Filtersystem mit wenigstens zwei Filterelementen
Technisches Gebiet
Die Erfindung betrifft ein Filtersystem mit wenigstens zwei auswechselbaren Filterelementen zum Filtern eines Fluids, insbesondere zum Filtern von Luft sowie ein Filterelement zum Filtern eines Fluids, insbesondere Luft, für ein solches Filtersystem. Weiterhin wird eine vorteilhafte Verwendung angegeben.
Stand der Technik
Brennstoffzellensysteme benötigen häufig einen Partikelfilter und einen Adsorptionsfilter, um sowohl Partikel als auch Schadgase aus der Ansaugluft zu filtern. Die Filterkörper haben dabei oft unterschiedliche Standzeiten, was ein Trennen der beiden Filterkörper bzw. Filterelemente sinnvoll macht, sodass die Filterelemente getrennt gewechselt werden können. Dadurch lassen sich Wartungskosten einsparen. Die Filterelemente sind beispielsweise häufig als Flachfilter ausgebildet, jedoch kommen auch andere Filterelementformen vor.
Offenbarung der Erfindung
Eine Aufgabe der Erfindung ist es, ein servicefreundliches und kostengünstiges Filtersystem mit wenigstens zwei auswechselbaren Filterelementen zum Filtern eines Fluids, insbesondere zum Filtern von Luft zu schaffen.
Eine weitere Aufgabe ist die Bereitstellung eines Filterelements für ein solches servicefreundliches und kostengünstiges Filtersystem.
Die vorgenannte Aufgabe wird nach einem Aspekt der Erfindung gelöst von einem Filtersystem mit einem Filtergehäuse mit einem Fluideinlass und einem Fluidauslass, und mit wenigstens zwei auswechselbaren Filterelementen zum Filtern eines Fluids, insbesondere zum Filtern von Luft, die zwischen dem Fluideinlass und dem Fluidauslass angeordnet sind, wobei die Filterelemente jeweils einen Filterkörper mit einem Filtermedium aufweisen, das bei bestimmungsgemäßem Gebrauch in einer Strömungsrichtung zur Durchströmung von dem Fluid durchströmbar angeordnet ist, wobei die Filterelemente an sich gegenüber liegend angeordneten Stirnseiten jeweils an
Außenkanten umlaufende Dichtungen aufweisen, wobei bei bestimmungsgemäßer Montage der Filterelemente in dem Filtergehäuse ein umlaufendes Anlegeelement zwischen den Dichtungen angeordnet ist, welches an sich gegenüberliegenden Seiten Dichtflächen zur dichtenden Anlage der Dichtungen aufweist.
Die weitere Aufgabe wird gelöst von einem Filterelement zum Filtern eines Fluids, insbesondere Luft, für ein Filtersystem mit einem Filterkörper mit einem Filtermedium, das bei bestimmungsgemäßem Gebrauch in einer Strömungsrichtung zur Durchströmung von dem Fluid durchströmbar angeordnet ist, wobei der Filterkörper an einer Stirnseite eine an einer Außenkante umlaufende Dichtung aufweist, welche bei bestimmungsgemäßer Montage in einem Filtergehäuse des Filtersystems an einer Dichtfläche eines umlaufenden Anlegeelements dichtend anliegt.
Günstige Ausgestaltungen und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Ansprüchen, der Beschreibung und der Zeichnung.
Es wird nach einem Aspekt der Erfindung ein Filtersystem vorgeschlagen, mit einem Filtergehäuse mit einem Fluideinlass und einem Fluidauslass, und mit wenigstens zwei auswechselbaren Filterelementen zum Filtern eines Fluids, insbesondere zum Filtern von Luft, die zwischen dem Fluideinlass und dem Fluidauslass angeordnet sind. Die Filterelemente weisen jeweils einen Filterkörper mit einem Filtermedium auf, das bei bestimmungsgemäßem Gebrauch in einer Strömungsrichtung zur Durchströmung von dem Fluid durchströmbar angeordnet ist. Dabei weisen die Filterelemente an sich gegenüber liegend angeordneten Stirnseiten jeweils an Außenkanten umlaufende Dichtungen auf, wobei bei bestimmungsgemäßer Montage der Filterelemente in dem Filtergehäuse ein umlaufendes Anlegeelement zwischen den Dichtungen angeordnet ist, welches an sich gegenüberliegenden Seiten Dichtflächen zur dichtenden Anlage der Dichtungen aufweist.
