CH140333A - Verfahren zur Herstellung eines insbesondere als Lack, Firnis usw. verwendbaren, fettlöslichen Harzes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines insbesondere als Lack, Firnis usw. verwendbaren, fettlöslichen Harzes.

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CH140333A
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  Verfahren zur Herstellung eines insbesondere als     Laek,    Firnis usw. verwendbaren,  fettlöslichen Harzes.    Die     Kondensationsprodukte    aus     Phenolen     und Aldehyden sind in fetten Ölen meist  nicht oder sehr schwer     löslich.    Mahlt man  Sie Kondensationsprodukte mit fetten Ölen,  zum Beispiel in Kugelmühlen oder     Schl.ag-          kreuzmühlen,    so kann man     Suspensionen    er  halten, die sich aber nach einiger Zeit ent  mischen.

   Es gibt zwar     gereinigte        Phenol-          a.ldehydha.rze,    die man zum Beispiel durch  Waschen der festen     Harze    oder durch Waschen  von Harzlösungen und     darauffol,gendes    Fäl  len der Lösung in Gegenwart von Füllstof  fen herstellen kann und aus denen sich Sus  pensionen in Öl in allen     Feinheitsgraden    er  zeugen lassen, wobei es     gelingt,    so feinver  teilte Mischungen     herzustellen,    dass'     ein.,    Ente       mischugg    unterbleibt.

   Ein Verkochen der  gereinigten Kunstharze mit Ölen ist aber  schwierig,     weil    häufig Entmischung statt  findet und auch ein Härten der Harze ein  tritt.    Das vorliegende Verfahren zur Herstel  lung eines insbesondere als Lack, Firnis  usw. verwendbaren, fettlöslichen Harzes, das  auch mit Ölen verkocht werden kann, ist da  durch gekennzeichnet,     dass    man ein     Kresol-          alidehydkendensationsprodukt    aus techni  schem     Kresol    und technischem Formaldehyd  mit     2,2'-Dioxydiphenyl    durch Erhitzen, ge  gebenenfalls in Gegenwart von Katalysatoren  zur Reaktion bringt.

   Man kann Molekülver  bindungen des     Dioxydiphenyls,    welche in der  Hitze letzteres abspalten, anwenden. Als Ka  talysatoren kann man Verbindungen benut  zen, die in der     Firnisindustrie    zur Begün  stigung ,des     Trocknens    oder .der     Firnisbildung     benutzbar sind, zum Beispiel     Manganoxyd-          hydrat,    Bleioxyde, für sich oder in Mischung       miteinander,    ferner auch Verbindungen die  ser Stoffe mit Harzen, sogenannte     Resinate.     Man kann auch Mischungen dieser Stoffe mit       Füllmitteln,    wie     Phenolal,

  dehy    dkondexisa-           tiansprodukten,    ,zum Beispiel     Novolacken,     oder     Resolen,    anwenden. Man kann auch ir  gend ein 01, zum Beispiel Leinöl,     Holzöl,,     in     Mengen    von 2 bis 10% des Gewichtes der  Schmelze hinzufügen.  



  Arbeitet man ohne Katalysatoren, so  kann das neue Verfahren zum Beispiel der  artig     ausgeführt    werden,     dass    man das     Phe-          nolaldehydkon:densations@pro,dukt    mit etwa     '/3          bis    zur Hälfte     debs        Dioxydiphenyls    erhitzt.  bis die Reaktion     eintritt.    Es tritt hierbei  eine Wasserabspaltung ein, die sich biswei  len auch äusserlich     durch        Entwicklung    von  Wasserdampf     bemerkbar    macht.

   Gegebenen  falls erhält man durch Erhitzen unter Inne  haltung von einer Temperatur von etwa 145    die Schmelze dünnflüssig und steigert dann  gewöhnlich     allmähläch    die Temperatur auf  etwa<B>250-260'.</B> Man hält die     Schmelze    bei  dieser Temperatur und nimmt von Zeit zu  Zeit Proben und     prüft,    ob hinreichende Lös  lichkeit in fetten Ölen, zum Beispiel Leinöl,  besteht. Gewöhnlich. tritt eine     Öllöslichkeit     schon ein, wenn das Kondensationsprodukt  und das     Dioxydipheny    1 etwa 20 Minuten er  hitzt werden.

