AT514796A4 - Verfahren und Werkzeug zum Bearbeiten von Werkstoffen - Google Patents
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Abstract
Beim Bearbeiten von pastösem, klebrigem Material (11, 62) wird ein Werkzeug (1, 12, 30, 33, 55, 63) verwendet, das zumindest in den Bereichen, die mit dem zu verarbeitenden Material (11, 62) in Berührung kommen, aus einem schmelz- oder sublimierbaren Werkstoff, insbesondere Eis, besteht.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und ein Werkzeug,insbesondere zum Bearbeiten von klebrigem, insbesondereverformbarem, Material.
Beim Verarbeiten von klebrigem Material ergeben sich Problemehäufig dadurch, dass das zu verarbeitende Material seineAdhäsionswirkung nicht nur bestimmungsgemäß entfaltet, sondernauch an Werkzeugen, die der Verarbeitung dienen, haften bleibt.
Das Haftenbleiben klebrigen Materials an den bei seinerVerarbeitung verwendeten Werkzeugen ist unerwünscht, da dieWerkzeuge verschmutzen, und die verschmutzten Werkzeuge zumVerschmutzen anderer Gegenstände, wie etwa des zu bearbeitendenWerkstücks, führen können. Dies trifft insbesondere zu, wenn essich bei den dem Verarbeiten von klebrigem Material verwendetenWerkzeugen um Spachteln, Abstreifern, Glättvorrichtungen,Auflage- und Abstützungsvorrichtungen oder Schalungskörpernhandelt.
Verschmutzungen durch aushärtende (chemisch abbindende oder beiAbkühlung erstarrende) pastöse, klebrige Materialien neigen zurAkkumulation, das heißt, die Verschmutzungen bauen sich beiVerarbeitung derartiger Materialien allmählich auf.
Besonders problematisch ist das Anhaften klebrigen Materials aufden bei seiner Verarbeitung verwendeten Werkzeugen, wenn dasVerarbeiten des klebrigen Materials automatisiert erfolgt, dadann eine Überwachung der Verschmutzung nicht ohne Weiteresmöglich ist.
Vorschläge zum Überwinden des Problems des unerwünschten'Anhaftens einer zu verarbeitenden Masse auf einem ihrerVerarbeitung dienenden Werkzeug bestehen beispielsweise darin, (i) zumindest die Teile des Werkzeuges, die mit dem Material inBerührung kommen, aus einem Werkstoff, auf dem das Materialmöglichst schwach oder gar nicht haften bleibt („Anti-Haft-
Effekt"), zu fertigen, (ii) zumindest die Teile des Werkzeuges, die mit dem Material inBerührung kommen, mit einem Werkstoff, auf dem das Materialmöglichst schwach oder gar nicht haften bleibt, zu beschichtenund (iii) ein Trennmittel vorzusehen, das sich als Flüssigkeitsfilmoder Pulverschicht zwischen dem Material und dem Werkzeug legt.
Als Trennmittel kommen beispielsweise Öle, Talkum oder Wasserzum Einsatz.
In vielen Fällen ist ein Werkzeug zum Verarbeiten von klebrigemMaterial ungeeignet, sobald klebriges Material auf dem Werkzeughaftet.
Die geschilderte Problematik stellt sich beispielsweise beimHerstellen von Isolierglas, insbesondere beim Versiegeln vonIsolierglas-Rohlingen, wenn die bestimmungsgemäß klebrigeVersiegelungsmasse in die Randfuge des Isolierglas-Rohlingseingebracht wird. Dabei ergeben sich nicht nur deswegen Problememit der klebrigen Versiegelungsmasse, weil diese anVersiegelungsdüsen, insbesondere deren Düsenplättchen, haftetund sich eine Verunreinigung aufbaut, sondern auch beim Glättender Versiegelungsmasse mit Hilfe von Abstreifplättchen (vgl. DE34 08 688 A), Glättwalzen (vgl. AT 395 710 B) und beiFörderorganen für versiegelte Isolierglas-Rohlinge (vgl. AT 384596 B).
Beispielsweise ist es unmöglich, in eine Randfuge einesIsolierglas-Rohlings eingebrachte pastöse klebrige Masse, wieetwa Dichtungsmasse, mittels einer Spachtel glatt und sauber zuverstreichen, wenn die pastöse klebrige Masse an der Spachtelhaftet.
Vorrichtungen zum Füllen von Randfugen von Isolierglas-Rohlingen (Versiegelungsautomaten) sind z.B. aus der DE 28 45 475 A, derDE 28 16 437 C, der DE 28 46 785 A, der DE 28 34 902 A, AT 409859 B und der DD 158 766 C bekannt.
Vorrichtungen mit Eckenspachteln, mit denen Stoßstellen in derVersiegelung, die im Bereich einer Ecke eines Isolierglas-Rohlings liegen, vollständig ohne das Auftreten vonLufteinschlüssen im Inneren der Versiegelungsmasse geschlossenwerden können, sind aus der DE 34 08 688 A, AT 13 328 U und derUS 8,435,367 B bekannt.
