des Bogens sogar zeitweise ihre Soll-Position auf dem Zylinderumfang überholen. Dies kann den weiteren Bogentransport negativ beeinflussen. Insbesondere ist es jedoch problematisch, wenn ein Inspektionssystem angeordnet ist, an dem die Bogen auf dem Gegendruckzylinder befindlich vorbei transportiert werden, um inspiziert zu werden. Durch die Dehnung und die abrupte Veränderung der Bogenlage wird eine Auswertung insbesondere im hinteren Bereich des jeweiligen Bogens erschwert oder unmöglich.
- Es sind Vorrichtungen bekannt, die mittels Blasluft und/oder elektrostatischer Aufladung die Bogen in korrekter Lage auf dem Gegendruckzylinder fixieren sollen.
- Durch die
US 3 346 253 A ist eine Bogenrotationsdruckmaschine bekannt, die eine Elektrodeneinheit im Bereich nach der Kontaktzone zwischen Übertragungszylinder und Gegendruckzylinder aufweist, wobei diese Elektrodeneinheit in ihrer Lage mittels Stellschrauben einstellbar ist und bevorzugt etwa zwei Zoll (5,08 cm) vom Gegendruckzylinder entfernt angeordnet werden soll. - Durch die
US 3 342 129 A und dieUS 3 174 748 A ist jeweils eine Bogenrotationsdruckmaschine bekannt, die eine Elektrodeneinheit im Bereich nach der Kontaktzone zwischen Übertragungszylinder und Gegendruckzylinder aufweist, um ein Abschmieren von Druckfarbe zu verhindern. - Durch die
DE 10 2008 001 165 A1 ist eine Bogenrotationsdruckmaschine bekannt, bei der Bogen vor der Kontaktzone zwischen Übertragungszylinder und Gegendruckzylinder elektrostatisch aufgeladen werden, um eine Inspektion nach dieser Kontaktzone zu erleichtern. - Durch die
DE 10 2010 003 046 A1 ist eine Bogenrotationsdruckmaschine bekannt, die im Bereich nach der Kontaktzone zwischen Übertragungszylinder und Gegendruckzylinder eine Blasvorrichtung aufweist, um eine Inspektion nach dieser Kontaktzone zu erleichtern. - Durch die
EP 2 982 510 A1 ist eine Bogenrotationsdruckmaschine bekannt, die ein Tintenstrahlmodul aufweist, das im Bereich nach der Kontaktzone zwischen Übertragungszylinder und Gegendruckzylinder angeordnet ist und das innerhalb eines Gehäuses dieses Moduls eine elektrostatische Bogenleiteinrichtung aufweist, um einen Tintenstrahldruck und eine Inspektion innerhalb dieses Moduls zu erleichtern. - Durch die
DE 100 33 839 A1 ist eine Bogendruckmaschine bekannt, die an unterschiedlichen Stellen jeweils eine Trocknungsvorrichtung aufweisen kann, wobei zur Unterstützung der Trocknung eine Elektrode angeordnet ist, deren Abstand zu einem Gegendruckzylinder veränderbar ist, damit eine Kollision mit einem Greifersystem verhindert werden kann. - Durch die
DE 100 41 934 A1 ist eine Bogendruckmaschine bekannt, die eine Trocknungsvorrichtung aufweist, wobei zur Unterstützung der Trocknung eine Elektrode angeordnet ist, deren Abstand zu einem Gegendruckzylinder einige Millimeter beträgt. - Durch die
ist eine Bogendruckmaschine bekannt, die eine Kombination aus Blasluft und elektrostatischer Aufladung nutzt, um Bogen vor einem Druckspalt in geeigneter Lage auf einem Gegendruckzylinder zu fixieren.WO 02/07977 A1 - Durch die
DE 10 2005 031 498 A1 und dieDE 12 86 051 B ist jeweils eine Bogenrotationsdruckmaschine bekannt, deren Beschichtungswerk einen Gegendruckzylinder und einen damit eine Kontaktzone bildenden Übertragungszylinder sowie eine Aufladungseinrichtung aufweist, die eine auf den Gegendruckzylinder ausgerichtet Elektrodeneinheit aufweist, deren Ladungskernzone nach der Kontaktzone und vor einer Übergabestelle angeordnet ist. - Durch die
WO 2020/074135 A1 ist eine Bogenrotationsdruckmaschine bekannt, deren Beschichtungswerk einen Übertragungszylinder sowie einen damit zusammenwirkenden Gegendruckzylinder aufweist, wobei eine Elektrodeneinheit einer Aufladungseinrichtung auf einen dem Gegendruckzylinder nachfolgenden Transportzylinder ausgerichtet angeordnet ist und wobei Elektroden der Elektrodeneinheit einen minimalen Abstand von diesem Transportzylinder aufweisen, der zumindest 40 mm beträgt, um einen Berührkontakt zwischen Bogen und dem Transportzylinder zu vermeiden. - Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Bogenrotationsdruckmaschine mit Elektrodeneinheit zu schaffen.
- Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
- Erfindungsgemäß weist eine Bogenrotationsdruckmaschine zumindest ein Beschichtungswerk auf, das zumindest einen Gegendruckzylinder und zumindest einen mit dem Gegendruckzylinder eine Kontaktzone bildenden und als Übertragungszylinder oder Lackformzylinder ausgebildeten weiteren Zylinder aufweist und wobei das Beschichtungswerk zumindest eine Aufladungseinrichtung zum elektrostatischen Fixieren von Bogen an dem Gegendruckzylinder aufweist, die zumindest eine auf eine Mantelfläche des Gegendruckzylinders ausgerichtete und/oder ausrichtbare Elektrodeneinheit aufweist und wobei eine Ladungskernzone ein der zumindest einen Elektrodeneinheit nächster Bereich einer einen Zylinderballen des Gegendruckzylinders einhüllenden Zylindermantelfläche ist und wobei die Ladungskernzone in Rotationsrichtung des Gegendruckzylinders gesehen nach der Kontaktzone und vor einer von dem Gegendruckzylinder weg führenden Übergabestelle angeordnet ist, wobei zumindest eine Elektrode der zumindest einen Elektrodeneinheit einen minimalen ersten Abstand von dem Gegendruckzylinder aufweist, der zumindest 4 mm beträgt und der höchstens 13 mm beträgt und wobei die zumindest eine Elektrode der zumindest einen Elektrodeneinheit einen minimalen zweiten Abstand von dem weiteren Zylinder aufweist, der zumindest 4 mm beträgt und der höchstens 35 mm beträgt.
- In einer Weiterbildung zeichnet sich die Bogenrotationsdruckmaschine bevorzugt dadurch aus, dass die zumindest eine Elektrodeneinheit zwischen zumindest zwei Lagen bewegbar angeordnet ist. Beispielsweise ist eine der zumindest zwei Lagen eine Arbeitslage und/oder eine insbesondere andere der zumindest zwei Lagen eine Abstelllage. Dann kann eine sehr nahe Anordnung der Elektrodeneinheit für ein besonders gutes Arbeitsergebnis mit einer Abstellbarkeit für eine besonderes einfache Zugänglichkeit kombiniert werden. Bevorzugt weist die Aufladungseinrichtung also zumindest eine zwischen zumindest zwei Lagen bewegbar angeordnete und auf eine Mantelfläche des Rotationstransportkörpers ausgerichtete und/oder ausrichtbare Elektrodeneinheit mit zumindest einer Elektrode auf.
- In einer Weiterbildung weist zumindest eine Elektrode und weisen bevorzugt mehrere und weiter bevorzugt alle Elektroden der zumindest einen Elektrodeneinheit einen minimalen ersten Abstand von dem Gegendruckzylinder auf, der zumindest 5 mm beträgt, weiter bevorzugt zumindest 7 mm, und noch weiter bevorzugt zumindest 9 und der höchstens 12 mm beträgt, und weiter bevorzugt höchstens 11 mm.
- In einer Weiterbildung weist die zumindest eine Elektrode und weisen bevorzugt die mehreren bzw. alle Elektroden der zumindest einen Elektrodeneinheit einen minimalen zweiten Abstand von dem weiteren Zylinder auf, der zumindest 5mm beträgt, weiter bevorzugt zumindest 7 mm, und noch weiter bevorzugt zumindest 9 mm und der höchstens 30 mm beträgt, weiter bevorzugt höchstens 20 mm, noch weiter bevorzugt höchstens 15 mm und noch weiter bevorzugt höchstens 12 mm. Dadurch ergibt sich der Vorteil, dass Bogen zu einem möglichst großen Teil auf dem Gegendruckzylinder elektrostatisch fixiert werden können, bevor ihre Hinterkante die Kontaktzone verlässt. Selbst bei einer abrupten Entspannung des noch nicht fixierten Teils des Bogens werden mögliche entsprechende Probleme dadurch minimiert. Die auftretenden elektrostatischen Kräfte werden genutzt, um den jeweiligen Bogen flach an den Gegendruckzylinder anzulegen und/oder eine Reibkraft zu erzeugen, die eine Entspannungsbewegung des jeweiligen Bogens verhindert oder stark abbremst. Somit lässt sich beispielsweise eine vollflächige Inspektion der Bogen mit hoher Qualität durchführen.
- In einer alternativen oder zusätzlichen Weiterbildung zeichnet sich die Bogenrotationsdruckmaschine bevorzugt dadurch aus, dass dem Beschichtungswerk zumindest ein Inspektionssystem zugeordnet ist, das eine insbesondere bezüglich seines Erfassungsbereichs auf eine dem Gegendruckzylinder zugeordnete Inspektionszone ausgerichtet angeordnete Kamera aufweist und dass die Inspektionszone in Rotationsrichtung des Gegendruckzylinders gesehen nach der Kontaktzone und vor der von dem Gegendruckzylinder weg führenden Übergabestelle angeordnet ist. Dadurch kann eine Inspektion mit besonders hoher Präzision durchgeführt werden. In einer alternativen oder zusätzlichen Weiterbildung zeichnet sich die Bogenrotationsdruckmaschine bevorzugt dadurch aus, dass insbesondere bei in ihrer Arbeitslage angeordneter Elektrodeneinheit die Ladungskernzone in Rotationsrichtung des Gegendruckzylinders gesehen vor der Inspektionszone und insbesondere nach der Kontaktzone angeordnet ist. Bevorzugt ist in Rotationsrichtung gesehen im Bereich nach der Kontaktzone und vor der Ladungskernzone keine weitere Einrichtung angeordnet, insbesondere keine Abschirmeinrichtung und/oder kein von der Elektrodeneinrichtung verschiedenes Gehäuse.
- In einer alternativen oder zusätzlichen Weiterbildung zeichnet sich die Bogenrotationsdruckmaschine bevorzugt dadurch aus, dass eine betriebsmäßig angelegte und/oder anlegbare Arbeitsspannung der Elektrodeneinheit zumindest 2 kV beträgt, weiter bevorzugt zumindest 3 kV, noch weiter bevorzugt zumindest 5 kV und noch weiter bevorzugt zumindest 8 kV. In einer alternativen oder zusätzlichen Weiterbildung zeichnet sich die Bogenrotationsdruckmaschine bevorzugt dadurch aus, dass eine betriebsmäßig angelegte und/oder anlegbare Arbeitsspannung der Elektrodeneinheit höchstens 20 kV beträgt, weiter bevorzugt höchstens 15 kV, noch weiter bevorzugt höchstens 12 kV und noch weiter bevorzugt höchstens 11 kV. Dadurch lassen sich eine bestmögliche Fixierung der Bogen bei gleichzeitiger Betriebssicherheit und gezielter Ablösbarkeit sicherstellen.
- In einer alternativen oder zusätzlichen Weiterbildung zeichnet sich die Bogenrotationsdruckmaschine bevorzugt dadurch aus, dass die zumindest eine Aufladungseinrichtung schaltungstechnisch mit einer übergeordneten Maschinensteuerung der Bogenrotationsdruckmaschine verbunden ist, insbesondere derart, dass die betriebsmäßig vorgesehene Arbeitsspannung nur bei aktiviertem Bogenlauf an der zumindest einen Elektrode anliegt. Dies erhöht eine Ergonomie und Betriebssicherheit der Bogenrotationsdruckmaschine. In einer alternativen oder zusätzlichen Weiterbildung zeichnet sich die Bogenrotationsdruckmaschine bevorzugt dadurch aus, dass der Gegendruckzylinder über zumindest eine Kohlebürste geerdet ist. In einer alternativen oder zusätzlichen Weiterbildung zeichnet sich die Bogenrotationsdruckmaschine bevorzugt dadurch aus, dass die zumindest eine Aufladungseinrichtung schaltungstechnisch derart mit der übergeordneten Maschinensteuerung der Bogenrotationsdruckmaschine verbunden ist, dass diese Aufladungseinrichtung betreffende Einstellungen über ein insbesondere als Maschinenleitstand oder berührungssensitive Anzeigeeinrichtung ausgebildetes Bedienelement der Bogenrotationsdruckmaschine vorgenommen werden können.