   Das Optimum der Öllöslich  keit liegt gewöhnlich bei Erhitzen von 11/2  Stunden, während bei weiterem Erhitzen  eine, wenn auch langsame Abnahme der     Öl-          löslichkeit    sich zeigt.  



  Das auf diese Weise erhaltene Harz ist  nicht     härtba.r.    Beim     Verreiben    des Harzes in  Öl in der Kälte erfolgt schnell die Bildung  des     kolloidalen    Zustandes, so, dass ein Produkt  erhalten. wird, das als Lösung anzusprechen  ist. Es genügt, das Harz fein zu mahlen und  dann mit Öl zu verrühren. Je nach der Fein  heit des Harzpulvers tritt nach wenigen Mi  nuten bis einer Stunde des     Rührens    eine  klare Lösung des Harzes in Öl ein.  



  Die Mischungen des Harzes in Ölen, und  zwar sowohl die kalt wie auch durch     Er-          hitzen    hergestellten, sind mit Terpentinöl  oder dergleichen     verdünnbar    und geben gut  trocknende Anstriche. Das Harz kann auch  in Firnissen (zum Beispiel     Leinölfirnis)    ge  löst werden.    Wenn man     Katalysatoren    bei .der Her  stellung der Verbindung aus dem Konden  sationsprodukt mit     Dioxydiphenyl    verwendet,  so kann die Temperatur bei der Herstellung       und    die Dauer des     Erhitzens    erheblich     er-          nie-dr,gt    werden.

   Man kann beispielsweise  nach Eintritt ,der Reaktion auf die gleiche  Temperatur     fortdauernd    erhitzen o der nur eine       geringe    Steigerung, um etwa 10  , vorneh  men. Bei     Verwendung    von Katalysatoren er  hält man ein     härtbares    Harz. Es ist in Öl  und Firnis in der Kälte löslich, gibt gut  trocknende Anstriche und ist auch in andern  Lösungsmitteln als Fetten löslich. Durch  Erhitzen sind die Anstriche zu     härten.     



  Die Menge des     Phenola1dehydkondensa-          tionspro-duktes    und des     Dioxydiphenyls    kann  wechseln. Man wählt die Menge, indem man  ausprobiert, bei welchen Mengen die ge  wünschte Löslichkeit in dem anzuwendenden  Öle vorliegt.  



  Man kann     aas    ohne Katalysator     herge-          stelte    Produkt mit den mit     Kandens:ations-          mitteln    hergestellten kalt oder durch Schmel  zen vereinigen und die Mischungen mit Ölen  oder Firnissen in der Kälte verreiben oder  verkochen.  



  Dieses     Ausgangsmaterial    für das vorlie  gende Verfahren verwendete     Kresolaldehyd-          k        ondensationsprodukt    kann durch Konden  sation von technischem     Kresol    und techni  schem     Formaldehyd    in an sich bekannter  Weise hergestellt werden. Hierbei kann man  auch Katalysatoren, zum Beispiel Ammoniak  oder     Salzsäure,    verwenden.  



  Das Endprodukt des Verfahrens ist ein       pulverisierbares    Harz, das in Öl und in an  dern üblichen Lösungsmitteln für Phenol  harze löslich ist.  



  Es hat sich ferner     gezeitigt,    dass die     Bil--          dung        disperser    Lösungen des ;gemäss .der vor  liegenden Erfindung hergestellten     Harzes    in  fetten. Ölen und Firnissen erleichtert bezie  hungsweise die     Dis.persität    gesteigert werden  kann, wenn man die Lösung und Verteilung  des Harzes in     fetten    Ölen und Firnissen in      Gegenwart von     Naturharzen    vornimmt.

   Ge  eignete Naturharze sind     beispielsweise    Kolo  phonium,     Dammarharz,    Drachenblut,     liopal,          1A2astix,        @Schellack,        Akaruit.    Die Einwirkung  der Naturharze auf die Bildung der     hofloi-          dalen    Lösungen der Kunstharze in den fetten  Ölen und Firnissen war nicht     voralxszuseliE#rz     und ist     überraschend.    Eine chemische Verbin  dung .der Naturharze mit den     Kunstharzen     ist nach der Konstitution und nach den     Be          dingungen,

      die bei der Vereinigung eint     ä        Aen,     ausgeschlossen. Die Naturharze scheinen die  Rolle von     Schutzkolloiden    bei der Lösung  der Kunstharze in fetten Ölen und     Firnissen     zu spielen. Man kann auch das Verfahren  gemäss der     vorliegenden    Erfindung derart  ausführen, dass man Naturharze bei der Her  stellung der Kunstharze von     Anlang    an oder  im Laufe der     H    Herstellung zusetzt.

