CH140017A - Verfahren zur Herstellung eines insbesondere als Lack, Firnis usw. verwendbaren fettlöslichen Harzes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines insbesondere als Lack, Firnis usw. verwendbaren fettlöslichen Harzes.

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CH140017A
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      verfahren    zur     Herstellung    eines insbesondere als Lack, Firnis usw.     verwendbaren     fettlöslichen Harzes.    Die Kondensationsprodukte aus     Phenolen     und     Aldehyden    sind in fetten Ölen meist  nicht oder sehr schwer löslich. Mahlt man  die Kondensationsprodukte mit fetten Ölen,  zum Beispiel in Kugelmühlen oder Schlag  kreuzmühlen, so kann man Suspensionen er  halten, die sich aber nach einiger Zeit ent  mischen.

   Es gibt     zwar    gereinigte Phenol  aldehydharze, die man zum Beispiel durch       Waschen    der festen Harze oder durch       Waschen    von Harzlösungen und     da.rauffol-          gendes    Fällen der Lösung in Gegenwart ge  wisser Stoffe, wie zum Beispiel Seifen, her  stellen kann und aus denen sich Suspensionen  in<B>01</B> in allen     Feinheitsgraden    erzeugen  lassen, wobei es gelingt. so feinverteilte Mi  schungen herzustellen, dass eine Entmischung  unterbleibt. Ein Verkochen der gereinigten  Kunstharze mit Ölen ist aber schwierig, weil  häufig     Entmischung    stattfindet und auch ein  Härten der Harze eintritt.

      Das vorliegende Verfahren zur Herstel  lung eines insbesondere als Lack. Firnis usw.  verwendbaren, fettlöslichen Harzes, das auch  mit Ölen verkocht werden kann, ist dadurch  gekennzeichnet, dass man     ein    aus rohem     Kre-          so]    und Formaldehyd erhältliches Konden  sationsprodukt mit     ss-Naphtol    durch Er  hitzen. gegebenenfalls in Gegenwart von  Katalysatoren, zur     Reaktion    bringt.

   Man  kann     141olekülverbindungen,    welche in der  Hitze     ss-Naphtol    abspalten, anwenden, wie  zum Beispiel die Verbindung des     ss-Naphtols     mit     Acetamid.    Als Katalysatoren kann man  Verbindungen benutzen, die in der Firnis  industrie zur     Begüns-ligung    des     Troeknens     oder der     Firnisbildung    benutzbar sind, zum  Beispiel     Manganoxydhydrat,    Bleioxyde, für  sich oder in Mischung mit- einander,     Lerner     auch Verbindungen dieser Stoffe mit Har  zen,

   sogenannte     Resinate.        Man    kann auch Mi  schungen dieser Stoffe mit     Füllmitteln,    wie           Plienolaldehydkondensationsprodukten,    zum  Beispiel     Novolaken    oder     Resolen,    anwenden.  Man kann auch irgend ein Öl, zum Beispiel  Leinöl,     Holzöl.    in Mengen von     \?    bis 10  des Gewichtes der Schmelze hinzufügen.  



  Arbeitet man ohne Katalysatoren, so       kann    das neue     Verfahren    zum Beispiel der  artig ausgeführt werden, dass man das     Kre-          solaldehydkondensationsprodukt.    mit etwa     1;:,     bis zur Hälfte des     ss-Naphtols    erhitzt, bis  die     Reaktion    eintritt, was bei annähernd  120'     erfolgt.    Es tritt hierbei eine Wasser  abspaltung ein, die sich bisweilen auch  äusserlich durch Entwicklung von Wasser  dampf bemerkbar macht. Es tritt gewöhn  lich Selbsterhitzung bis auf etwa l50-160    ein.