Als Versiegelungsmasse kann beispielsweise heiß verarbeitetesthermoplastisches Material auf Polyisobutylenbasis oderabbindendes (reaktives) Material auf Silikon-, Polysulfid- oderPolyurethanbasis zum Einsatz kommen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zumVerarbeiten von klebrigem (pastösem) Material und ein dazuverwendbares Werkzeug so zu verbessern, dass die angegebenenProbleme vermieden oder wenigstens verringert sind.
Erfindungsgemäß wird dies mit einem Verfahren erreicht, das dieMerkmale des unabhängigen, auf das Verfahren gerichtetenPatentanspruches aufweist.
Insoweit das erfindungsgemäße Werkzeug betroffen ist, wird dieAufgabe mit einem Werkzeug gelöst, das die Merkmale desunabhängigen, auf das Werkzeug gerichteten Patentanspruchesaufweist.
Bevorzugte und vorteilhafte Weiterbildungen deserfindungsgemäßen Verfahrens und des erfindungsgemäßenWerkzeuges sind Gegenstand der Unteransprüche.
Die Erfindung wird nachstehend beispielhaft an Hand eines(automatisierten) Verfahrens zum Füllen der Randfugen von
Isolierglas-Rohlingen mit Versiegelungsmasse („Versiegeln"),erläutert.
Die Erfindung kann auch bei Werkzeugen, die beim Verarbeiten vonklebrigem Material von Hand aus, wie beispielsweise dem Glättenvon in Fugen (Randfugen von Isolierglas-Rohlingen) eingebrachtenDichtmasse (Versiegelungsmasse) verwendet, werden, Anwendungfinden.
Erfindungsgemäß werden insbesondere die Anti-Haft-Eigenschaftenvon schmelzenden Werkstoffen und der sich dabei auf derOberfläche von aus schmelzenden Substanzen bestehendenWerkzeugen oder von Beschichtungen der Wirkflächen vonWerkzeugen bildenden Schmelze ausgenützt.
Bevorzugt ist im Rahmen der Erfindung als schmelzbarer Werkstoffgefrorenes Wasser („Eis") in Betracht gezogen.
Wenn das zu verarbeitende Material oder mit dem zu verarbeitetenMaterial in Berührung kommende Gegenstände mit Wasser nichtverträglich sind, oder der Schmelzpunkt von Wasser außerhalb desbeim Verarbeiten des Materials möglichen Temperaturbereichesliegt, kann statt Wasser eine andere schmelzbare Substanzverwendet werden. Beispielsweise können als schmelzbareWerkstoffe etwa Fette eingesetzt werden.
Als schmelzbare Werkstoffe werden im Rahmen der Erfindung auchschmelzbare Gemische verschiedener Werkstoffe in Betrachtgezogen.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn der schmelzbare Werkstoff(oder wenigstens eine Komponente einer Mischung) eine erwünschtechemische Reaktion mit dem klebrigen Material eingeht. Dies istbeispielsweise der Fall, wenn es sich bei dem Material um einenKlebstoff handelt, und der schmelzbare Werkstoff (oderwenigstens eine Komponente einer den Werkstoff bildenden
Mischung) als Abbindebeschleuniger und/oder als Haftvermittlerdient.
Wenn das zu verarbeitende Material.beispielsweise ein unterAufnahme von Wasser abbindender Kleber ist, kann Wasser nebendem erfindungsgemäßen Zweck auch als das Abbinden förderndesReagens dienen.
Der Begriff „Schmelzen" als mögliche Änderung des zunächstfesten Aggregatzustnades des Werkstoffes wird nicht im strengthermodynamischen Sinn als Bezeichnung für eine Phasenumwandlungerster Ordnung aufgefasst: Auch das Erweichen von Wachs und dasnicht-kongruente Schmelzen von Mehrstoff-Systemen werden imVorliegenden unter "Schmelzen" verstanden.
Die Anti-Haft-Eigenschaften schmelzender Werkstoffe sindmitunter schon dadurch gegeben, dass sich auf der Oberflächeeines daraus bestehenden Körpers ein Film aus Schmelze bildet.
Die Schmelze dient als Trennmittel.
Ein Vorteil einer als Trennmittel wirkenden, sich an derOberfläche des Werkzeuges bildenden Schmelze besteht darin, dassdas Trennmittel in situ gebildet wird und nicht gesondertzugführt werden muss.
Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Verwendung vonWerkzeugen aus schmelzendem Werkstoff oder von Werkzeugen miteiner Beschichtung aus einem schmelzenden Werkstoff bestehtdarin, dass sich der Trennmittelfilm ständig erneuert undVerunreinigungen desselben bzw. Verunreinigungen des Werkzeugeseinfach mit überschüssiger Schmelze abgeführt werden können.
Unabhängig von der Funktion der Schmelze als Trennmittel ist dieAdhäsion zwischen dem erfindungsgemäß verwendeten Werkzeug unddem zu verarbeitenden Material verringert, da sich die
Oberflächenschicht des Werkzeuges ständig durch Abschmelzen desWerkzeuges oder seiner Beschichtung erneuert.
In diesem Sinne kann auch ein Werkzeug aus sublimierendemWerkstoff oder mit einer Beschichtung aus einem solchenWerkstoff, wie etwa Trockeneis, die erfindungsgemäß angestrebtenAnti-Haft-Eigenschaften aufweisen.
