Filtersystem mit wenigstens zwei Filterelementen, Filterelement und Verwendung
[0001 ] Diese Patentanmeldung beansprucht die Priorität der Deutschen Patentanmeldung Nr. 10 2023 114 795.1 , die am 06. Juni 2023 beim Deutschen Patent- und Markenamt eingereicht wurde, deren Inhalt hiermit durch Bezugnahme aufgenommen wird.
Technisches Gebiet
[0002] Die Erfindung betrifft ein Filtersystem mit wenigstens zwei auswechselbaren Filterelementen zum Filtern eines Fluids, insbesondere zum Filtern von Luft sowie ein Filterelement zum Filtern eines Fluids, insbesondere Luft, für ein solches Filtersystem. Weiterhin wird eine vorteilhafte Verwendung angegeben.
Stand der Technik
[0003] Brennstoffzellensysteme benötigen häufig einen Partikelfilter und einen Adsorptionsfilter, um sowohl Partikel als auch Schadgase aus der Ansaugluft zu filtern. Die Filterkörper haben dabei oft unterschiedliche Standzeiten, was ein Trennen der beiden Filterkörper bzw. Filterelemente sinnvoll macht, sodass die Filterelemente getrennt gewechselt werden können. Dadurch lassen sich Wartungskosten einsparen.
Offenbarung der Erfindung
[0004] Eine Aufgabe der Erfindung ist es, ein servicefreundliches und kostengünstiges Filtersystem mit wenigstens zwei auswechselbaren Filterelementen zum Filtern eines Fluids, insbesondere zum Filtern von Luft zu schaffen.
[0005] Eine weitere Aufgabe ist die Bereitstellung eines Filterelements für ein solches servicefreundliches und kostengünstiges Filtersystem.
[0006] Die vorgenannte Aufgabe wird nach einem Aspekt der Erfindung gelöst von einem Filtersystem mit einem Filtergehäuse mit einem Fluideinlass und einem Fluidauslass, und mit wenigstens zwei auswechselbaren Filterelementen zum Filtern eines Fluids, insbesondere zum Filtern von Luft, die zwischen dem Fluideinlass und dem Fluidauslass angeordnet sind, wobei die Filterelemente jeweils einen Filterkörper mit einem Filtermedium aufweisen, das bei bestimmungsgemäßem Gebrauch in einer Strömungsrichtung zur Durchströmung von dem Fluid durchströmbar angeordnet ist, wobei die Filterelemente an sich gegenüberliegend angeordneten Stirnseiten jeweils an Außenkanten um laufende Dichtungen mit Dichtflächen aufweisen, welche bei bestimmungsgemäßer Montage der Filterelemente in dem Filtergehäuse ineinandergreifen.
[0007] Die weitere Aufgabe wird gelöst von einem Filterelement zum Filtern eines Fluids, insbesondere Luft, für ein Filtersystem mit einem Filterkörper mit einem Filtermedium, das bei bestimmungsgemäßem Gebrauch in einer Strömungsrichtung zur Durchströmung von dem Fluid durchströmbar angeordnet ist, wobei der Filterkörper an einer Stirnseite eine an einer Außenkante umlaufende Dichtung mit einer Dichtfläche aufweist, welche bei bestimmungsgemäßer Montage in einem Filtergehäuse des Filtersystems mit einer Dichtfläche, die an einer anderen Dichtung mit einer komplementär ausgebildeten Dichtfläche eines mit einer Stirnseite gegenüberliegend angeordneten zweiten Filterelements ausgebildet ist, in Kontakt kommt.
[0008] Günstige Ausgestaltungen und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Ansprüchen, der Beschreibung und der Zeichnung.
[0009] Es wird nach einem Aspekt der Erfindung ein Filtersystem vorgeschlagen, mit einem Filtergehäuse mit einem Fluideinlass und einem Fluidauslass, und mit wenigstens zwei auswechselbaren Filterelementen zum Filtern eines Fluids, insbesondere zum Filtern von Luft, die zwischen dem Fluideinlass und dem Fluidauslass angeordnet sind. Die Filterelemente weisen jeweils einen Filterkörper mit einem Filtermedium auf, das bei bestimmungsgemäßem Gebrauch in einer Strömungsrichtung zur Durchströmung von dem Fluid durchströmbar angeordnet ist.
