CH372791A - Verfahren zur Herstellung von Fäden und Fasern mit verminderter Neigung zur elektrostatischen Aufladung - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Fäden und Fasern mit verminderter Neigung zur elektrostatischen Aufladung

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Publication number
CH372791A
CH372791A CH3001256A CH3001256A CH372791A CH 372791 A CH372791 A CH 372791A CH 3001256 A CH3001256 A CH 3001256A CH 3001256 A CH3001256 A CH 3001256A CH 372791 A CH372791 A CH 372791A
Authority
CH
Switzerland
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threads
fibers
polymers
polycondensates
reduced tendency
Prior art date
Application number
CH3001256A
Other languages
English (en)
Inventor
Rudolf Dr Lotz
Original Assignee
Glanzstoff Ag
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01FCHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
    • D01F1/00General methods for the manufacture of artificial filaments or the like
    • D01F1/02Addition of substances to the spinning solution or to the melt
    • D01F1/09Addition of substances to the spinning solution or to the melt for making electroconductive or anti-static filaments

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Artificial Filaments (AREA)
  • Spinning Methods And Devices For Manufacturing Artificial Fibers (AREA)

Description


      Verfahren    zur Herstellung von Fäden und Fasern     mit        verminderter    Neigung  zur elektrostatischen     Auf        ladung       Im Hauptpatent wird ein Verfahren zur Her  stellung von Fäden und Fasern mit     verminderter     Neigung zur elektrostatischen     Aufladung    unter Schutz  gestellt, welches dadurch gekennzeichnet ist,

   dass  man     Monomere    unter Zusatz mindestens einer anti  statisch wirksamen Verbindung der Formel  
EMI0001.0009     
    in welcher Y ein Wasserstoff- oder     Chloratom    oder  eine OH-Gruppe oder eine     Gruppe    der Formel  
EMI0001.0012     
    bedeutet, wobei     R1,        R2,        R3,        R4,        R5    und     R"        Arylreste     sind, polykondensiert bzw. polymerisiert und aus den  erhaltenen Polykondensaten bzw.     Polymerisaten     Fäden oder Fasern herstellt.

      Es wurde nun     gefunden,    dass man die gleichen  Effekte erreicht, wenn man die genannten antistatisch  wirksamen Verbindungen nicht den     Monomeren,    son  dern den Polykondensaten bzw.     Polymerisaten    vor  ihrer Umwandlung zu Fäden zufügt.  



  Die vorliegende Erfindung bezieht sich daher  auf ein Verfahren zur Herstellung von Fäden und  Fasern mit verminderter Neigung zur elektrostatischen       Aufladung    aus Polykondensaten bzw.     Polymerisaten,     welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man den    Polykondensaten bzw.

       Polymerisaten    mindestens eine     s5     antistatisch wirksame Verbindung der Formel  
EMI0001.0028     
    in welcher Y ein Wasserstoff- oder Chloratom oder       eine    OH-Gruppe oder eine Gruppe der Formel  
EMI0001.0030     
    bedeutet, wobei     R1,    R2,     R3,    R4,     RS    und     R6        Arylreste     sind, zusetzt und aus dem erhaltenen Produkt Fäden  oder Fasern herstellt.  



  Antistatisch wirksame Verbindungen der genann  ten Art und ihre Eigenschaften sind z. B. in     Gilman,           Organic        Chemistry ,    Band I, zweite Auflage, auf  den Seiten 58l-601 beschrieben. Beispiele für diese  Verbindungen sind das     Triphenylchlormethan,        Tri-          phenylcarbinol,        Diphenylmonobiphenylmethan,        Phe-          nyl-di-biphenylmethan,        Diphenyl-u-naphthylmethan,          Hexaphenyläthan,        Hexa-p-biphenyläthan,

          Tetraphe-          nyl-di-biphenyläthan,        Diphenyl-tetrabiphenyläthan,          Hexabiphenyläthan    u. a. Diese Verbindungen     sind    be  fähigt, Radikale mit     dreiwertigem    Kohlenstoff, z. B.  das     Triphenylmethyl,    zu bilden. Die Zugabe dieser  Verbindungen geschieht vorzugsweise in nur ge  ringer Menge von etwa 0,1 bis 5 Gewichtsprozent,  bezogen auf die Gewichtsmenge der Hochpolymeren.  Es ist auch möglich, Gemische dieser Verbindungen      als Zusatz zu verwenden.

   Die genannten Verbin  dungen kann man den Hochpolymeren kurz vor  dem Verspinnen als solche oder in Form von Lösun  gen zusetzen, wobei man als Lösungsmittel. insbeson  dere     a-Chlornaphthalin    oder     1,2,4-Trichlorbenzol     verwenden kann. Die genannten Lösungsmittel stei  gern noch den gewünschten Effekt.  



