LU85781A1 - Programmierbarer und mit datenverarbeitungsmitteln interaktiv kommunizierfaehiger elektronisch-mechanischer wendeflachschluessel - Google Patents
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Description
*
Bauer-Kaba — 1 —
Λ I
! PROGRAMMIERBARER UND MIT DATENVERARBEITUNGSMITTELN INTER- ! AKTIV KOMMUNIZIERFÄHIGER ELEKTRONISCH-MECHANISCHER WENDE- I FLACHSCHLÜSSEL.
I Die Erfindung betrifft einen elektronisch-mechanischen j Flachschlüssel aus Metall bestehend, mit im Schlüsselschaft i angeordneten Vertiefungen zur Aufnahme von im Schlossrotor ! sich befindenden radialverschiebbaren Zuhaltungsstiften, zur ] Verwendung als mechanischer Schlüssel ausserhalb und als J mechanisch/elektronischer Schlüssel innerhalb einer Schließ- ! einrichtung mit zusätzlichen, im Schlosszylinder angeordne- I ten elektronischen Mitteln.
I * j Schlüsse] mit mechanischen und nichtmechanisehen Schliess- I und Oef-fnunoscodes sind seit dem Aufkommen von im Vergleich j zur Röhrentechnik miniaturisierter elektronischer Mittel J Gegenstand ständiger Bemühungen. Die diesem Problem inhären— ! ten Sachzwänge stehen sich jedoch so diametral gegenüber, I ii?ss die unumgänglichen Kompromisse eine schliesslich ge wählte Lösung in der Regel beträchtlich vom anvisierten Ziel wegführt um nicht zu sagen wegzwingt.
Bauer-Kaba — 2 — IEs gibt bspw. nichtelektronisehe, aber elektronische Abtastmittel beeinflussende Schlüssel; diese bestehen meist aus Metall. wobei eine magnetomechanisehe Einrichtung solche Schlüssel elektronisch lesbar macht. Solche Schlüssel weisen bspw. ein rundes Bartprofil auf, an dessen Peripherie magnetische Abschnitte, oder zumindest Abschnitte mit wechselnder Permeabilität untergebracht sind. So sind durch eine rotatorische Schl iessbewegu.ng solche Schlüssel elektronisch abtastbar. Beispiele davon sind in den beiden deutschen Offenlegungsschriften 32·'05'586 und 32'45'681 beschrieben; dies sind dann allerdings weder Flach- noch elektronischen Schlüssel.
So zeigt bspw. die DE-OS 32--45^681 einen Schlüssel mit kombinierter mechanischer und nichtmechanischer, magnetischer Codierung. welche nichtmecha.nisehe Codierung in Form eines ringförmigen Datenträgers ausgestaltet ist. Der Erfinder des darin beschriebenen Schlüssels bezieht sich auf die deutsche Auslegeschrift 23^25^566, die einen Flachschlüssel mit nichtmechanischer und mechanischer Codierung beschreibt. Aus dieser Druckschrift geht aber nicht klar hervor, wie diese Codierung beschaffen ist und wie sie ausserdem realisierbar ist. Lediglich der Hinweis, dass· der Schlüssel auf dem Schlüsselrücken das magnetische Schlüsselgeheimnis trägt, lässt den Fachmann vermuten, dass es sich um auf der Schlüsselbartlänge verteilte magnetische Einbettungen evtl, handeln könnte; oder aber es ist kein eigentlicher Code, sondern nur eine liagnetstel 1 e am Schlüsselrücken, der in der richtigen Lage unter dem Lesegerät die elektrische Sperrung freigibt. Andererseits sieht der Erfinder der genannten DEOS 32^45^681 Nachteile, einen Flachschlüssel mit nichtmecha— ni sehen Codierungen auszurüsten, vor allem deswegen, weil vergleichsweise nur wenig Code-Variationen 'unterzubringen sind. Ein Flachschlüssel bietet tatsächlich nicht viel Platz, um zusätzlich noch anderes als die vorgesehenen me-
Bauer—Kaba - 3 - [ chanischen Codierungen unterzubringen. Primär hängt dies damit zusammen, dass die Flachschlüssel ganz generell Produkte der Schl Ossel miniaturisierung sind, denen alles über— flüssige 9n physischer Ausdebnunq weqtreiniert wurde. Solche Flach-Schlüssel sind schliesslich zum de -facto Standard au-f ihrem Gebiet geworden und erfahren dadurch eine auch heute noch zahlenmä.ssi g zunehmende Verbreitung. Der Sachzwang,
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trotzdem weitere Elemente in solch einen gestalts-optimier— ten Schlüssel einzubringen, scheitert nun eben am Resultat von jahrzentelengen Bemühungen, nämlich soviel an mechanischer Codierung wie möglich in die beschränkten Platzver— hältnisse eines eleganten, flachen und taschengerechten Schlüssels unterzubringen.
