LU103374B1 - Hubvorrichtung und verfahren zum hub von selbstklettersystemen zum errichten von bauwerken - Google Patents
Hubvorrichtung und verfahren zum hub von selbstklettersystemen zum errichten von bauwerkenInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Hubvorrichtung zum Hub von Selbstklettersystemen zum Errichten von Bauwerken umfassend eine Differenzialgewindespindel, wobei die Differenzialgewindespindel einen ersten Gewindeabschnitt mit einer ersten Gewindesteigung und einen zweiten Gewindeabschnitt mit einer zweiten Gewindesteigung aufweist, wobei die erste Gewindesteigung und die zweite Gewindesteigung unterschiedlich sind; einen ersten Kletterschuh mit einer ersten Gewindemutter und einen zweiten Kletterschuh mit einer zweiten Gewindemutter, wobei die erste Gewindemutter in dem ersten Kletterschuh und die zweite Gewindemutter in dem zweiten Kletterschuh jeweils verdrehfest gelagert sind und jeweils ein Innengewinde aufweisen, wobei die Innengewinde der ersten und der zweiten Gewindemutter in der Weise ausgebildet sind, dass der erste Gewindeabschnitt und der zweite Gewindeabschnitt jeweils in der ersten und in der zweiten Gewindemutter schraubbar sind, um eine rotatorische Bewegung der Differenzialgewindespindel in eine translatorische Bewegung der Hubvorrichtung umzuwandeln; und einen Antrieb, wobei der Antrieb mit einem der beiden Enden der Differenzialgewindespindel vebindbar ist und dazu eingerichtet ist, die Hubvorrichtung durch Rotation der Differenzialgewindespindel anzutreiben. Des Weiteren betrifft die Erfindung einen Kletterschuh für Hubvorrichtungen im Baubereich, ein Selbstklettersystem sowie ein Verfahren zum Hub eines Selbstklettersystem.
Description
Doka GmbH 5. September 2024 120580P120LU
LU103374
HUBVORRICHTUNG UND VERFAHREN ZUM HUB VON
SELBSTKLETTERSYSTEMEN ZUM ERRICHTEN VON BAUWERKEN
[0001] Die Erfindung betrifft eine Hubvorrichtung zum Hub von Selbstklettersystemen zum
Errichten von Bauwerken umfassend eine Differenzialgewindespindel, wobei die
Differenzialgewindespindel einen ersten Gewindeabschnitt mit einer ersten Gewindesteigung und einen zweiten Gewindeabschnitt mit einer zweiten Gewindesteigung aufweist, wobei die erste Gewindesteigung und die zweite Gewindesteigung unterschiedlich sind; einen ersten
Kletterschuh mit einer ersten Gewindemutter und einen zweiten Kletterschuh mit einer zweiten
Gewindemutter, wobei die erste Gewindemutter und die zweite Gewindemutter jeweils ein
Innengewinde aufweisen, welches in der Weise ausgebildet ist, dass der erste
Gewindeabschnitt und der zweite Gewindeabschnitt jeweils in der ersten und in der zweiten
Gewindemutter = schraubbar sind, um eine rotatorische Bewegung der
Differenzialgewindespindel in eine translatorische Bewegung der Hubvorrichtung umzuwandeln; und einen Antrieb, wobei der Antrieb mit einem der beiden Enden der
Differenzialgewindespindel vebindbar ist und dazu eingerichtet ist, die Hubvorrichtung durch
Rotation der Differenzialgewindespindel anzutreiben. Des Weiteren betrifft die Erfindung einen
Kletterschuh für Hubvorrichtungen im Baubereich, ein Selbstklettersystem sowie ein Verfahren zum Hub eines Selbstklettersystems.
[0002] Beim Bau von turmartigen Bauwerken, wie beispielsweise Hochhauswänden,
Brückenpfeilern, Türmen oder Staudämmen, kommt es häufig zum Einsatz von
Selbstklettersystemen. Für ein Umsetzen von einem Bauwerkabschnitt in einen nächsthôhergelegenen Bauwerkabschnitt ist bei diesen gegenüber konventionellen
Klettersystemen kein Kran erforderlich. Stattdessen werden Selbstklettersysteme mithilfe einer am entsprechenden Bauwerk montierten Hubvorrichtung in vertikaler Richtung entlang des Bauwerks emporgehoben, d.h. die Selbstklettersysteme „klettern“ entlang einer
Bauwerkswand und werden auf diese Weise umgesetzt.
[0003] Hubvorrichtungen für Selbstklettersysteme des Stands der Technik weisen in der
Regel Kletterschienen, die das Selbstklettersystem am Bauwerk entlangführen, Kletterschuhe, die an Verankerungselementen im Bauwerk befestigt werden, an denen die Kletterschienen befestigt werden und in die das Selbstklettersystem zur Befestigung am Bauwerk eingehängt werden, sowie einen, meist hydraulischen, Kletterantrieb auf. Um das Selbstklettersystem von einem unteren Bauwerkabschnitt in einen nächsthöhergelegenen Bauwerkabschnitt zu heben, muss in der Regel die Befestigung des Selbstklettersystems am unteren Kletterschuh, welcher -1-
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Kletterantrieb angehoben werden und in den nächsthôhergelegenen Kletterschuh des nächsthôhergelegenen Bauwerkabschnitts eingehängt und dort befestigt werden. Die
Lastumlagerung vom unteren Kletterschuh auf den nächsthôhergelegenen Kletterschuh erfolgt somit immer manuell durch das Lösen aus dem unteren Kletterschuh und das
Einhangen in und Befestigen am nächsthôhergelegenen Kletterschuh. Konstruktionsbedingt ermôglichen derartige Hubvorrichtungen nur ein stufenweises, d.h. diskontinuierliches,
Klettern von Selbstklettersystemen, von einem Kletterschuh zum nächsten Kletterschuh.
[0004] Aus dem Stand der Technik sind Hubvorrichtungen zum Hub von
Selbstklettersystemen auf Basis von Gewindespindeln bekannt.
[0005] Das Dokument DE 3318023 A1 betrifft eine Hubvorrichtung für Kletterschalungen vornehmlich für turmartige Betonbauwerke zum abschnittsweisen Klettern einer rund um das turmartige Bauwerk angeordneten Schalung bzw. wandartige Betonbauwerke mit Innen- und
AuBenschalung dadurch gekennzeichnet, dass die Schalungsträger mit der Schalung durch z.B. Gewindespindeln (Zahnstangen oder ähnlichen Vorrichtungen), die mit einem auf dem turmartigen Bauwerk aufliegenden Stahlrahmen bzw. bei wandartigen Bauwerken über einen mit dem Stahlrahmen fest verbundenen Stahlschuh, der mit dem wandartigen Bauwerk über
Spindeln oder andere geeignete Vorrichtungen verklemmt wird, beweglich verbunden ist, mechanisch synchron vertikal bewegt werden.
[0006] Das Dokument US 4 630 749 A betrifft eine Hebevorrichtung für
Wandkletterschalungen zum Handhaben von inneren und äußeren Schalungseinheiten beim aufeinanderfolgenden Gießen von horizontalen Platten einer Betonwandstruktur, umfassend: (a) eine Rahmeneinrichtung mit einer darauf montierten AuBenschalungseinheit, (b) einen rohrfôrmigen Mast, der beweglich auf der Rahmeneinrichtung für eine relative Auf- und
Abwärtsbewegung gelagert ist, wobei der Mast einen oberen Abschnitt und einen unteren
Abschnitt aufweist, (c) eine reversible Kraftübertragungseinrichtung innerhalb des oberen
Abschnitts des Mastes, die eine drehbare Antriebseinrichtung und eine linear bewegliche angetriebene Einheit umfasst, (d) eine Einrichtung, die die angetriebene Einheit lösbar mit der
Rahmeneinrichtung verbindet, (e) wobei die Kraftübertragungseinrichtung, wenn die angetriebene Einheit lösbar mit der Rahmeneinrichtung verbunden ist und die äußere
Schalungseinheit und die innere Schalungseinheit an der Wandstruktur angebracht und mit dieser verbunden sind, in einer Richtung gedreht wird, um den Mastabschnitt relativ zu der
Rahmeneinrichtung nach oben zu bewegen, und, wenn der untere Mastabschnitt an der -2-
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Wandstruktur befestigt ist und die angetriebene Einheit von der Rahmeneinrichtung gelôst ist, in umgekehrten Richtungen gedreht wird, um die angetriebene Einheit innerhalb des oberen
Mastabschnitts linear nach oben und unten zu bewegen, (f) einen Ausleger an dem oberen
Mastabschnitt mit einer Hubeinrichtung für die innere Schalungseinheit, und (g) eine
Einrichtung zum Betätigen der Hubeinrichtung als Reaktion auf die Auf- und Abwärtsbewegung der angetriebenen Einheit relativ zu der Rahmeneinrichtung.
[0007] Das Dokument CN 120294803 A betrifft ein auf einem Pfeilerkôrper montiertes, leichtgewichtiges, schraubengetragenes Kletterschalungssystem, dadurch gekennzeichnet, dass es umfasst: ein Klettergerüst mit einem vertikal angeordneten ersten vertikalen Rahmen, einem horizontal angeordneten horizontalen Rahmen, eine horizontal angeordnete erste
Arbeitsplattform und eine Vielzahl von schräg angeordneten ersten Diagonalstreben; wobei der erste vertikale Rahmen durch ein Verbindungselement hindurchgeht, das abnehmbar mit dem Pfeilerkörper verbunden ist, wobei ein Ende des horizontalen Rahmens mit dem oberen
Ende des ersten vertikalen Rahmens verbunden ist, wobei die erste Arbeitsplattform am oberen Ende des horizontalen Rahmens angeordnet ist und wobei die Mehrzahl der ersten
Diagonalstreben nebeneinander angeordnet ist, wobei jeweils zwei Enden der ersten
Diagonalstreben mit einem Boden des horizontalen Rahmens bzw. einem unteren Ende des ersten vertikalen Rahmens verbunden sind; eine bewegliche Schalungsstütze, die einen vertikal angeordnetem zweiten vertikalen Rahmen und einen Rückstellmechanismus umfasst, wobei der zweite vertikale Rahmen mittels des Rückstellmechanismus an der Oberseite der ersten Arbeitsplattform angebracht ist und der zweite vertikale Rahmen mittels des
Rückstellmechanismus in der Lage ist, sich horizontal in Richtung des Pfeilerkörpers vorzuschieben oder horizontal zurückzuziehen; eine Schalung, die auf einer dem Pfeilerkörper abgewandten Seite vertikal angeordnet und mit dem zweiten Vertikalrahmen verbunden ist; und eine Klettervorrichtung, die eine Vielzahl von Sätzen von
Schraubenantriebsmechanismen, einen Motor und einen Verbindungsmechanismus umfasst, wobei jeder Satz der Schraubenantriebsmechanismen eine Befestigungsbasis, eine vertikal angeordnete Schraube und ein Schneckengetriebe umfasst, wobei die Befestigungsbasis abnehmbar an dem Pfeilerkörper angebracht ist, wobei die Schraube abnehmbar mit der
Befestigungsbasis verbunden ist, wobei die Befestigungsbasis die Schraube befestigen kann und das Schneckengetriebe fest an der Unterseite des ersten vertikalen Rahmens angebracht und nahe einem Ende des Pfeilerkörpers angeordnet ist, wobei das Schneckengetriebe mit einer Schneckenradmutter versehen ist und die Schneckenradmutter auf die Schraube geschraubt ist; wobei eine Anzahl von Schneckengetrieben durch einen
Verbindungsmechanismus miteinander verbunden ist, wobei der Motor mit dem -3-
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Verbindungsmechanismus verbunden ist, sodass, wenn der Motor läuft, der
Verbindungsmechanismus in der Lage ist, eine Anzahl von Schneckengetrieben synchron anzutreiben.
[0008] Es ist eine Aufgabe der Erfindung, eine verbesserte Hubvorrichtung zum Hub von
Selbstklettersystemen zum Errichten von Bauwerken bereitzustellen. Insbesondere ist es eine
Aufgabe der Erfindung, eine Hubvorrichtung bereitzustellen, die einen kontinuierlichen Hub des Selbstklettersystems ermöglicht.
[0009] Diese Aufgabe wird durch die Lehre der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen werden in den Unteransprüchen beansprucht.
