CH148113A - Verfahren zur Darstellung einer Aminoaryl-cyclohexylaminverbindung. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung einer Aminoaryl-cyclohexylaminverbindung.

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CH148113A
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cyclohexylamine
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aminoaryl
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Darstellung einer     Aminoaryl-cyclohexylaminverbindung.       Es wurde gefunden, dass man ein belie  biges     Cyclohexylamin,    das heisst also eine       Verbindung    von der Konstitution des     Cyclo-          hexylamins,    dessen am Kohlenstoff haftende  Wasserstoffatome substituiert sein können  oder nicht, wie zum Beispiel     Cyclohexyl-          amin,        Methylcyclohexylamine    und andere  mit Nitroderivaten der aromatischen Reihe  folgender allgemeiner Formel:

         N02-Ary        l-halogen,    worin     Aryl    eine       Arylgruppe,    deren Wasserstoffatome substi  tuiert sein können oder nicht und     Halogen     ein reaktionsfähiges Halogenatom bedeutet,  wie zum Beispiel mit einem     Halogennitro-          benzol,        Halogennitronaphtalin    oder     Halogen-          nitroanthra.chinon,    unter Austritt von Halo  genwasserstoff zur Umsetzung bringen kann.  



  Es entstehen auf diese Weise     Cyclo-          hexylarylamine,    die zum Teil selbst schon  Farbstoffe oder wertvolle Ausgangsstoffe  für neue Zwischenprodukte und Farbstoffe  darstellen. So färbt beispielsweise das Kon-         densationsprodukt    aus     Cyclohetylamin    und       1-Chlor-2,4-dinitrobenzol        Acet.atseide    in gel  ben Tönen an.

   Das Kondensationsprodukt  mit     1-Chlor-4-nitrobenzol-2-sulfosäure    gibt  nach der Reduktion einen Vertreter der noch  nicht bekannten Klasse der     Aminoarylcyclo-          hexylaminosulfosäuren,    die zum Beispiel  durch weitere Kondensation mit     1-Chlor-2,-1-          dinitrobenzol    oder     1-Chlor-2,.l-dinitronaph-          talin    saure Wollfarbstoffe     herzustellen    ge  statten.

   Ferner lassen sich beispielsweise  aus den     Nitroarylcyclohexylaminsulfosäureii     die     Sulfogruppe    abspalten, so dass     man    auf  diese Weise nach der Reduktion zu den bis  her nicht beschriebenen     Aminoarylcyclo-          hexylaminen    gelangt.  



  Zweckmässig ist es, die     Kondensation    in  Gegenwart von säurebindenden     Mitteln        und     Überträgern, wie zum Beispiel Kupferpulver  oder Kupfersalzen, durchzuführen. Das Ar  beiten im Druckgefäss beschleunigt die     Reak-          tion    in manchen Fällen.

        Es wurde weiterhin eine besonders vor  teilhafte Ausführungsform der Reduktion  der     Nitroverbindungen    zu den     Aminoverbin-          dungen    gefunden, darin bestehend, dass man  die     N-Cyclohexyl-nitroaryl-aminderivate    vor  der Reduktion     acyliert.    Bei der darauffol  genden Reduktion, die sowohl in saurein wie  in alkalischem Medium erfolgen kann, bleibt  der     Acylrest    unverändert.

   Spaltet man aus  den so erhaltenen     N-Acyl-cyclohexyl-amino-          arylaminen    den     Acylrest    in üblicher Weise  wieder ab, so werden     Aminoverbindungen    er  halten, die mit den oben erhaltenen identisch  sind.  



  Die erhaltenen     N-Acyl-cyclohexyl-amino-          arylamine    sind ebenso wie die entsprechen  den     Aminoverbindungen,    die keinen     Acylrest     enthalten, durchweg fast farblose, gut  kristallisierende Verbindungen, sie lassen  sich in üblicher Weise     diazotieren    und zum  Aufbau von     Azofarbstoffen    verwenden.  Gegenüber den entsprechenden nicht hydrier  ten     aromatischen        Aminoverbindungen    sind  sie insbesondere durch eine verhältnismässig  grosse Beständigkeit gegenüber Oxydations  mitteln ausgezeichnet.  



  Gegenstand des vorliegenden Patentes ist  ein Verfahren zur Darstellung einer     Amino-          aryl-cyclohexylamin-Verbindung,    bei wel  chem man     Cyclohexylamin    mit     1-Chlor-4-          nitrobenzol-2-sulfosaurem    Natrium unter  Austritt von     Chlorwasserstoffsäure    umsetzt,  aus dem so erhaltenen Kondensationsprodukt  die     Sulfogruppe        abspaltet,

      das so erhaltene       1-N-Cyclohexylamino-4-nitrobenzol    am Stick  stoff     acetyliert    und schliesslich die so erhal  tene Nitroverbindung zu     1-N-Acetylcyclo-          hexylamino-4-aminobenzol    reduziert.  