- In einer alternativen oder zusätzlichen Weiterbildung zeichnet sich die Bogenrotationsdruckmaschine bevorzugt dadurch aus, dass zumindest ein erstes Halteelement zum Halten der Elektrodeneinheit in der Arbeitslage angeordnet ist. Bevorzugt ist unter einer Ausweichkraft eine Kraft zu verstehen, die von der zumindest einen Elektrodeneinheit auf dieses zumindest eine erste Halteelement direkt oder indirekt ausgeübt wird. Das zumindest eine erste Halteelement lässt eine durch eine solche Ausweichkraft bewirkte Bewegung der zumindest einen Elektrodeneinheit aus der Arbeitslage heraus und beispielsweise auf die Abstelllage zu nur zu, wenn diese Ausweichkraft einen ersten Schwellwert überschreitet. Dann kann eine Sicherheit der Bogenrotationsdruckmaschine erhöht werden und können Beschädigungen der Elektrodeneinrichtung vermieden werden. In einer alternativen oder zusätzlichen Weiterbildung zeichnet sich die Bogenrotationsdruckmaschine bevorzugt dadurch aus, dass die zumindest eine Elektrode bei in ihrer Abstelllage angeordneter Elektrodeneinheit weiter von dem Rotationstransportkörper entfernt angeordnet ist als bei in ihrer Arbeitslage angeordneter Elektrodeneinheit.
- In einer alternativen oder zusätzlichen Weiterbildung zeichnet sich die Bogenrotationsdruckmaschine bevorzugt dadurch aus, dass zumindest ein zweites Halteelement zum Halten der Elektrodeneinheit in der Abstelllage angeordnet ist. Dadurch kann auch die Abstelllage als definierte Lage genutzt werden. Unter einer Rückführkraft ist insbesondere eine Kraft zu verstehen, die von der zumindest einen Elektrodeneinheit auf dieses zumindest eine zweite Halteelement direkt oder indirekt ausgeübt wird. In einer alternativen oder zusätzlichen Weiterbildung zeichnet sich die Bogenrotationsdruckmaschine bevorzugt dadurch aus, dass das zumindest eine zweite Halteelement eine durch eine solche Rückführkraft bewirkte Bewegung der zumindest einen Elektrodeneinheit aus der Abstelllage heraus und insbesondere auf die Arbeitslage zu nur zulässt, wenn diese Rückführkraft einen zweiten Schwellwert überschreitet.
- In einer alternativen oder zusätzlichen Weiterbildung zeichnet sich die Bogenrotationsdruckmaschine bevorzugt dadurch aus, dass zumindest eine Stelleinrichtung angeordnet ist, die zumindest einen Stellantrieb aufweist und mittels der die zumindest eine Elektrodeneinheit zwischen der Arbeitslage und der Abstelllage bewegbar ist. Dies erleichtert eine Wartung und/oder Reinigung der Elektrodeneinheit. Eine solche Reinigung ist beispielweise regelmäßig durchzuführen, um einen optimalen Einsatz der Aufladungseinrichtung zu ermöglichen.
- In einer alternativen oder zusätzlichen Weiterbildung zeichnet sich die Bogenrotationsdruckmaschine bevorzugt dadurch aus, dass die zumindest eine Stelleinrichtung insbesondere mittels des zumindest einen Stellantriebs zwischen einem Freigabezustand und einem Festlegungszustand umschaltbar ist und dass die zumindest eine Stelleinrichtung in ihrem Freigabezustand eine Bewegung der zumindest einen Elektrodeneinheit aus der Arbeitslage heraus erlaubt und dass weiter bevorzugt die zumindest eine Stelleinrichtung in ihrem Festlegungszustand die zumindest eine Elektrodeneinheit in der Abstelllage fixiert. Dann sind sämtliche Lagen der Elektrodeneinheit gezielt ansteuerbar.
- In einer alternativen oder zusätzlichen Weiterbildung zeichnet sich die Bogenrotationsdruckmaschine bevorzugt dadurch aus, dass die zumindest eine Elektrodeneinheit eine Wirkseite aufweist, die bei in der Arbeitslage angeordneter Elektrodeneinheit dem Rotationstransportkörper zugewandt angeordnet ist und die bei in der Abstelllage angeordneter Elektrodeneinheit von dem Rotationstransportkörper abgewandt angeordnet ist. In einer alternativen oder zusätzlichen Weiterbildung zeichnet sich die Bogenrotationsdruckmaschine bevorzugt dadurch aus, dass die zumindest eine Elektrodeneinheit schwenkbar gelagert und/oder mittels einer Schwenkbewegung zwischen der Arbeitslage und der Abstelllage bewegbar ausgebildet ist. Dies erlaubt eine besonders einfache und effektive Bewegbarkeit der Elektrodeneinheit.
- In einer alternativen oder zusätzlichen Weiterbildung zeichnet sich die Bogenrotationsdruckmaschine bevorzugt dadurch aus, dass der zumindest eine Stellantrieb der zumindest einen Stelleinrichtung als Pneumatikzylinder und/oder als Hydraulikzylinder und/oder als elektrischer Antrieb und/oder als Linearantrieb ausgebildet ist. In einer alternativen oder zusätzlichen Weiterbildung zeichnet sich die Bogenrotationsdruckmaschine bevorzugt dadurch aus, dass der zumindest eine Stellantrieb gelenkig mit der zumindest einen Elektrodeneinheit verbunden angeordnet ist. In einer alternativen oder zusätzlichen Weiterbildung zeichnet sich die Bogenrotationsdruckmaschine bevorzugt dadurch aus, dass der zumindest eine Stellantrieb insbesondere gelenkig an einem Gleitstein angeordnet ist, der längs einer Führung bewegbar angeordnet ist.
- In einer alternativen oder zusätzlichen Weiterbildung zeichnet sich die Bogenrotationsdruckmaschine bevorzugt dadurch aus, dass zum Halten der Elektrodeneinheit in der Arbeitslage der Gleitstein mittels des zumindest einen ersten Halteelements in einer ersten Haltelage haltbar ist und/oder dass zum Halten der Elektrodeneinheit in der Abstelllage der Gleitstein mittels des zumindest einen zweiten Halteelements in einer zweiten Haltelage haltbar ist.
- In einer alternativen oder zusätzlichen Weiterbildung zeichnet sich die Bogenrotationsdruckmaschine bevorzugt dadurch aus, dass das zumindest eine erste Halteelement als mechanisches Rastelement ausgebildet ist und/oder zumindest ein Federelement aufweist und/oder dass das zumindest eine zweite Halteelement als mechanisches Rastelement ausgebildet ist und/oder zumindest ein Federelement aufweist. Dies erlaubt eine besonders kostengünstige Konstruktion.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im Folgenden näher beschrieben.
- Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer Bogenverarbeitungsmaschine;
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung eines Bogenanlegers und einer Bogenanlage;
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung eines Unterbaumoduls eines Druckwerks;
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung eines Oberbaumoduls eines Druckwerks;
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung eines Lackwerks;
- Fig. 6
- eine schematische Darstellung einer Wendeeinrichtung;
- Fig. 7
- eine schematische Darstellung einer Bogenauslage;
- Fig. 8
- eine schematische Darstellung eines Teils eines Beschichtungswerks mit einer Aufladungseinrichtung;
- Fig. 9
- eine schematische Darstellung einer Aufladungseinrichtung gemäß
Fig. 8 ; - Fig. 10
- eine schematische Darstellung eines Zylinders mit Erdungseinrichtung;
- Fig. 11
- eine schematische Darstellung einer Aufladungseinrichtung mit einer Elektrodeneinheit in ihrer Arbeitslage;
- Fig. 12
- eine schematische Darstellung einer Aufladungseinrichtung mit einer Elektrodeneinheit in ihrer Abstelllage;
- Fig. 13
- eine schematische Darstellung einer Stelleinrichtung in einer Betriebskonfiguration;
- Fig. 14
- eine schematische Darstellung einer Stelleinrichtung in einer Ausweichkonfiguration;
- Fig. 15
- eine schematische Darstellung einer Stelleinrichtung in einer Wartungskonfiguration.
- Eine bogenförmiges Substrat B verarbeitende Maschine, z. B. Bogenverarbeitungsmaschine, umfasst eine beispielsweise als Bogenanleger 01 bezeichnete Substratzufuhreinrichtung 01, eine beispielsweise als Bogenanlage 03 bezeichnete Anlageeinrichtung 03 und eine beispielsweise als Bogenauslage 08 bezeichnete Substratabgabeeinrichtung 08. Zwischen der Substratzufuhreinrichtung 01 und der Substratabgabeeinrichtung 08 sind ein oder mehrere, auch als Werke bezeichnete Bearbeitungsstufen 05; 06; 07 angeordnet, die beispielsweise als Druckwerk 05, 06, Lackwerk 07, Trockenwerk, Kalandrierwerk oder Folientransferwerk oder in anderer geeigneter Weise ausgebildet sind. Im Fall der Ausbildung der Bogenverarbeitungsmaschine als Druckmaschine, insbesondere Bogendruckmaschine bzw. Bogenrotationsdruckmaschine, ist mindestens eines der Werke durch ein Druckwerk 05, 06, insbesondere Offsetdruckwerk 05, 06 gebildet, dem vorzugsweise ein oder mehrere Lackwerke 07 nachgeordnet sind. Im Fall mehrerer Druckwerke 05, 06 kann auch die Anordnung eines oder mehrerer Lackwerke 07 zwischen den Druckwerken 05, 06 vorgesehen sein.
- Sofern nicht explizit unterschieden wird, soll hier vom Begriff des bogenförmigen Substrates B, insbesondere eines Bedruckstoffes B, speziell des Bogens B grundsätzlich jedes flächig und in Abschnitten vorliegendes Substrat B, also auch tafel- oder ggf. plattenförmig vorliegende Substrate B, also auch Tafeln bzw. Platten, umfasst sein. Das so definierte bogenförmige Substrat B bzw. der Bogen B ist hier bevorzugt aus Papier oder Karton, d. h. als Papier- oder Kartonbogen, ausgebildet, kann jedoch grundsätzlich auch durch Bogen B, Tafeln oder ggf. Platten aus Kunststoff, Pappe oder Metall gebildet sein.
- Nachfolgend werden einzelne Bestandteile einer Bogenverarbeitungsmaschine anhand einer Bogendruckmaschine näher beschrieben.
- Beispielsweise ist in
Fig. 2 eine als Bogenanleger 01 ausgebildete Substratzufuhreinrichtung 01 mit einer beispielsweise als Bändertisch 02 ausgebildeten Förderstrecke 02 und mit einem durch beispielsweise einen Bogenstapel 09 gebildeten Bedruckstoffgebinde 09 dargestellt, der auf einer Aufnahmeeinrichtung 10 angeordnet ist, z. B. auf einer Stapelplatte 10 aufgesetzt. Die Stapelplatte 10 ist mit Transportmitteln 11 verbunden, welche sicherstellen, dass die Oberseite des Bogenstapels 09 in einer definierten Position gehalten wird. - Die bevorzugt als Bogenanleger 01 ausgebildete Substratzufuhreinrichtung 01 umfasst vorzugsweise Bogenvereinzelungsorgane 12 und Bogentransportorgane 13. Die Bogenvereinzelungsorgane 12 sind beispielsweise als Trennsauger 12 und die Bogentransportorgane 13 beispielsweise als Transportsauger 13 ausgebildet und sind vorzugsweise gemeinsam von einer Trenneinrichtung 14 umfasst, z. B. in einem sog. Bogentrenner 14 aufgenommen. Ein Antrieb des Bogentrenners 14 ist so gestaltet, dass die Trennsauger 12 eine vorwiegend vertikale Bewegung und die Transportsauger 13 eine in oder entgegen einer Bogentransportrichtung 15 vorwiegend horizontale Bewegung ausführen. Dabei sind in einer Ausführungsform für die Trennsauger 12 und die Transportsauger 13 jeweils Einzelantriebe vorgesehen. Unter Einzelantrieben werden hier ansteuerbare Antriebe verstanden, die einem oder einer Gruppe von Arbeitsorganen (Bogenvereinzelungsorgane 12 und/oder Bogentransportorgane 13) zu deren Antrieb zugeordnet sind, insbesondere zu deren Antrieb unabhängig vom Antrieb (vorzugsweise aller) anderer Arbeitsorgane oder Gruppen von Arbeitsorganen, insbesondere ohne über eine mechanische und/oder formschlüssige Antriebsverbindung zu Antrieben anderer, einzeln oder ebenfalls in einer oder mehreren Gruppen angetriebener Arbeitsorgane gekoppelt zu sein.
