AT141631B - Einrichtung zum Sterilisieren, insbesondere von ärztlichen Instrumenten und Verbandstoffen. - Google Patents

Einrichtung zum Sterilisieren, insbesondere von ärztlichen Instrumenten und Verbandstoffen.

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AT141631B
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Austria
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opening
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heating
circuit
relay
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Karl Jandat
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Karl Jandat
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  • Apparatus For Disinfection Or Sterilisation (AREA)

Description


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   Die Erfindung betrifft eine Sterilisiereinrichtung, mit welcher es möglich ist. einerseits die für die Sterilisierung erforderliche Hitze sehr rasch zu erreichen und anderseits die Sterilisationsdauer auf ein Minimum abzukürzen, so dass sich die Einrichtung in hervorragender Weise zum Sterilisieren ärztlicher Instrumente und Verbandstoffe eignet. 



   Es ist bekannt, in einem verschlossenen Raum zwischen einer Windsehraube und den zu sterilisierenden Gegenständen elektrische Heizwiderstände anzuordnen. Die Windschraube erzeugt bei geschlossenem Raum einen kreisenden Luftstrom, welcher die Heizwiderstände und darauf das Sterilisationsgut bestreicht, um schliesslich im Kreis zurückzukehren und diesen Weg von neuem zu beginnen ; dadurch wird einerseits die von dem Luftstrom aufgenommene Hitze der Heizwiderstände unmittelbar auf das
Sterilisationsgut übertragen ; anderseits erfahren die Heizwiderstände durch den Luftstrom eine gewisse Abkühlung, welche so lange anhält, bis der Wärmeausgleich zwischen dem Luftstrom und den Heizwiderständen stattgefunden hat ;

   dadurch ist es möglich, die Heizwiderstände stark zu   überlasten,   d. h., sie auf eine Temperatur zu bringen, welche, bei nicht vorhandenem Luftstrom, genügen würde, ein Schmelzen der Heizwiderstände herbeizuführen. Diese Möglichkeit bedingt aber, dass die zum Sterilisieren erforderliche Temperatur (200  C und darüber) in dem geschlossenen Sterilisationsraum ausserordentlich rasch erreicht wird und ferner, dass die Dauer des Sterilisierprozesses ausserordentlich kurz wird. 



   Gemäss der Erfindung ist der Sterilisierapparat so eingerichtet, dass nach Beendigung des Sterilisierprozesses die sterilisierten Gegenstände ebenso rasch abgekühlt werden können. Zu diesem Zweck besitzt der Sterilisierraum eine mittels eines sterilen Filters abgedeckte Luftansaugöffnung sowie eine Luftaustrittsöffnung ; diese Öffnungen werden nach Beendigung des Sterilisierprozesses freigelegt, so dass nunmehr der Windflügel einen Kühlluftstrom erzeugt, welcher durch die eine Öffnung eintritt, die sterilisierten Gegenstände bestreicht und durch die andere Öffnung austritt. 



   Die beiliegenden Figuren zeigen zwei Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes, u. zw. 



  Fig. 1 den Apparat im Aufriss und teilweisen Schnitt, Fig. 2 eine teilweise Seitenansicht zu Fig. 1, Fig. 3 den Ansaugstutzen in vergrössertem Massstab, Fig. 4 die Befestigung des sterilen Filters an dem Ansaugstutzen in Teilansicht, Fig. 5 eine Pumpe zum Einspritzen eines zusätzlichen, flüssigen Sterilisierstoffes, Fig. 6 das Schaltbild, Fig. 7 den Heizregler, Fig. 8 die zweite Ausführungsform im Schnitt, Fig. 9 den zugehörigen, elektrischen Schalter der Heizeinrichtung, Fig. 10 eine dritte Ausführungsform. 