Insbesondere ist jedoch die Verwendung von Werkzeugen, diezumindest teilweise aus Eis bestehen, als Spachtel-, Abstreif-,Glättwerkzeuge, Abstütz- und Auflagevorrichtungen sowie alsSchalungskörper für die Verarbeitung von klebrigen, pastösenMassen als schmelzende Materialien in Betracht gezogen.
Das Werkzeug kann aus einem massiven Eiskörper bestehen, oder esist der Bereich der Oberfläche des Werkzeuges, der mit der zuverarbeitenden Masse in Berührung ("Wirkfläche") tritt, miteiner Schicht aus Eis versehen, beispielsweise überzogen.
Wenn ein Werkzeug verwendet wird, dessen Wirkfläche eineBeschichtung aus dem erfindungsgemäß vorgeschlagenem Werkstoffaufweist, kann die Beschichtung erzeugt werden, indem dasgekühlte Werkzeug mit dem die Beschichtung bildenden Werkstoff(in flüssiger oder dampfförmiger Form) in Berührung gebrachtwird'..
Beispielsweise kann es genügen, das gekühlte Werkzeug feuchterLuft auszusetzen, so dass sich Wasser auf dem Werkzeugniederschlägt und eine Eisschicht bildet. Diese Schicht kann,wenn sie rau ist, durch oberflächiges Anschmelzen geglättetwerden.
Bei der Erfindung ist es auch möglich, allfällige Rückstände anklebrigem Material vom Werkzeug abzureinigen, indem das Werkzeugoder wenigstens dessen Beschichtung (an-)geschmolzen wird.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend unter
Bezugnahme auf die Zeichnungen, in denen Ausführungsbeispiele schematisch dargestellt sind, erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 ein Werkzeug in Form eines Stabes aus einem massivenEiskörper und eine Vorrichtung zum Erzeugen desWerkzeuges,
Fig.2 das Verformen von in eine Randfuge eines Isolierglas-
Rohlings eingebrachter Versiegelungsmasse imEckbereich mit Hilfe eines Werkzeuges aus Eis,
Fig. 3 das Werkzeug aus Fig. 2 in Schrägansicht,
Fig. 4 eine abgeänderte Ausführungsform eines Werkzeuges mit L-förmiger Querschnittsform,
Fig. 5 das Werkzeug aus Fig. 4 mit einer Verstärkung,
Fig. 6 das Werkzeug aus Fig. 5 in Seitenansicht,
Fig. 7 ein stabförmiges Werkzeug bei dessen Verwendung,
Fig. 8 ein Werkzeug zum Verformen des Eckbereiches von in eine Randfuge eines Isolierglas-Rohlings eingebrachterVersiegelungsmasse,
Fig. 9 eine abgeänderte Ausführungsform des Werkzeuges vonFig. 8,
Fig. 10 bis 12 ein Werkzeug in Form einer Eckenspachtel,
Fig. 13 bis 15 eine andere Anwendung eines Werkzeuges in Formeiner Eckenspachtel,
Fig. 16 Ein Werkzeug in Form einer Versiegelungsdüse mitDüsenplättchen,
Fig. 17 eine Versiegelungsdüse mit einer Eisschicht amDüsenplättchen,
Fig. 18 das Kühlen eines Werkzeuges mit einer eingebautenKühlwendel,
Fig. 19 das Kühlen eines Werkzeuges mit einer außerhalbangeordneten Kühlwendel,
Fig. 20 das Kühlen eines Werkzeuges durch Beblasen desselbenmit einem Strom kalten Gases,
Fig. 21 das Abstreifen des Düsenplättchens einerVersiegelungsdüse an einem Abstreifer,
Fig. 22 im Querschnitt eine auf ein .Substrat aufgebrachteMaterialraupe und ein Werkzeug zum Verform derMaterialraupe,
Fig. 23 . das Werkzeug aus Fig. 22 beim Verformen und
Fig. 24 ein Werkzeug zum Formgeben einer Randabdichtung einesmehrschichtigen Werkstückes.
Ein aus einem massiven Eiskörper bestehendes Werkzeug 1 kannbeispielsweise in Form eines wachsenden Stabes hergestelltwerden, wie dies in Fig. 1 schematisch dargestellt ist:Flüssiges Wasser 2 wird durch einen Zufluss 4 in ein einseitigoffenes Rohr 3 eingebracht. Das das Rohr 3 ausfüllende Wasser 2wird in einem Bereich des Rohres 3 mittels einer Kühlwendel 5gekühlt, sodass Wasser 2 im Inneren des Rohres 3 zu Eiserstarrt.
Die stabförmige Eismasse wird durch über den Zufluss 4 in dasInnere des Rohres 3 strömendes, flüssiges Wasser 2 in Richtungdes Pfeils 8 vor- und aus dem Rohr 3 herausgeschoben.
Der Vorschub des Werkzeuges 1 in Form des Stabes aus Eis kannentweder durch den Vorschub unter der Wirkung des in das Rohr 3nachströmenden Wassers 2 oder durch dafür vorgesehene Mittel,zum Beispiel an dem Werkzeug angreifende, angetriebeneZahnräder, erfolgen. Auch eine Kombination beider Arten desVorschubes ist in Betracht gezogen.