- Bogen B des Bogenstapels 09 sind an Anschlagelementen 16 insbesondere mit der Bogenvorderkante an Anschlagflächen von Vorderanschlägen 16 positioniert. Eine Bogenklappe 17 kann im oberen Bereich des Bogenstapels 09 eine in etwa senkrechte Fortsetzung der Anschlagflächen der Vorderanschläge 16 bilden. Die Bogenklappe 17 steht beispielsweise über eine Klappenwelle 18, mit der sie drehfest verbunden ist, in Antriebsverbindung mit einem Antrieb, vorzugsweise einem Einzelantrieb. Die Bogenklappe 17 kann damit aus der eine geradlinige Fortsetzung der Anschlagflächen bildenden Position geschwenkt werden und so in eine die Führung der Bogen B zu dem nachgeordneten Bändertisch 02 unterstützende Lage verbracht werden. An der Rückseite des Bogenstapels 09 sind vorzugsweise Blaseinrichtungen, z. B. sog. Bläser, zum Vorlockern der im oberen Bereich des Bogenstapels 09 liegenden Bogen B und zum Ausbilden eines die Bogen B während des Förderns in Bogentransportrichtung 15 tragenden Luftpolsters positioniert. Dazu können auch seitlich des Bogenstapels 09 weitere Blaseinrichtungen bzw. Bläser und/oder Leitbleche vorgesehen sein.
- Um beim sog. "Wechsel" des Bogenstapels 09, d. h. dem Nachladen der Substratzufuhreinrichtung 01 mit neuen Substratbogen B, insbesondere einem neuen Bedruckstoffgebinde 09, das Anhalten der Bogendruckmaschine zu vermeiden, ist der Bogenanleger 01 mit einer hier nicht dargestellten Nonstop-Einrichtung ausgerüstet. Diese Nonstop-Einrichtung verfügt insbesondere über einen in den Stapelbereich der Druckmaschine einfahrbaren, an einer Einschubeinheit angeordneten Hilfsstapelträger, der insbesondere als Rechen, Rollo oder Platte ausgebildet ist. Der Hilfsstapelträger übernimmt den auf einer Transportunterlage 76, insbesondere einer Palette 76 ruhenden Reststapel und hebt diesen vorzugsweise kontinuierlich an, um ein störungsfreies Vereinzeln und Abtransportieren des jeweils obersten Bogens B des Reststapels zu sichern. In dieser Zeit wird der neue, auf einer weiteren Palette 76 angeordnete Stapel eingefahren und nachfolgend der Reststapel mit dem neuen Stapel vereinigt.
- Der dem Bogenstapel 09 nachgeordnete Bändertisch 02 ist im Ausführungsbeispiel als Saugbändertisch 02 ausgebildet. Er umfasst vorzugsweise zwei Walzen 20; 21, beispielsweise eine Antriebswalze 20 und eine Umlenkwalze 21, zwischen denen eine z. B. ein- oder mehrteilige Förderfläche 22; 23 vorgesehen sein kann, welche beispielsweise durch ein ein- oder mehrteiliges Tischblech 22 oder durch einen das Tischblech 22 ausbildenden Saugkasten 23 gebildet ist. Die Antriebswalze 20 und die Umlenkwalze 21 sind von mindestens einem Transportband 24 umschlungen, welches beim Saugbändertisch 02 als Saugband 24 ausgebildet ist. Das Band wird z. B. mit Hilfe einer Spannwalze 77 gespannt und bevorzugt durch einen beispielsweise an der Antriebswalze 20 angreifenden Bandeinzelantrieb innerhalb eines Arbeitstaktes einem Geschwindigkeitsprofil folgend angetrieben. Mit der Antriebswalze 20 korrespondieren hier Taktrollen 25, die innerhalb eines Arbeitstaktes gegen die Antriebswalze 20 gesteuert werden.
- Die beispielsweise als Bogenanlage 03 bezeichnete Anlageeinrichtung 03 umfasst vorzugsweise einen Anlegtisch 26, dem eine Kontrolleinrichtung zugeordnet ist. Der Anlegtisch 26 kann als Anlegblech 26 ausgeführt sein. An den Anlegtisch 26 und damit in die Bahn der Bogen B werden im Arbeitstakt z. B. als so genannte Vordermarken 27 bezeichnete Anschläge 27, insbesondere Vorderanschläge 27, geführt. An diesen Vordermarken 27 werden die Bogen B mit ihrer Vorderkante angelegt und ausgerichtet. Den Vordermarken 27 ist ein Bogenbeschleunigungsmittel 04 nachgeordnet, welches insbesondere als Schwinggreifer 04 ausgebildet ist, welches die nach der Vorderkante sowie gegebenenfalls nach einer Seitenkante ausgerichteten Bogen B einer als Anlegtrommel 29 ausgebildeten Transfertrommel 29 zuführt, die die von der Förderstrecke 02 her kommenden Bogen B an einen Druckzylinder 34 des nachfolgenden Druckwerks 05 übergibt.
- In einer anderen Ausführung wird insbesondere die Lage des Bogens B auf dem Anlegtisch 26 messtechnisch erfasst. Der Bogen B wird dann in seiner Bewegung an den Schwinggreifer 04 übergeben. Vorzugsweise während der Bewegung des Schwinggreifers 04 wird dann der Bogen B in seine korrekte Lage verbracht und ausgerichtet an die Anlegtrommel 29 übergeben.
- Die Werke 05; 06, insbesondere Druckwerke 05; 06 weisen beispielsweise einen jeweiligen, beispielsweise als Unterbaumodul 31 ausgebildeten Unterbau 31 auf. Von den Druckwerken 05, 06 sind in
Fig. 3 nur die auch als Gegendruckzylinder 34 bezeichneten Druckzylinder 34, 36 und die das Druckbild übertragenden Übertragungszylinder 33 gezeichnet, die mit den Druckzylindern 34, 36 auch als Druckstellen 55 oder Druckspalt 55 bezeichnete Druckzonen 55 bilden. Die Übertragungszylinder 33 werden auch als Gummizylinder 33 oder Gummituchzylinder 33 bezeichnet. Die Druckzylinder 34, 36 weisen bevorzugt eine bis auf wenigstens einen axial verlaufenden Zylinderkanal 56 durchgehende Zylindermanteloberfläche auf. Im Zylinderkanal 56 ist vorzugsweise ein Greifersystem 57 zur Übernahme und Übergabe von Bogen B im Greiferschluss angeordnet. Doppeltgroße Druckzylinder 33 weisen demnach zwei in jeweils einem Zylinderkanal 56 angeordnete Greifersysteme 57 auf. Zwischen den Druckzylindern 34, 36 ist in der Regel eine als Übergabetrommel 35 ausgebildete Transfertrommel 35 mit konzentrisch zur Drehachse angeordneten und gekrümmten Bogentragelementen 58, z. B. sogenannten Trommelkappen 58, angeordnet. Alternativ kann die Übergabetrommel 35 auch ohne Trommelkappen 58 als sogenannter Transferter 35 ausgebildet sein. Für die Übernahme der Bogen B vom vorgeordneten Druckzylinder 34 und zur Übergabe an den nachgeordneten Druckzylinder 36 weisen die Übergabetrommeln 35 vorzugsweise Greifersysteme 59 auf. Während des Bogentransportes auf den Trommelkappen 58 der Übergabetrommel 35 können die Bogen B insbesondere von einer unter der Übergabetrommel 35 angeordneten Luftpolsterführung 60 gestützt und so auf die Trommelkappen 58 glatt aufgelegt werden. Die zwischen den Druckzylindern 34 angeordneten Übergabetrommeln 35, Transfertrommeln 35 oder Transferter 35 können einfachgroß oder mehrfachgroß ausgeführt sein, sind aber bevorzugt auch doppeltgroß ausgeführt. Einfachgroße Zylinder können einen Bogen B und zweifachgroße Zylinder können zwei Bogen B umfangsseitig aufnehmen. - Die Werke 05; 06, insbesondere Druckwerke 05; 06 weisen beispielsweise im Bereich eines sog. Druckwerksoberbaus 30 einen insbesondere als Formzylinder 32, z. B. als Plattenzylinder 32, ausgeführten Druckwerkszylinder 32 und in einer Ausgestaltung für das Offsetdruckverfahren auch einen insbesondere als Übertragungszylinder 33, z. B. als Gummizylinder 33 ausgeführten Druckwerkszylinder 32 auf. Des Weiteren weist das jeweilige Druckwerk 05, 06 z. B. im Bereich eines sog. Druckwerkunterbaus 31 einen als Druckzylinder 34 bzw. Gegendruckzylinder 34 ausgebildeten Druckwerkszylinder 34 und eine auch als Übergabetrommel 35 bezeichnete Transfertrommel 35 auf.
- Die Druckwerke 05, 06 sind, wie z. B. auch am schematisch dargestellten Aufbau der Druckwerke 05, 06 in den Figuren erkennbar, vorzugsweise modular aufgebaut, insbesondere derart, dass der Druckwerksoberbau 30 durch ein erstes Modul 30, z. B. ein sog. Oberbaumodul 30, und der Druckwerksunterbau 31 durch ein zweites Modul 31, z. B. ein sogenanntes Unterbaumodul 31, gebildet ist. In der modularen Ausführung umfasst das Oberbaumodul 30 hierbei beispielsweise den Formzylinder 32 und in einer Ausgestaltung für das Offsetdruckverfahren auch den Übertragungszylinder 33. Das Unterbaumodul 31 weist insbesondere den Druckzylinder 34 und z. B. die Transfertrommel 35 auf. Als "modular" bzw. Modul kann in diesem Zusammenhang eine Baueinheit verstanden sein, welche mit ihren Hauptbestandteilen oder zumindest deren Anschlusselemente bereits in einem Gestell vormontiert als Ganzes in die Maschine einzubringen und ggf. wieder zu demontieren ist, wobei das Gestell als ein vom übrigen Maschinengestell lösbares Gestell ausgebildet ist.
- Für den Fall der modularen Ausführung verläuft die horizontale Teilung zwischen Oberbaumodul 30 und Unterbaumodul 31 vorzugsweise zwischen dem Übertragungszylinder 33 und dem Druckzylinder 34. Die vertikale Trennfläche zwischen den Unterbaumodulen 31 bzw. zwischen den Druckwerken 05, 06 wird in Bogentransportrichtung 15 gesehen vorwiegend zwischen der Übergabetrommel 35 des Druckwerks 05 und dem Druckzylinder 36 des nachfolgenden Druckwerks 06 gelegt.
- Der oben genannte, z. B. als Gummizylinder 33 ausgeführte Übertragungszylinder 33 kann mindestens eine Befestigungseinrichtung mit einem Befestigungsmittel 38 zum Halten und/oder Spannen eines Gummituchs aufweisen. Beispielsweise kann ein als Klemm- und/oder Spannkanal 37 bezeichneter Kanal 37, in dem die Klemm- und/oder Spannorgane 38, insbesondere zum Aufspannen eines Gummituchs angeordnet, sind, vorgesehen sein.
- Dem Übertragungszylinder 33 ist bzgl. der Richtung des effektiven Farbstromes der z. B. als Plattenzylinder 32 ausgebildete Formzylinder 32 vorgeordnet, der z. B. ebenfalls mindestens eine Befestigungseinrichtung mit einem Befestigungsmittel 40 zum Halten und/oder Spannen einer Druckform aufweist. Der Plattenzylinder 32 kann einen auch als Klemm- und/oder Spannkanal 39 bezeichneten Kanal 39 aufweisen, in welchem sich z. B. mindestens eine Spann- und/oder Klemmeinrichtung 40 zum Aufspannen einer Druckplatte auf die Mantelfläche des Plattenzylinders 32 befindet.
- Dem Druckwerk 05, 06 kann im Bereich des Druckwerksoberbaus 30 bzw. Oberbaumoduls 30 eine automatische oder halbautomatische Plattenwechseleinrichtung 41 zugeordnet sein.
- Zum Einfärben der z. B. als Druckplatte ausgebildeten Druckform ist mindestens ein Farbwerk 42 vorgesehen. Das Farbwerk 42 kann als Kurzfarbwerk 42, als Heberfarbwerk 42, als Filmfarbwerk 42 oder in anderer geeigneter Weise ausgebildet sein. Im Fall der hier bevorzugten Ausbildung als Heberfarbwerk 42 umfasst das Farbwerk 42 mindestens einen Farbvorrat 43, der beispielsweise als Rakel oder Farbkasten 43 ausgebildet sein kann, mindestens eine durch den Farbvorrat 43 einzufärbende, beispielsweise als Duktor- oder bevorzugt als Farbkastenwalze 44 ausgebildete Farbaufnahmewalze 44, eine oder mehrere weitere Farbwerkwalzen 45 und bevorzugt eine zwischen der als Farbkastenwalze 44 ausgebildeten Farbaufnahmewalze 44 und einer ersten Farbwerkwalze 46 pendelnde Heberwalze 47, z. B. einen sog. Farbheber 47. Die Farbwerkwalzen 45 unterscheiden sich in beispielsweise zwangsangetriebene Farbreibwalzen 48 (in
Fig. 4 schraffiert gezeichnet) und in Farbwerkwalzen 49, die z. B. lediglich durch Friktion von den Farbreibwalzen 48 angetrieben werden. Zum Aufbringen der von der durch die Farbwerkwalzen 45 aufbereiteten Farbe auf die Druckplatte sind im Ausführungsbeispiel vorzugsweise vier Farbauftragswalzen 50 vorgesehen. - In der im Betrieb vorliegenden Drehrichtung 53 des Plattenzylinders 32 ist den Farbauftragswalzen 50 optional eine Feuchtauftragswalze 52 vorgeordnet. Diese ist einem Feuchtwerk 51 zugeordnet, das zum Aufbringen von Feuchtflüssigkeit auf die Oberfläche der Druckplatte bestimmt ist. Zwischen einer in Drehrichtung 53 des Plattenzylinders 32 ersten Farbauftragswalze 50 und der Feuchtauftragswalze 52 kann eine bevorzugt schaltbare Brückenwalze 54 vorgesehen sein. Dadurch ist funktionell eine Verbindung zwischen dem Feuchtwerk 51 und Farbwerk 42 möglich. Für den Fall der schaltbaren Ausführung erlaubt dies mehrere Betriebsarten zum Optimieren der Feuchtflüssigkeitszufuhr.
