CH127776A - Säurefestes Eisenbetongefäss. - Google Patents

Säurefestes Eisenbetongefäss.

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CH127776A
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Josef Glatz
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Josef Glatz
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  Säurefestes     Eisenbetongefäss.       Mit     glasierten    Kacheln     fär    kalte und  warme neutrale Flüssigkeiten ausgekleidete  Behälter, insbesondere als ortsfeste Einrich  tungsgegenstände, sind an sich bekannt.  



  Gegenstand der Erfindung bildet eine  Ausführung von säurefesten     Eisenbetonge-          fässen,    insbesondere für heisse Flüssigkeiten,  mit Schutzverkleidung, und zwar so, dass in  einem eisenbewehrten Traggefäss, mit diesem  am obern Ende monolithisch zusammenhän  gend, ein innerer eisenbewehrter Flüssig  keitsbehälter unter     Zwischenschaltung    einer,  Wärmedehnungen ermöglichenden und dem       Wärmesehutz    dienenden Zwischenschicht ein  gebaut und mit säurefesten Platten, welche  auf der Rückseite zum besseren Haften auf  gerauht sind, insbesondere glasierten Por  zellan- oder     Drahtglasplatten,    unter Ver  wendung eines säurefesten     Kittes    ausge  kleidet ist.

   Der Aussen- und Innenbehälter  bilden ein gemeinsames Ganzes, können sich  aber voneinander unabhängig dehnen.  



  Der Zwischenraum zwischen dem Aussen  und Innenbehälter kann, um eine Über  tragung der Wärmedehnungen vom innern  Behälter auf den äussern zu verhindern, mit    einer Zwischenschicht aus Asbest oder Glas  wolle oder einem ähnlichen, dem     @Värme-          schutz    dienenden, faserigen Stoff ausgefüllt  sein.  



  Die Innenverkleidung kann über die  Oberkante des Behälters hinausgezogen eine  als Tropfrand dienende Randleiste bilden.  



  Die Zeichnung zeigt in einem Beispiel  schaubildlich in einem     Schnitt    eine Aus  führungsform des säurebeständig ausgeklei  deten     Eisenbetongefässes.     



  1 und 2 sind der Boden und die Seiten  wandungen des mit einer aus stärkeren und  schwächeren Eisen zusammengesetzten Be  wehrung versehenen äussern Tragbehälters.  3 bildet den als     biegungssteifen    Rahmen aus  gebildeten obern eisenbewehrten Gefässkranz,  an dem das gleichfalls bewehrte innere Ge  fäss 4, 5 zur Aufnahme der Flüssigkeit hängt.  Zwischen beiden oben monolithisch     zusam.          menhängenden    Gefässen wird bei der Her  stellung eine den Wärmedehnungen des     in-          nern    Gefässes und dem Wärmeschutz nach  aussen dienenden Zwischenschicht 6 aus As  best oder Glaswolle eingebaut.

        Das Innengefäss ist mit säurebeständigen,       vorliegendenfalls    mit hochsäurebeständigen       Platten    oder Tafeln 7 aus glasiertem Por  zellan oder Glas, ausgekleidet. Diese Plat  ten 7 sind auf der Rückseite     aufgerauht,    um  durch einen säurebeständigen Zementkitt,  insbesondere unter Zusatz von feingemah  lenem     Schamottemehl    eine dauerhafte Ver  bindung mit dem Innengefäss 4, 5 zu er  möglichen.

   Vorteilhaft wird dieser     Kitt,    der  auch sehr sorgfältig in die Fugen zwischen  den einzelnen Verkleidungsplatten bis an die  Oberflächengleiche eingetragen wird, zur Er  höhung der     Säurebeständigkeit        fluatiert.    Auf  der Zeichnung ist eine an sich bekannte noch  bessere     Dichtung    dargestellt, indem nämlich  jede der Platten ringsum mit einer Nut a  versehen ist.

   Jede zweite Platte, in den über  einanderliegenden Reihen gegeneinander ver  setzt,     wird    von einer Kautschukschnur b,  die in der Nut liegt, umschlossen, so dass die  unter Druck     aneinandergereihten    Platten ge  gen die Wand des bewehrten Betonbehälters  vollkommen flüssigkeitsdicht     aufgekittet     werden können und die heisse Säure über  haupt nicht mit dem Kitt in Berührung kom  men kann.  



  Der nicht dargestellte     Bodenablass        wird     durch ein Formstück aus gleichem Werkstoff  wie die Verkleidung gebildet und ragt hals  artig durch den Boden 1 des Traggefässes  nach unten heraus, so dass die abfliessende  Säure nicht mit den auf einer entsprechenden  Unterlage stehenden Wandungen des Aussen  behälters in Berührung kommen kann.  



  Die Randleiste 8 aus Holz oder demselben  Werkstoff     wie    die Verkleidung besitzt einen  von der     Traggefässwand    2 abstehenden Tropf  rand 9.  



       Derartige    Gefässe sind insbesondere als  ortsbewegliche Bottiche zum Ersatz der bis  heute in Färbereien allgemein     verwendeten     hölzernen     Färbbottiehe    gedacht, da in ihnen  nicht nur von helleren zu dunkleren Farben  gefärbt werden     kann,    sondern in jeder be  liebigen Reihenfolge, wie es der Bedarf    bringt. Ein einfaches Auswaschen selbst  nach der dunkelsten Farbe genügt, um so  fort in demselben Bottich wieder ein helles  Farbband ansetzen zu können.

   Gefässe gemäss  der Zeichnung können auch zur Aufnahme  von Säuren bei Temperaturen dienen, die  bis heute bei Holzgefässen nicht zulässig  waren, ganz abgesehen von der bedeutend  grösseren Lebensdauer und vielseitigen Ver  wendbarkeit derselben gegenüber     Holzge.     Wen.  



  Derartige Behälter in Kübel-, Fass- oder  Ballonform sind als     Eisenbahntransportge-          fässe    für ätzende Flüssigkeiten besser ge  eignet als die bis heute verwendeten Korb  ballons und     Steingutkrüge,    da sie gegen     rau-          here    Behandlung und insbesondere Stösse in  folge der elastischen Aufhängung des     In-          nengefäss'es    und der Eisenbewehrung des  innern und äussern Traggefässes nahezu     un-          empfindlich    sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Säurefestes Eisenbetongefäss, insbesondere für heisse Flüssigkeiten, mit Schutzverklei= dung, dadurch gekennzeichnet, dass in einem eisenbewehrten Traggefäss, mit diesem am obern Ende monolitisch zusammenhängend, ein innerer eisenbewehrter Flüssigkeitsbehäl ter unter Zwischenschaltung einer Wärme dehnungen ermöglichenden und dem Wärme schutz dienenden Zwischenschicht eingebaut und mit säurefesten auf der Rückseite zum besseren Haften angerauhten Platten unter Verwendung eines säurefesten Kittes ausge kleidet ist, so dass der Aussen- und Innen behälter wohl ein gemeinsames Ganzes bil den,
    sich aber voneinander unabhängig deh nen können. UNTERANSPRÜUCHE: 1. Säurefestes Eisenbetongefäss nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die die Wärmedehnungen ermöglichende und dem Wärmeschutz dienende Zwi schenschicht aus faserigem Stoff besteht. 2. Säurefestes Eisenbetongefäss nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenverkleidung eine Randleiste mit abstehendem Tropfrand bildet, wobei sie über die Oberkante des Behälters hin ausgezogen ist.
CH127776D 1926-07-23 1927-07-13 Säurefestes Eisenbetongefäss. CH127776A (de)

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