Stanzpressenanordnung
Technisches Gebiet
Die vorliegende Erfindung betrifft eine
Stanzpressenanordnung sowie eine Verwendung der Stanzpressenanordnung gemäss den Oberbegriffen der unabhängigen Patentansprüche.
Stand der Technik
Mit Stanzpressen werden heute verschiedenste
Teile auf besonders wirtschaftliche . Weise und in grossen Stückzahlen aus Blechmaterial hergestellt.
Ein Spezialgebiet stellt dabei die Herstellung von werkzeuglos zu öffnenden Behälterdeckeln mit Eindrück- bzw. Aufreisslasche dar, in der Branche auch als EOE (Easy Open Can Ends) bezeichnet, bei welcher vor¬ gefertigte Blechdeckel in der Stanzpresse mit verschiedenen Profilierungen, mit einer Ritzung für die Öffnungs¬ stelle sowie mit einer separat zugeführten Eindrück- bzw. Aufreisslasche versehen werden.
Aus US 4,166,424 ist eine Stanzpresse zur Herstellung von EOEs bekannt, bei welcher die vorgefertigten Blechdeckel in zwei parallelen Reihen durch einen unteren Pressenteil geführt werden, in welchem sie schrittweise umgeformt, mit einer Ritzung versehen und anschliessend mit einer Aufreisslasche versehen werden. Direkt über dem unteren Pressenteil befindet sich ein oberer Pressenteil, durch welchen ein Metallband geführt und dabei schrittweise zu einem Band umgebildet wird, welches seriell hintereinander die in dem unteren Pressenteil an den Deckeln zu befestigenden Aufreisslaschen trägt. Dieses Band wird in einem 180° Bogen in seiner Laufrichtung umgekehrt und dann senkrecht zur Durchlaufrichtung der Deckel in den unteren Pressenteil einge- führt, wo die von diesem getragenen Aufreisslaschen von dem Band abgetrennt und mit den Deckeln vernietet werden. Beim unteren Pressenteil wird die untere Werkzeughälfte
bewegt und arbeitet gegen die feststehende obere Werkzeughälfte, während beim oberen Pressenteil die obere Werkzeughälfte bewegt wird und gegen die feststehende untere Werkzeughälfte arbeitet. Dabei sind die bewegten Werkzeughälften des unteren und des oberen Pressenteils über Zugstangen miteinander verbunden und werden über einen Kurbeltrieb gemeinsam auf und ab bewegt, so dass der untere Pressenteil bei der Aufwärtsbewegung Arbeit verrichtet und der obere Pressenteil bei der Abwärtsbewe- gung Arbeit verrichtet. Diese Stanzpresse weist den Nachteil auf, dass sie strukturell schwach ist und von daher nur eine geringe Präzision ermöglicht sowie lediglich verhältnismässig langsame Hubzahlen zulässt. Zudem weist der obere Pressenteil, welcher die Aufreisslaschen pro- duziert, zwingend den gleichen Hub auf wie der untere Pressenteil, welcher die Deckel bearbeitet, wodurch die Einflussmöglichkeiten zur Optimierung des Gesamtprozesses deutlich eingeschränkt werden.
Aus DE 36 27 179 AI ist eine Stanzpresse zur Herstellung von EOEs bekannt, bei welcher die vorgefertigten Blechdeckel in zwei parallelen Reihen in Pressenlängsrichtung durch eine erste Pressenhälfte geführt werden, in welcher sie schrittweise umgeformt, mit einer Ritzung versehen und anschliessend mit einer Aufrei s- lasche versehen werden. In der zweiten Pressenhälfte werden die Aufreisslaschen hergestellt, welche in der ersten Pressenhälfte an den Deckeln befestigt werden. In der ersten Pressenhälfte v/erden die Deckel mit zwei einander durchdringenden Pressens tösseln bearbeitet, welche nach unten gegen einen mit der zweiten Pressenhälfte gemeinsamen Pressentisch arbeiten. Die zweite Pressenhälfte weist einen eigenen Stössel zur Herstellung der Aufreisslaschen auf, welcher ebenfalls nach unten gegen den Pressentisch arbeitet . Alle drei Stössel werden von einer gemeinsamen Kurbelwelle angetrieben. Diese Stanzpresse weist den Nachteil auf, dass sie einen komplizierten Aufbau mit insgesamt drei unterschiedlichen Stösseln aufweist und
dabei ebenfalls strukturell schwach ist, was auch hier nur eine geringe Präzision sowie lediglich verhältnismässig langsame Hubzahlen ermöglicht. Besonders nachteilig ist bei diesem Aufbau zudem, dass stanzkraft- und/- oder temperaturbedingte Verformungen der einen Pressenhälfte einen starken Einfluss auf die jeweilige andere Pressenhälfte ausüben.
