CH132604A - Verfahren zur Darstellung von 3.5-dichlor-1-methylbenzol-2-carbonsäure. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von 3.5-dichlor-1-methylbenzol-2-carbonsäure.

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CH132604A
CH132604A CH132604DA CH132604A CH 132604 A CH132604 A CH 132604A CH 132604D A CH132604D A CH 132604DA CH 132604 A CH132604 A CH 132604A
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methylbenzene
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Darstellung von     3.5-Diehlor-l-methylbenzol-2-carbonsäure.       Es sind verschiedene Wege bekannt, die  zu 4.     6-substituierten        Oxythionaphtenen        bezw.          Thioindigofarbstoffen    führen, besonders zu den  technisch wichtigen     4-Methyl-6-halogenoxy-          thionaphtenen    und deren     Oxydations-    und  Kondensationsprodukten. Diese Wege unter  scheiden sich durch die Wahl der Ausgangs  stoffe und dementsprechend durch die Re  aktionsfolge. Alle bisher bekannten Verfahren  führen über zahlreiche Zwischenphasen, deren  Durchführung teilweise technische Schwierig  keiten bietet.

   Ein neues Verfahren zur Dar  stellung von     4-Methyl-6-chloroxythionaphten     wäre gegeben, wenn die 3 .     5-Dichlor-l-methyl-          benzol-    2 -     carbonsäure    zugänglich gemacht  würde. Diese kann nämlich analog andern       o-Halogenbenzoesäuren    nach bekannten Ver  fahren, z. B. nach dem D. R. P. 189 200 über  die     Merkaptocarbonsäure    in das entsprechende       Oxythionaphten    übergeführt werden.  



  Es ist nun gefunden worden, dass die  bisher unbekannte 3.5-Dichlor-l-methylben-         zol-2-carbonsäure    zu einem leicht zugäng  lichen Körper wird und damit ein einfacher  Weg zur Gewinnung des     4-Methyl-6-chlor-          oxythionaphtens    gegeben ist, wenn man von  dem     3.5-Dichlor-2-amino-l-methylbenzol    aus  geht, einer Verbindung, die bei einigen Ver  fahren, die zur Herstellung chlorierter     o-Tolui-          dine    verwendet werden, als Nebenprodukt  abfällt und bisher keine grössere technische  Verwendung gefunden hat.  



  Gegenstand dieses Patentes ist ein Ver  fahren zur Darstellung von     3.5-Dichlor-l-          methylbenzol-2-carbonsäure,    welches dadurch  gekennzeichnet ist, dass man 3.     5-Dichlor-2-          amino-l-methylbenzol        diazotiert,    die     Diazo-          verbindung    durch Einwirkung von Kupfer  cyanürlösung in das     3.5-Dichlor-2-cyan-l-          methylbenzol    überführt und dieses durch Ein  wirkung saurer     Verseifungsmittel    verseift.  



  Unter Benutzung des Verfahrens nach  Patentschrift 189 200     wäre    der Weg zum           4-Methyl-6-chlorogythionaphten    beispielsweise folgender:  
EMI0002.0002     
    Es war nicht vorauszusehen, dass sich die  angegebene Reaktionsfolge glatt durchführen  lässt, da in dem gegebenen Ausgangsmaterial  die     Aminogruppe        di-o-substituiert    ist und  schon einfache     o-Substitution,    erst recht aber       Di-o-substitution    reaktionshemmend wirkt,  ferner die     Verseifung    eines derartig substi  tuierten     Nitrils    im allgemeinen Eingriffe er  fordert, die eine Zerstörung des Moleküls  wahrscheinlich machen.

   Es hat sich aber  gezeigt, dass der Austausch der     Aminogruppe     gegen Cyan überraschend leicht erfolgt, wo  hingegen die     Verseifung    des     Nitrils    allerdings  besondere Massnahmen erfordert.  



  Der Vorteil des Verfahrens besteht also  darin, dass man ein bisher wertloses Aus  gangsmaterial (Abfallprodukt) nutzbringend  verwerten kann. Unter Verwendung des End  produktes des vorliegenden Verfahrens kann  der bekannte und wertvolle 4.     4'-Dimethyl-          6    .     6'-dichlorthioindigo    auf einem Wege herge  stellt werden, der über technisch leicht durch  führbare Zwischenphasen führt.         Beispiel:     178 Gewichtsteile     3.5-Dichlor-2-amino-          1-methylbenzol    werden in 440 Gewichtsteilen  konzentrierter Salzsäure und 800 Teilen  Wasser heiss gelöst und dann auf 0-10    gekühlt.

   Man     diazotiert    bei dieser Temperatur  mit einer konzentrierten     wässerigen    Lösung  von 69 Gewichtsteilen     Natriumnitrit.    Die       Diazolösung    wird bei gewöhnlicher Temperatur  eingerührt in eine Lösung von 89 Gewichts  teilen     Kupfercyanür    und 135 Gewichtsteilen       Cyankalium    in 800 Teilen Wasser, während  gleichzeitig in dem Masse eine wässerige  Lösung von Natriumkarbonat zuläuft, dass  die Masse dauernd schwach     kurkumaalkalisch       bleibt.

   Der gebildete Niederschlag wird ab  gesaugt und daraus durch Wasserdampf  destillation das 3 .     5-Dichlor-2-cyan-l-methyl-          benzol    abgetrieben. Es geht als schnell er  starrendes 01 über und ist für die weitere  Verarbeitung genügend rein.  



  188 Gewichtsteile     3.5-Dichlor-3-cyan-l-          methylbenzol    werden mit 5300 Gewichtsteilen  65     o/oiger    Schwefelsäure 24 Stunden unter  Rühren am     Rückflusskühler    gekocht. Das  Reaktionsprodukt wird mit Wasser auf  10000     Volumteile    verdünnt und das ausge  schiedene Produkt     abfiltriert.    Es wird mit       Sodalösung    ausgezogen. Der Rückstand,  im wesentlichen 3.     5-Dichlor-l-methylbenzol-          2-carbonsäureamid,    wird einer neuen     Ver-          seifungsoperation    zugesetzt.

   Der     Sodaauszug     wird mit Salzsäure angesäuert. Die dabei  ausfallende     3.5-Dichlor-1-methylbenzol-2-          carbonsäure    ist für die weitere Verarbeitung  genügend rein. Sie ist eine weisse kristalli  sierte Verbindung. Sie schmilzt in reinem  Zustande bei 151 o C.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Darstellung von 3.5-Di- chlor-l-methylbenzol-2-carbonsäure, dadurch gekennzeichnet, dass man 3.5-Dieblor-2- amino-l-methylbenzol diazotiert, die Diazo- verbindung durch Einwirkung von Kupfer cyanürlösung in das 3.5-Dichlor-2-cyan-l- methylbenzol überführt und dieses durch Ein wirkung saurer Verseifungsmittel verseift.
    Die 3.5-Dichlor-l-methylbenzol-2-carbon- säure ist eine weisse kristallisierte Verbindung. Sie schmilzt in reinem Zustande bei 1510 C.
CH132604D 1926-10-23 1927-10-21 Verfahren zur Darstellung von 3.5-dichlor-1-methylbenzol-2-carbonsäure. CH132604A (de)

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