AT257049B - Verfahren zur Herstellung neuer Acylderivate des Antibiotikums Anguidin - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Acylderivate des Antibiotikums Anguidin

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  Verfahren zur Herstellung neuer Acylderivate des
Antibiotikums Anguidin 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung neuer Acylderivate des Antibiotikums Anguidin, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man Anguidin und/oder Acetyl-Anguidin mit Kaliumhydrogencarbonat partiell verseift. Die Ausgangsverbindung Anguidin kann gewonnen werden, indem man einen Stamm von Fusarium anguioides Sherb., der bei der NRRL (Northern Regional Research Laboratories, Illinois, U. S. A.) unter der Nummer NRRL 3020 deponiert ist, in einer Nährlösung züchtet und Anguidin daraus nach an sich bekannten Methoden isoliert. Anguidin kann hierauf durch Acetylierung, beispielsweise mit Acetanhydrid in Gegenwart eines basischen Katalysators, z. B. Pyridin, in Acetyl-Anguidin übergeführt werden. 



   Die partielle Verseifung von Anguidin oder Acetyl-Anguidin erfolgt vorzugsweise in einer wässe-   rig- methanolischen Kaliumhydrogencarbonatlösung.    
 EMI1.1 
    : Monodesacetyl-Anguidinkristalli-- 250   (c = 0, 48 in Chloroform). Die Analyse ergab : ber. : C 63, 0% H 7, 5%    (für C, 7H 2406)   gef. :   C 62, 95%   H   7, 46%.   



   Das Antibiotikum enthält weder N noch S noch Halogen. Das IR-Spektrum einer Lösung der Substanz in Methylenchlorid zeigt Banden bei 3590,3440, 2940,1730, 1670,   1450-1430, 1390-1365,   1240,1165, 1105,1073, 1040,988, 960. 935 - 920 cm-l (Zeichnung).   DieTestreaktionen nach Be-   nedict, Fehling, Tollens, Millon sowie mit Eisenchlorid und Kaliumpermanganat in Acetat sind negativ. Brom in Tetrachlorkohlenstoff wird langsam entfärbt. Monodesacetyl-Anguidin ist löslich in Aceton, Äthanol, Dioxan, Chloroform, Methylenchlorid, Pyridin, Benzol, Toluol, schwer löslich in Wasser, Diäthyläther, Diisopropyläther, Pentan, Hexan und Heptan. 



   Monodesacetyl-Anguidin besitzt eine starke antibiotische und antimitotische Wirksamkeit. Die erfindungsgemäss hergestellte Verbindung kann insbesondere zur therapeutischen Bekämpfung von Tumoren verwendet werden. 



   Monodesacetyl-Anguidin kann als Heilmittel, z. B. in Form pharmazeutischer Präparate, Verwendung finden. Diese enthalten die genannte Verbindung in Mischung mit einem für die enterale, parenterale oder lokale Applikation geeigneten organischen oder anorganischen Trägermaterial. Für dasselbe kommen solche Stoffe in Frage, die mit der neuen Verbindung nicht reagieren, wie z. B. Gelatine, Milchzucker, Stärke, Magnesiumstearat, Talk, pflanzliche Öle, Benzylalkohole, Gummi arabicum, Polyalkylenglykole, Vaseline, Cholesterin oder andere bekannte Arzneimittelträger. Die pharmazeutischen Präparate können z. B. als Tabletten, Dragees, Pulver, Cremes, Suppositorien oder in flüssiger Form als Lösungen, Suspensionen oder Emulsionen vorliegen. Gegebenenfalls sind sie sterilisiert und bzw. oder enthalten Hilfsstoffe, wie Konservierungs-, Stabilisierungs-, Netz-oder Emulgiermittel.

   Sie können auch noch andere therapeutisch wertvolle Stoffe enthalten. 

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   Die Erfindung wird in den nachfolgenden Beispielen beschrieben, ohne dass damit eine Einschränkung des Erfindungsgegenstandes beabsichtigt ist. Die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben. 



  Die Verhältniszahlen bei Lösungsmitteln beziehen sich immer auf Volumina. 
 EMI2.1 
    l : Monodesacetyl-Anguidin aus Acetyl-Anguidin.liumhydrogencarbonatlösung   versetzt. Die Mischung wird 5 Tage bei 300 stehengelassen, dann mit 20 ml Wasser versetzt und dreimal mit 50 ml Chloroform extrahiert. Die Chloroformlösungen werden zweimal mit 10 ml Wasser nachgewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und im Vakuum eingeengt. 



  Der Rückstand wird zwischen gleichen Volumina Petroläther und 90% igem wässerigem Methanol verteilt ; in der Methanol-Wasser-Phase verbleibt Material, welches aus 85 g Kieselgel chromatographiert wird. Mit Chloroform-Methanol (99 : 1) wird das Material eluiert. Kristallisation aus Benzol-Heptan ergibt Anguidin vom Smp.   162 - 1640.   Das Monodesacetyl-Anguidin wird durch Sublimation in reiner kristalliner Form gewonnen. 



     Beispiel 2 : Monodesacetyl-Anguidin   aus Anguidin. 



   Eine Lösung von 102 mg Anguidin in 5 ml Methanol wird mit 5 ml einer wässerigen   1%igen   Ka-   liumhydrogencarbonat-Lösung versetzt. Das   Gemisch wird 5 Tage bei einer Temperatur von 300 stehengelassen, anschliessend bei der gleichen Temperatur auf das halbe Volumen eingeengt und das Konzentrat während 16 h mit Chloroform kontinuierlich extrahiert. Die Chloroformphase wird über Natriumsulfat getrocknet, filtriert und eingeengt. Der resultierende Eindampfrückstand   wird an 5, 0 g Kieselgel   chromatographiert. Als Eluiermittel wird Chloroform mit steigendem Methanolzusatz verwendet. Zuerst wird Anguidin eluiert   (1%   Methanolzusatz), dann Monodesacetyl-Anguidin   (2-5%   Methanolzusatz) und 
 EMI2.2 


Claims (1)

1630,PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung neuer Acylderivate des Antibiotikums Anguidin, dadurch gekennzeichnet, dass man Anguidin und/oder Acetylanguidin in einer, vorzugsweise wässerig-methanoli- EMI2.3
AT748565A 1963-09-05 1963-09-27 Verfahren zur Herstellung neuer Acylderivate des Antibiotikums Anguidin AT257049B (de)

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