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Anzeigevorrichtung für Programmanxeiger, llotelrufanlagen u. dgl.
Die Erfindung betrifft eine Anzeigevonichtung. die als Programmanzeiger. Rufanlage für Hotels, für das Anzeigen von Börsen-und Devisennotierungen, für Personensuchanlagen usw. verwendet werden kann. Die bekannten Anzeigevorrichtungen werden meistens durch Glühlampen gesteuert, so dass leicht Nachteile durch Ausfallen der Ziffern beim Ausbrennen einzelner Lampen entstehen. Im übrigen ist für jede Ziffer stets eine besondere Schanöffnuug erforderlich. Verwendet werden weiters Scheiben aus Holz, Pappe od. dgl. mit meistens sehr primitiven Einrichtungen.
Der Gegenstand der Erfindung besteht aus beliebig vielen, nebeneinander liegenden, in Schienen geführten Stapeln von Anzeigeplatten, die vermittels an ihrem oberen Rand befindlicher Lappen durch hindurehgesteekte Stifte gehalten sind ; diese Stifte sind als Magnete ausgebildet und den Lappen entsprechend versetzt. Durch Steuerung mittels Druckknöpfen von einer Schaltplatte aus werden die Magnete aus den Lappen herausbewegt, so dass die jeweiligen Platten (infolge ihres Gewichtes) nach unten fallen und vor eine Schauöffnung zu liegen kommen. Soll eine neue Nummer angezeigt werden,
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knopfsteuerung betätigt wird.
Die Anzeigevorrichtung kann auch als Akt-und Szenenanzeiger für Theater und Konzertlokale vorgesehen sein.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht ; es zeigen :
Fig. 1 einen teilweisen Längsschnitt durch die Anzeigevorrichtung mit im Ruhezustand befind-
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eine schematische Draufsicht auf die Anordnung des Relais mit dem Aufzugsmotor, Fig. 4 die Schaltung der Taster und der Aufzugsvorrichtung und Fig. 5 die Ansicht einer Nummernscheibe.
Die Anzeigevorrichtung besteht aus einzelnen Plattenstapeln, deren Platten mit 3 bezeichnet sind.
Die Platten werden durch Magnetstifte 6 ausserhalb der Sehauöffnung 9, also in angehobener Stellung gehalten. Eine Feder 7 (s. Fig. 2), die auf den Magnetstiften sitzt, bewirkt, dass die Stifte 6 nach erfolgtem Einziehen in die Magnetspule 8, wieder nach vorne gedrückt werden. Die Magnetstifte 6 besitzen aus diesem Grunde einen in einer Bohrung steckenden Querstift, mit welchem die Feder 7 beim Einziehen in die Spule 8 zusammengedrückt und gespannt wird. Das Einziehen der Magnetstifte erfolgt nach Schliessen des elektrischen Stromkreises für die Magnetspule 8 durch entsprechende Druckknöpfe, wodurch die Platten 3 freigegeben werden. Die Platte gleitet in den Führungen der Schienen 4 nach unten und vor die Sehauöffnung 9.
Nach Öffnen des Stromschlusses lässt die Magnetspule 8 den : Magnetkern 6 wieder los, so dass die Feder 7 den : \Iagnet8tift 6 wieder nach vorne bringen kann. Die einzelnen Magnet-
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mit der sie auf die Spitze 5 der Magnetstifte zu liegen kommen. Es sind jeweilig neun oder zehn Anzeigeplatten zu einem Stapel vereinigt, wobei die oberen Lappen der Platten von einem der ebenfalls nebeneinanderliegenden Magnetstifte gehalten sind (Fig. 5).
Sofern durch einen Druckknopf eine Anzeigeplatte ausgelöst ist, und vor der Schauöffnung 9 erscheint, kann sie durch die Aufzugsvorrichtung wieder in ihre Ursprungslage auf den Magnetstift 6 zurückgebracht werden. Die Vorrichtung hiezu besteht aus einem Hebelgestänge 10, welches von einem Elektromotor 11 angetrieben wird. Zwischengesehaltet ist ein Reduziergetriebe 10a, welches mittels eines Exzenters lOb das Hebelgestänge 10 hebt und senkt. Der Strom für den Antriebsmotor wird mittels
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Druckknopfes über ein Relais 12 geschaltet. Zum Ausgleich des Kraftbedarfes an den Hebeln ist eine Feder 13 vorgesehen.
Das Relais 12 besteht aus dem Magnetkern. M, welcher an seinem unteren Ende einen bewegliehen Hebel 15 trägt, der eine Schaltröhre 16 aufweist, die zum Einschalten des Aufzugsmotorstromkreises dient. An seinem andern Ende ist der Hebel 15 an einem senkrecht geführten Auslösehebel 17 angelenkt, der in seinem unteren Ende 18 gekröpft ist und eine Spitze trägt, um von dem Stift 19 des Aufzugshebels betätigt zu werden. Die Hebel 10, welche auf der Welle 20 befestigt sind, sind gemeinsam mit dem Hebel 21 drehbar. Die Hebel 10 bewegen einen fahrstuhlartig ausgebildeten Teil 22, der in den Schienen 4 geführt ist und heben mit diesem die Platten 3 in ihre ursprüngliche Lage auf die Magnetstifte 6.
Die Wirkungsweise der Aufzugsvorrichtung ist wie folgt :
Der Aufzugsmotor 11 ist derart an das Kraftnetz angeschlossen, dass sein Strom iiber die Schaltröhre 16 geht, die auf dem Hebel 15 kippbar angeordnet ist. Der Hebel 15 wird in seiner Lage durch das Relais 12, welches durch Schwachstrom gesteuert wird, verändert. Die Schwachstromzuleitung erfolgt durch einen Transformator 23. Die Inbetriebsetzung der Anzeigeplatten durch die einzelnen Taster 24 ist bereits beschrieben. Sollen die Platten in ihrer Anfangslage wieder angehoben werden, so wird der Nullknopf (d. i. der Schalter für das Relais 12) betätigt, wodurch das Relais 12 Strom erhält und seinen Kern 14 anzieht.
Die Sehaltröhre 16 gelangt dadurch in eine waagerechte Lage und schliesst nunmehr den Stromkreis für den Aufzugsmotor 11. Der Motor läuft an und der Stift 19 gibt den Aus- lösehebel 17 frei, so dass beim Loslassen des Nulldruckknopfes der Magnetkern 14 auf seinen Anschlag 14a herunterfällt und gleichzeitig der Auslösehebel 17 entsprechend seiner schlitzartig ausgeführten Begrenzung 17 a mit heruntergeht, so dass die Schaltröhre 16 noch ihre waagerechte Lage beibehält. Der Motor läuft weiter, und es hebt die Scheibe lOb über den Hebel 21 die ausgelösten Anzeigeplatten 3 bei einer Hebelumdrehung an.
Bei der weiteren halben Umdrehung gehen die Hebel 10 wieder zurück, u. zw. wird beim Ausschalten der Stift 19 den Auslösehebel 77 wieder anheben, so dass die Schaltröhre 16 in die in der Fig. 1 dargestellte Lage kommt, in welcher der 1Iotorstromkreis unterbrochen wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Anzeigevorrichtung für Programmanzeiger, Hotelrufanlagen u. dgl., gekennzeichnet durch beliebig viele, ebeneinander gelagerte, in Schienen (4) geführte, durch Magnetstifte (6) in angehobener Stellung gehaltene und bei deren Auslösung herunterfallende, durch eine Aufzugsvorriehtung (10, 11) wieder anzuhebende Anzeigeplattenstapel.