Aus EP 0 281 777 AI ist eine Stanzpresse zur Herstellung von EOEs bekannt, bei welcher die vorgefer- tigten Blechdeckel in drei parallelen Reihen in Pressenlängsrichtung durch eine erste Presse geführt werden, in welcher sie schrittweise umgeformt, mit einer Ritzung versehen und anschliessend mit einer Aufreisslasche versehen werden. In einer mit der ersten Presse synchroni- sierten zweiten Presse mit einer Durchlaufrichtung, welche senkrecht zur Durchlaufrichtung der ersten Presse verläuft, werden die Aufreisslaschen hergestellt, welche dann direkt der ersten Presse zugeführt und dort an den Deckeln befestigt werden. Diese Stanzpresse vermeidet einige der Nachteile der zuvor erwähnten Stanzpressen, weist jedoch weiterhin den Nachteil auf, dass der Pres- senstössel der ersten Presse relativ gross und entsprechend massiv ausgebildet ist, was bei grossen Hubzahlen zu enormen Bauteilbelastungen und einem grossen Energiebe- darf führt bzw. das Potential zur Steigerung der Hubzahlen und damit zur Steigerung der Produktivität der Presse massgeblich limitiert. Zudem ergibt sich durch die Verwendung eines gemeinsamen Werkzeugs für drei Deckelreihen das Problem, dass die erste Presse, um eine präzise Ritz- tiefe bei allen drei Deckelreihen zu gewährleisten, mit einer enormen Pressenlast betrieben werden muss, was viel Energie benötigt und verschleissintensiv ist.
Aus den Publikationen WO 2014/144119 AI und WO 2014/144284 AI ist eine Stanzpresse zur Herstellung von EOEs bekannt, bei welcher die vorgefertigten Blechdeckel in drei parallel angeordneten, jeweils einreihigen Stanzpresseneinheiten, schrittweise umgeformt, mit einer
Ritzung versehen und anschliessend mit einer Eindrückbzw. Aufreisslasche versehen werden. In einer weiteren Stanzpresseneinheit mit einer Durchlaufrichtung, welche senkrecht zur Durchlaufrichtung der drei anderen Presseneinheiten verläuft, werden die Eindrück- bzw. Aufreisslaschen aus einem Blechstreifen hergestellt und anschliessend direkt den drei erstgenannten Presseneinheiten zugeführt, wo sie an den Deckeln befestigt werden. Die Pressenstössel der Stanzpresseneinheiten arbeiten je¬ weils nach unten gegen einen Maschinentisch, unter welchem jeweils eine in Durchlaufrichtung der Deckel durch die Presseneinheiten verlaufende Kurbelwelle und Pleuel zur Umwandlung der rotatorischen Bewegung der Kurbelwelle in die Auf- und Abwärtsbewegung des Pressenstössels angeordnet sind. Die Kurbelwellen der vier Stanzpressenein¬ heiten sind über vier Winkelgetriebe und dazwischen ange¬ ordnete Kupplungen mit dem Pressenhauptantrieb verbunden. Diese Stanzpresse vermeidet die Nachteile der zuvor er¬ wähnten Stanzpresse teilweise, weist jedoch den Nachteil auf, dass sie sehr komplex aufgebaut ist und viele ver- schleissintensive und energieverzehrende Bauteile aufweist, was sich letztendlich negativ auf ihre Energieeffizienz, ihre Lebensdauer, ihre Wartungsintensität und nicht zuletzt auch auf die erzielbaren Hubzahlen auswirkt .
Darstellung der Erfindung
Es stellt sich daher die Aufgabe, eine technische Lösung zur Verfügung zu stellen, welche die zuvor erwähnten Nachteile des Standes der Technik nicht aufweist bzw. diese zumindest teilweise vermeidet.
Diese Aufgabe wird durch die Stanzpressenanordnung gemäss den unabhängigen Patentansprüchen gelöst.
Gemäss diesen betrifft ein erster Aspekt der Erfindung eine Stanzpressenanordnung mit mehreren Stanzpresseneinheiten, bevorzugterweise zur Herstellung von
werkzeuglos zu öffnenden Behälterdeckeln mit Eindrückoder Aufreisslasche .
Die Anordnung umfasst mindestens zwei neben¬ einander angeordnete anspruchsgemässe erste Stanzpressen- einheiten, bevorzugterweise identischer Bauart und Grösse, welche jeweils einen Stössel zur Aufnahme und zum Bewegen eines ersten Werkzeugteils aufweisen, der gegen eine Aufnahmeplatte zur Aufnahme eines zugehörigen zwei¬ ten Werkzeugteils arbeitet. Diese ersten Stanzpressen- einheiten sind derartig zueinander ausgerichtet, dass sie parallel zueinander verlaufende Arbeitsrichtungen und bevorzugterweise in einer gemeinsamen Ebene liegende Arbeitsebenen aufweisen.
Weiter umfasst die Anordnung mindestens eine anspruchsgemässe zweite Stanzpresseneinheit, welche einen Stössel zur Aufnahme und zum Bewegen eines ersten Werkzeugteils aufweist, der gegen eine Aufnahmeplatte zur Aufnahme eines zugehörigen zweiten Werkzeugteils arbeitet .
Die Arbeitsrichtung dieser zweiten Stanzpresseneinheit verläuft senkrecht zu den Arbeitsrichtungen der ersten Stanzpresseneinheiten, derart, dass in einem Arbeitsbereich der zweiten Stanzpresseneinheit bearbeitete Materialstücke oder Materialbänder in direkter Verlän- gerung der Arbeitsrichtung der zweiten Stanzpresseneinheit in Arbeitsbereiche der ersten Stanzpresseneinheiten geführt werden können, um dort mit in Arbeitsrichtung der ersten Stanzpresseneinheiten den ersten Stanzpresseneinheiten zugeführten Materialstücken oder Materialbändern in den ersten Stanzpresseneinheiten weiterverarbeitet zu werden. Hierfür liegt die Arbeitsebene der zweiten Stanzpresseneinheit bevorzugterweise mit den Arbeitsebenen der ersten Stanzpresseneinheiten in einer gemeinsamen Ebene.
