AT414121B - Sicherheitscontainer - Google Patents
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Description
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Die Erfindung betrifft einen Sicherheitscontainer zur Aufnahme von Transportgütern mit vonwiegend gasförmige Medien abgebende Substanzen, wie aus Gebinden austretende, brennbare, insbesondere zur Verpuffung, bzw. Explosion neigende Gasgemische, oder Stäube, bestehend aus einem geschlossenen Boden und einer solchen Überdachung mit einer Einrichtung zur 5 Berieselung des Gutes durch Löschpulver, mit festen Seitenwänden mit Beladungs- und Belüftungsöffnungen sowie mit einer Flammsperre und Überdrucksicherung.
Ein solcher Container ist dann erforderlich, wenn beispielsweise Lacke oder ähnliche, in Gebinden gelagerte Medien transportiert werden müssen, wobei Hitzeentwicklung durch Sonnenbe-io Strahlung das Austreten dieser Gase begünstigen und durch Vermengung mit der Umgebungsluft zu einem entzündbaren Gasgemisch führen.
Es ist daher naheliegend, Vorsorge zu treffen, um dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten und durch geeignete Maßnahmen die auftretenden Gefahren zu unterbinden. Es ist denkbar, zu-15 nächst durch Isolation die Wärmeentwicklung zu mindern. Außerdem soll eine zündfähige Gemischbildung durch Luftabsaugung bzw. ausreichenden Luftwechsel vermieden werden.
In der US 5, 576,511 ist eine solche Vorsichtsmaßnahme zu erkennen. Es sind in eigenen Behältnissen Wirrfaser oder Bällchen in luftdurchlässigen Streckmaterialtaschen gefüllt und an 20 die Wandung von Containern befestigt. Dies reicht jedoch nur in einem begrenzten Maß für die Sicherheit aus, weil ein Flammschutz nicht möglich ist. Da meist eine ganze Anzahl von Containern an einem Lagerplatz zum Versand bereit stehen, ist bei Ausbruch eines Feuers mit einer Kettenreaktion zu rechnen. 25 Aus der JP 7 178 190 A ist eine Feuermeldeeinrichtung für abgeschlossene Behältnisse zu entnehmen, die bei Ausbruch eines Feuers anspricht und über ein Ventil den Löschmechanismus auslöst. Über eine außerhalb des Behälters angeordnete Anzeigetafel wird der Brand im Inneren des Behälters angezeigt. 30 Diese Einrichtung dient nur als Brandmelder, bietet aber keinen Schutz vor Explosionen.
In US 4 484 690 A ist eine Wandkonstruktion für Behälter aufgeführt, die bei auftretendem Brand oder einer Explosion ein Entweichen des dabei entstehenden Überdruckes durch Lüftungsgitter ermöglicht. Durch zusätzliche engmaschige Metallgitter wird ein Übergreifen der 35 Flammen im Falle eines Brandes im Container verhindert. Diese Einrichtung ist aber nur für eigens gefertigte Behältnisse brauchbar und für Norm-Container weniger geeignet, da nicht nur ein größerer Platzbedarf für Metallplatten erforderlich ist, sondern auch die Herstellung teuer kommt. 40 Auch ist bekannt, für den Transport von hochexplosiven Gütern eigene Behältnisse zu verwenden, die in der Regel aus druckfesten, dickwandigen Gebilden bestehen.
Nachteilig ist auch hier, dass diese zunächst überaus schwer sind und von den Abmessungen eines genormten Containers abweichen. 45
Ausgehend von diesem Stand der Technik, lag der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Sicherheitscontainer in genormter Größe zu schaffen, der auch brennbare, bzw. explosive Güter aufnehmen kann und eine gewisse Flammsicherung enthält, die bei einem inneren Druckanstieg eine gewisse Druckentlastung ermöglicht. Erfindungsgemäß wird das Ziel dadurch so erreicht, dass die Seitenwände des Containers durch im Querschnitt Z-förmige, vertikal oder horizontal sich erstreckende Wandteile ausgebildet sind, wobei die Schenkel benachbarter Wandteile einander überlappen und dadurch einen Freiraum bilden, der durch gebündelt angeordnetes Streckmaterial ausgefüllt ist. Diese Ausbildung hat den Vorteil, dass auch vom Transportgut austretende Gase sich nicht mit der Umgebungsluft zu einem brennbaren Gasgemisch 55 vermengen, und somit die Umgebung, bzw. weitere Container in Gefahr bringen, wobei das 3
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Streckmaterial sowohl als Flammsperre als auch zur Überdrucksicherung dient.