- Die Bogendruckmaschine kann eine Wendeeinrichtung 78 zum Wenden der zu bedruckenden Bogen B enthalten. Die Wendeeinrichtung 78 ist bevorzugt zwischen den Druckwerken 05, 06 der Maschine, insbesondere zwischen den Druckzylindern 34, angeordnet. Diese Wendeeinrichtung 78 ist vorzugsweise so konfiguriert, dass diese vom Schöndruck in den Widerdruck umgestellt werden kann, so dass die Maschine entweder in der Betriebsart Schöndruck oder in der Betriebsart Schön- und Widerdruck arbeitet. Unter dem Widerdruck ist zu verstehen, dass ein Bogen B nach dem Bedrucken durch eine Anzahl von Druckwerken 05, 06 gewendet wird, um mit den nachfolgenden Druckwerken 05, 06 dessen Rückseite zu bedrucken.
- Die Wendung erfolgt in der Regel nach dem Prinzip der Hinterkantenwendung (siehe z. B.
Fig. 6 ). Die Wendeeinrichtung 78 kann beispielsweise als Drei-Trommel-Wendung oder als Ein-Trommel-Wendung ausgebildet sein. In der Drei-Trommel-Wendung sind drei Bogenführungszylinder 79, 80, 81 angeordnet. In Bogentransportrichtung 15 ist dabei beispielsweise eine einfachgroße oder doppeltgroße Übergabetrommel 79, eine vorzugsweise doppeltgroße Speichertrommel 80 und eine vorzugsweise einfachgroße Wendetrommel 81 angeordnet. Ein einfachgroßer Zylinder kann dabei einen Bogen B maximalen Formates umfangsseitig aufnehmen. Ein einfachgroßer Zylinder weist so bezogen auf den Durchmesser des z. B. als Plattenzylinder 32 ausgebildeten Formzylinders 32 den gleichen, ein doppeltgroßer Zylinder einen doppelt großen Durchmesser auf. - Die Wendetrommel 81 ist insbesondere mit einem Wendegreifersystem 82 und die Speichertrommel 80 ist dann mit je mindestens einem Bogenhaltesystemen 83 pro bogentragender Mantelfläche ausgestattet. Die Bogenhaltesysteme 83 sind vorzugsweis als Greifersystem 83 für die Bogenvorderkante ausgebildet. Vorzugsweise sind auch Fixierelemente für den hinteren Bereich eines Bogens B vorgesehen, die vorzugsweise als Saugersysteme 84 ausgebildet sind. Die Saugersysteme 84 sind vorzugsweise mit verstellbaren hinteren Mantelsegmenten verbunden und in Umfangsrichtung relativ gegenüber den Greifersystemen 83 an vorderen Mantelsegmenten verstellbar, so dass Bogen B vom max. bis min. Format in der Betriebsart Schöndruck und/oder in der Betriebsart Schön- und Widerdruck im vorderen und hinteren Bereich auf der Speichertrommel 80 gehalten werden können. Unterhalb von Speichertrommel 80 und/oder Wendetrommel 81 sind Bogenführungselemente zur Führung der Bogen B anordenbar. Weiterbildend ist der Wendeeinrichtung 78 eine Leitrakel zum Führen des Bogens B zwischen der Speichertrommel 80 und Wendetrommel 81 zugeordnet.
- Dem letzten Druckwerk 06 ist z. B. ein Lackwerk 07 nachgeordnet. Wie beispielsweise in den Zeichnungen dargestellt, ist ein als Druckzylinder 61 bzw. Gegendruckzylinder 34 ausgebildeter Zylinder im Unterbau 31, z. B. innerhalb eines Unterbaumoduls 31, angeordnet. Der Gegendruckzylinder 61 ist bevorzugt den Gegendruckzylindern 34, 36 der Druckwerke 05, 06 baugleich.
- Der Bereich eines z. B. als Oberbaumodul 62 ausgebildeten Lackwerkoberbaus 62 des Lackwerkes 07 unterscheidet sich von den Druckwerksoberbauten 30 bzw. Oberbaumodulen 30 der Druckwerke 05, 06. Innerhalb dieses Lackwerkoberbaus 62 ist ein z. B. als Lackformzylinder 63 ausgebildeter Lackwerkszylinder 63 angeordnet, auf dem über ein Befestigungssystem 64, z. B. ein Klemm- und/oder Spannsystem 64, ein z. B. als Lacktuch oder Lackplatte ausgebildetes Übertragungsmittel befestigt, z. B. aufgespannt, ist. Zum Auftragen des Lacks auf das beispielsweise in Art eines Gummituches ausgebildete Lacktuch bzw. auf die Lackplatte wird ein hier bevorzugt als Kammerrakelsystem 65 ausgebildetes Auftragsystem 65, umfassend vorzugsweise eine eine Näpfchenstruktur auf der Mantelfläche umfassende Farbwerkwalze 66, insbesondere Rasterwalze 66, und eine Kammerrakel 67 angewendet. Die Kammerrakel 67 enthält hier zwei mit der Rasterwalze 66 zusammenwirkende Rakeln.
- Stromabwärts des letzten Druckwerks 05, 06 oder, falls vorgesehen nach dem Lackwerk 07, ist vorzugsweise eine Trockenstrecke vorgesehen. Zur Bildung der Trockenstrecke sind im Bedruckstoffweg zwischen dem letzten als Druck- oder Lackwerk 05, 06, 07 ausgebildeten Werk 05, 06, 07 und einem z. B. durch einen Auslagestapel 71 gebildeten Produktgebinde 71 eine oder mehrere Trockeneinrichtungen 68 angeordnet. Bevorzugt sind in der Bogenauslage 08 eine oder mehrere Trockeneinrichtungen 68 ober- und/oder unterhalb des Bogenweges angeordnet. In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Weg zwischen dem letzten Lack- oder Druckwerk 05, 06, 07 und der Bogenauslage 08 insbesondere durch Zwischenschaltung eines Trockenwerks verlängerbar, um so Raum für die Anordnung weiterer Trockeneinrichtungen 68 zu gewinnen. Bei Bedarf kann auch eine Zwischentrocknung in der Maschine durch den Zylindern zugeordnete Trockeneinrichtungen 68 erfolgen. Diese Zwischentrocknung kann auch durch ein in der Maschine angeordnetes Trockenwerk erfolgen.
- Die Bogenauslage 08 einer bogenverarbeitenden Maschine, hier insbesondere einer Bogendruckmaschine, speziell einer Bogenoffsetrotationsdruckmaschine, enthält ein einem Bogenführungssystem, hier als Bogenführungszylinder, speziell Druckzylinder 34, nachgeordnetes Bogenfördersystem, welches insbesondere als Kettenfördersystem 69 ausgebildet ist. Das Bogenfördersystem enthält über Antriebs- und Umlenkmittel bewegte Zugmittel, die Greifeinrichtungen zur Bogenförderung antreiben. Die Greifeinrichtungen weisen Fixierorgane zur Übernahme und Fixierung der Bogen B auf. Als Fixierorgane können insbesondere Klemm- und/oder Sauggreifer zum Greifen der Bogenkanten eingesetzt werden. In nicht dargestellten Weiterbildungen sind zusätzliche Greifeinrichtungen für die Bogenhinterkanten vorgesehen.
- Das hier als Kettenfördersystem 69 ausgebildete Bogenfördersystem enthält über Kettenräder 72 gelegte und von diesen angetriebene, in seitlich angeordneten nicht dargestellten Führungsschienen geführte Ketten 73, an denen Greiferwagen 70 zum Transport der Bogen B angeordnet sind. Von den Greiferwagen 70 werden die Bogen B in Bogentransportrichtung 15 zu dem auf beispielsweise einer Palette 76 oder einer anders gearteten Transportunterlage gelagerten Auslagestapel 71 gefördert. Die Greiferwagen 70 enthalten vorzugsweise Vorderkantenklemmgreifer, die mit Greiferauflagen zusammenwirkende Greiferfinger aufweisen, welche beabstandet zueinander auf einer Greiferwelle angeordnet und von dieser steuerbar sind.
- Für einen sicheren Transport der von den Greiferwagen 70 gehaltenen Bogen B ist in der Bogenauslage 08 eine Bogenleitvorrichtung und zum Beispiel ein Trockner vorgesehen. Die Bogenleiteinrichtung weist den Greiferwagen 70 zugewandte Bogenleitbleche auf, die mit Blasluftdüsen versehen sind und sich über die Maschinenbreite erstrecken. Unter dem Bogenleitblech sind Blaskästen angeordnet, über welche die Blasluftdüsen mit Blasluft versorgt werden, sodass zwischen dem Bogenleitblech und den von den Greiferwagen 70 transportierten Bogen B ein Tragluftpolster ausgebildet wird. Um eine Erwärmung des Bogenleitblechs im Bereich des Trockners regeln zu können, kann ein Kühlmittelkreislauf integriert sein. Um das Zusammenkleben der Bogen B auf dem Auslagestapel 71 zu vermeiden, ist im Bereich der Bogenauslage 08 vorzugsweise eine nicht weiter bezeichnete Trennmittelauftrageinrichtung, insbesondere eine Pudereinrichtung, bevorzugt kombiniert mit einer Einrichtung zum Absaugen des Puders, vorgesehen.
- Vor dem Auslagestapel 71 ist eine nicht weiter bezeichnete Bremseinrichtung zur Verzögerung der von den Greiferwagen 70 freigegebenen Bogen B angeordnet. Die Bremseinrichtung kann rotierende Saugringe und/oder umlaufende Saugbänder enthalten oder als Nachgreifersystem ausgebildet sein. Die von der Bremseinrichtung verzögerten Bogen B legen sich an Vorderanschlägen an und werden so ausgerichtet auf dem Auslagestapel 71 abgelegt. Der Auslagestapel 71 wird vorzugsweise von einem Stapelhubantrieb um die jeweils abgelegte Bogenstärke abgesenkt, so dass die Stapeloberfläche ein stets annähernd konstantes Niveau einnimmt.
- Um beim Wechsel der z. B. als Paletten 76 ausgeführten Transportunterlagen 76 das Anhalten der Bogendruckmaschine zu vermeiden, kann die Bogenauslage 08 mit einer nicht dargestellten Nonstop-Einrichtung ausgerüstet sein. Diese umfasst vorwiegend einen Hilfsstapelträger, beispielsweise in Form eines aufrollbaren Lattentischs, insbesondere auch als Rollo bezeichnet. Das Rollo weist beweglich miteinander verbundene Stäbe auf. In seiner Ruhelage ist es vor dem Auslagestapel 71 aufgerollt angeordnet und wird zum Stapelwechsel bei laufender Bogendruckmaschine in Bogentransportrichtung 15 zwischen zwei Bogen B in eine parallel zur Oberfläche des Auslagestapels 71 liegende Arbeitsstellung abgerollt. In dieser Lage über dem Auslagestapel 71 nimmt dieser Lattentisch vorübergehend die ankommenden Bogen B auf, so dass sich ein Hilfsstapel bildet. Der Hauptstapel kann inzwischen herausgenommen und durch eine neue Transportunterlage 76, insbesondere eine Palette 76 ersetzt werden. Am Ende des Stapelwechselvorganges wird das Rollo in seine Ruhelage zurückgezogen und der Hilfsstapel dabei auf der neuen Palette 76 abgelegt.
- Der Bogendruckmaschine ist mindestens ein nicht dargestellter Antriebsmotor zugeordnet.
- In einer ersten Ausführungsform ist dieser mindestens eine Antriebsmotor z. B. als ein Hauptmotor ausgebildet und treibt z. B. einen geschlossenen Räderzug an, der einen Antriebsverbund bildet. Der Antriebsverbund umfasst dabei insbesondere die Druckzylinder 34, 36, die Übergabetrommeln 35, die Übertragungszylinder 33, die Plattenzylinder 32 und die Farbwerke 42.
