CH148127A - Verfahren zur Herstellung von Pressmassen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Pressmassen.

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CH148127A
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Lonza Elektrizitaetswerk Basel
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Lonza Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J3/00Processes of treating or compounding macromolecular substances
    • C08J3/20Compounding polymers with additives, e.g. colouring
    • C08J3/205Compounding polymers with additives, e.g. colouring in the presence of a continuous liquid phase
    • C08J3/21Compounding polymers with additives, e.g. colouring in the presence of a continuous liquid phase the polymer being premixed with a liquid phase

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Description


  Verfahren zur Herstellung von     Pressmassen.       Die Erfindung bezieht sich auf die Her  stellung von     Pressmassen    aus, Stoffgemischen,  welche lösliche oder unlösliche     Zellulosever-          bindungen,    zum Beispiel     Zelluloseester,    ins  besondere     Zellulos.eacetat,    oder     Zellulos.eäther     oder Gemische von solchen     Zelluloseverbin-          dungen,    und ausserdem     Weichmachungsmittel     und Füllstoffe, mit oder ohne Zusatz anderer  Stoffe, wie zum Beispiel Harze, Farbstoffe       (organische    Farbstoffe oder Pigmentfarb  stoffe)

   usw. enthalten.  



  Bekanntlich lassen     sich        Zellulosederivate,     wie zum Beispiel     Acetylzellulose,    in feinver  teiltem Zustande, zweckmässig in     Gegenwart     sehr geringer Mengen von niedrig siedenden  Stoffen, in An- oder Abwesenheit von Füll  stoffen und dergleichen bei hohem Druck  und Temperaturen, welche unterhalb des Zer  setzungspunktes des Bindemittels liegen, zu       Presslingen    verarbeiten.

   Dieses Verfahren  leidet jedoch an dem     Übelstand,        däss    relativ  hohe Drucke und Temperaturen notwendig  sind und dass :die     Presslinge    unter hohem    Druck erkalten müssen, um ein Aufblähen  der Masse zu verhindern und ein bequemes  Ausstossen derselben aus der Form zu ermög  lichen. Auch ist bei Anwendung dieses Ver  fahrens eine vollkommene Homogenität im  Innern der Formstücke nur schwer zu erzie  len.  



  Es ist bekannt, dass man diese Übelstände  dadurch beheben kann,     da.ss    die bereits     ge-          presste    Masse zerkleinert und die Bruchstücke  einer nochmaligen Pressung unter Erwär  mung unterworfen werden. Die umständ  liche Zerkleinerung des ersten     Pressgutes     kann nach bekannten Verfahren zum Beispiel  dadurch vereinfacht werden, dass ein mit  Öffnungen, zum Beispiel Düsen, Schlitzen  oder dergleichen versehenes Druckgefäss ver  wendet wird, durch dessen Öffnungen     die     noch heisse Masse in Form von mehr oder  weniger leicht     zerkleinerbaren    Röhren, Bän  dern, Fäden oder dergleichen     herausgepresst     wird.

   Nach einem andern bekannten Ver  fahren werden     zelluloidartige    plastische Mas-      sen, welche aus     Acetylzellulose    und Kamp  ferersatzmitteln oder hochsiedenden Lösungs  mitteln hergestellt sind, einem scharfen       Trocknungsprozess    unterworfen und dann ge  mahlen.

   Hierbei mussten .die im Knetapparat       erhaltenen        zelluloidartigen    Massen zuerst auf  geheizten Walzen bis zur Entfernung des  Lösungsmittels ausgewalzt und die erhal  tenen dünnen Platten bei Temperaturen von  80 bis<B>100'</B> scharf getrocknet, oder die Masse  zu     dünnen    Fäden, Bändern oder dergleichen  unter Druck ausgespritzt und diese Gebilde  der Trocknung unterworfen werden, worauf  dann die mechanische Zerkleinerung vorge  nommen wurde.  



  Das Verfahren gemäss der vorliegenden  Erfindung ermöglicht, die bei demselben an  zuwendenden Ausgangsstoffe in ausserordent  lich einfacher, rascher und billiger Weise  unter Ausschaltung der bisher erforderlichen  komplizierten Apparatur in einen leicht     zer-          kleinerbaren    Zustand und gegebenenfalls  direkt oder nach dem     Vermahlen    in Pulver  überzuführen, welche in ausgezeichneter  Weise weiterverarbeitet werden können, zum  Beispiel derart, dass man sie in warmem Zu  stand in     Presslinge    oder zum Beispiel nach  Art des     Metallspritzverfahrens    in     Spritzguss-          stücke    überführt.  



  Zur Ausführung des vorliegenden Ver  fahrens werden Stoffgemische     verwendet,     welche     Zelluloseverbindungen,    wie Zellulose  ester,     beispielsweise        Zelluloseacetat,    oder       Zelluloseäther    oder Gemische von solchen       Zelluloseverbindungen,    sodann     flüchtige    or  ganische Flüssigkeiten, zum Beispiel Lö  sungsmittel für die angewandten     Ullulose-          verbindungen,    oder     Nichtlöser,    zweckmässig       Nichtlöser,

      welche die angewandten     Zellu-          loseverbindungen    zu     erweichen    vermögen,  oder Gemische von     Lösern    und     Niehtlösern,     und ausserdem     Weichmachungsmittel    und  Füllstoffe enthalten;     gewünschtenfalls    kön  nen auch noch Zusätze von Harzen, Farb  stoffen, Farbpigmenten und dergleichen in  diesen Stoffgemischen zugegen sein.

