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Verfahren zum Walzen von Dichtungsplatten
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Walzen von Dichtungsplatten aus Gummi und Asbest oder ähnlichen Stoffen, bei dem die Plattenmasse zwischen einer geheizten Arbeitswalze und einer gekühlten Anpresswalze zur Platte ausgewalzt wird.
Dabei wird die Masse unter Druck in entsprechender Stärke auf die Arbeitswalze aufgewalzt, die Anpresswalze muss aber frei von anhaftenden Masseteilchen bleiben. Die Kühlung der Anpresswalze geschieht durch Einführen und Ableiten von Kühlflüssigkeit durch den Achsstummel der hohlen Walze. Durch die Kühlung der Anpresswalze vom Innenraum her entsteht zwischen beiden Walzen ein Temperaturunterschied, der bewirkt, dass die in der Masse enthaltene Löseflüssigkeit, die durch die Heizung der Arbeitswalze verdampft, an der gekühlten Anpresswalze kondensiert und dadurch ein Anhaften der Masseteilchen an der Anpresswalze verhindert. Bei diesem Vorgang ist es notwendig, dass die abgeführte Wärmemenge der Anpresswalze genügend gross gehalten wird und ausreicht, ein Kondensat der verdampfenden Flüssigkeit an der Walze niederzuschlagen.
Dies erfordert beim Wechsel der Aussentemperatur in den verschiedenen Jahreszeiten ständige Regelung der Kühlung und ständige Überwachung der Kühlanlage.
Diese Schwierigkeiten werden gemäss der Erfindung dadurch behoben, dass zur Bildung eines Feuchtigkeitsfilmes auf der Anpresswalze auf letztere Dampf aufgeblasen wird, der auf der Oberfläche dieser Walze vor Berührung mit der Plattenmasse kondensiert. Es kann auch zweckmässig sein, dem Dampf Zusätze beizugeben, die eine Beeinflussung der Plattenmasse bewirken oder bei einer späteren Verfahrensstufe, z. B. bei der Vulkanisierung, wirksam sein können. Beispielsweise kann dem Dampf Glycerin zugesetzt werden, wodurch die Masse plastischer wird, sich glatter walzen lässt und weniger zum Anhaften an der Anpresswalze (Oberwalze) neigt. Auch können in solcher Weise z. B. mit Wasserdampf flüchtige Beschleuniger aufgebracht werden.
Das Aufbringen eines Feuchtigkeits-oder Kondensatfilmes erfordert die Kühlung der Anpresswalze gegenüber der Arbeitswalze. Das Gefälle zwischen der Temperatur des auf die Anpresswalze ausströmenden Dampfes, Raumtemperatur und Temperatur der Anpresswalze muss so gross gehalten sein, dass sich genügend Kondensat an der Anpresswalze niederschlägt, wodurch ein Anhaften der Plattenmasse an ihr verhindert wird. Während der Drehung der Walze kann die Abstrahlung der Wärme des Walzenmantels an die Raumluft genügen, um durch den aufgeblasenen Dampf einen genügenden Kondensatfilm auf der Anpresswalze zu erhalten.
Erforderlichenfalls wird die Anpresswalze durch Zuführung einer Kühlflüssigkeit, z. B. Wasser, in ihr Inneres besonders gekühlt.
In der Zeichnung ist eine zur Durchführung des Verfahrens geeignete Vorrichtung beispielsweise dargestellt.
Die Fig. 1 und 2 zeigen das Walzwerk in Seitenund Stirnansicht. Fig. 3 ist ein vergrösserter Querschnitt durch die Walzen und Fig. 4 zeigt das Strahlrohr samt Lagerung.
In den Ständern 1 ist die Arbeitswalze 2 gelagert, die durch einen Motor in der angegebenen Pfeilrichtung angetrieben wird. Durch das Räderpaar 3 und 4 wird die Anpresswalze 5 in entgegengesetzter Richtung angetrieben, so dass die Plattenmasse an der Aufgabestelle von den Walzen erfasst und auf den Mantel der Arbeitswalze aufgewalzt wird. Die Stärke s der Platte wird dabei durch Nachstellen der Anpresswalze 5 mit Hilfe der Spindeln 6 eingestellt. Die Strahlrichtung des Düsenrohres 7, durch das z. B.
Wasserdampf geleitet wird, kann durch Verdrehen desselben um den Winkel or innerhalb der Stopfbüchse 8 verändert werden. Zur Regelung ist dem Düsenrohr 7 ein Hahn 9 vorgeschaltet.
PATENTANSPRÜCHE : l. Verfahren zum Walzen von Dichtungsplatten zwischen einer geheizten Arbeitswalze und einer gekühlten Anpresswalze, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bildung eines Feuchtigkeitsfilmes auf der Anpresswalze auf letztere Dampf aufgeblasen wird, der auf der Oberfläche dieser Walze vor Berührung mit der Plattenmasse kondensiert.
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