Die ersten Stanzpresseneinheiten weisen je- weils einen um eine anspruchsgemässe erste Rotationsachse herum rotierbaren Kurbelwellen- oder Exzenterwellenabschnitt auf, welcher in Zusammenwirkung mit mindestens
einem zugeordneten Pleuel der Erzeugung einer Hubbewegung des Stössels der jeweiligen Stanzpresseneinheit zur Bearbeitung der Materialstücke und/oder Materialbänder in der Stanzpresseneinheit dient. Die Kurbelwellen- oder Exzen- terwellenabschnitte der ersten Stanzpresseneinheiten wer¬ den über eine gemeinsame Antriebseinheit angetrieben, wo¬ bei ihre Rotationsachsen zusammen fallen. Sie sind dabei derartig miteinander verbunden oder gekoppelt, dass sie zwangsweise gemeinsam mit der gleichen Drehzahl rotieren.
Die zweite Stanzpresseneinheit weist ebenfalls einen Kurbelwellen- oder Exzenterwellenabschnitt auf, welcher mit einer Antriebseinheit um eine anspruchs- gemässe zweite Rotationsachse herum rotierbar ist und dabei in Zusammenwirkung mit mindestens einem zugeordne- ten Pleuel der Erzeugung einer Hubbewegung des Stössels der zweiten Stanzpresseneinheit dient, zur Bearbeitung der Materialstücke oder Materialbänder in der zweiten Stanzpresseneinheit. Der Kurbelwellen- oder Exzenterwellenabschnitt der zweiten Stanzpresseneinheit ist derartig mit den Kurbelwellen- oder Exzenterwellenabschnitten der ersten Stanzpresseneinheiten gekoppelt, bevorzugterweise durch einen rotatorischen Formschluss in beiden Rotationsrichtungen, dass sein Kurbelwellen- oder Exzenterwellenabschnitt zwangsweise synchron mit den Kurbelwel- len- oder Exzenterwellenabschnitten der ersten Stanzpresseneinheiten rotiert, bevorzugterweise mit der gleichen Drehzahl .
Mit anderen Worten betrifft die Erfindung eine Stanzpressenanordnung mit mehreren nebeneinander ange- ordneten ersten Stanzpresseneinheiten, welche parallel zueinander in einer gemeinsamen Ebene verlaufende Arbeitsrichtungen aufweisen, und mit einer zweiten Stanzpresseneinheit, deren Arbeitsrichtung senkrecht zu den Arbeitsrichtungen der ersten Stanzpresseneinheiten ver- läuft, so dass in dieser Stanzpresseneinheit bearbeitetes Material in direkter Verlängerung ihrer Arbeitsrichtung in Arbeitsbereiche der ersten Stanzpresseneinheiten ge-
führt werden kann. Die Stanzpresseneinheiten weisen jeweils einen Kurbel- oder Exzenterwellenabschnitt auf, mittels welchem über ein Pleuel die Hubbewegung des jeweiligen Pressenstössels bewirkt wird. Die Kurbel- oder Exzenterwellenabschnitte der ersten Stanzpresseneinheiten werden über eine gemeinsame Antriebseinheit zwangsweise gemeinsam mit der gleichen Drehzahl angetrieben und weisen eine gemeinsame Rotationsachse auf. Der Kurbel- oder Exzenterwellenabschnitt der zweiten Stanzpresseneinheit ist derartig mit den Kurbel- oder Exzenterwellenabschnitten der ersten Stanzpresseneinheiten gekoppelt, dass er zwangsweise synchron mit diesen rotiert.
Durch die Erfindung wird es möglich, auf kostengünstige Weise hochpräzise und Schnellaufende Stanz- pressenanordnungen für die wirtschaftliche Grosserienfer¬ tigung von engtolerierten mehrteiligen Stanz- und Prägeprodukten, wie z.B. von werkzeuglos zu öffnenden Behälterdeckeln mit Eindrück- oder Aufreisslasche (EOEs), zur Verfügung zu stellen.
Bevorzugterweise verläuft die Rotationsachse des Kurbelwellen- oder Exzenterwellenabschnitts der zweiten Stanzpresseneinheit parallel zu den Rotationsachsen der Kurbelwellen- oder Exzenterwellenabschnitte der ersten Stanzpresseneinheiten. Besonders bevorzugt ist es, dass diese Rotationsachsen zusammenfallen. Hierdurch wird eine einfache und verlustfreie bzw. verlustarme rotatorische Kopplung der Kurbelwellen- oder Exzenterwellenabschnitte möglich, z.B. durch starres Verbinden derselben miteinander oder durch Kopplung derselben über eine form- schlüssige Kupplung.
Weiter ist es von Vorteil, wenn die ersten Stanzpresseneinheiten jeweils einen separat ausgebildeten Kurbelwellen- oder Exzenterwellenabschnitt aufweisen und die Kurbelwellen- oder Exzenterwellenabschnitte der ers- ten Stanzpresseneinheiten durch einen rotatorischen Form- schluss in beiden Rotationsrichtungen miteinander gekoppelt sind, bevorzugterweise derartig, dass sie dabei
axial und radial zueinander verschieblich sind, was mit Vorteil mittels einer oder mehrerer Oldham-Kupplungen erfolgt .
Auch ist es von Vorteil, wenn die zweite Stanzpresseneinheit einen separat ausgebildeten Kurbelwellen- oder Exzenterwellenabschnitt aufweist, welcher auf die zuvor beschriebene Weise mit dem Kurbelwellenoder Exzenterwellenabschnitt einer der ersten Stanzpresseneinheiten gekoppelt ist.