Bei dem vorgeschlagenen Filtersystem können die beiden Filterelemente beispielsweise als Flachfilterelemente mit angeschäumter Dichtung ausgebildet sein, jedoch sind auch andere Filterelementformen möglich. Zwischen den beiden Dichtungen der Filterelemente ist ein Anlegeelement angeordnet, um die Dichtungsschnittstelle
entsprechend ausführen zu können. Das Anlegeelement kann beispielsweise, wie das Filtergehäuse auch, aus Kunststoff ausgebildet sein. Das Anlegeelement weist Dichtflächen auf, an welche die Dichtungen dichtend angelegt sind. Beispielsweise kann in dem Anlegeelement jeweils eine Dichtkammer ausgebildet sein, sodass die Dichtungen in Position bleiben und sich nicht lateral verschieben können.
Das Anlegeelement kann als reiner Rahmen ausgeführt sein oder zur Stabilisierung ein Gitter aufweisen, welches innerhalb des Rahmens angeordnet ist und so die Rahmenseiten zusätzlich stabilisiert. Im eingebauten Zustand liegt das Gitter zwischen den beiden Filterelementen und kann so auch zur Abstützung der Stirnseite eines oder beider Filterelemente dienen.
Auf der jeweils abgewandten Seite der Dichtfläche werden die Dichtungen durch das Filtergehäuse bzw. ein Gehäuseteil des Filtergehäuses verpresst. So ist eine hohe Dichtheit zwischen den Filterelementen und dem Anlegeelement gewährleistet.
Das eine Filterelement kann als Partikelfilterelement und das andere Filterelement als Adsorptionsfilterelement ausgeführt sein. Vorteilhaft kann durch die separate Ausbildung der beiden Filterelemente beispielsweise die Wartung des Partikelfilterelements und des Adsorptionsfilterelements eines Brennstoffzellensystems getrennt voneinander ausgeführt werden. Wartungskosten können so insbesondere bei unterschiedlichen Standzeiten günstig reduziert werden.
Die Dichtprofile der beiden Dichtungen können dabei gleich oder unterschiedlich ausgebildet sein. Wenn beide Dichtungen gleich ausgebildet sind, kann dasselbe Werkzeug zur Herstellung der beiden Filterelemente verwendet werden, was besonders kostengünstig ist. Unterschiedliche Dichtprofile ermöglichen im Zusammenwirken mit entsprechenden Geometrien am Gehäuse einen definierten Einbau, sodass ein Vertauschen der Filterelemente vermieden wird, was insbesondere bei der Ausführung des einen Filterelements als Partikelfilterelement und des anderen Filterelements als Adsorptionsfilterelement von Vorteil ist.
Das Anlegeelement kann an einem der Gehäuseteile des Filtergehäuses angeordnet sein. Alternativ ist auch möglich und durchaus vorteilhaft, wenn das Anlegeelement als loses Einlegeteil des Filtergehäuses ausgebildet ist.
Gemäß einer günstigen Ausgestaltung des Filtersystems kann das Anlegeelement wenigstens eine Nut zur wenigstens bereichsweisen Aufnahme der Dichtungen aufweisen. Beispielsweise kann durch die Nut in dem Anlegeelement jeweils eine Dichtkammer ausgebildet sein, sodass die Dichtungen bei der Montage in dem Filtergehäuse in Position bleiben und sich nicht lateral verschieben können.
Gemäß einer günstigen Ausgestaltung des Filtersystems kann die jeweilige Dichtung an dem Filterkörper in einer radialen Richtung vorliegen, d.h. die Dichtfläche der Dichtung ist nach radial innen oder vorzugsweise radial außen gerichtet. Alternativ oder zusätzlich kann die jeweilige Dichtung an dem Filterkörper in einer axialen Richtung vorliegen, d.h. die Dichtfläche der Dichtung ist nach axial oben oder unten gerichtet. Insbesondere kann dabei wenigstens eine der Dichtungen an den jeweiligen Filterkörper angeschäumt sein. Liegt die Dichtung an dem Filterkörper in radialer Richtung vor, so ist die effektive Fläche für die Durchströmung des Filterkörpers vorteilhaft möglichst wenig durch die Dichtung beeinträchtigt. Liegt die Dichtung an dem Filterkörper in axialer Richtung vor, so kann ein definierter Abstand zwischen den beiden Filterkörpern eingestellt werden. Auch ist eine gewisse Flexibilität bei der Montage der Filterelemente im Filtergehäuse gegeben, sodass Fertigungs- und Montagetoleranzen ausgeglichen werden können. Vorteilhaft kann die jeweilige Dichtung zumindest größtenteils radial außerhalb der die An- oder Abströmseite bildenden Stirnseite des Filterelements angeordnet sein, sodass möglichst wenig Filterfläche von der Dichtung überdeckt ist und die Kraft beim Verpressen vorteilhaft direkt auf die Dichtung und weniger auf das Filtermedium einwirkt. Vorteilhaft können die Dichtungen dabei an den Filterkörper direkt angeschäumt sein. Günstigerweise kann dabei beispielsweise Polyurethan (PUR) als Werkstoff verwendet werden.
