CH129584A - Verfahren zur Darstellung von 2-Oxy-pyridin-5-arsinsäure. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von 2-Oxy-pyridin-5-arsinsäure.

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CH129584A
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  Verfahren zur Darstellung von     2-Oxy-pyridin-5-arsinsäure.       Eist bekannt, organische     Arsenverbin-          dungen,    insbesondere     Arsinsäuren,    durch     Di-          aizotieren    von     Aminoverbindungen    und     Be-          bandeln    der     Diazoverbindungen    mit     arsenig-          @auren    Salzen herzustellen.

   Nach dem Ver  fahren vorliegender Erfindung gelangt man  zu der bereits aus der Literatur bekannten  (siehe Liebigs Annalen der Chemie     und     Physik, Band 455, Seite 130)     2-Oxy-pyridin-          5-arsinsäure    dadurch, dass     man        2-Oxy-5-          aminopyridin        diazotiert,    die     Dia.zoverbin-          dung    mit einem     Arsenhalogenid,    zum Bei  spiel     Arsentrichlorid,

      behandelt und die nach  der Gleichung       R-'-\I    =     NCl        -I-    Asyl     j    =     R-N    = N .     ASC14     gebildete Additionsverbindung durch     Be-          bandlung    mit Wasser nach der Gleichung:

    R - N = N As     C14        +    3     H20    =     RAs0.,H2          -I-    4     HCl        -h        N2     in die     2-Oxypyridin-5-arsins:äure        überführt     <I>Beispiel:

  </I>  Man     diazotiert    74     gr    .salzsaures     2-Oxy-5-          aminopyridin    in Mischung mit 700 cm' Eis  essig, 137     gr        Arsentriehlorid    und 5     gr    Kup-         ferchlorür    mit einer Lösung von 35     gr    Na  triumnitrit     in,    50 cm' Wasser, erwärmt dann  sehr langsam bis 55   und hält die Mischung  auf dieser Temperatur, bis die     Dia.zoreaktion     verschwunden ist. Es tritt hierbei zunächst       Diazotierung    des     2-Oxy-5-aminopyridins    ein.

    Die     Diazoverbindung        addiert    in Gegenwart  des     Kupferchlorürs        Arsentriehlorid    unter  Bildung der vorstehend gekennzeichneten  Additionsverbindung, die durch Gegenwart  von Wasser unter Stickstoffentbindung in  der ebenfalls oben formulierten Weise zer  setzt wird. Nun     destilliert    man das Lö  sungsmittel unter vermindertem Druck ab,  löst die entstandene     Arsenverbindung    zwecks  Reinigung in Wasser und fällt dieselbe  durch Behandlung mit     Natriumhydrosulfit     als Arsenverbindung aus.

   Diese wird abge  saugt, gewaschen, mit     H202    gelöst, mit     Na-          triumbicarbonat    neutralisiert, filtriert und  im Vakuum stark eingeengt. Man fällt dann  mit     konzentrierter    Salzsäure die rohe     Arsin-          säure    aus und reinigt sie durch     Umlösen    mit       Natriumbicarbonat.    Man erhält die reine 2  Oxy-pyridin-5-arsinsäure in Form schnee-      weisser     Kriställchen.    Es hat sich als vorteil  haft erwiesen, die Reaktion durch Mitwir  kung von Katalysatoren, zum Beispiel von  metallischem Kupfer oder Kupferverbindun  gen, zu begünstigen.

   Das     Diazotieren    kann  zum Beispiel zwecks     möglichsten    Ausschlus  ses von Wasser in konzentrierter Essigsäure,  zum Beispiel mittelst     Amylnitrit    oder festem  N     atriumnitrit    oder einer     gesättigten    wässe  rigen Lösung von Nitrit, vorgenommen wer  den.

   Zu der wasserfreien oder nur verhält  nismässig wenig Wasser enthaltenden     Diazo-          lösung    kann     dann    die erforderliche Menge       Arsenhalogenid,    zum Beispiel     Arsentrichlo-          rid,    gegeben und zwecks Durchführung der  Reaktion erwärmt oder einige Zeit bei     ge-          wöhnlicher    oder erniedrigter Temperatur ste  hen gelassen werden. Die Zersetzung der  gebildeten Additionsverbindung kann in ein  fachster Weise durch Behandlung mit einer  genügenden Menge von Wasser erfolgen.

   Bei  Verwendung von     Arsentrichlorid    zur Her  stellung der Additionsverbindung     wird    bei  der Behandlung mit Wasser     .Salzsäure    ge  bildet. Der Stickstoff     entweicht    gasförmig,  und es verbleibt als     Rückstand    die     erstrebte          Arsinsäure.    Die Zersetzung der Additions  verbindung kann auch     mittelst    wasserhalti  ger, organischer     Flüssigkeiten,    erfolgen, bei  spielsweise .derart, dass man mit     Methyl-    oder  Äthylalkohol oder einer andern, mit Wasser       mischbaren    Flüssigkeit arbeitet,

   welche nur  so viel Wasser enthält, dass die Wassermenge  gerade zur Zersetzung der Additionsverbin  dung ausreicht, zu dem Zwecke, eine Lösung  der     Arsinsäure    in einem organischen Lö  sungsmittel zu     erhalten,    die frei oder nahezu  frei ist von Wasser. Die Gewinnung der rei  nen     Arsinsäure    aus dem Rückstand kann  zum Beispiel     durch        Extraktion    mittelst Was  ser oder     mittelst    Alkali oder     mittelst    eines  organischen Lösungsmittels erfolgen.

   Das       Diazotieren    der     Aminoverbindung    kann in  Gegenwart des zur Bildung der     Additions-          verbindung    erforderlichen     Arsenhalogenides     vorgenommen werden..  



  Die     Diazotierung    kann bei An- oder Ab  wesenheit von Wasser erfolgen, wobei im    ersteren Falle durch das im Reaktions  gemisch enthaltene Wasser nach der     Diazo-          tierung    und Bildung des Additionsproduktes  sofortige Zersetzung des letzteren erfolgt un  ter Bildung der     Arsinsäure.    Zur Erzielung  günstiger Ausbeuten empfiehlt es sich aber,  die Wassermenge möglichst zu beschränken.  Bei Durchführung der     Diazotierung    in Ab  wesenheit von Wasser muss zur Zersetzung  der Additionsverbindung Wasser zugesetzt  werden.  



  Die erhaltene Verbindung soll in der  Therapie oder als Ausgangsstoff für die  Herstellung anderer therapeutisch wertvoller  Verbindungen     verwendet    werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von 2-Oay- pyridin-5-a.rsinsäure, .dadurch gekennzeichnet, dass man 2-Oxy-5-aminopyridin diazotiert, die Diazoverbindung mit einem Arsenhalo genid behandelt und die entstehende Addi- toinsverbindung durch Behandlung mit Was ser in die 2-O,xy-pyridin-5-arsinsäure über führt. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, .dass in Gegenwart des Ar senhalogenids diazotiert wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet. da.ss in Gegenwart von Katalysatoren ge arbeitet wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass .die Zersetzung der Addi tionsverbindung vermittelst wasserhalti ger organischer Flüssigkeiten erfolgt. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass in Abwesenheit von Wasser diazotiert wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in Gegenwart gerin ger Wassermengen diazohert wird.
CH129584D 1925-11-09 1926-10-27 Verfahren zur Darstellung von 2-Oxy-pyridin-5-arsinsäure. CH129584A (de)

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