HK31297A - Process for improving the corrosion resistance of nitrocarbonized steel components - Google Patents

Process for improving the corrosion resistance of nitrocarbonized steel components

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HK31297A
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Christ Dr Ulrich
Wahl Ing Georg
Kunst Dr Helmut
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Durferrit Gmbh Thermotechnik
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    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23CCOATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL BY DIFFUSION INTO THE SURFACE, BY CHEMICAL CONVERSION OR SUBSTITUTION; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL
    • C23C8/00Solid state diffusion of only non-metal elements into metallic material surfaces; Chemical surface treatment of metallic material by reaction of the surface with a reactive gas, leaving reaction products of surface material in the coating, e.g. conversion coatings, passivation of metals
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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verbesserung der Korrosionsbeständigkeit nitrocarburierter Bauteile aus Eisenwerkstoffen, die nach der Nitrocarburierung einer oder mehrerer Oxidationsbehandlung in einem oxidierenden Salzbad oder mit Wasserdampf bei 500 bis 580° C und gegebenenfalls einer mechanischen Bearbeitung unterworfen sind, durch Überziehen mit einer dünnen Schicht eines organischen Materials.
Die Korrosionsbeständigkeit von Bauteilen aus Eisenwerkstoffen, die nitrocarburiert und von der Nitrocarburiertemperatur in Wasser oder in Öl abgeschreckt wurden, ist gegenüber dem unbehandelten Zustand erheblich verbessert. Dabei ist es unerheblich, ob die Nitrocarburierbehandlung im Salzbad, im Gas oder im Plasma durchgeführt worden ist.
Eine weitere Steigerung der Korrosionsbeständigkeit kann erzielt werden, wenn im Anschluß an das Nitrocarburieren eine Oxidationsbehandlung erfolgt. Das kann geschehen durch eine Wasserdampfbehandlung im Temperaturbereich 500 bis 580° C. Die Oxidation im Anschluß an das Nitrocarburieren kann außerdem in einem oxidierenden Salzbad durchgeführt werden, wie dies beispielsweise in der DE-PS 29 34 113 beschrieben ist.
Wird die Nitrocarburierung im Salzbad durchgeführt, so wird man den Oxidationsvorgang sofort anschließen, d.h. die Bauteile ohne Zwischenabkühlung direkt vom Nitrocarburier- in das Oxidationssalzbad umhängen. Wird dagegen im Gas oder im Plasma nitrocarburiert, muß im allgemeinen zunächst auf Raumtemperatur abgekühlt und die Oxidation anschließend durch Einhängen in das Salzbad bewirkt werden. Zwar resultiert auch bei dieser Verfahrensweise eine erhebliche Steigerung der Korrosionsbeständigkeit, sie ist aber geringer als bei Salzbadnitrocarburierung mit direkter Oxidation im Salzbad ohne Zwischenkühlung.
Eine weitere Steigerung der Korrosionsbeständigkeit ist möglich, wenn im Anschluß an die Oxidationsbehandlung eine mechanische Oberflächenbearbeitung (z.B. Polieren, Läppen, Gleitschleifen) und eine nochmalige Oxidation erfolgt. Die mit dieser Arbeitsweise erzielten Werte der Korrosionsbeständigkeit (z.B. im Salzsprühtest) sind vergleichbar mit denen qualitativ erstklassiger galvanischer Schichten oder besser als diese.
Aus der EP-PS 0 077 627 ist ein Verfahren bekannt, nitrocarburierte Bauteile aus Eisenwerkstoffen mit einer Oxidschicht zu versehen und sie dann abzuschrecken. Anschließend können die Bauteile mit einem dünnen Wachsüberzug ausgestattet werden. Dieser Wachsfilm bringt in der Praxis allerdings keinen nennenswerten Zuwachs an Korrosionsbeständigkeit.