Durch derartige Ausbildung der Stanzpresseneinheiten wird es möglich, eine Übertragung von tempera- tur- und stanz kraftbedingten Verformungskräften zwischen den Stanzpresseneinheiten über deren Kurbel- oder Exzenterwellen auszuschliessen .
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Stanzpressenanordnung weist jede der ersten Stanzpresseneinheiten eine eigene, separat von den anderen Stanzpresseneinheiten ausgebildete Aufnahmeplatte auf. Hierdurch wird es möglich, die Strukturen der Stanzpres- seneinheiten weitestgehend mechanisch voneinander zu entkoppeln, zur Vermeidung einer Übertragung von temperatur- und stanzkraftbedingten Verformungskräften zwischen deren Strukturen .
In einer anderen bevorzugten Ausführungsform sind die Aufnahmeplatten der ersten Stanzpresseneinheiten gemeinsam ausgebildet, was für den Fall, dass gewisse Kompromisse bei der Präzision eingegangen werden können, einen deutlichen Kostenvorteil ermöglicht.
Mit Vorteil arbeiten die Stössel der Stanz- presseneinheiten jeweils von oben gegen eine darunter angeordnete Aufnahmeplatte. Derartige Konzepte weisen den Vorteil auf, dass die zu bearbeitenden Materialstücke oder Materialstreifen durch die Schwerkraft auf der unteren feststehenden Werkzeughälfte aufliegen, was die Materialhandhabung gegenüber anderen Konzepten für viele Anwendungen deutlich erleichtert.
Sind dabei die Kurbel- oder Exzenterwellenabschnitte jeweils oberhalb der Stössel angeordnet, was bevorzugt ist, so ergibt sich der Vorteil, dass besonders präzise Stanzpresseneinheiten möglich werden, da durch eine zentrale Krafteinleitung in den Stössel eine Minimierung der stanzkraftbedingten Durchbiegung des Stössels erreicht werden kann und der eigentliche Stösselantrieb aus sehr kurzen und steifen Bauteilen gebildet werden kann, woraus sich zudem auch Vorteile bezüglich der trä- gen Massen und damit bezüglich der realisierbaren Stanzfrequenzen ergeben.
In noch einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemässen Stanzpressenanordnung weist diese mehrere, bevorzugterweise drei oder vier ne- beneinander angeordnete anspruchsgemässe erste Stanzpresseneinheiten auf, welche, bevorzugterweise jeweils in einem durch die Stanzkräfte im Wesentlichen nicht beaufschlagten Bereich der Stanzpresseneinheiten, zu einer gemeinsamen selbsttragenden Struktur miteinander verbun- den sind. „Durch die Stanzkräfte im Wesentlichen nicht beaufschlagte Bereiche" werden von Bauteilen oder Bauteilabschnitten bereitgestellt, welche im bestimmungsge- mässen Betrieb der jeweiligen Stanzpresseneinheit im Wesentlichen keine stanzkraftbedingte Dimensionsänderung bzw. Verformung erfahren. Auf diese Weise können die einzelnen Stanzpresseneinheiten exakt zueinander positioniert und zu einer fest zusammenhängenden Einheit miteinander verbunden werden. Für den bevorzugten Fall, dass die Stanzpresseneinheiten dabei jeweils in einem durch die Stanzkräfte im Wesentlichen nicht beaufschlagten Bereich miteinander verbunden sind, ergibt sich weiter der Vorteil, dass praktisch keine stanzkraftbedingten Verformungen zwischen den Stanzpresseneinheiten übertragen werden .
Dabei ist es weiter bevorzugt, dass die äusseren beiden der zu einer gemeinsamen Struktur verbundenen ersten Stanzpresseneinheiten jeweils mit einer Trag-
struktur verbunden sind, über welche sich die durch die ersten Stanzpresseneinheiten gebildete Struktur auf dem Boden abstützt. Dabei ist die Verbindung mit der Tragstruktur bevorzugterweise jeweils in einem durch die Stanzkräfte im Wesentlichen nicht beaufschlagten Bereich der Stanzpresseneinheiten realisiert.
Hierdurch wird es möglich, die Höhe der Arbeitsebenen der Stanzpresseneinheiten über die Tragstruktur festzulegen und Stanzpresseneinheiten zu verwenden, bei denen die Aufnahmeplatte von einer herabhängenden Tragstruktur getragen ist.
Mit Vorteil trägt bei dieser bevorzugten Ausführungsform der Stanzpressenanordnung zumindest eine der Tragstrukturen auf ihrer der Struktur aus den miteinander verbundenen ersten Stanzpresseneinheiten abgewandten Sei¬ te eine anspruchsgemässe zweite Stanzpresseneinheit. Auf diese Weise kann die mindestens eine zweite Stanzpressen¬ einheit exakt zu den ersten Stanzpresseneinheiten positioniert werden und mit diesen zu einer fest zusammenhän- genden Einheit verbunden werden. Auch wird es hierdurch möglich, die Höhe der Arbeitsebene der zweiten Stanzpresseneinheit über die Tragstruktur festzulegen bzw. auf die Höhe der Arbeitsebenen der ersten Stanzpresseneinheiten anzupassen. Weiter wird es hierdurch möglich, eine an- spruchsgemässe zweite Stanzpresseneinheit zu verwenden, bei der die Aufnahmeplatte von einer herabhängenden Tragstruktur getragen ist.