   Gegebenenfalls erhält man durch Er  hitzen unter     Innehaltung    von einer Tempe  ratur von etwa. 145   die Schmelze dünn  flüssig und steigert dann gewöhnlich     a,11-          t'    die Temperatur bis auf     etwa    250 bis  260  . Man hält die     Schmelze    bei dieser Tem  peratur und nimmt von Zeit zu Zeit Proben  und prüft, ob hinreichende Löslichkeit in  fetten Ölen, zum Beispiel Leinöl, besteht.  Gewöhnlich tritt eine Öllöslichkeit schon ein,  wenn das     Kondensa.tionspro < lukt    und das       Naphtol    etwa. 20 Minuten erhitzt werden.

    Das Optimum der     Öllöslichkeit    liegt gewöhn  lich bei Erhitzen von l Stunden, während  bei weiterem Erhitzen eine. wenn auch lang  same Abnahme der Öllöslichkeit sich zeigt.  



  Das auf diese Weise erhaltene Harz ist  nicht     härtbar.    Beim Verreiben des Harzes  in Öl in der Kälte erfolgt schnell die Bil  dung des kolloidalen Zustandes, so dass ein  Produkt erhalten     wird,    das als Lösung anzu  sprechen ist. Es genügt, das Harz fein zu  mahlen und dann mit Öl zu verrühren. Je  nach der Feinheit des Harzpulvers tritt     wirb          wenigen    Minuten bis einer Stunde des     Rüh-          rens    eine klare Lösung des Harzes in<B>01</B> ein.

    Die Mischungen des Harzes in Ölen, und  zwar sowohl die kalt, wie auch durch Er  hitzen hergestellten, sind mit Terpentinöl  oder dergleichen     verdünnbar    und geben     geit     trocknende Anstriche. Das Harz kann auch    in Firnissen (zum Beispiel     Leinölfirnis)    ge  löst werden.  



       -#,\'enn    man Katalysatoren bei der Her  stellung der     Verbindung    aus dem Konden  sationsprodukte mit     ss-Naphtol    verwendet, so  kann die Temperatur bei der Herstellung und  die Dauer des     Erhitzens    erheblich     erniedrigt          werden.    Man kann beispielsweise nach Ein  tritt der Reaktion auf die gleiche Tempera  tur fortdauernd     erhitzen    oder nur eine ge  ringe Steigerung, um     et-,va    10  , vornehmen.  Bei Verwendung von Katalysatoren erhält  man ein     härtba.res    Harz. Es ist in Öl und  Firnis in der Kälte löslich. gibt gut trock  nende.

   Anstriche und ist. auch in andern Lö  sungsmitteln als Fetten löslich. Durch Er  hitzen sind die Anstriche zu härten.  



       Die-    Menge des     Ii'resola.ldeh@Tdlzondensa-          tionsproduktes    und des     ss-Naphtols    kann  wechseln. Man wählt die Menge, indem man  ausprobiert, bei welchen     Mengen    die, ge  wünschte     Löslichkeit    in dem     anzuwendenden     Öle vorliegt.  



  Das als Ausgangsmaterial für das vorlie  gende Zierfahren verwendete     Kresolaldeliyd-          kondensationsprodukt    kann durch Kondensa  tion von rohem     Kresol    mit Formaldehyd in  an sieb bekannter  reise hergestellt werden.  



  Der Endstoff des Verfahrens ist ein     pul-          verisierbares    Harz, das in Öl und in andern  üblichen     Lösungsmitteln    für     Phenolbarzc          löslich    ist.