[0010] Ein erster Aspekt der Erfindung betrifft eine Hubvorrichtung zum Hub von
Selbstklettersystemen zum Errichten von Bauwerken umfassend: eine
Differenzialgewindespindel, wobei die Differenzialgewindespindel einen ersten
Gewindeabschnitt mit einer ersten Gewindesteigung und einen zweiten Gewindeabschnitt mit einer zweiten Gewindesteigung aufweist, wobei die erste Gewindesteigung und die zweite
Gewindesteigung unterschiedlich sind; einen ersten Kletterschuh mit einer ersten
Gewindemutter und einen zweiten Kletterschuh mit einer zweiten Gewindemutter, wobei die erste Gewindemutter in dem ersten Kletterschuh und die zweite Gewindemutter in dem zweiten Kletterschuh jeweils verdrehfest gelagert sind und jeweils ein Innengewinde aufweisen, wobei das Innengewinde der ersten Gewindemutter in der Weise ausgebildet ist, dass der erste Gewindeabschnitt und der zweite Gewindeabschnitt jeweils in der ersten
Gewindemutter schraubbar sind, und das Innengewinde der zweiten Gewindemutter in der
Weise ausgebildet ist, dass der erste Gewindeabschnitt und der zweite Gewindeabschnitt jeweils in der zweiten Gewindemutter schraubbar sind, um eine rotatorische Bewegung der
Differenzialgewindespindel in eine translatorische Bewegung der Hubvorrichtung umzuwandeln; und einen Antrieb, wobei der Antrieb mit einem der beiden Enden der
Differenzialgewindespindel vebindbar ist und dazu eingerichtet ist, die Hubvorrichtung durch
Rotation der Differenzialgewindespindel anzutreiben.
[0011] Ein zweiter Aspekt der Erfindung betrifft einen Kletterschuh für Hubvorrichtungen im
Baubereich, wobei der Kletterschuh eine Gewindemutter mit einem Innengewinde aufweist, wobei die Gewindemutter in wenigstens im Wesentlichen axialer Richtung in einen ersten
Gewindemutterteil und einen zweiten Gewindemutterteil teilbar ist, um von einem zusammengesetzten Zustand in einen geteilten Zustand überführt zu werden, wobei der erste -4-
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Gewindemutterteil ein Teilgewinde des Innengewindes aufweist, und wobei der zweite
Gewindemutterteil ein Teilgewinde des Innengewindes aufweist.
[0012] Ein dritter Aspekt der Erfindung betrifft ein Selbstklettersystem zum Errichten von _ Bauwerken, eine Hubvorrichtung gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung aufweisend, wobei der Antrieb vorzugsweise mit dem einen Ende des zweiten Gewindeabschnitts der
Differenzialgewindespindel verbindbar ist, und wobei bei bestimmungsgemäßem Gebrauch der Hubvorrichtung der erste Gewindeabschnitt in vertikaler Richtung oberhalb des zweiten
Gewindeabschnitts liegt.
[0013] Ein vierter Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zum Hub eines
Selbstklettersystems zum Errichten von Bauwerken mit einer Hubvorrichtung gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung, folgende Arbeitsschritte aufweisend: Anheben des
Selbstklettersystem über die Hubvorrichtung durch Rotation der Differenzialgewindespindel durch den Antrieb, wobei der erste Gewindeabschnitt der Differenzialgewindespindel in die zweite Gewindemutter des zweiten Kletterschuhs, welcher an einem zweiten
Verankerungselements eines Bauwerksabschnitts B montiert ist, eingeschraubt wird und wobei danach der zweite Gewindeabschnitt der Differenzialgewindespindel in die erste
Gewindemutter des ersten Kletterschuhs, welcher an einem ersten Verankerungselements eines dem Bauwerksabschnitt B benachbarten Bauwerksabschnitt A montiert ist, eingeschraubt wird; Demontieren, sobald eine Lastumlagerung von dem ersten Kletterschuh auf den zweiten Kletterschuh erfolgt, vorzugsweise sobald die erste Gewindemutter des ersten
Kletterschuhs durch die Differenzialgewindespindel entlastet, ist, des ersten Kletterschuhs mit der ersten Gewindemutter von der Differenzialgewindespindel und dem ersten \Verankerungselement des Bauwerkabschnitts A; und Montieren eines, insbesondere des ersten, Kletterschuhs mit einer, insbesondere der ersten, Gewindemutter an einem dritten
Verankerungselement eines dem Bauwerksabschnitt B ebenfalls benachbarten
Bauwerkabschnitts C, wobei der erste Bauwerksabschnitt A und der dritte Bauwerksabschnitt
C Jeweils in axialer Richtung der Differenzialgewindespindel an den zweiten
Bauwerksabschnitt B angrenzen.
[0014] Selbstklettersysteme im Sinne der Erfindung sind vorzugsweise kranunabhängige
Einrichtungen, die beim Errichten von Bauwerken, insbesondere von turmartigen Bauwerken, zum Einsatz kommen und vorzugsweise in vertikaler Richtung entlang des Bauwerks mithilfe einer am Bauwerk montierten Hubvorrichtung emporgehoben werden, d.h. entlang der
Bauwerkswand „klettern“. Selbstklettersysteme im Sinne der Erfindung können beispielsweise -5-
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Selbstkletterschalungssysteme zum Betonieren des Bauwerks, Schutzschildsysteme zum
Schutz von Baustellenpersonal, einer Fassade und/oder von Bauwerksteilen ohne Fassade, sowie selbstkletternde Fassadengerüste oder Plattformen sein.
Selbstkletterschalungssysteme werden in der Bauindustrie regelmäßig auch vereinfachend als
Kletterschalungssysteme bezeichnet, auch wenn dies nicht ganz zutreffend ist, da der Begriff
Kletterschalungssystem auch solche umfasst, welche nicht selbstkletternd ausgebildet sind.
Entsprechendes gilt für Selbstklettersysteme.
[0015] Schraubbar im Sinne der Erfindung bedeutet vorzugsweise, dass ein Außengewinde derart in ein Innengewinde eingreifen kann, dass, bei einer Fixierung des das Innengewinde aufweisenden Bauteils, eine rotatorische Bewegung des das Außengewinde aufweisenden
Bauteils zu einer translatorischen Bewegung des das Außengewinde aufweisenden Bauteils führt oder, dass, bei einer Fixierung des das Außengewinde aufweisenden Bauteils, eine rotatorische Bewegung des das Innengewinde aufweisenden Bauteils zu einer translatorischen Bewegung des das Innengewinde aufweisenden Bauteils führt.
[0016] Kletterschuhe im Sinne der Erfindung sind vorzugsweise dazu eingerichtet,
Hubvorrichtungen zum Hub von Selbstklettersystemen temporär über ein in einem Bauwerk eingebrachtes Verankerungselement an dem Bauwerk zu befestigen. Kletterschuhe bewegen sich vorzugsweise nicht mit der Hubvorrichtung, sondern werden, insbesondere manuell, an den Verankerungselementen montiert.
[0017] Selbsthemmend im Sinne der Erfindung bezeichnet vorzugsweise die Eigenschaft zweier aneinander liegender Körper durch einen durch Haftreibung verursachten Widerstand ein Verrutschen oder ein Verdrehen der beiden Körper gegeneinander zu verhindern.
[0018] Ein Selbstkletterschalungssystem im Sinne der Erfindung ist vorzugsweise ein kranunabhängiges Schalungssystem zum Betonieren von Bauwerksteilen, welches durch eine
Hubvorrichtung in den nächsthöheren Betonierabschnitt versetzt wird.
[0019] Ein Antrieb im Sinne der Erfindung kann als elektrischer, hydraulischer oder pneumatischer Antrieb ausgebildet sein und/oder auch manuell betätigbar sein.
[0020] Die Erfindung beruht auf dem Ansatz, dass, bedingt durch die unterschiedlichen
Gewindesteigungen der Gewindeabschnitte der Differenzialgewindespindel, eine automatische Entlastung der in dem ersten Kletterschuh gelagerten ersten Gewindemutter und -6-
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LU103374 eine automatische Belastung der in dem zweiten Kletterschuh gelagerten zweiten
Gewindemutter erfolgt, sobald sich, durch Rotation der Differenzialgewindespindel, der zweite
Gewindeabschnitt der Differenzialgewindespindel die in dem ersten Kletterschuh gelagerte erste Gewindemutter erreicht und weiter rotiert wird.
[0021] Vorzugsweise weist das Innengewinde der ersten Gewindemutter eine erste
Innengewindesteigung und das Innengewinde der zweiten Gewindemutter eine zweite
Innengewindesteigung auf, wobei die erste Innengewindesteigung und die zweite
Innengewindesteigung gleich sind.
[0022] Dadurch kann gewährleistet werden, dass die Differenzialgewindespindel in der ersten
Gewindemutter und in der zweiten Gewindemutter schraubbar ist und dass eine automatische
Lastumlagerung von der in dem ersten Kletterschuh gelagerten ersten Gewindemutter auf die in dem zweiten Kletterschuh gelagerte zweite Gewindemutter erfolgt, sobald sich, durch
Rotation der Differenzialgewindespindel, die in dem ersten Kletterschuh gelagerte erste
Gewindemutter im zweiten Gewindeabschnitt der Differenzialgewindespindel befindet.
[0023] Vorzugsweise weisen der erste Gewindemutterteil und der zweite Gewindemutterteil eine Passung auf, welche eine Position des ersten Gewindemutterteils und der zweiten
Gewindemutterteils im zusammengesetzten Zustand der Gewindemutter definiert.
[0024] Dies erleichtert es die Gewindemutter vom geteilten Zustand in den zusammengesetzten Zustand zu bringen. Zudem wird durch die Passung gewährleistet, dass der erste Gewindemutterteil und der zweite Gewindemutterteil in einer genau definierten
Position zusammengesetzt werden, sodass das Teilgewinde des ersten Gewindemutterteils zusammen mit dem Teilgewinde des zweiten Gewindemutterteils das Innengewinde der
Gewindemutter bilden.
[0025] Das Verfahren gemäß dem vierten Aspekt der Erfindung ermöglicht ein kontinuierliches
Anheben und Absenken eines Selbstklettersystems an einem Bauwerk. Da die Hubvorrichtung über die Gewindemuttern, in die die Differenzialgewindespindel eingeschraubt wird, getragen wird ist es zum Anheben des Selbstklettersystem von einem Bauwerkabschnitt in einen nächsthôhergelegenen Bauwerkabschnitt nicht erforderlich die Hubvorrichtung aus dem ersten Kletterschuh auszuhängen und in den zweiten Kletterschuh einzuhängen. Es ist somit nicht erforderlich das Selbstklettersystem über den gesamten Abstand zweier Aufhängstellen anzuheben, d.h. das Selbstklettersystem von Aufhängstelle zu Aufhängstelle umzusetzen. -7-
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Lediglich die Kletterschuhe mit den Gewindemuttern werden von einer Aufhängstelle demontiert und an einer nächsten Aufhängstelle montiert. Die Lastumlagerung von dem ersten
Kletterschuh auf den zweiten Kletterschuh erfolgt automatisch, sobald sich, durch Rotation der
Differenzialgewindespindel, die in dem ersten Kletterschuh gelagerte erste Gewindemutter im zweiten Gewindeabschnitt der Differenzialgewindespindel befindet. Somit kann die
Hubvorrichtung in jeder beliebigen Lage gestoppt werden und es kônnen Arbeiten am
Bauwerk, insbesondere Schalen, Betonieren, etc., durchgeführt werden.
[0026] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Hubvorrichtung gemäß dem ersten Aspekt der
Erfindung ist die erste Gewindesteigung größer als die zweite Gewindesteigung.
[0027] Dies führt dazu, dass, bei gleicher Gewindesteigung des Innengewindes der ersten
Gewindemutter und des Innengewindes der zweiten Gewindemutter, eine über die Länge der
Differenzialgewindespindel konstante Rotationsgeschwindigkeit der
Differenzialgewindespindel eine größere Translationsgeschwindigkeit des ersten
Gewindeabschnitts im Vergleich zum zweiten Gewindeabschnitt bewirkt. Dies hat eine
Lastumlagerung von der im ersten Kletterschuh gelagerten ersten Gewindemutter auf die im zweiten Kletterschuh gelagerten zweiten Gewindemutter zur Folge, sobald sich, durch
Rotation der Differenzialgewindespindel, die in dem ersten Kletterschuh gelagerte erste
Gewindemutter im zweiten Gewindeabschnitt der Differenzialgewindespindel befindet und die
Differenzialgewindespindel eine ausreichende Anzahl an Rotationen durchgeführt hat, dass die Lastumlagerung von dem ersten Kletterschuh auf den zweiten Kletterschuh erfolgt ist.
[0028] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Hubvorrichtung gemäß dem ersten
Aspekt der Erfindung weist ist die erste Gewindemutter in wenigstens im Wesentlichen axialer
Richtung in einen ersten Gewindemutterteil und einen zweiten Gewindemutterteil teilbar, um von einem zusammengesetzten Zustand, in welchem die erste Gewindemutter dazu eingerichtet ist, die Differenzialgewindespindel aufzunehmen, in einen geteilten Zustand, in welchem die erste Gewindemutter an beliebiger axialer Position der
Differenzialgewindespindel von der Differenzialgewindespindel abnehmbar ist, überführt zu werden, wobei der erste Gewindemutterteil der ersten Gewindemutter ein Teilgewinde des
Innengewindes der ersten Gewindemutter aufweist, und wobei der zweite Gewindemutterteil der ersten Gewindemutter ein Teilgewinde des Innengewindes der ersten Gewindemutter aufweist. Zudem ist die zweite Gewindemutter in wenigstens im Wesentlichen axialer Richtung in einen ersten Gewindemutterteil und einen zweiten Gewindemutterteil teilbar, um von einem zusammengesetzten Zustand, in welchem die zweite Gewindemutter dazu eingerichtet ist, die
Differenzialgewindespindel aufzunehmen, in einen geteilten Zustand, in welchem die zweite -8-
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Gewindemutter an beliebiger axialer Position der Differenzialgewindespindel von der
Differenzialgewindespindel abnehmbar ist, überführt zu werden, wobei der erste
Gewindemutterteil der zweiten Gewindemutter ein Teilgewinde des Innengewindes der zweiten Gewindemutter aufweist, und wobei der zweite Gewindemutterteil der zweiten
Gewindemutter ein Teilgewinde des Innengewindes der zweiten Gewindemutter aufweist.
