AT112016B - Drehgestell- und Motoranordnung für elektrische Lokomotiven mit Achsvorgelegemotoren. - Google Patents

Drehgestell- und Motoranordnung für elektrische Lokomotiven mit Achsvorgelegemotoren.

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AT112016B
AT112016B AT112016DA AT112016B AT 112016 B AT112016 B AT 112016B AT 112016D A AT112016D A AT 112016DA AT 112016 B AT112016 B AT 112016B
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AT
Austria
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sep
bogie
axle
locomotive
axles
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English (en)
Inventor
Walter Kleinow
Hans Georg Lindner
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Aeg Union Elek Wien
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Drehgestell-und otorauordnung fnr elektrische Lokomotiven   mit Achsvorgelege- motoren. 



   An jeder Lokomotive tritt bei Ausübung der Zugkraft am Zughaken eine starke Veränderung der   Aehsdrücke   ein. Diese Gewichtsverlegung kommt zustande, weil die Zugkraft, welche am Zughaken, d. h. in einem beträchtlichen Abstand von Schienenoberkante angreift, mit ihrer Gegenkraft zwischen Rad und Schiene ein Kräftepaar bildet, welches die in Fahrtrichtung vorderen Achsen entlastet und die hinteren Achsen zusätzlich belastet. Die Gewichtsverlegung wird   um   so grösser, je grösser die Zugkraft und die Zughakenhöhe und je kleiner der Radstand ist. 



   Im Augenblick der Anfahrt, d. h. dann, wenn die grösste Zugkraft ausgeübt werden soll, steht also an einzelnen Achsen nur ein Teil des Achsdruckes zur Verfügung. Die Wirkung ist bei Lokomotiven mit Einzelachsenantrieb besonders schädlich, weil der am meisten entlastete Radsatz schleudern wird. sobald die Reibungsgrenze erreicht ist, obwohl die andern Achsen noch von der Schleudergrenze entfernt sind. Schleudert aber erst eine Achse, so ist die Anfahrt gestört und muss unterbrochen werden. Das Ergebnis ist so, als ob alle Achsen in gleicher Weise entlastet wären. 



   Die Erfindung beruht darauf, dass bei elektrischen Drehgestell-Lokomotiven mit Achsvorgelegemotoren, deren Triebdrehgestelle Laufachse nicht enthalten, die Entlastung der vordersten Achsen dadurch bedeutend vermindert werden kann, dass sich der Oberrahmen in der Lokomotivlängsrichtung in zwei oder mehr Stützpunkten auf jedes Drehgestell abgestützt und gleichzeitig die Motoren in jedem Drehgestell in gleicher Richtung, also entweder in jedem Drehgestell auf Lokomotivmitte zu oder von Lokomotivmitte ab aufgehängt werden. 



   In Fig. 1 bis 3 ist die Erfindung am Beispiel einer elektrischen Abraumlokomotive erläutert, bei der als Folge der hohen Zugkräfte und des sehr kleinen Drehgestellradstandes die Gewichtsverlegung besonders scharf ausgeprägt ist. 



   Fig. 1 zeigt die bisher übliche Bauart. Der Oberrahmen b stützt sich auf jedes Gestell mit Hilfe eines Kugelzapfens c ab, der auch den Drehpunkt bildet und der gleichzeitig die von den Treibachsen   d   des Drehgestelles ausgeübte Zugkraft aufnimmt. In Hinsicht der Gewichtsverlegung ist das Drehgestell 
 EMI1.1 
   Sehienenoberkante,   einem Drehgestellradstand 1, und einer Achszugkraft Z wird die Entlastung Al der vordersten Achse durch die Gleichung : 
 EMI1.2 
 bestimmt. Hiebei und bei allen folgenden Gleichungen ist eine Vermehrung des Achsdruckes mit positiven Vorzeichen (+), eine Verminderung mit negativen Vorzeichen (-) bezeichnet. 



   Beträgt im Beispiel 1 der Achsdruck im Ausgangszustande, d. i. vor Ausübung der Zugkraft Ao = 10.000 kg und die Zugkraft jeder Achse Z   = %. Ao   = 2500 kg, so wird für übliche Konstruktions-   masse hui   =   0'8     mund 11 = 1'6 m   die Entlastung der vordersten Achse : 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 
 EMI2.2 
 Punkten e auf jedes Drehgestell ab (Fig.   2,   3), so kann der Drehgestellrahmen die freie Bewegung gegen den Oberrahmen b um die wagrechte Querachse nicht mehr ausführen. Das Drehgestell muss vielmehr in der senkrechten Längsebene an allen Bewegungen des Oberrahmens teilnehmen.

   Für Bewegungen in dieser Ebene ist die Wirkung gleichbedeutend mit einer Lagerung der Treibachsen in einem gemeinsamen durchlaufenden Rahmen ohne Drehgestelle. 
 EMI2.3 
   d. i.   des Kräftespiels am Antriebsmotor und seiner Aufhängung, weil die Abstützung des Fahrzeuges in Längsrichtung in vier Punkten erfolgt und sich die Achsdrücke daher nicht mehr wie in Beispiel 1 aus dem Gleichgewicht der äusseren   Kräfte   allein bestimmen lassen. 



