CH130906A - Verfahren zur Darstellung eines hochsulfurierten Türkischrotöles. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung eines hochsulfurierten Türkischrotöles.

Info

Publication number
CH130906A
CH130906A CH130906DA CH130906A CH 130906 A CH130906 A CH 130906A CH 130906D A CH130906D A CH 130906DA CH 130906 A CH130906 A CH 130906A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
turkish red
preparation
highly
sulfuric acid
turkish
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Dreyfuss Dr Carl
Original Assignee
Dreyfuss Dr Carl
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Dreyfuss Dr Carl filed Critical Dreyfuss Dr Carl
Publication of CH130906A publication Critical patent/CH130906A/de

Links

Landscapes

  • Lubricants (AREA)

Description


  Verfahren zur Darstellung eines     hochsulfurierten        Türkischrotüles.       Es ist bekannt, dass mit, der     Steigerung     des Gehaltes an organisch gebundener  Schwefelsäure in     sulfurierten    Ölen die Be  ständigkeit dieser letzteren gegen Säuren,  Laugen und     Erdalkalisalze        beträchtlich     steigt.

   Diese Verbesserung der Eigenschaften  ist von erheblicher Bedeutung für die Ver  wendungsfähigkeit der     sulfurierten    Öle  bei den verschiedenen Veredlungsvorgängen  der     Textilindustrie.    Es wurde nun gefunden,  dass man ein     hochsulfuriertes        Türkischrotöl     mit mindestens 6 % organisch gebundenem  SO.; erhält, wenn man Rizinusöl, Schwefel  säureanhydrid und ein mit letzterem unter  Bildung von     Acetylschwefelsäure    reagieren  des     Acetylierungsmittel,    wie zum Beispiel  Eisessig,     Essigsäureanhydrid    oder     Acetyl-          eblorid,    aufeinander einwirken lässt.

   Wird  Rizinusöl zum Beispiel mit Eisessig und     S03     in Reaktion gebracht, so erfolgt in kürzester       Zeit    eine solche weitgehende     Sulfierung    und  die Reaktion verläuft ohne jede Schwierig  keit. Aus Eisessig und     S03    bildet sich die         Sulfoessigsäure,    wobei als Zwischenprodukt       Acetylschwefelsäure    entsteht, die nur bei  niederer Temperatur beständig ist und sich  bei höheren Temperaturen in die     Sulfoessig-          säure    umlagert.

   In ähnlicher Weise reagiert  S03 mit     Essigsäureanhydrid    und     Acetyl-          chlorid    und das nach nach dem vorliegenden  Verfahren hergestellte     Sulfierungsprodukt          (Sulfonat)    weist einen erheblich höheren Ge  halt an organisch gebundener Schwefelsäure  auf (zum Beispiel von 6 bis 10 %<B>SO,</B> und  mehr) als gewöhnliche     Türkischrotöle,    die  maximal 3     %        S03    im Molekül enthalten:

   Es       lösti    sich noch in 10     %iger    Schwefelsäure,  in     konzentrierten    Laugen und gibt mit Erd  alkalien leicht lösliche Salze. Ausserdem zeigt  es eine erheblich höhere Netzfähigkeit als  die erwähnten gewöhnlichen     Türkischrotöle     und Verbindungen vom Typus der sogenann  ten Monopolseifen, und diese gesteigerte  Netzfähigkeit macht das erstere zu einem  wertvollen Hilfsmittel in den verschiedenen  Zweigen der     Textilindustrie,    wozu er an-      gewendet werden soll. -Das Verfahren soll  durch nachfolgende Beispiele näher erläutert  werden:

         Beispiel   <I>1:</I>  In 2     Mol.    Eisessig werden unter kräf  tigem Rühren und guter Kühlung zwei  oder mehr     Mol.    SO; eingetragen. In dieses  Reaktionsgemisch wird langsam 1     Mol.    Ri  zinusöl gegeben und nach dem Eintragen  des Öls noch einige Male gerührt bis zur  Beendigung der Reaktion. Das entstandene       Sulfurierungsprodukt,    das qualitativ gleich  zusammengesetzt ist, ob zwei oder mehr  Mal.     S03        verwendet    werden, ist     vollkommen     klar wasserlöslich und entspricht in seinen       Beständigkeiten    den obigen Angaben.

   Es  wird dann in üblicher Weise mit konzen  trierter     Glauber-    oder Kochsalzlösung ge  waschen und neutralisiert.  



       Beispiel   <I>2</I>  Ein     qualitativ    gleich     zusammengesetztes     Produkt     13T-*e    im Beispiel 1 wird auch er  halten, wenn man 1     Mol.        Essigsäureanhydrid     analog wie in     Beispie!1    1 mit zwei oder  mehr     Mol.   <B>SO,</B> in Reaktion bringt und in  diese Lösung 1     Mol.    Rizinusöl einträgt. Dann  wird -wie bei bekannten Verfahren gewaschen  und neutralisiert.  



