CH152779A - Verfahren zur Darstellung eines Gerbmittels. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung eines Gerbmittels.

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CH152779A
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A-G J R Geigy
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Geigy Ag J R
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  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

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  Verfahren zur Darstellung eines     Gerbmittels.       Es wurde gefunden,     dass    man einen Stoff  von ausgezeichneter     Gerbwirkung    erhält, wenn  man das Einwirkungsprodukt von konzen  trierter Schwefelsäure auf ein Gemisch der  drei     isomeren        gresole    mit Harnstoff,     Salicyl-          säure    und Formaldehyd bei erhöhter Tem  peratur zur Reaktion bringt und das Reak  tionsprodukt     anneutralisiert,        uni    die über  schüssige freie Schwefelsäure abzustumpfen.  Die Reaktion der fertigen     Gerblösung    ist  deutlich kongosauer.  



  Der neue Gerbstoff gerbt in Form seiner  löslichen Salze in schwach saurer Lösung die  tierische Blösse zu     einem    weichen Leder von  rein weisser Farbe und einer Fülle, wie man  sie sonst nur durch Anwendung vegetabi  lischer     Gerbstoffe    erreicht. Er zeigt die all  gemeinen Reaktionen gerbender Stoffe wie  Leimfällung, Fällung basischer Farbstoffe,  und gibt mit Eisenchlorid einen blauen  Niederschlag; Seide wird von ihm mit be  trächtlicher Gewichtsvermehrung beschwert.    Auch zur     gombinationsgerbung    in Mi  schung mit anderen gerbenden oder nicht  gerbenden Stoffen kann der neue Gerbstoff  vorteilhaft Verwendung finden.  



  Man kann das Verfahren auch ausüben  mit einem Formaldehyd, welcher, bei der  Reaktion aus einem     formaldehydabgebenden          Stoff    wie     Methylal    abgespalten wurde, sowie  mit einem Harnstoff, welcher aus einem harn  stoffbildenden     Stoffe    wie     Calciumcyanamid     bei der Reaktion erhalten wurde.  



  Die Arbeitsweise wird an folgendem Bei  spiel erläutert  <I>Beispiel:</I>  200 Teile eines Gemisches der drei     iso-          meren        g.resole    und 200 Teile Schwefelsäure  konzentriert werden 30 Minuten auf<B>1050</B> C.  erhitzt, alsdann mit 60 Teilen Wasser ver  setzt und auf<B>500</B> C abgekühlt. Bei dieser  Temperatur werden hierauf 50 Teile     Sali-          cylsäure    und 50 Teile Harnstoff und hernach      unter gutem Rühren zwischen 50-75 o C.

         140        Teile        Formaldehyd        30        %        (Gewicht)     langsam zugegeben, wobei zuletzt noch 20 Mi  nuten auf 90 o C erhitzt wird. Zum Schluss  wird wie üblich     anneutralisiert.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung eines Gerb mittels, dadurch gekennzeichnet, dass man das lösliche Einwirkungsprodukt von kon zentrierter Schwefelsäure auf ein Gemisch der drei isomeren gresole mit Harnstoff, Salicylsäure und Fomaldehyd in stark schwe felsaurer Lösung bei erhöhter Temperatur zur Reaktion bringt und das Einwirkungs produkt anneutralisiert, um die freie Schwe felsäure abzustumpfen.
    Das erhaltene Produkt ist eine dickflüssige, fast farblose Masse, die nach dein Verdünnen ohne weiteres als Gerb- brühe verwendbar ist und ein weisses, volles und weiches Leder liefert. Der neue Gerb- Stoff erzeugt Fällung mit Leimlösung und basischen Farbstoffen; Eisenchlorid wird blau gefällt; er gibt beim Verdünnen mit Wasser eine weisse Fällung, die sich beim Erwärmen zum grössten Teil wieder auflöst und auch beim Gerben nicht stört, da sie von der be wegten Blösse restlos aufgenommen wird. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man einen bei der Reaktion aus einem formaldehydabgeben- den Stoff abgespaltenen Formaldehyd ver wendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man einen bei der Reaktion aus einem harnstoffbildenden Stoff abgespaltenen Harnstoff verwendet.
CH152779D 1928-08-30 1931-02-21 Verfahren zur Darstellung eines Gerbmittels. CH152779A (de)

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