CH139459A - Verfahren zur Herstellung fester Decken für Strassen, Eisenbahnoberbau und dergleichen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung fester Decken für Strassen, Eisenbahnoberbau und dergleichen.

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CH139459A
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  Verfahren zur Herstellung fester Decken für Strassen, Eisenbahnoberbau  und dergleichen.    Gegenstand der     Erfindung    ist     ein_    Ver  fahren zur Herstellung fester Decken für  Strassen, Eisenbahnoberbau und dergleichen.       CTm        Schotterdecken    möglichst     hohlraumaam     zu     machen,    hat man auf das Plan-um der  festen Unterlagen eine Sandschicht     gebracht,     in die der Schotter der Decke eingewalzt  wird.

   Auf dieser bekannten     Makadamdecke     hat man auch schon die obern Hohlräume  mit feinem     ,Splitt    gefüllt und durch eine  oder mehrere Oberflächenbehandlungen dem  Ganzen einen wasserdichten Abschluss ge  geben. Auf diese     Weise    wird zwar     zunächst     eine oben geschlossene Decke     erreicht,    die  aber im Winter bei niedriger     Temperatur,     namentlich bei häufigem Wechsel von Frost  und mildem Wetter, ferner unter der Wir  kung der vom Verkehr     veranlassten    Erschüt  terungen Haarrisse erhält, deren Bildung  durch     das-Bitumen,    dessen Elastizität durch  die Kälte beeinträchtigt ist, nicht verhindert  wird.

   Die Decke     wird    also von oben wasser-    durchlässig. Aber auch von unten saugt der  in den untern Hohlräumen befindliche Sand  stets Wasser an, wodurch auch der     untere     Teil der Decke den zerstörenden Einwirkun  gen des Frostes besonders stark     ausgesetzt     ist, so dass die Decke bald dem Zerfall aus  gesetzt ist, zumal der     Schotter    keine Bin  dung hat.  



  Den geschilderten Übelständen wird durch  das Verfahren gemäss der Erfindung abge  holfen und eine Decke geschaffen, in die we  der von     unten.,    noch von oben Wasser ein  dringen kann, wobei auch noch eine feste       Lagerung    des Grobschotters in der Unterlage  und eine     Bindung    des Steinmaterials in sich       erzielt    wird.  



  Dieses Verfahren besteht darin, dass gro  ber Sehotter in eine     bis    auf     das        Planum     reichende Schicht langsam, auch unter Er  schütterungen abbindenden und langsam er  härtenden     hydraulischen        Mörtels    eingebettet  wird. Auf diese Schicht kann mit Bitumen      getränkter Splitt eingestreut und eingewalzt  werden. Nenn Emulsionen von Bitumen ver  wendet werden, wird das sich ausscheidende  Tropfwasser der     Emulsion    durch den hydrau  lischen     Mörtel    gebunden.  



  Das Verfahren. kann     beispielsweise    in  folgender     Art        ausgeführt        werden:     Auf ein nach dem gewöhnlichen     Makadam-          verfahren    hergestelltes und an seiner Ober  fläche     steinkornsauber    hergerichtetes festes       Planum        wird    ein aus     Trass,    Sand, Kalk und  Wasser     hergestellter    Mörtel mehrere Zenti  meter hoch aufgebracht.

   In diesen     Mörtel     wird     Grobschotter    je nach der zu     errzielen-          den    Deckenstärke in Korngrösse 3 X 5 cm oder  4 X 6 cm eingewalzt. Der Schotter durch  dringt den Mörtel und erhält durch das Wal  zen     unmittelbare    Verbindung mit der Unter  lage. Der Mörtel steigt     und.    füllt die     Rohl-          räume    der Decke und gibt dem     Schotter    den  nötigen Halt.