Das Rohr 3 besteht aus einem Werkstoff, auf dem das sichbildende Werkzeug 1 aus Eis nicht haftet, beispielsweise ausSilikonkunststoff, oder es ist innen mit einem derartigenWerkstoff beschichtet.
Die Kühlung kann zusätzlich zu der auf der Außenseite des Rohres3 angebrachten, von Kühlmedium durchflossenen Kühlwendel 5 oderan Stelle derselben durch am Rohr 3 angesetzte Peltier-Elementeoder durch Beblasen des Rohres 3 mit kaltem Gas erreicht werden.
Durch den Vorschub des Werkzeuges 1 in Form der Eissäule wirdder Verbrauch desselben durch Abschmelzen ausgeglichen.
Werkzeuge 1 in Form von Stäben aus Eis der beschriebenen Artkönnen beispielsweise beim Versiegelen von Isolierglas-Rohlingenals Anpresskörper für das Formen von in Eckbereiche desIsolierglas-Rohlings eingebrachter Versiegelungsmasse verwendetwerden. Für gewöhnlich wird die Randfuge (diese liegt außerhalb des voneinem Abstandhalter 10 begrenzten Zwischenraums 9 desIsolierglas-Rohlings) eines Isolierglas-Rohlings so mitVersiegelungsmasse 11 gefüllt, dass in den Eckbereichen zunächstein (geringer) Überstand an Versiegelungsmasse 11 vorliegt, wiedies in Fig. 2 schematisch gezeigt ist.
Das zum Formen der' Versiegelungsmasse 11 im Eckbereichverwendete Werkzeug kann beispielsweise durch die Stirnflächenzweier Werkzeuge 1 in Form von Stäben aus Eis gebildet sein, diezueinander einen Winkel, der dem Winkel der Ecke desIsolierglas-Rohlinges entspricht, einnehmen, wie dies in Fig. 2gezeigt ist.
Versiegelungsmasse 11 wird im Bereich der Ecke verformt undverpresst, indem Werkzeuge 1 auf die Ecke des Isolierglas-Rohlings zugestellt und in Richtung der Pfeile 8 an die Eckeangelegt werden.
Ein Werkzeug 12, umfassend zwei Stäbe 13 aus Eis, ist in Fig. 3im Schrägriss dargestellt.
Eine andere einteilige Ausführungsform des Werkzeuges 12 ist inFig. 4 gezeigt.
Dem Werkzeug 12 kann eine (gewinkelte) Abstützung 14 zugeordnetsein (Fig. 5 und 6).
Die üblichen Isolierglaselemente weisen ausschließlich Ecken mitWinkeln von 90° auf; Isolierglaselemente anderer (weniger häufigauftretender) Formen können Ecken mit stumpfen oder spitzenEckenwinkeln aufweisen. Auch hierfür sind das erfindungsgemäßeVerfahren und die erfindungsgemäße Vorrichtung geeignet.
Bei den Werkzeugen 12 zum Verpressen einer Ecke gemäß Fig. 3 und4 sind an die Ecken angelegte Flächen („Anpressflächen","Wirkflächen") Seitenflächen 15 einer oder mehrerer Stäbe ausEis, wie dies in den Fig. 3 bis 6 gezeigt ist.
Wenn die Anpressflächen Seitenflächen 15 eines Werkzeuges 12 auseinem oder mehreren Stäben aus Eis sind, besteht die Gefahr desBruches des Werkzeuges 12. Ein Bruch kann durch an den denSeitenflächen 15 gegenüberliegenden Seitenflächen des Werkzeuges 12 flächig angreifende, abstützende .Auflager 14 verhütet werden,wie dies in den Fig. 5 und 6 dargestellt ist.
Wenn die Anpressflächen von Seitenflächen 15 eines Werkzeuges 12aus einem oder mehreren Stäben aus Eis gebildet sind, kannvorgesehen werden, dass das Eis - in Vorschubrichtung 8 (Fig. 1)gesehen - nach der Stellung, an der die Verpressung erfolgt,abgeschmolzen wird, um die Länge des Werkzeuges 12 auf einpraktisches Maß zu beschränken. Der Abbau des Werkzeuges 12 kannkontrolliert durchgeführt und das sich bildende Schmelzwasser 16in einem Auffangbehälter 17 gesammelt abgeführt werden (Fig. 7).
So ist es denkbar, den das Werkzeug 1 oder 12 bildenden Stab(die Stäbe) aus Eis in eine beheizte Kammer als Auffangbehälter 13 einzuführen und dort zu schmelzen, wie dies in Fig. 7dargestellt ist. Der Bereich 18 des Werkzeuges 1, 12 ist derBereich, der für die Nutzung als Anpresswerkzeug zur Verfügungsteht.
Weitere Ausführungsformen des Werkzeuges 12 sind in den Fig. 8und 9 dargestellt. Das Werkzeug 12 der Fig. 8 besteht dabei aus.einem aus starrem, insbesondere metallischem, Werkstoffgefertigten Schuh 20, der zum Verpressen der Versiegelungsmasseim Bereich einer Ecke eines Isolierglas-Rohlings in Richtung desPfeiles 21 auf die Ecke des Isolierlgas-Rohlings zugestelltwird. Die beim Verpressen an die Ecke angelegten Flächen desWerkzeuges 12 („Anpressflächen") sind als Wirkflächen mit einerBeschichtung 22 aus Eis versehen.