- Einzelne funktionelle Einheiten der Bogendruckmaschine, wie zum Beispiel der Substratzufuhreinrichtung 01, speziell der Bogenanleger 01, die Farbaufnahmewalze 44 und/oder ggf. vorgesehene Feuchtwerke 51, können vorzugsweise durch separate Antriebe, insbesondere Einzelantriebe, d. h. ohne mechanische und/oder formschlüssige Antriebsverbindung zu Antrieben der anderen funktionellen Einheiten und dem den Hauptmotor umfassenden Antriebsverbund, angetrieben werden bzw. sein. In einer die erste Ausführungsform weiterbildenden Ausführung werden zumindest die Plattenzylinder 32 aus dem Antriebsverbund ausgegliedert und durch lediglich dem jeweiligen Plattenzylinder 32 zugeordnete separate Antriebe, insbesondere Einzelantriebe, d. h. ohne mechanische und/oder formschlüssige Antriebsverbindung zu den Antrieben der anderen Plattenzylinder 32 und zu dem den Hauptmotor umfassenden Antriebsverbund und zu Antrieben anderer funktioneller Einheiten wie beispielsweise der Substratzufuhreinrichtung 01, der Farbkastenwalzen 44 und/oder der Feuchtwerke 51, rotatorisch bewegt. Die Einzelantriebe der Plattenzylinder 32 können insbesondere durch sog. Direktantriebe gebildet sein, wobei unter dem Direktantrieb ein o. g. Einzelantrieb verstanden wird, bei dem der Antriebsmotor bzw. dessen Rotor, bevorzugt ohne dazwischenliegende Getriebeelemente, direkt oder ggf. über eine Kupplung in zueinander koaxialer Anordnung mit der Antriebswelle, insbesondere dem Zapfen, des Plattenzylinders 32 verbunden ist. Der Antriebsmotor wird vorzugsweise so ausgelegt, dass auf die Zwischenschaltung eines Getriebes verzichtet werden kann. Dabei wird die Umfangsgeschwindigkeit der Plattenzylinder 32 der Umfangsgeschwindigkeit der mit den Plattenzylindern 32 zusammenwirkenden Zylindern angepasst. Gemäß einer anderen Ausführungsform weisen mehrere der Werke, bevorzugt jedes der Werke einen eigenen, den Antriebsverbund des betreffenden Werkes antreibenden Antriebsmotor auf, jedoch ohne über eine mechanische und/oder formschlüssige Antriebsverbindung zu Antrieben anderer Werke gekoppelt zu sein.
- Die Bogen B werden in dem z. B. als Bogenstapel 09 ausgebildeten Bedruckstoffgebinde 09 bereitgestellt. Durch den Bogentrenner 14 wird der oberste Bogen B des Bogenstapels 09 erfasst und der weiteren Verarbeitung zugeführt. Das geschieht z. B. wie folgt:
Die Bogenvereinzelungsorgane 12 werden gegen die Oberseite des Bogenstapels 09 geführt, erfassen den jeweils obersten Bogen B und heben diesen vom darunterliegenden Bogen B ab, indem sie in ihre Ausgangslage zurückbewegt werden. Die Bläser unterblasen den von den Bogenvereinzelungsorganen 12 gehaltenen Bogen B und trennen diesen so vollflächig vom darunterliegenden Bogen B. Der von den Bogenvereinzelungsorganen 12 gehaltene und vollflächig getrennte Bogen B wird von den Bogentransportorganen 13 erfasst und von den Bogenvereinzelungsorganen 12 freigegeben. Die Bogentransportorgane 13 fördern den erfassten Bogen B in Bogentransportrichtung 15, wobei mit Beginn des Bogentransports die Bogenklappe 17 nach unten geschwenkt werden kann, so dass der Bogen B mit der Bogenvorderkante zur z. B. als Bändertisch 02 ausgebildeten Förderstrecke 02 transportiert werden kann. Die Taktrollen 25 sind anfänglich von der Antriebswalze 20 abgehoben und setzen auf den jeweiligen Bogen B auf, wenn dieser sich im Spalt zwischen den Taktrollen 25 und der Antriebswalze 20 befindet. Anschließend wird der jeweilige Bogen B von den Bogentransportorganen 13 freigegeben. Die von den Bogentransportorganen 13 in Bogentransportrichtung 15 geförderten Bogen B werden unter Einhaltung eines vorgegebenen Schuppenabstandes auf der z. B. als Bändertisch 02 ausgebildeten Förderstrecke 02 positioniert und von diesem bzw. dieser im Arbeitstakt der Bogendruckmaschine gegen die Vordermarken 27 geführt und können nachfolgend durch die beispielsweise als Schwinggreifer 04 ausgebildeten Bogenbeschleunigungsmittel 04 abgezogen werden. - Die Greifer z. B. des Schwinggreifers 04 übergeben den Bogen B an die Greifer der Anlegtrommel 29, durch die der Bogen B an das Greifersystem 57 des Druckzylinders 34 des ersten Druckwerks 05 übergeben wird.
- Der nunmehr auf dem Druckzylinder 34 befindliche Bogen B wird durch das Farbwerk 42 über den Formzylinder 32 und in Ausführung als Offsetdruckwerk über den Übertragungszylinder 33 eingefärbt. Das geschieht z. B. wie folgt:
Die im z. B. im als Farbkasten 43 ausgebildeten Farbvorrat 43 bevorratete Druckfarbe wird zonenweise dosiert auf die Farbaufnahmewalze 44, z. B. Farbkastenwalze 44, gebracht und bevorzugt von dem periodisch hin und her bewegten Farbheber 47 als Farbstreifen auf die z. B. als Farbreibwalze 48 ausgebildete erste Farbwerkwalze 46 abgelegt. Diese überträgt die Farbe über durch Friktion angetriebene Farbwerkwalzen 49 auf die Farbreibwalzen 48. Über weitere Farbwerkwalzen 45 wird die Farbe auf die Farbauftragswalzen 50 übertragen und gelangt dadurch auf die auf dem Formzylinder 32 aufgespannte Druckform, wobei in Drehrichtung des Formzylinders 32 gesehen vor dem Auftrag der Farbe durch die Farbauftragswalzen 50 der Auftrag von Feuchtflüssigkeit durch die Feuchtauftragswalze 52 erfolgen kann. - Die auf der Druckform abgelegte Farbe wird motivgerecht auf den Übertragungszylinder 33 übertragen und von diesem auf den vom Druckzylinder 34 geführten Bogen B transferiert.
- Der Bogen B wird nunmehr vom ersten Druckwerk 05 auf das folgende Druckwerk 06 und ggf. nachfolgende weitere Druckwerke 05, 06 übertragen. Das geschieht z. B. wie folgt:
Der Bogen B wird von dem Greifersystem 57 des Druckzylinders 34 an das Greifersystem 59 der Übergabetrommel 35 übergeben und so weiter durch die gesamte Bogendruckmaschine geführt. In den einzelnen Druckwerken 05, 06 wird dann über die betreffenden Übertragungszylinder 33 die Farbe auf den Bogen B aufgebracht. - Auf dem Weg des Bogens B durch die Bogendruckmaschine kann, falls eine Wendeeinrichtung 78 vorhanden ist, der Bogen B auch gewendet und auf seiner Rückseite bedruckt werden. Die Wirkungsweise des im Ausführungsbeispiel beschriebenen Bogenhaltesystems in der Betriebsart Schön- und Widerdruck ist z. B. folgende:
Der auf der Speichertrommel 80 liegende, im Schöndruck bedruckte Bogen B wird vom Bogenhaltesystem 83 im Bereich der Bogenvorderkante geführt und zusätzlich von einem als Sauggreifer des Saugersystems 84 ausgebildeten Bogenhaltesystem 84 im Bereich der Bogenhinterkante fixiert. Nachdem die Bogenvorderkante den Tangentenpunkt zwischen Speichertrommel 80 und der nachfolgenden Wendetrommel 81 passiert hat, wird sie vom Bogenhaltesystem 83 freigegeben. Während die Bogenhinterkante den Tangentenpunkt zwischen Speichertrommel 80 und Wendetrommel 81 passiert, wird sie vom Wendegreifersystem 82 der Wendetrommel 81 übernommen und vom Bogenhaltesystem 84 der Speichertrommel 80 freigegeben, so dass die Bogenhinterkante dann zur Bogenvorderkante wird. - Nachdem der Bogen B die Druckwerke 05, 06 passiert hat, kann er in einem oder mehreren Lackwerken 07 durch den Lackformzylinder 63 mit einer Lackschicht versehen werden. Das Greifersystem des Druckzylinders 61 übergibt dann den Bogen B an z. B. das Kettenfördersystem 69 der Bogenauslage 08.
- Die an der Vorderkante gegriffenen Bogen B werden von den Greiferwagen 70 nach der Übernahme vom Druckzylinder 61 und Durchlaufen eines Umlenkbereiches z. B. auf einer Bahn geführt, die nach oben weist. Dabei werden die Bogen B durch die vorgesehenen Trockeneinrichtungen 68 getrocknet und z. B. mit Puder belegt. Die Bogen B werden durch die Greiferwagen 70 bis in die Höhe des Auslagestapels 71 transportiert und dort auf diesen abgelegt.
- Die insbesondere als Bogenrotationsdruckmaschine ausgebildete Bogendruckmaschine weist bevorzugt zumindest einen Rotationstransportkörper 34; 61 für einen Transport von Bogen B auf. Unter einem Rotationstransportkörper 34; 61 ist dabei insbesondere eine rotierbar angeordnete Einheit oder Baugruppe zu verstehen, die einem Transport von Bogen B dient, insbesondere um eine Rotationsachse des entsprechenden jeweiligen Rotationstransportkörpers 34; 61 herum. Beispielsweise stellt ein Gegendruckzylinder 34 eines Druckwerks 05; 06 und/oder ein Gegendruckzylinder 61 eines Lackwerks 07 einen jeweiligen solchen Rotationstransportkörper 34; 61 dar.
- Die Bogenrotationsdruckmaschine weist bevorzugt zumindest ein Beschichtungswerk 05; 06; 07 auf, das beispielsweise als Druckwerk 05; 06 oder als Lackwerk 07 ausgebildet ist. Das zumindest eine Beschichtungswerk 05; 06; 07 weist zumindest einen Gegendruckzylinder 34; 61 und zumindest einen mit dem Gegendruckzylinder 34; 61 eine Kontaktzone 55 bildenden weiteren Zylinder 33; 63 auf. Diese Kontaktzone 55 entspricht beispielsweise im Fall eines Druckwerks 05; 06 der Druckzone 55. Der zumindest eine mit dem Gegendruckzylinder 34; 61 die Kontaktzone 55 bildende weitere Zylinder 33; 63 ist beispielsweise im Fall eines Offsetdruckwerks 05; 06 als Übertragungszylinder 33 oder im Fall eines Lackwerks 07 als Lackformzylinder 63 ausgebildet.
- Die Bogenrotationsdruckmaschine weist bevorzugt zumindest eine Aufladungseinrichtung 86 zum elektrostatischen Fixieren von Bogen B an dem Rotationstransportkörper 34; 61 auf. Bevorzugt weist das insbesondere als Druckwerk 05; 06 oder Lackwerk 07 ausgebildete Beschichtungswerk 05; 06; 07 die zumindest eine Aufladungseinrichtung 86 zum elektrostatischen Fixieren von Bogen B an dem Gegendruckzylinder 34; 61 auf, die zumindest eine auf eine Mantelfläche 87 des Gegendruckzylinders 34; 61 ausgerichtete und/oder ausrichtbare Elektrodeneinheit 88 aufweist. Die Elektrodeneinheit 88 weist bevorzugt zumindest eine Elektrode 93 auf, gegebenenfalls mehrere. Wenn im Folgenden Einzelheiten anhand eines als Gegendruckzylinder 34; 61 ausgebildeten Rotationstransportkörpers 34; 61 dargestellt werden, sind diese dennoch auf allgemeine Rotationstransportkörper 34; 61 übertragbar, sofern sich daraus keine Widersprüche ergeben. Insbesondere ist also die Elektrodeneinheit 88 allgemein auf eine Mantelfläche 87 eines Rotationstransportkörpers 34; 61 ausgerichtet und/oder ausrichtbar angeordnet und bevorzugt zwischen zumindest zwei Lagen bewegbar.
- Eine Ladungskernzone 89 ist bevorzugt ein der zumindest einen Elektrodeneinheit 88 nächster Bereich 89 einer einen Zylinderballen 91 des Gegendruckzylinders 34; 61 einhüllenden Zylindermantelfläche 92. Die Ladungskernzone 89 ist in Rotationsrichtung R des Gegendruckzylinders 34; 61 gesehen bevorzugt nach der Kontaktzone 55 und/oder vor einer von dem Gegendruckzylinder 34; 61 weg führenden Übergabestelle 101 angeordnet. Die Elektrodeneinheit 88 kann somit die durch die Kontaktzone 55 transportierten Bogen B möglichst nahe an der Kontaktzone elektrostatisch aufladen und an dem Zylinderballen 91 des Gegendruckzylinders 34; 61 fixieren. Je näher an der Kontaktzone 55 diese Fixierung beginnt, umso kürzer ist derjenige Abschnitt des Bogens B, der noch nicht elektrostatisch fixiert ist, wenn das Ende des Bogens B den Kontaktbereich 55 verlässt und dadurch nicht mehr von beiden Zylindern 33; 34; 61; 63 gehalten wird.
