CH141410A - Vorrichtung zur Unterdrückung des Erdschlussstromes in Hochspannungsnetzen. - Google Patents
Vorrichtung zur Unterdrückung des Erdschlussstromes in Hochspannungsnetzen.Info
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Description
Vorrichtung zur Unterdrückung des Erthclilussstromes in Hochspannungsnetzen. Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Unterdrückung des Erdschlussstrornes in Hochspannungsnetzen, durch welche nicht nur der kapa.zitive, sondern auch der Watt- erclschlussstrom unterdrückt wird.
Erfin- rIringsgemäss wird im Erdschlussfa.lle die Erdkapazität des einen gesunden Leiters um das gleiche Mass unterkompensiert wie die des andern gesunden Leiters Überkompen- sicrt wird. Das Mass dieser Unter- bezw. Überkompensation hängt von der Grösse des zu unterdrückenden Watterdschlussreststro- rnes ab.
Abb. 1 zeigt das Vektordiagramm der Löschvorrichtung, anhand dessen die Erfin- dung erklärt werden soll. U1 und U, sind die Spannungsvektoren der gesunden L:,iter irn Erdschlussfalle gegen Erde, deren Grösse bekanntlich gleich der verketteten Spannut ist, und deren Phasenverschiebung zueinan- der 6(1 beträgt.
Unter dem Ein:fluss der Spannung Ur fliesst ein kapazitiver Strom über die Erdschlussstelle, der der Spannung U.<B>um 900</B> vorauseilt und im Diagramm mit .7" bezeichnet ist.
Ebenso fliesst unter dem Einfluss der Spannung UB ein kapazitiver Strom J,g durch die Erdschlussstelle und in folge der ohmschen Widerstände der Leiter die Watterdschlussrestströme .T" mud .Tv, Erfindungsgemäss werden diese 4 Ströme kompensiert durch einen um einen bestimm ten Betrag kleineren induktiven Strom J,
d\ als der entsprechende kapazitive Strom J". und einen um diesen Betrag grösseren in duktiven Strom jds als der einsprechende kapazitive Strom J". Infolgedessen werden die kapazitiven Ströme J" und J" von die sen induktiven Strömen nicht restlos kom pensiert, sondern es bleiben die Restkom- poueuten (J" + Ja,)
und (Jag E. J") übrig, deren Grösse so gewählt werden muss, dass si!, die Watterdschlussrestströme ( < T@"1. +I', JIV,) kompensieren.
Zweckmässig wählt man die allen Phasen gemeinsame Induktivität (Pe- tersenspule, Regeldrossel) etwas kleiner, als es zur vollständigen Kompensierung der ka- pazitiven Erdschlussströme erforderlich wäre, und legt dann im Erdschlussfalle an nur eine der gesunden Phasen eine Zusatzinduktivität, wodurch die gewünschte Kompensation des Watterdschlussreststromes erzielt wird.
Bei Verwendung eines Löschtransformators legt man die Zusatzinduktivität zweckmässig an eine der beiden gesunden sekundären Pha senspannungen des Löschtransformators. :Die Einscha''tung der Zusatzinduktivität macht man in beiden Fällen zweckmässig von einem Spannungsrückgangsrelais abhängig, welches von der mit Erdschluss behafteten Phase ge speist wird.
Da die Zusatzinduktivität nur für die algebraische Differenz der Ströme (Ijds - 1d,) zri bemessen ist, wird sie erheb lich kleiner als die gemeinsame Induktivität. Ausserdem braucht im Erdschlussfalle nur die algebraische Differenz der Ströme (.Ids -Jd,) tungesclialtet zu werden, so dass die Schaltleistung für die Schalter der Zu satzinduktivität weit geringer ist, als wenn eine Umschaltung des vollen induktiven Erd- sehlussstromes vorzusehen wäre.
Abb. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. An dem Netz 1 liegt in bekann ter Weise der Löschtransformator 2, dessen Sekundärseite die Regeldrossel d speist. Zwischen ,jeden Pol und Erde sind die Erd- schlussrelais 4, 5, G geschaltet, deren Steuer kontakte einerseits mit je einer Sekundär wicklung des Löschtransformators, ander seits mit der Zusatzinduktivität 7 in Verbin dung stehen.
Die Wirkungsweise der Anordnung ist, folgende: Im gesunden Zustande des Netzes i befinden sich die Erdschlussrelais in der in der Zeichnung dargestellten Stellung. Tritt nun zum Beispiel bei K ein Erdschluss auf, so spricht das an dieser Phase lie- gende Erdschlussrelais 5 an, wodurch seine Steuerkontaktpaare überbrückt werden.
Da durch wird die Zusa,tzinduktivität 7 parallel zu der in Frage kommenden gesunden sehun- dären Phasenwicklung geschaltet, wodurch der Watterdschlussstrom kompensiert. wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zur Unterdrückung des Erd- sehlussstromes in Hochspannungsnetzen, da durch gekennzeichnet, dass im Erdschluss- falle die Erdkapazität des einen gesunden Leiters um das gleiche Mass unterkompen siert wird wie die Erdkapazität des andern Leiters überkompensiert wird, wobei die Grösse .rie r Unter- bezw . Überkompensation so gewählt ist, dass auch der Watterdschliit- strom unterdrückt wird. UN TERANSPRüCHE 1.Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass eine allen Phasen gemeinsame Induktivität der Vor richtung etwas kleiner gewählt ist, als es zur vollständigen Kompensierung des kapazitiven Erdschlussstromes erforderlich wäre, und im Erdschlussfalle dann eine Zusatzinduktivität an nur eine der ge sunden Phasen gelegt wird, so dass der Watterdschlussreststrom dadurch kompen siert wird. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch unter Verwendung eines Löschtransformators.dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatz- induktivitäten im Erdschlussfalle selbst tätig an mindestens einen Teil der beiden gesunden sekundären Phasenspannungen des Löschtransformators ge'_egt werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE141410X | 1928-07-03 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH141410A true CH141410A (de) | 1930-07-31 |
Family
ID=5668659
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH141410D CH141410A (de) | 1928-07-03 | 1929-06-13 | Vorrichtung zur Unterdrückung des Erdschlussstromes in Hochspannungsnetzen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH141410A (de) |
-
1929
- 1929-06-13 CH CH141410D patent/CH141410A/de unknown
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