Dabei weist eine bevorzugte Konfiguration dieser Ausführungsform der erfindungsgemässen Stanzpres- senanordnung zwei Gruppen von ersten Stanzpresseneinheiten auf, und zwar bevorzugterweise zwei Gruppen von je drei ersten Stanzpresseneinheiten. Diese Gruppen von ersten Stanzpresseneinheiten sind, bevorzugterweise jeweils in einem durch die Stanzkräfte im Wesentlichen nicht be- aufschlagten Bereich der jeweiligen Stanzpresseneinheiten, zu einer gemeinsamen selbsttragenden ersten Struktur (erste Gruppe von ersten Stanzpresseneinheiten) und zu
einer gemeinsamen selbsttragenden zweiten Struktur (zweite Gruppe von ersten Stanzpresseneinheiten) miteinander verbunden. Dabei sind die erste Struktur und die zweite Struktur an ihren sich gegenüberliegenden ersten Enden über eine zwischen diesen angeordnete erste Tragstruktur miteinander verbunden, über welche sich diese beiden Strukturen jeweils an diesem ersten Ende auf dem Boden abstützen. An ihrem anderen, zweiten Ende sind die Struk¬ turen jeweils über die an diesem zweiten Ende angeordnete erste Stanzpresseneinheit mit einer weiteren Tragstruktur verbunden, über welche sich die jeweilige Struktur an ihrem zweiten Ende auf dem Boden abstützt. Zumindest eine dieser weiteren Tragstrukturen trägt auf ihrer der jewei¬ ligen ersten bzw. zweiten Struktur aus miteinander ver- bundenen ersten Stanzpresseneinheiten abgewandten Seite eine anspruchsgemässe zweite Stanzpresseneinheit. Mit derartigen „Tandemanordnungen" lassen sich sehr grosse Stückzahlen produzieren, wobei diese Konfiguration eine einfache Zu- und Abführung von Material und Produkten erlaubt.
Um den Verschleiss und die Energieverluste bei der erfindungsgemässen Stanzpressenanordnung möglichst gering zu halten, ist es weiter bevorzugt, dass die Antriebseinheit für die anspruchsgemässen ersten Stanzpresseneinheiten bzw. die gemeinsame Antriebseinheit für die anspruchsgemässen ersten und zweiten Stanzpresseneinheiten zwischen ihrem Schwungrad und den Kurbel¬ oder Exzenterwellenabschnitten kein Getriebe aufweist.
Weiter ist es bevorzugt, dass jede der an- spruchsgemässen ersten Stanzpresseneinheiten eine eigene Zuführvorrichtung für die Zuführung von einzelnen Materialstücken in einen Arbeitsbereich der jeweiligen Stanzpresseneinheit aufweist, bevorzugterweise ein Förderband mit Löchern für die Zuführung von metallischen Rohlingen , z.B. Dosendeckelrohlingen. Derartige Stanzpressenanordnungen eignen sich besonders für die Herstellung von
werkzeuglos zu öffnenden Behälterdeckeln mit Eindrückbzw. Aufreisslasche (EOEs) .
Mit Vorteil werden diese Zuführvorrichtungen über die Antriebseinheit für die Stanzpresseneinheiten angetrieben, wodurch auf einfache Weise ein synchroner Antrieb realisiert und auf zusätzliche Antriebe verzichtet werden kann.
Dabei sind bevorzugterweise zwischen den Zuführvorrichtungen und der Antriebseinheit keine trennba- ren Kupplungen vorhanden, so dass eine zwangssynchrone Kopplung der Zuführvorrichtungen vorliegt.
Sind diese Zuführvorrichtungen in die Aufnahmeplatten der anspruchsgemässen ersten Stanzpresseneinheiten integriert, was bevorzugt ist, so können diese besonders platzsparend bereitgestellt werden.
Um das Anlagenkonzept der erfindungsgemässen Stanzpressenanordnung möglich robust und betriebssicher zu gestalten und den anlagentechnischen Aufwand auf ein Minimum zu reduzieren, ist es weiter von Vorteil, wenn die Stanzpressenanordnung im Antriebsstrang für die
Stanzpresseneinheiten lediglich genau ein Schwungrad, genau eine trennbare Kupplung und genau eine Bremse aufweist.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Stanzpressenanordnung verfügen die ersten Stanzpresseneinheiten und/oder die mindestens eine zweite Stanzpresseneinheit jeweils über genau ein Pleuel, mittels welchem die Stanzkraft zentral in den jeweiligen Stössel eingeleitet wird. Insbesondere bei in Durchlaufrichtung gesehen relativ kurzen Stösseln bzw. bei im Wesentlichen zentrischer Stösselbelastung ist diese Bauweise vorteilhaft, weil sie einen einfachen und kostengünstigen Antriebsmechanismus mit wenigen bewegten Teilen ermöglicht .
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Stanzpressenanordnung verfügen die ersten Stanzpresseneinheiten und/oder die mindestens eine zweite Stanzpresseneinheit jeweils über zwei Pleuel, mittels welchen
die Stanzkraft symmetrisch in den jeweiligen Stössel ein¬ geleitet wird. Insbesondere bei in Durchlaufrichtung gesehen relativ langen Stösseln bzw. bei relativ asymmetrischer Stösselbelastung ist diese Bauweise vorteilhaft, weil sie die Kippsteifigkeit des Stössels erhöht.