   Gemäss Fig. 1 besteht der Apparat aus einem Gehäuse   1,   dessen Wandungen aus wärmeisolierendem Stoff bestehen oder mit solchem gefüllt oder ausgekleidet sind.   Ähnlich   ist der Deckel 2 ausgebildet, welcher mittels mehrerer, auf den Umfang verteilter Kniehebelversehlüsse 3 fest und dicht gegen den oberen Rand gelegt werden kann ; der Rand ist mit ringförmigen Rippen   4   versehen, welche sich in den Asbestfüllkörper des Deckels einpressen und so eine zuverlässige Dichtung gewährleisten. In den Rand des Gehäuses sind,   gleichmässig   auf den Umfang verteilt, mehrere federbelastete Druckbolzen 5 eingelassen, welche bestrebt sind, den Deckel anzuheben ; solange die Kniehebelverschlüsse gespannt sind, ist dies nicht möglich.

   Der Scharnierbolzen 6 des Deckels ist in einem Langlochlager 7 geführt. Dadurch wird erreicht, dass nach Öffnen der   Kniehebelverschlüsse   3 der Deckel durch die Federbolzen 5 auf seinem 

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Heizwiderstände 11 ; das Sieb 8 dient als Auflager für das   Sterilìsiergut   ; bei geschlossenem Deckel wird durch die Windschraube 9 ein Luftstrom erzeugt, welcher etwa den durch Pfeile angedeuteten Verlauf nimmt ; d. h. die Luft wird an der Peripherie der   Windsehraube   gegen die Heizwiderstände 11 und von hier durch das Sieb 8 getrieben, um durch einen zentralen. Stutzen 12 zurückzukehren ; dieser Kreislauf ist dadurch zu erklären, dass die Wirkung der Windschraube an deren Umfang stärker ist als nächst der
Drehachse.

   Bodenseitig mündet in den Sterilisierraum ein Trichter 13, dessen Öffnung durch ein Sieb und ein steriles Filter 14 abgedeckt ist. Das Filter 14 besteht beispielsweise aus steriler Watte, welche in einem abnehmbaren, saugseitig durch ein Sieb 15 abgeschlossenen Rahmen 16 gefasst ist. Der Rahmen 16 übergreift mit Schenkeln 17 und 18 entsprechende Ansätze 19 des Gehäuses, derart, dass eine sogenannte
Labyrinthdiehtung entsteht. Der Rahmen ist an dem Gehäuse durch Gelenkbolzen 20 und zugehörige   Flügelmuttern   21 befestigt ; nach Lösen der Flügelmuttern und Herausschwenken in die gestrichelt gezeichnete Stellung (Fig. 4) kann der Rahmen entfernt und die   Filterfüllung   ausgewechselt werden. 
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 nach aussen ebenfalls durch ein Sieb 23 abgeschlossen ist und ein Filter 24 aus porösem, angefeuchtetem
Stoff enthält. 



   Der Deckel 2 wirkt auf eine in der Wandung des Gehäuses 1 axial verschiebbar geführte Stange 25, welche unter dem Einfluss einer Feder 26 bestrebt ist, sich nach oben zu verschieben. An einer geeigneten Stelle ist in die Gehäusewandung eine von aussen zu bedienende Spritze 27 eingelassen, deren Spritzdüse mit 28 bezeichnet ist. Letztere ist von einem Rohr 29 umgeben, welches eine seitliche Lufteintritts-   öffnung   30 besitzt, derart, dass die eingespritzte Sterilisierflüssigkeit zerstäubt wird. Der Spritzenkörper 27 wirkt auf einen   Schalterkontahi : 31, welcher,   solange der Spritzenkörper die in Fig. 5 gestrichelt ange- deutete Stellung einnimmt, offensteht und bei Beginn der   Spritztätigkeit   an seinen Gegenkontakt 32 gelegt wird. 



   Aus dem Schaltbild der Fig. 6 ist zu ersehen, dass die Tätigkeit des Apparates abhängig ist von der Stellung eines Hauptschalters 33, welcher geschlossen gezeichnet ist. Unmittelbar hinter dem Hauptsehalter liegt in dem einen gemeinsamen Leitungsarm eine Schaltuhr 34 üblicher Konstruktion. 