Es ist von Vorteil, wenn das Streckmaterial im Freiraum durch ein Gitterwerk od. dgl. siebartiges Gebilde befestigt ist. Damit wird erreicht, dass das Streckmaterial mit verschiedenen Verdich-5 tungsstufen als wählbare Überdrucksicherung dient.
Ferner ist von Vorteil, wenn das Streckmaterial in einen Gitterkorb gefüllt als fertiges Element in den Freiraum eingebracht ist. Dadurch können vorgefertigte Streckmaterialteile oder Packungen zur Befüllung des Freiraumes verwendet werden. 10
Weiters ist von Vorteil, wenn an den überlappenden Schenkeln Haltestege zur Befestigung des Streckmaterials bzw. des Gitterwerks vorgesehen sind. Hierbei wird erreicht, dass das Streckmaterial auf einfache Weise in den überlappenden Hohlräumen befestigt werden kann. 15 Auch ist vorteilhaft, wenn die waagrecht angeordneten Wandteile einen nach unten geneigten Mittelsteg aufweisen und an den fensterartigen Öffnungen gegebenenfalls Entlüftungsklappen vorgesehen sind. Damit wird verhindert, dass auch Regenwasser nicht in den Freiraum eindrin-gen kann und das Innere des Container trocken bleibt. 20 Schließlich ist vorteilhaft, wenn an der Innenseite der Überdachung ein wellenförmig angebrachter, unter Druck mit vorzugsweise Inertgas stehender Schlauch angebracht ist, der an der Anschlussstelle zum Feuerlöscher eine Sicherheitseinrichtung, z.B. Ventil oder Berstscheibe, aufweist. Damit ist die Gewähr gegeben, dass bei Feuerausbruch oder anbahnender Feuerentwicklung ein wirksamer Löschvorgang eingeleitet wird. 25
An Hand eines Ausführungsbeispiels sei die Erfindung näher erläutet. Es zeigen:
Fig. 1 Sicherheitscontainer Fig. 2 Schnitt von senkrechten Wandteilen 30 Fig. 3 Schnitt von waagrechten Wandteilen Fig. 4 Entlüftungsklappen Fig. 5 Eckstück Fig. 6 Deckenlöscheinrichtung 35 Die Fig. 1 zeigt im Schrägriss einen Sicherheitscontainer 1, dessen Seitenwand 2 senkrechte Wandteile 4 aufweist. Die Seitenwand 2 ist mit Schnitt A - B nachfolgend genauer bezeichnet. An der rechten Seite der Zeichnung ist als weiteres Beispiel die Seitenwand 3 aufgeführt, wobei der Schnitt C - D in weiterer Folge bezeichnet ist und die Seitenwand 3 waagrechte Wandteile 5 aufweist. Schließlich ist an der Frontwand 14 ein Schnitt E - F angegeben, an der die Anord-40 nung eines Fensters 15 ersichtlich ist. Mit Pfeil G ist die Ausbildung des Eckstückes angegeben.
Die Fig. 2 zeigt nun den Schnitt A - B wie in Fig. 1 schon erwähnt. Die Seitenwand 2 weist senkrechte Wandteile 4 auf, die z-förmig ausgebildete Schenkel 7 aufweisen und überlappend angeordnet sind, derart, dass die beiden Schenkel 7 einen Freiraum 6 bilden. In diesen Frei-45 raum 6 ist das Streckmaterial 8 gefüllt. Zur Sicherung des Streckmaterials 8 gegen herausfallen ist noch an den Enden der Schenkel 7 ein Gitterwerk 9 vorgesehen, das wiederum durch Stege 10 gesichert ist.