   Der Achsvorgelegemotor (Fig. 4) ruht in Tatzenlagern auf der Treibachse d und ist ferner an der der Achse cl abgewendeten Seite federnd am Drehgestellrahmen aufgehängt. Der   Motor t übt   ein Drehmoment Z. r auf dem Radsatz aus, wobei in der gezeichneten Fahrtrichtung die Zugkraft Z einerseits zwischen dem Rad und der Schiene nach vorn auf den Radsatz, anderseits in der   Achslagerführung   nach unten gerichtet auf ihn wirkt. 



   Das Gleichgewicht an dem gezeichneten System, Motor und Radsatz, erfordert, dass dann an der Motoraufhängung eine auf den Motor nach unten drückende Kraft F nach der Gleichung : 
 EMI2.4 
 auftritt, welche sich am Radsatz in einer Vermehrung des unmittelbaren, nicht durch die Tragfedern übertragenen Teiles des Achsdruckes von der Grösse F   äussert,   während am Lokomotivrahmen im An- 
 EMI2.5 
 Grösse wirkt. 



   Die Kraftrichtungen gelten für einen in Fahrtrichtung vor der von ihm angetriebenen Achse 
 EMI2.6 
 
Die Grösse von F beträgt beispielsweise bei einem   Radhalbmesser)'= 0'45) ? und   einem   Abstand   der   Motoraufhängung   von der Treibachse s =   0'75     ? :   
 EMI2.7 
 
Nach dieser Vorbereitung kann das Gleichgewicht der Zusatzkräfte am Rahmen durchgerechnet werden. 



   Es   sei'zunächst   als Beispiel 2 eine Achs-und Motoranordnung behandelt, bei welcher die Achsvorgelegemotoren wie in Fig. 1 auf die Drehgestellenden zu aufgehängt sind, bei welcher aber der Oberrahmen in Längsrichtung in zwei oder mehr Punkten auf jedes Drehgestell abgestützt ist (Fig. 2). 



   Am Lokoniotivrahmen wirken die Zugkraft 4Z am Zughaken nach hinten gerichtet und ihre Gegenkräfte 4. Z in den   Achslagerführungen - diese   als Reaktionen zu den nach hinten gerichteten   Kräften   Z in Fig. 4-nach vorn, sowie die Kräfte F'in den Angriffspunkten der   Motoraufhängungen.   



   Die Kräfte Z bilden am Rahmen zusammen ein Moment : 
 EMI2.8 
 welches im Sinne einer Entlastung des vorderen Drehgestelles wirkt und daher ein negatives Vorzeichen   erhält. Hiebei ist h der Abstandqdes Zughakens von Schienenoberkante. 



  Die Kräfte F', welche ebenfalls in Fig. 2 eingetragen sind, ergeben das Moment :   
 EMI2.9 
 Beide Momente addieren sich zu dem resultierenden Rahmenmoment : 
 EMI2.10 
 . Hierin ist nach Gleichung (3) und   (4)   :   F'. s=Z. r,   so   dann :   

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 wird.

   Ist in dem Beispiel   h2   =   0'6   m, so gilt : 
 EMI3.2 
   Dieses Rahmenmoment   wird durch die zusätzlichen Tragfederkräfte   aufgenommen.   Die Federn eines Drehgestelles dürfen bei Verwendung von gleichnamigen Ausgleichhebeln in der Mitte des Achsabstandes zu einem ideellen Stützpunkt zusammengefasst werden, wobei der Abstand des Stützpunktes 
 EMI3.3 
 Drehgestell ist dann aus den folgenden Gleichungen bestimmt :

   
 EMI3.4 
 
Die zusätzlichen Schienendrücke findet man schliesslich nach der folgenden Tabelle durch Addition der zusätzlichen Tragfederkräfte P und der Änderungen des unmittelbaren, nicht durch die Federn übertragenen Teiles der Achslast F, wobei diese'wegen der Motoranordnung vor bzw. hinter den angetriebenen Achsen bei der ersten und dritten Treibachse + F bei der zweiten und vierten Treibachse   - F beträgt   : 
 EMI3.5 
 
<tb> 
<tb> Achse <SEP> :

   <SEP> 4 <SEP> 3 <SEP> 2 <SEP> J
<tb> Änderung <SEP> der <SEP> direkten <SEP> Last <SEP> ...... <SEP> F-1500 <SEP> +1500 <SEP> -1500 <SEP> + <SEP> 1500 <SEP> kg
<tb> Änderung <SEP> der <SEP> indirekten <SEP> Last..... <SEP> P <SEP> + <SEP> 900 <SEP> + <SEP> 900 <SEP> - <SEP> 900 <SEP> - <SEP> 900 <SEP> kg
<tb> Res. <SEP> Achsdruckänderung <SEP> ......... <SEP> A <SEP> - <SEP> 600 <SEP> + <SEP> 2400 <SEP> - <SEP> 2400 <SEP> + <SEP> 600 <SEP> kg
<tb> 
 
 EMI3.6 
 vom Achsdruck in Ruhe. Es ist also gegen das Beispiel 1 eine nennenswerte Verbesserung nicht eingetreten. 



