CH129585A - Verfahren zur Darstellung von Zwischenprodukten, die für die Herstellung von Farbstoffen geeignet sind. - Google Patents
Verfahren zur Darstellung von Zwischenprodukten, die für die Herstellung von Farbstoffen geeignet sind.Info
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Description
Verfahren zur Darstellung von Zwischenprodukten, die für die Herstellung von Farbstoifen geeignet sind. Die Erfindung bezieht sich auf die Her stellung von Zwischenprodukten, die für die Darstellung von Azofarbstoffen geeignet sind, nämlich die Arylide der 2,ä-Oxynaph- talinca.rbonsäure, insbesondere das Anilid dieser Säure.
Wenn 1 Molekül 2,3-Oxynaphtoylchlorid in innige Berührung mit überschüssi gem Amin, zum Beispiel Anilin, gebracht wird, so verläuft die Reaktion in bezug auf das Säurechlorid so gut wie quantitativ, während vom Amin noch ein zweites Mo lekül von der entstehenden Salzsäure gebun den wird und für die eigentliche Reaktion -,-(-rloreii geht.
Verwendet man molekulare Mengen Säure ehlorid und Anilin in Gegenwart eines an organischen, säurebindenden Mittels, zum Beispiel ealeinierter Soda., so zeit es sich, dass bei einer<B>60'</B> C nicht übersteigenden Temperatur das Säurechlorid mit dem Anilin ebenfalls nur ungefähr zur Hälfte reagiert, während es oberhalb dieser Tem peratur einer unerwünschten Nebenreaktion unterliegt. Bessere, aber immer noch un genügende Ausbeuten werden erzielt, wenn das Säurechlorid zu einer verdünnt wässe rigen Aufschlämmung des Amins zugesetzt wird in Gegenwart von Alkali, zum Bei spiel Soda., die man in kleinen Mengen der art einträgt, dass die Lösung eben alkalisch reagiert.
Es wurde nun gefunden, dass eine sozu sagen quantitative Umsetzung zum Beispiel nach folgender Gleichung stattfindet, wenn das Reaktionsgemisch als pastenartige bis breiige Masse hergestellt und die Reaktion unter gutem Rühren ausgeführt wird.
EMI0001.0017
Die Reaktion kann nach einem der fol genden Wege durchgeführt weiden: Das Amin wird mit dem säurebindenden Stoff und einer zur Bildung einer Paste genügen den. Menge Wasser angemacht und unter kräftigem Rühren das 2,3-Oxynaphtoyl- chlörid zugegeben.
Oder man mischt das Säurechlorid eventuell mit einem Lösungs mittel, verdünnt, mit dem säurebindenden Mittel und dem Amin und fügt unter Rüh ren das Wasser zu. Endlich kann man das 2,3-Oxynaphtoylchlorid in fester Form oder in Lösung oder Aufschwemmung in einem indifferenten Mittel mit dem Amin mischen und die Masse allmählich unter ständigem Rühren zu einer wässerigen Lösung des säurebindenden anorganischen Mittels zu fügen.
Das Verfahren gemäss der Erfindung kann mit, einfachen aromatischen Aminen ohne elektronegative Substituenten, aber auch mit sauersubstituierten Aminen, wie Nitro-, Halogen- oder andern sauersubstituierten Aminen, ausgeführt werden.
Als säurebindende anorganische Mittel kommen Natriumcarbonat, Soda, Caleium- earbonat oder sogar verdünnte Natronlauge in Betracht; Natriumbicarbonat liefert in dessen im allgemeinen die besten Ergebnisse. <I>Beispiel</I> 93 gr Anilin werden mit 100 gr Natrium bicarbonat und 50 gr Wasser zu einer Paste angemacht und unter gutem Rühren (Ver reiben) langsam eine Aufschlemmung von 206,5 gr Oxynaphtoylchlorid in 200 gr Ben zol zugesetzt.
Die Temperatur der Mischung darf<B>60'</B> nicht wesentlich überschreiten. Nach Zugabe des Säurechlorids wird noch zirka eine halbe Stunde gerührt, dann 100 gr Wasser zugegeben, mit direktem Dampf das Benzol abgetrieben, durch Zugabe von Salz säure gegen Phenolphtalein neutral gestellt und das Arylid nach Abnutschen, Waschen und Trocknen gewonnen. Die Ausbeute hängt sehr von der Gründlichkeit des Mischens ab und beträgt 97 % und mehr der Theorie.