Dabei weisen die Filterelemente an sich gegenüberliegend angeordneten Stirnseiten jeweils an Außenkanten umlaufende Dichtungen mit Dichtflächen auf, welche bei bestimmungsgemäßer Montage der Filterelemente in dem Filtergehäuse ineinandergreifen.
[0010] Bei dem vorgeschlagenen Filtersystem können die beiden Filterelemente beispielsweise als Flachfilterelemente mit angeschäumter Dichtung ausgebildet sein, jedoch sind auch andere Filterelementformen möglich. Die Dichtungen der beiden Filterelemente greifen ineinander ein. Die Dichtungen weisen dabei Dichtflächen für die jeweils andere Dichtung auf. Die Dichtfläche der Dichtung des einen Filterelements dient dabei zum dichtenden Anlegen der Dichtung des jeweils anderen Filterelements. Die Dichtfläche der Dichtung des einen Filterelements kann dabei beispielsweise mit konkaver Wölbung ausgeführt sein, während die Dichtfläche der Dichtung des anderen Filterelements mit konvexer Wölbung ausgeführt sein kann. Dadurch, dass beide Dichtungen ineinander eingreifen, kann ein laterales Verschieben gegeneinander verhindert werden. Auf der jeweils abgewandten Seite der konvexen bzw. konkaven Dichtfläche werden die Dichtungen durch das Filtergehäuse bzw. ein Gehäuseteil des Filtergehäuses verpresst. So ist eine hohe Dichtheit zwischen den beiden Filterelementen gewährleistet. Die Ausrichtung der Dichtflächen kann axial sein, sodass die Dichtungen axial verpressbar sind.
[0011 ] Auch bei radial gerichteten Dichtungsanordnungen ist der Eingriff zweier Dichtungen ineinander möglich.
[0012] Vorteilhaft kann so beispielsweise die Wartung des Partikelfilterelements und des Adsorptionsfilterelements eines Brennstoffzellensystems getrennt voneinander ausgeführt werden. Wartungskosten können so günstig reduziert werden. Dadurch, dass die jeweiligen Dichtungen der beiden Filterelemente gemeinsam verpresst werden, kann bei Fehlen eines der Filterelemente keine Abdichtung im Gehäuse erfolgen. Hierdurch ist sichergestellt, dass ein Betrieb des Filtersystems nur bei korrektem Einbau beider Filterelemente möglich ist.
[0013] Gemäß einer günstigen Ausgestaltung des Filtersystems können die Dichtflächen in ihrem Querschnitt komplementär ausgebildet sein. Insbesondere kann die Dichtfläche eines der Filterelemente in ihrem Querschnitt wenigstens bereichsweise konkav gewölbt sein, während die Dichtfläche des anderen der Filterelemente im Querschnitt komplementär dazu wenigstens bereichsweise konvex gewölbt sein kann. Beide Dichtungen können so an den jeweiligen Dichtflächen direkt aneinander anliegen, sodass ein Strömungspfad durch die beiden Filterelemente nach außen abgedichtet ist.
[0014] Gemäß einer günstigen Ausgestaltung des Filtersystems kann die jeweilige Dichtung an dem Filterkörper in einer radialen Richtung vorliegen, d. h. die Dichtfläche ist nach radial innen oder außen gerichtet. Alternativ oder zusätzlich kann die jeweilige Dichtung an dem Filterkörper in einer axialen Richtung vorliegen, d. h. die Dichtfläche ist nach axial oben oder unten gerichtet. Insbesondere kann dabei wenigstens eine der Dichtungen an den jeweiligen Filterkörper angeschäumt sein. Liegt die Dichtung an dem Filterkörper in radialer Richtung vor, so ist die effektive Fläche für die Durchströmung des Filterkörpers vorteilhaft möglichst wenig durch die Dichtung beeinträchtigt. Liegt die Dichtung an dem Filterkörper in axialer Richtung vor, so kann ein definierter Abstand zwischen den beiden Filterkörpern eingestellt werden. Auch ist eine gewisse Flexibilität bei der Montage der Filterelemente im Filtergehäuse gegeben, sodass Fertigungs- und Montagetoleranzen ausgeglichen werden können. Vorteilhaft kann die jeweilige Dichtung zumindest größtenteils radial außerhalb der die An- oder Abströmseite bildenden Stirnseite des Filterelements angeordnet sein, sodass möglichst wenig Filterfläche von der Dichtung überdeckt ist und die Kraft beim Verpressen vorteilhaft direkt auf die Dichtung und weniger auf das Filtermedium einwirkt. Vorteilhaft können die Dichtungen dabei an den Filterkörper direkt angeschäumt sein. Günstigerweise kann dabei beispielsweise Polyurethan (PUR) als Werkstoff verwendet werden.