   Nun sei als Beispiel 3 eine Anordnung durchgerechnet, bei der ebenfalls der   Lokomotivrahmen   in Längsrichtung m zwei oder mehr Punkten auf jedes Drehgestell   abgestütz@   ist, bei welcher aber die   Achsvorgelegemotoren nach   der Erfindung von Lokomotivmitte aus gesehen in gleicher Richtung,   11.     zw.   auf Lokomotivmitte zu, angeordnet sind (Fig. 3). 



   Die Momente der Zusatzkräfte am Rahmen sind dann 
 EMI3.7 
 Die   zusätzlichen   Kräfte an den Tragfedern werden : 
 EMI3.8 
 
Die Änderungen der direkten Last an der ersten und zweiten Achse sind-F und an der   dritten   und vierten Achse + F. Damit gilt für Beispiel 3 die Tabelle : 
 EMI3.9 
 
<tb> 
<tb> Achse <SEP> :

   <SEP> 4 <SEP> 3 <SEP> 2 <SEP> 1
<tb> Änderung <SEP> der <SEP> direkten <SEP> Last <SEP> ...... <SEP> F <SEP> + <SEP> 1500 <SEP> + <SEP> 1500 <SEP> - <SEP> 1500 <SEP> - <SEP> 1500 <SEP> kg
<tb> Änderung <SEP> der <SEP> indirekten <SEP> Last..... <SEP> P-1000-1000 <SEP> + <SEP> 1000 <SEP> + <SEP> 1000 <SEP> kg
<tb> Res. <SEP> Achsdruckänderung <SEP> ......... <SEP> A <SEP> + <SEP> 500 <SEP> + <SEP> 500 <SEP> - <SEP> 500 <SEP> - <SEP> 500 <SEP> kg
<tb> 
 In diesem Falle sind Achse 1 und 2 gleich stark entlastet, u.   zw.   beträgt die   Achsdruckänderung :   
 EMI3.10 
 



   Hieraus ergibt sich, dass Beispiel 3 gegen Beispiel 1 und 2, d. h. die   Aufstiitzung   des Oberrahmens in Längsrichtung in zwei oder mehr Punkten auf jedes Drehgestell bei gleichgerichteter Anordnung der 
 EMI3.11 
 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 
Der Grund für das ungünstige Ergebnis der Rechnung im Beispiel 2 liegt eben in der verschiedenen Aufhängerichtung der Motoren, weil deswegen die Änderungen der direkten Lasten F verschiedenes 
 EMI4.1 
 
 EMI4.2 
 
 EMI4.3 
 keinen günstigen Wert der Achsenentlastung ergeben, wenn der Oberrahmen in zwei oder mehr Punkten in   Längsrichtung   auf jedes Drehgestell abgestützt ist. 



   Demgegenüber sind bei von Lokomotivmitte aus gesehen in gleicher Richtung angeordneten Motoren die   Achsdruekänderungen   der beiden Drehgestellachsen stets gleich. Unter dieser Bedingung 
 EMI4.4 
 des Kugelzapfens   h1   angewendet werden, womit sich wiederum in der Rechnung die günstigen Werte der Achsentlastung von Beispiel 3 ergeben   :   
 EMI4.5 
 
Ob die Motoren dabei auf Lokomotivmitte zu oder von Lokomotivmitte ab aufgehängt sind, macht keinen Unterschied.

Claims (1)

  1. Ähnliche Verhältnisse ergeben sich natürlich auch ohne Ausgleichhebel und bei mehr als zwei Treibachsen in jedem Drehgestell. Auch können in der Lokomotive ausser in den Drehgestellen noch andere Treibachsen enthalten sein. Für Drehgestelle mit Laufachse sind die hier untersuchten Verhältnisse nicht anwendbar.-- PATENT-ANSPRUCH : Drehgestell-und Motoranordnung für elektrische Lokomotiven mit Achsvorgelegemotoren, deren Triebdrehgestelle Laufachsen nicht enthalten, dadurch gekennzeichnet, dass der Oberrahmen sich in seiner Längsrichtung in z-g ei oder mehreren Stützpunkten auf jedes Drehgestell abstützt und die Achs- vorgelegemotoren jedes Drehgestelles in gleicher Richtung auf Lokomotivmitte zu oder von Lokomotivmitte ab aufgehängt sind.
AT112016D 1925-12-23 1926-12-11 Drehgestell- und Motoranordnung für elektrische Lokomotiven mit Achsvorgelegemotoren. AT112016B (de)

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