Gemäß einer günstigen Ausgestaltung des Filtersystems können die Dichtungen bei bestimmungsgemäß verschlossenem Filtergehäuse gegen die jeweilige Dichtfläche des Anlegeelements in einer axialen Richtung verpresst sein. So können die Dichtungen
mittels des Filtergehäuses oder mittels Gehäuseteilen wie Unterteil und Oberteil axial verpresst werden, um so eine günstige Dichtwirkung zu erreichen.
Gemäß einer günstigen Ausgestaltung des Filtersystems kann die jeweilige Dichtung eine der Dichtfläche gegenüber liegende umlaufende Aufnahme aufweisen, in welche ein Gehäuseteil eingreift. Dadurch kann das Filterelement bezüglich des Filtergehäuses oder eines Gehäuseteils zweckmäßig positioniert werden, sodass das Filterelement für den Einbau im Filtergehäuse ausgerichtet ist. Auch können die beiden Filterelemente zuverlässig zueinander positioniert werden, sodass die Dichtungen der beiden Filterelemente ineinander greifen können. Durch das in die Aufnahme der Dichtung eingreifende Gehäuseteil können die Dichtungen in axialer Richtung bei bestimmungsgemäß verschlossenem Filtergehäuse verpresst werden, sodass die Abdichtung der beiden Filterelemente gegen die jeweilige Dichtfläche des Anlegeelements gewährleistet ist.
Gemäß einer günstigen Ausgestaltung des Filtersystems können die Dichtungen in einer radialen Richtung bei bestimmungsgemäß verschlossenem Filtergehäuse gegen eine radial außen liegende Wand des Anlegeelements verpresst sein.
Gemäß einer günstigen Ausgestaltung des Filtersystems kann das in der Strömungsrichtung zuerst durchströmte Filterelement als Partikelfilter ausgebildet sein. Alternativ oder zusätzlich kann das in der Strömungsrichtung folgende Filterelement als Adsorptionsfilter, insbesondere als Aktivkohlefilter und/oder als lonentauscher, ausgebildet sein. Vorteilhaft können so beispielsweise in Brennstoffzellensystemen Partikel als auch Schadgase aus der Ansaugluft gefiltert werden.
Gemäß einer günstigen Ausgestaltung des Filtersystems kann das Filtergehäuse auf einer radialen Außenseite das Anlegeelement umgreifen. Insbesondere kann dabei das Filtergehäuse wenigstens eine Nut aufweisen, in welche zumindest eine Wand des Anlegeelements eingreift. Dadurch können die Dichtungen vorteilhaft vor mechanischer Beschädigung geschützt werden. Außerdem kann so das Anlegeelement durch die Nut des Filtergehäuses in seiner radialen Position vorteilhaft zentriert werden, wodurch das
Zusammenwirken der beiden Dichtungen mit dem Anlegeelement in günstiger Weise gewährleistet werden kann.
Es wird nach einem weiteren Aspekt der Erfindung ein Filterelement zum Filtern eines Fluids, insbesondere Luft, für ein Filtersystem vorgeschlagen, mit einem Filterkörper mit einem Filtermedium, das bei bestimmungsgemäßem Gebrauch in einer Strömungsrichtung zur Durchströmung von dem Fluid durchströmbar angeordnet ist. Dabei weist der Filterkörper an einer Stirnseite eine an einer Außenkante umlaufende Dichtung auf, welche bei bestimmungsgemäßer Montage in einem Filtergehäuse des Filtersystems an einer Dichtfläche eines umlaufenden Anlegeelements dichtend anliegt.