- Bevorzugt weist insbesondere bei in ihrer Arbeitslage angeordneter Elektrodeneinheit 88 zumindest eine Elektrode 93 der zumindest einen Elektrodeneinheit 88, beispielsweise mehrere und insbesondere alle Elektroden 93 der zumindest einen Elektrodeneinheit 88, einen minimalen ersten Abstand 94 von dem Gegendruckzylinder 34; 61 auf. Der minimale erste Abstand 94 beträgt bevorzugt zumindest 4 mm, weiter bevorzugt zumindest 5 mm, noch weiter bevorzugt zumindest 7 mm und noch weiter bevorzugt zumindest 9 mm. Insbesondere unabhängig davon beträgt der minimale erste Abstand bevorzugt höchstens 13 mm, weiter bevorzugt höchstens 12 mm und noch weiter bevorzugt zumindest 11 mm. Bevorzugt weist insbesondere bei in ihrer Arbeitslage angeordneter Elektrodeneinheit 88 zumindest eine Elektrode 93 der zumindest einen Elektrodeneinheit 88, beispielsweise mehrere und insbesondere alle Elektroden 93 der zumindest einen Elektrodeneinheit 88 einen minimalen zweiten Abstand 96 von dem weiteren Zylinder 33; 63 auf. Der minimale zweite Abstand 96 beträgt bevorzugt zumindest 4 mm, weiter bevorzugt zumindest 5 mm, noch weiter bevorzugt zumindest 7 mm und noch weiter bevorzugt zumindest 9 mm. Insbesondere unabhängig davon beträgt der minimale zweite Abstand bevorzugt höchstens 35 mm, weiter bevorzugt höchstens 30 mm, noch weiter bevorzugt höchstens 20 mm, noch weiter bevorzugt höchstens 15 mm und noch weiter bevorzugt höchstens 12 mm. Eine betriebsmäßig angelegte und/oder anlegbare Arbeitsspannung der Elektrodeneinheit 88 beträgt bevorzugt zumindest 2 kV, weiter bevorzugt zumindest 3 kV, noch weiter bevorzugt zumindest 5 kV und noch weiter bevorzugt zumindest 8 kV. Diese betriebsmäßig angelegte und/oder anlegbare Arbeitsspannung der Elektrodeneinheit 88 beträgt bevorzugt höchstens 20 kV, weiter bevorzugt höchstens 15kV, noch weiter bevorzugt höchstens 12 kV und noch weiter bevorzugt höchstens 11 kV.
- Bevorzugt ist der insbesondere als Gegendruckzylinder 34; 61 ausgebildete Rotationstransportkörper 34; 61 über zumindest eine Erdungseinrichtung 113 und insbesondere über zumindest eine Kohlebürste 112 geerdet angeordnet. Die Erdungseinrichtung 113 weist beispielsweise einen um eine Schwenkachse 114 schwenkbar gelagerten Hebelarm 116 auf, der mittels eines Federelements 117 in einer Lage gehalten wird, in der die zumindest eine Kohlebürste 112 in Kontakt mit zumindest einem Schleifring 118 steht, der starr relativ zu dem Zylinderballen 91 angeordnet ist.
- Bevorzugt ist dem insbesondere als Druckwerk 05; 06 oder Lackwerk 07 ausgebildeten Beschichtungswerk 05; 06; 07 zumindest ein Inspektionssystem 97 zugeordnet, das eine insbesondere bezüglich seines Erfassungsbereichs auf eine dem Gegendruckzylinder 34; 61 zugeordnete Inspektionszone 98 ausgerichtet angeordnete Kamera 99 aufweist. Beispielsweise ist zusätzlich und/oder integriert eine Beleuchtungseinrichtung angeordnet. Diese Inspektionszone 98 ist in Rotationsrichtung R des Gegendruckzylinders 34; 61 gesehen bevorzugt nach der Kontaktzone 55 und/oder vor der von dem Gegendruckzylinder 34; 61 weg führenden Übergabestelle 101 angeordnet. Die Kamera 99 ist bevorzugt als hochauflösende Kamera 99 ausgebildete und bevorzugt Teil eines Systems zur Erfassung und/oder Regelung von Register und/oder Farbwerten und/oder Druckbildinhalten. Diese Kamera 99 ist beispielsweise in Transportrichtung nach einem letzten Druckwerk 06 und/oder nach einem letzten Lackwerk 07 angeordnet. Bevorzugt ist insbesondere bei in ihrer Arbeitslage angeordneter Elektrodeneinheit 88 die Ladungskernzone 89 in Rotationsrichtung R des Gegendruckzylinders 34; 61 gesehen vor der Inspektionszone 98 und bevorzugt nach der Kontaktzone 55 angeordnet.
- Die Bogenrotationsdruckmaschine weist bevorzugt eine übergeordnete Maschinensteuerung auf. Beispielsweise sind mit dieser Maschinensteuerung solche Antriebe schaltungstechnisch verbunden, die eine Rotation zumindest des Gegendruckzylinders 34; 61 bewirken und/oder solche Antriebe, die ein Rotation zumindest eine Formzylinders 32 und/oder zumindest eines Lackformzylinders 63 bewirken. Beispielsweise ist diese übergeordnete Maschinensteuerung schaltungstechnisch mit einem Leitstand der Bogenrotationsdruckmaschine verbunden. Bevorzugt ist die zumindest eine Aufladungseinrichtung 86 schaltungstechnisch mit der übergeordneten Maschinensteuerung der Bogenrotationsdruckmaschine verbunden. Beispielsweise weist die zumindest eine Aufladungseinrichtung 86 einen Hochspannungsgenerator auf, der mit der zumindest einen Elektrodeneinheit 88 und/oder der zumindest einen Elektrode 93 verbunden angeordnet ist. Beispielsweise ist die zumindest eine Aufladungseinrichtung 86 schaltungstechnisch zumindest derart mit der übergeordneten Maschinensteuerung der Bogenrotationsdruckmaschine verbunden, dass der Hochspannungsgenerator schaltungstechnisch mit der übergeordneten Maschinensteuerung der Bogenrotationsdruckmaschine verbunden ist.
- Beispielsweise ist die zumindest eine Aufladungseinrichtung 86 derart angebunden, dass das Anlegen der Arbeitsspannung an der zumindest einen Elektrode 93 frühestens mit einem Start eines Bogenlaufs beginnt und/oder spätestens mit dem Ende des Bogenlaufs endet. Das bedeutet insbesondere, dass die zumindest eine Aufladungseinrichtung 86 schaltungstechnisch derart mit der übergeordneten Maschinensteuerung der Bogenrotationsdruckmaschine verbunden ist, dass die betriebsmäßig vorgesehene Arbeitsspannung nur bei aktiviertem Bogenlauf an der zumindest einen Elektrode 93 anliegt. Bevorzugt ist die zumindest eine Aufladungseinrichtung 86 schaltungstechnisch derart mit der übergeordneten Maschinensteuerung der Bogenrotationsdruckmaschine verbunden, dass diese Aufladungseinrichtung 86 betreffende Einstellungen über ein insbesondere als Maschinenleitstand oder berührungssensitive Anzeigeeinrichtung ausgebildetes Bedienelement der Bogenrotationsdruckmaschine vorgenommen werden können.
- Die zumindest eine Elektrodeneinheit 88 ist bevorzugt zwischen zumindest zwei Lagen bewegbar angeordnet. Eine der zumindest zwei Lagen ist eine Arbeitslage. Bevorzugt ist eine andere der zumindest zwei Lagen eine Abstelllage. Die Arbeitslage ist insbesondere eine solche Lage, die die Elektrodeneinheit 88 in einem Druckbetrieb einnimmt und die dazu dient, ein Einwirken der Elektrodeneinheit 88 auf Bogen B zu ermöglichen. Die Abstelllage ist insbesondere eine solche Lage, die die Elektrodeneinheit 88 einnimmt, um gewartet bzw. gereinigt zu werden und/oder um mehr Raum zwischen Elektrodeneinheit 88 und Rotationstransportkörper 34; 61 bzw. Gegendruckzylinder 34; 61 zu schaffen. Die Abstelllage kann dabei einerseits einer Wartung und/oder Montage und/oder Reinigung der Elektrodeneinheit 88 oder von Teilen der Elektrodeneinheit 88 dienen. Die Abstelllage hat aber bevorzugt alternativ oder zusätzlich die Funktion, einen Abstand zwischen dem bevorzugt als Gegendruckzylinder 34; 61 ausgebildeten Rotationstransportkörper 34; 61 einerseits und der zumindest einen Elektrodeneinheit 88 andererseits zu vergrößern, insbesondere im Vergleich zu einer Situation, in der die zumindest eine Elektrodeneinheit 88 in ihrer Arbeitslage angeordnet ist. Bevorzugt ist die zumindest eine Elektrode 93 der zumindest einen Elektrodeneinheit 88 bei in ihrer Abstelllage angeordneter Elektrodeneinheit 88 weiter von dem Rotationstransportkörper 34; 61 entfernt angeordnet als bei in ihrer Arbeitslage angeordneter Elektrodeneinheit 88, beispielsweise zumindest eineinhalbmal so weit, weiter bevorzugt doppelt so weit und/oder zumindest 5 mm weiter, weiter bevorzugt zumindest 8 mm weiter.
- Bevorzugt ist zumindest ein erstes Halteelement 102 zum Halten der Elektrodeneinheit 88 in der Arbeitslage angeordnet. Unter einer Ausweichkraft K ist insbesondere eine Kraft K zu verstehen, die von der zumindest einen Elektrodeneinheit 88 auf dieses zumindest eine erste Halteelement 102 direkt oder indirekt ausgeübt wird. Unter einer indirekten Ausübung einer solchen Kraft ist beispielsweise zu verstehen, dass eine Mechanik zwischengeschaltet sein kann, die gegebenenfalls Kräfte und/oder Drehmomente beeinflussen kann, insbesondere eine Stelleinrichtung 104. Bevorzugt ist diese Ausweichkraft K eine solche Kraft K, deren Richtung zumindest eine Komponente aufweist, die parallel ist zu einer von der Kontaktzone zu der zumindest einen Elektrodeneinheit 88 weisenden Richtung. Bevorzugt lässt das zumindest eine erste Halteelement 102 eine durch eine Ausweichkraft K bewirkte Bewegung der zumindest einen Elektrodeneinheit 88 aus der Arbeitslage heraus nur zu, wenn diese Ausweichkraft einen ersten Schwellwert überschreitet. Dieser erste Schwellwert ist bevorzugt eine feste Eigenschaft des zumindest einen ersten Halteelements 102. Die zumindest eine Elektrodeneinheit 88 ist damit bevorzugt im Normalbetrieb in ihrer Arbeitslage fixiert, kann aber im Fall einer Störung durch ungewollten Materialtransport ausweichen. Ein solcher Fall liegt beispielsweise vor, wenn Material, das dicker ist als der normale Abstand zwischen Rotationstransportkörper 34; 61 bzw. Gegendruckzylinder 34; 61 einerseits und Elektrodeneinheit 88 andererseits, mit dem Rotationtransportkörper 34; 61 mitgerissen und entlang dessen Mantelfläche 87 transportiert wird. Bei einer starren Anordnung der Elektrodeneinheit 88 könnte diese ansonsten beschädigt werden. Dies ist insbesondere bei den bevorzugten Abständen in der Arbeitslage zu beachten. Solches Material kann beispielsweise ein entsprechend stark verformter Bogen B und/oder eine Ansammlung mehrerer Bogen B und/oder Schmutz und/oder Abfallmaterial sein, das sich zuvor andernorts angesammelt und dann gelöst hatte.
- Je nach Ausbildung des zumindest einen ersten Halteelements 102 kann dies in einer Richtung oder in zwei Richtungen wirken. Beispielsweise ist das zumindest eine erste Halteelement 102 als magnetisches Halteelement 102 ausgebildet. Dann verhindert es nur ungewollte Bewegungen der zumindest einen Elektrodeneinheit 88 aus der Arbeitslage heraus und/oder auf die Abstelllage zu bzw. in die Abstelllage hinein. Bevorzugt ist das zumindest eine erste Halteelement 102 als mechanisches Rastelement 102 ausgebildet. Beispielsweise weist es dann zumindest ein Federelement auf, das beispielsweise einen Anschlagkörper in eine Stellung drückt, die eine Bewegung der zumindest einen Elektrodeneinheit 88 bei zu geringen Ausweichkräften K verhindert. Dies verhindert also auch ungewollte Bewegungen der zumindest einen Elektrodeneinheit 88 in die Arbeitslage hinein.