  Die Grösse der antistatischen Wirkung der erfin  dungsgemäss verwendeten Verbindungen wird nach  einer     Messmethode    festgestellt, die von dem Gedan  ken ausgeht, dass alle antistatisch wirkenden Ver  bindungen den elektrischen Widerstand der Faser  herabsetzen bzw. die Leitfähigkeit der Faser herauf  setzen. Die Messungen des elektrischen Widerstandes  der Fasern wurden     mit    einem     Multi-Megohmmeter-          Widerstandsmessgerät    vorgenommen. Wenn der ge  messene     Wert    an den Fäden bzw.

   Fasern unterhalb  5 X 109 Ohm liegt, so zeigen sich während der Ver  arbeitung keine oder nur geringfügige     Rufladungen,     so dass solche Fäden oder Fasern weitgehend störungs  frei verarbeitet werden können.  



  <I>Beispiel 1</I>  17 Gewichtsteile     Polyacrylnitril    werden in 83  Gewichtsteilen     Dimethylformamid    gelöst, dieser  Lösung 0,5      /a        Triphenylchlormethan    hinzugefügt und       diese    Lösung nach üblichem Verfahren zu Fäden ver  sponnen. Die hergestellten Fäden zeigen einen elek  trischen Widerstand von 0,11 X 109 Ohm und lassen  sich ohne Schwierigkeiten weiter verarbeiten.  



  <I>Beispiel 2</I>  17 Gewichtsteile     Polyacrylnitril    werden in 83  Gewichtsteilen     Dimethylformamid    gelöst, dieser Lö  sung     111/9        Hexaphenyläthan    zugesetzt. Die Lösung  wird nach üblichem Verfahren zu Fäden versponnen.  Eine     Leitfähigkeitsmessung    der Fäden ergab einen  elektrischen Widerstand von 0,14 X 109 Ohm.  



       Beispiel   <I>3</I>  Zu 100 Gewichtsteilen eines     Polyamids,    gebildet  aus     Caprolactam,    werden     111/9        Diphenyl-a-naphthyl-          methan    zugegeben und das Polykondensat aufge  schmolzen. Die Herstellung der Fäden erfolgt in  üblicher Weise nach dem     Schmelzspinnverfahren.     Die durchgeführte     Leitfähigkeitsmessung    bei den  Fäden ergab einen elektrischen Widerstand von  3 X 109 Ohm.

      <I>Beispiel 4</I>  0,5     O/o        Hexaphenyläthan    werden in 100 Gewichts  teilen     a-Chlornaphthalin    gelöst und zu dieser Lösung  100 Gewichtsteile     Polyäthylenterephthalat        (K-Wert    =  50) hinzugefügt. Anschliessend wird das     a-Chlor-          naphthalin    grösstenteils     abdestilliert    und das Poly  kondensat, welches noch geringe Mengen     a-Chl.or-          naphthalin    enthalten kann, nach üblichem Verfahren       aufgeschmolzen    und zu Fäden verarbeitet.

   Die Fäden  zeigen bei der     Leitfähigkeitsmessung    einen elektri  schen Widerstand von 4 X 109 Ohm.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Fäden und Fasern mit verminderter Neigung zur elektrostatischen Ruf ladung aus Polykondensaten bzw. Polymerisaten, da durch gekennzeichnet, dass man den Polykondensaten bzw. Polymerisaten mindestens eine antistatisch wirk same Verbindung der Formel EMI0002.0043 in welcher Y ein Wasserstoff- oder Chloratom oder eine OH-Gruppe oder eine Gruppe der Formel EMI0002.0044 bedeutet, wobei R1, R2, R3, R4, R5 und R, Arylreste sind,
    zusetzt und aus dem erhaltenen Produkt Fäden oder Fasern herstellt. UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man den Polykondensaten bzw. Polymerisaten die antistatisch wirksamen Verbin dungen in einer Menge von 0,1 bis 5 /0, bezogen auf das Gewicht der Polykondensate bzw. Poly- merisate, beifügt.
CH3001256A 1955-03-19 1956-02-17 Verfahren zur Herstellung von Fäden und Fasern mit verminderter Neigung zur elektrostatischen Aufladung CH372791A (de)

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DEV8661A DE956889C (de) 1955-03-19 1955-03-19 Verfahren zur Herstellung von linearen Polykondensaten bzw. Polymerisaten, aus denensich Faeden und Fasern mit verminderter elektrostatischer Aufladung herstellen lassen
DEV9318A DE1033843B (de) 1955-08-08 1955-08-08 Verfahren zur Herstellung von Faeden oder Fasern aus linearen Polykondensaten bzw. Polymerisaten

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