CH120529A - Verfahren zur Gewinnung von Geraniol aus einem geraniolhaltigen Gemisch. - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Geraniol aus einem geraniolhaltigen Gemisch.

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CH120529A
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Soehne Anton Deppe
Franz Otto Dr Phil Zeitschel
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Soehne Anton Deppe
Franz Otto Dr Phil Zeitschel
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  Verfahren zur Gewinnung von     Geraniol    aus einem     geraniolhaltigen    Gemisch.    Die reinen Alkohole und     Phenole    lassen  sich dadurch in die     Borsäure-Ester        überfüh-          ien,        dass    man sie mit dem gemischten An  hydrid der Borsäure und Essigsäure B  (0C0     CH3)3    reagieren lässt.  



  Es wurde nun gefunden, dass man diese  glatt verlaufende Reaktion nicht nur auf die  reinen Alkohole anwenden kann, sondern  dass es mit Hilfe dieser Reaktion nahezu quan  titativ gelingt, das     Geraniol    aus     geraniol-          haltigen    Gemischen zu gewinnen.  



  Die Arbeitsweise mag für die Gewinnung  von     Geraniol    aus     Citronellöl    erläutert werden.  Nachdem man in dem zur Untersuchung ge  langenden     Citronellöl    analytisch die Menge  der anwesenden Alkohole festgestellt hat,  wird die berechnete Menge des     Doppelanhyd-          rids    zugegeben.

   Unter gelinder Wärmeent  wicklung tritt schon bei gewöhnlicher Tempe  ratur die beabsichtigte Umsetzung ein,     und     man hat nur nötig, bei gewöhnlichem, oder  besser vermindertem Druck die gebildete  Essigsäure und die leichter flüchtigen Ne  benprodukte von den schwer flüchtigen Ge-         ranylboraten        abzudestillieren    und die     Borate     zu verseifen.  



       Beispiel   <I>1:</I>  380     gr        Ceylon-Citronellöl    mit     57,6%        Ge-          samt-Geraniol    wurden mit einer Lösung von  15     gr        B(OH)3    in 75     gr        Essigsäure-A'nhydrid     behandelt. Bei der Vakuum-Destillation de  stillierten die Essigsäure und das indiffe  rente Öl über, während 120     gr        Borate    als       KolbenrückstanA    zurückblieben.

   Die     Borate     wurden mit     Sodalösung    wieder gespalten  und das     Rohgeraniol    mit Dampf destilliert.  Erhalten wurden 107     gr    Gesamtalkohole mit       d"    = 0,904 und     a"",    = -     2,5,0     , die mit  pulverisiertem     Chlorcalcium_    reagierten und  sich in der Hauptsache als     Geraniol    erwiesen.  



  Es wurde weiterhin gefunden, dass man  die Bildung der schwerflüchtigen Ester auch  erzielen kann, wenn man die Borsäure oder  ihr     Anhydrid    als solche auf das     geraniol-          haltige    Gemisch in der Wärme einwirken  lässt.

   Die Reaktion verläuft im Sinne folgen  der Gleichung:       B(OH)8        +        aHO    .     C10H17    _       3H20        -f-        B(0    .     CioHi7)s              13103        +        6H0    .<B>C1017</B> =       3ITE0        ---1B(0    .     C10117)3.     



  Es ist dabei nur Sorge zu tragen, dass das  bei der Reaktion entstehende schädliche Was  ser durch Destillation oder anderweitig ent  fernt wird. An der Menge des     abdestillier-          ten    Wassers ist das Fortschreiten der Reak  tion direkt zu messen. Im gleichen Masse wie  die Wasserspaltung vor sich geht, löst sich  die Borsäure im Ölgemisch allmählich auf.    <I>Beispiel 2:</I>    600     gr        Java-Citronellöl    mit einem     Ge-          samt-Geraniolgehalt    von 86"/" wurden mit  25     gr    Borsäure im Destillierkolben auf etwa  80 bis<B>100'</B> C erhitzt. Sehr bald wird Was  ser abgespalten, das sich im Kühler in Form  von Tröpfchen kondensiert.

   Bei Einschaltung  eines geringen Vakuums destilliert es mit  wenig 01 über und kann in der Vorlage ge  messen werden (21     gr).    Nach etwa zwei  Stunden hört die Wasserabspaltung auf, und  die Borsäure ist in Lösung gegangen. Jetzt  destilliert man bei gutem Vakuum das indif  ferente<B>01</B> völlig ab, zerlegt die     als    Kolben-         rückstand    verbleibenden     Borate        mittelst    So  dalösung und treibt das     Roh-Geraniol    mit  Dampf ab.

   Erhalten: 174     gr    mit d15 = 0,895  und     l!""    =     -f-    1,00 ", die über die     Chlorcal-          ciumverbindung    weiter gereinigt werden  können.  



  An Stelle der hier angewandten Origi  nalöle können natürlich ebensogut Fraktio  nen daraus oder     geraniolhaltige    Gemische  irgendwelcher Art Verwendung finden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Gewinnung von Geraniol aus einem geraniolhaltigen Gemisch, dadurch gekennzeichnet, dass man die in dein Ge misch enthaltenen Alkohole durch Behand lung mit der entsprechenden Menge eines Borierungsmittels in die schwerflüchtigen Borsäureester überführt, die leichter flüch tigen Beimengungen abdestilliert, die zurück bleibenden Ester verseift und das so erli,l- tene Rohgeraniol weiter reinigt.
CH120529D 1925-07-20 1925-07-20 Verfahren zur Gewinnung von Geraniol aus einem geraniolhaltigen Gemisch. CH120529A (de)

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