CH140334A - Verfahren zur Herstellung eines insbesondere als Lack, Firnis usw. verwendbaren, fettlöslichen Harzes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines insbesondere als Lack, Firnis usw. verwendbaren, fettlöslichen Harzes.

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CH140334A
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  Verfahren zur Herstellung eines insbesondere als     Zach,    Firnis usw. verwendbaren,  fettlöslichen Harzes.    Die Kondensationsprodukte aus     Phenolen     und Aldehyden sind in fetten Ölen meist  nicht oder sehr schwer löslich. Mahlt man  die Kondensationsprodukte mit fetten Ölen,  zum Beispiel in Kugelmühlen oder     iSchla.g-          kreuzmühlen,        so    kann man !Suspensionen er  halten, die sich aber nach einiger Zeit ent  mischen.

   Es gibt zwar gereinigte     Phenol-          al,dehydharze,    die man zum Beispiel durch       Walaschen    der festen Harze oder durch Wa  schen von Harzlösungen und     Jarauffolgendes     Fällen -der Lösung in Gegenwart von Füll  stoffen herstellen kann und .aus denen sich  'Suspensionen in<B>0,1</B> in     .allen        Feinheitsgraden     erzeugen lassen, wobei es gelingt, so feinver  teilte Mischungen herzustellen,     dasseine    Ent  mischung unterbleibt. Ein Verkochender ge  reinigten Kunstharze mit Ölen ist aber  schwierig, weil häufig Entmischung statt  findet und .auch ein Härten der Harze ein  tritt.

      Das vorliegende Verfahren zur Herstel  lung eines     insbesandere    als Lack, Firnis  usw. verwendbaren, fettlöslichen Harzes, das  auch mit Ölen verkocht werden     kann,    ist     tda-          durch    gekennzeichnet,     dass    man ein aus tech  nischem     Kresol    und technischem Formalde  hyd     .gewonnenes        Kresolaldehydkondensations-          pro.dukt    mit     @Reso.rcin    durch Erhitzen, gege  benenfalls in Gegenwart von     Katalysatoren,.     zur Reaktion bringt.

   Man kann Molekülver  bindungen     4-es        Resorcins        .anwenden,        welche     in der Hitze     Resorcin    abspalten. Als Kataly  satoren kann man Verbindungen benutzen,  die in der     Firnisindustrie    zur Begünstigung  des     T'rocknens    oder der     Firnisbildung    be  nutzbar sind, zum Beispiel     Manganogydhy-          drat,    Bleioxyde, für sich oder in Mischung  mit einander, ferner auch Verbindungen  dieser     -Stoffe    mit Harzen,

   sogenannte     Resi-          nate.    Man     kann,    auch Mischungen dieser  Stoffe     mit        Füllmitteln,    die Phenolaldehyd-      "     kondensationsprodukten,    zum Beispiel     Niovo-          lacken    oder     Resolen,    anwenden. Man kann  auch irgend     ein-Öl,        zumBeispiel    Leinöl, Holzöl,  in Mengen von 2 bis 10 % des     Gewichtes     ,der Schmelze hinzufügen.  



       Arbeitet    man ohne     Katalysatoren,    so  kann     das    neue Verfahren zum Beispiel der  artig ausgeführt     werden,        dass    man das     Phe-          nol:al:dehydkondens,ationsprodukt    mit     etwa''/g     bis zur Hälfte des     Resorcins    erhitzt, bis :die  Reaktion eintritt.

   Es     tritt    hierbei eine Was  serafbspaltung ein, die sich bisweilen     such     äusserlich durch     Entwicklung    von     Wasser-          4ampf    bemerkbar     macht.    Gegebenenfalls er  hält man durch Erhitzen unter     Innehaltung     von einer Temperatur von etwa 145       'die     Schmelze dünnflüssig und     steigert        adann    ge  wöhnlich :

  allmählich die Temperatur auf  etwa 250 bis<B>260'.</B> Man hält die     iSohmelze     bei dieser Temperatur und nimmt von Zeit  zu Zeit Proben und prüft, ob hinreichende  Löslichkeit in     fetten    Ölen,     zum    Beispiel Lein  öl, besteht.     Gewöhnlich    tritt eine Öllöslich  keit- schon ein, wenn das Kondensationspro  dukt und das     Resorcin    etwa 20 Minuten er  hitzt werden.