      Es hat sieh ferner gezeigt. dass die Bil  dung     disper:er    Lösungen des gemäss der vor  liegenden Erfindung hergestellten Harzes in  fetten Ölen und Firnissen erleichtert     bezw.     die     Dispersität        gesteigert    werden kann, wenn  man die Lösung und Verteilung des Harzes  in fetten Ölen und Firnissen in Gegenwart  von Naturharzen vornimmt.     Geeignete    Na  turharze sind     beispieI.weise        Kolophonium,          Dammar-Harz,    Drachenblut,     Kopal.    Mastix,  Schellack,     Akaruit.    Die     Einwirknng;

      der       Naturharze    auf die Bildung der kolloidalen  Lösungen der Kunstharze in den fetten Ölen  und Firnissen war nicht vorauszusehen und      ist überraschend. Eine chemische Verbin  dung der Naturharze mit den Kunstharzen  ist nach der Konstitution und nach den Be  dingungen, die bei der Vereinigung eintreten,  ausgeschlossen. Die Naturharze scheinen die  Rolle von Schutzkolloiden bei der Lösung  der     Kunstharze    in fetten Ölen und Firnissen  zu spielen.

   Man kann auch     das        Verfahren        ge-          rnÜss    der vorliegenden Erfindung     derart    aus  führen,     dass    man Naturharze bei der Herstel  lung des Kunstharzes von Anfang an oder im  Laufe der Herstellung zusetzt. In diesem Falle  wirken die Naturharze augenscheinlich als       Verdünnungsmittel,    indem sie die Reaktion  mildern. Es     wird    dann der weitere Vorteil  der leichten Erzielung der kolloidalen Sy  steme mit fetten Ölen und Firnissen bei der  erkalteten festen Schmelze erreicht.

      <I>Beispiel 1:</I>    100 kg eines     härtba.ren        Iiresolaldehyd--          harzes,    hergestellt durch Kondensation von  rohem     Kresol    und Formaldehyd, werden mit  40 kg     ss-Naphtol    zusammengeschmolzen und  nach Beendigung der Hauptreaktion     11'2     Stunden auf     \?60      erhitzt.

           Beispiel   <I>2:</I>    100 kg eines     härtbaren        KresolaIdehyd-          harzes,        her-estellt    durch Kondensation von  rohem     Kresol    und Formaldehyd. werden mit       -1f)    kg     @'@-\@.iphtal    und     1@    %     Mangansuperoxyd          versehmolzen,    wobei man die Temperatur  nicht höher als 145   steigen lässt. Nach  10 bis 15 Minuten entleert man den     Kon-          densat:onsappara.t.    in eine bereitstehende,  flache Pfanne.

      <I>Beispiel 3:</I>  120 kg     hä.rtbares        Kresolaldehydharz,    her  gestellt durch     Kondensatian        vonl    rohem     Kresol     und Formaldehyd, 120 kg nicht     härtbares        Phe-          nola.ldehydharz        (Novolak).    50 kg     ss-Na.phtol     und     i/2    kg     Ma.nganoxydhydrat    werden, nach  dem die     Hauptreaktion    vorüber ist, 10 bis  15     Minuten    auf 140   erhalten und dann in  eine Pfanne entleert.

      <I>Beispiel</I>     .4:     50 kg schmelzbares,     härtbares        Kresol-          aldehydharz,    hergestellt durch Kondensation  von rohem     Kresol    und Formaldehyd, werden  mit 30 kg der molekularen Verbindung zwi  schen     ss-Naphtol    und     Acetamid,    welche in  der Hitze das     ss-Naphtol    abspaltet, zusammen  in Reaktion     gebracht.    Das entstehende neue  Harz löst sich in kalten, fetten Ölen.         Beispiel   <I>5:</I>  Man verfährt wie nach Beispiel 1 unter  Zusatz von 5 % Nitronaphtalin, wodurch die  Schmelze leichter flüssig erhalten wird.

   Man  kann auch     nitrose    Gase durch die Schmelze  leiten, an Stelle des zugesetzten     Nitronaph-          talins.     



       Beispiel   <I>6:</I>  Man     verfährt    wie nach. Beispiel 2, ersetzt  aber die Hälfte des     Mangansuperoxydes     durch eine äquivalente Menge Bleioxyd.  