[0029] Vorzugsweise weisen der erste Gewindemutterteil und der zweite Gewindemutterteil der ersten Gewindemutter eine Passung auf, welche eine Position des ersten
Gewindemutterteils und des zweiten Gewindemutterteils im zusammengesetzten Zustand der ersten Gewindemutter definiert. Vorzugweise weisen zudem der erste Gewindemutterteil und der zweite Gewindemutterteil der zweiten Gewindemutter eine Passung auf, welche eine
Position des ersten Gewindemutterteils und des zweiten Gewindemutterteils im zusammengesetzten Zustand der zweiten Gewindemutter definiert.
[0030] Dies erleichtert es die erste Gewindemutter und die zweite Gewindemutter vom geteilten Zustand in den zusammengesetzten Zustand zu bringen. Zudem wird durch die
Passung des ersten Gewindemutterteils und des zweiten Gewindemutterteils der ersten
Gewindemutter gewährleistet, dass der erste Gewindemutterteil und der zweite
Gewindemutterteil der ersten Gewindemutter in einer genau definierten Position zusammengesetzt werden, sodass das Teilgewinde des ersten Gewindemutterteils zusammen mit dem Teilgewinde des zweiten Gewindemutterteils das Innengewinde der ersten
Gewindemutter bilden. Ferner wird durch die Passung des ersten Gewindemutterteils und des zweiten Gewindemutterteils der zweiten Gewindemutter gewährleistet, dass der erste
Gewindemutterteil und der zweite Gewindemutterteil der zweiten Gewindemutter in einer genau definierten Position zusammengesetzt werden, sodass das Teilgewinde des ersten
Gewindemutterteils zusammen mit dem Teilgewinde des zweiten Gewindemutterteils das
Innengewinde der zweiten Gewindemutter bilden.
[0031] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Hubvorrichtung gemäß dem ersten
Aspekt der Erfindung weist die erste Gewindemutter an einer Stirnseite einen kugelförmigen
Abschnitt auf, wobei der erste Kletterschuh eine sphärische Auflagefläche aufweist, welcher mit dem kugelförmigen Abschnitt der ersten Gewindemutter ein Kugelgelenk ausbildet. Zudem weist die zweite Gewindemutter an einer Stirnseite einen kugelförmigen Abschnitt auf, wobei der zweite Kletterschuh eine sphärische Auflagefläche aufweist, welche mit dem kugelférmigen Abschnitt der zweiten Gewindemutter ein Kugelgelenk ausbildet. -9-
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[0032] Das zwischen der sphärischen Auflagefläche des ersten Kletterschuhs und dem kugelfôrmigen Abschnitt der ersten Gewindemutter ausgebildete Kugelgelenk ermöglicht eine zwängungsfreie Ausrichtung der ersten Gewindemutter entlang der
Differenzialgewindespindel. Das zwischen der sphärischen Auflagefläche des zweiten
Kletterschuhs und dem kugelférmigen Abschnitt der zweiten Gewindemutter ausgebildete
Kugelgelenk ermöglicht eine zwängungsfreie Ausrichtung der zweiten Gewindemutter entlang der Differenzialgewindespindel.
[0033] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Hubvorrichtung gemäß dem ersten
Aspekt der Erfindung weist der erste Kletterschuh eine Sacklochbohrung zur Lagerung der ersten Gewindemutter und eine erste Öffnung in axialer Richtung der Sacklochbohrung auf, durch welche vorzugsweise die erste Gewindemutter hindurchführbar ist. Zudem weist der zweite Kletterschuh eine Sacklochbohrung zur Lagerung der zweiten Gewindemutter und eine erste Öffnung in axialer Richtung der Sacklochbohrung auf, durch welche vorzugsweise die zweite Gewindemutter hindurchführbar ist.
[0034] Durch die erste Öffnung in axialer Richtung der Sacklochbohrung des ersten
Kletterschuhs ist es möglich, die erste Gewindemutter durch Führung der ersten
Gewindemutter durch die erste Öffnung in dem ersten Kletterschuh zu positionieren. Durch die erste Öffnung in axialer Richtung der Sacklochbohrung des zweiten Kletterschuhs ist es möglich, die zweite Gewindemutter durch Führung der zweiten Gewindemutter durch die erste
Öffnung in dem zweiten Kletterschuh zu positionieren.
[0035] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Hubvorrichtung gemäß dem ersten
Aspekt der Erfindung weist der erste Kletterschuh eine zweite Öffnung zur Aufnahme eines
Verankerungselements auf, durch welche das Verankerungselement, insbesondere dessen
Gewindestab, hindurchführbar ist. Zudem weist der zweite Kletterschuh eine zweite Öffnung zur Aufnahme eines Verankerungselements auf, durch welche das Verankerungselement, insbesondere dessen Gewindestab, hindurchführbar ist.
[0036] Dies ermöglicht es, den ersten Kletterschuh über dessen zweite Öffnung an einem
Verankerungselement zu montieren und den zweiten Kletterschuh über dessen zweite Öffnung an einem Verankerungselement zu montieren.
[0037] Vorzugsweise weist der erste Kletterschuh entlang der zweiten Öffnung Vorsprünge auf, welche dazu eingerichtet sind, mit dem durch die zweite Öffnung hindurchgeführten - 10 -
Doka GmbH 5. September 2024 120580P120LU
LU103374 äußeren Ende des Verankerungselements in der Weise zusammen zu wirken, dass eine
Bewegung des ersten Kletterschuhs wenigsten im Wesentlichen parallel zum Gewindestab des Verankerungselement unterbunden wird und der erste Kletterschuh am
Verankerungselement befestigt ist. Eine Demontage des ersten Kletterschuhs vom
Verankerungselement kann somit nur über die zweite Öffnung erfolgen. Vorzugsweise weist der zweite Kletterschuh entlang der zweiten Öffnung Vorsprünge auf, welche dazu eingerichtet sind, mit dem durch die zweite Öffnung hindurchgeführten äußeren Ende des
Verankerungselements in der Weise zusammen zu wirken, dass eine Bewegung des zweiten
Kletterschuhs wenigsten im Wesentlichen parallel zum Gewindestab des
Verankerungselement unterbunden wird und der zweite Kletterschuh am
Verankerungselement befestigt ist. Eine Demontage des zweiten Kletterschuhs vom
Verankerungselement kann somit nur über die zweite Öffnung erfolgen.
[0038] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Hubvorrichtung gemäß dem ersten
Aspekt der Erfindung sind die erste Öffnung und die zweite Öffnung des ersten Kletterschuhs wenigstens im Wesentlichen in die gleiche Richtung ausgerichtet und die erste Öffnung und die zweite Öffnung des zweiten Kletterschuhs wenigstens im Wesentlichen in die gleiche
Richtung ausgerichtet.
[0039] Dies ermöglicht es, durch eine Bewegung des ersten Kletterschuhs in eine Richtung wenigstens im Wesentlichen senkrecht zu der der ersten Öffnung des ersten Kletterschuhs und der zweiten Öffnung des ersten Kletterschuhs gegenüberliegenden Seite des ersten
Kletterschuhs den ersten Kletterschuh über die erste Öffnung des ersten Kletterschuhs von der ersten Gewindemutter und über die zweite Öffnung des ersten Kletterschuhs von dem
Verankerungselement abzunehmen und durch eine Bewegung des zweiten Kletterschuhs in eine Richtung wenigstens im Wesentlichen senkrecht zu der der ersten Öffnung des zweiten
Kletterschuhs und der zweiten Öffnung des zweiten Kletterschuhs gegenüberliegenden Seite des zweiten Kletterschuhs den zweiten Kletterschuh über die erste Öffnung des zweiten
Kletterschuhs von der zweiten Gewindemutter und über die zweite Öffnung des zweiten
Kletterschuhs von dem Verankerungselement abzunehmen.
[0040] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Hubvorrichtung gemäß dem ersten
Aspekt der Erfindung weist die erste Gewindemutter einen Vorsprung auf, wobei der erste
Kletterschuh ein Sicherungselement, insbesondere einen Bolzen, aufweist, welches eingerichtet ist, mit dem Vorsprung der ersten Gewindemutter in der Weise zusammen zu wirken, dass die erste Gewindemutter im ersten Kletterschuh gesichert und drehfest gelagert - 41 -
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LU103374 ist. Zudem weist die zweite Gewindemutter einen Vorsprung auf, wobei der zweite
Kletterschuh ein Sicherungselement, insbesondere einen Bolzen, aufweist, welches eingerichtet ist, mit dem Vorsprung der zweiten Gewindemutter in der Weise zusammen zu wirken, dass die zweite Gewindemutter im zweiten Kletterschuh gesichert und drehfest gelagert ist.
[0041] Vorzugsweise verschließt das Sicherungselement des ersten Kletterschuhs die erste
Offnung des ersten Kletterschuhs und das Sicherungselement des zweiten Kletterschuhs die erste Offnung des zweiten Kletterschuhs.
[0042] Das Sicherungselement des ersten Kletterschuhs in Verbindung mit dem Vorsprung der ersten Gewindemutter ermôglicht es die erste Gewindemutter von einem gesicherten
Zustand, in welchem die erste Gewindemutter im ersten Kletterschuh gesichert und drehfest gelagert ist, in einen ungesicherten Zustand, in welchem die erste Gewindemutter aus dem ersten Kletterschuh entnommen werden kann, zu überführen. Das Sicherungselement des zweiten Kletterschuhs in Verbindung mit dem Vorsprung der zweiten Gewindemutter ermôglicht es die zweite Gewindemutter von einem gesicherten Zustand, in welchem die zweite Gewindemutter im zweiten Kletterschuh gesichert und drehfest gelagert ist, in einen ungesicherten Zustand, in welchem die zweite Gewindemutter aus dem zweiten Kletterschuh entnommen werden kann, zu überführen.
[0043] Vorzugsweise weist der erste Kletterschun ein zweites Sicherungselement, insbesondere einen Bolzen, auf, welches eingerichtet ist, den ersten Kletterschuh an einem
Verankerungselement zu sichern und der zweite Kletterschuh ein zweites Sicherungselement, insbesondere einen Bolzen, auf, welches eingerichtet ist, den zweiten Kletterschuh an einem
Verankerungselement zu sichern. Weiter vorzugsweise verschließt das zweite
Sicherungselement des ersten Kletterschuhs die zweite Öffnung des ersten Kletterschuhs und das zweite Sicherungselement des zweiten Kletterschuhs die zweite Öffnung des zweiten
Kletterschuhs.
[0044] Das zweite Sicherungselement des ersten Kletterschuhs ermöglicht es den ersten
Kletterschuh von einem gesicherten Zustand, in welchem der erste Kletterschuh am
Verankerungselement gesichert ist, in einen ungesicherten Zustand, in welchem der erste
Kletterschuh vom Verankerungselement entnommen werden kann, zu überführen. Das zweite
Sicherungselement des zweiten Kletterschuhs ermöglicht es den zweiten Kletterschuh von einem gesicherten Zustand, in welchem der zweite Kletterschuh am Verankerungselement „12 -
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LU103374 gesichert ist, in einen ungesicherten Zustand, in welchem der zweite Kletterschuh vom
Verankerungselement entnommen werden kann, zu überführen.
[0045] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Hubvorrichtung gemäß dem ersten
Aspekt der Erfindung beträgt das Verhältnis der Länge des ersten Gewindeabschnitts zu der
Länge des zweiten Gewindeabschnitts vorzugsweise etwa 5 zu 1, besonders bevorzugt etwa 10:1; am bevorzugtesten etwa 8:1 beträgt.
[0046] Ein bestimmtes Verhältnis der Länge des ersten Gewindeabschnitts zu der Länge des zweiten Gewindeabschnitts ermöglicht es den Zeitpunkt der automatischen Lastumlagerung von der in dem ersten Kletterschuh gelagerten ersten Gewindemutter auf die in dem zweiten
Kletterschuh gelagerten zweiten Gewindemutter, d.h. den Zeitpunkt, zu dem sich, durch
Rotation der Differenzialgewindespindel, die in dem ersten Kletterschuh gelagerte erste
Gewindemutter im zweiten Gewindeabschnitt der Differenzialgewindespindel befindet, zu beeinflussen.
[0047] Vorzugsweise wird das Verhältnis der Länge des ersten Gewindeabschnitts zu der
Länge des zweiten Gewindeabschnitts in Abhängigkeit von den Anforderungen des jeweiligen
Anwendungsfalls der Hubvorrichtung gewählt.