Der Winkel, den die Anpressflächen des Werkzeuges 12 mit derBeschichtung 22 zueinander einnehmen, kann entweder konstantsein, wie dies in Fig. 8 gezeigt ist, oder der Schuh 20 bestehtaus zwei Teilen, die miteinander gelenkig verbunden sind, sodassder Winkel zwischen den Anpressflächen geändert werden kann, wiedies in Fig. 9 gezeigt ist.
Zum sauberen und glatten Ausführen einer Versiegelung imEckbereich eines Isolierglas-Rohlings ist z.B. in DE 34 08 688Al und in AT 13 328 ü die Verwendung von Abdeck- undAbstreifplättchen beschrieben.
In der Praxis tritt häufig das Problem auf, dass derartigeAbdeck- und Abstreifplättchen, die bestimmungsgemäß mitVersiegelungsmasse in Kontakt kommen, Versiegelungsmassemitreißen, wenn sie nach ihrem Einsatz wieder entfernt werden.Wenn derartige Abdeck- und Abstreifplättchen Versiegelungsmassemitreißen, treten einerseits Verschmutzungen auf, und es istandererseits unmöglich, die Randfuge glatt und vollständig zufüllen.
Das Mitreißen von Versiegelungsmasse wird erfindungsgemäßverhindert, indem die verwendeten Werkzeuge in Form von Abdeck-und Abstreifplättchen zumindest in den Bereichen (Wirkflächen),die mit Versiegelungsmasse in Kontakt kommen, mit einerBeschichtung aus Eis versehen sind.
In den Fig. 10 bis 12 ist dargestellt, wie mit Hilfe einesWerkzeuges 30 in Form eines Abdeck- und Abstreifplättchenssichergestellt werden kann, dass die Versiegelung des Bereichsder Ecke, in der das Versiegeln eines Isolierglas-Rohlingsabgeschlossen wird, sauber und glatt ausgeführt werden kann. DasWerkstück 30 in Form eines Abdeck- und Abstreifplättchensumfasst einen Grundkörper 31, der bevorzugt aus metallischemWerkstoff gefertigt ist, und eine auf den Grundkörperaufgebrachten Beschichtung 32 aus Eis.
Dabei kann wie folgt gearbeitet werden:
Eine Versiegelungsdüse 33 mit Düsenplättchen 34 bewegt sichentlang eines Seitenrandes des Isolierglas-Rohlings in Richtung35 auf die Ecke zu, wobei die Randfuge am anderen Seitenrand,der zur Ecke führt, bereits mit Versiegelungsmasse 11 gefülltist. Am Ende des anderen Seitenrandes ist das Abdeck- undAbstreifplättchen 30 so angesetzt worden, dass sein Ende mit dem
Ende des Randes des Isolierglas-Rohlings, an dem dieVersiegelungsdüse 33 entlangbewegt wird, im Wesentlichenfluchtet (Fig. 10).
Das an der Versiegelungsdüse 33 angebrachte Düsenplättchen 34wird am Abdeck- und Abstreifplättchen (Bewegung in Richtung desPfeiles 35) abgestreift, sodass der Eckbereich der Randfugevollständig mit Versiegelungsmasse 11 gefüllt wird, ohne dassVersiegelungsmasse 11 überquellen kann (Fig. 11), da das Abdeck-und Abstreifplättchen und das Düsenplättchen 34 für dieVersiegelungsmasse in der Randfuge im Eckbereich eine Schalungbilden.
Das Werkzeug 30 in Form des Abdeck- und Abstreifplättchens wirddann in Richtung 36 aus seiner Wirkstellung entfernt. Dazwischen Versiegelungsmasse 11 und Abdeck- und Abstreifplättchenaufgrund der Beschichtung 32 aus Eis keine adhäsiveWechselwirkung besteht, kann das Abdeck- und Abstreifblättchenin jede beliebige Richtung entfernt werden, ohne dass an ihmVersiegelungsmasse 11 haften bleibt (Fig. 12).
In den Fig. 10 bis 12 ist eine rechtwinkelige Ecke einesIsolierglas-Rohlings dargestellt. Bei spitz- oderstumpfwinkeligen Ecken kann analog vorgegangen werden, wobei dieder Randfuge zugewandte Seite des Düsenplättchens 34 und dieBeschichtung 32 des Abdeck- und Abstreifblättchens aus Eis dannzueinander in einem vom rechten Winkel abweichenden Winkelangeordnet sind.
In den Fig. 13 bis 15 ist dargestellt, wie mit Hilfe einesWerkzeuges 30 in Form des Abdeckplättchens sichergestellt werdenkann, dass auch ein Versiegeln im Bereich einer Ecke, die nichtdie Ecke ist, in der das Versiegeln eines Isolierglas-Rohlingsabgeschlossen wird, sauber und glatt ausgeführt werden, kann.Dabei weist das Werkzeug 30 als Abdeckplättchen einenGrundkörper 31, der bevorzugt aus metallischem Werkstoff gefertigt ist, und eine auf den Grundkörper 31 aufgebrachteBeschichtung 32 aus Eis auf.