So wird einerseits, um brauchbare Resultate in der Kombination von mechanischen und elektrischen Codier-Möglichkeiten auf ein und demselben Schlüssel zu rea.lisieren bspw. die Flachschiüsselform verlassen, wie dies die hier besprochene DE-OS 32^45^681 tut und dies auch als erfindungswesentlich darstellt, oder es wird andererseits auf die mechanische Codierung ganz verzichtet, dafür, gleichsam ersatzweise, eine recht üppige elektronische Ausstattung gewählt, die dann gleichzeitig eine neue Schlüsselform'nach sich zieht, . welche so Geformten Schlüssel im Zusammenhang mit schon vorhandenen Standard-Zylinderschlössern nicht mehr verwendet . * werden können.
Eine soichermassen elektronisch ausgestattete Lösung ist in der folgenden amerikanischen Patentschrift bekannt geworden.
' Die US—PS 4'297'569 beschreibt einen rein elektronischen "Schlüssel" ahne mechanische Codierung, bei welchem in schlüsselähnlieher Form eine integrierte Schaltung mit Kunststoff umspritzt wurde. Dieser Schlüssel hat keine mechanische Codierung, es ist auch kein eigentlicher Schlüssel
Bauer-Kaba - 4 - im herkömmlichen Sinn, er hat lediglich eine einem Schlüssel angenäherte Form. Er besteht wie gesagt aus einem mit Kunststoff u.mspritzten Halbleiterchip der DIL-Kategorie mit 2 mal 3 Kontaktreihen (ein Käfer), wobei die Kontaktreihen tel quel als "Schlüsssikontakte" verwendet werden. Der Chip ist im Schlüsselbart eingebettet, die Reide ist gerade soweit ausgebildet, dass der Schlüssel von einer Hand in Durchschnittsgrösse noch richtig manipuliert werden kann. In seinen Dimensionen ist dieser Schlüssel aber weit . von den üblichen Normmassen eines Flachschlüssels entfernt; er ist so dick, wie dies das Eingiessen eines handelsüblichen DIL-Chip erfordert. Diese Dicke gibt dem elektronischen Schlüssel schliesslich auch seine nötige Stabilität.
\
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, einen Flachschlüssel mit mechanischer sowie elektronischer Codierung zu. schaffen, der nebst seinen dem Flachschiüssel-Standard entsprechenden Dimensionen, eine vergleichsweise aufwendige Elektronik aufweist und ausserdem so ausgestaltet ist, dass er su einem ‘ Datenaustausch zwischen Schlüssel und zugehörigem Zylinder fähig ist, wobei dieser Flachschlüssel in einer speziellen i Ausführungsform ein Wendeschlüssel ist. Der Flachschlüssel soll in schon vorhandenen, nicht zu einer elektronischmechanischen Schliess-Einrichtung gehörenden Schlosszylindem ebenfalls verwendbar sein, was voraussetzt, dass dieser „ Schlüssel die für die mechanische Codierung üblichen Norm masse aufweist; er soll natürlich auch die nötige ausreichende mechanische Festigkeit herkömmlieher Flachschlüssel aufweisen.
Es ist also evident, dass in Flachschlüsseln üblicher Normgrösse weder für Sicherheitszwecke ausreichende magneto-mechanische noch elektronisehe Mittel mit bekannten Massnahmen untergebracht werden können, dies insbesonders dann
Bauer—k‘ab a — 5 — nicht, wenn der Flachschlüssel aus Stabi1itätsgründen auch aus Metall bestehen soll, denn damit treten noch besondere T soii erunqsprobleme auf, mit denen sich bspw. die Lösung I gemäss U3-FS 4'297?5ί>9 nicht au.seinanderzusetzen hat.
