Einrichtung zum Abkühlen von Metallen bei annähernd konstantem Druck. Das Hauptpatent Nr. 1401.84 betrifft ein Verfahren zum Abkühlen von Metallen in geschlossenen Behältern bei annähernd kon stantem Druck. In dem Hauptpatent ist eine Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens beschrieben, bei der zur Aufnahme des ge- glühten Gutes ein Kühlbehälter dient, der durch eine Rohrleitung mit einem Aus gleichsbehälter verbunden ist.
Die Rohrlei tung führt dabei durch den Deckel des Kühlbehälters hindurch. Beim Abheben des Deckels muss infolgedessen das Rohr gelöst und beim Wiedereinsetzen sorgfältig abge dichtet werden. Gegenstand der Erfindung ist eine verbesserte Einrichtung zur Ausfüh rung des Verfahrens nach dem Hauptpatent. Nach der Erfindung mündet die den Kühl behälter mit dem Ausgleichsbehälter ver bindende Rohrleitung unabhängig vom Deckel in den Kühlbehälter ein.
In der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel der Erfindung dargestellt. Die Abb.
EMI0001.0020
1 <SEP> und <SEP> 2 <SEP> zeigen <SEP> schematisch <SEP> eine <SEP> Anlage <SEP> zum
<tb> Blankglühen <SEP> von <SEP> Bändern, <SEP> die <SEP> aus <SEP> vic11
<tb> Schachtglühöfen <SEP> und <SEP> acht <SEP> Kühlbehältern <SEP> be steht. <SEP> Je <SEP> vier <SEP> der <SEP> Kühlbehälter <SEP> sind <SEP> an
<tb> einen <SEP> Ausgleichsbehälter <SEP> angeschlossen.
<tb> In <SEP> Abb. <SEP> 1 <SEP> ist <SEP> die <SEP> Anlage <SEP> im <SEP> Schnitt
<tb> und <SEP> in <SEP> Abb. <SEP> 2 <SEP> in <SEP> Draufsicht <SEP> dargestellt.
<SEP> 1,
<tb> 2, <SEP> 8 <SEP> und <SEP> 4 <SEP> sind <SEP> die <SEP> Glühöfen, <SEP> 5, <SEP> 6, <SEP> 7, <SEP> 8, <SEP> 9,
<tb> 10, <SEP> 11 <SEP> und <SEP> 12 <SEP> die <SEP> Kühlbehälter, <SEP> <B>13</B> <SEP> und <SEP> 14
<tb> die <SEP> Ausgleichsbehälter. <SEP> Der <SEP> Glühofen <SEP> 1 <SEP> ist
<tb> in. <SEP> einem <SEP> gemauerten <SEP> Schacht <SEP> 15 <SEP> und <SEP> der
<tb> Behälter <SEP> 5 <SEP> im <SEP> Schacht <SEP> 16 <SEP> angeordnet.
<tb> Der <SEP> Glühofen <SEP> 1 <SEP> besteht <SEP> aus <SEP> gut <SEP> wärme isolierendem <SEP> Mauerwerk <SEP> 17 <SEP> und <SEP> einer <SEP> äu ssern <SEP> Metallbodenumkleidung <SEP> 20. <SEP> Der <SEP> Öfen
<tb> ist <SEP> mit <SEP> einem <SEP> abhebbaren <SEP> Deckel <SEP> 19 <SEP> ver schlossen. <SEP> Die <SEP> Heizelemente <SEP> 18 <SEP> sind <SEP> in <SEP> den:
<tb> Mauerwerk <SEP> 17 <SEP> verlegt. <SEP> Der <SEP> Ofen <SEP> steht <SEP> im
<tb> Schacht <SEP> auf <SEP> einer <SEP> Fundamentplatte <SEP> 21. <SEP> Der
<tb> Schacht <SEP> ist <SEP> so <SEP> bemessen, <SEP> dass <SEP> nach <SEP> Aufstel lung <SEP> des <SEP> Glühofens <SEP> noch <SEP> < genügend <SEP> Rauei
<tb> für <SEP> die <SEP> Bedienung <SEP> vorhanden <SEP> ist. <SEP> Auf <SEP> dem Boden des Ofens selbst sind Träger 31 vor gesehen, auf die das Glühgut aufgesetzt wird.