Aus der EP-A-0 053 521 sind Maschinenelemente bekannt, die auf einer nicht nachbehandelten Carbonitridschicht eine Schutzschicht aus Kunststoffen oder Harzen tragen, die in der porösen Carbonitridschicht verankert ist. Diese Schutzschicht dient zur Verbesserung der Korrosionsbeständigkeit und zur Verringerung der Reibung. Über die Dicke dieser Schutzschicht und über deren thermischen Behandlung werden keine Angaben gemacht.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Verbesserung der Korrosionsbeständigkeit nitrocarburierter Bauteile aus Eisenwerkstoffen, die nach der Nitrocarburierung einer oder mehrerer Oxidationsbehandlung in einem oxidierenden Salzbad oder mit Wasserdampf bei 500 bis 580° C und gegebenenfalls einer mechanischen Bearbeitung unterworfen sind, durch Überziehen mit einer dünnen Schicht eines organischen Materials, wobei die vorbehandelten Bauteile in eine 1-40%-ige Lösung eines aushärtbaren Kunstharzes in Wasser und/oder organischen Lösungsmitteln eingetaucht und anschließend 2 bis 30 Minuten bei 80 bis 200° C wärmebehandelt werden, wobei die Konzentration der Lösung so gewählt werden muß, daß eine Kunstharzschicht von 0,2 bis 5 µm Dicke entsteht.
Vorzugsweise verwendet man eine Lösung, die 5 bis 25 Gew.% eines wärmeaushärtbaren Kunstharzes enthält. Neben Epoxidharzen, Melaminharzen, Polyesterharzen und Polyurethanharzen haben sich für diesen Anwendungszweck Alkydharze, Acrylatharze und Phenolharze als am geeignetsten erwiesen. Die Temperatur und die Zeit der Wärmebehandlung ist von der Art des verwendeten Kunstharzes abhängig. Die Kunstharze können dabei in reiner oder modifizierter Form angewendet werden. Die Konzentration der Lösung muß so gewählt werden, daß eine Kunstharzschicht mit einer Dicke von 0,2 bis 5 µm entsteht.
Durch die erfindungsgemäße Nachbehandlung der vorbehandelten Bauteile wird deren Korrosionsbeständigkeit überraschenderweise ganz erheblich gesteigert. Es werden Werte erreicht, die weit über die reine Schutzwirkung einer so dünnen dünnen Kunstharzschicht hinausgehen. So wird die Korrosionsbeständigkeit im Salzsprühtest nach DIN 50021 um das mehrfache gesteigert. Selbst nach 3000 Stunden zeigen mehrere Proben im Salzsprühtest keinen Korrosionsangriff (siehe Tabelle). Die Dauerfestigkeit und der Verschleißwiderstand des Bauteils bleiben dabei erhalten, die Farbe wird nicht verändert. Durch die Nachbehandlung wird auch die Oberflächenrauhigkeit vermindert. Das ist im allgemeinen erwünscht, kann aber in Einzelfällen auch unerwünscht sein (veränderte Gleiteigenschaften, Ölhaftung). Durch Verwendung geeigneter Zusätze zum Tauchbad für die Nachbehandlung kann die Rauhtiefe innerhalb weiter Grenzen verändert werden. Als Zusatzstoff kommt z.B. hochdisperse Kieselsäure infrage.
Folgende Beispiele sollen das erfindungsgemäße Verfahren näher erläutern: Dabei wurden Proben aus dem Stahl Ck35 mit den Abmessungen 10 mm Durchmesser und einer Länge von 150 mm verwendet. Aus Gründen der statistischen Sicherung wurden pro Test 10 Proben verwendet, die völlig gleichartig behandelt wurden, und zwar jeweils gleichzeitig in einer Charge. Als Korrosionsprüfung diente der Salzsprühtest nach DIN50021, Ausfallkriterium war der erste sichtbare Korrosionspunkt. In der nachstehenden Tabelle ist jeweils der Mittelwert der zehn Proben, die Standardabweichung und der niedrigste und höchste Wert angegeben. Die Prüfung wurde generell nach 3000 Stunden abgebrochen. Proben, die sich nach diesem Zeitpunkt noch korrosionsfrei im Test befanden, wurden bei der Berechnung von Mittelwert und Standardabweichung mit 3000 Stunden angenommen.
  • 1. Die Bauteile wurden ohne Nitrocarburierbehandlung und ohne organischen Überzug dem Salzsprühtest unterzogen.
  • 2. Die nicht vorbehandelten Bauteile wurden 1 Minute in die wässrige Lösung eines Alkydharzes getaucht, 10 Minuten bei 80° getrocknet und 10 Minuten bei 160° C behandelt. Die Alkydharzlösung bestand aus 25 Gewichtsteilen eines epoxidharzmodifizierten Alkydharzes in 280 Gewichtsteilen eines Wasser-Methoxipropoxipropanolgemisches (Verhältnis 20:1).
  • 3. Die nicht vorbehandelten Bauteile wurden 2 Minuten in eine Acrylatharzlösung getaucht, 30 Minuten bei 80° C getrocknet und 10 Minuten bei 100° C behandelt. Die Acrylatharzlösung bestand aus 10 Gewichtsteilen eines Acrylatharzes mit 1,4 % OH-Gruppen in 200 Gewichtsteilen Xylol-Butylacetat (Verhältnis 8:2).
