AT214649B - Verfahren zur Herstellung von modifizierten, härtbaren Acroleinharzen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von modifizierten, härtbaren Acroleinharzen

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  Verfahren zur Herstellung von modifizierten, härtbaren Acroleinharzen 
Gegenstand des Stammpatentes Nr. 210141 ist ein Verfahren zur Herstellung von modifizierten, härtbaren   Acroleinharzen,   das darin besteht, dass man Acrolein mit Epoxygruppen enthaltenden Verbindungen in Gegenwart katalytischer Mengen von Thioharnstoff, substituierten Thiohamstoffen, Thioamiden oder Thiosemicarbaciden umsetzt. Dabei können gegebenenfalls Vinyl-und bzw. oder hydroxylhaltige Verbindungen zugegen sein. Man erhält dabei Harze, die als Giessharze oder, wenn man die Umsetzung in Gegenwart eines organischen Lösungsmittels vornimmt, als Lackharze Verwendung finden können. 



   In weiterer Ausbildung dieses Verfahrens wurde nun gefunden, dass man durch geeignete   Reakilons-   führung lösliche Harze erhält, die nach Verdünnung mit polymerisationsfähigen Vinylverbindungen wie z.   B.   Styrol, Vinyltoluol, Diallylphthalat,   Acryl- oder Methyacrylsäureestern od. dgl.   in Gegenwart oder in Abwesenheit von Beschleunigern, in der Kälte härtbar sind.   Erfindungsgemäss   bringt man zunächst, wie in dem Stammpatent beschrieben, in einer ersten Reaktionsstufe Acrolein mit einer Epoxygruppen enthaltenden Verbindung, wie z. B. Phenyl-, Allyl-,   Xylenyl-odeiteit.-Butylphenyl-Glycidyläther,   einem Alkylenoxyd wie Äthylenoxyd, einem Epihalogenhydrin oder einem Epoxyharz wie es   z.

   B.   aus Polyalkoholen oder mehrwertigen Phenolen, insbesondere   p, p'-Dihydroxydiphenylalkanen, z. B. p, p'-Dihydroxy-   diphenyldimethylmethan, und   Epi- oder Dichlothydrin   erhalten wird, in Gegenwart katalytischer Mengen Thioharnstoff, substituierter Harnstoffe, Thioamide   oder Semicarbacide,   gegebenenfalls unter Zusatz einer Vinyl- und bzw. oder einer hydroxylhaltigen Verbindung zur Reaktion. Der Reaktionsablauf Ist exotherm und die Temperatur kann innerhalb kurzer Zeit bis zu 750 ansteigen, so dass   es zweckmässig Ist,   das Reaktionsgemisch durch Kühlung auf eine Temperatur unterhalb 500 zu halten. 



   Die in dieser ersten Reaktionsstufe nach kurzer Zeit erhaltenen hochviskosen Harze werden dann in einer zweiten Stufe, zweckmässig nach weiterem Kühlen auf Raumtemperatur mit einer, gegebenenfalls weiterenMenge einer   polymerisierbaren Vinylverbindung, insbesondere Styrol,   Vinyltoluol, Vinylbutyrat, Acrylnitril oder einem   Acryl- oder Methacrylsäureester,   versetzt und verdünnt, wobei   giess- oder   streichfähige Lösungen entstehen. Um ein vorzeitiges Gelieren dieser Lösungen zu vermeiden, kann der Zusatz eines organischen Lösungsmittels,   z. B.   eines Alkohols von Vorteil sein. 



   Die   erhaltenenHarzlösungen können   mit bekannten Peroxydkatalysatoren polymerisiert werden. Nach Zugabe eines solchen   Peioxyds   und zweckmässig eines üblichen Beschleunigers erhält man Gemische, die z.   B.   Lackfilme ergeben, die innerhalb weniger Minuten antrocknen und nach wenigen Stunden, auch in dicker Schicht, völlig klebfrei sind und sich durch helle Farbe, hohen Glanz und gute Haftfestigkeit auszeichnen. Die   Durchgelierung   wird durch die Zugabe eines bekannten Beschleunigers stark beschleunigt. 



  Die Filme sind schon nach verhältnismässig kurzer Zeit, in der Regel bereits nach etwa eintägigem Trocknen, schleif-und polierbar. 



   Beispiel l : In einem Dreihalskolben, der mit   Rückflusskühler,   Rührer, Tropftrichter und Thermometer versehen ist, werden 400   Gew. -Teile Acrolein, 5 Gew. -Teile T1úoharnstoff,   80   Gew. -Teile Allyl-   glycidyläther und 40 Gew.-Teile Äthylenglykol zur Reaktion gebracht. Die Temperatur steigt innerhalb von 35 Minuten auf   650. Man rührt   noch eine halbe Stunde bei dieser Temperatur, gibt 50-70 Gew.-Teile Äthanol zu, kühlt auf 20  ab und versetzt die sirupöse Mischung mit 150 Gew.-Teilen Styrol. Zur Ent- 

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Claims (1)

  1. B.PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von modifizierten, härtbarenacroleinharzen, gemäss StammpatentNr. 210141, dadurch gekennzeichnet, dass die nach dem Stammpatent durch Umsetzung von Acrolein mit Epoxygruppen enthaltenden Verbindungen, gegebenenfalls unter Zusatz von Vinyl-und bzw. oder hydroxylhaltigen Verbindungen hergestellten Harze in noch löslicher Form mit einer, gegebenenfalls weiteren Menge von polymerisierbaren Vinylverbindungen und gegebenenfalls einem Lösungsmittel, vorzugsweise einem Alkohol, versetzt werden.
AT793358A 1958-04-03 1958-11-14 Verfahren zur Herstellung von modifizierten, härtbaren Acroleinharzen AT214649B (de)

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