   Das     Optimum    der     Öllöslich-          keit    liegt gewöhnlich bei Erhitzen von     11/2     Stunden, während bei weiterem Erhitzen  eine, wenn auch langsame Abnahme     der        Öl-          löslichkeit    sich zeigt.  



  Das auf diese Weise erhaltene Harz     ist     nicht     härtbar.    Beim Verreiben des Harzes  in Öl in der Kälte erfolgt schnell die Bil  dung des kolloidalen Zustandes, so dass ein  Produkt erhalten wird, .das .als Lösung an  zusprechen ist. Es genügt,     :das    Harz fein zu  mahlen und dann mit Öl zu verrühren. Je  nach der Feinheit des Harzpulvers tritt nach  wenigen Minuten bis einer 'Stunde des     Rüh-          rens        eine        klare    Lösung des Harzes in Öl  ein.  



  Die Mischungen     ides    Harzes in Ölen, und  zwar sowohl die kalt, wie auch durch Er  hitzen hergestellten, sind mit     Terpentinöa     :oder dergleichen     verdünnbar        und.    geben gut  trocknende Anstriche. Das Harz kann auch  in     Firnissen    (zum Beispiel     Leinölfirnis)    ge  löst werden.

      Wenn man Katalysatoren bei der Her  stellung der Verbindung aus dem     Konden-          sationsproclukt    mit     Resorcin    verwendet, so  kann die Temperatur bei     ;dQr    Herstellung und  .die     Dauer,des        Erhitzens    erheblich erniedrigt  werden. Man kann beispielsweise nach Ein  tritt der Reaktion .auf die gleiche Tempe  ratur     fortdauernd    erhitzen oder nur eine ge  ringe     Steigerung,    um etwa 10  , vornehmen.  Bei Verwendung von     Katalysatoren    erhält  man. ein     härtbares    Harz.

   Es ist in<B>01</B> und  Firnis in der Kälte löslich, gibt gut trock  nende     Anstriche    und     ist    auch in andern  Lösungsmitteln als Fetten löslich. Durch  Erhitzen sind :die     Anstriche    zu härten.  



  Die Menge des     Phen:o-I;aldehydkon:den-          sationsproduktes    und des     Resorcins    kann  wechseln. Man wählt die Menge, indem man       ausprobiert,    bei welchen Mengen die ge  wünschte Löslichkeit in dem     :anzuwendenden     Öle vorliegt.  



  Man kann das ohne Katalysator herge  stellte Produkt mit den mit     KonJensations-          mitteln        hergestellten    kalt oder     durch    Schmel  zen vereinigen und die Mischungen mit  ,Ölen oder Firnissen in der Kälte verreiben  oder verkochen;.  



  Das :als     Ausgangsmaterial    für :das vor  liegende Verfahren verwendete     Kreso:laIde-          h.ydkondensationspro.dukt    kann durch Kon  densation von technischem     Kresol    und tech  nischem     Formaldehyd    in an sich bekannter  Weise hergestellt werden. Hierbei kann man  auch Katalysatoren zum Beispiel Ammoniak  oder Salzsäure verwenden.  



  Das Endprodukt :des Verfahrens ist ein       pulverisierb.ares    Harz, das in Öl und in an  dern üblichen Lösungsmitteln für Phenol  harze löslich ist.  



  Es     hat    sich ferner gezeigt, dass die Bil  dung     disperser    Lösungen des     gemäss    der vor  liegenden Erfindung     hergestellten    Harzes  in fetten Ölen und Firnissen erleichtert be  ziehungsweise die     Dispersität        gesteigert    wer  den kann, wenn man -die Lösung und Ver  teilung des Harzes in fetten Ölen und Fir  nissen in Gegenwart von Naturharzen vor  nimmt.

   Geeignete Naturharze sind ,beispiels-      weise     goloplhonium,        Dammarharz,    Drachen  blut,     Kopal,        1Mastig,        'Schellack,        Akaruit.    Die  Einwirkung der     Naturharze    :auf die Bildung  der kolloidalen Lösungen der Kunstharze in  den fetten Ölen und     Firnissen    war nicht vor  auszusehen und ist überraschend. Eine che  mische Verbindung der Naturharze mit den  Kunstharzen ist nach .der Konstitution und  nach den     Bedingungen,    die bei der Vereini  gung eintreten, ausgeschlossen.

