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Blattfedertragblatt.
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Die Nieten oder Schrauben 14 haben noch die weitere Aufgabe, dem zu einer Öse 9 eingerollten
Ende des Flügels 5 als Drehzapfen zu dienen. Wirken auf die Wagenachse Stösse, wie diese z. B. durch
Unebenheiten der Fahrbahn verursacht werden, so wechselt die Angriffsrichtung der auf die Öse 6 wirkenden
Kraft und die Feder schwingt um ihre Mittellage. Wirkt die Kraft an der Öse 6 nach abwärts, schwenkt der Flügel 5 um das Gelenk 4 nach abwärts und drückt den Federbund 2 mit nach unten. Dabei werden alle Blätter des Federbundes 2 gleichmässig belastet. Das Flügelblatt 5 ist aus dickem Stahlband und wird im Gelenk 4 auf Biegung nicht beansprucht. Dort, wo es die Öse 6 bildet, ist es stark genug, um alle auftretenden Belastungen ohne Schaden aufzunehmen.
Wirkt an der Öse 6 die Kraft nach aufwärts, so werden die Enden der Blätter des Federbundes 2, die mit dem Flügel 5 mittels der Bügel 15 verbunden sind, mit hochgehoben. Infolge der Gelenkverbindung 4 des Deckblattes 1 mit dem Flügel 5 kann eine Biegungsbeanspruchung des Tragblattes nicht entstehen.
Die Vorteile der Gelenkverbindung können noch dadurch erhöht werden, dass das Deckblatt 1 mit einem Ansatz 16, bzw. 16'unterhalb der Gelenkkapsel 7, gemäss Fig. 6 versehen wird. Dieser Ansatz bildet dann die Unterlage für das in der Gelenkkapsel 7 befindliche Ösenende 9 des Tragflügels 5. Zugleich werden die Blätter des Federbundes 2 zwischen diesem Ansatz 16 und der Platte 11 festgeklemmt, so dass sie als fest eingespannte Träger bei Belastung wirken.
Um die Schwingungen der Feder, die unter Umständen, z. B. bei regelmässig auftretenden Stössen, durch regelmässig verteilte Unebenheiten der Fahrbahn verursacht werden, bei einer zufälligen Fahrgeschwindigkeit zur Resonanz der Federschwingungen führen können und zum Bruch der Feder führen müssen, in erhöhtem Masse zu dämpfen, wird der Spalt 17 (Fig. 2) in der Gelenkkapsel 7 zwischen ihrer Kante 18 und dem ersten Blatt des Federbundes 2, durch den das die Öse 9 tragende Ende des Flügels 5 hindurchgeht, so bemessen, dass das Flügelende bei unbelasteter Feder frei hindurchgeht, bei belasteter Feder jedoch-je nach der Richtung der Kraft-entweder an das oberste Blatt des Bundes 2 oder an die Kante 18 anstösst.
Dadurch wird der Flügel nicht nur in seiner Bewegung gehemmt, sondern erhält auch eine besondere Biegungsspannung, die gegen die Spannung der belasteten Blätter des Federbundes 2 wirkt.
Infolgedessen und der grundsätzlich verschiedenen Lagerung der beiden Träger, wie diese aus den schematisch gezeichneten Momentenflächen in Fig. 6 ersichtlich ist (Momentenfläche Mo ist die eines festgespannten Trägers für das oberste Blatt des Federbundes 2 und Momentenfläche Mk die eines einarmigen, drehbar gelagerten Hebels für den Flügel 5), ist eine Übereinstimmung der Schwingungen auch in den höheren Harmonischen grundsätzlich ausgeschlossen. Es müssen daher die beiden Gruppen (Feder- blmd und Tragflügel) voneinander abweichende Schwingungen ausführen, die in jedem Falle zu einer gegenseitigen Bremsung (Interferenz) der Schwingungsbewegungen führen muss.
Es sollen demnach nicht nur die angeführten Ausführungsformen unter Schutz gestellt werden, sondern auch alle andern, die geeignet sind, diesem Grundsatze zu entsprechen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Blattfedertragblatt aus Teilen, die gelenkartig miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Gelenkverbindung (4) derart ausgebildet ist, dass das Ende des einen Teiles, z. B. des Deckblattes (1), die Gelenkkapsel (7) bildet, die das um den Bolzen (8), z. B. einer Niete oder Schraube (14), zu einer Öse (9) zusammengerollte Ende des andern Teiles, z. B. des Tragflügels (5), umschliesst.