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Die Aufgabe wird dadurch gelöst, indem der Flachschlüssel der eingangs genannten Art nicht als Schlüssel, sondern als Gehäuse Für elektronische Baugruppen ausgestaltet ist und in ï einer Ver1ängerung des SchlüsselSchaftes zur Reide hin und/- oder in der Reide selbst mindestens eine Ausnehmung zur j Aufnahme einer elektronischen Schaltung und im Bereich zwi- ’ sehen Schlüsselschaft und Reide an mindestens einer Schmal seite eine, mit der in der Ausnehmung angeordneten elektro-i ni sehen Schaltung verbundenen Kontaktreihe versehen ist.
i l Î Verschiedene Ausffjhrungsformen sind in den abhängigen Pa- ] tentansprüchen definiert. So sind bspw. in einer besonderen
Ausführungsform die integrierte Schaltung und die Kontaktreihe auf einer gedruckten Leiterplatte zu einer selbstständigen Baugruppe verbunden, wobei die über die gedruckte ï Schaltung verbundenen Elemente, die integrierte Schaltung * und davon beabstandete Kontaktreihe(n) als als separate
Baueinheit gesondert vom Gehäuse in Schlüsselform, dem Schl üssel k.örper auf deren elektronische Funktionstüchtigkeit vor dem Zusammenbau zum fertigen Schlüssel geprüft werden kann.
Eine weitere besondere Ausführungsform sieht eine modular teilbare Schlüsselreide vor, die aus einem mit dem Schlüsselschaft verbundenen und aus einem vom Schlüssel entfern-und wiederverbindbaren Teil besteht.
»
Bauer-Kaba ~ 6 ~
Von diesen besonderen Ausführungsfornten abgeleitete weitere
Ausführungsformen. sind in zusätzlichen abhängigen Patentansprüchen definiert.
Anhand der nachfolgend aufgeführten Figuren, wird die
Erfindung nun im Detail diskutiert.
Eigur 1 zeigt in einer E>;pl osi onsdarstel 1 ung den erfin— dunqegemässen Schlüssel in einer der praktizierten Ausf »ihr ung sf or men ; , Figur 2 zeigt eine erste Gehäuse-Grundform mit einstücki- • ger Schlüsselreide für die in Figur 1 gezeigte elektronische Baugruppe;
Figur 3 zeigt eine zweite Gehäuse Grundform mit zweigeteilter Schlüsselreide für die in Figur 1 gezeigte v elektronische Baugruppe;
Figur 4 zeigt eine aus der Grundform abgeleitete Gehäuseform mit zweigeteilter Schlüsselreide. wobei der wegnehmbare Teil als Modul teil ausgestaltet ist;
Figur 5 zeigt eine weitere, von der in Fig. 4 gezeigten Form abgeleitete Ausführungsform;
Figur 6 zeigt eine Ausführungsform der elektronischen Baugruppe. wie sie als solche in das Gehäuse ein-set.zba.r ist;
Figur 7 zeigt eine andere Ausführungsform der elek tronischen Baugruppe; !
Figur 8 zeigt eine weitere Ausführungsform der elek- I tronisehen Baugruppe.
1 Figur 9 zeigt eine weitere Gehäuseform mit einer Reidenöffnung ►
Bauer-Kaba ~ 1 ~
In der anschaulichen Darstellung von Figur 1 wird versucht, eine Ausführungsform darzustel1 en, an welcher man nicht nur die Merkmale der Erfindung ablesen können soll, sondern auch die Erfindungsidee. Es ist sicher gegen das Gefühl und das Streben des Fachmannes seines Gebietes, sein ausgefeiltes Produkt, der Schlüssel also, nur noch als Gehäuse für ein ! neues und zusätzliches Element zu sehen oder gar zu verwenden. Der Schlüssel ist hier sichtbar in neue, schlüsselfremde Komponenten zerlegt und erst im Zusammenbau ‘-esultiert schliesslich wieder ein Flachschlüssel der ursprünglichen Gestalt. Es ist also nicht so, dass man, wie dies bei oberflächlicher Betrachtung den Anschein machen könnte, lediglich einen vorhandenen Schlüssel so gut wie möglich aushöhlt um die elektronischen Komponenten darin zu versorgen, im Gegenteil, es wird, im Rahmen einer normierten Fl a.chschl üssel geste.lt seiner Gattung ein Gehäuse geschaffen, ! das Elektronik aufnimmt, verschlossen werden kann und in i i diesem Zustand ein mechanisch elektronischer Flach- < ; Schlüssel, gemäss Figur 1 ein Wendeschlüssel ist.