Das vorgeschlagene Filterelement kann beispielsweise als Flachfilterelement mit angeschäumter Dichtung ausgebildet sein, jedoch sind auch andere Filterelementformen möglich.
Auf der abgewandten Seite der Dichtfläche wird die Dichtung durch das Filtergehäuse bzw. ein Gehäuseteil des Filtergehäuses verpresst. So ist die Dichtheit zwischen dem Filterelement und dem Anlegeelement gewährleistet.
Gemäß einer günstigen Ausgestaltung des Filterelements kann die Dichtung an einem axialen Ende eine insbesondere umlaufende Aufnahme zum wenigstens bereichsweisen Aufnehmen eines Bunds eines Gehäuseteils des Filtergehäuses aufweisen. Dadurch kann das Filterelement bezüglich des Filtergehäuses oder eines Gehäuseteils zweckmäßig positioniert werden, sodass das Filterelement für den Einbau im Filtergehäuse ausgerichtet ist. Durch das in die Aufnahme der Dichtung eingreifende Gehäuseteil kann die Dichtung in axialer Richtung bei bestimmungsgemäß verschlossenem Filtergehäuse verpresst werden, sodass die Abdichtung des Filterelements gegen die Dichtfläche des Anlegeelements gewährleistet ist. Bei einer radialen Abdichtung kann in die Aufnahme ein Gehäuseteil eingreifen und die Dichtung nach radial innen abstützen.
Gemäß einer günstigen Ausgestaltung des Filterelements kann die Aufnahme in der Dichtung im Wesentlichen auf gleicher radialer Position wie ein Bereich der Dichtung
angeordnet sein, der bei bestimmungsgemäßer Montage zur Anlage an einer Dichtfläche im Filtergehäuse vorgesehen ist. Auf diese Weise kann eine besonders günstige Anpressung der Dichtung des Filterelements an eine Dichtfläche des Filtergehäuses, insbesondere die Dichtfläche des Anlegeteils, erfolgen.
Gemäß einer günstigen Ausgestaltung kann das Filterelement als Partikelfilter und/oder als Adsorptionsfilter, insbesondere als Aktivkohlefilter und/oder als lonentauscher, ausgebildet sein. Vorteilhaft können so beispielsweise in Brennstoffzellensystemen Partikel als auch Schadgase aus der Ansaugluft gefiltert werden.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Zeichnungen, die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen.
Es zeigen beispielhaft:
Fig. 1 eine isometrische Ansicht eines Filtersystems nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fig. 2 eine isometrische Explosionsdarstellung des Filtersystems nach Figur 1 ;
Fig. 3 eine Explosionsdarstellung des Filtersystems nach Figur 1 in Seitenansicht;
Fig. 4 eine Draufsicht auf das Filtersystem nach Figur 1 mit markierter
Schnittebene B-B;
Fig. 5 eine Schnittansicht auf die Schnittebene B-B nach Figur 4 mit markiertem Bereich C; und
Fig. 6 eine vergrößerte Darstellung des Ausschnitts C des Filtersystems nach Figur 4.
Ausführungsformen der Erfindung
In den Figuren sind gleiche oder gleichartige Komponenten mit gleichen Bezugszeichen beziffert. Die Figuren zeigen lediglich Beispiele und sind nicht beschränkend zu verstehen.
Im Folgenden verwendete Richtungsterminologie mit Begriffen wie „links“, „rechts“, „oben“, „unten“, „davor“ „dahinter“, „danach“ und dergleichen dient lediglich dem besseren Verständnis der Figuren und soll in keinem Fall eine Beschränkung der Allgemeinheit darstellen. Die dargestellten Komponenten und Elemente, deren Auslegung und Verwendung können im Sinne der Überlegungen eines Fachmanns variieren und an die jeweiligen Anwendungen angepasst werden.
Figur 1 zeigt eine isometrische Ansicht eines Filtersystems 100 nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung. In Figur 2 ist eine isometrische Explosionsdarstellung des Filtersystems 100 dargestellt, während Figur 3 eine Explosionsdarstellung des Filtersystems 100 in Seitenansicht zeigt.
Figur 4 zeigt eine Draufsicht auf das Filtersystem 100 mit markierter Schnittebene B-B, wobei Figur 5 die Schnittansicht auf die Schnittebene B-B nach Figur 4 mit markiertem Bereich C zeigt und Figur 6 eine vergrößerte Darstellung des Ausschnitts C des Filtersystems nach Figur 5 zeigt.