[0015] Gemäß einer günstigen Ausgestaltung des Filtersystems können die Dichtungen bei bestimmungsgemäß verschlossenem Filtergehäuse gegeneinander in einer
axialen Richtung verpresst sein. So können die Dichtungen mittels des Filtergehäuses oder mittels Gehäuseteilen wie Unterteil und Oberteil axial verpresst werden, um so eine günstige Dichtwirkung zu erreichen.
[0016] Gemäß einer günstigen Ausgestaltung des Filtersystems kann die jeweilige Dichtung eine der Dichtfläche gegenüberliegende um laufende Aufnahme aufweisen, in welche ein Gehäuseteil eingreift. Dadurch kann das Filterelement bezüglich des Filtergehäuses oder eines Gehäuseteils zweckmäßig positioniert werden, sodass das Filterelement für den Einbau im Filtergehäuse ausgerichtet ist. Auch können die beiden Filterelemente zuverlässig zueinander positioniert werden, sodass die Dichtungen der beiden Filterelemente ineinandergreifen und mit den Dichtflächen in Kontakt kommen können. Durch das in die Aufnahme der Dichtung eingreifende Gehäuseteil können die Dichtungen in axialer Richtung bei bestimmungsgemäß verschlossenem Filtergehäuse verpresst werden, sodass die Abdichtung der beiden Filterelemente zueinander gewährleistet ist.
[0017] Gemäß einer günstigen Ausgestaltung des Filtersystems können die Dichtungen in einer radialen Richtung bei bestimmungsgemäß verschlossenem Filtergehäuse gegen eine Gehäusewand verpresst sein. Zusätzlich können die Dichtungen der Filterelemente gegen die innere Gehäusewand verpresst sein, wodurch die Abdichtung der Filterelemente gegen das Filtergehäuse erreicht werden kann.
[0018] Gemäß einer günstigen Ausgestaltung des Filtersystems kann das in der Strömungsrichtung zuerst durchströmte Filterelement als Partikelfilter ausgebildet sein. Alternativ oder zusätzlich kann das in der Strömungsrichtung folgende Filterelement als Adsorptionsfilter, insbesondere als Aktivkohlefilter und/oder als lonen- tauscher, ausgebildet sein. Vorteilhaft können so beispielsweise in Brennstoffzellensystemen Partikel als auch Schadgase aus der Ansaugluft gefiltert werden.
[0019] Gemäß einer günstigen Ausgestaltung des Filtersystems kann das Filtergehäuse die Dichtungen auf einer radialen Außenseite umgreifend ausgebildet sein. Dadurch können die Dichtungen vorteilhaft vor mechanischer Beschädigung ge-
schützt werden. Außerdem kann eine Schnittstelle zur Verbindung der Gehäuseteile vorteilhaft an der Umgreifung der Dichtungen angeordnet sein, sodass auf diese Weise eine Entnahme eines Filterelements aus dem Gehäuseteil bei der Wartung erleichtert wird.
[0020] Es wird nach einem weiteren Aspekt der Erfindung ein Filterelement zum Filtern eines Fluids, insbesondere Luft, für ein Filtersystem vorgeschlagen, mit einem Filterkörper mit einem Filtermedium, das bei bestimmungsgemäßem Gebrauch in einer Strömungsrichtung zur Durchströmung von dem Fluid durchströmbar angeordnet ist. Dabei weist der Filterkörper an einer Stirnseite eine an einer Außenkante umlaufende Dichtung mit einer Dichtfläche auf, welche bei bestimmungsgemäßer Montage in einem Filtergehäuse des Filtersystems mit einer Dichtfläche, die an einer anderen Dichtung mit einer komplementär ausgebildeten Dichtfläche eines mit einer Stirnseite gegenüberliegend angeordneten zweiten Filterelements ausgebildet ist, in Kontakt kommt.
