CH117140A - Verfahren zur Herstellung einer beständigen Säureflotte von grossem Netz- und Durchdringungsvermögen und nach diesem Verfahren hergestellte Flotte. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer beständigen Säureflotte von grossem Netz- und Durchdringungsvermögen und nach diesem Verfahren hergestellte Flotte.Info
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Description
Verfahren zur 1fIerstelluug einer beständigen Säuressotte von grossem Netz- und Durchdringungsvermögen und naeh diesem Verfahren hergestellte Flotte. In verschiedenen Zweigen der Textil industrie setzt man zum besseren Netzen, zum Beispiel zum gleichmässigen Aufziehen von Farbstoffen in der Färberei usw. den in Frage kommenden Laugen, Flotten oder Bädern fettsaure Salze, sulfurierte Öle und daraus hergestellte Präparate zu. Der .Anwendung derartiger Netzmittel ist aber eine Grenze gesetzt, sobald es sich um mehr oder minder stark saure Flotten handelt, weil derartige Mittel sich dann zer setzen. Man hat daher bisher keine Möglich keit, die erwähnte Netzwirkung zu erreichen, wenn die Säureflotten in verhältnismässig hoher Konzentration angewendet werden. Das periodisch sich immer wiederholende und .in vielen Betrieben überhaupt nicht zu beseitigende Auftreten von Flecken und Streifen, ungleichmässigen Färbungen und Beschädigungen der Wollfaser karbonisierter Waren, das stets zu Verlusten führt, bildet nun bekanntlich einen Übelstand, den man bisher in Kauf nehmen musste, ohne ein Mittel zu seiner Beseitigung zu haben: Dieser Übelstand hat fast immer seinen Grund in einer unregelmässigen Verteilung und daher Anhäufung der Säure an den fleckigen und beschädigten Stellen, indem entweder die Säure infolge ihrer geringen Netzwirkung ungleichmässig in die Ware eindringt, oder beim Auswaschen, Trocknen und Schleudern der Ware ungleichmässig aus dieser entfernt wird, so dass Säureanhäufungen an einzelnen Stellen und damit Flecken und Streifen, entstehen. Die gleichmässige Verteilung der Säure in der Ware wird besonders erschwert, wenn letztere -Rückstände von Seifen, Kalkseifen und Fettstoffen, namentlich unverseifbaren, enthält oder bei vorgewaschener Ware das darin enthaltende Spülwasser ungleichmässig verteilt ist. Die Anwendung der bisher be kannten Netzmittel (Seifen, Öle usw.) würde hier den Misserfolg nur vergrössern, indem die durch die Säure aus diesen Mitteln ab- schiedenen Fette und Öle sich auf der Ware festsetzen und ein gleichmässiges Ein- dringen der Säure erschweren, bezw. unmög lich machen würden. Die vorstehende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer beständigen Säureflotte von grossem Netz- und Durch dringungsvermögen für die Textil-, Tuch und Lederindustrie und die nach diesem Verfahren hergestellte Flotte. Dieses Verfahren ist dadurch gekenn- zeichnet, dass man den andern Komponenten wenigstens eine aromatische, sulfosaure Verbindung beimischt. In der Tat hat es sich überraschender weise gezeigt, dass die erwähnten LTbelstände vollkommen vermieden werden, wenn man der Säureflotte kleine mengen von Sulfo- säuren aromatischer Verbindungen, insbe sondere der Naphthalin- oder Tetrahydro- naphtlialinreilie zusetzt. Diese verleihen der Flotte ein unerwartet hohes Netz- und Durchdringungsvermögen. Schon in dem Augenblick, wo derartig präparierte Flotten mit der Oberfläche der- Ware in Berührung kommen, dringen sie vollkommen in die Ware ein und durchnetzen selbst bei An wesenheit von Seifen- und Fettrückständen das Gewebe vollkommen gleichmässig. Die Sulfosäuren können in Anbetracht des sauren Charakters der Flotte auch in Form ihrer Salze zur Anwendung kommen. Man kann auch die Netzmittel in Ver bindung miteinander oder in Verbindung mit Iiolilenwasserstoffen, Alkoholen oder Betonen verwenden. Beispielsweise fügt man einem Liter Säureflotte einige Gramm tetrahydro- naphthalin -ss- sulfosaui-es Natrium hinzu, das zuvor auch mit Kohlenwasserstoffen oder höher molekularen Alkoholen in Ver bindung gebracht sein kann. Mit gleichem Erfolge lassen sich auch die Alky lderivate der Tetrahydronaphthalin- sulfosäure oder auch die Alkylderivate der Naphthalinsulfosäure, wie beispielsweise das isopropy lrialihthalinsulfosaui-e Natrium ver wenden. Wie bei der Karbonisation, so sind die genannten Salze auch vorzüglich geeignet als Zusatz bei sauren Ausfärbungen (Woll- färberei), da sie ein gleichmässiges Aufziehen und Durchfärben gewährleisten.