[0048] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Hubvorrichtung gemäß dem ersten
Aspekt der Erfindung beträgt das Verhältnis der Gewindesteigung des ersten
Gewindeabschnitts zu der Gewindesteigung des zweiten Gewindeabschnitts vorzugsweise etwa 10,2 zu 10 besonders bevorzugt etwa 10,1 zu 10, am bevorzugtesten etwa 10,05 zu 10 beträgt.
[0049] Ein bestimmtes Verhältnis der Gewindesteigung des ersten Gewindeabschnitts zu der
Gewindesteigung des zweiten Gewindeabschnitts gewährleistet einerseits die Schraubbarkeit des ersten =—Gewindeabschnitts und des zweiten Gewindeabschnitts der
Differenzialgewindespindel in der ersten Gewindemutter und in der zweiten Gewindemutter.
Andererseits kann durch ein bestimmtes Verhältnis der Gewindesteigung des ersten
Gewindeabschnitts zu der Gewindesteigung des zweiten Gewindeabschnitts gewährleistet werden, dass eine Lastumlagerung von der in dem ersten Kletterschuh gelagerten ersten
Gewindemutter auf die in dem zweiten Kletterschuh gelagerten zweiten Gewindemutter eintritt, sobald sich, durch Rotation der Differenzialgewindespindel, die in dem ersten Kletterschuh -13-
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LU103374 gelagerte erste Gewindemutter im zweiten Gewindeabschnitt der Differenzialgewindespindel befinde.
[0050] Vorzugsweise wird das Verhältnis der Gewindesteigung des ersten Gewindeabschnitts zu der Gewindesteigung des zweiten Gewindeabschnitts in Abhängigkeit von den
Anforderungen des jeweiligen Anwendungsfalls der Hubvorrichtung gewählt.
[0051] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Hubvorrichtung gemäß dem ersten
Aspekt der Erfindung weist die Hubvorrichtung eine Hubkraft von vorzugsweise mindestens 2kN, besonders bevorzugt von mindestens 20kN, am bevorzugtesten von mindestens 500kN auf.
[0052] Eine Mindesthubkraft der Hubvorrichtung gewährleistet, dass auch schwere
Selbstklettersysteme sicher angehoben werden können.
[0053] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Hubvorrichtung gemäß dem ersten
Aspekt der Erfindung ist der Antrieb ein Elektromotor mit einer Steuereinheit, wobei die
Steuereinheit dazu eingerichtet ist, die Hubgeschwindigkeit der Hubvorrichtung durch
Steuerung der Rotationsgeschwindigkeit der Differenzialgewindespindel zu steuern.
[0054] Der Einsatz eines Elektromotors als Antrieb anstelle eines hydraulischen Antriebs ermöglicht den Einsatz der Hubvorrichtung auch in ökologisch sensiblen Gebieten, da kein
Hydrauliköl zum Einsatz kommt. Zudem können durch den Einsatz eines Elektromotors als
Antrieb anstelle eines hydraulischen Antriebs Fehlfunktionen aufgrund ungünstiger
Umgebungsbedingungen, z.B. durch eine höhere Viskosität der Hydraulikflüssigkeit aufgrund zu niedriger Temperaturen, vermieden werden.
[0055] Die Steuerung der Hubgeschwindigkeit der Hubvorrichtung durch Steuerung der
Rotationsgeschwindigkeit der Differenzialgewindespindel durch die Steuereinheit des
Elektromotors ermöglicht es die Hubgeschwindigkeit der Hubvorrichtung an die Anforderungen des jeweiligen Anwendungsfalls der Hubvorrichtung anzupassen.
[0056] Vorzugsweise ist die Steuereinheit des Elektromotors ferner dazu eingerichtet, den Hub der Hubvorrichtung durch Steuerung der Anzahl der Umdrehungen der
Differenzialgewindespindel zu steuern. Der Hub ergibt sich aus der Anzahl der Umdrehungen „14 -
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LU103374 der Differenzialgewindespindel und der Gewindesteigungen der Gewindeabschnitte der
Differenzialgewindespindel.
[0057] Die Steuerung des Hubs der Hubvorrichtung durch Steuerung der Anzahl der
Umdrehungen der Differenzialgewindespindel durch die Steuereinheit des Elektromotors ermôglicht es die gerade notwendige vertikale Position der Hubvorrichtung einzustellen. Da die vertikale Lage der Hubvorrichtung durch die Anzahl der Umdrehungen der
Differenzialgewindespindel und die Gewindesteigungen der Gewindeabschnitte der
Differenzialgewindespindel vorgegeben ist, entfallen ferner Kosten für WWegmesssysteme.
[0058] In einer vorteilhaften Ausgestaltung des Kletterschuhs gemäß dem zweiten Aspekt der
Erfindung weist die Gewindemutter an einer Stirnseite einen kugelfôrmigen Abschnitt auf, wobei der Kletterschuh eine sphärische Auflagefläche aufweist, welche mit dem kugelférmigen
Abschnitt der Gewindemutter ein Kugelgelenk ausbildet.
[0059] Das zwischen der sphärischen Auflageflache des Kletterschuhs und dem kugelfôrmigen Abschnitt der Gewindemutter ausgebildete Kugelgelenk ermöglicht eine zwängungsfreie Ausrichtung der Gewindemutter entlang einer Gewindespindel.
[0060] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Kletterschuhs gemäß dem zweiten
Aspekt der Erfindung weist der Kletterschuh eine Sacklochbohrung zur Lagerung der
Gewindemutter und eine erste Offnung in axialer Richtung der Sacklochbohrung auf, durch welche vorzugsweise die Gewindemutter hindurchführbar ist.
[0061] Durch die erste Offnung in axialer Richtung der Sacklochbohrung des Kletterschuhs ist es môglich, die Gewindemutter durch Führung der Gewindemutter durch die erste Offnung in dem Kletterschuh zu positionieren.
[0062] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Kletterschuhs gemäß dem zweiten
Aspekt der Erfindung weist der Kletterschuh eine zweite Öffnung zur Aufnahme eines
Verankerungselements auf, durch welche das Verankerungselement, insbesondere dessen
Gewindestab, hindurchführbar ist.
[0063] Dies ermöglicht es, den Kletterschuh über dessen zweite Öffnung an einem
Verankerungselement zu montieren. - 15 -
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[0064] Vorzugsweise weist der Kletterschuh entlang der zweiten Öffnung Vorsprünge auf, welche dazu eingerichtet sind, mit dem durch die zweite Öffnung hindurchgeführten äußeren
Ende des Verankerungselements in der Weise zusammenzuwirken, dass eine Bewegung des
Kletterschuhs wenigstens im Wesentlichen parallel zum — Gewindestab des
Verankerungselements unterbunden wird und der Kletterschuh am Verankerungselement befestigt ist. Eine Demontage des Kletterschuhs vom Verankerungselement kann somit nur über die zweite Öffnung erfolgen.
[0065] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Kletterschuhs gemäß dem zweiten
Aspekt der Erfindung sind die erste Öffnung und die zweite Öffnung wenigstens im
Wesentlichen in die gleiche Richtung ausgerichtet.
[0066] Die Ausrichtung der ersten Öffnung und der zweiten Öffnung wenigstens im
Wesentlichen in die gleiche Richtung ermöglicht es, durch eine Bewegung des Kletterschuhs in eine Richtung wenigstens im Wesentlichen senkrecht zu der der ersten Öffnung des
Kletterschuhs und der zweiten Öffnung des Kletterschuhs gegenüberliegenden Seite des
Kletterschuhs den Kletterschuh über die erste Öffnung des Kletterschuhs von der
Gewindemutter und über die zweite Öffnung des Kletterschuhs von dem Verankerungselement abzunehmen.
[0067] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Kletterschuhs gemäß dem zweiten
Aspekt der Erfindung weist die Gewindemutter einen Vorsprung auf, wobei der Kletterschuh ein Sicherungselement, insbesondere einen Bolzen, aufweist, welches eingerichtet ist, mit dem Vorsprung der Gewindemutter in der Weise zusammenzuwirken, dass die Gewindemutter im Kletterschuh gesichert und drehfest gelagert ist.
[0068] Vorzugsweise verschließt das Sicherungselement die erste Öffnung des
Kletterschuhs.
[0069] Das Sicherungselement in Verbindung mit dem Vorsprung der Gewindemutter ermöglicht es die Gewindemutter von einem gesicherten Zustand, in welchem die
Gewindemutter im Kletterschuh gesichert und drehfest gelagert ist, in einen ungesicherten
Zustand, in welchem die Gewindemutter aus dem Kletterschuh entnommen werden kann, zu überführen. - 16 -
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[0070] Vorzugsweise weist der Kletterschuh ein zweites Sicherungselement, insbesondere einen Bolzen, auf, welches eingerichtet ist, den Kletterschuh am Verankerungselement zu sichern. Weiter vorzugsweise verschließt das zweite Sicherungselement die zweite Öffnung des Kletterschuhs.
[0071] Das zweite Sicherungselement ermöglicht es, den Kletterschuh von einem gesicherten Zustand, in welchem der Kletterschuh am Verankerungselement gesichert ist, in einen ungesicherten Zustand, in welchem der Kletterschuh vom Verankerungselement entnommen werden kann, zu überführen.
[0072] In einer vorteilhaften Ausgestaltung des Selbstklettersystems gemäß dem dritten
Aspekt der Erfindung ist bei bestimmungsgemäßem Gebrauch der Hubvorrichtung die
Differenzialgewindespindel zu jedem Zeitpunkt mit der ersten Gewindemutter und/oder der zweiten Gewindemutter beweglich verbunden, wobei die Hubvorrichtung zu jedem Zeitpunkt, wenn die Differenzialgewindespindel nicht durch den Antrieb rotiert wird, mechanisch positionsfixiert, Insbesondere selbsthemmend, ist.
[0073] Dadurch kann eine kontinuierliche Kletterbewegung des Selbstklettersystems sowie eine exakte und sichere Positionierung des Selbstklettersystems auf einer gewünschten Höhe gewährleistet werden.
[0074] In einer vorteilhaften Ausgestaltung des Verfahrens gemäß dem vierten Aspekt der
Erfindung weist das Verfahren, insbesondere vor dem ersten Arbeitsschritt, zusätzlich folgenden Arbeitsschritt auf: Betonieren des Bauwerkabschnitts C mit einem dritten
Verankerungselement.
[0075] Dieser zusätzliche Arbeitsschritt ermöglicht ein abschnittsweises Betonieren von
Bauwerksteilen mithilfe eines Selbstkletterschalungssystems und einer Hubvorrichtung gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung.
[0076] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Verfahrens gemäß dem vierten
Aspekt der Erfindung weist das Verfahren vor dem ersten Arbeitsschritt zusätzlich folgende
Arbeitsschritte auf: Montieren des ersten Kletterschuhs, vorzugsweise über dessen zweite
Öffnung, an dem ersten Verankerungselement des Bauwerkabschnitts A und Montieren des zweiten Kletterschuhs, vorzugsweise über dessen zweite Öffnung, an dem zweiten
Verankerungselement des Bauwerkabschnitts B; und Montieren der „17 -
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Differenzialgewindespindel der Hubvorrichtung an dem ersten Kletterschuh der
Hubvorrichtung.
[0077] Diese Arbeitsschritte zur Montage ermôglichen eine einfache, kostengünstige und sichere Montage der Hubvorrichtung an einem Bauwerk.
[0078] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Verfahrens gemäß dem vierten
Aspekt der Erfindung weist das Verfahren des Weiteren folgende Arbeitsschritte auf: Rotieren der Differenzialgewindespindel mittels des Antriebs, bis sich der erste Gewindeabschnitt der
Differenzialgewindespindel auf Höhe des zweiten Kletterschuhs befindet; und Montieren der
Differenzialgewindespindel an dem zweiten Kletterschuh.
[0079] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Verfahrens gemäß dem vierten
Aspekt der Erfindung weist das Verfahren des Weiteren folgende Arbeitsschritte auf: Rotieren der Differenzialgewindespindel mittels des Antriebs, wobei der erste Gewindeabschnitt in die zweite Gewindemutter des zweiten Kletterschuhs eingeschraubt wird.
[0080] Hierdurch kann das Selbstklettersystem ohne Unterbrechung kontinuierlich angehoben oder abgesenkt werden.
[0081] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Verfahrens gemäß dem vierten
Aspekt der Erfindung wird der erste Kletterschuh montiert, indem dessen zweite Öffnung über das erste Verankerungselement geschoben wird, wobei die Differenzialgewindespindel montiert wird, indem die erste Gewindemutter auf der Differenzialgewindespindel aufgebracht wird und dann die erste Öffnung des ersten Kletterschuhs über die Differenzialgewindespindel und/oder die erste Gewindemutter geschoben wird.
