CH140923A - Verfahren zur Darstellung eines Gerbmittels. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung eines Gerbmittels.

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CH140923A
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A-G J R Geigy
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Geigy Ag J R
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  Verfahren zur Darstellung eines     Gerbmittels.       Es wurde gefunden, dass man einen Stoff  von ausgezeichneter     Gerbwirkung    erhält, wenn  man das Einwirkungsprodukt von konzen  trierter Schwefelsäure auf ein Gemisch der  drei     isomeren        Kresole,    Harnstoff und Form  aldehyd, in stark schwefelsaurer Lösung bei  erhöhter Temperatur aufeinander einwirken  lässt und das Einwirkungsprodukt     anneutrali-          siert,    um die überschüssige freie Schwefel  säure abzustumpfen. Der neue Gerbstoff gerbt  in Form seiner leicht löslichen Salze in  schwach saurer Lösung die tierische Blösse  zu einem vollen und weichen Leder von  heller Farbe an.

   Er zeigt die allgemeinen  Reaktionen gerbender     Stoffe,    wie Leimfällung,  Fällung basischer Farbstoffe und gibt mit  Eisenchlorid einen blauen Niederschlag; Seide  wird von ihm mit beträchtlicher Gewichts  vermehrung beschwert.  



  Gegenüber den bekannten synthetischen  Gerbstoffen zeigt das nach vorliegendem Ver  fahren erhaltene Produkt auf Leder eine her  vorragende Lichtechtheit. Auch zu Kom-         binationsgerbung    in Mischung mit andern  gerbenden oder nicht gerbenden Stoffen kann  der neue Gerbstoff vorteilhaft Verwendung  finden.  



       Man    kann das Verfahren auch ausüben  mit einem Formaldehyd, welcher bei der  Reaktion aus einem     formaldehydabgebenden     Stoffe abgespalten wurde, sowie mit einem       Harnstoff,    welcher bei der Reaktion aus einem       harnstoffbildenden    Stoffe, wie     Calciumcyan-          amid,    erhalten wurde, und die Vereinigung  von Harnstoff und Formaldehyd kann auch       vorgängig    der Kondensation mit dem Ein  wirkungsprodukt von Schwefelsäure auf     Kre-          sol    durchgeführt werden.  



  Die Arbeitsweise wird an folgenden Bei  spielen erläutert.    <I>Beispiel 1:</I>    20 Teile von einem Gemisch der drei       isomeren        Kresole    und 20 Teile konzentrierter  Schwefelsäure werden einige Zeit auf<B>100</B>  bis 110     11    erhitzt, bis das Produkt gut wasser-      löslich geworden ist. Alsdann wird mit 15  Teilen Wasser verdünnt, und nach dem Ab  kühlen auf 25 o werden 10 Teile Harnstoff  und nach weiteren 10 Minuten ziemlich rasch  15 Teile Formaldehyd 30     o/oig    zugegeben.

    Darauf wird die Lösung eine Stunde lang  auf 80-90 o unter gutem Rühren erhitzt  und mit Natronlauge bis zur Erreichung der  Wasserlöslichkeit beim Verdünnen     anneutrali-          siert.    Die dickflüssige, fast farblose Masse  ist nach dem Verdünnen mit Wasser ohne  weiteres als     Gerbbrühe    verwendbar und lie  fert ein weisses, volles und weiches Leder;  Zusatz von Mineralsäure zur     Gerblösung    er  zeugt einen weissen Niederschlag.  



  <I>Beispiel 2:</I>  100 Teile von einem Gemisch der drei       isomeren        Kresole    und 100 Teile konzentrier  ter Schwefelsäure werden bis zur Wasser.       löslichkeit    des Reaktionsproduktes erhitzt;  darauf wird auf 25 o C abgekühlt und unter  gutem Umrühren mit einer Lösung versetzt,  die dadurch erhalten wurde, dass 200 Teile  Kalkstickstoff mit 400 Teilen Wasser 20  Minuten gekocht, filtriert, mit Schwefelsäure  versetzt, vom ausgeschiedenen     Calciumsulfat     getrennt und auf 150 Teile eingeengt wurden.  Beim Zugeben dieser erneut vom ausgefällten       Calciumsulfat        abfiltrierten    Lösung darf die  Temperatur der Kondensation nicht über 40 0  steigen.

   Nach 10 Minuten werden unter  gutem Rühren 60 Teile Formaldehyd 30     o/oig     zugegeben; darauf wird nochmals 15     Minuten     auf 80--95   erhitzt. Das Reaktionsprodukt  fällt unlöslich aus, geht aber bei Zusatz von       Alkalilauge    wieder in Lösung. Die freie  Mineralsäure wird zur Hauptsache abge  stumpft, bis vollständige Wasserlöslichkeit  erreicht worden ist, und wenn nötig, wird  nochmals vom ausgeschiedenen     (-ips    abfil-         triert.    Das Produkt zeigt sehr starkes Leim  fällungsvermögen; bei Zusatz von Mineral  säure tritt eine weisse Fällung ein.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung eines Gerb mittels, dadurch gekennzeichnet, dass man das lösliche Einwirkungsprodukt von kon zentrierter Schwefelsäure auf ein Gemisch der drei isomeren gresole, Harnstoff und Formaldehyd in stark saurer Lösung bei erhöhter Temperatur aufeinander einwirken lässt und das Einwirkungsprodukt anneutrali- siert, um die überschüssige freie Schwefel säure abzustumpfen. Das erhaltene Produkt ist eine dickflüssige, fast farblose Masse, die nach dem Verdünnen ohne weiteres als Gerb- brühe verwendbar ist und ein weisses, volles und weiches Leder liefert.
    Der neue Gerb stoff erzeugt Fällung mit Leimlösung und mit basischen Farbstoffen; mit Eisenchlorid gibt er einen blauen Niederschlag und mit Mineralsäure eine weisse Fällung. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man einen bei der Reaktion aus einem formaldehydabgeben- den Stoff abgespaltenen Formaldehyd ver wendet. 2. Verfahren nach Patentansprucb, dadurch gekennzeichnet, dass man einen bei der Reaktion aus einem harnstoffbildenden Stoff abgespaltenen Harnstoff verwendet.
    3: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das Einwirkungs produkt von konzentrierter Schwefelsäure auf ein Gemisch der drei isomeren Kre- sole, auf das Kondensationsprodukt aus Formaldehyd und Harnstoff einwirken lässt.
CH140923D 1928-01-28 1928-08-30 Verfahren zur Darstellung eines Gerbmittels. CH140923A (de)

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