LU81772A1 - Einrichtung zum strippen von kokillen - Google Patents
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-
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Description
4
FRIED. KRUPP GESELLSCHAFT MIT BESCHRÄNKTER HAFTUNG
in Essen
Einrichtung zum Strippen von Kokillen
Um eine gute Materialqualität zu erzielen, ist es in der Regel notwendig, bestimmte Metalle und Stähle, insbesondere Edelstahle, in Kokillen zu vergießen, die sich | 1 5 von unten nach oben konisch öffnen. Die Kokillen sind am Boden entweder geschlossen oder sie besitzen - z.B. für die Benutzung beim Gespannguß - eine Einlauföffnung am Boden. Wegen dieser Ausbildung der Kokillen ist ein Strippen, durch das Abziehen der Kokillen vom erstarr-•JO ten Block nach oben, wie in der Massenstahlerzeugung üblich, nicht möglich.
, In einigen Edelstahlwerken werden deshalb zum Strippen auf die Kokillen abnehmbare Hauben aufgesetzt, die nach dem Erstarren des Blocks abgehoben werden. Dadurch wird 1 15 ein Teil des Blocks, der Blockkopf, oberhalb der Ko kille freigelegt. Dieser kann nunmehr von einer Zange des Krans gefaßt werden. Der Block wird nach oben aus i der Kokille gezogen und vom Kran auf einem Stapellager i abgesetzt. Diese Haube bedeutet zusätzlichen Material— 20 und Arbeitsaufwand.
Bei anderen Strippverfahren werden die Kokillen mit dem Block von einem geeigneten Hebezeug von der Gieß-, platte gehoben, zu einer Fallgrube gebracht und dort ! .* durch Umstülpen entleert. Ein solches Verfahren ist ! 25 . aus der DE-PS 657 083 bekannt geworden. Die ortsfeste
Strippeinrichtung nach dieser Schrift weist eine fest i \ · ^ | EV 63/78 - 3 - ' AK/We 10.10.1978 aufgestellte Führung des Stripper-Stempels und eine schwenkbare Kippvorrichtung auf, in welcher die Kokille in senkrechter läge vom Kran aufgenommen, nach einem Kippvorgang dann in horizontaler läge durch den 5 Stempel gestrippt und danach durch erneutes Kippen in eine Grube abgeworfen wird. Nach dem Zurückschwenken der Kippvorrichtung in ihre Ausgangsstellung wird die Kokille aus dieser durch den Kran entnommen und zum Stapellager transportiert. Diese bekannte Einrichtung •JO hat den Nachteil, daß mit dem Strippen noch zu viele Arbeitsgänge erforderlich sind.
Der in dem Anspruch 1 gekennzeichneten Erfindung liegt . demgegenüber die Aufgabe zugrunde, eine mit einer Kipp vorrichtung ausgestattete Strippeinrichtung zu schaffen, •J5 die ein schnelleres Entleeren der Kokillen ermöglicht.
Die neue Einrichtung zeichnet sich gegenüber der bekannten Einrichtung dadurch aus, daß der Einsatz von Hebe zeugen und Personal erheblich verringert wird. Außerdem werden die Blöcke nicht mehr durch die großen 20 Fallhöhen beim Stürzen beschädigt.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt, das im folgenden 25 näher beschrieben wird,
Yon einem nicht dargestellten Zangenkran wird eine Kokille 1 mit erstarrtem Block 2 zur Kippvorrichtung transportiert und auf deren Kokillentisch 3 abgesetzt. Die Kippvorrichtung weist einen an seinem oberen Ende - 4 - I * * (mit einer zangenartigen Hebevorrichtung 4 versehenen.
Schwenkarm 7 auf. Die Hebevorrichtung 4 hebt die Kokille 1 bei gleichzeitigem Umgreifen ihrer Zapfen. 11 vom Kokillentisch 3 ab und arretiert sie gleichzeitig.
5 Eine fingerartige Halterung 5 fixiert den Block 2 in der Kokille 1 während des nachfolgenden Sehwenkens des Schwenkarms 7 zu einem schwenkbaren Rollgangsteil 6 als Endlage des Schwenkarms.
Während der Schwenkbewegung, die durch zwei jeweils am 10 Schwenkarm 7 einerseits und an der Kippvorrichtung an— ! dererseits angelenkte hydraulische Kraftzylinder 12 bewirkt wird, wird die Kokille 1 mittels eines hydraulischen Kraft Zylinders 13 nach oben um die Achse ihrer Î Zapfen 11 so geschwenkt, daß sie in der Endlage des ! 15 Schwenkarms 7 mit ihrer Achse parallel zu der Bahn eines j Rollgangsteils 6 angeordnet ist, welches um eine Achse 14 I vermittels hydraulischer Kraftzylinder 15 schwenkbar an I der Kippvorrichtung angelenkt ist. Der hydraulische Kraft— zylinder 13 greift an einer an dem Schwenkarm angelenkten, 20 zwischengeschalteten halbschalenförmigen Kokillenhalterung j 16 an.