[0021 ] Das vorgeschlagene Filterelement kann beispielsweise als Flachfilterelement mit angeschäumter Dichtung ausgebildet sein, jedoch sind auch andere Filterelementformen möglich. Die Dichtung ist so ausgebildet, dass sie mit ihrer Dichtfläche in die Dichtfläche eines zweiten Filterelements eingreifen kann. Die Dichtfläche der Dichtung des Filterelements kann dabei beispielsweise mit konkaver Wölbung ausgeführt sein, während die Dichtfläche der Dichtung des anderen Filterelements mit konvexer Wölbung ausgeführt sein kann. Greifen beide Dichtungen ineinander ein, kann vorteilhaft ein laterales Verschieben gegeneinander verhindert werden. Auf der jeweils abgewandten Seite der konvexen bzw. konkaven Dichtfläche kann die Dichtung durch das Filtergehäuse bzw. ein Gehäuseteil eines Filtergehäuses verpresst werden. So ist die Dichtheit zu dem anderen Filterelement gewährleistet.
[0022] In einer Ausgestaltung sind die beiden Dichtflächen axial gegenüberliegend ausgeführt und die Verpressung erfolgt axial. Die axiale Richtung verläuft parallel zur Durchströmungsrichtung.
[0023] Auch bei radial gerichteten Dichtungsanordnungen ist der Eingriff zweier Dichtungen ineinander möglich. Die Dichtungen werden dann durch das Filtergehäuse bzw. Gehäuseteile radial verpresst. Die radiale Richtung verläuft orthogonal zur Durchströmungsrichtung.
[0024] Vorteilhaft kann so beispielsweise die Wartung eines Partikelfilterelements und eines Adsorptionsfilterelements eines Brennstoffzellensystems getrennt voneinander ausgeführt werden. Wartungskosten können so günstig reduziert werden.
[0025] Gemäß einer günstigen Ausgestaltung des Filterelements kann die Dichtfläche in einer axialen Richtung in ihrem Querschnitt komplementär zu der Dichtfläche des zweiten Filterelements ausgebildet sein. Insbesondere kann dabei die Dichtfläche in ihrem Querschnitt wenigstens bereichsweise konkav gewölbt sein, während die Dichtfläche des zweiten Filterelements im Querschnitt komplementär dazu wenigstens bereichsweise konvex gewölbt ist. Alternativ kann die Dichtfläche des Filterelements im Querschnitt wenigstens bereichsweise konvex gewölbt sein, während die Dichtfläche des zweiten Filterelements im Querschnitt komplementär dazu wenigstens bereichsweise konkav gewölbt ist. Beide Dichtungen können so an den Dichtflächen direkt aneinander anliegen, sodass ein Strömungspfad durch die beiden Filterelemente nach außen abgedichtet ist.
[0026] In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist ein zur Schadgasabsorption ausgebildetes Filterelement stirnseitig von einer umlaufenden Dichtung umgeben, welche in axialer Richtung einen konkaven Querschnitt aufweist. Dieses Element ist zusätzlich zu einem Filterelement zur Partikelfiltration mit einer konvexen Dichtfläche in einem Filtergehäuse anordenbar. Das Filtermedium kann beispielsweise in gefalteter Form vorliegen und vorteilhaft Aktivkohle aufweisen.
