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Verfahren zur Befestigung einer bolzenartigen
Gleitschutzvorrichtung an einem
Fahrzeugreifen od. dgl.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Befestigung einer bolzenartigen Gleitschutzvorrichtung an einem Fahrzeugreifen od. dgl. durch Aufbringen einer Reihe von kurzen Schlägen auf die Bolzenvorrichtung.
Ursprünglich wurden derartige bolzenartige Gleitschutzvorrichtungen im Reifen bei der Herstellung des Reifenprofils verankert, u. zw. wurden die Gleitschutzvorrichtungen in ihrer Lage durch Vulkanisation befestigt. Dieses Verfahren hat den Nachteil, dass es unmöglich ist, die bolzenartigen Gleitschutzvorrichtungen in einem fertigen Reifen zu verankern, es sei denn, der Reifen wird mit einer neuen Lauffläche versehen. Später wurde es allgemein üblich, die bolzenartigen Gleitschutzvorrichtungen dadurch im Reifen zu verankern, dass die Lauffläche von vornherein mit engen Löchern für die bolzenartigen Vorrichtunten versehen war, in die die bolzenartigen Vorrichtungen mit dem Kopf zuerst eingebracht werden. Auch dieses Verfahren hat seine Nachteile. So ist es z.
B. notwendig, den Reifen mit Löchern zu versehen und dies ist eine zeitraubende und schwierige Aufgabe. Aus diesem Grund begann man, die bolzenartigen Vorrichtungen nur durch Aufbringen von Schlägen in den Reifen einzubetten, ohne dass die Lauffläche vorher mit Löchern für die bolzenartigen Vorrichtungen versehen wurde. Aber auch dieses Verfahren hat
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so tritt eine örtliche Verringerung der Höhe des Profils ein, da das Profil unter dem Einfluss der Schläge zusammengedrückt wird. Wenn eine bolzenartige Vorrichtung unter der Wirkung der Schläge in das Reifenprofil in dessen zusammengedrücktem Zustand eingedrungen ist, so entsteht unterhalb des eingedrungenen Endes der bolzenartigen Vorrichtung ein Hohlraum, sobald das Profil nach Aufhören der Schläge zufolge der Elastizität des Reifengummis mit der eingebetteten Vorrichtung in seine Anfangslage zurückkehrt.
Daraus folgt, dass die bolzenartige Vorrichtung bei Belastung des Reifens im Betrieb zu tief in den Reifen gepresst wird. Auch wird ein durch Ausübung eines Schlages hergestelltes Loch leicht so tief, dass das Gewebe verletzt wird.
Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, die obenerwähnten Nachteile zu vermeiden. Erfindungsgemäss wird vorgeschlagen, den Gleitschutzvorrichtungen pro Sekunde wenigstens 15, vorzugsweise 80. aufeinanderfolgende Vorschubbewegungen zu erteilen, wobei die Vorschubbewegung für einen Schlag höchstens 5 mm, vorzugsweise unter 2 mm, beträgt.
Versuche haben gezeigt, dass die bolzenartigen Vorrichtungen am besten in den Reifen eingebracht werden können, wenn die Anzahl und Länge der Vorschubbewegungen ziemlich fest sind, und dass ihre Grösse von der Reifenqualität und dem Laufflächenprofil abhängt. Es konnte auch festgestellt werden, dass, wenn man experimentell eine bestimmte Anzahl von Vorschubbewegungen in der Zeiteinheit gefunden hat, die für einen gewissen Reifen besonders geeignet sind, man auch ein Vielfaches dieser gefundenen Anzahl verwenden kann. Dies zeigt, dass die Anzahl der Vorschubbewegungen mit den besonderen Eigenschwingungen des Gummis in Einklang steht.
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Bei diesem Verfahren kann ein pneumatischer Hammer, eine pneumatische Pistole, ein elektromagnetischer Hammer od. dgl. verwendet werden, die auf die bolzenartigen Vorrichtungen die erforderliche Anzahl kurzer Schläge pro Sekunde aufbringen. Es ist selbstverständlich, dass auch andere Werkzeuge, ausser den erwähnten, bei diesem erfindungsgemässen Verfahren verwendet werdep können.
Wenn gemäss dem Verfahren der Erfindung die bolzenartigen Vorrichtungen in den Reifen eingebracht werden, so rufen die Schläge keine nennenswerten Änderungen der Reifenprofilhöhe hervor. Daraus folgt, dass die bolzenartigen Vorrichtungen in der Reifenfläche verankert werden können, ohne zu tief in das Reifenmaterial einzudringen. Die Erfindung ermöglicht es somit, ohne nennenswerte Nachteile durch Schläge bolzenartige Vorrichtungen in der Reifenlauffläche zu verankern. In bekannter Weise kann in der Lauffläche des Reifens ein enges Loch sein und die Gleitschutzvorrichtung in dieses Loch eingeführt werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Befestigung einer bolzenartigen Gleitschutzvorrichtung an einem Fahrzeugreifen od. dgl. durch Aufbringen einer Reihe von kurzen Schlägen auf die Bolzenvorrichtung, dadurch ge- kennzeichnet, dass den Gleitschutzvorrichtungen pro Sekunde wenigstens 15. vorzugsweise 80, aufeinanderfolgende Vorschubbewegungen erteilt werden, wobei die Vorschubbewegung für einen Schlag höchstens 5 mm, vorzugsweise unter 2 mm, beträgt.