a
Der dergestellte Wendeschlüssel zeigt die für einen solchen Schlüssel typischen Hauptelemente, den Schlüsselschaft 1 mit den Vertiefungen 3 für die mechanische Codierung, die Schlüsselreide 2, das ist der Schlüsselgriff, und einen für diesen speziell ausgestalteten Verbindungsteil 12, also von 1 und 2, der ja ohne ihn speziell hervorzuheben wohl meist π«cl? m«ntär ausgestaltet immer vorhanden ist. In diesem Falle wird der Verbi ndungstei 1 zwischen Reide und Schaft ausgeprägt verlängert und zur Einpassung der Kontaktspinne 4 geformt. Die Kontaktspinne 4 mit den Einzel kontakten, ist in einer Baugruppe 5 für die elektronische Codierung angeordnet, welche Baugruppe im wesentlichen aus einer Leiterplatte 3 mit den Leiterbahnen 8A, der Kontaktspinne 4 und elektronischen Bauelementen, hier eine integrierte Schaltung, | ein Chip, und allenfalls weiteren Kontakten 7A besteht. In - Bauer-Kaba - g - der funktionellen Ausgestaltung der Baugruppe 5 ist men recht frei, auch räumlich, da in einem gewissen Rahmen die Dicke der Reide verändert werden kann, ohne das typische Bild des Schlüssels massgeblich zu verändern. Der besseren Darstellung wegen, ist der IC-Baustein 9 (eigentlich falsch) auf der Oberseite der Leiterplatte eingezeichnet. Die »
Ausführungsform. wie sie verwendet wird, zeigt Figur 6.
Diese Baugruppe 5 ist sozusagen in das vorbereitete Gehäuse einlegbar, welches folgende dafür vorgesehene Ausnehmungen ! au^weist: eine Ausnehmung 6A im Verbindungsteil 12 zur
Aufnahme der Kontaktspinne 4, eine Ausnehmung 6E^ im vorderen Reidenteil, also dem dem Schlüsselschaft nächstgelegenen Teil, zur Durchführung eines Teils der Leiterplatte 8, eine Ausnehmung 6C in der vorderen Reidenhälfte, zur Aufnahme des restlichen Teils der Baugruppe 5. Die selbstverständlich erforderlichen Abdeckungen, je eine unten und oben sind in Figur ... a.bgebildet, welche ein Gehäuse allein darstellt.
' Die Reide 2 besteht in Figur 1 aus einem fest mit dem
Schlüsselschaft 1 verbundenen Teil 2A und einem wegnehmbaren, modularen Teil 2B. Der modulare Reidenteil 2B • kann mannigfach ausgestaltet sein. In der Darstellung nach ' Figur 1 weist er eine weitere Ausnehmung 6D auf, in welche eine Stromquelle in Form einer Batterie IO einsenkbar ist, welche ihrerseits mit den Kontakten 7B in Verbindung steht. So stellt Modul teil 2B der Reide 2 ein
Stromversorgungstei1 der Baugruppe 5 dar, der an den festen ’ Reidenteil 2A angekoppelt über die Kontaktpaarunq 7A/7B den j Schlüssel energeti si ert. Lieber Art und Weise der Befestigung des Modul teils an der Reide, eine fachmännische Massnahme sus dem Gebiet der Feinwerktechnik, wird hier nicht näher ei ngegangen.
a Die Aufteilung der Schlüsselreide 2 in einen festen Teil 2A
und einen Modul teil 2B ist eine spezielle Ausführungsform,
Bauer-Kaba - 9 — . die es erlaubt bspw. den Schlüssel durch Einschieben von
Nummern, Kennzeichen etc. zu individualisieren, den Schlüssel mit weiteren, auch austauschbaren funktionellen Elementen -funktionell zu erweitern, den Schlüssel in der 1 Nr-undfunktion als beliebigen Werbeträger einzusetzen, wobei > ri = s individuelle Werbesignet auf dem Modulteil auf- oder --•noebracht ist etc.
j hie Figuren 2.3 und 4 zeigen diverse Gehäuseformens die Figuren 5A bis 5D zeigen eine Anzahl von verschiedenen modularen Teilen.
