CH146261A - Verfahren zur katalytischen Herstellung von Aceton aus Acetylen. - Google Patents
Verfahren zur katalytischen Herstellung von Aceton aus Acetylen.Info
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Description
Verfahren zur katalytischen Herstellung von Aceton aus Acetylen. Bei der katalytischen Gewinnung von Aceton aus Acetylen und Wasser kann es vorkommen, dass der Katalysator, zum Bei spiel bei längerem Gebrauch oder bei fehler haft eingestellter Ofentemperatur oder Strömungsgeschwindigkeit des . Reaktions gemisches nicht nur Aceton, sondern auch Acetaldehyd und Essigsäure liefert, wobei meist auch noch ein Teil des Acetylens un verändert den Ofen verlässt.
Bei der Konden sation dieser Reaktionsprodukte erhält man eine wässerige Lösung von Aceton, Acetal- dehyd, Essigsäure, deren Aufarbeitung um ständlich ist und meist auch apparative Schwierigkeiten sl"rch korrodierende Wirkung der Essigsäure verursacht:
-,\ Es wurde nun gefunden, dass man in der artigen Fällen auf vorteilhafte Weise zu rei nem Aceton gelangt, wenn man das neben Aceton die unerwünschten Stoffe enthal tende Reaktionsgemisch, zweckmässig so wie es den Katalysator verlässt oder auch nach teilweiser oder vollständiger Kondensation und Wiederverdampfung, mit Katalysatoren in Berührung bringt, die die Acetonbildun g aus den unerwünschten Stoffen; wie Ace tylen, Acetaldehyd und Essigsäure, bewirken.
Es hat sich nämlich gezeigt, dass an die sen Katalysatoren das bereits vorhandene Aceton bei nicht zu langsamer Strömungs geschwindigkeit praktisch vollständig als solches erhalten bleibt, während die andern unerwünschten Stoffe, wie unverändertes Acetylen, Acetaldehyd und Essigsäure, vol lends zu Aceton umgesetzt werden.
Auf diese Weise wird die Gewinnung des reinen Acetons und zugleich auch die Auf arbeitung und Weiterverwendung des wasser- stoff- --und kohlensäurehaltigen Endgases wesentlich erleichtert und vereinfacht.
Als Katalysatoren, mit denen man (las die unerwünschten Stoffe enthaltende Reaktions gemisch in Berührung bringt, eignen siel, insbesondere solche Katalysatoren, die die Acetonbildung aus Acetylen und Wasser dampf fördern, also zum Beispiel solche Me talle oder deren Verbindungen und Oxyde, deren Acetate beim Erhitzen unter Aceton bildung zerfallen, zum Beispiel Katalysa toren, die Elemente der zweiten Gruppe des periodischen Systems enthalten. Zweckmässig verwendet man sie, gegebenenfalls in Gegen wart von andern Stoffen, im Gemisch mit gut wärmeleitendem Material, zum Beispiel Aluminiumringen, um lokale Überhitzungen im Reaktionsraum zu vermeiden.
Dem Reaktionsgemisch kann man zur besseren Ausnützung der Katalysatoren noch frisches Acetylen und gegebenenfalls noch Wasserdampf hinzufügen.
Um im kontinuierlichen Betrieb arbeiten zu können, wählt man zweckmässig drei oder noch mehr Reaktionsöfen hintereinander, von denen der jeweils nicht mehr wirkende, zum Beispiel mit feuchter Luft, regeneriert wird. <I>Beispiel:</I> Beim Überleiten eines Gemisches von 1 Volumenteil Acetylen und 10 Volumen teilen Wasserdampf bei 400' C über Zink oxyd als Katalysator wurde anfänglich das Acetylen nahezu vollständig in Aceton über geführt. Nach 21 Tagen betrug die Ausbeute nur noch etwa 40%. 2-0% des Acetylens wurden hierbei nicht umgesetzt, aus dem Rest wurde Acetaldehyd und Essigsäure ge bildet.
Bei der Kondensation einer Probe der dampfförmigen Reaktionsprodukte wurde eine wässerige Lösung erhalten, die etwa 4 Aceton, 6 % Acetaldehyd und 3 % Essigsäure enthielt.
Leitet man das den Katalysator verlas sende Reaktionsgemisch ohne Abkühlung durch einen zweiten mit Zinkoxyd gefüllten Ofen, so erzielt man eine Ausbeute von 89 an Aceton. Bei der Kondensation erhält man eine aeetaldehydfreie Lösung mit 1,2% Ace ton neben nur 0,31'o Essigsäure. Ausserdem ist das Abgas acetylenfrei.
Claims (1)
- PATEN TAN SPRUCIi Verfahren zur katalytischen Herstellung von Aceton aus Acetylen und Wasser, da durch gekennzeichnet, dass man ein durch Überleiten eines Gemisches von Acetylen und Wasserdampf über acetonbildende Katalysa toren bei erhöhter Temperatur entstandenes Reaktionsgemisch, das neben Aceton noch andere, unerwünschte, aber acetonbildungs- fähige Stoffe, enthält, mit Katalysatoren in Berührung bringt; die die Acetonbildung aus den unerwünschten Stoffen bewirken. UNTERAN SPRüCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Reaktions gemisch vor der Berührung mit dem fol genden Katalysator Acetylen hinzufügt. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, - dadurch gekennzeichnet dass man dem Reaktionsgemisch vor der Berührung mit dem folgenden Katalysa- sator Wasserdampf hinzufügt. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass man Katalysatoren, die Ele mente der zweiten Gruppe des periodi schen Systems enthalten, verwendet.
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