Der Kühlschacht 16, der den Kühlbe hälter enthält, besteht aus einem ausge mauerten Bodenteil 22, in den die in den. Boden verlegte Rohrleitung 23 einmündet, die den Innenraum des Kühlbehälters mit dem des Ausgleichsbehälters verbindet. Die Leitung 23 ist mit einem Ventil 40 versehen, das vor der Beschickung des Kühlbehälters geschlossen wird, um ein Entweichen des Schutzgases aus dem Ausgleichsbehälter au vermeiden. Auf dem Boden 22 ist der zy lindrische, doppelwandige Behälter 5 aufge stellt, dessen ringförmiger Raum zur Be schleunigung des Abkühlverfahrens mit einer Kühlflüssigkeit 25, beispielsweise Was ser gefüllt werden kann. Das Wasser wird durch Leitung 29 zu- und durch die Leitung 30 abgeleitet.
Der Innenraum des Kühlbe hälters 5 dient zur Aufnahme des Glühgutes, das ebenso wie bei dem Glühofen auf T-Trä- ger gesetzt wird. Oben auf dem Behälter 5 sind Flüssigkeitstassen 27 angeordnet, in die der untere Teil des abhebbaren Deckels 28 eintaucht und dadurch den Innenraum des Kühlbehälters gasdicht abschliesst.
Die Arbeitsweise der Anlage ist folgende: Die zu glühenden Bandringe 33 werden ausserhalb des Ofens auf eine Grundplatte 31 aufgestapelt und mit einer Schutzhaube 35 abgedeckt. Die Schutzhaube 35 hat in ihrer Mitte einen durchgehenden Kanal 36, durch den eine Zugstange zum Heben und Senken des Gutes hindurchgeführt werden kann. Der untere Rand der Haube taucht in Dich tungstassen 37 auf der Grundplatte ein. Die Grundplatte ist in der Mitte durchbohrt. Durch die Bohrung wird die Zugstange 38, die an ihrem Ende mit Zungen versehen ist, geführt.
Die Stange 38 wird durch Drehung um etwa 90 mit der Grundplatte gekuppelt, die Platte mit dem Glühgut und der Haube gehoben und in den Glühofen eingesetzt. Nach dem Herausziehen der Zugstange wird der Ofen mit dem Deckel 19 verschlossen.
Ist der Glühprozess beendet, so wird die Grundplatte mit dem Glühgut in derselben Weise aus dem Ofen entfernt und in den Kühlbehälter eingeführt.
Der Kühlbehälter wird nach dem Ein setzen des Glühgutes durch den Deckel 28 verschlossen. Um die Luft im Innern des Kühlbehälters für das Glühgut unschädlich zu machen, wird em Glühgut ein leicht brennbarer Stoff. beispielsweise Petroleum, @isthylalkohol und dergleichen zugesetzt, welcher der im Kühlbehälter eingeschlosse nen Luft durch Verbrennen Sauerstoff ent zieht.
Ist der Deckel 28 auf den Kühlbehälter aufgesetzt, so wird das Ventil 40 geöffnet und dadurch eine Verbindung des Kühlbe hälters mit dem Ausgleichsbehälter herge stellt, so dass die durch die Verbrennung ge bildeten Gase in den Ausgleichsbehälter ent weichen können.
Da das Ventil 40 während des Aui- setzens des Deckels 28 noch geschlossen ist, so kann in den Kühlbehälter während des Aufsetzens des Deckels ein unter Umständen starker Überdruck entstehen. Um dies zu ver meiden. ist der untere Rand des Deckels 28 zweckmässig mit Ausnehmungen 41 versehen. wie es in Abb. 3 dargestellt ist. Die durch die Verbrennung entstehenden Gase können infolgedessen bis zum Offnen des Ventils 40 durch die Dichtungstasse 27 an den Ausneh- mungen 41 des Deckelrandes entweichen.
Sind für jeden Ofen zwei Kühlbehälter vorgesehen, wie es in der Zeichnung darge stellt ist, so kann der Glühofen nach jedem Glühprozess sofort neu beschickt werden, wo durch die Leistung des Ofens besser ausge.. nutzt wird. Der Anschluss von vier Kühl behältern an einen Ausgleichsbehälter er möglicht auch eine bessere Ausnutzung nicht nur des Kühlbehälters, sondern auch des Ausgleichsbehälters. Da die Glüh- und Ab kühldauer annähernd gleich ist, so wird durch die ffintereinanderbeschickung der Glühbehälter ein besserer gegenseitiger Aus gleich zwischen den Behältern erzielt. Aus diesem Grunde kann der Ausgleichsbehälter verhältnismässig klein bemessen sein.