Das Werkzeug 30 in Form eines Abdeckplättchens und das mit derVersiegelungsdüse 33 verbundene Düsenplättchen 34 sind so an denRand eines Isolierglas-Rohlings angelegt, dass sie die Randfugeim Eckbereich nach außen im Eckbereich abdecken (Fig, 13).
Bevor die Versiegelungsdüse 33 in Richtung 35 bewegt wird, umdie Randfuge mit Versiegelungsmasse 11 zu füllen, wird derEckbereich der Randfuge vollständig mit Versiegelungsmasse 11gefüllt. Dabei dienen das Abdeckplättchen und das Düsenplättchen34 als Schalung, die ein Überquellen von Versiegelungsmasse 11verhindert (Fig. 14).
Nachdem der Eckbereich vollständig mit Versiegelungsmasse 11gefüllt ist, wird das Abdeckplättchen aus seiner Wirkposition inRichtung des Pfeils 36 entfernt und die Versiegelungsdüse 33 inRichtung 35 bewegt und füllt die nächste Randfuge mitVersiegelungsmasse 11. Da zwischen Versiegelungsmasse 11 undAbdeck- und Abstreifplättchen aufgrund der Beschichtung 32 ausEis keine adhäsive Wechselwirkung besteht, kann das Abdeck- undAbstreifblättchen in jede beliebige Richtung entfernt werden,ohne dass an ihm Versiegelungsmasse 11 haften bleibt (Fig. 15).
In den Fig. 13 bis 15 ist eine rechtwinkelige Ecke einesIsolierglas-Rohlings dargestellt. Bei spitz- oderstumpfwinkeligen Ecken kann analog vorgegangen werden, wobei dieder Randfuge zugewandte Wirkfläche des Düsenplättchens 34 unddie mit Eis bedeckte Wirkfläche des Abdeckplättchens 20 dannzueinander in einem vom rechten Winkel abweichenden Winkelausgerichtet sind.
Das Düsenplättchen 34 ist so ausgelegt, dass es an den innerenKanten der Ränder der Glasscheiben 40 und 41 (Fig. 16)entlanggleitet und dabei die Randfuge abschließt. Typischerweiseweist das Düsenplättchen 34 eine bombierte Gleitfläche auf. Die
Versiegelungsdüse 33 und ihr Düsenplättchen 34 sind in Fig. 16im Querschnitt gezeigt. Der Versiegelungsdüse 33 wirdVersiegelungsmasse 11 über wenigstens eine Zuführung 38zugeführt.
Eine weitere Funktion des Düsenplättchens 34 besteht darin, diein die Randfuge eingebrachte Versiegelungsmasse 11 glatt zuverstreichen.
Es ist unerwünscht und nachteilig, wenn beim Entfernen derVersiegelungsdüse 33 Versiegelungsmasse 11 auf demDüsenplättchen 34 haften bleibt, da sonst Verschmutzungenauftreten und keine sauber gefüllte Randfuge erreicht wird.
Um dies zu vermeiden, kann im Rahmen der Erfindung vorgesehensein, dass das Düsenplättchen 34 auf seiner mitVersiegelungsmasse 11 in Kontakt tretenden bombiertenGleitfläche (Wirkfläche) eine Beschichtung 37 aus Eis trägt(Fig. 17) .
Aus Eis bestehende oder zumindest teilweise mit einerBeschichtung aus Eis versehene Werkzeuge können als Abstreiferfür andere, möglicherweise verschmutzte Bauteile dienen.Insbesondere kann das an einer Versiegelungsdüse 33 angeordneteDüsenplättchen 34 zu Reinigungszwecken an einem Abstreifer 50durch Bewegen in Richtung 51 abgestreift werden, wie dies inFig. 21 dargestellt ist. Dies ist insbesondere dann sinnvoll,wenn das Düsenplättchen 34 nicht über (erfindungsgemäße) Anti-Haft-Eigenschaften verfügt, oder wenn vor der Versiegelung einesIsolierglas-Rohlings aus einer Versiegelungsdüse 33Versiegelungsmasse 11 ausgestoßen wurde, die verworfen wird,damit keine "gealterte" Versiegelungsmasse 11 in die Randfugeeines Isolierglas-Rohlings eingefüllt wird.
Das Bilden einer Beschichtung 56 aus Eis auf der Wirkflächeeines Werkzeuges, wie z.B. dem in Fig, 18, 19 dargestelltenWerkzeug 55, kann beispielsweise durch eine von gekühltem Medium
Ein Formkörper 63 kann auch dazu verwendet werden, einer auf denRand eines flächigen Bauteils aufgebrachten Raupe eine bestimmteQuerschnittsform zu geben (Fig. 24).
So ist'in Fig. 24 dargestellt, wie mittels eines Formkörpers 63,dessen Wirkflächen mit einer Eisschicht 64 belegt sind, ein ausmehreren Schichten 65, 66, 67 bestehender Aufbau mit einer
Randabdeckung aus einer pastösen, klebrigen Masse 62 versehenwird. Bei diesem Schichtaufbau kann es sich beispielsweise umein Fotovoltaik-Modul handeln.