[0082] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Verfahrens gemäß dem vierten
Aspekt der Erfindung wird die Differenzialgewindespindel an dem ersten Kletterschuh montiert, indem die erste Gewindemutter auf der Differenzialgewindespindel aufgebracht wird und dann die erste Öffnung des ersten Kletterschuhs über die Differenzialgewindespindel und/oder die erste Gewindemutter geschoben wird, und/oder wobei die Differenzialgewindespindel an dem zweiten Kletterschuh montiert wird, indem die zweite Gewindemutter auf der
Differenzialgewindespindel aufgebracht wird und dann die zweite Öffnung des zweiten
Kletterschuhs über die Differenzialgewindespindel und/oder die zweite Gewindemutter geschoben wird. -18-
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[0083] Die beiden vorteilhaften Ausgestaltungen ermöglichen eine möglichst einfache sowie zeit- und kostensparende Montage des ersten Kletterschuhs und der
Differenzialgewindespindel und damit der Hubvorrichtung an einem Bauwerk.
[0084] Die Erfindung wird im Folgenden anhand von nicht einschränkenden
Ausführungsbeispielen, die in den Figuren dargestellt sind, näher erläutert. Darin zeigen wenigstens teilweise schematisch:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer
Hubvorrichtung zum Hub eines Selbstklettersystems zum Errichten von
Bauwerken;
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels eines
Kletterschuhs für Hubvorrichtungen im Baubereich;
Fig. 3a eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer teilbaren
Gewindemutter im zusammengesetzten Zustand;
Fig. 3b eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer teilbaren
Gewindemutter im geteilten Zustand;
Fig. 4 ein Blockdiagramm eines Ausführungsbeispiels eines Verfahrens zum
Hub eines Selbstklettersystems zum Errichten von Bauwerken mit einer
Hubvorrichtung;
Fig. 5 ein Blockdiagramm eines Ausführungsbeispiels eines Verfahrens zum abschnittsweisen Betonieren von Bauwerksteilen mittels einem
Selbstkletterschalungssystem mit einer Hubvorrichtung; und
Fig. 6a, 6b, 6c schematische Darstellung des Kletterablaufs des in Fig. 5 dargestellten
Verfahrens zum abschnittsweisen Betonieren von Bauwerksteilen mittels einem Selbstkletterschalungssystem mit einer Hubvorrichtung.
[0085] Fig. 1 zeigt schematisch ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer Hubvorrichtung 1 zum Hub eines Selbstklettersystems 50 zum Errichten von Bauwerken in einer perspektivischen Ansicht. -19-
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[0086] Die Hubvorrichtung 1 umfasst eine Differenzialgewindespindel 2 mit einem ersten
Gewindeabschnitt 21 und einem zweiten Gewindeabschnitt 22, einen ersten Kletterschuh 3A mit einer ersten Gewindemutter 4A, einen zweiten Kletterschuh 3B mit einer zweiten
Gewindemutter 4B und einen Antrieb 6.
[0087] Die Differenzialgewindespindel 2 ist vertikal ausgerichtet und der erste
Gewindeabschnitt 21 liegt in vertikaler Richtung oberhalb des zweiten Gewindeabschnitts 22.
Die Lange des ersten Gewindeabschnitts 21 der Differenzialgewindespindel 2 ist vorzugsweise größer als die Lange des zweiten Gewindeabschnitts 22 der
Differenzialgewindespindel 2.
[0088] Der erste Kletterschuh 3A und der zweite Kletterschuh 3B sind vorzugsweise wie das in Fig. 2 dargestellte Ausführungsbeispiel eines Kletterschuhs 3 ausgebildet. Die erste
Gewindemutter 4A und die zweite Gewindemutter 4B sind vorzugsweise wie das in Fig. 3a und 3b dargestellte Ausführungsbeispiel einer teilbaren Gewindemutter 4 ausgebildet.
[0089] Die erste Gewindemutter 4A ist in dem ersten Kletterschuh 3A verdrehfest gelagert und weist ein Innengewinde 5A auf, welches in der Weise ausgebildet ist, dass der erste
Gewindeabschnitt 21 und der zweite Gewindeabschnitt 22 der Differenzialgewindespindel 2 jeweils in der ersten Gewindemutter 4A schraubbar sind. Die zweite Gewindemutter 4B ist in dem zweiten Kletterschuh 3B verdrehfest gelagert und weist ein Innengewinde 5B auf, welches in der Weise ausgebildet ist, dass der erste Gewindeabschnitt 21 und der zweite
Gewindeabschnitt 22 der Differenzialgewindespindel 2 jeweils in der zweiten Gewindemutter 4B schraubbar sind. Somit kann eine rotatorische Bewegung der Differenzialgewindespindel 2 in eine translatorische Bewegung der Hubvorrichtung 1 umgewandelt werden.
[0090] Die erste Gewindemutter 4A ist in wenigstens im Wesentlichen axialer Richtung in einen ersten Gewindemutterteil 41A und einen zweiten Gewindemutterteil 42A teilbar, um von einem zusammengesetzten Zustand, in welchem die erste Gewindemutter 4A dazu eingerichtet ist, die Differenzialgewindespindel 2 aufzunehmen, in einen geteilten Zustand, in welchem die erste Gewindemutter 4A an beliebiger axialer Position der
Differenzialgewindespindel 2 von der Differenzialgewindespindel 2 abnehmbar ist, überführt zu werden. Der erste Gewindemutterteil 41A der ersten Gewindemutter 4A weist ein
Teilgewinde 51A des Innengewindes 5A der ersten Gewindemutter 4A auf und der zweite -20-
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Gewindemutterteil 42A der ersten Gewindemutter 4A weist ein Teilgewinde 52A des
Innengewindes 5A der ersten Gewindemutter 4A auf.
[0091] Die zweite Gewindemutter 4B ist in wenigstens im Wesentlichen axialer Richtung in einen ersten Gewindemutterteil 41B und einen zweiten Gewindemutterteil 42B teilbar, um von einem zusammengesetzten Zustand, in welchem die zweite Gewindemutter 4B dazu eingerichtet ist, die Differenzialgewindespindel 2 aufzunehmen, in einen geteilten Zustand, in welchem die zweite Gewindemutter 4B an beliebiger axialer Position der
Differenzialgewindespindel 2 von der Differenzialgewindespindel 2 abnehmbar ist, überführt zu werden. Der erste Gewindemutterteil 41B der zweiten Gewindemutter 4B weist ein
Teilgewinde 51B des Innengewindes 5B der zweiten Gewindemutter 4B auf und der zweite
Gewindemutterteil 42B der zweiten Gewindemutter 4B weist ein Teilgewinde 52B des
Innengewindes 5B der zweiten Gewindemutter 4B auf.
[0092] Der erste Kletterschuh 3A weist eine Sacklochbohrung zur Lagerung der ersten
Gewindemutter 4A und eine erste Öffnung 9A in axialer Richtung der Sacklochbohrung auf, durch welche vorzugsweise die erste Gewindemutter 4A hindurchführbar ist. Der zweite
Kletterschuh 3B weist eine Sacklochbohrung zur Lagerung der zweiten Gewindemutter 4B und eine erste Öffnung 9B in axialer Richtung der Sacklochbohrung auf, durch welche vorzugsweise die zweite Gewindemutter 4B hindurchführbar ist.
[0093] Der erste Kletterschuh 3A weist ein zweite Öffnung 10A zur Aufnahme eines ersten
Verankerungselements 11A auf, durch welche das erste Verankerungselement 11A, insbesondere dessen Gewindestab, hindurchführbar ist. Die erste Öffnung 9A und die zweite
Öffnung 10A des ersten Kletterschuhs 3A sind wenigstens im Wesentlichen in die gleiche
Richtung ausgerichtet, sodass durch eine Bewegung des ersten Kletterschuhs 3A in eine
Richtung R wenigstens im Wesentlichen senkrecht zu der der ersten Öffnung 9A des ersten
Kletterschuhs 3A und der zweiten Öffnung 10A des ersten Kletterschuhs 3A gegenüberliegenden Seite des ersten Kletterschuhs 3A der erste Kletterschuh 3A über die erste Öffnung 9A des ersten Kletterschuhs 3A von der ersten Gewindemutter 4A und über die zweite Öffnung 10A des ersten Kletterschuhs 3A von dem ersten Verankerungselement 11A abgenommen werden kann. Anschließend kann auch die erste Gewindemutter 4A durch
Überführung vom zusammengesetzten Zustand in den geteilten Zustand von der
Differenzialgewindespindel 2 abgenommen werden. -21-
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[0094] Der zweite Kletterschuh 3B weist eine zweite Offnung 10B zur Aufnahme eines zweiten
Verankerungselements 11B auf, durch welche das zweite Verankerungselement 11B, insbesondere dessen Gewindestab, hindurchführbar ist. Die erste Öffnung 9B und die zweite
Offnung 10B des zweiten Kletterschuhs 3B sind wenigstens im Wesentlichen in die gleiche
Richtung ausgerichtet, sodass durch eine Bewegung des zweiten Kletterschuhs 3B in eine
Richtung R wenigstens im Wesentlichen senkrecht zu der der ersten Offnung 9B des zweiten
Kletterschuhs 3B und der zweiten Öffnung 10B des zweiten Kletterschuhs 3B gegenüberliegenden Seite des zweiten Kletterschuhs 3B der zweite Kletterschuh 3B über die erste Offnung 9B des ersten Kletterschuhs 3B von der zweiten Gewindemutter 4B und über die zweite Öffnung 10B des zweiten Kletterschuhs 3B von dem zweiten Verankerungselement 11B abgenommen werden kann. Anschließend kann auch die zweite Gewindemutter 4B durch
Überführung vom zusammengesetzten Zustand in den geteilten Zustand von der
Differenzialgewindespindel 2 abgenommen werden.
[0095] In diesem Ausführungsbeispiel ist der Antrieb 6 als Elektromotor ausgebildet, der mit dem freien Ende des zweiten Gewindeabschnitts 22 der Differenzialgewindespindel 2 verbunden ist und dazu eingerichtet ist, die Hubvorrichtung 1 durch Rotation der
Differenzialgewindespindel 2 anzutreiben.
[0096] Vorzugsweise weist der Elektromotor 6 eine Steuereinheit auf, die dazu eingerichtet ist, die Hubgeschwindigkeit der Hubvorrichtung 1 durch Steuerung der
Rotationsgeschwindigkeit der Differenzialgewindespindel 2 zu steuern. Weiter vorzugsweise ist die Steuereinheit des Elektromotors 6 ferner dazu eingerichtet, den Hub der Hubvorrichtung 1 durch Steuerung der Anzahl der Umdrehungen der Differenzialgewindespindel 2 zu steuern.
[0097] Die Hubvorrichtung 1 ist Uber ein durch die zweite Offnung 10A des ersten
Kletterschuhs 3A aufgenommenes erstes Verankerungselement 11A und über ein durch die zweite Öffnung 10B des zweiten Kletterschuhs 3B aufgenommenes zweites
Verankerungselement 11B an einem Bauwerk befestigt.
[0098] Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch der Hubvorrichtung 1, ist die
Differenzialgewindespindel 2 zu jedem Zeitpunkt mit der ersten Gewindemutter 4A und/oder der zweiten Gewindemutter 4B beweglich verbunden und zu jedem Zeitpunkt, wenn die
Differenzialgewindespindel 2 nicht durch den Elektromotor 6 rotiert wird, mechanisch positionsfixiert, insbesondere selbsthemmend. -22-
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[0099] Fig. 2 zeigt schematisch ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines Kletterschuhs 3 für Hubvorrichtungen im Baubereich in einer perspektivischen Ansicht.
[0100] Der Kletterschuh 3 weist eine Sacklochbohrung auf, in welcher eine Gewindemutter 4 verdrehfest gelagert ist. Die Gewindemutter 4 weist ein Innengewinde 5 auf, welches in der
Weise ausgebildet ist, dass eine Gewindespindel 2 in der Gewindemutter 4 schraubbar ist.
[0101] Die Gewindemutter 4 ist vorzugsweise wie das in Fig. 3a und 3b dargestellte
Ausführungsbeispiel einer teilbaren Gewindemutter 4 ausgebildet. Die Gewindemutter 4 weist an einer Stirnseite einen kugelfôrmigen Abschnitt 7 auf, welcher mit einer sphärischen
Auflageflache 8 des Kletterschuhs 3 ein Kugelgelenk ausbildet, welches eine zwängungsfreie
Ausrichtung der Gewindemutter entlang einer Gewindespindel 2 ermöglicht.
[0102] Der Kletterschuh 3 weist eine erste Öffnung 9 in axialer Richtung der
Sacklochbohrung auf, durch welche vorzugsweise die Gewindemutter 4 hindurchführbar ist.
Ferner weist der Kletterschuh 3 eine zweite Öffnung 10 zur Aufnahme eines
Verankerungselements 11, durch welche das Verankerungselement 11, insbesondere dessen
Gewindestab, hindurchführbar ist, auf. Vorzugsweise weist der Kletterschuh 3 entlang der zweiten Öffnung 10 Vorsprünge 14 auf, welche dazu eingerichtet sind, mit dem durch die zweite Öffnung 10 hindurchgeführten äußeren Ende des Verankerungselements 11 in der
Weise zusammenzuwirken, dass eine Bewegung des Kletterschuhs 3 wenigstens im
Wesentlichen parallel zum Gewindestab des Verankerungselement 11 unterbunden wird und der Kletterschuh 3 am Verankerungselement 11 befestigt ist. Eine Demontage des
Kletterschuhs 3 vom Verankerungselement 11 kann somit nur über die zweite Öffnung 10 erfolgen.