[0027] Gemäß einer günstigen Ausgestaltung des Filterelements kann die Dichtung an dem Filterkörper in einer radialen Richtung vorliegen, d. h. die Dichtfläche ist nach radial innen oder außen gerichtet. Alternativ oder zusätzlich kann die Dichtung an dem Filterkörper in axialer Richtung vorliegen, d. h. die Dichtfläche ist nach axial
oben oder unten gerichtet. Insbesondere kann dabei die Dichtung an den Filterkörper angeschäumt sein. Liegt die Dichtung an dem Filterkörper in radialer Richtung vor, so ist die effektive Fläche für die Durchströmung des Filterkörpers vorteilhaft möglichst wenig durch die Dichtung beeinträchtigt. Liegt die Dichtung an dem Filterkörper in axialer Richtung vor, so kann ein definierter Abstand zwischen den beiden Filterkörpern eingestellt werden. Auch ist eine gewisse Flexibilität bei der Montage der Filterelemente im Filtergehäuse gegeben, sodass Fertigungsund Montagetoleranzen ausgeglichen werden können. Vorteilhaft kann die Dichtung zumindest größtenteils radial außerhalb der die An- oder Abströmseite bildenden Stirnseite des Filterelements angeordnet sein, sodass möglichst wenig Filterfläche von der Dichtung überdeckt ist und die Kraft beim Verpressen vorteilhaft direkt auf die Dichtung und weniger auf das Filtermedium einwirkt. Vorteilhaft können die Dichtungen dabei an den Filterkörper direkt angeschäumt sein. Günstigerweise kann dabei beispielsweise Polyurethan (PUR) als Werkstoff verwendet werden.
[0028] Gemäß einer günstigen Ausgestaltung des Filterelements kann die Dichtung eine der Dichtfläche gegenüberliegende umlaufende Aufnahme aufweisen, in welche bei bestimmungsgemäßer Montage in dem Filtergehäuse ein Gehäuseteil des Filtergehäuses eingreift. Dadurch kann das Filterelement bezüglich des Filtergehäuses oder eines Gehäuseteils zweckmäßig positioniert werden, sodass das Filterelement für den Einbau im Filtergehäuse ausgerichtet ist. Auch können die beiden Filterelemente zuverlässig zueinander positioniert werden, sodass die Dichtungen der beiden Filterelemente ineinandergreifen können. Durch das in die Aufnahme der Dichtung eingreifende Gehäuseteil können die Dichtungen in axialer Richtung bei bestimmungsgemäß verschlossenem Filtergehäuse verpresst werden, sodass die Abdichtung der beiden Filterelemente zueinander gewährleistet ist.
[0029] Gemäß einer günstigen Ausgestaltung kann das Filterelement als Partikelfilter und/oder als Adsorptionsfilter, insbesondere als Aktivkohlefilter und/oder als lo- nentauscher, ausgebildet sein. Vorteilhaft können so beispielsweise in Brennstoffzellensystemen Partikel als auch Schadgase aus der Ansaugluft gefiltert werden.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0030] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Zeichnungen, die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen. Es zeigen beispielhaft:
[0031 ] Fig. 1 eine isometrische Ansicht eines Filtersystems nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung;
[0032] Fig. 2 eine isometrische Explosionsdarstellung des Filtersystems nach Figur 1 ;
[0033] Fig. 3 eine Explosionsdarstellung des Filtersystems nach Figur 1 in Seitenansicht;
[0034] Fig. 4 eine Draufsicht auf das Filtersystem nach Figur 1 mit markierter Schnittebene B-B;
[0035] Fig. 5 eine Schnittansicht auf die Schnittebene B-B nach Figur 4 mit markiertem Bereich C; und
[0036] Fig. 6 eine vergrößerte Darstellung des Ausschnitts C des Filtersystems nach Figur 4.
Ausführungsformen der Erfindung
[0037] In den Figuren sind gleiche oder gleichartige Komponenten mit gleichen Bezugszeichen beziffert. Die Figuren zeigen lediglich Beispiele und sind nicht beschränkend zu verstehen.
[0038] Im Folgenden verwendete Richtungsterminologie mit Begriffen wie „links“, „rechts“, „oben“, „unten“, „davor“ „dahinter“, „danach“ und dergleichen dient lediglich dem besseren Verständnis der Figuren und soll in keinem Fall eine Beschränkung der Allgemeinheit darstellen. Die dargestellten Komponenten und Elemente, deren Auslegung und Verwendung können im Sinne der Überlegungen eines Fachmanns variieren und an die jeweiligen Anwendungen angepasst werden.