- Bevorzugt ist zumindest ein zweites Halteelement 103 angeordnet, insbesondere zum Halten der Elektrodeneinheit 88 in der Abstelllage. Unter einer Rückführkraft F ist insbesondere eine Kraft F zu verstehen, die von der zumindest einen Elektrodeneinheit 88 auf dieses zumindest eine zweite Halteelement 103 direkt oder indirekt ausgeübt wird. Unter einer indirekten Ausübung einer solchen Kraft ist beispielsweise zu verstehen, dass eine Mechanik zwischengeschaltet sein kann, die gegebenenfalls Kräfte und/oder Drehmomente beeinflussen kann, insbesondere eine Stelleinrichtung 104. Bevorzugt ist diese Rückführkraft F eine solche Kraft F deren Richtung zumindest eine Komponente aufweist, die parallel ist zu einer von der zumindest einen Elektrodeneinheit 88 zu der Kontaktzone weisenden Richtung. Bevorzugt lässt das zumindest eine zweite Halteelement 103 eine durch eine solche Rückführkraft F bewirkte Bewegung der zumindest einen Elektrodeneinheit 88 aus der Abstelllage heraus nur zu, wenn diese Rückführkraft einen zweiten Schwellwert überschreitet. Dieser zweite Schwellwert ist bevorzugt eine feste Eigenschaft des zumindest einen zweiten Halteelements 103.
- Je nach Ausbildung des zumindest einen zweiten Halteelements 103 kann dies in einer Richtung oder in zwei Richtungen wirken. Beispielsweise ist das zumindest eine zweite Halteelement 103 als magnetisches Halteelement 103 ausgebildet. Dann verhindert es nur ungewollte Bewegungen der zumindest einen Elektrodeneinheit 88 aus der Abstelllage heraus und/oder auf die Arbeitslage zu. Bevorzugt ist das zumindest eine zweite Halteelement 103 als mechanisches Rastelement 103 ausgebildet. Beispielsweise weist es dann zumindest ein Federelement auf, das beispielsweise einen Anschlagkörper in eine Stellung drückt, die eine Bewegung der zumindest einen Elektrodeneinheit 88 bei zu geringen Rückführkräften F verhindert. Dies verhindert also auch ungewollte Bewegungen der zumindest einen Elektrodeneinheit 88 in die Abstelllage hinein.
- Bevorzugt ist zumindest eine Stelleinrichtung 104 angeordnet, die zumindest einen Stellantrieb 106 aufweist und mittels der die zumindest eine Elektrodeneinheit 88 zwischen der Arbeitslage und der Abstelllage bewegbar ist, insbesondere in beide Richtungen. Für den Fall, dass die Abstelllage nur für Zwecke der Wartung und/oder Reinigung Verwendung finden soll, wäre eine Bewegung nur über die Stelleinrichtung 104 ausreichend. Insbesondere um im Fall einer Störung die zumindest Elektrodeneinheit 88 auslenkbar anzuordnen, ist die zumindest eine Stelleinrichtung 104 bevorzugt zwischen einem Freigabezustand und einem Festlegungszustand umschaltbar, insbesondere mittels des zumindest einen Stellantriebs 106. In ihrem Freigabezustand erlaubt die zumindest eine Stelleinrichtung 104 eine Bewegung der zumindest einen Elektrodeneinheit 88 aus der Arbeitslage heraus und bevorzugt auch in die Arbeitslage hinein. In ihrem Festlegungszustand fixiert die zumindest eine Stelleinrichtung 104 die zumindest eine Elektrodeneinheit 88 beispielsweise in der Abstelllage.
- Bevorzugt ist die zumindest eine Elektrodeneinheit 88 schwenkbar gelagert, insbesondere um eine Elektrodenschwenkachse E und/oder ist die zumindest eine Elektrodeneinheit 88 mittels einer Schwenkbewegung zwischen der Arbeitslage und der Abstelllage bewegbar ausgebildet. Die zumindest eine Elektrodeneinheit 88 weist bevorzugt eine Wirkseite 107 auf, die bei in der Arbeitslage angeordneter Elektrodeneinheit 88 dem Rotationstransportkörper 34; 61 zugewandt angeordnet ist und die bei in der Abstelllage angeordneter Elektrodeneinheit 88 von dem Rotationstransportkörper 34; 61 abgewandt angeordnet ist. Beispielsweise ist die zumindest eine Elektrode 93 in ein Gehäuse 119 der Elektrodeneinheit 88 eingefasst und bevorzugt nur aus einer Richtung von außen zugänglich. Diese Richtung legt dann die Wirkseite 107 fest. Die zumindest eine Elektrode 93 weist bevorzugt Bereiche mit besonders kleinen Krümmungsradien an ihrer Oberfläche auf, die weiter bevorzugt als Nadeln 108 ausgebildet sind. Bevorzugt sind diese Nadeln 108 auf der Wirkseite 107 angeordnet. An diesen Bereichen, insbesondere Nadeln 108 ist eine entsprechende elektrische Feldstärke besonders hoch und erlaubt eine besonders effektive Aufladung der Bogen B.
- Bevorzugt ist der Stellantrieb 106 der Stelleinrichtung 104 gelenkig mit der zumindest einen Elektrodeneinheit 88 verbunden. Ein entsprechendes erstes Gelenk 121 ist bevorzugt von der Schwenkachse 114 beabstandet angeordnet und weiter bevorzugt näher an der Wirkseite 107 der Elektrodeneinheit 88, als die Schwenkachse 114. Der zumindest eine Stellantrieb 106 der zumindest einen Stelleinrichtung 104 ist bevorzugt als Pneumatikzylinder 106 und/oder als Hydraulikzylinder 106 und/oder als elektrischer Antrieb 106 und/oder als Linearantrieb 106 ausgebildet. Der Stellantrieb 106 ist bevorzugt über ein zweites Gelenk 122 mit einem Lagerelement 111 verbunden. Der zumindest eine Stellantrieb 106 ist bevorzugt derart gelenkig mit der zumindest einen Elektrodeneinheit 88 verbunden angeordnet, dass zumindest bei in der Arbeitslage angeordneter Elektrodeneinheit ein erster Gelenkwinkel 123 um höchstens 45°, weiter bevorzugt höchstens 30° und noch weiter bevorzugt höchstens 20° von einem rechten Winkel (90°) abweicht, wobei dieser Gelenkwinkel 123 bevorzugt der Winkel zwischen zwei Geraden ist, von denen die eine sowohl die Elektrodenschwenkachse E als auch durch eine Schwenkachse des ersten Gelenks 121 schneidet und von denen die andere sowohl die Schwenkachse des ersten Gelenks 121 als auch die Schwenkachse des zweiten Gelenks 122 schneidet.
- Das Lagerelement 111 kann ortsfest angeordnet sein. Bevorzugt ist das Lagerelement jedoch bewegbar ausgebildet. Beispielsweise ist das Lagerelement 111 als in einer Führung 109 bewegbarer Gleitstein 111 ausgebildet. Der zumindest eine Stellantrieb 106 ist also bevorzugt insbesondere gelenkig an einem Gleitstein 111 angeordnet, der längs einer Führung 109 bewegbar angeordnet ist. Bevorzugt ist zum Halten der Elektrodeneinheit 88 in der Arbeitslage der Gleitstein 111 mittels des zumindest einen ersten Halteelements 102 in einer ersten Haltelage haltbar. Bevorzugt ist zum Halten der Elektrodeneinheit 88 in der Abstelllage der Gleitstein 111 mittels des zumindest einen zweiten Halteelements 103 in einer zweiten Haltelage haltbar.
- In einer beispielhaften Ausführungsform ist die Stelleinrichtung 104 zwischen drei vorgesehenen Konfigurationen umschaltbar. Eine erste dieser Konfigurationen ist eine Betriebskonfiguration. (Diese ist beispielsweise auch in
Fig. 13 dargestellt.) Eine zweite dieser Konfigurationen ist eine Wartungskonfiguration. (Diese ist beispielsweise auch inFig. 15 dargestellt.) Eine dritte dieser Konfigurationen ist eine Ausweichkonfiguration. - Die Stelleinrichtung 104 ist insbesondere während eines vorgesehen Druckbetriebs der Bogenrotationsdruckmaschine bevorzugt in der Betriebskonfiguration angeordnet. In dieser Betriebskonfiguration ist die zumindest eine Elektrodeneinheit 88 in ihrer Arbeitslage angeordnet und ist der Stellantrieb 106 bevorzugt in einem eingefahrenen Zustand angeordnet und ist der zumindest eine Gleitstein 111 bevorzugt mittels des zumindest einen ersten Haltelements 102 in seiner ersten Haltelage angeordnet. Durch den in sich starren Stellantrieb 106 und die Wirkung des ersten Haltelements 102 ist die Elektrodeneinheit 88 unter gewöhnlichen Betriebsbedingungen fest in ihrer Arbeitslage gehalten.
- Insbesondere zu Wartungszwecken kann der Stellantrieb 106 ausgefahren werden. Dabei stützt sich der Stellantrieb 106 insbesondere über den Gleitstein 111 an einem ortsfesten Bauteil ab. Dadurch wird die Elektrodeneinheit 88 in die Abstelllage geschwenkt. Die Wirkseite 107 der Elektrodeneinheit 88 kann dadurch zugänglich gemacht werden, insbesondere wenn ein entsprechender Schutz des Gehäuses der Bogenrotationsdruckmaschine geöffnet wird. Die Stelleinrichtung 104 befindet sich dann in ihrer Wartungskonfiguration. Danach kann der Stellantrieb 106 wieder eingefahren werden. Das erste Halteelement 102 ist so ausgelegt, dass die dabei betriebsmäßig auftretenden Kräfte den Gleitstein 111 nicht bewegen können und dieser in seiner Position bleibt. Das Zusammenziehen des Stellantriebs 106 bewirkt dann eine Schwenkbewegung der Elektrodeneinheit 88 zurück in die Arbeitslage. Die Stelleinrichtung 104 befindet sich dann wieder in ihrer Betriebskonfiguration.
- Die Elektrodeneinheit 88 ist in ihrer Arbeitslage mit relativ wenig Abstand zum Gegendruckzylinder 34; 61 angeordnet. Falls Material zu großer Dicke mit dem Gegendruckzylinder 34; 61 mitgerissen wird, könnte dies die Elektrodeneinheit 88 beschädigen, wenn diese an ihrem Ort bliebe. Die Stelleinrichtung 104 ist daher so ausgelegt, dass sie ein passives Ausweichen der Elektrodeneinheit 88 erlaubt. Sobald eine Kraft derart auf die Elektrodeneinheit 88 ausgeübt wird, dass eine Ausweichkraft K entsprechender Größe wirkt, führt die Elektrodeneinheit 88 eine Schwenkbewegung in die Abstelllage aus. Dafür zieht sie am Stellantrieb106, der diese Zugbewegung auf den Gleitstein 111 überträgt. Da die Ausweichkraft K den ersten Schwellwert überschreitet, überwindet dieser die Haltekraft des ersten Halteelements 102. Der Gleitstein 111 bewegt sich in die zweite Haltelage, während die Elektrodeneinheit 88 sich in die Abstelllage bewegt. Der Stellantrieb 106 bleibt dabei in seinem eingefahrenen Zustand. Nun befindet sich die Stelleinrichtung 104 in ihrer Ausweichkonfiguration.
- Um die Stelleinrichtung 104 wieder in ihre Betriebskonfiguration und damit die die Elektrodeneinheit 88 wieder in ihre Arbeitslage zu überführen, wird zunächst der Stellantrieb 106 ausgefahren. Das an der Elektrodeneinheit 88 angeordnete Ende des Stellantriebs 106 kann nicht weiter ausweichen und die vom Stellantrieb 106 ausgeübte Kraft bewegt daher den Gleitstein 111 unter Überwindung der zweiten Halteeinrichtung 103 und gegebenenfalls auch der ersten Halteeinrichtung 120 entlang der Führung 109 in die erste Haltelage hinein. Die Stelleinrichtung 104 befindet sich dann zunächst in ihrer Wartungskonfiguration und kann aus dieser heraus wie zuvor beschrieben wieder in die Betriebskonfiguration überführt werden.
- Bevorzugt ist zumindest ein Lagesensor 124 angeordnet. Dieser Lagesensor 124 dient insbesondere dazu, zu überprüfen, ob sich die Elektrodeneinheit 88 in ihrer Arbeitslage befindet oder nicht. Beispielsweise ist der zumindest eine Lagesensor 124 als Näherungsschalter 124 ausgebildet. Es kommt jede Art von Näherungsschalter 124 in Frage, insbesondere induktive, kapazitive, magnetische und optische Näherungsschalter sowie Lichtschranken und/oder Ultraschall-Sensoren. Beispielsweise ist ein Probekörper 126 angeordnet, dessen Erfassung durch den Lagesensor 124 Auskunft über die Lage der Elektrodeneinheit 88 gibt. Der Probekörper 126 ist bevorzugt einstellbar angeordnet und beispielsweise als Gewindestift 126 ausgebildet. Bevorzugt ist der zumindest eine Lagesensor 124 schaltungstechnisch mit der übergeordneten Maschinensteuerung verbunden. Detektiert der Lagesensor 124 bei aktiviertem Bogenlauf eine Ausweichbewegung der Elektrodeneinheit 88, kann über die Maschinensteuerung ein Stoppen der Bogenrotationsdruckmaschine veranlasst werden.