[0103] Die erste Öffnung 9 und die zweite Öffnung 10 sind vorzugsweise wenigstens im
Wesentlichen in die gleiche Richtung ausgerichtet, sodass durch eine Bewegung des
Kletterschuhs 3 in eine Richtung R wenigstens im Wesentlichen senkrecht zu der der ersten
Öffnung 9 und der zweiten Öffnung 10 gegenüberliegenden Seite des Kletterschuhs 3 der
Kletterschuh 3 von der Gewindemutter 4 und von dem Verankerungselement 11 abgenommen werden kann. Anschließend kann auch die Gewindemutter 4 durch Überführung vom zusammengesetzten Zustand in den geteilten Zustand von der Gewindespindel 2 abgenommen werden. -23-
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[0104] Die Gewindemutter 4 weist einen Vorsprung 12 auf und der Kletterschuh 3 weist ein
Sicherungselement 13, insbesondere einen Bolzen, auf, welches vorzugsweise die erste
Öffnung 9 des Kletterschuhs 3 verschließt und dazu eingerichtet ist, mit dem Vorsprung 12 der
Gewindemutter 4 in der Weise zusammenzuwirken, dass die Gewindemutter 4 im Kletterschuh 3 gesichert und drehfest gelagert ist.
[0105] Der Kletterschuh 3 weist ferner vorzugsweise ein zweites Sicherungselement 15 auf, welches die zweite Öffnung 10 des Kletterschuhs 3 verschließt und dazu eingerichtet ist, den
Kletterschuh 3 am Verankerungselement 11 zu sichern.
[0106] Um den Kletterschuh 3 durch eine Bewegung in eine Richtung R wenigstens im
Wesentlichen senkrecht zu der der ersten Öffnung 9 und der zweiten Öffnung 10 gegenüberliegenden Seite des Kletterschuhs 3 von der Gewindemutter 4 und von dem
Verankerungselement 11 abzunehmen, ist das Entfernen des Sicherungselements 13 und des zweiten Sicherungselements 15 erforderlich.
[0107] Fig. 3a zeigt schematisch ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer teilbaren
Gewindemutter 4 im zusammengesetzten Zustand in einer perspektivischen Ansicht. Fig. 3b zeigt die teilbare Gewindemutter 4 aus Fig. 3a im geteilten Zustand.
[0108] Die teilbare Gewindemutter 4 weist ein Innengewinde 5 auf, welches in der Weise ausgebildet ist, dass eine Gewindespindel 2 (Fig. 1, Fig. 2) darin schraubbar ist. Die teilbare
Gewindemutter 4 ist ferner so ausgebildet, dass sie an einer beliebigen axialen Position einer
Gewindespindel 2 durch Überführung der teilbaren Gewindemutter 4 von dem zusammengesetzten Zustand in den geteilten Zustand von der Gewindespindel 2 abgenommen werden kann.
[0109] Die teilbare Gewindemutter 4 umfasst einen ersten Gewindemutterteil 41 und einen zweiten Gewindemutterteil 42. Vorzugsweise weisen der erste Gewindemutterteil 41 und der zweite Gewindemutterteil 42 eine Passung 16 auf, welche eine Position des ersten
Gewindemutterteils 41 und des zweiten Gewindemutterteils 42 im zusammengesetzten
Zustand der teilbaren Gewindemutter 4 definiert.
[0110] Der erste Gewindemutterteil 41 weist ein Teilgewinde 51 des Innengewindes 5 der teilbaren Gewindemutter 4 auf und der zweite Gewindemutterteil 42 weist ein Teilgewinde 52 des Innengewindes 5 der teilbaren Gewindemutter 4 auf. „24 -
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[0111] Die teilbare Gewindemutter 4 weist zudem an einer Stirnseite einen kugelfôrmigen
Abschnitt 7 auf, welcher mit der sphärischen Auflageflache 8 des Kletterschuhs 3 (Fig. 1, Fig. 2) ein Kugelgelenk ausbildet, welches eine zwängungsfreie Ausrichtung der teilbaren
Gewindemutter 4 entlang einer Gewindespindel 2 ermöglicht.
[0112] Darüber hinaus weist die teilbare Gewindemutter 4 einen Vorsprung 12 auf, welcher dazu eingerichtet ist, mit dem Sicherungselement 13 des Kletterschuhs 3 (Fig. 1, Fig. 2) in der
Weise zusammenzuwirken, dass die teilbare Gewindemutter 4 im Kletterschuh 3 gesichert und drehfest gelagert ist.
[0113] Fig. 4 zeigt ein Blockdiagramm eines Ausführungsbeispiels eines Verfahrens 100 zum
Anheben eines Selbstklettersystems 50 zum Errichten von Bauwerken mit einer
Hubvorrichtung 1.
[0114] Vor der Durchführung der eigentlichen Arbeitsschritte zum Heben oder Senken des
Selbstklettersystems 50 ist eine Montage der Hubvorrichtung 1 am Bauwerk erforderlich. In einem ersten Arbeitsschritt M1A zur Montage des Verfahrens 100 wird der erste Kletterschuh 3A, vorzugsweise über die zweite Öffnung 10A des ersten Kletterschuhs 3A, an einem ersten
Verankerungselement 11A eines Bauwerkabschnitts A und der zweite Kletterschuh 3B, vorzugsweise über die zweite Öffnung 10B des zweiten Kletterschuhs 3B, an einem zweiten
Verankerungselement 11B eines dem Bauwerkabschnitt A benachbarten Bauwerkabschnitts
B montiert. Hierbei werden die Kletterschuhe 3A, 3B vorzugsweise auf die
Verankerungselemente 11A, 11B geschoben.
[0115] Vorzugsweise wird die zweite Öffnung 10A des ersten Kletterschuhs 3A mittels des zweiten Sicherungselements 15A des ersten Kletterschuhs 3A verschlossen, sodass der erste
Kletterschuh 3A am ersten Verankerungselement 11A gesichert ist. Weiter vorzugsweise wird die zweite Öffnung 10B des zweiten Kletterschuhs 3B mittels des zweiten Sicherungselements 15B des zweiten Kletterschuhs 3B verschlossen, sodass der zweite Kletterschuh 3B am zweiten Verankerungselement 11B gesichert ist.
[0116] In einem zweiten Arbeitsschritt M2A zur Montage des Verfahrens 100 wird die
Differenzialgewindespindel 2 der Hubvorrichtung 1 an dem ersten Kletterschuh 3A der
Hubvorrichtung 1 montiert. - 25.
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[0117] Vorzugsweise wird die Hubvorrichtung 1 oder das Selbstklettersystems 50 zunächst, insbesondere mit einem Kran, auf eine entsprechende Höhe angehoben.
[0118] Die erste Gewindemutter 4A wird vorzugsweise durch Überführung von dem geteilten in den zusammengesetzten Zustand im ersten Gewindeabschnitt 21 der
Differenzialgewindespindel 2 auf Höhe des ersten Kletterschuhs 3A positioniert.
Anschließend wird die Hubvorrichtung 1 durch Führung der ersten Gewindemutter 4A durch die erste Öffnung 9A des über das erste Verankerungselement 11A am Bauwerkabschnitt A montierten ersten Kletterschuhs 3A in dem ersten Kletterschuh 3A positioniert und dort gelagert und somit die Hubvorrichtung 1 am Bauwerk befestigt. Vorzugweise wird die erste
Gewindemutter 4A über das Sicherungselement 13A des ersten Kletterschuhs 3A im ersten
Kletterschuh 3A gesichert. In dem ersten Kletterschuh 3A ist die erste Gewindemutter 4A weiter vorzugsweise verdrehfest gelagert.
[0119] Die Arbeitsschritte M1A und M2A zur Montage können wie beschrieben hintereinander oder auch zeitgleich ablaufen. Im zweiten Fall werden die erste Öffnung 9A des ersten
Kletterschuhs 3A über die Differenzialgewindespindel 2 und die erste Gewindemutter 4A und die zweite Öffnung 10A des ersten Kletterschuhs 3A über das erste Verankerungselement 11A des Bauwerkabschnitts A geschoben. Vorzugweise wird die erste Gewindemutter mittels des
Sicherungselements 13A des ersten Kletterschuhs 3A im ersten Kletterschuh 3A gesichert und weiter vorzugsweise wird die zweite Öffnung 10A des ersten Kletterschuhs 3A mittels des zweiten Sicherungselements 15A des ersten Kletterschuhs 3A verschlossen, sodass der erste
Kletterschuh 3A am ersten Verankerungselement 11A gesichert ist
[0120] In einem weiteren ersten Arbeitsschritt M1B zur Montage wird der zweite Kletterschuh 3B, vorzugsweise über dessen zweite Öffnung 10B, an dem zweiten Verankerungselement 11B des Bauwerkabschnitts B montiert. Weiter vorzugsweise wird die zweite Öffnung 10B des zweiten Kletterschuhs 3B mittels des zweiten Sicherungselements 15B des zweiten
Kletterschuhs 3B verschlossen, sodass der zweite Kletterschuh 3B am zweiten
Verankerungselement 11B gesichert wird.
[0121] In dem zweiten Kletterschuh 3B ist die zweite Gewindemutter 4B vorzugsweise verdrehfest gelagert. Vorzugsweise verschließt das Sicherungselement 13B des zweiten
Kletterschuhs 3B die erste Öffnung 9B des zweiten Kletterschuhs 3B, sodass die zweite
Gewindemutter 4B im zweiten Kletterschuh 3B gesichert und drehfest gelagert ist.
Vorzugsweise wird die zweite Gewindemutter 4B über das aus dem an einer Stirnseite der „26 -
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LU103374 zweiten Gewindemutter 4B befindlichen kugelférmigen Abschnitt 7 und der sphärischen
Auflageflache 8 des zweiten Kletterschuhs 3B gebildeten Kugelgelenk derart ausgerichtet, dass die Differenzialgewindespindel 2 zwängungsfrei in die zweite Gewindemutter 4B eingeschraubt werden kann.
[0122] In einer ersten Alternative eines ersten Arbeitsschrittes 101-1 zum Hub des Verfahrens 100 wird die Hubvorrichtung 1 durch Rotation der Differenzialgewindespindel 2 durch den
Antrieb 6 angehoben, wobei der erste Gewindeabschnitt 21 der Differenzialgewindespindel 2 in der ersten Gewindemutter 4A des ersten Kletterschuhs 3A, welcher an dem ersten
Verankerungselement 11A des Bauwerksabschnitts A montiert ist, geschraubt wird. Die
Differenzialgewindespindel 2 wird hierbei so lange rotiert, bis der erste Gewindeabschnitt 21 auf Hôhe des zweiten Kletterschuhs 3B angekommen ist.
[0123] Hierauf wird in einem weiteren zweiten Arbeitsschrittes M2B zur Montage des
Verfahrens 100 wird die Differenzialgewindespindel 2 der Hubvorrichtung 1 an dem zweiten
Kletterschuh 3A der Hubvorrichtung 1 montiert.
[0124] Hierfür wird die zweite Gewindemutter 4B vorzugsweise durch Überführung von dem geteilten in den zusammengesetzten Zustand im ersten Gewindeabschnitt 21 der
Differenzialgewindespindel 2 auf Höhe des zweiten Kletterschuhs 3B positioniert.
[0125] Anschließend wird die Hubvorrichtung 1 durch Führung der zweiten Gewindemutter 4B durch die erste Öffnung 9B des über das zweite Verankerungselement 11B am
Bauwerkabschnitt B montierten zweiten Kletterschuhs 3B in dem zweiten Kletterschuh 3B positioniert und dort gelagert. Vorzugweise wird die zweite Gewindemutter 4B über das
Sicherungselement 13B des zweiten Kletterschuhs 3B im zweiten Kletterschuh 3B gesichert.
[0126] In einer zweiten Alternative des ersten Arbeitsschrittes 101-2 zum Hub des Verfahrens 100 wird die Hubvorrichtung 1 durch Rotation der Differenzialgewindespindel 2 durch den
Antrieb 6 angehoben, wobei der erste Gewindeabschnitt 21 der Differenzialgewindespindel 2 in der ersten Gewindemutter 4A des ersten Kletterschuhs 3A, welcher an dem ersten
Verankerungselement 11A des Bauwerksabschnitts À montiert ist, geschraubt wird. Erreicht die Differenzialgewindespindel 2 die Hôhe des zweiten Kletterschuhs 3B, wird der erste
Gewindeabschnitt 21 in die zweite Gewindemutter 4B des zweiten Kletterschuhs 3B — eingeschraubt. -27-
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[0127] In einem zweiten Arbeitsschritt 102 zum Hub des Verfahrens 100 wird die
Hubvorrichtung 1 durch Rotation der Differenzialgewindespindel 2 durch den Antrieb 6 angehoben, wobei der erste Gewindeabschnitt 21 der Differenzialgewindespindel 2 in der zweiten Gewindemutter 4B des zweiten Kletterschuhs 3B, welcher an dem zweiten
Verankerungselement 11B des Bauwerksabschnitts B montiert ist, geschraubt wird und wobei der zweite Gewindeabschnitt 22 der Differenzialgewindespindel 2 ab einer bestimmten Hôhe der Differenzialgewindespindel 2 in die erste Gewindemutter 4A des ersten Kletterschuhs 3A, welcher an dem ersten Verankerungselement 11A des Bauwerkabschnitts À montiert ist, eingeschraubt wird.
