AT203728B - Verfahren zur Herstellung von linearen Polykondensaten bzw. Polymerisaten, aus denen sich Fäden und Fasern mit verminderter elektrostatischer Aufladung herstellen lassen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von linearen Polykondensaten bzw. Polymerisaten, aus denen sich Fäden und Fasern mit verminderter elektrostatischer Aufladung herstellen lassen

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AT203728B
AT203728B AT109756A AT109756A AT203728B AT 203728 B AT203728 B AT 203728B AT 109756 A AT109756 A AT 109756A AT 109756 A AT109756 A AT 109756A AT 203728 B AT203728 B AT 203728B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Verfahren zur Herstellung von linearen Polykondensaten bzw. Polymerisaten, aus denen sich Fäden und Fasern mit verminderter elektrostatischer Aufladung herstellen lassen 
Das Stammpatent Nr. 198949 betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Polykondensaten bzw. Polymerisaten, aus welchen sich Fäden oder Fasern mit verminderter elektrostatischer Aufladung herstellen lassen. Man erhält diese Polykondensate bzw. Polymerisate, wenn man den zur Polykondensation bzw. Polymerisation verwendeten Monomeren vor ihrer Umwandlung in die entsprechenden Hochpolymeren solche substituierte Methan- bzw. Äthanderivate beifügt, welche freie Radikale mit dreiwertigem Kohlenstoff ohne Sauerstoffbrücken bilden. 



   Es wurde gefunden, dass man die gleichen Effekte erreicht, wenn man die substituierten Methan- bzw. 



  Äthanderivate, welche freie Radikale mit dreiwertigem Kohlenstoff ohne Sauerstoffbrücken bilden können, nicht den Monomeren, sondern den Polykondensaten bzw. Polymerisaten vor ihrer Umwandlung zu Fäden zufügt. 



   Zur Verbesserung der Hitze- und Lichtstabilität hochmolekularer organischer Halogenverbindungen hat man Triphenylcarbinolverbindungen zugesetzt. Der Zusatz derartiger Verbindungen soll eine Abspaltung von Halogenwasserstoff verhindern und dadurch die Lichtstabilität verbessern. Dass diese Verbindungen, insbesondere wenn man sie bei solchen linearen   Polymerisations-bzw. Polykondensationsverbindun-   gen, die keine Halogene enthalten, zusetzt, die Neigung zur elektrostatischen Aufladung verhindern, war jedoch nicht bekannt. 



   Beispiele für die genannten Methan- bzw. Äthanderivate sind das Triphenylchlormethan, Dipehnyl- 
 EMI1.1 
 u. a. Diese Verbindungen sind befähigt, Radikale mit dreiwertigem Kohlenstoff, z. B. das Triphenylmethyl, zu bilden. Die Zugabe dieser Verbindungen geschieht in nur geringer Menge von etwa 0, 1 bis 5 Gewichtsprozent, bezogen auf die entsprechende Gewichtsmenge der Hochpolymeren. Es ist auch möglich, Gemische dieser Verbindungen zu verwenden. Die genannten Verbindungen kann man entweder den Hochpolymeren direkt kurz vor dem Verspinnen oder aber in Form von Lösungen zusetzen, wobei man als Lösungsmittel insbesondere   a-Chlornaphtalin   oder   1, 2, 4-Trichlorbenzol verwendet. Die genannten Lösungs-   mittel steigern noch den gewünschten Effekt. 



   Die Grösse der antistatischen Wirkung der erfindungsgemäss verwendeten Verbindungen wird nach einer Messmethode festgestellt, die von dem Gedanken ausgeht, dass alle antistatisch wirkenden Verbindungen den elektrischen Widerstand der Faser herabsetzen bzw. die Leitfähigkeit der Faser erhöhen. Die Messungen des elektrischen Widerstandes der Fasern wurden mit einem Multi-megohmmeter-Widerstandsmessgerät vorgenommen. Wenn der gemessene Wert an den Fäden bzw. Fasern bis bzw. unterhalb 5 x 109 Ohm liegt, so zeigen sich während der Verarbeitung keine oder nur geringfügige Aufladungen, so dass solche Fäden oder Fasern weitgehend störungsfrei verarbeitet werden können. 



    Beispiel l : n Gewichtsteile Polyacrylnitril werden in 83 Gewichtsteilen Dimethylformamid ge-    

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 löst, dieser Lösung   0, 5% Triphenylchlormethan   hinzugefügt und diese Lösung nach üblichem Verfahren zu Fäden versponnen. Die hergestellten Fäden zeigen einen elektrischen Widerstand von   0,     11 y. 109 Ohm   und lassen sich ohne   Schwierigkeiten   weiter verarbeiten. 



   Beispiel 2 : 17 Gewichtsteile Polyacrylnitril werden in 83 Gewichtsteilen Dimethylfermamid gelöst, dieser Lösung   lja   Hexaphenyläthan zugesetzt. Die Lösung wird nach üblichem Verfahren zu Fäden versponnen, Eine Leitfähigkeitsinessung der Fäden ergab einen elektrischen Widerstand von 0, 14x 109 Ohm. 



   Beispiel 3 : Zu   100   Gewichtsteilen eines Polyamids, gebildet aus Caprolactam, werden   1%   Di-   phenyl-a-naphthylmerhan   zugegeben und das Pclykondensat aufgeschmolzen. Die Herstellung der Fäden erfolgt in üblicher Weise nach dem Schmelzspinnverfahren. Die durchgeführte Leitfähigkeitsmessung bei den Fäden ergab einen elektrischen Widerstand von 3      109 Ohm. 



   Beispiel 4: 0,5% Hexaphenyläthan werden in 100 Gewichtsteilen a-Chlornaphthalin gelöst und zu dieser Lösung 100 Gewichtsteile Polyäthylenterephthalat (K-Wert = 50) hinzugefügt. Anschliessend wird das   oc-Chlomaphthalin   grösstenteils abdestilliert und das Polykondensat, welches noch geringe Mengen aChlomaphthalin enthalten kann, nach üblichem Verfahren aufgeschmolzen und zu Fäden veralbeitet. Die Fäden zeigen bei der Leitfähigkeitsmessung einen elektrischen Widerstand von 4 x 109 Ohm. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung von linearen Polykondensaten bzw. Polymerisaten, aus denen sich Fäden und Fasern mit verminderter elektrostatischer Aufladung herstellen lassen, nach Patent Nr. 198949, dadurch gekennzeichnet, dass man den Polykondensaten bzw. Polymerisaten solche substituierte Methanbzw. Äthanderivate zufügt, welche freie Radikale mit dreiwertigem Kohlenstoff ohne Sauerstoffbrücken bilden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man den {Hochpolymeren die genannten Methan-bzw. Äthanderivate vorzugsweise in einer Menge von 0,1 bzw. 5%, bezogen auf die Gewichtsmenge der entsprechenden Hochpolymeren, beifügt.
AT109756A 1955-03-19 1956-02-22 Verfahren zur Herstellung von linearen Polykondensaten bzw. Polymerisaten, aus denen sich Fäden und Fasern mit verminderter elektrostatischer Aufladung herstellen lassen AT203728B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1123903B (de) * 1960-10-31 1962-02-15 Hanns Ullstein Verfahren zum Kaschieren von Polyalkylenfolien auf Papier, Karton od. dgl.

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DE1123903B (de) * 1960-10-31 1962-02-15 Hanns Ullstein Verfahren zum Kaschieren von Polyalkylenfolien auf Papier, Karton od. dgl.

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AT198949B (de) 1958-08-11

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