Weiter ist es von Vorteil, wenn jede der Stanzpresseneinheiten der Stanzpressenanordnung eine ei¬ gene Massenausgleichsvorrichtung aufweist. Hierdurch lassen sich die nach aussen wirksam werdenden dynamischen Kräfte reduzieren bzw. eliminieren.
Auch ist es vorteilhaft, wenn jede der Stanz¬ presseneinheiten der Stanzpressenanordnung unabhängig von den anderen Stanzpresseneinheiten einstellbar ist bezüglich Stösselhub und/oder Schliesshöhe . Auf diese Weise ermöglicht die erfindungsgemässe Stanzpressenanordnung ein Maximum an Produktionsflexibilität und -präzision.
Ein zweiter Aspekt der Erfindung betrifft die Verwendung der Stanzpressenanordnung gemäss dem ersten Aspekt der Erfindung zur Herstellung von metallischen Do- sendeckeln mit Aufreiss- oder Eindrücklasche. Bei derartigen Verwendungen der Stanzpressenanordnung treten die Vorteile der Erfindung besonders deutlich zu Tage.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen Weitere bevorzugte Ausführungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen und aus der nun folgenden Beschreibung anhand der Figuren. Dabei zeigen :
Fig. 1 eine Vorderansicht einer ersten erfin- dungsgemässen Stanzpressenanordnung;
Fig. 2 eine Seitenansicht der ersten Stanzpressenanordnung aus der Richtung S in Fig. 1;
Fig. 3 einen Horizontalschnitt durch die erste Stanzpressenanordnung entlang der Linie X-X in Fig. 1;
Fig. 4 einen teilweisen Vertikalschnitt durch die erste Stanzpressenanordnung entlang der Linie Y-Y in Fig. 2;
Fig. 5 einen Vertikalschnitt durch die erste Stanzpressenanordnung entlang der Linie Z-Z in Fig.
4;
Fig. 6 eine Darstellung wie Fig. 5 einer Variante der ersten Stanzpressenanordnung; und
Fig. 7 eine Vorderansicht einer zweiten er- findungsgemässen Stanzpressenanordnung.
Wege zur Ausführung der Erfindung
Die Figuren 1 und 2 zeigen eine erste erfin- dungsgemässe Stanzpressenanordnung zur Herstellung von werkzeuglos zu öffnenden metallischen Behälterdeckeln mit Eindrück- bzw. Aufreisslasche, einmal in der Vorderansicht (Fig. 1) und einmal in der Seitenansicht mit Sicht¬ richtung S von links (Fig. 2) .
Wie in Zusammenschau mit den Figuren 3 und 4 zu ersehen ist, welche einen Horizontalschnitt entlang der Linie X-X in Fig. 1 (Fig. 3) und einen teilweisen Vertikalschnitt entlang der Linie Y-Y in Fig. 2 (Fig. 4) durch die Pressenanordnung zeigen, umfasst diese drei nebeneinander angeordnete Stanzpressen 4a, 4b, 4c (drei anspruchsgemässe erste Stanzpresseneinheiten) , im
Folgenden als „Conversion-Pressen" bezeichnet, mit denen jeweils vorgefertigte Blechdeckel mit verschiedenen Profilierungen, mit einer Ritzung für die Öffnungsstelle sowie mit einer zusätzlich zugeführten Eindrück- bzw. Auf- reisslasche versehen werden. Die drei Conversion-Pressen 4a, 4b, 4c sind zu einer gemeinsamen selbstragenden
Struktur 4a-4c miteinander verbunden. Die äusseren beiden Conversion-Pressen 4a, 4c dieser Struktur 4a-4c sind jeweils mit einer Tragstruktur 9, 11 ; 10 , 11 verbunden, über welche sich die durch die drei Conversion-Pressen 4a, 4b, 4c gebildete Struktur 4a-4c auf dem Boden abstützt .
Die linke Tragstruktur 9, 11 besteht aus einem Antriebsgehäuse 9 und einer Tragsäule 11, und die rechte Tragstruktur 10, 11 besteht aus einem Trägerabschnitt 10 und einer Tragsäule 11. Letztgenannte Trag- struktur 10, 11 trägt auf ihrer den Conversion-Pressen 4a, 4b, 4c abgewandten Seite eine weitere Stanzpresse 8 ( anspruchsgemässe zweite Stanzpresseneinheit) , mittels welcher die Eindrück- bzw. Aufreisslaschen aus einem Bandmaterial 22 hergestellt werden. Diese Presse 8 wird im Folgenden als „Laschenpresse" bezeichnet.
Die drei Conversion-Pressen 4a, 4b, 4c sind derartig zueinander ausgerichtet, dass sie parallel zueinander verlaufende Arbeitsrichtungen B aufweisen und ihre Arbeitsebenen in einer gemeinsamen Ebene liegen.