’ hie einfachste Ausführung einer Gehäuseform zeigt Figur 2 von oben und im Schnitt A—A von der Seite gesehen. Anschliessend an den Schlüsselschaft 1, der bei der Herstellung die mechanische Codierung natürlich noch nicht i trägt, ist der übliche Schlüsselanschlag 11 angeordnet; dann folgt der Verbindungsteil 12 mit der ersten Ausnehmung 6A, in welche die Kontaktspinne 4 einqeleqt werden kann. Die anschliessende Vertiefung 6B ist wie ein flacher Kanal zur Aufnahme der Printplatte 8 der Baugruppe 5 anqeleqt, der schliesslich in die Ausnehmung 6C, welche hier den grössten Teil der Reide 2 einnimmt, mündet, in welcher dann die elektronischen Bestandteile, bspw. der Chip 9 platz finden soll-(en>. Diese Ausnehmung 6C durchbricht die Reide 2 in i hrer gesamten Dicke, das heisst, um das Gehäuse zu schliessen benotiqt man zwei Abdeckungen, eine untere Abdeckung 21 für die Ausnehmung 6C und eine entsprechend geformte obere Abdeckung 20 zum gleichzeitigen Verschliessen der Ausnehmungen 6A, 6B, 6C. Die eigentlichen Details, wie die Abdeckungen auf— oder eingesetzt werden, sind hier nicht dargestellt; die bekannten liassnahmen der Feinwerktechnik bieten hier verschiedene Möglichkeiten. Ueblicherweise kann 9 man davon ausgehen, dass das Gehäuse einmal Verschlossen und
Bauer-Kaba — 10 — nicht wieder geöffnet wir. Die ist bspw. dann der Fall, wenn eine elektronische Baugruppe 5 gemäss Figur 1 verwendet wird, bei weicher die Kontaktspinne 4 unlösbar mit dem Mittelteil 12 verbunden wird. Dann ist es nur noch schlecht möglich, die Elektronik bspw. im Reparatur*al1 auszuwechseln. Wird au-f eine möglichst kostengünstige Ausführung Wert qelegt, so empfiehlt es sich die Abdeckungen als unlösbare Verbindung einzupressen und zusätzlich zu verkleben.
Der Schlüssel/Gehäuse-Rohling ist bei dieser Bauart einfach herzustellen, nämlich durch Stanzen. Dies gilt auch für die Abdeckungen. Dem Rohling werden dann auf dem Schlüsselschaft die Vertiefungen 3 für die mechanische Codierung eingefräst; das einpassen der elektronischen Baugruppe wird zuletzt - ausgeführt. Ueblicherweise ist die "Elektronik" der
Baugruppe in einem gewissen Sinne neutral, sie wird erst vor Gebrauch k.undenspezifisch programmiert. Dies ist bei der mechanischen Codierung, die ja nicht eine flüchtige, leicht auswechselbare ist, nicht der Fall. Darum empfiehlt es sich, die mechanische Codierung hierarchisch möglichst tief anzusetzen, sodass möglichst viele Schlüssel einer Orqanisationsqruppe "mechanisch" gleich, aber "elektrisch" verschieden sind.
Fiqur 3 zeigt in Abwandlung der Gehäuseform von Figur 2 eine solche, deren Ausnehmung 6C in der Schlüsselreide 2 sich nicht über die ganze Reidendicke erstreckt. Sie gerade so tief eingesenkt, dass einerseits die Baugruppe platz findet und andererseits ein Gehäuseboden 30 erhalten bleibt. Damit erspart man sich die Manipulation mit der unteren Abdeckung 21, der Schlüssel besteht so lediglich aus Gehäuse.
( elektronischer Baugruppe und Deckel. Dieses Gehäuse ist ebenfalls durch Stanztechnik herstellbar. Innere Kanten und
Bauer -Kaba -11 - « ' ; Ab^etzunoen müssen nicht εο ausgeprägt sein, wie dies bspw.
= i durch Fräsen erzielbar ist.