-
- 01
- Substratzufuhreinrichtung, Bogenanleger
- 02
- Förderstrecke, Bändertisch, Saugbändertisch
- 03
- Anlageeinrichtung, Bogenanlage
- 04
- Bogenbeschleunigungsmittel, Schwinggreifer
- 05
- Bearbeitungsstufe, Beschichtungswerk, Druckwerk, erstes
- 06
- Bearbeitungsstufe, Beschichtungswerk, Druckwerk
- 07
- Bearbeitungsstufe, Beschichtungswerk, Lackwerk
- 08
- Substratabgabeeinrichtung, Bogenauslage
- 09
- Bedruckstoffgebinde, Bogenstapel
- 10
- Aufnahmeeinrichtung, Stapelplatte
- 11
- Transportmittel
- 12
- Bogenvereinzelungsorgan, Trennsauger
- 13
- Bogentransportorgane, Transportsauger
- 14
- Trenneinrichtung, Bogentrenner
- 15
- Bogentransportrichtung
- 16
- Anschlagelemente, Vorderanschläge
- 17
- Bogenklappe
- 18
- Klappenwelle
- 19
- -
- 20
- Walze, Antriebswalze
- 21
- Walze, Umlenkwalze
- 22
- Förderfläche, Tischblech
- 23
- Förderfläche, Saugkasten
- 24
- Transportband, Saugband
- 25
- Taktrolle
- 26
- Anlegtisch, Anlegblech
- 27
- Anschlag, Vorderanschlag, Vordermarken
- 28
- -
- 29
- Transfertrommel, Anlegtrommel
- 30
- Druckwerksoberbau, Modul, erstes, Oberbaumodul
- 31
- Druckwerksunterbau, Modul, zweites, Unterbaumodul, Unterbau
- 32
- Druckwerkszylinder, Formzylinder, Plattenzylinder
- 33
- Druckwerkszylinder, Übertragungszylinder, Gummizylinder
- 34
- Zylinder, Druckwerkszylinder, Druckzylinder, Gegendruckzylinder, Rotationstransportkörper
- 35
- Transfertrommel, Übergabetrommel, Transferter
- 36
- Druckwerkszylinder, Druckzylinder, Gegendruckzylinder
- 37
- Kanal, Klemm- und/oder Spannkanal
- 38
- Befestigungsmittel, Klemm- und/oder Spannorgane
- 39
- Kanal, Klemm- und/oder Spannkanal
- 40
- Befestigungsmittel, Spann- und/oder Klemmeinrichtung
- 41
- Plattenwechseleinrichtung
- 42
- Farbwerk, Heberfarbwerk, Kurzfarbwerk, Filmfarbwerk
- 43
- Farbvorrat, Farbkasten
- 44
- Farbaufnahmewalze, Farbkastenwalze
- 45
- Farbwerkwalzen
- 46
- erste Farbwerkwalze
- 47
- Heberwalze, Farbheber
- 48
- Farbreibwalzen, zwangsgetrieben
- 49
- Farbwerkwalzen, durch Friktion angetriebene
- 50
- Farbauftragswalzen
- 51
- Feuchtwerk
- 52
- Feuchtauftragswalze
- 53
- Drehrichtung des Formzylinders
- 54
- Brückenwalze
- 55
- Druckzone, Druckstelle, Druckspalt
- 56
- Zylinderkanal
- 57
- Greifersystem des Druckzylinders 34
- 58
- Bogentragelemente, Trommelkappen
- 59
- Greifersystem der Übergabetrommel 35
- 60
- Luftpolsterführung
- 61
- Zylinder, Druckwerkszylinder, Druckzylinder, Gegendruckzylinder, Rotationstransportkörper
- 62
- Lackwerkoberbau, Oberbaumodul des Lackwerkes
- 63
- Lackwerkszylinder, Lackformzylinder
- 64
- Befestigungssystem, Klemm- und/oder Spannsystem
- 65
- Auftragsystem, Kammerrakelsystem
- 66
- Farbwerkwalze, Rasterwalze
- 67
- Rakel, Kammerrakel
- 68
- Trockeneinrichtung
- 69
- Kettenfördersystem
- 70
- Greifeinrichtung, Greiferwagen
- 71
- Auslagestapel, Produktgebinde
- 72
- Kettenrad
- 73
- Kette
- 74
- -
- 75
- Führungsbahn
- 76
- Transportunterlage, Palette
- 77
- Spannrolle
- 78
- Wendeeinrichtung
- 79
- Bogenführungszylinder, Übergabetrommel
- 80
- Bogenführungszylinder, Speichertrommel
- 81
- Bogenführungszylinder, Wendetrommel
- 82
- Wendegreifersystem
- 83
- Bogenhaltesystem, Greifersystem
- 84
- Bogenhaltesystem, Saugersystem
- 85
- -
- 86
- Aufladungseinrichtung
- 87
- Mantelfläche (34; 61)
- 88
- Elektrodeneinheit
- 89
- Ladungskernzone, Bereich
- 90
- -
- 91
- Zylinderballen (34; 62)
- 92
- Zylindermantelfläche (34; 62)
- 93
- Elektrode
- 94
- Abstand, minimal, erster
- 95
- -
- 96
- Abstand, minimal, zweiter
- 97
- Inspektionssystem
- 98
- Inspektionszone
- 99
- Kamera
- 100
- -
- 101
- Übergabestelle
- 102
- Halteelement, erstes, Rastelement, mechanisch
- 103
- Halteelement, zweites, Rastelement, mechanisch
- 104
- Stelleinrichtung
- 105
- -
- 106
- Stellantrieb, Stellantrieb, Linearantrieb, Pneumatikzylinder, Hydraulikzylinder, elektrisch
- 107
- Wirkseite (88)
- 108
- Nadel (93)
- 109
- Führung
- 110
- -
- 111
- Lagerelement, Gleitstein
- 112
- Kohlebürste
- 113
- Erdungseinrichtung
- 114
- Schwenkachse
- 115
- -
- 116
- Hebelarm
- 117
- Federelement
- 118
- Schleifring
- 119
- Gehäuse (88)
- 120
- -
- 121
- Gelenk, erstes
- 122
- Gelenk, zweites
- 123
- Gelenkwinkel, erster
- 124
- Lagesensor, Näherungsschalter
- 125
- -
- 126
- Probekörper, Gewindestift
- B
- Substrat, Bedruckstoff, Bogen
- E
- Elektrodenschwenkachse
- F
- Kraft, Rückführkraft
- K
- Kraft, Ausweichkraft
- R
- Rotationsrichtung
Claims (15)
- Bogenrotationsdruckmaschine, wobei die Bogenrotationsdruckmaschine zumindest ein Beschichtungswerk (05; 06; 07) aufweist, das zumindest einen Gegendruckzylinder (34; 61) und zumindest einen mit dem Gegendruckzylinder (34; 61) eine Kontaktzone (55) bildenden und als Übertragungszylinder (33) oder Lackformzylinder (63) ausgebildeten weiteren Zylinder (33; 63) aufweist und wobei das Beschichtungswerk (05; 06; 07) zumindest eine Aufladungseinrichtung (86) zum elektrostatischen Fixieren von Bogen (B) an dem Gegendruckzylinder (34; 61) aufweist, die zumindest eine auf eine Mantelfläche (87) des Gegendruckzylinders (34; 61) ausgerichtete und/oder ausrichtbare Elektrodeneinheit (88) aufweist und wobei eine Ladungskernzone (89) ein der zumindest einen Elektrodeneinheit (88) nächster Bereich (89) einer einen Zylinderballen (91) des Gegendruckzylinders (34; 61) einhüllenden Zylindermantelfläche (92) ist und wobei die Ladungskernzone (89) in Rotationsrichtung (R) des Gegendruckzylinders (34; 61) gesehen nach der Kontaktzone (55) und vor einer von dem Gegendruckzylinder (34; 61) weg führenden Übergabestelle (101) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Elektrode (93) der zumindest einen Elektrodeneinheit (88) einen minimalen ersten Abstand (94) von dem Gegendruckzylinder (34; 61) aufweist, der zumindest 4 mm beträgt und der höchstens 13 mm beträgt und dass die zumindest eine Elektrode (93) der zumindest einen Elektrodeneinheit (88) einen minimalen zweiten Abstand (96) von dem weiteren Zylinder (33; 63) aufweist, der zumindest 4 mm beträgt und der höchstens 35 mm beträgt.
- Bogenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dem Beschichtungswerk (05; 06; 07) zumindest ein Inspektionssystem (97) zugeordnet ist, das eine auf eine dem Gegendruckzylinder (34; 61) zugeordnete Inspektionszone (98) ausgerichtet angeordnete Kamera (99) aufweist und dass die Inspektionszone (98) in Rotationsrichtung (R) des Gegendruckzylinders (34; 61) gesehen nach der Kontaktzone (55) und vor der von dem Gegendruckzylinder (34; 61) weg führenden Übergabestelle (101) angeordnet ist.
- Bogenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ladungskernzone (89) in Rotationsrichtung (R) des Gegendruckzylinders (34; 61) gesehen vor der Inspektionszone (98) angeordnet ist.
- Bogenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 1 oder 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der minimale erste Abstand (94) zumindest 5 mm oder zumindest 7 mm oder zumindest 9 mm beträgt.
- Bogenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 1 oder 2 oder 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der minimale erste Abstand (94) höchstens 12 mm oder höchstens 11 mm beträgt.
- Bogenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 1 oder 2 oder 3 oder 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet, dass der minimale zweite Abstand (96) zumindest 5 mm oder zumindest 7 mm oder zumindest 9 mm beträgt. - Bogenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 1 oder 2 oder 3 oder 4 oder 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der minimale zweite Abstand (96) höchstens 30 mm oder höchstens 20 mm oder höchstens 15 mm oder höchstens 12 mm beträgt.
- Bogenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 1 oder 2 oder 3 oder 4 oder 5 oder 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine betriebsmäßig angelegte und/oder anlegbare Arbeitsspannung der Elektrodeneinheit (88) zumindest 2 kV beträgt.
- Bogenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 1 oder 2 oder 3 oder 4 oder 5 oder 6 oder 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine betriebsmäßig angelegte und/oder anlegbare Arbeitsspannung der Elektrodeneinheit (88) höchstens 20 kV beträgt.
- Bogenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 1 oder 2 oder 3 oder 4 oder 5 oder 6 oder 7 oder 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Aufladungseinrichtung (86) schaltungstechnisch mit einer übergeordneten Maschinensteuerung der Bogenrotationsdruckmaschine verbunden ist.
- Bogenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Aufladungseinrichtung (86) schaltungstechnisch derart mit der übergeordneten Maschinensteuerung der Bogenrotationsdruckmaschine verbunden ist, dass die betriebsmäßig vorgesehene Arbeitsspannung nur bei aktiviertem Bogenlauf an der zumindest einen Elektrode (93) anliegt.
- Bogenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Aufladungseinrichtung (86) schaltungstechnisch derart mit der übergeordneten Maschinensteuerung der Bogenrotationsdruckmaschine verbunden ist, dass diese Aufladungseinrichtung (86) betreffende Einstellungen über ein Bedienelement der Bogenrotationsdruckmaschine vorgenommen werden können.
- Bogenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 1 oder 2 oder 3 oder 4 oder 5 oder 6 oder 7 oder 8 oder 9 oder 10 oder 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Gegendruckzylinder (34; 61) über zumindest eine Kohlebürste (112) geerdet ist.
- Bogenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 1 oder 2 oder 3 oder 4 oder 5 oder 6 oder 7 oder 8 oder 9 oder 10 oder 11 oder 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Elektrodeneinheit (88) zwischen zumindest zwei Lagen bewegbar angeordnet ist und dass eine der zumindest zwei Lagen eine Arbeitslage ist und eine andere der zumindest zwei Lagen eine Abstelllage ist und dass zumindest ein erstes Halteelement (102) zum Halten der Elektrodeneinheit (88) in der Arbeitslage angeordnet ist.
- Bogenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass unter einer Ausweichkraft (K) eine Kraft (K) zu verstehen ist, die von der zumindest einen Elektrodeneinheit (88) auf dieses zumindest eine erste Halteelement (102) direkt oder indirekt ausgeübt wird und dass das zumindest eine erste Halteelement (102) eine durch eine solche Ausweichkraft bewirkte Bewegung der zumindest einen Elektrodeneinheit (88) aus der Arbeitslage heraus nur zulässt, wenn diese Ausweichkraft einen ersten Schwellwert überschreitet.
Applications Claiming Priority (2)
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