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung einer bestän digen Säureflotte von grol3ein Netz- und Dui@clidi@ingungsverniögeri für die Textil-, Tuch- und Lederindustrie, dadurch gekenn zeichnet, dass man den andern Komponenten wenigstens eine aromatische sulfosaure Ver bindung beimischt. UNTERAN SPRüCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, daf), man eine Sulfosäure der Naphthalinreihe beimischt. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man eine Sulfosif.ui-e der Tetrahy dronaphthalinreilie beimischt. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man ein sulfosaures Salz einer aromatischen Ver bindung beimischt. d.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass inan ausser einer aromatischen, sulfosauren Verbin dung wenigstens einen Kohlenwasser- stoff beimischt. 5. Verfabren nach Patentanspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass man ausser einer- aromatischen, sulfosauren Verbin dung wenigstens einen Alkohol beimischt. G. Verfahren nach Patentanspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass man ausser einer, aromatischen, sulfosauren Verbin dung wenigstens ein beton beimischt. 7.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man ausser einer aromatischen, sulfosauren Verbin dung, gleichzeitig wenigstens einen Kohlenwasserstoff, einen Alkohol und ein Beton beimischt. B. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch :3, dadurch gekennzeich- riet, dalä man Tetrahy dronaplithalin -i3- sulfosaures Natrium beimischt. 9.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man wenig stens ein Alkylderivat einer aromatischen, sulfosauren Verbindung beimischt. 10. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 3 und 9, dadurch ge kennzeichnet, dass man isopropylnaph- thalinsulfosaures Natrium beimischt.PATENTANSPRUCH 1I: Nach dem Verfahren gemäss Patentan spruch 1 hergestellte, beständige Flotte von grossem Netz- und Durchdringungsvermögen für die Textil-, Tuch- und Lederindustrie, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Netz mittel wenigstens eine sulfosaure, aroma tische Verbindung- enthält. UNTERANSPRÜCHE: 11. Flotte nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Sulfosäure der Naphthalinreihe enthält. 12.Flotte nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Sulfosäure der Tetrahydronaphthalinreihe enthält. 13. Flotte nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein sulfosaures Salz einer aromatischen Verbindung enthält. 14. Flotte nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass sie ausser einer aromatischen, sulfosauren Verbindung wenigstens einen Kohlenwasserstoff ent hält. 15.Flotte nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass sie ausser einer aromatischen, sulfosauren Verbindung wenigstens einen Alkohol enthält. 16. Flotte nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass sie ausser einer aromatischen, sulfosauren Verbindung wenigstens ein Beton enthält. 17. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass sie ausser einer aromatischen, sulfosauren Verbin dung wenigstens einen Kohlenwasser- stoff, einen Alkohol und ein Keton enthält. 18.Flotte nach Patentanspruch 1I und Un teranspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass sie Tetrahydronaphthalin -j3- sulfo= saures Natrium enthält. 19. Flotte nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass sie wenigstens ein Alkylderivat einer aromatischen, sulfo- sauren Verbindung enthält. 20. Flotte nach Patentanspruch II und Un teransprüchen 11, 13 und 19, dadurch gekennzeichnet, dass sie isopropylnaph- thalinsulfosaures Natrium enthält.
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