Die Laschenpresse 8 ist derartig zu den Conversion-Pressen 4a, 4b, 4c ausgerichtet, dass ihre Arbeitsrichtung A senkrecht zu den Arbeitsrichtungen B der Conversion-Pressen 4a, 4b, 4c verläuft und ihre Arbeitsebene in der gleichen Ebene liegt, in welcher auch die Arbeitsebenen der Conversion-Pressen 4a, 4b, 4c liegen. Dabei schneidet sich die Arbeitsrichtung A der Laschenpresse 8 mit den Arbeitsrichtungen B der Conversion-Pressen 4a, 4b, 4c in den Arbeitsbereichen der Conversion- Pressen 4a, 4b, 4c. Die im Arbeitsbereich der Laschen- presse 8 durch Stanzung und Umformung an einem Materialband 22 geformten Eindrück- bzw. Aufreisslaschen werden mit dem Materialband 22 in direkter Verlängerung der Arbeitsrichtung A der Laschenpresse 8 in die Arbeitsbereiche der Conversion-Pressen 4a, 4b, 4c geführt, wo sie mit der jeweiligen Conversion-Presse 4a, 4b, 4c jeweils vom Materialband gelöst und mit den die jeweilige Conversion- Presse 4a, 4b, 4c in deren Arbeitsrichtung B durchlaufenden Metalldeckeln vernietet werden. Der Transport des Materialbands 22 in der Arbeitsrichtung A der Laschenpresse 8 durch die Pressen 4a, 4b, 4c, 8 hindurch erfolgt mittels einer Vorschubeinrichtung 23a am Eingang der Laschenpresse 8 und einer Zugeinrichtung 23b am Austritt
der in dieser Richtung A gesehen letzten Conversion-Pres- se 4a .
Wie insbesondere aus den Figuren 3 und 4 in Zusammenschau mit der Fig. 5 hervorgeht, welche einen Vertikalschnitt durch die Stanzpressenanordnung entlang der Linie Z-Z in Fig. 4 zeigt, umfassen die Conversion- Pressen 4a, 4b, 4c jeweils einen Stössel la, 1b, 1c zur Aufnahme der oberen bewegten Conversion-Werkzeughälfte (nicht gezeigt), welcher von oben gegen eine separat von den anderen Pressen ausgebildete Aufnahmeplatte 2a, 3a; 2b, 3b; 2c, 3c zur Aufnahme der zugehörigen unteren feststehenden Conversion-Werkzeughälfte (nicht gezeigt) arbeitet. Die Stössel la, lb, lc sind jeweils über vier Stösselführungen 12 vertikalverschieblich geführt.
In gleicher Weise umfasst die Laschenpresse 8 einen Stössel 5 zur Aufnahme der oberen bewegten Laschen- Werkzeughälfte (nicht gezeigt) , welcher von oben gegen eine Aufnahmeplatte 6, 7 zur Aufnahme der zugehörigen unteren feststehenden Laschen-Werkzeughälfte (nicht ge¬ zeigt) arbeitet. Der Stössel 5 ist ebenfalls über vier Stösselführungen 21 vertikalverschieblich geführt.
Die Conversion-Pressen 4a, 4b, 4c weisen jeweils separat ausgebildete Kurbelwellen 28a, 28b, 28c auf (anspruchsgemässe Kurbelwellen- oder Exzenterwellenab¬ schnitte) , welche jeweils oberhalb des jeweiligen Stös- sels la, lb, lc angeordnet sind und über ein einziges zugeordnetes Pleuel 29a, 29b, 29c mit dem Stössel la, lb, lc der jeweiligen Conversion-Presse 4a, 4b, 4c gekoppelt sind, zur Erzeugung der Hubbewegung des Stössels la, lb, lc dieser Presse. Dabei wird die Stanzkraft mit dem Pleuel 29a, 29b, 29c jeweils zentral über ein höheneinstellbares Drucklager 39 in den Stössel la, lb, lc eingeleitet.
Die Laschenpresse 8 weist ebenfalls eine Kurbelwelle 30 auf ( anspruchsgemässer Kurbelwellen- oder Exzenterwellenabschnitt) , welche oberhalb ihres Stössels 5 angeordnet ist und über zwei Pleuel 31a, 31b mit dem
Stössel 5 gekoppelt ist, zur Erzeugung der Hubbewegung des Stössels 5 dieser Presse 8. Dabei wird die Stanzkraft mit den zwei Pleuel 31a, 31b symmetrisch über zwei höhen¬ einstellbare Drucklager 39 in den Stössel 5 eingeleitet.
Die Rotationsachse R2 der Kurbelwelle 30 der
Laschenpresse 8 und die Rotationsachsen Rl der Kurbelwellen 28a, 28b, 28c der Conversion-Pressen 4a, 4b, 4c fallen zusammen. Die Kurbelwellen 28a, 28b, 28c, 30 sind rotatorisch formschlüssig in beiden Rotationsrichtungen und dabei axial und radial zueinander verschieblich mit¬ tels Oldham-Kupplungen 32 miteinander gekoppelt. Sie werden über eine gemeinsame Antriebseinheit angetrieben, welche einen aussenliegenden Hauptantriebsmotor 24, eine in dem Antriebsgehäuse 9 angeordnete Kupplungs- und
Bremsanordnung 34, 35 mit einem Schwungrad 33 sowie einen unter einem Schutzdeckel 27 am Antriebsgehäuse 9 angeord¬ neten Riementrieb 25, 26 umfasst. Zwischen dem Schwungrad 33 und den Kurbelwellen 28a, 28b, 28c, 30 der Pressen 4a, 4b, 4c, 8 sind keine Getriebe angeordnet.