[0128] Bedingt durch die unterschiedichen Gewindesteigungen des ersten
Gewindeabschnitts 21 und des zweiten Gewindeabschnitts 22 der Differenzialgewindespindel 2, insbesondere durch eine größere Gewindesteigung des ersten Gewindeabschnitts 21 im
Vergleich zum zweiten Gewindeabschnitt 22, kommt es nun bei einer weiteren Rotation der
Differenzialgewindespindel 2 zu einer Lastumlagerung von der im ersten Kletterschuh 3A gelagerten ersten Gewindemutter 4A auf die im zweiten Kletterschuh 3B gelagerte zweite
Gewindemutter 4B.
[0129] In einem dritten Arbeitsschritt 103 des Verfahrens 100 wird, sobald eine — Lastumlagerung von dem ersten Kletterschuh 3A auf den zweiten Kletterschuh 3B erfolgt ist, vorzugsweise sobald die erste Gewindemutter 4A des ersten Kletterschuhs 3A durch die
Differenzialgewindespindel 2 entlastet ist, der erste Kletterschuh 3A mit der ersten
Gewindemutter 4A von der Differenzialgewindespindel 2 und dem ersten
Verankerungselement 11A des Bauwerkabschnitts À demontiert.
[0130] Zur Demontage des ersten Kletterschuhs 3A mit der ersten Gewindemutter 4A von der
Differenzialgewindespindel 2 und dem ersten Verankerungselement 11A des
Bauwerkabschnitts À wird vorzugsweise das Sicherungselement 13A des ersten Kletterschuhs 3A sowie das zweite Sicherungselement 15A des ersten Kletterschuhs 3A entfernt.
Anschließend wird der erste Kletterschuh 3A, vorzugsweise durch eine Bewegung des ersten
Kletterschuhs 3A in eine Richtung R wenigstens im Wesentlichen parallel zum Verlauf der ersten Öffnung 9A und zum Verlauf der zweiten Öffnung 10A des ersten Kletterschuhs 3A über die erste Öffnung 9A des ersten Kletterschuhs 3A von der ersten Gewindemutter 4A und über die zweite Öffnung 10A des ersten Kletterschuhs 3A von dem ersten Verankerungselement 11A des Bauwerkabschnitts A abgenommen. Daraufhin wird vorzugsweise auch die erste „28 -
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Gewindemutter 4A durch Überführung vom zusammengesetzten Zustand in den geteilten
Zustand von der Differenzialgewindespindel 2 abgenommen.
[0131] In einem vierten Arbeitsschritt 104 des Verfahrens 100 wird ein, insbesondere der erste,
Kletterschuh 3A mit einer, insbesondere der ersten, Gewindemutter 4A an einem dritten
Verankerungselement 11C eines dem Bauwerkabschnitt B ebenfalls benachbarten
Bauwerkabschnitts C montiert.
[0132] Dazu wird vorzugsweise zunächst der erste Kletterschuh 3A durch Bewegung in eine
Richtung wenigstens im Wesentlichen senkrecht zu der ersten Öffnung 9A und der zweiten
Öffnung 10A des ersten Kletterschuhs 3A, d.h. in eine Richtung wenigstens im Wesentlich entgegengesetzt zur Richtung R, über die zweite Öffnung 10A des ersten Kletterschuhs 3A an dem dritten Verankerungselement 11C montiert. Vorzugsweise wird die zweite Öffnung 10A des ersten Kletterschuhs 3A über das zweite Sicherungselement 15A des ersten Kletterschuhs 3A verschlossen, sodass der erste Kletterschuh 3A am dritten Verankerungselement 11C gesichert ist.
[0133] Vorzugsweise wird anschließend die erste Gewindemutter 4A vom geteilten Zustand in den zusammengesetzten Zustand überführt und über die erste Öffnung 9A des ersten
Kletterschuhs 3A in den ersten Kletterschuh 3A geführt und dort gelagert. Vorzugsweise wird die erste Gewindemutter 4A über das aus dem an einer Stirnseite der ersten Gewindemutter 4A befindlichen kugelförmigen Abschnitt 7 und der sphärischen Auflagefläche 8 des ersten
Kletterschuhs 3A gebildeten Kugelgelenk derart ausgerichtet, dass die
Differenzialgewindespindel 2 zwängungsfrei in die erste Gewindemutter 4A eingeschraubt und/oder in dieser geschraubt werden kann.
[0134] Anschließend können die Arbeitsschritte 101-1 oder 101-2 bis 104 beliebig oft wiederholt werden, um den Hub des Selbstklettersystems 50 auf eine beliebige Höhe zu ermöglichen.
[0135] Auch wenn das Verfahren 100 im Vorhergehenden in Bezug auf ein Anheben eines
Selbstkletterschalungssystem 50 beschrieben wurde, ist für den Fachmann offensichtlich, dass dieses auch zum Absenken eines solchen zum Einsatz kommen kann, wenn die
Differenzialgewindespindel 2 durch den Antrieb 6 in die andere Drehrichtung rotiert wird. -29-
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[0136] Durch die geringere Gewindesteigung des unteren zweiten Gewindeabschnitts 22 bewegt sich dieser langsamer in axialer Richtung der Differenzialgewindespindel 2, wenn dieser in der Gewindemutter 4A, 4B eines unteren Kletterschuhs 3A, 3B geschraubt wird, als der erste Gewindeabschnitt 21, welcher in der Gewindemutter 4B, 4A eines oberen
Kletterschuhs 3B, 3A geschraubt wird. Mithin findet eine Lastumlagerung vom oberen
Kletterschuh 3B, 3A auf den unteren Kletterschuh 3A, 3B statt. Die Kletterschuhe 3A, 3B werden hernach entsprechend nicht nach oben, sondern nach unten umgesetzt.
[0137] Fig. 5 zeigt ein Blockdiagramm eines Ausführungsbeispiels eines Verfahrens 100 zum
Anheben oder Absenken eines Selbstklettersystems 50 mit einer Hubvorrichtung 1, insbesondere zum abschnittsweisen Betonieren von Bauwerksteilen mittels einem
Selbstkletterschalungssystem 50 mit einer Hubvorrichtung 1.
[0138] In diesem —Ausführungsbeispiel ist das Selbstklettersystem 50 ein
Selbstkletterschalungssystem 50 zum Betonieren von Bauwerksteilen. Die Arbeitsschritte zur
Montage M1A, M1B und M2A und M2B und die Arbeitsschritte zum Hub 101-1 oder 101-2 bis 104 des Ausführungsbeispiels aus Fig. 5 erfolgen vorzugsweise analog zu den
Arbeitsschritten zur Montage M1A, M1B und M2A und M2B und den Arbeitsschritten zum Hub 101-1 oder 101-2 bis 104 des Ausführungsbeispiels aus Fig. 4.
[0139] Vor den Arbeitsschriten zum Hub 101-1 oder 101-2 bis 104 weist das
Ausführungsbeispiel aus Fig. 5 jedoch zusätzlichen einen Arbeitsschritt zum Betonieren BET auf. In dem zusätzlichen Arbeitsschritt zum Betonieren BET wird der nächsthôhergelegenen
Bauwerkabschnitts C mit einem dritten Verankerungselement 11C betoniert. Der erste
Kletterschuh 3A kann in dem vierten Arbeitsschritt 104 entsprechend auf das dritte
Verankerungselement 11C des neu betonierten Bauwerksabschnitts C versetzt werden. Mithin klettert das Selbstkletterschalungssystem 50 mit zunehmender Höhe des Bauwerks immer höher.
[0140] Auch in diesem Ausführungsbeispiel des Verfahrens 100 können die Arbeitsschritte
BET und 101-1 oder 101-2 bis 104 beliebig oft wiederholt werden, um das Betonieren des
Bauwerks bis in eine definierte Höhe zu ermöglichen.
[0141] Fig. 6a, 6b und 6c zeigen schematisch den Kletterablauf des in Fig. 5 gezeigten
Verfahrens 100 zum abschnittsweisen Betonieren von Bauwerksteilen mittels einem
Selbstkletterschalungssystem 50 mit einer Hubvorrichtung 1. -30-
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[0142] Fig. 6a zeigt ein Selbstkletterschalungssystem 50 mit einer Hubvorrichtung 1. Das
Selbstkletterschalungssystem 50 ist über einen ersten Kletterschuh 3A und ein erstes
Verankerungselement 11A an einem bereits betonierten Bauwerkabschnitt A montiert. Die
Differenzialgewindespindel 2 ist nur in die erste Gewindemutter 4A des ersten Kletterschuhs 3A geschraubt und dort mechanisch positionsfixiert, insbesondere selbsthemmend.
[0143] Der über dem Bauwerkabschnitt A gelegenen, ebenso bereits betonierte
Bauwerkabschnitt B weist ein zweites Verankerungselement 11B auf, an welchem ein zweiter
Kletterschuh 3B mit einer zweiten Gewindemutter 4B montiert ist. Die zweite Gewindemutter 4B ist unbelastet, die gesamte Last des Selbstkletterschalungssystems 50 mit der
Hubvorrichtung 1 lastet auf der ersten Gewindemutter 4A.
[0144] Fig. Ga zeigt den Zeitpunkt des Verfahrens 100 kurz nach dem Betonieren des über dem Bauwerkabschnitt B gelegenen Bauwerkabschnitts C mit einem dritten
Verankerungselement 11C, d.h. kurz nach dem Arbeitsschritt BET des Verfahrens 100. In der
Abbildung ist der Bauwerkabschnitt C noch geschalt.
[0145] Fig. 6b zeigt das Selbstkletterschalungssystem 50 mit einer Hubvorrichtung 1 aus Fig. 6a nach Abschluss des Arbeitsschritts 101 des Verfahrens 100. Der Bauwerksabschnitt C ist ausgeschalt. Das Selbstkletterschalungssystem 50 wurde über die Hubvorrichtung 1 durch
Rotation der Differenzialgewindespindel 2 durch den Antrieb 6 im Vergleich zu dem in Fig. 6a gezeigten Zustand angehoben.
[0146] Der erste Gewindeabschnitt 21 der Differenzialgewindespindel 2 ist in die zweite
Gewindemutter 4B des zweiten Kletterschuhs 3B, welcher an dem zweiten
Verankerungselement 11B des Bauwerksabschnitts B montiert ist, eingeschraubt. Der zweite
Gewindeabschnitt 22 der Differenzialgewindespindel 2, welcher in vertikale Richtung unterhalb des ersten Gewindeabschnitts 21 der Differenzialgewindespindel 2 liegt, ist in die erste
Gewindemutter 4A des ersten Kletterschuhs 3A, welcher an dem ersten Verankerungselement 11A des Bauwerksabschnitts À montiert ist, eingeschraubt.
[0147] Bedingt durch die unterschiedichen Gewindesteigungen des ersten
Gewindeabschnitts 21 und des zweiten Gewindeabschnitts 22 der Differenzialgewindespindel 2, insbesondere durch eine größere Gewindesteigung des ersten Gewindeabschnitts 21 im
Vergleich zum zweiten Gewindeabschnitt 22, ist nun die in dem ersten Kletterschuh 3A - 31 -
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LU103374 gelagerte erste Gewindemutter 4A entlastet und die in dem zweiten Kletterschuh 3B gelagerte zweite Gewindemutter 4B belastet.
[0148] Fig. 6c zeigt das Selbstkletterschalungssystem 50 mit einer Hubvorrichtung 1 aus Fig. 6a und 6b nach Abschluss des Arbeitsschritts 103 des Verfahrens 100. Nach Entlastung der im ersten Kletterschuh 3A gelagerten ersten Gewindemutter 4A wurde der erste Kletterschuh 3A mit der ersten Gewindemutter 4A vom ersten Verankerungselement 11A des
Bauwerkabschnitts A und der Differenzialgewindespindel 2 demontiert und unbelastet am dritten Verankerungselement 11C des Bauwerkabschnitts C montiert.
[0149] Das Selbstkletterschalungssystem 50 wurde Uber die Hubvorrichtung 1 durch Rotation der Differenzialgewindespindel 2 durch den Antrieb 6 im Vergleich zu dem in Fig. 6b gezeigten
Zustand angehoben. Der als Nächstes zu betonierende an den Bauwerkabschnitt C angrenzende, nächsthôhergelegene Bauwerksabschnitt D ist eingeschalt und kann betoniert werden.