Diese Gehäuseform, also Gehäuseteii mit Deckel und darin unterzubringende Baugruppe bringt grosse Vorteile. Sobald man sich, gemäss der er-finderisehen Idee, davon losgemacht hat, an einen Schlüssel zu denken und statt dessen diesen als Gehäuse, mit einem wie ein Stiel daran daran angesetzten i ; Schlüsselschaft nota bene, begreift, so hat man gedanklich plötzlich freien Zugang zu den Stilelementen von ähnlichen Gehäusen wie bspw. Armband-Uhrengehäusen und deren
Technologie der Verschliessmöglichkeiten. Es ist klar, dass schon aus wirtschaftlichen Erwägungen heraus diese dortigen Lösungen nicht oder nur in seltenen Fällen tel quel übernommen werden können, aber in der nötigen Anpassung sind die dort bekannten Massnahmen durchaus übertragbar.
Ein Beispiel für solch ein Gehäuse zeigt zum Teil Figur 4, in der ein einseitig verdicktes Gehäuse mit prismenartigen Abschrägungen an den Kanten an eine Armbanduhr erinnert. Mit dieser Massnahme, der einseitigen Verdickung nämlich, verschafft man zwangslos genügend Raum in der Reidenausnehmung 6C, um elektronische Baugruppen für höchste Ansprüche darin unterzubringen. Auch in der Ausnehmung 6B ist genügend Raum, um zwischen der Kontaktspinne 4 und der Baugruppe 5 lösbare Kontaktierungen zu schaffen, sodass die Baugruppe für sich selbst ausgewechselt werden kann. So es nicht auf ausgesprochene Sicherheit ankommt, ist es unerheblich, dass sich der Deckel 20 wie bei einer . Armbanduhr abnehmen lässt. Da ja bei entfernen des Deckels und beim herummanipulieren an der Baugruppe bestenfalls das Nichtfunktionieren des Schlüssels bewirkt wird, ist der Schlüsselbesitzer wahrscheinlich ebensowenig daran | interessiert seinen komplizierten Schlüssel zu öffnen, wie
Bauer—Kaba — 12 — er dies bei seiner Armbanduhr auch nicht tut. So es aber s j darauf ankommen sollte, einen unlösbaren Verschluss zu ; Haben, kann man dieselben Techniken dafür verwenden wie bei \ ! den Ausführungen der· vor angegangenen Figuren.
< \ Figur 4 zeigt weiterhin die in Figur 1 schon besprochene | Ausführung mit der geteilten Reide, nämlich in einen festen
Teil 2A und einen modularen Teil 2B. Diese erweiterte i Gehäusetechnik erlaubt einen Elementeaustausch, ohne in das \ Gehäuseinnere einzugreifen. Der Modul teil 2B ist als , verhältnismässig leicht austauschbarer Träger von f funktionellen Elementen oder Kennzeichen gedacht.
* i
Funktionelle Elemente wären Stromquellen, zusätzliche Baugruppen etc., Kennzeichen wären Zimmer nummern für
Hotelschlüssel, Firmensignete oder einkarätige Diamanten als : Herbegeschenk etc.. Dieser Modulteil wird dann durch i
Einschieben, Aufstecken mit Clip oder Stift- bzw.
? Schraubbefestigung am stationären Reidenteil 2A befestigen.
c i < /
Bei allen dargestel1ten Figuren 1 bis 4 handelt es sich um t , Hendeschlüssel, weswegen die Kontaktspinne 4 so ausgebildet ? ist. dass sie beide Schmalseiten des Verbindungsteils : gleichsam umgreift. Dies ist natürlich nicht als zwingend aufzufassen. Ein Bartschiüssel, der naturgemäss kein Wendeschlüssel ist, lässt sich mit derselben Gehäusetechnik ausgestalten, wobei die Kontakte einer einseitigen Kontaktspinne lediglich am Ueberganqstei1 des
Schlüsselrückens angeordnet sind. (Bern. hier vielleicht in einer Figur ein Beispiel geben).
Die in Figur 1 gezeigte Baugruppe 5 besteht, wie schon einmal beschrieben, aus einer Leiterplatte als Träger sowie Verbindungselement der elektronischen Bauelemente und - Bauer-Kaba - 13 - t'ç-f1 die Auesenuel t kontaktierende Kontaktspinne. Sie ist in der A'.'s-führu.nqs-forφ. wie sie verwendet wird in Figur 6 dar— -Stellt. Vortei Ihaf terweise wählt man -für diese Ausfüh— runqsforn eine flexible Leiterplatte 8 mit entsprechenden T soiierla.cken. Der elektronische Baustein 9 ist ein DIL IC mit 16 Beinen. Die Leiterbahnen 8A werden aus der Beschich-tu."»q des Fl e;:pr-i nts nach bekannten Aeh2-Methoden herge— stellt. Die Kontaktspinne 4 wird mittels Stanztechnik her— oesteilt; der dafür notwendige Verbindunqssteq (45) wird während der Lagerung und dem Einbau der Baugruppe in das Gehäuse als Kurzschlussbügel an der Kontaktspinne belassen, 1 er schützt so den daran kontaktierten IC gegen Einflüsse | statischer Elektrizität. Es hat sich auch als unnötig er— wie5en, das Gehäuseinnere zu isolieren, wenn die Baugruppe 1 als solche ausreichend isoliert ist.