[0039] Figur 1 zeigt eine isometrische Ansicht eines Filtersystems 100 nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung. In Figur 2 ist eine isometrische Explosionsdarstellung des Filtersystems 100 dargestellt, während Figur 3 eine Explosionsdarstellung des Filtersystems 100 in Seitenansicht zeigt.
[0040] Figur 4 zeigt eine Draufsicht auf das Filtersystem 100 mit markierter Schnittebene B-B, wobei Figur 5 die Schnittansicht auf die Schnittebene B-B nach Figur 4 mit markiertem Bereich C zeigt und Figur 6 eine vergrößerte Darstellung des Ausschnitts C des Filtersystems nach Figur 5 zeigt.
[0041 ] Das Filtersystem 100 weist ein Filtergehäuse 110 mit einem Gehäuseoberteil 112 und einem Gehäuseunterteil 114 auf, wobei ein Fluideinlass 102 an dem Gehäuseunterteil 114 und ein Fluidauslass 104 an dem Gehäuseoberteil 112 angeordnet sind. Das Filtergehäuse 110 ist so von dem zu filternden Fluid von dem Gehäuseunterteil 114 zu dem Gehäuseoberteil 112 in einer Strömungsrichtung 50 durchströmt.
[0042] Wie insbesondere in den Figuren 2, 3 und 5 erkennbar, weist das Filtersystem 100 zwei auswechselbare Filterelemente 10, 30 zum Filtern eines Fluids auf, insbesondere zum Filtern von Luft, die zwischen dem Fluideinlass 102 und dem Fluidauslass 104 angeordnet sind. Die Filterelemente 10, 30 weisen jeweils einen Filterkörper 12, 32 mit einem Filtermedium 14, 34 auf, das bei bestimmungsgemäßem Gebrauch in einer Strömungsrichtung 50 zur Durchströmung von dem Fluid durchströmbar angeordnet ist. Die Strömungsrichtung 50 verläuft hierbei in axialer Richtung 60 des Filtersystems 100.
[0043] Das Filtermedium 14, 34 kann beispielsweise als Vlies oder Filterpapier ausgebildet sein und gefaltet, insbesondere zickzackförmig gefaltet, in dem Filterkörper 12, 32 angeordnet sein. In den Figuren sind Falten des Filtermediums nur teilweise in dem Filterkörper 12, 32 dargestellt. Selbstverständlich ist der gesamte Filterkörper 12, 32 mit dem gefalteten Filtermedium 14, 34 ausgeführt. Die Falten verlaufen
hierbei jeweils zwischen einer Anströmseite und einer Abströmseite. Das Filtermedium 14, 34 kann an seinen Stirnkanten mit einem Seitenband 48 abgedichtet sein, wie es im Schnitt in Figur 6 erkennbar ist.
[0044] Wie insbesondere in den Figuren 5 und 6 erkennbar, weisen die Filterelemente 10, 30 an sich gegenüberliegend angeordneten Stirnseiten 16, 36 jeweils an Außenkanten 18, 38 um laufende Dichtungen 20, 40 mit Dichtflächen 22, 42 auf, welche bei bestimmungsgemäßer Montage der Filterelemente 10, 30 in dem Filtergehäuse 110 ineinandergreifen. Die Dichtfläche 22 an der Dichtung 20 des einen Filterelements 10 dient dabei der Abdichtung beim Anliegen der Dichtung 40 des anderen Filterelements 30 an der Dichtfläche 22. Die Dichtfläche 42 an der Dichtung 40 des anderen Filterelements 30 dient dabei der Abdichtung beim Anliegen der Dichtung 20 des einen Filterelements 10 an der Dichtfläche 42.
[0045] Die Dichtflächen 22, 42 sind in ihrem Querschnitt komplementär ausgebildet. Insbesondere ist dabei die Dichtfläche 42 des Filterelements 30 in ihrem Querschnitt wenigstens bereichsweise konkav gewölbt, während die Dichtfläche 22 des anderen Filterelements 10 im Querschnitt komplementär dazu wenigstens bereichsweise konvex gewölbt ist. Die Dichtflächen 22, 42 sind in dieser Ausführungsform in axialer Richtung 60 komplementär ausgebildet, sodass eine Axialdichtung ausgebildet ist.