Ein Werkzeug kann mit einer Beschichtung aus Eis belegt werden,indem es auf eine Temperatur, die unterhalb des Gefrierpunktsvon Wasser liegt, abgekühlt und in Kontakt mit flüssigem oderdampfförmigem Wasser gebracht wird.
Zur Ausbildung einer Eisschicht auf einem Werkzeug kann dasabgekühlte Werkzeug in Wasser eingetaucht werden.
Zum Ausbilden einer Eisschicht auf einem Werkzeug kann dasabgekühlte Werkzeug mit Wasser bespült werden.
Zum Ausbilden einer Eisschicht auf einem Werkzeug kann dasabgekühlte Werkzeug mit Wasser besprüht werden.
Zum Ausbilden einer Eisschicht auf einem Werkzeug kann dasabgekühlte Werkzeug mit Wasser beträufelt werden.
Zum Ausbilden einer Eisschicht auf einem Werkzeug kann dasabgekühlte Werkzeug einem Aerosol aus Wasser in Luft („Nebel")ausgesetzt werden.
Zum Ausbilden einer Eisschicht auf einem Werkzeug kann esausreichend sein, das abgekühlte Werkzeug der Umgebungsluftauszusetzen, wenn die Luftfeuchtigkeit der Umgebungsluftgenügend groß ist.
Zum Ausbilden einer Eisschicht auf einem Werkzeug kann dasabgekühlte Werkzeug mit Wasser angereicherter Luft, insbesonderemit Wasser gesättigter Luft, ausgesetzt werden. Für das Abkühlen des mit einer Beschichtung aus Eis zuversehenden Werkzeuges stehen bekannte Maßnahmen zur Verfügung.Beispielsweise kann eine Kühlschleife oder -wendel im Inneren(Fig. 18) oder an einer nicht mit Eis zu beschichtendenOberfläche (Fig. 19) des Werkzeuges verlegt werden, oder dasWerkzeug wird hohl ausgeführt und von einem Kühlmediumdurchflossen. Eine Kühlwendel kann durch ein oder mehrerePeltier-Elemente ersetzt werden. Weiters ist in Betrachtgezogen, das Werkzeug mit einem Strom aus kaltem Gas zu beblasen(Fig. 20) .
Es ist von Vorteil, wenn das abzukühlende Werkzeug wenigstens imBereich seiner Wirkfläche aus einem Material mit hoherWärmeleitfähigkeit, insbesondere aus einem metallischenWerkstoff, besteht.
Claims (36)
- Patentansprüche: 1. Verfahren zum Bearbeiten von klebrigen Materialien,insbesondere verformbaren klebrigen Materialien, dadurchgekennzeichnet, dass ein Werkzeug verwendet wird,wenigstens dessen am zu bearbeitenden Material angreifendeWirkfläche aus einem Werkstoff besteht, der bei den beimBearbeiten herrschenden Bedingungen, insbesondere derTemperatur, seinen zunächst festen Aggregatzustand ändert.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass derWerkstoff des Werkzeuges schmilzt.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass derWerkstoff des Werkzeuges sublimiert.
- 4. Verfahren nach Anspruch einem der Ansprüche 1 bis 3,dadurch gekennzeichnet, dass die Wirkfläche erzeugt wird,indem auf dem Bereich des Werkzeuges, der mit dem zubearbeitenden Werkstoff in Berührung kommt, eineBeschichtung erzeugt wird.
- 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass dieBeschichtung erzeugt wird, indem der die Beschichtungbildende Werkstoff auf einen gekühlten Teil des Werkzeugesaufgetragen wird.
- 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass dieBeschichtung erzeugt wird, indem das Werkzeug unter dieSchmelztemperatur abgekühlt und in den (Schmelz-)flüssigenWerkstoff eingetaucht wird.
- 7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass dieBeschichtung erzeugt wird, indem das Werkzeug abgekühlt undmit dem Werkstoff bespült und/oder besprüht und/oderbeträufelt wird.
- 8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dassdas abgekühlte Werkzeug mit dem die Schicht bildendenWerkstoff in Form eines Aerosol in Berührung gebracht wird.
- 9. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass dieBeschichtung erzeugt wird, indem ein gekühlter Teil desWerkzeuges mit Dampf, insbesondere Wasserdampf, in Kontaktgebracht wird.
- 10. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurchgekennzeichnet, dass das Werkzeug abgekühlt wird, indem einKühlmedium mit dem Werkzeug in Berührung gebracht wird.
- 11. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurchgekennzeichnet, dass das Werkzeug abgekühlt wird, indem indiesem wenigstens ein Peltier-Element aktiviert wird.
- 12. Verfahren nach Anspruch einem der Ansprüche 1 bis 11,dadurch gekennzeichnet, dass ein Werkzeug verwendet wird,das wenigstens in seinem die Beschichtung tragenden Teilaus einem Werkstoff mit hoher Wärmeleitfähigkeit, wieMetall, besteht.
- 13. Verfahren nach Anspruch einem der Ansprüche 1 bis 12,dadurch gekennzeichnet, dass das Werkzeug zum Verformen vonpastösem, insbesondere klebrigem Werkstoffes verwendetwird.