   Durch Zugabe von Splitt     in     geeigneter     Körnung,    etwa 1 bis 2 cm, von  oben während des     Wailzprozesses    kann die  etwa aus dem     Mörtel    ragende obere Schicht       hohlraumarm    gemacht werden. Die     Walzung     wird so lange     fortgesetzt,    bis die Decke gut  im     Lä,ngs-    und     Querprofil    liegt und durch  die Walze so     komprimiert    ist, dass sie unter  der Walze steht.

   Eine bituminöse     Tränkung     ist besonders sparsam, weil sie nur so weit  einzudringen braucht, wie noch Hohlräume  frei von dem     Trass-Kalkmörtel    sind. Nach  erfolgter     Tränkung,    die bei Decken von 5  bis 7 cm Stärke     3@    bis 5 Liter pro     m2    er  fordern dürfte, wird mit     Splitt        von;        etwa.    6  bis 12 mm     abgegrusst    und gewalzt.

   Dann  erhält die Strassendecke noch eine Nach  behandlung mit 1 bis     1i/2    kg pro     m2    Kalt  asphalt beziehungsweise     Spramex    oder der  gleichen und wird mit     Splitt    von 3 bis 6 mm  nochmals     abgestreut.     



  Der beispielsweise erwähnte     Trass-Kalk-          mörtel    ist in der Lage, das     Sickerwasser    aus  der Emulsion aufzunehmen. Der Mörtel     wird     lange Zeit zum Abbinden gebrauchen,     was     auch die     Abbindung    der Emulsion bezie  hungsweise     Wasseraufnahme    begünstigt. Der         Mörtel    wird langsam erhärten und schliess  lich mit dem Grobschotter ein     ständig    fester  werdendes Gefüge bilden.  



  Der gemahlene     Trass    mit dem Kalk in  zweckmässiger Mischung kann     als    Trocken  mischung von den     Trasswerken    hergestellt  und in offenen Güterwagen zum Versand ge  bracht werden. Das als Beispiel erwähnte  Verfahren scheint also auch nach dieser  Richtung hin zweckmässig und     einfaoh.    Es  ist auch sehr gut für Strassen in     feuchten     Gegenden geeignet, weil der     Trass    immer  weiter abbindet; je feuchter er gehalten wird,  umso fester wird er.  



  Mit dem Verfahren ist auch eine grosse  Ersparnis an Bitumen verbunden, da dies von  der Aufgabe entlastet wird, viele Hohlräume  auszufüllen.  



  Die     Oberflächenbeha_ntllung        kann    auch  mit     um.m.anteltem    (bituminösem)     Material          erfolgen..     



  Im Eisenbahnoberbau ist     es    neuerdings  üblich geworden, überall     day    wo die Beschaf  fenheit des Untergrundes es     erfordert,        was-          serdichte        Zwischendecken        einzubauen.        Ist     der     Untergrund    beispielsweise -lehmiger Be  schaffenheit,

   so wird bei einer     einfachen          Schotterung    der Lehm in nassem     Zustande     durch den     'Schotter    aufsteigen und     das          Schotterbett    völlig verschlammen.     Hierbei     senkt sich allmählich die ganze     Befestigung     und     führt    zu einer     B'eeinträchtkung    des  Fundamentes für Schwellen und Schienen.  Das vorstehend beschriebene Verfahren eignet  sich also auch für Eisenbahnoberbau     und    an  dere befahrbare Flächen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung -fester Deeken für Strassen, Eisenbahnoberbau und derglei chen, dadurch gekennzeichnet, dass grober Schotter in eine bis auf das Planum rei chende Schicht langsam auch unter Er- schütterungen abbindenden und langsam er härtenden hydraulischen Mörtels eingebettet wird.
    UNTERANSPRüCHE 1. verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Mörtel-Schotter- decke mit bituminösem Splitt, Emulsion oder dergleichen abgedeckt wird. 2. -Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Mörtel aus Tra,ss und Kalk verwendet wird.
CH139459D 1928-02-29 1929-02-27 Verfahren zur Herstellung fester Decken für Strassen, Eisenbahnoberbau und dergleichen. CH139459A (de)

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