[0046] Die Dichtung 20, 40 übergreift mit einem ersten Halteabschnitt einen stirnseitigen Randbereich und mit einem zweiten Halteabschnitt einen seitlichen Randbereich des Filterkörpers 12, 32 und ist somit sicher angebunden. Die Dichtflächen 22, 42 sind radial außerhalb des Filterkörpers 12, 32 angeordnet. Zweckmäßigerweise können die Dichtungen 20, 40 an den jeweiligen Filterkörper 12, 32 angeschäumt sein. Günstigerweise kann dabei beispielsweise Polyurethan (PUR) als Werkstoff verwendet werden.
[0047] Die jeweilige Dichtung 20, 40 weist eine der Dichtfläche 22, 42 gegenüberliegende umlaufende Aufnahme 24, 44 auf, in welche ein Teil eines Gehäuseteils 112, 114 eingreift, wenn das Filtergehäuse 110 geschlossen ist. Das eine Gehäuseteil 112
ist beispielsweise ein Gehäuseoberteil und das andere Gehäuseteil 114 beispielsweise ein Gehäuseunterteil. Die Gehäuseteile 112, 114 können dazu jeweils einen die Gehäusewand 116, 118 verlängernden Bund 120, 122 aufweisen, der in die Aufnahme 24, 44 eingreift bzw. bei bestimmungsgemäß verschlossenem Filtergehäuse 110 in die Aufnahme 24, 44 gepresst wird. Auf diese Weise sind die Dichtungen 20, 40 bei bestimmungsgemäß verschlossenem Filtergehäuse 110 gegeneinander in der axialen Richtung 60 verpresst.
[0048] In einer nicht dargestellten Ausführung könnten optional die Dichtungen 20, 40 auch in radialer Richtung 70 bei bestimmungsgemäß verschlossenem Filtergehäuse 110 gegen die Gehäusewand 116 verpresst sein, wodurch die Abdichtung der Filterelemente 10, 30 gegen das Filtergehäuse 110 erreicht werden kann. In diesem Fall wären die Dichtflächen in radialer Richtung ineinandergreifend ausgebildet, insbesondere komplementär ausgestaltet.
[0049] Das in der Strömungsrichtung 50 zuerst durchströmte Filterelement 10 kann als Partikelfilter ausgebildet sein, während das in der Strömungsrichtung 50 folgende Filterelement 30 als Adsorptionsfilter, insbesondere als Aktivkohlefilter und/oder als lonentauscher, ausgebildet sein kann. Vorteilhaft können so beispielsweise in einem Brennstoffzellensystem Partikel als auch Schadgase aus der Ansaugluft gefiltert werden.
[0050] Wie insbesondere in Figur 6 erkennbar, umgreift das Filtergehäuse 110 die Dichtungen 20, 40 auf der radialen Außenseite 26, 46. Dadurch können die Dichtungen 20, 40 vorteilhaft vor mechanischer Beschädigung geschützt werden. Außerdem kann eine Schnittstelle 124 zur Verbindung der Gehäuseteile 112, 114 vorteilhaft an der Umgreifung der Dichtungen 20, 40 angeordnet sein, sodass auf diese Weise eine Entnahme eines Filterelements 10, 30 aus dem Gehäuseteil 112, 114 bei der Wartung erleichtert wird.
[0051 ] Im Schnitt in Figur 6 sind auch die Seitenbänder 28, 48, mit welchen die Stirnkan- ten des Filtermediums 14, 34 verleimt ist, erkennbar.
Bezugszeichen
Filterelement Filterkörper Filtermedium Stirnseite Außenkante Dichtung Dichtfläche Aufnahme Außenseite Seitenband Filterelement Filterkörper Filtermedium Stirnseite Außenkante Dichtung Dichtfläche Aufnahme Außenseite Seitenband Strömungsrichtung axiale Richtung radiale Richtung Filtersystem Fluideinlass Fluidauslass Filtergehäuse Gehäuseoberteil Gehäuseunterteil Gehäusewand Gehäusewand Bund Bund
Gehäuseschnittstelle