       Beispiel   <I>3</I>  1     Mol.        Acetylchlo@rid    wird mit zwei  oder mehr     Mol.        SQ-.    versetzt und in diese  Lösung 1 Hol. Rizinusöl eingetragen. Wäh-         rend    der Reaktion ist durch gute Entlüftung  des Reaktionsgutes für die Entfernung des  auftretenden Chlorwasserstoffes zu sorgen.  Das entstandene     Sulfierungsprodukt,    das qua  litativ gleich wie dasjenige von Beispiel 1  zusammengesetzt ist, wird in der dort er  wähnten Weise aufgearbeitet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung eines hoch- sulfierten Türkischrotöls mit mindestens 6 lä organisch gebundenem .502, dadurch gekenn zeichnet, da.ss man Rizinusöl, S0, und ein mit<B>SO.</B> unter Bildung von Acetylschwefel- säure reagierendes Acetylierungsmittel auf einander einwirken lässt. .
    Das neue Produkt. hat einen erheblich höheren Gehalt an organisch gebundener Schwefelsäure als gewöhnliche Türkisch rotöle, welche maximal 3 % S0a im Molekül enthalten; es ist in Wasser klar löslich, löst sich noch in 1.0 %iger Schwefelsäure, in konzentrierten Laugen und gibt mit Erd alkali leicht lösliche Salze. Das Produkt zeigt gegenüber den erwähnten gewöhnlichen Tür kischrotölen und Verbindungen vom Typus der sogenannten Monopolseifen eine erheblich gesteigerte Netzfähigkeit, die es zu einem wertvollen Hilfsmittel in den verschiedenen Zweigen der Textilindustrie, wozu es an gewendet werden soll, macht.
CH130906D 1926-12-23 1927-06-28 Verfahren zur Darstellung eines hochsulfurierten Türkischrotöles. CH130906A (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE130906X 1926-12-23
DE240127X 1927-01-24

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH130906A true CH130906A (de) 1929-01-15

Family

ID=25751758

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH130906D CH130906A (de) 1926-12-23 1927-06-28 Verfahren zur Darstellung eines hochsulfurierten Türkischrotöles.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH130906A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH130906A (de) Verfahren zur Darstellung eines hochsulfurierten Türkischrotöles.
DE583853C (de) Verfahren zur Herstellung von Oxydationsprodukten von schwefelhaltigen Derivaten aliphatischer hoeherer Kohlenwasserstoffe
AT138252B (de) Verfahren zur Darstellung esterartig konstituierter Netz-, Schaum- und Dispergierungsmittel.
CH102540A (de) Verfahren zur Darstellung eines Indigoderivates.
CH136844A (de) Verfahren zur Darstellung eines hochsulfierten Türkischrotöles.
DE545693C (de) Verfahren zur Herstellung von Oxydationsprodukten schwefelhaltiger Derivate hoehererFettsaeuren
DE564759C (de) Verfahren zur Darstellung sulfonierter OEle und Fette mit hohem Gehalt an organisch gebundener Schwefelsaeure
DE536080C (de) Verfahren zur Herstellung antiseptischer Mittel
DE221483C (de)
DE406345C (de) Verfahren zur Herstellung von Seifen aus Naphthensaeuren
DE536424C (de) Verfahren zur Darstellung von Pyridinarsinsaeuren
DE605445C (de) Verfahren zur Herstellung von Oxydiphenylsulfonsaeuren
DE541942C (de) Verfahren zur Darstellung von Leukoschwefelsaeureestern bzw. -estersalzen der Harnstoffe des Leuko-ª‰-aminoanthrachinons und seiner Kernsubstitutionsprodukte
DE959014C (de) Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten
AT43574B (de) Verfahren zur Darstellung von violetten bis blauen Azinfarbstoffen.
AT85469B (de) Verfahren zur Herstellung künstlicher Gerbstoffe.
AT125240B (de) Verfahren zur Herstellung von türkischrotölartigen Produkten von besonders hoher Kalk-, Magnesia- und Säurebeständigkeit.
DE445569C (de) Verfahren zur Herstellung gerbend wirkender aromatischer Sulfosaeuren
DE941509C (de) Verfahren zur Herstellung schwarzer basischer Farbstoffe
DE303121C (de)
DE649044C (de) Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen
AT241002B (de) Verfahren zur Herstellung von Lederfettungsmitteln durch Sulfonierung deperoxydierter ungesättigter Fettsäureester
DE108761C (de)
CH126967A (de) Verfahren zur Darstellung eines Derivates von Dichlor-2-indolchlor-2-naphtalinindigo.
CH151132A (de) Verfahren zur Herstellung eines Schwefelsäureesters.