Figur 7 zeigt eine andere Ausführunqsform der elektronischen Baugruppe. Die Kontaktspinne 4, hier mit 4 Kontakten, ist ; wie oben beschrieben ausgestaltet. Der elektronische Bauteil ^ ° ist ein Siliciumplättchen mit der integrierten Schaltung, ?in Chip. Dieser Chip ist mit Kontaktdrähten direkt auf die Spinne qebondet. Zwischen Chip und Spinne kann zur mechani-; sehen Dämpfung und elektrischen Isolierung eine Lackschicht | -’ÇK-wendet werden. Die Spinne wird wie normal in das Gehäuse ä [ , eingesetzt, nur dass der Chip ? in der Ausnehmung 6A unter— ! gebracht ist. Die anderen Ausnehmungen können wahlweise für r i woitere Zwecke verwendet oder aber weggelassen werden.
> · Figur 8 zeigt schliesslich eine elektronische Baugruppe, die sehr universell ausgelegt werden kann. Auf ein Substrat S, dies kann ein heramikplättchen sein oder eine starre oder I "flexible Lei terpl atte, der entsprechenden Grösse natürlich, sind ein, zwei, drei oder mehr ICs direkt aufgebondet. In diesem Beispiel sind es drei untereinander und gegen aussen
Bauer—Kaba - 14 - in Kontakt stehende ICs. Logischerweise zeigt Figur 8 ledig-lieh eine zur Illustration so ausgebildete Fantasieschaltung; aber es soll hier gezeigt werden, dass auch in Wirklichkeit ohne weiteres bspw. der IC2 ein 8—bit Prozessor und die andern beiden ICI und IC3 seine Peripherie sein kann, die über das Leiterwerk 9A Daten austauschen. Die Grösse eine solchen Prozessorbaugruppe liegt bei weitem innerhalb dem Rahmen, in welchem mit Hilfe der diskutierten Gehäusetechnik elektronische Bauteile in einem Schlüssel unter-bringbar sind. Die in Figur 8 gezeigte elektronische Baugruppe ist noch ohne Kontaktspinne 4. Diese wird an dem Teil, der mit 40 bezeichnet ist auf gelötet und die damit fertige Baugruppe in ihr Gehäuse untergebracht.
.
Figur 9 zeigt schliesslich noch eine Gehäuseform für den elektronisch/mechanischen Schlüssel, der in der Reide einen Durchbruch als Einhängeöffnung 25 aufweist. Diese Oeffnung | dient zum Aufhängen oder Einhängen des Schlüssels, bspw. an einen Schlüsselbund. Das Gehäuse ist vierteilig ausgeführt: i durch einen ersten Teil, der den Schlüsselschaft 1 und einen
! daran anschliessenden Teil mit den Ausnehmungen 4A,öB und 4C
J zur Aufnahme der elektrischen Teile umfasst; durch einen zweiten Teil, der als Abdeckung 20 für die Ausnehmungen éA,éB dient; und durch einen dritten sowie vierten Teil, die als eine Art zweischalige Abdeckung 2ΘΑ/20Β einerseits den I ^ ersten Teil mit dem Schlüsselschaft 1 partiell aufnehmen und andrerseits die Schlüsselreide 2 mit der Einhängeöffnung 25 bilden. Das Montieren der einzelnen Teile zu einem fertigen Schlüssel geschieht bspw. durch Zusammenpressen. Die verhältnismässig grossen Klemmpassungen sorgen für den nötigen Halt. Zusätzliche Métallverklebungen können noch angewendet werden. Auch kann der zweischalige Reidenteil aus einen schlagzähen Kunststoff bestehen, der auf bekannte Weise zu einer Reideneinheit verbunden wird.