Das Filtersystem 100 weist ein Filtergehäuse 1 10 mit einem Gehäuseoberteil 112 und einem Gehäuseunterteil 1 14 auf, wobei ein Fluideinlass 102 an dem Gehäuseunterteil 114 und ein Fluidauslass 104 an dem Gehäuseoberteil 1 12 angeordnet sind. Das Filtergehäuse 1 10 ist so von dem zu filternden Fluid von dem Gehäuseunterteil 1 14 zu dem Gehäuseoberteil 1 12 in einer Strömungsrichtung 50 durchströmt. Die Strömungsrichtung 50 entspricht der Achsrichtung 60 des Filtersystems 100.
Wie insbesondere in den Figuren 2, 3 und 5 erkennbar, weist das Filtersystem 100 zwei auswechselbare Filterelemente 10, 30 zum Filtern eines Fluids auf, insbesondere zum Filtern von Luft, die zwischen dem Fluideinlass 102 und dem Fluidauslass 104 angeordnet sind. Die Filterelemente 10, 30 weisen jeweils einen Filterkörper 12, 32 mit einem Filtermedium 14, 34 auf, das bei bestimmungsgemäßem Gebrauch in einer Strömungsrichtung 50 zur Durchströmung von dem Fluid durchströmbar angeordnet ist.
Das Filtermedium 14, 34 kann beispielsweise als Vlies oder Filterpapier ausgebildet sein und gefaltet, insbesondere zickzackförmig gefaltet, in dem Filterkörper 12, 32 angeordnet
sein. In den Figuren sind Falten des Filtermediums nur teilweise in dem Filterkörper 12, 32 dargestellt. Selbstverständlich ist der gesamte Filterkörper 12, 32 mit dem gefalteten Filtermedium 14, 34 ausgeführt. Die Falten verlaufen hierbei jeweils zwischen einer Anströmseite und einer Abströmseite. Das Filtermedium 14, 34 kann an seinen Stirnkanten mit einem Seitenband 28, 48 abgedichtet sein, wie es im Schnitt in Figur 6 erkennbar ist.
Wie insbesondere in den Figuren 5 und 6 erkennbar, weisen die Filterelemente 10, 30 an sich gegenüber liegend angeordneten Stirnseiten 16, 36 jeweils an Außenkanten 18, 38 umlaufende Dichtungen 20, 40 mit Dichtflächen 22, 42 auf.
Bei bestimmungsgemäßer Montage der Filterelemente 10, 30 in dem Filtergehäuse 1 10 ist ein umlaufendes Anlegeelement 52 zwischen den Dichtungen 20, 40 angeordnet, welches an sich gegenüberliegenden Seiten Dichtflächen 55, 59 zur dichtenden Anlage der Dichtungen 20, 40 aufweist.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Anlegeelement 52 als loses Einlegeteil des Filtergehäuses 1 10 ausgebildet. Die Form des rahmenartigen Anlegeelements 52 ist an die Form der Dichtungen 20, 40 angepasst. Der Querschnitt des Anlegeelements 52 ist im Wesentlichen T-förmig.
Das Anlegeelement 52 weist zwei Nuten 54, 58 zur wenigstens bereichsweisen Aufnahme der Dichtungen 20, 40 auf. Die Dichtflächen 22, 42 der Dichtungen liegen jeweils an den durch den Nutgrund gebildeten Dichtflächen 55, 59 des Anlegeelements 52 an.
Zweckmäßigerweise können die Dichtungen 20, 40 an den jeweiligen Filterkörper 12, 32 angeschäumt sein. Günstigerweise kann dabei beispielsweise Polyurethan (PUR) als Werkstoff verwendet werden. Die Dichtung 20, 40 übergreift mit einem ersten Halteabschnitt einen stirnseitigen Randbereich und mit einem zweiten Halteabschnitt einen seitlichen Randbereich des Filterkörpers 12, 32 und ist somit sicher angebunden. Die Dichtflächen 22, 42 sind radial außerhalb des Filterkörpers 12, 32 angeordnet.