- 14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass indie Randfuge eines Isolierglasrohlings eingebrachteVersiegelungsmasse verformt wird.
- 15. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dassein auf einen plattenförmigen Gegenstand aufgebrachterStrang aus verformbarem Werkstoff verformt wird.
- 16. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass ein Strang aus verformbarem Werkstoff, der auf den Randeines Bauteils, der aus einer oder mehreren Elementenbesteht, aufgebracht ist, verformt wird.
- 17. Verfahren nach Anspruch nach einem der Ansprüche 1 bis 16,dadurch gekennzeichnet, dass ein Werkzeug verwendet wird,dessen die Wirkfläche bildender Werkstoff gefrorenes Wasserist.
- 18. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurchgekennzeichnet, dass ein Werkzeug verwendet wird, dessendie Wirkfläche bildender Werkstoff ein Gemischschmelzbarerer Substanzen ist.
- 19. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurchgekennzeichnet, dass ein Werkzeug verwendet wird, das alsSpachtelwerkzeug, Abstreifwerkzeug, Glättwerkzeug,Glattwalze, Versiegelungsdüse. Förderorgan oderSchalungskörper ausgebildet ist.
- 20. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurchgekennzeichnet, dass ein Werkzeug verwendet wird, dessendie Wirkfläche des Werkzeuges bildender Werkstoffkontinuierlich erneuert wird.
- 21. Verfahren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dassein Werkzeug verwendet wird, dessen die Wirkfläche bildendeWerkstoff erneuert wird, indem der die Wirkfläche bildendeWerkstoff kontinuierlich bis zum Verfestigen abgekühltwird.
- 22. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurchgekennzeichnet, dass das Werkzeug hergestellt wird, indemabgekühlter, verfestigter Werkstoff aus einem Rohr durchNachströmen von flüssigem Werkstoff herausgedrückt wird.
- 23. Verfahren nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass dem Rohr Wärme durch eine Kühlwendel entzogen wird.
- 24. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 23, dadurchgekennzeichnet, dass von der Wirkfläche des Werkzeugesabschmelzender Werkstoff in flüssiger Form aufgefangen undgegebenenfalls wieder verwendet wird.
- 25. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 24, dadurch.gekennzeichnet, dass ein Werkzeug mit zwei im Winkel zueinander stehenden Wirkflächen verwendet wird.
- 26. Verfahren nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dassder Winkel zwischen den Wirkflächen des Werkzeugesveränderbar ist.
- 27. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 25, dadurchgekennzeichnet, dass ein Werkzeug verwendet wird, dessenWirkflächen die Wände einer Nut sind.
- 28. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 24, dadurchgekennzeichnet, dass ein Werkzeug, das alsVersiegelungsdüse mit einem Versiegelungsplättchenausgebildet ist, verwendet wird und dass die der Randfugezugekehrte Fläche des Düsenplättchens als Wirkfläche mitder Beschichtung, insbesondere Eis, belegt ist.
- 29. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 28, dadurchgekennzeichnet, dass die Beschichtung in Form von Eiserzeugt wird, indem das gekühlte Werkzeug Luftfeuchtigkeitausgesetzt wird, nachdem es unter den Gefrierpunktabgekühlt worden ist.
- 30. Verfahren nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, das dieBeschichtung in Form von Eis durch vorzugsweiseoberflächliches. Anschmelzen, vorzugsweise durch einWarmluftgebläse oder einen bewegten Teil, geglättet wird.
- 31. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 30, dadurchgekennzeichnet, dass das Werkzeug gereinigt wird, indem eserwärmt wird, um ein Schmelzen/Sublimieren des Werkstoffeszu bewirken.
- 32. Werkzeug, insbesondere Werkzeug zum Verarbeiten vonverformbarem, insbesondere klebrigem, Werkstoff, bevorzugtzur Verwendung beim Ausführen des Verfahrens nach einem derAnsprüche 1 bis 31, dadurch gekennzeichnet, dass dasWerkzeug zumindest in dem oder den Bereich(en), die mit demzu verarbeitenden Werkstoff in Berührung kommen, aus einerSchmelz- oder sublimierbaren Substanz besteht.
- 33. Werkzeug nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, dasswenigstens die dem zu bearbeitenden Werkstoff zugekehrteWirkfläche des Werkzeuges aus einem Werkstoff besteht, derbei den beim Bearbeiten herrschenden Bedingungen,insbesondere der Temperatur, aus seinem zunächst festenAggregatzustand in einen anderen Aggregatzustand übergeht.
- 34. Werkzeug nach Anspruch 32 oder 33, dadurch gekennzeichnet,dass der Werkstoff des Werkzeuges einen Schmelzpunkt hat,der gleich oder niedriger ist als die beim Bearbeitenherrschende Temperatur.
- 35. Werkzeug nach Anspruch 32 oder 33, dadurch gekennzeichnet,dass der Werkstoff bei der beim Bearbeiten herrschendenTemperatur sublimiert.
- 36. Werkzeug nach einem der Ansprüche 32 bis 35, dadurchgekennzeichnet, dass es ausgewählt ist aus der Gruppeumfassend Förderorgane, Eckenspachtel, Abstreifwerkzeuge,Glättwerkzeuge, Glättwalzen, Versiegelungsdüsen.
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