Hach der Freigabe des Blocks 2 durch die Halterung 5 gleitet der Block 2 aus der Kokille 1 bis zu einer geschlos— j senen Halteklappe 8 eines Haltewagens 9 am schräggestell- ! 25 ten Rollgangsteil 6. Durch den sich abwärts bewegenden
Haltewagen 9 .mit der Halteklappe 8 geführt gleitet der Block 2 auf dem Rollgangst eil 6 aus der Kokille 1.
Während anschließend der Schwenkarm 7 zu einem am anderen Ende der Kippvorrichtung angrenzenden Transportée) band 10 zurückschwenkt, senkt der Rollgangsteil 6 in die Waagerechte ab. Danach wird der Block 2 nach Zurückfahren des Haltewagens 9 mit geöffneter HaltekLappe 8 durch Wiedei Vorfahren mit geschlossener HaltekLappe 8 auf den sich an / - 5 - > * den Rollgangsteil anschließenden stationären Rollgang 17 gedrückt, der den Block 2 zu einem Blocklager transportiert. Nach erneutem Zurückfahren des Haltewagens 9 und Schrägstellen des kippbaren Rollgangsteils 6 kann ein neuer Block 5 übernommen werden.
Inzwischen hat der Schwenkarm 7 mit der leeren Kokille 1 die Endstellung über dem Transportband 10 erreicht und . durch Lösen der Hebevorrichtung 4 die Kokille 1 aufrecht stehend auf das Transportband 10 abgesetzt, welches an— 10 schließend die Kokille 1 um etwas mehr als Kokillehbreite in Richtung Kokillenabstellplatz bewegt.
*
Zur Aufnahme einer neuen Kokille wird dann der Schwenk-arm 4 in die Ausgangsposition über dem Kokillentisch 3 geschwenkt, worauf sich der beschriebene Strippvorgang 15 wiederholt.
/ί/Λ . / - 6 -
Claims (6)
1. Juni 1979 * Ansprüche:
1. Einrichtung zum Strippen von Kokillen, die mittels einer ; Kippvorrichtung aus der senkrechten Hage in die Ausstoß— läge und zurück gebracht werden, dadurch ‘ gekennzeichnet, daß die zwischen einem die | auf ihm abgesetzten leeren Kokillen (1) abfordernden ‘ . Transportband (10) und einem die gestrippten Blöcke (2) abfördernden Rollgang (17) angeordnete Kippvorrichtung i Λ einen Kokillentisch (3), einen an seinem oberen Ende mi-fc einer greifenden Hebevorrichtung (4) für eine Kokille (1 ) und einer lösbaren Halterung (5) für den zu strippenden Block (2) versehenen Schwenkarm (7) und einen den aus der gekippten Kokille (1) gestrippten Block (2) auf nehmenden und zum Rollgang (17) weiterleitenden schwenkbaren Roll— gangsteil (6) aufweist. 1 ·*
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, / | daß der Schwenkarm (7) eine an seinem oberen Ende ! angelenkte, schwenkbare, die Kokille (1) führende ; bzw. stützende halbschalenförmige Kokillerhalterung J (16) aufweist. i
13. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hebevorrichtung (4) durch zwei die Zapfen (11) der Kokille (1) umgreifende Zangen gebil-! det ist. li n ji 4. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, ! dadurch gekennzeichnet, daß die Halterung (5) für ! den zu strippenden Block (2) aus einem den Block (2) in der Kokille (1) an deren offenen Ende beaufschlagenden, wegschwenkbaren fingerartigen Hebel besteht. • EV 63/78 _ 1 - i AK/We V %
5. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der schwenkbare Rollgangsteil (6) zum Aufnehmen und Weiterleiten des Blocks (2) einen in Iransportrichtung hin und her verfahrbaren Haltewagen (9) aufweist, der mit einer * den Block (2) zum Transport alternierend an seinen Enden beaufschlagenden, ausrückbaren Halteklappe (8) versehen ist.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß für die Ausführung der Schwenkbewegungen des Schwenkarms (7), der Halterung (5), der Hebevorrichtung (4), der Kokillenhalterung . (16) des Rollgangsteils (6), des Haltewagens (9) und der Halteklappe (8) jeweils hydraulische Kraftzylinder vorgesehen sind. L· - 2 -
Applications Claiming Priority (2)
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Publications (1)
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