Wie insbesondere in Fig. 3 zu erkennen ist, weist jede der Conversion-Pressen 4a, 4b, 4c eine eigene, in deren Aufnahmeplatte integrierte Zuführvorrichtung 13, 14, 15 für die Zuführung der Metalldeckelrohlinge in ihren Arbeitsbereich auf, welche jeweils ein Transfersys- tem 13 und ein Förderband 15 mit Löchern 16 für die Aufnahme der Deckelrohlinge umfasst. Das Förderband 15 erstreckt sich jeweils zwischen zwei Umlenkrollen 14 durch die jeweilige Conversion-Presse 4a, 4b, 4c hindurch. Die austrittsseitigen Umlenkrollen 14 der Conversion-Pressen 4a, 4b, 4c werden jeweils von einer Welle 17 getragen, welche drehfest mit der jeweiligen Umlenkrolle 14 verbunden ist und über zwei Lagerböcke 18 drehbar an der Struktur der jeweiligen Conversion-Presse 4a, 4b, 4c gelagert ist. Diese Wellen 17 der drei Conversion-Pressen 4a, 4b, 4c sind über zwei Zwischenwellen 19 rotatorisch formschlüssig in beiden Rotationsrichtungen miteinander gekoppelt und werden über ein Schrittgetriebe 20, welches
mittels zweier Umlenkgetriebe 20a, 20c und einer Gelenkwelle 20b mit den Kurbelwellen 28a, 28b, 28c, 30 der Pressen 4a, 4b, 4c, 8 rotatorisch synchron gekoppelt ist, angetrieben. Zwischen den Zuführvorrichtungen 13, 14, 15, 16 und der Antriebseinheit 24, 25, 26, 33, 34 sind keine trennbaren Kupplungen vorhanden.
Wie weiter zu erkennen ist, weist jede der Pressen 4a, 4b, 4c, 8 eine Ausgleichsmasse 36a, 36b, 36c, 37 auf, welche jeweils mittels weiterer auf der jeweili- gen Kurbelwelle 28a, 28b, 28c, 30 angeordneter Pleuel gegenläufig zum jeweiligen Pressenstössel la, lb, lc, 5 auf und ab bewegt wird, zur Herabsetzung bzw. Eliminierung von nach aussen wirksam werdenden dynamischen Kräf¬ ten .
Fig. 6 zeigt eine Variante der Stanzpressenanordnung in einem Vertikalschnitt entlang der Linie Z-Z in Fig. 4. Wie zu erkennen ist, ist bei den Conversion- Pressen 4a, 4b, 4c dieser Variante das jeweilige Pleuel 29a, 29b, 29c über einen Hebelmechanismus mit dem Stössel la, lb, lc der jeweiligen Conversion-Presse 4a, 4b, 4c gekoppelt, wobei die Krafteinleitung symmetrisch über zwei Drucklaschen 38 erfolgt.
Fig. 7 zeigt eine Vorderansicht einer zweiten erfindungsgemässen Stanzpressenanordnung. Diese unter- scheidet sich von der zuvor beschriebenen ersten erfin- dungsgemässen Stanzpressenanordnung lediglich dadurch, dass sie sechs nebeneinander angeordnete Conversion-Pres- sen 4d, 4e, 4f; 4g, 4h, 4i (sechs anspruchsgemässe erste Stanzpresseneinheiten) umfasst, mit denen jeweils vorge- fertigte Blechdeckel mit verschiedenen Profilierungen, mit einer Ritzung für die Öffnungsstelle sowie mit einer zugeführten Eindrück- bzw. Aufreisslasche versehen werden .
Diese sechs Conversion-Pressen 4d, 4e , 4f , 4g, 4h, 4i bilden zwei Gruppen zu je drei Conversion-
Pressen 4d, 4e, 4f; 4g, 4h, 4i, von denen die erste Gruppe 4d, 4e, 4f eine erste gemeinsame selbsttragende Struk-
tur 4d-4f bildet und die zweite Gruppe 4g, 4h, 4i eine zweite gemeinsame selbsttragende Struktur 4g-4i bildet. Die erste Struktur 4d-4f und die zweite Struktur 4g-4i sind über eine zwischen diesen angeordnete mittlere Trag- struktur 10a, IIa ( anspruchsgemässe erste Tragstruktur), welche aus einem Trägerabschnitt 10 und einer Tragsäule 11 besteht, miteinander verbunden und stützen sich über diese Tragstruktur 10, 11 auf dem Boden ab.
Die erste Struktur 4d-4f ist an ihrem linken Ende mit ihrer äusseren Conversion-Presse 4d mit einer weiteren Tragstruktur bestehend aus einem Antriebsgehäuse 9 und einer Tragsäule 11 verbunden und stützt sich über diese Tragstruktur 9, 11 auf dem Boden ab.
Die zweite Struktur 4g-4i ist an ihrem rech- ten Ende mit ihrer äusseren Conversion-Presse 4i mit einer weiteren Tragstruktur bestehend aus einem Trägerab¬ schnitt 10 und einer Tragsäule 11 verbunden und stützt sich über diese Tragstruktur 10, 11 auf dem Boden ab. Diese Tragstruktur 10, 11 trägt auf ihrer den Conversion- Pressen 4g, 4h, 4i abgewandten Seite eine Laschenpresse 8 (anspruchsgemässe zweite Stanzpresseneinheit) , mittels welcher die Eindrück- bzw. Aufreisslaschen aus einem Bandmaterial hergestellt werden.
Der übrige Aufbau dieser zweiten erfindungs- gemässen Stanzpressenanordnung ist identisch mit dem der ersten erfindungsgemässen Stanzpressenanordnung.
Während in der vorliegenden Anmeldung bevorzugte Ausführungen der Erfindung beschrieben sind, ist klar darauf hinzuweisen, dass die Erfindung nicht auf diese beschränkt ist und auch in anderer Weise innerhalb des Umfangs der nun folgenden Ansprüche ausgeführt werden kann .