   Die  Überführung dieser Gemische in     Pressmassen            geschieht    erfindungsgemäss dadurch, dass  man sie durch Erhitzen mit     Fällungsmitteln,     zum     Bleispiel    fällend     wirkendenFlüssigkeiten,     wie Wasser oder wässerige Salzlösungen,  oder Dämpfe, insbesondere zum Beispiel er  hitzter Wasserdampf, auf Temperaturen       bringt,    bei welchen die in den Gemischen  vorhandenen flüchtigen organischen Flüssig  keiten unter Auflockerung der Masse entwei  chen.  



  In Ausübung der Erfindung verfährt.  man zum Beispiel derart, dass man einen oder  mehrere     Zelluloseester        bezw.        Zelluloseäther     unter Zugabe der     Weichmachungsmittel    und  gegebenenfalls von natürlichen oder künst  lichen Harzen mit den in Betracht kommen  den     Lösungs-    oder Nichtlösungsmitteln (Ver  dünnungsmitteln) oder Gemischen von     Lö-          sern    und     Nichtlösern    bis zur Homogenisie  rung verknetet, hierauf einen oder mehrere  Füllstoffe, zum Beispiel Talk, Asbest- oder  Quarzmehl, Holzmehl,     Glimmerpulver,    und  gegebenenfalls organische oder anorganische  Farbstoffe,

       Farbpigmente    oder andere Sub  stanzen, zum Beispiel auch noch Harze ein  trägt und die Gesamtmischung verknetet.  Die so erhaltene Masse wird dann zusammen  mit einer fällend wirkenden Flüssigkeit wie  zum Beispiel Wasser oder eine wässerige  Salzlösung, wenn nötig     unter    zeitweisem oder  ständigem Rühren, so hoch erhitzt, dass die  flüchtigen     Lösungs-        bezw.    Verdünnungsmit  tel unter Auflockerung oder Sprengung der  Masse entweichen.

   Die letztere bleibt dann,  je nach ihrer Zusammensetzung und der Art  und Dauer des     Erhitzens,    in     einem    spröden,  brüchigen bis schaumartig gelockerten, in  allen Fällen in einem leicht     pulverisierbaren     Zustand zurück. Es hat sich gezeigt, dass  auf diesem einfachen und billigen Wege  selbst Lösungsmittel, deren Siedepunkt ober  halb dem des Wassers liegt, gewissermassen  nach Art der     Wasserdampfdestillation    aus  getrieben werden können,     gewünschtenfalls     also aus der Masse entfernt werden, ohne dass  es nötig ist, diese schädlichen Temperaturen  auszusetzen.

   Die dem heissen, gegebenenfalls  kochenden Wasser entnommene Masse trock-           net    rasch zufolge ihrer     Eigentemperatur;     nach Zerkleinerung kann     dieselbe    ohne wei  teres auf     Presslinge    oder     Spritzgussstücke     verarbeitet werden.  



  An Stelle des     Erhitzens'    in     Flüssigkeitsn,     wie Wasser, kann man in gegebenen Fällen  die     Massen    auch durch Behandlung mit ge  eigneten Dämpfen, zum Beispiel erhitztem  oder überhitztem Wasserdampf, in leicht       pulverisierbare    Form überführen. In man  chen Fällen kann man auch eine Behandlung  mit Flüssigkeiten,     wie    zum Beispiel     'V4Tasser,     mit einer Dampfbehandlung kombinieren,  zum Beispiel derart, dass     die    Masse - zuerst  einer     Erhitzung    mit Wässer unterworfen  und hierauf, zweckmässig in demselben Ge  fäss, mit erhitztem oder überhitztem Wasser  dampf behandelt wird.  



  Die Behandlung der Massen mit Flüssig  keiten oder Dämpfen kann je nach den be  sonderen     Arbeitsbedingungen    bei gewöhn  lichem Druck oder auch unter Mitwirkung       von    Vakuum, gegebenenfalls auch von erhöh  tem Druck, durchgeführt werden. Die aus  der Masse ausgetriebenen Dämpfe werden  zweckmässig wiedergewonnen und wieder  nutzbar gemacht. Stoffe, welche bei der  Behandlung mit heissem, insbesondere ko  chendem Wasser, erhitztem oder überhitz  tem Wasserdampf oder dergleichen Mitteln  schädlich beeinflusst würden, können gege  benenfalls auch nachträglich der     aufgelok-          kerten    Masse zugegeben, zum Beispiel mit  dieser vermahlen oder auch dem fertigen  Pulver einverleibt werden.  