  <I>Beispiel i</I>  100 kg     Kunstharz,        hergestellt    durch Kon  densation von rohem     Kresol    und       Formaldehyd,     40 "     ss-Naphtol,     <B>0,5"</B>     Ma.nga.noxydhydrat          werden    10 Minuten bei 140 bis<B>150'</B> ver  schmolzen und nach beendeter Hauptreaktion  mit 50 bis 60 kg     Kolophonium    bei gleicher  Temperatur verschmolzen.  



       Beispiel   <I>8:</I>  100 kg Kunstharz, hergestellt durch Kon  densation von rohem     Kresol    und  Formaldehyd,  40     ,ss-Na.phtol,    .  60 " Kolophonium,  <B>0,5"</B>     Ma.nganoxydhydrat     werden bei<B>150'</B> verschmolzen. Man erhält  eine halbe bis eine ganze     Stunde    bei dieser  Temperatur.  



  In den Beispielen 7 und 8 kann der Ka  talysator     (Manganoxydhydrat)    fortgelassen  werden.  



  An Stelle des Kolophoniums können die  gleichen Mengen     Da.mmar-Harz,    Drachen  blut,     Kopal,        Hastix,        Schellak,        Äkaruitharz         oder Mischungen derselben     verwendet    wer  den.  



  Zwecks Herstellung von Lösungen des er  findungsgemäss hergestellten Harzes kann die  Vermischung des Kunstharzes mit dem     NTa-          turhar7    auch derartig erfolgen, dass man .das  Naturharz in Alkohol oder in einem andern  Lösungsmittel löst und diese Lösung mit dem  Kunstharze, wie es nach den oben .angeführ  ten Beispielen 1 bis     f    erhalten wird, ver  mischt, was durch Verreiben in einer Misch  maschine am besten geschieht.

   Man kann  dann das Lösungsmittel verdampfen und     clie          zurückbleibende        'hasse    in<B>Öl</B> oder Firnis  lösen.     Ma-n    kann aber     auch,die    Vermischung  mit dem Lösungsmittel, wie Alkohol, vor  nehmen und .diese Mischung zu dem<B>01</B> oder       Firnis    hinzugeben.  



  Man kann auch derartig verfahren, dass  man das Naturharz in einem fetten Öl, oder  in einem Firnis löst     und    nunmehr eine Ver  mischung oder     Verreibung    mit dem Kunst  harze ausführt.  



  Die Vermischung des unter Zusatz von  Naturharzen hergestellten Kunstharzes     oder     der     Ivlischun1,    von Kunstharz und     Naturhar     mit Öl oder Firnis, beispielsweise Leinöl,       Leinölfirnis.    Mohnöl, Holzöl. Rizinusöl, Soja  bohnenöl kann in der allgemein bekannten  Weise erfolgen, indem man beispielsweise  eine     Verkochung    oder     Verrührung    vornimmt.    Man kann auch die     bekannten    Verdünnungs  mittel, wie Terpentinöl, Benzol, Alkohol.  Aceton,     Tetrachlorkohlenstoff,        Kampferöl     oder     dergleichen    benutzen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCTI Verfahren zur Herstellung eines insbeson dere als Lack, Firnis nsw. verwendbaren, fettlöslichen Harzes. gekennzeichnet durch Verbindung eines aus rohem Kresol und For- maldehvd erhältlichen Kresolal,dehv dkonden- sationsproduktes mit, ss-Naphtol in der Hitze.
    Das hergestellte Produkt bildet ein pul- v,risierbares Harz, das in (1l und andc@rii üblichen Lösungsmitteln für Phenolharze lös lich ist. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, class die Vereinigung des Kondensationsproduktes mit dem ss-Naph- tol in Gegenwart von Katalysatoren statt findet. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekannzeiehnei, dass man als Zusatz Naturharze verwendet.
CH140017D 1926-12-14 1927-12-12 Verfahren zur Herstellung eines insbesondere als Lack, Firnis usw. verwendbaren fettlöslichen Harzes. CH140017A (de)

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