Die Fig. 3 zeigt den in Fig. 1 angegebenen Schnitt C - D. Daraus ist zu entnehmen, dass die 50 Seitenwand 3 waagrechte Wandteile 5 enthält. Die Wandteile 5 haben einen nach unten geneigten Mittelsteg 11, wobei die überlappend angeordneten Schenkel 7 den Freiraum 6 bilden. Im Freiraum 6 ist das Streckmaterial 8 eingebracht. An den Enden der Schenkel 7 sind Stege 10 vorgesehen, damit das Streckmaterial 8 festgehalten werden kann. 55 Die Fig. 4 zeigt den in Fig. 1 angegebenen Schnitt E - F. an der Frontwand 14. Durch Ausspa-
Claims (6)
- 4 AT 414 121 B rungen der Wandteile 5 ist ein Fenster 15 gebildet. Es sind hier waagrechte Wandteile 5 vorgesehen, die durch Überlappung der Schenkel 7 einen Freiraum 6 bilden, in denen das Streckmaterial 8 untergebracht und mittels Gitterwerk 9 und/oder Steg 10 gesichert ist. An der Außenseite der Wandteile 5 sind zusätzlich Entlüftungsklappen 12 vorgesehen, die mittels Scharnier 13 5 befestigt sind und sich gemäß Pfeil von einer Schließstellung in eine Offenstellung je nach Überdruck bewegen können. Die Fig. 5 zeigt das Eckstück 16 in Draufsicht gemäß Pfeil G der Fig. 1. Das Eckstück 16 ist im Querschnitt so geformt, dass die Außenkante einen Steher bildet und die beiden abstehenden io Schenkel 7 im rechten Winkel stehen. Auch hier wird ein Freiraum 6 gebildet, der das Streckmaterial 8 aufnimmt. Wesentlich ist, dass das als Flammsperre dienende Streckmaterial 8 luftdurchlässig ist und dadurch eine Überdrucksicherung bildet. Damit wird erreicht, dass der Container im Falle einer 15 Explosion unbeschädigt bleibt, weil der dabei entstehende Überdruck rasch abgebaut wird. Sollte dennoch ein Brand ausbrechen, so dient das Streckmaterial als Flammsperre. Schließlich ist in Fig. 6 die Möglichkeit einer internen Löscheinrichtung aufgeführt. An der Innenseite der Überdachung des Sicherheitscontainers 1 ist ein Feuerlöscher 17 vorgesehen, an 20 dem ein Schlauch 19 anschließt, der wellenförmig an der Decke angebracht ist. Dieser Schlauch 19 enthält an der Anschlussstelle zum Feuerlöscher 17 eine Sicherheitseinrichtung 18. Der Schlauch 19 weist einen Innendurchmesser von 5 mm auf, steht unter einem gewissen Überdruck von beispielsweise 15 bar und ist mit Luft oder Stickstoff, vorzugsweise Inertgas, gefüllt. Die Sicherheitseinrichtung 18 besteht aus einem Ventil oder einer Berstscheibe, wobei 25 sich im Brandfall durch Erwärmung und Druckabfall die Sicherheitseinrichtung 18 schlagartig öffnet und der Brandherd kann durch das unter Druck stehende Löschpulver berieselt und somit gelöscht werden. Als wesentlicher Vorteil hat sich erwiesen, wenn die Sicherheitseinrichtung 18 in Wirkverbindung mit der Eingangstüre steht. Damit können Gefahren durch die Löscheinrichtung selbst für Personen im Container verhindert werden. Ein weiteres übergreifen des Feuers 30 auf umliegende Container oder Lagergut ist somit wirksam vermieden. Patentansprüche: 1. Sicherheitscontainer zur Aufnahme von Transportgütern für vonwiegend gasförmige Me dien abgebende Substanzen, wie aus Gebinden austretende, brennbare, insbesondere zur Verpuffung, bzw. Explosion neigende Gasgemische, oder Stäube, bestehend aus einem geschlossenen Boden und einer solchen Überdachung mit einer Einrichtung zur Berieselung des Gutes durch Löschpulver, mit festen Seitenwänden mit Beladungs- und Belüf-40 tungsöffnungen sowie mit einer Flammsperre und Überdrucksicherung, dadurch gekenn zeichnet, dass die Seitenwände (2, 3) des Containers (1) durch im Querschnitt Z-förmige, vertikal oder horizontal sich erstreckende Wandteile (4, 5) ausgebildet sind, wobei die Schenkel (7) benachbarter Wandteile einander überlappen und dadurch einen Freiraum (6) bilden, der durch gebündelt angeordnetes Streckmaterial (8) ausgefüllt ist. 45
- 2. Sicherheitscontainer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Streckmaterial (8) im Freiraum (6) durch ein Gitterwerk (9) od. dgl. siebartiges Gebilde befestigt ist.
- 3. Sicherheitscontainer nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Streck-50 material (7) in einen Gitterkorb gefüllt als fertiges Element in den Freiraum (6) eingebracht ist.
- 4. Sicherheitscontainer nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass an den überlappenden Schenkeln (7) Haltestege (10) zur Befestigung des Streckmaterials (8) bzw. des Gitterwerks (9) vorgesehen sind. 55 5 AT 414 121 B
- 5. Sicherheitscontainer nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die waagrecht angeordneten Wandteile (5) einen nach unten geneigten Mittelsteg (11) aufweisen und an den fensterartigen Öffnungen (4) gegebenenfalls Entlüftungsklappen (12) vorgesehen sind.
- 6. Sicherheitscontainer nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass an der Innenseite der Überdachung ein wellenförmig angebrachter, unter Druck mit vorzugsweise Inertgas stehender Schlauch angebracht ist, der an der Anschlussstelle zum Feuerlöscher (17) eine Sicherheitseinrichtung (18), z.B. Ventil oder Berstscheibe, aufweist. Hiezu 2 Blatt Zeichnungen
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