   In die  sem Falle     wirken    die     Nat.urha,rze    augen  scheinlich als     Verdünnungsmittel,    indem sie  die Reaktion     mildern.    Es wird dann der wei  tere Vorteil der leichten Erzielung der hol  laiden     .Systeme    mit fetten Ölen und Firnis  sen bei der erkalteten festen     ,Schmelze    er  reicht.  



  <I>Beispiel:</I>  Gleiche Teile gehärtetes Harz aus     tech-          nischem        Kresol    und technischem Formalde  hyd hergestellte (im sogenannten     C-Zustand     befindlich) und     2,2'-Dioxydiphenyl        (Diphe-          nal)    werden zusammen erhitzt, bis das Harz  gelöst ist und keine Wasserdämpfe mehr  abgestossen werden. Das entstehende neue       Harzprodukt    ist in heissen, fetten Ölen leicht  löslich. Bei der     Herstellung    beziehungsweise  Verwendung der öllöslichen Harze können  gleichzeitig Naturharze in der oben beschrie  benen Weise     Verwendung    finden.  



  An Stelle des im     C-Zlxstand    befindlichen  Harzes kann man auch im A- oder     B-Zu-          stand    befindliche Harze, wie zum Beispiel       Resole    oder     Novolacke,    verwenden.  



  Zwecks Herstellung von Lösungen des       erfindungsgemäss    gewonnenen Harzes kann  die Vermischung des Kunstharzes mit dem  Naturharze auch derartig erfolgen,     dass    man    das     Naturharz    in Alkohol oder in einem an  ,dern     U        ungsmittel    löst und diese Lösung  mit dem Kunstharze, wie es nach dem oben  angeführten     Beispiele-    erhalten wird, ver  mischt, was durch Verreiben in einer     Misch-          masehine    am besten geschieht. Man kann  dann :das     Lösungsmittel    verdampfen und die       zurückbleibende    Masse in Öl oder Firnis lö  sen.

   Man kann aber auch die Vermischung  mit dem     Lösungsmittel,    wie Alkohol, vor  nehmen und diese Mischung zu dem Öl oder  Firnis     hinzugeben.     



  Man kann auch derartig verfahren, dass       m.an    das Naturharz in einem fetten<B>01,</B> oder  in einem Firnis     käst    und nunmehr eine Ver  mischung der     Verreibung    mit dem Kunstharz       ausführt.     



  Die Vermischung des unter Zusatz von       Naturharzen    hergestellten Kunstharzes, oder  der Mischung von Kunstharz und Naturharz  mit<B>101</B> oder     .Firnis,    beispielsweise Leinöl,       Leinölfirnis,    Mohnöl., Holzöl, Rizinusöl,       So@jabohnenöl,    kann in der allgemein bekann  ten     Weise    erfolgen, indem man beispiels  weise eine     Verkoclhung    oder     Verrührung    vor  nimmt.

   Man kann auch die bekannten Ver  dünnungsmittel, wie Terpentinöl, Benzol,     Ai-          kohol,    Aceton,     Tetr.a:chlorkohlenstoff,        Kamp-          feröl,oder        dergleichen    benutzen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines insbe sondere als Lack, Firnis ;oder dergleichen verwendbaren, fettlöslichen Harzes, gekenn zeichnet .durch Verbindung eines aus tech nischem Kresol und technischem Formal dehyd erhältlichen Kreso.l,a,ldehydkondensa- tionsp,roduktes mit 2,2'-Dioxydiphenyl in der Hitze. Das hergestellte Produkt ist ein pul- veris:ierb.a.res Harz, das in Ö1 und in andern üblichen Lösungsmitteln für Phenolharze löslich ist. UNTFRANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Vereinigung des Kondensütiousproduktes mit dem 2,2'-Di- axydiphenyl in Gegenwart von Kataly satoren stattfindet. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Tin- teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als Zusatz Naturharze verwen det.
CH140333D 1926-12-14 1927-12-12 Verfahren zur Herstellung eines insbesondere als Lack, Firnis usw. verwendbaren, fettlöslichen Harzes. CH140333A (de)

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