   Diese Schaltuhr kann auf bestimmte Zeit aufgezogen werden ; während des Ablaufes dieser Zeit sind die Kontakte einer Quecksilberröhre 35 geschlossen ; nach Ablauf der eingestellten Zeit wird die Queck- silberröhre unter Öffnung der Kontakte schräg gestellt. In Fig. 6 ist die Quecksilberröhre in der strom- schliessenden Stellung gezeigt. Hinter der Schaltuhr liegen am Netz der Motor 10 der Luftschraube 9 und parallel dazu eine Relaisspule   36   ; der Stromkreis dieser Relaisspule kann durch drei untereinander parallele Schalter 31,   32   bzw. 37, 38 bzw. 39,40 geschlossen werden. Der Kontakt 39 ist durch die Feder 26 getragen. In Fig. 6 ist der Schalter 39,40 geschlossen gezeichnet, während die Schalter 31"32 und 37, 38 offenstehen. 



   Der als   Quecksilberkontaktröhre   ausgebildete Anker 41 des Relais 36 steuert den Stromkreis 42 der   Heizwiderstände     11'und 11" ;   die Anordnung der letzteren ist so getroffen. dass entweder einer der beiden Widerstände allein oder die beiden Widerstände in Reihe oder parallel geschaltet werden können.
Soll der Widerstand 11'allein wirksam sein, so werden die Kontaktpunkte bund c verbunden ; bei Reihen- 
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 liegt ein Amperemeter 45. 



   Die   Wirkungsweise   des beschriebenen Apparates ist folgende :
Das Sterilisiergut wird auf die Unterlage 8 gelegt ; sodann wird der Deckel 2 mittels der Kniehebelverschlüsse 3 dicht verschlossen. In dieser Stellung wird durch die Stossstange 25 die Feder 26 nach unten gedruckt (Fig. 6 gestrichelt), so dass sich die Kontakte 39 und 40 nicht berühren. 



   Nach Schliessung des Hauptsehalters 33 wird nunmehr die Schaltuhr 34, 35 auf die gewünschte Zeit eingestellt. Hiedurch wird einerseits der Stromkreis des Motors 10 (der Windflügel beginnt zu laufen), anderseits, falls der Schalter 46 geschlossen ist, der Heizstromkreis   42,   44 geschlossen ; denn das Relais 36 ist Stromlos, in welchem Fall die   Queeksilberkontaktröhre   41 die in Fig. 6 gestrichelt angedeutete, stromschliessende Stellung einnimmt. Selbstverständlich muss vorher durch Betätigung des Schalters 46 der gewünschte. Widerstand eingestellt worden sein. Die Sterilisierung des eingelegten Gutes vollzieht sich in der bereits angedeuteten Weise dadurch, dass der bei Vorbeigang an den Widerständen 11 erhitzte Luftstrom seine Wärme an das Sterilisiergut abgibt. 



   Ist der Sterilisiervorgang beendet, so werden die Kniehebelverschlüsse 3 gelöst. Anschliessend   hebt sieh der Deekel 2 unter dem Einfluss der federbelasteten Bolzen o ; es bildet sieh ein Luftspalt zwischen   Deckel und Gehäuse ; die   Luftsehraube   9 saugt nunmehr durch den Trichter 13 Kühlluft, welche infolge Durchgangs durch das Filter 14 steril ist, an und treibt sie über das zu   kühlende,   sterilisierte Gut hinweg durch den Deckelspalt wieder aus. Mit dem Anheben des Deckels war die Stange 25 der Wirkung der 

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 ist nichts geändert ; es wird daher nur   das Unterschiedliche besehrieben.   Der Apparat der Fig. 10 ist liegend.