  • 4. Die nicht vorbehandelten Bauteile wurden 5 Minuten in eine Phenolharzlösung aus 10 Gewichtsteilen eines Phenolharzes und 200 Gewichtsteilen Toluol getaucht, 10 Minuten bei 80° C getrocknet und 30 Minuten bei 180° C behandelt.
  • 5. Die Bauteile wurden 90 Minuten bei 580° C in einem Salzbad (37 % Cyanat, 1,3 % Cyanid, Rest Carbonat und Kationen) nitrocarburiert, nach dem Abkühlen 10 Minuten bei 370° C in einem Salzbad aus Alkalihydroxid mit 10 % Natriumnitrat oxidiert und in Wasser von 20° C abgeschreckt.
  • 6. Die nach Beispiel 5 nitrocarburierten Bauteile wurden nach Beispiel 2 in eine Alkydharzlösung getaucht und nachbehandelt.
  • 7. Die nach Beispiel 5 nitrocarburierten Bauteile wurden nach Beispiel 3 in eine Acrylatharzlösung getaucht und nachbehandelt.
  • 8. Die nach Beispiel 5 nitrocarburierten Bauteile wurden nach Beispiel 4 in eine Phenolharzlösung getaucht und nachbehandelt.
  • 9. Die Bauteile wurden wie in Beispiel 5 nitrocarburiert und oxidiert, anschließend durch Gleitschleifen mechanisch bearbeitet und nochmals 10 Minuten im Salzbad oxidiert und in Wasser von 20° C abgeschreckt.
  • 10.Die nach Beispiel 9 vorbehandelten Bauteile wurden nach Beispiel 2 in eine Alkydharzlösung getaucht und nachbehandelt.
  • 11.Die nach Beispiel 9 vorbehandelten Bauteile wurden in Beispiel 3 in eine Acrylatharzlösung getaucht und nachbehandlet.
  • 12.Die nach Beispiel 9 vorbehandelten Bauteile wurden nach Beispiel 4 in eine Phenolharzlösung getaucht und nachbehandelt.
  • 13.Die Bauteile wurden bei 580° in Gas (120 Minuten in einem Gasgemisch aus je 50 Vol.% Ammoniak und Exogas und 60 Minuten in einem Gasgemisch aus je 50 Vol.% Ammoniak und Endogas) nitrocarburiert. Das Abkühlen erfolgte in Reinststickstoff. Danach wurde 60 Minuten bei 550° C in Wasserdampf oxidiert und langsam abgekühlt.
  • 14.Die nach Beispiel 13 nitrocarburierten und oxidierten Bauteile wurden nach Beispiel 2 in eine Alkydharzlösung getaucht und nachbehandelt.
  • 15.Die nach Beispiel 13 vorbehandelten Bauteile wurden nach Beispiel 3 in eine Acrylatharzlösung getaucht und nachbehandelt.
  • 16.Die nach Beipiel 13 vorbehandelten Bauteile wurden nach Beispiel 4 in eine Phenolharzlösung getaucht und nachbehandelt.
Tabelle
Beispiel Nr. Mittelwert Standardabweichung niedrigster höchster Proben noch im Test (>3000h)
Wert Wert
1 4 1 3 6
2 20 3 16 24
3 25 5 20 32
4 17 5 12 24
5 331 234 144 744
6 >2002 758 1008 3000 3
7 >1654 717 912 3000 1
8 >1912 742 960 3000 2
9 379 176 288 864 -
10 >2900 213 2496 3000 8
11 >2189 368 1992 3000 1
12 >2652 378 2160 3000 5
13 185 20 168 216 -
14 1386 595 888 2616 -
15 >2033 601 936 3000 3
16 1660 675 1008 2784
Das Zeichen ">" bedeutet, daß der wahre Mittelwert höher liegt.

Claims (3)

  1. Verfahren zur Verbesserung der Korrosionsbeständigkeit nitrocarburierter Bauteile aus Eisenwerkstoffen, die nach der Nitrocarburierung einer oder mehrerer Oxidationsbehandlung in einem oxidierenden Salzbad oder mit Wasserdampf bei 500 bis 580° C und gegebenenfalls einer mechanischen Bearbeitung unterworfen sind, durch Überziehen mit einer dünnen Schicht eines organischen Materials, wobei die vorbehandelten Bauteile in eine 1 bis 40-%ige Lösung eines aushärtbaren Kunstharzes in Wasser und/oder organischen Lösungsmitteln eingetaucht und anschließend 2 bis 30 Minuten bei 80 bis 200° C wärmebehandelt werden, wobei die Konzentration der Lösung so gewählt werden muß, daß eine Kunstharzschicht von 0,2 bis 5 µm Dicke entsteht.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lösung 5 bis 25 Gew.% eines wärmeaushärtbaren Kunstharzes enthält.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Kunstharz Alkydharze, Acrylharze und Phenolharze verwendet werden.
HK31297A 1990-08-27 1997-03-13 Process for improving the corrosion resistance of nitrocarbonized steel components HK31297A (en)

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