  <I>Beispiel:</I>  10 kg     Cyclohexamin    werden mit etwa  200 kg Wasser, 23,8, kg     1-Chlor-4-nitroben-          zol-2-sulfosäure    und 12 kg Soda, sowie  0,2 kg Kupferpulver im     Eisenautoklaven          etwa    12 Stunden auf ungefähr 140   erhitzt.  Die Reaktion verläuft nahezu quantitativ.  Nach dem Erkalten hat sich das Kondensa-         tionsprodukt    fast vollständig in gelben     Xri-          stallen    abgeschieden. Man kocht das Reak  tionsgemisch auf und filtriert vom Kupfer  ab.

   Aus dem Filtrat kristallisiert das erhal  tene     1-N-Cy        clohexylamino-4-nitrobenzol-2-          sulfosaure    Natrium aus. Es bildet nach dem  Absaugen und Trocknen     grünstichig    gelbe  Kristalle, die leicht aus Wasser     umkristalli-          sierbar    sind. Durch Ansäuern der wässerigen  Lösung des     Natriumsalzes    lässt sich hieraus  die freie     Sulfosäure    gewinnen. Das Produkt  färbt Wolle und Seide in sehr egalen     grün-          stiehig    gelben Tönen an.  



  <B>32,22</B> kg des so erhaltenen     1-N-CyclssIi-Ixyl-          am-ino-4-nitrobenzol-2-sulfosauren    Natriums  werden in etwa 220 Liter heissem Wasser ge  löst. Die Lösung versetzt man mit etwa  20 kg konzentrierter Schwefelsäure und er  hitzt im     Autoklaven    etwa 5 Stunden auf un  gefähr 13'0  . Nach dem Erkalten werden die  ausgeschiedenen gelben Kristalle abgesaugt.  Sie zeigen nach dem     Umkristallisieren,    zum  Beispiel aus     Ligroin,    den Schmelzpunkt 100    und stellen das     1-N-Cyclohexylamino-4-          nitrobenzol    dar.  



  22 kg     1-N-Cyclohexylamino-4-nitrobenzol     werden mit 11 kg     Essigsäureanhydrid    bis  fast zur vollständigen Lösung erwärmt. Man  führt die     Acetylierung    auf dem Wasserbade  bei etwa 80 bis 90   zu Ende. Das in üb  licher Weise abgeschiedene     1-N-Acetylcyclo-          hexylamino-4-nitrobenzol    kann aus verdünn  tem Alkohol, verdünnter Essigsäure oder       Ligroin    umkristallisiert werden und bildet  fast farblose Kristalle vom Schmelzpunkt  1140.  



  In ein siedendes Gemisch von 20     1,--          Eisenspänen,    etwa 100 Liter Wasser und un  gefähr 20 kg Essigsäure     (10%)    trägt man  allmählich 26,2 kg der erhaltenen     Acetylver-          bindung    ein, setzt dann gegebenenfalls noch  etwa 30 Liter Alkohol hinzu und führt die  Reduktion durch Kochen am     Rückflusskühler     zu Ende. Dann stellt man die Reaktionsflüs  sigkeit mit Soda alkalisch, filtriert heiss vom  Eisen ab und kocht den Rückstand noch mit  Alkohol aus.

   Aus den Filtraten fällt beim  Abkühlen das 1-N-Acetylcyclohexylamino-4-           aminobenzol    in farblosen     Kristallen    vom  Schmelzpunkt 143' aus, der sich auch beim       Umkristallisieren    aus verdünntem Alkohol  nicht mehr ändert. Die erhaltene Verbindung  ist in Wasser fast     unlöslich,    leicht löslich in  verdünnten Mineralsäuren und gibt mit Na  triumnitrit und Salzsäure eine fast farblose       Diazolösung,    die sich mit     Azokomponenten     zu Farbstoffen vereinigen     lässt.     



  Die Reduktion lässt sich auch ohne orga  nisches Lösungsmittel in wässeriger Suspen  sion mit sehr guter Ausbeute durchführen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren -zur Darstellung einer Amino- ar yl-cyclohexylaminverbindung, bei wel chem man Cyclohexylamin mit 1-Chlor-4- nitrobenzol-2-sulfosaurem Natrium unter Austritt von Chlorwasserstoffsäure umsetzt, aus dem so erhaltenen Kondensationsprodukt die Sulfogruppe abspaltet,
    das so erhaltene 1-N-Cyclohexylamino-4-nitrobenzol am Stick stoff acetyliert und schliesslich die so erhal tene Nitroverbindung zu 1-N-Acetylcyclo- hexylamino-4-amino-benzol reduziert.. Dieses Amin bildet farblose Kristalle vom Schmelzpunkt 143'. Es ist in Wasser fast unlöslich, leicht löslich in verdünnten Mineralsäuren und gibt mit N atriumnitrit und Salzsäure eine fast farblose Diazolösung, die sich mit Azokomponenten zu Farbstoffen vereinigen lässt.
CH148113D 1928-12-19 1929-12-16 Verfahren zur Darstellung einer Aminoaryl-cyclohexylaminverbindung. CH148113A (de)

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