  <I>Beispiele:</I>  1. 100 Gewichtsteile     Zelluloseacetat(        ace-          ton-    oder alkohollöslich) werden mit 50 Ge  wichtsteilen eines oder mehrerer     Weich-          machungsmittel    (zum Beispiel je 25 Teile       Triphenylphosphat    und sogenanntes     Pala-          tinel        M)    und 200 Gewichtsteilen Spiritus       verknetet;    nach vollendeter     Homogenisierung     werden 50 Teile Talk und 100 Teile soge  nanntes     Oxydrot    zugesetzt und wiederum ge  knetet, bis die Masse homogen ist.

   Hierauf         wird    die Masse unter kaltes, warmes oder  heisses Wasser gesetzt und so hoch und so  lange erhitzt,     gegebenenfalls    gekocht. bis  die     anfänglich    zähe Masse in einen spröden       und    porösen Zustand übergegangen ist.. Die  spröde Masse kann zum Beispiel nach dem  Trocknen pulverisiert und zum Beispiel auf       Presslinge    oder     Spritzgussstücke    nach bekann  ten Methoden verarbeitet werden.  



  An Stelle von     Zelluloseaoetat    kann auch  zum Beispiel Nitrozellulose verwendet wer  den.  



  2. 75 Teile     Zelluloseacetat    und 25 Teile       Äthylzellulose    werden mit 50 Teilen Weich  machungsmitteln wie in Beispiel 1 und 200  Teilen eines     Geiniscbes    von Benzol und Ace  ton (1 : 1) zur Homogenisierung geknetet       und    hierauf 50 Teile Talk und 100 Teile  sogenanntes     Oxydrot    eingeknetet. Nach voll  endeter Homogenisierung wird die Masse wie  in Beispiel 1 mit Wasser erhitzt, bis sie in  den spröden, porösen Zustand übergegangen  ist, in welchem sie leicht pulverisiert und  auf     Presskörper    und dergleichen weiterver  arbeitet werden kann.  



  3. 100 Teile     Äthylzellulose.    30 bis 50  Teile     Weichmachungsmittel    (zum Beispiel  die     im    Handel unter den Namen     Palatinol     M und     Plastol    5 A erhältlichen Produkte)  und 50 Teile     Spiritus    werden wie in Bei  spiel 1     homögenvsiert    und dann 50 Teile  Schwerspat und 50 Teile Chromgelb einge  knetet. Nach der Homogenisierung wird die       Masse    wie in obigen Beispielen mit heissem  Wasser behandelt, bis sie porös und leicht       pulverisierbar    ist.

   Nach dem Trocknen und       Vermahlen    kann sie auf     Presslinge    und der  gleichen verarbeitet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Pressmas- sen, dadurch gekennzeichnet, dass man Stoff gemische, welche Z,elluloseverbindungen; flüchtige organische Flüssigkeiten, Weich- machungsmittel und Füllstoffe enthalten, durch Erhitzen mit Fällungsmitteln auf Temperaturen bringt, bei welchen die flüch- tigen organischen Flüssigkeiten unter Auf lockerung der Masse entweichen. UNTERANSPRüGHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Zelluloseester enthaltende Stoffgemische verwendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Zelluloseacetat enthaltende Stoffgemische verwendet. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Zelluloseäther enthaltende Stoffgemische verwendet. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Stoffgemische verwendet, welche als flüchtige organi sche Flüssigkeiten flüchtige Lösungs- mittel für die Zelluloseverbindungen ent halten. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Stoffgemische verwendet, welche als flüchtige organische Flüssigkeiten flüchtige Nichtlösungs mittel für die Zelluloseverbindungen enthalten. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Stoffgemische verwendet, welche Gemische von organi schen flüchtigen Lösungs- und Nicht lösungsmitteln enthalten. 7. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Stoffgemische ver wendet werden, die flüchtige, auf die Zelluloseverbindungen erweichend wir kende Nichtlösungsmittel enthalten. B. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass . man nicht- oder schwerflüchtige Weichmachungsmittel enthaltende Stoffgemische verwendet. 9. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Harze enthal tende Stoffgemische verwendet. 10.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Farbstoffe enthaltende Stoffgemische verwendet. 11. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Stoffgemische mit flüssigen Fällungsmitteln erhitzt werden. 12. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Stoffgemische mit wässerigen Flüssigkeiten erhitzt werden. 13. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch . gekennzeichnet, dass die Stoffgemische unter Wasser erhitzt werden. 14. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch . gekennzeichnet, dass die Stoffgemische mit Salzlösungen erhitzt werden. 15. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Stoffgemische durch Behandeln mit Dämpfen erhitzt werden. 16.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Stoffgemische mit Wasserdampf erhitzt werden. 17. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Stoffgemische zuerst mit Flüssigkeiten und dann mit Dämpfen erhitzt werden. 18. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss man Stoffe, die beim erfindungsgemässen Erhitzen schädlich beeinflusst würden, nach dem. Erhitzen der bereits aufgelockerten Masse zugibt.
CH148127D 1933-01-19 1929-11-11 Verfahren zur Herstellung von Pressmassen. CH148127A (de)

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