Die jeweilige Dichtung 20, 40 weist eine der Dichtfläche 22, 42 gegenüber liegende umlaufende Aufnahme 24, 44 auf, in welche ein Teil eines Gehäuseteils 112, 1 14 eingreift, wenn das Filtergehäuse 110 geschlossen ist. Das eine Gehäuseteil 1 12 ist beispielsweise ein Gehäuseoberteil und das andere Gehäuseteil 1 14 beispielsweise ein Gehäuseunterteil. Die Gehäuseteile 1 12, 1 14 können dazu jeweils einen die Gehäusewand 1 16, 1 18 verlängernden Bund 120, 122 aufweisen, der in die Aufnahme 24, 44 eingreift bzw. bei bestimmungsgemäß verschlossenem Filtergehäuse 1 10 in die Aufnahme 24, 44 gepresst wird. Auf diese Weise sind die Dichtungen 20, 40 bei bestimmungsgemäß verschlossenem Filtergehäuse 1 10 gegen die jeweilige Dichtfläche 22, 42 des Anlegeelements 52 in der axialen Richtung 60 verpresst.
In einer nicht dargestellten Ausführung könnten optional die Dichtungen 20, 40 auch in radialer Richtung 70 bei bestimmungsgemäß verschlossenem Filtergehäuse 1 10 gegen eine radial außen liegende Wand 56 des Anlegeelements 52 verpresst sein, wodurch die Abdichtung der Filterelemente 10, 30 zueinander weiter verbessert werden kann.
Das in der Strömungsrichtung 50 zuerst durchströmte Filterelement 10 kann als Partikelfilter ausgebildet sein, während das in der Strömungsrichtung 50 folgende Filterelement 30 als Adsorptionsfilter, insbesondere als Aktivkohlefilter und/oder als lonentauscher, ausgebildet sein kann. Vorteilhaft können so beispielsweise in einem Brennstoffzellensystem Partikel als auch Schadgase aus der Ansaugluft gefiltert werden.
Wie insbesondere in Figur 6 erkennbar, umgreift das Filtergehäuse 1 10 die Dichtungen 20, 40 auf der radialen Außenseite 26, 46. Gehäuseoberteil 1 12 und Gehäuseunterteil 114 weisen dabei jeweils eine Nut 80, 82 auf, in welche zumindest eine Wand 56 des Anlegeelements 52 eingreift. Dadurch können die Dichtungen 20, 40 vorteilhaft vor mechanischer Beschädigung geschützt werden. Außerdem kann so das Anlegeelement 52 durch die Nuten 80, 82 des Filtergehäuses 1 10 in seiner radialen Position vorteilhaft zentriert werden, wodurch das Zusammenwirken der beiden Dichtungen 20, 40 mit dem Anlegeelement 52 in günstiger Weise gewährleistet werden kann.
Die freien Enden der Innenwände der Nuten 54, 58 des Anlegeelements 52 stützen sich jeweils an den stirnseitigen Halteabschnitten der Dichtungen 20, 40 ab.
Außerdem kann eine Schnittstelle 124 zur Verbindung der Gehäuseteile 1 12, 1 14 vorteilhaft an der Umgreifung der Dichtungen 20, 40 angeordnet sein, sodass auf diese Weise eine Entnahme eines Filterelements 10, 30 aus dem Gehäuseteil 1 12, 1 14 bei der Wartung erleichtert wird.
Im Schnitt in Figur 6 sind auch die Seitenbänder 28, 48, mit welchen die Stirnkanten des Filtermediums 14, 34 verleimt ist, erkennbar.
Bezugszeichen
10 Filterelement
12 Filterkörper
14 Filtermedium
16 Stirnseite
18 Außenkante
20 Dichtung
22 Dichtfläche
24 Aufnahme
26 Außenseite
28 Seitenband
30 Filterelement
32 Filterkörper
34 Filtermedium
36 Stirnseite
38 Außenkante
40 Dichtung
42 Dichtfläche
44 Aufnahme
46 Außenseite
48 Seitenband
50 Strömungsrichtung
52 Anlegeelement
54 Nut Anlegeelement
55 Dichtfläche Anlegeelement
56 Wand
58 Nut Anlegeelement
59 Dichtfläche Anlegeelement
60 axiale Richtung
70 radiale Richtung
80 Nut
82 Nut
100 Filtersystem
102 Fluideinlass
104 Fluidauslass
110 Filtergehäuse 112 Gehäuseteil
114 Gehäuseteil
116 Gehäusewand
118 Gehäusewand
120 Bund 122 Bund
124 Gehäuseschnittstelle