   Der   Motor 10,   der Windflügel 9 und die Heizwiderstände 11 befinden sieh seitlich. Die Kühlluft wird nach Beendigung des Sterilisationsprozesses durch die Öffnung 68 angesaugt und durch den gelüfteten Deckel ausgeblasen. Die Öffnung 68 kann mit einem Verschluss, z. B. in Form einer Irisblende, versehen sein. Mit 69 ist   ein Sterilisationsgut bezeichnet,   mit 70 ein Sieb. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zum Sterilisieren, insbesondere von ärztlichen Instrumenten und Verbandstoffen, bei welcher zwecks unmittelbarer Wärmeübertragung auf das Sterilisationsgut in einem geschlossenen Raum zwischen einer   Windschraube   und dem zu sterilisierenden Gegenstand elektrische Heizwiderstände angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Sterilisationsraum eine im Bedarfsfall mittels eines sterilen Filters abgedeckte Luftansaugöffnung und eine Luftaustrittsöffnung besitzt, derart, dass bei Freigabe dieser Öffnungen nach Beendigung des Sterilisiervorganges der Windflügel einen, den Sterilisierraum durchziehenden und das Sterilisiergut bestreichenden Kühlluftstrom erzeugt.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ansaugöffnung aus einem Schacht besteht, der gegen die Windschraubenachse in den Sterilisierraum mündet.
    3. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftaustritts- öffnung durch leichtes Anheben des dicht verschliessbaren Deckels gebildet wird. EMI4.2 abstützt, welche ihn nach Lösen des Verschlusses anheben.
    5. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwangsläufig mit der Freigabe der Luftaustrittsöffnung die Unterbrechung des Heizstromkreises erfolgt.
    6. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Windschraube und die Heiz- widerstände seitlich des Sterilisierraumes angeordnet sind.
    7. Einrichtung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass für den kreisenden Gasstrom ein unter dem Behälterboden liegender Kanal vorgesehen ist, welcher, vor dem Windflügel mündend, durch ein in die Kammer ragendes Rohr mit dieser verbunden ist.
    8. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal zwischen der Rohrmündung und der Windsehraube die Krihlgasöffnung trägt.
    9. Einrichtung nach den Ansprüchen 1, 7 und 8. dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal hinter dem Kanalverbindungsrohr ins Freie mündet.
    10. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Regelorgan der Kühlgasoffnung in der einen Stellung diese, in der andern Stellung den Kanal abschliesst und die Öffnung freigibt.
    11. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Regelorgan der Öffnung mit einem zweiten Regelorgan des Kanals derart verbunden ist, dass bei verschlossener Kühlgasöffnung der Kanal von der Atmosphäre abgeschlossen und bei freigegebener Öffnung mit der Atmosphäre verbunden ist.
    12. Einrichtung nach den AnsprÜchen 1 und 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Regelorgane mit dem Schalter der elektrischen Heizeinriehtung verbunden sind, derart, dass bei Stromschluss ein kreisender Gasstrom, bei Stromunterbrechung KüHgaszu-und-abfuhr erfolgt.
    13. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 12, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Freigabe der Luftaustrittsöffnung der Stromkreis eines Relais gesteuert wird, dessen Anker den Heizstromkreis unterbricht.
    14. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Stromkreis des Relais gleichzeitig unter dem Einfluss eines Heizreglers steht, derart, dass bei Überschreitung einer einstellbaren Temperatur die Unterbrechung des Heizstromkreises erfolgt.
    15. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Heizstromkreis mehrere, wahlweise einzeln, parallel oder in Reihe sehaltbare Widerstände umfasst.
    16. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass im Stromkreis des Relais, der Heizwiderstände und des Windschraubenmotors eine an sich bekannte Schaltuhr liegt, nach deren Ablauf das Relais, der Motor und die Heizwiderstände stromlos werden.
    17. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Sterilisierraum EMI4.3 Sterilisierstoffen versehen ist.
    18. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass zwangsläufig mit der Bedienung der Spritze bzw. des Zerstäubers die Unterbrechung des Heizstromkreises erfolgt. <Desc/Clms Page number 5> EMI5.1 EMI5.2
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