   Die Natur  harze scheinen die Rolle von     Schutzkolloi-          den    bei .der Lösung der Kunstharze in fet  ten Ölen und     Firnissen    zu spielen. Man kann  auch das Verfahren gemäss -der vorliegenden  Erfindung derart rausführen,     dass    man Na  turharze bei der Herstellung der     Kunstharze     von Anfang an oder im Laufe der Herstel  lung zusetzt. In diesem Falle wirken :die  Naturharze augenscheinlich !als Verdün  nungsmittel, indem sie die Reaktion mil  dern. Es wird dann der weitere     Vorteil    der  leichten Erzielung der kolloiden Systeme mit  fetten Ölen und Firnissen bei der erkalteten  festen     .,Schmelze    erreicht.  



  <I>Beispiel</I>  75 kg     schmel.zbaTes,        härtbares    Harz aus  technischem     Kresol    und technischem     Formal-          dehyd    hergestellt werden mit 25 Teilen     Re-          sorein    zusammengeschmolzen, bis die Reak  tion     vorüber    ist, was an dem Aufhören des       Abstassens,a.n        Wasserdämpfen    bemerkbar ist.  Das Harz ist in kalten Ölen Seicht löslich.  Bei der Herstellung beziehungsweise Ver  wendung -der öllöslichen Harze können  gleichzeitig Naturharze     in,der    oben beschrie  benen Weise Verwendung finden.  



  Zwecks Herstellung von Lösungen des er  findungsgemäss gewonnenen Harzes kann .die  Vermischung des Kunstharzes mit dem Na  turharze     auch        iderartig    erfolgen, dass man       das    Naturharz in Alkohol oder in einem an  dern Lösungsmittel löst und diese Lösung  mit dem Kunstharze, wie es nach dem oben  angeführten Beispiel erhalten wird, ver  mischt, was durch Verreiben in einer Misch  maschine am     besten    geschieht. Man kann       dann.d;as    Lösungsmittel verdampfen und die       zurück'bleibend'e    Masse in<B>01</B> oder Firnis    lösen.

   Man kann aber auch. die Vermischung  mit :dem     Lösungsmittel,    wie Alkohol, vor  nehmen     und    diese Mischung zu dem Öl oder  Firnis     hinzugeben.     



  Zur Ausführung des Verfahrens kann  man das Harz aus technischem     Kreso    l und       technischem        Formaldehyd    auch im A-     .oder    B  Zustandeoder im     Üauernd    schmelzbaren Zu  stande :anwenden.  



  Die     Vermischung    des unter Zusatz von       Naturharzen    hergestellten     Kunstharzes,    oder  der Mischung von     Kunstharz    und Naturharz  mit<B>Öl</B> oder Firnis,     beispielsweise    Leinöl,       Leinölfirnis,        Mohnöl,Holzöl,Rizinusöl-,    .Soja  bohnenöl,     kann.    in der allgemein bekannten  Weise erfolgen, indem man beispielsweise  eine     Verkochung    oder     Verrührung    vornimmt.

    Man kann auch die bekannten     Verdünnungs-          mittel,        wie    Terpentinöl,     Benzol,    Alkohol,  Aceton,     Tetrachlorkohlenstoff,        Kampferöl     oder (dergleichen benutzen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines insbe sondere als Lack, Firnis oder dergleichen ver wendbaren, fettlöslichen Harzes, gekennzeich net .durch Verbindung eines aus technischem Kresol und technischem Formaldehyd erhält- lichen Kresolaldehydkondensationsproduktes mit ]Rjesercin in !der Hitze. Das hergestellte Produkt ist ein pulverisierbares Harz, das in<B>01</B> und andern üblichen Lösungsmitteln für Phenolkarze löslich ist.
    UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Vereinigung des Kondensationsproduktes mit dem Resorcin in, Gegenwart von Katalysatoren stattfin- .det. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, (dadurch gekennzeichnet, dass man als Zusatz Naturharze verwen det.
CH140334D 1927-12-12 1927-12-12 Verfahren zur Herstellung eines insbesondere als Lack, Firnis usw. verwendbaren, fettlöslichen Harzes. CH140334A (de)

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