[0150] Es wird darauf hingewiesen, dass es sich bei Ausführungsbeispielen lediglich um
Beispiele handelt, die den Schutzbereich, die Anwendung und den Aufbau in keiner Weise einschränken sollen. Vielmehr wird dem Fachmann durch die vorausgehende Beschreibung ein Leitfaden für die Umsetzung mindestens eines Ausführungsbeispiels gegeben, wobei diverse Änderungen, insbesondere im Hinblick auf die Funktion und Anordnung der beschriebenen Bestandteile, vorgenommen werden können, ohne den Schutzbereich zu verlassen, wie es sich aus den Ansprüchen und diesen äquivalenten Merkmalskombinationen ergibt. -32-
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Bezugszeichenliste: 1 Hubvorrichtung 2 Differenzialgewindespindel 21 erster Gewindeabschnitt 22 zweiter Gewindeabschnitt 3 Kletterschuh 3A erster Kletterschuh 3B zweiter Kletterschuh 4 Gewindemutter 4A erste Gewindemutter 4B zweite Gewindemutter 41, 41A, 41B erster Gewindemutterteil 42, 42A, 42B zweiter Gewindemutterteil 5,5A, 5B Innengewinde der Gewindemutter 51, 51A, 51B Teilgewinde des ersten Gewindemutterteils 52, 52A, 52B Teilgewinde des zweiten Gewindemutterteils 50 Selbstklettersystem, Selbstkletterschalungselement 6 Antrieb 7 kugelférmiger Abschnitt 8 sphärische Auflageflache 9, 9A, 9B erste Offnung 10, 10A, 10B zweite Offnung 11, 11A, 1B, 11C Verankerungselement 12 Vorsprung der Gewindemutter 13, 13A, 13B Sicherungselement 14 Vorsprünge der zweiten Offnung 15, 15A, 15B zweites Sicherungselement 16 Passung -33-
Claims (18)
1. Hubvorrichtung (1) zum Hub von Selbstklettersystemen (50) zum Errichten von Bauwerken umfassend: eine Differenzialgewindespindel (2), wobei die Differenzialgewindespindel (2) einen ersten Gewindeabschnitt (21) mit einer ersten Gewindesteigung und einen zweiten Gewindeabschnitt (22) mit einer zweiten Gewindesteigung aufweist, wobei die erste Gewindesteigung und die zweite Gewindesteigung unterschiedlich sind; einen ersten Kletterschuh (3A) mit einer ersten Gewindemutter (4A) und einen zweiten Kletterschuh (3B) mit einer zweiten Gewindemutter (4B), wobei die erste Gewindemutter (4A) in dem ersten Kletterschuh (3A) und die zweite Gewindemutter (4B) in dem zweiten Kletterschuh (3B) jeweils verdrehfest gelagert sind und jeweils ein Innengewinde (5A, 5B) aufweisen, wobei das Innengewinde (5A) der ersten Gewindemutter (4A) in der Weise ausgebildet ist, dass der erste Gewindeabschnitt (21) und der zweite Gewindeabschnitt (22) jeweils in der ersten Gewindemutter (4A) schraubbar sind, und das Innengewinde (5B) der zweiten Gewindemutter (4B) in der Weise ausgebildet ist, dass der erste Gewindeabschnitt (21) und der zweite Gewindeabschnitt (22) jeweils in der zweiten Gewindemutter (4B) schraubbar sind, um eine rotatorische Bewegung der Differenzialgewindespindel (2) in eine translatorische Bewegung der Hubvorrichtung (1) umzuwandeln; und einen Antrieb (6), wobei der Antrieb (6) mit einem der beiden Enden der Differenzialgewindespindel (2) vebindbar ist und dazu eingerichtet ist, die Hubvorrichtung (1) durch Rotation der Differenzialgewindespindel (2) anzutreiben.
2 Hubvorrichtung (1) gemäß Anspruch 1, wobei die erste Gewindesteigung größer ist als die zweite Gewindesteigung.
3. Hubvorrichtung (1) gemäß Anspruch 1 oder 2, wobei der Antrieb (6) ein Elektromotor mit einer Steuereinheit ist, wobei die Steuereinheit dazu eingerichtet ist, die Hubgeschwindigkeit der Hubvorrichtung (1) durch Steuerung der Rotationsgeschwindigkeit der Differenzialgewindespindel (2) zu steuern.
4. Kletterschuh (3) für eine Hubvorrichtung im Baubereich, wobei der Kletterschuh (3) eine Gewindemutter (4) mit einem Innengewinde (5) aufweist, wobei die Gewindemutter (4) in wenigstens im Wesentlichen axialer Richtung in einen ersten Gewindemutterteil (41) und einen zweiten Gewindemutterteil (42) teilbar ist, um von „34 -
Doka GmbH 5. September 2024 120580P120LU LU103374 einem zusammengesetzten Zustand in einen geteilten Zustand überführt zu werden, wobei der erste Gewindemutterteil (41) ein Teilgewinde (51) des Innengewindes (5) aufweist, und wobei der zweite Gewindemutterteil (42) ein Teilgewinde (52) des Innengewindes (5) aufweist.
5. Kletterschuh (3) gemäß Anspruch 4, wobei die Gewindemutter (4) an einer Stirnseite einen kugelfôrmigen Abschnitt (7) aufweist, und wobei der Kletterschuh (3) eine sphärische Auflageflache (8) aufweist, welche mit dem kugelfôrmigen Abschnitt (7) der Gewindemutter (4) ein Kugelgelenk ausbildet.
6. Kletterschuh (3) gemäß Anspruch 4 oder 5, wobei der Kletterschuh (3) eine Sacklochbohrung zur Lagerung der Gewindemutter (4) und eine erste Offnung (9) in axialer Richtung der Sacklochbohrung aufweist, durch welche vorzugsweise die Gewindemutter (4) hindurchführbar ist.
7. Kletterschuh (3) gemäß einem der Ansprüche 4 bis 6, wobei der Kletterschuh (3) eine zweite Öffnung (10) zur Aufnahme eines Verankerungselements (11) aufweist.
8. Kletterschuh (3) gemäß Anspruch 7, wobei die erste Öffnung (9) und die zweite Offnung (10) wenigstens im Wesentlichen in die gleiche Richtung ausgerichtet sind.
9. Kletterschuh (3) gemäß einem der Ansprüche 4 bis 8, wobei die Gewindemutter (4) einen Vorsprung (12) aufweist, und wobei der Kletterschuh (3) ein Sicherungselement (13), insbesondere ein Bolzen, aufweist, welches eingerichtet ist, mit dem Vorsprung (12) der Gewindemutter (4) in der Weise zusammenzuwirken, dass die Gewindemutter (4) im Kletterschuh (3) gesichert und drehfest gelagert ist.
10. Selbstklettersystem (50) zum Errichten von Bauwerken, eine Hubvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3 aufweisend, wobei der Antrieb (6) vorzugsweise mit dem einen Ende des zweiten Gewindeabschnitts (22) der Differenzialgewindespindel (2) verbindbar ist, und wobei bei bestimmungsgemäßem Gebrauch der Hubvorrichtung (1) der erste Gewindeabschnitt (21) in vertikaler Richtung oberhalb des zweiten Gewindeabschnitts (22) liegt.
11. Selbstklettersystem (50) zum Errichten von Bauwerken gemäß Anspruch 10, wobei bei bestimmungsgemaRem Gebrauch der Hubvorrichtung (1) die -35-
Doka GmbH 5. September 2024 120580P120LU LU103374 Differenzialgewindespindel (2) zu jedem Zeitpunkt mit der ersten Gewindemutter (4A) und/oder der zweiten Gewindemutter (4B) beweglich verbunden ist, und wobei die Hubvorrichtung (1) zu jedem Zeitpunkt, wenn die Differenzialgewindespindel (2) nicht durch den Antrieb (6) rotiert wird, mechanisch positionsfixiert, insbesondere selbsthemmend, ist.
12. Verfahren (100) zum Anheben oder Absenken eines Selbstklettersystems (50) an einem Bauwerk (A, B, C) mittels einer Hubvorrichtung (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6, folgende Arbeitsschritte aufweisend: e Rotieren (102) der Differenzialgewindespindel (2) mittels des Antriebs (6), wobei der erste Gewindeabschnitt (21) der Differenzialgewindespindel (2) in der zweiten Gewindemutter (4B) des zweiten Kletterschuhs (3B), welcher an einem zweiten Verankerungselement (11B) eines Bauwerksabschnitts B montiert ist, geschraubt wird und wobei der zweite Gewindeabschnitt (22) der Differenzialgewindespindel (2) in der ersten Gewindemutter (4A) des ersten Kletterschuhs (3A), welcher an einem ersten Verankerungselement (11A) eines dem Bauwerksabschnitt B benachbarten Bauwerksabschnitt A montiert ist, geschraubt wird; e Demontieren (103), sobald eine Lastumlagerung von dem ersten Kletterschuh (3A) auf den zweiten Kletterschuh (3B) erfolgt ist, vorzugsweise sobald die erste Gewindemutter (4A) des ersten Kletterschuhs (3A) durch die Differenzialgewindespindel (2) entlastet ist, des ersten Kletterschuhs (3A) mit der ersten Gewindemutter (4A) von der Differenzialgewindespindel (2) und dem ersten Verankerungselement (11A) des Bauwerkabschnitts A; und e Montieren (104) eines, insbesondere des ersten, Kletterschuhs (3A) mit einer, insbesondere der ersten, Gewindemutter (4A) an einem dritten Verankerungselement (11C) eines dem Bauwerksabschnitt B ebenfalls benachbarten Bauwerkabschnitts C, wobei der erste Bauwerksabschnitt A und der dritte Bauwerksabschnitt C jeweils in axialer Richtung der Differenzialgewindespindel (2) an den zweiten Bauwerksabschnitt B angrenzen.
13. Verfahren (100) gemäß Anspruch 12, insbesondere zum abschnittsweisen Betonieren von Bauwerksteilen mittels einem Selbstkletterschalungselement (50), insbesondere vor dem Arbeitsschritt (101), zusätzlich folgenden Arbeitsschritt aufweisend: -36-
Doka GmbH 5. September 2024 120580P120LU LU103374 e Betonieren (BET) des Bauwerkabschnitts C mit dem dritten Verankerungselement (11C).
14. Verfahren (100) gemäß Anspruch 12 oder 13, zusätzlich folgende Arbeitsschritte aufweisend: e Montieren (M1A) des ersten Kletterschuhs (3A), vorzugsweise über dessen zweite Öffnung (10A), an dem ersten Verankerungselement (11A) des Bauwerkabschnitts A und Montieren (M1B) des zweiten Kletterschuhs (3B), vorzugsweise über dessen zweite Öffnung (10B), an dem zweiten Verankerungselement (11B) des Bauwerkabschnitts B; und e Montieren (M2A) der Differenzialgewindespindel (2) an dem ersten Kletterschuh (3A).
15. Verfahren (100) gemäß einem der Ansprüche 12 bis 14, zusätzlich folgende Arbeitsschritte aufweisend: e Rotieren (101-1) der Differenzialgewindespindel (2) mittels des Antriebs (6), bis sich der erste Gewindeabschnitt (21) der Differenzialgewindespindel (2) auf Höhe des zweiten Kletterschuhs (3B) befindet; und e Montieren (M2B) der Differenzialgewindespindel (2) an dem zweiten Kletterschuh (3B).
16. Verfahren (100) gemäß einem der Ansprüche 12 bis 14, wobei der zweite Kletterschuh (3B) mit der zweiten Gewindemutter (4B) montiert wird, zusätzlich folgende Arbeitsschritte aufweisend: e Rotieren (101-2) der Differenzialgewindespindel (2) mittels des Antriebs (6), wobei der erste Gewindeabschnitt (21) in die zweite Gewindemutter (4B) des zweiten Kletterschuhs (3B) eingeschraubt wird.
17. Verfahren (100) gemäß einem der Ansprüche 14 bis 16, wobei der erste Kletterschuh (3A) montiert wird, indem dessen zweite Öffnung (10A) über das erste Verankerungselement (11A) geschoben wird und/oder wobei der zweite Kletterschuh (3B) montiert wird, indem dessen zweite Öffnung (10B) über das zweite Verankerungselement (11B) geschoben wird.
18. Verfahren (100) gemäß einem der Ansprüche 14 bis 17, wobei die Differenzialgewindespindel (2) an dem ersten Kletterschuh (3A) montiert wird, indem - 37 -
Doka GmbH 5. September 2024 120580P120LU LU103374 die erste Gewindemutter (4A) auf der Differenzialgewindespindel (2) aufgebracht wird und dann die erste Öffnung (9A) des ersten Kletterschuhs (3A) Uber die Differenzialgewindespindel (2) und/oder die erste Gewindemutter (4A) geschoben wird, und/oder wobei die Differenzialgewindespindel (2) an dem zweiten Kletterschuh (3B) montiert wird, indem die zweite Gewindemutter (4B) auf der Differenzialgewindespindel (2) aufgebracht wird und dann die zweite Offnung (9B) des zweiten Kletterschuhs (3B) über die Differenzialgewindespindel (2) und/oder die zweite Gewindemutter (4B) geschoben wird.
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