<I>Beispiel 2:</I> 200 gr Natriumbicarbonat werden mit 160 cm' Anilin verrieben, dann 364 gr festes Oxynaphtoylchlorid darunter gemischt, wo durch ein staubtrockenes gelbes Pulver er halten wird. Zu letzterem gibt man unter Umrühren nach und nach 800 cm" Wasser und rührt weiter, bis das Schäumen ziemlich aufgehört hat. Die Masse wird nun mit Wasser auf 2000 cm@ aufgefüllt, filtriert, gewaschen und getrocknet.
Die Ausbeute ist gleich der theoretischen und beträgt eben falls 97 % und mehr, wenn statt Anilin die äquivalente Menge Naphtylamin oder m- Nitro-p-toluidin benutzt wird.
<I>Beispiel 3:</I> 377 gr Oxynaphtoylchlorid werden in 400 cm" Benzol bei einer 60 nicht wesent lich übersteigenden Temperatur gelöst und langsam unter ständigem Rühren zu einer Mischung von 296 gr 2,5-Dichloranilin mit 200 gr Natriumbicarbonat gegeben.
Nun werden 1000 cm" Wasser nach und nach unter dauerndem Rühren zugesetzt, und nachdem das Schäumen nachgelassen hat, wird das Benzol durch Einleiten von Dampf abgetrieben, die Masse gegen Phenolphtalein neutral gemacht und Chlorarylid durch Filtrieren, Waschen und Trocknen gewonnen. Die Ausbeute ist ziemlich gleich der theo retischen.
<I>Beispiel 4</I> -1 gr Oxynaphtoylchlorid werden mit <B>3,7</B> gr Sulfanilsäure und 2 -r Baryumcarbo- nat verrieben und dann nach und nach Wasser eingerührt, bis zur breiigen Kon sistenz. Die Reaktion verläuft praktisch quantitativ; nur etwa die Hälfte des erzeug ten 2,3-Oxynaphtoyl-p-sulfanilids scheidet sich aus, der Rest bleibt gelöst und kann nach Einengen und Ansäuern abgeschieden werden.
<I>Beispiel 5:</I> 1,07 gr o-Toluidin werden mit 206,5 gr 2,3-Oxynaphtoylchlorid in trockener, festet Form (oder aufgeschwemmt oder gelöst in einem Lösungsmittel) gemischt und unter gutem Durchrühren in eine Paste aus 100 gr Wasser und 100 gr N atriumbicarbonat ein getragen. Die Aufarbeitung geschieht wie in den vorhergehenden Beispielen.
Wird statt o-Toluidin die äquivalente Menge o-Anisidin oder p-Nitranilin verwen det, so beträgt die Ausbeute 97 % und mehr der theoretischen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung eines Arylides der 2,3-Oxynaphtalincarbonsäure durch Ein wirkung von 1 Molekül 2,3-Oxynaphtoyl- chlorid auf ein Molekül eines Amins in Ge genwart eines säurebindenden anorganischen Stoffes und Wasser, dadurch gekennzeich net, dass das Reaktionsgemisch als pasten- artige bis breiige Masse hergestellt und die Reaktion unter gutem Rühren ausgeführt wird. UNTERANSPRÜCHE: 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das 2,3-Oxynaphtoyl- chlorid in einem indifferenten organischen Lösungsmittel gelöst wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das 2,3-Oxynaphtoyl- chlorid in einem indifferenten Mittel auf- geschlemmt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Amin und das -säurebindende anorganische Mittel mit 2,3 - Oxynaphtoylchlorid gemischt und hierauf das Wasser langsam unter Rüh ren zu der Mischung gesetzt wird. 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Amin mit 2,3 Oxynaplitoylchlorid gemischt und die Mi schung unter ständigem Rühren nach und nach zu einer wässerigen Lösung des säurebindenden Mittels gefügt wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mischung des Amins mit dem 2, < 3-Oxynaphtoylchlorid unter Rühren allmählich zu einer wässe rigen Aufschlemmung des säurebindenden Stoffes gefügt wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Reaktion bei einer 60 C nicht übersteigenden Tempe ratur ausgeführt wird.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB129585X | 1925-12-28 | ||
| GB170226X | 1926-02-17 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH129585A true CH129585A (de) | 1929-01-02 |
Family
ID=26249378
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH129585D CH129585A (de) | 1925-12-28 | 1926-11-12 | Verfahren zur Darstellung von Zwischenprodukten, die für die Herstellung von Farbstoffen geeignet sind. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH129585A (de) |
-
1926
- 1926-11-12 CH CH129585D patent/CH129585A/de unknown
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