Claims (15)
1. Schlüssel, vorzugsweise Flachschlüssel, zumindest teilweise aus Metall bestehend, mit einem Schlüsselschaft zur Liebertragung der Antriebskraft für die Drehung des Schliesszylinderrotors und mit die Ver- bzw. Entriegelung beeinfussenden Mitteln, zur Verwendung in Schließeinrichtungen mit elektronisch und/oder mechanisch auslösbaren Sperrelementen, gekennzeichnet durch ein Gehäuse <2A,2B,20,21,20A,20B) zur Aufnahme von elektronischen Bauteilen (5), welches als Reide ¢2) ausgebildet und mit dem Schlüsselschaft <1> fest verbunden ist.
2. Flachschlüssel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse <2A,2B,20,12) an der Gehäuseseite zum Schlüsselschaft (1) einen Verbindungsteil (12) zur Aufnahme von elektrischen Kontakten (4) zwischen Reide (2) und Schlüsselschaft (1) aufweist.
3. Flachschlüssel nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet. dass in einer Verlängerung (12) ί I des Schlüsselschaftes (1) zur Reide (2) hin und/oder in I der Reide (2) selbst mindestens eine Ausnehmung (6A) zur I Aufnahme einer elektronischen Schaltung (9) und im Βε ι reich (12) zwischen Schl üssel schaf t und Reide an mindestens einer Schmalseite eine, mit der in der Ausnehmung angeordneten elektronischen Schaltung (5) verbundenen Kontaktreihe (4) versehen ist. Bauer—Kaba - ig-
4. Flachschlüssel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine in einer Ausnehmung in der Reide untergebrachte elektronische Schaltung mit der im Bereich zwischen Schlüsselscha-ft und Reide angeordneten Kontaktreihe über eine flexible Leiterplatte in Verbindung gebracht ist.
5. Flachschlüssel nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Reide aus einem mit dem Schlüssel-schaft verbundenen und aus einem vom Schlüssel entfern— und wiederverbindbaren Teil besteht.
6. Flachschlüssel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der vom Schlüssel loslösbare Teil eine Ausnehmung zur Aufnahme eines funktionellen Elements aufweist.
7. Flachschlüssel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das funktionelle Element eine Stromquelle für den Betrieb der im Schlüssel untergebrachten integrierten Schaltung ist.
8. Flachschlüssel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das funktionelle Element die die Codemittel enthaltende Schaltung ist.
9. Flachschlüssel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das funktionelle Element eine zur im Schlüssel untergebrachten integrierten Schaltung zusätzliche Schaltung ist. i Bauer-Kpba —17 — » i*'
10. Flachschlüssel nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das funktionelle Element ein austauschbares, den Schlüssel identifizierendes Modul ist.
11. Flachschlüssel nach Anspruch 5 oder 6. dadurch gekennzeichnet, dass das funktionelle Element eine elektronische Uhr mit einer LCD-Anzeige ist.
12. Flachschlüssel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das integrierte Schaltungselement, und die im Bereich zwischen Schlüsselschaft und Reide anbringbare Kontaktspinne für die elektrischen Kontaktübertragungs-mittel zum Schlosszylinder, zusammen mit der sie verbin- l. denden flexiblen gedruckten Schaltung eine gesonderte Baueinheit bilden.
13. Flachschlüssel nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die integrierte elektronische Schaltung einen (möglicherweise zusätzlichen) Speicher mit wahlfreiem Zugriff zur Übernahme von Daten aus der Auswerteschal— tung aufweist. »
14. Flachschlüssel nach den Ansprüchen 13 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Speicher mit wahlfreiem Zugriff durch Entfernen des die Stromquelle enthaltenden funktionellen Element löschbar ist.
15. Flachschlüssel nach den Ansprüchen 3,4 und 12, dadurch gekennzeichnet, dass Ausnehmungen so gestaltet sind, dass die gesonderte Baueinheit direkt darin eingelegbar j ist. Bauer—Kaba — 18 - ... IA. Flachschlüssel nach einem der Ansprüche 3 bis 15. dadurch gekennzeichnet, dass der Schlüsselrohlinq zur Aufnahme der Vertiefungen für die mechanischen Zuhaltungen, der die elektronischen Codmittel enthaltenden Schaltung und der -funktionellen Elemente ein Stanz-und/oder Presstei 1 ist. i
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