CH148249A - Kaskade aus Einphasen-Asynchronmaschine und Kommutatorhintermaschine. - Google Patents
Kaskade aus Einphasen-Asynchronmaschine und Kommutatorhintermaschine.Info
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Description
Kaskade aus Einphasen-Asynchronmaschine und Kommutatorhintermaschine. Bei Einphasen-Asynchronmaschinen fliesst im Läufer bekanntlich ausser dem Strom der Schlupffrequenz ein Strom von ungefähr doppelter Netzfrequenz. Wird an die Schleif ringe der Asynchronmaschine eine Kommu tatorhintermaschine angeschlossen, in der durch entsprechende Erregung eine Spannung der Schlupffrequenz induziert wird, so wird deren Arbeitsweise durch den Strom von doppelter Netzfrequenz, der sich über ihren Ankerkreis schliesst nicht oder nur unwesent lich beeinflusst, wenn der Ankerstrom der Hintermaschine kein Feld erregen kann, wenn also die Maschine genau kompensiert ist. Oft wird aber aus andern Gründen verlangt, dass auch der Ankerstrom eine Feldkompo nente erregt, dass also die Maschine kom- poundiert ist. In diesem Fall erregt auch der Strom doppelter Netzfrequenz eine Feld komponente, die infolge ihrer hohen Frequenz die Kommutierung ungünstig beeinflussen kann und ausserdem im Rotor eine zusätzliche Rota tionsspannung der doppelten Netzfrequenzindu- ziert, wodurch unter Umständen die Arbeits weise der Asynchronmaschine beeinflusst wird. Das Feld des Stromes doppelter Netz frequenz kann wohl dadurch gedämpft wer den, dass die Kommutatorhintermaschine mit einer Kurzschlusswicklung ausgestattet wird. Diese Wicklung dämpft aber im allgemeinen auch das Feld der Schlupffrequenz ab. Erfin dungsgemäss kann aber dieser Nachteil da durch vermieden werden, dass der ohmsche und der induktive Widerstand der dämpfen den Kurzschlusswicklung oder auch ein zu sätzlicher, ihr vorgeschalteter Widerstand so bemessen werden, dass der dämpfende Ein fluss der Wicklung auf das Feld der Schlupf frequenz verschwindend klein, auf das Feld doppelter Netzfrequenz aber erheblich ist. Da beide Frequenzwerte stets stark vonein ander verschieden sind, kann diese Bedin gung stets erfüllt werden. Sie ist umso leichter einzuhalten, je kleiner die grösste, betriebsmässig auftretende Schlüpfung der Asynchronmaschine ist. Die Wirkung der Kurzschlusswicklung sei anhand eines Ausführungsbeispieles in Fig. 1 erläutert. Es bedeutet A die Asynchronmaschine, B die Kommutatorhintermaschine, a deren Kompensationswicklung, b deren Reihenschluss erregerwicklung, c deren Dämpferwicklung, d eine Erregerwicklung, R', L' ohmschen, bezw. induktiven Widerstand. Die Wider stände R und L können in der Dämpfer wicklung c selbst liegen oder auch getrennt angeordnet sein. Das Feld der Kommutatorhintermaschine erzeugt in der Dämpferwicklung c eine EMK und diese einen Strom. Dieser Strom hat zwei Komponenten, und zwar einen Strom von Schlupffrequenz und einen Strom von doppelter Netzfrequenz. Je grösser dieser Strom ist, um so grösser ist seine dämpfende Wirkung auf das Feld der entsprechenden Frequenz. Im Dämpfungskreis überwiegt nun für die Schlüpffrequenz der ohmsche Widerstand R den induktiven Widerstand L, für die doppelte Netzfrequenz das Umgekehrte. Daraus geht hervor, dass im Dämpfungskreis der Strom von Schlupffrequenz im wesentlichen durch den Widerstand R, der Strom von doppelter Netzfrequenz durch den Wider stand L beeinflusst werden kann. Durch ge eignete Bemessung von R und L ist man also in der Lage, den beiden Stromkompo nenten im Dämpfungskreis eine passende Grösse zu geben, das heisst den Strom von Schlupffrequenz klein, den Strom von Netz frequenz gross zu machen. Dementsprechend wird dann die dämpfende Wirkung auf das Feld von Schlupffrequenz klein, auf das Feld von doppelter Netzfrequenz gross sein. Oft ist es auch möglich, diese Dämpfer wicklung mit einer weiteren aus andern Grün den erforderlichen Erregerwicklung der Hinter maschine zu vereinigen. Deren Widerstand ist dabei so zu bemessen, dass die Spannung, die ein mit Schlupffrequenz in der Hinter maschine pulsierendes Feld in ihr induziert, ihren Strom nur unwesentlich beeinflusst, so dass dieser praktisch nur von der dem Er regerkreis aufgedrückten Spannung abhängt, dass aber eine Spannung, die von einem mit doppelter Netzfrequenz pulsierendere Feld induziert wird, den Strom der Wicklung stark beeinflusst und somit das letztgenannte Feld abdämpft. Ein Ausführungsbeispiel zeigt Fig. 2. Es ist hier nur die Kommutatorhintermaschine gezeichnet. Die Buchstaben haben dieselbe Bedeutung wie in Fig. 1. Das Feld doppelter Netzfrequenz indu ziert in der Erregerwicklung c eine EMK ; diese hat einen Strom zur Folge, der im wesentlichen über den parallelgeschalteten ohmschen Widerstand R fliesst. Der Widerstand R ist so zu dimensionieren; dass über ihm praktisch kein Strom von Schlupffrequenz fliessen kann. Der Strom von Schlupffrequenz in der Erregerwicklung wird also im wesentlichen durch die Spannungs quelle für den Erregerstrom bestimmt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Kaskade aus Einphasen-Asynchronmaschine und Kommutatorhintermaschine, die eine Reihen- schlüsserregerwicklung und eine Dämpferwick lung trägt, gekennzeichnet durch eine solche Bemessung des ohmschen und des induktiven Widerstandes des Kreises der Dämpferwick lung, dass diese ein mit doppelter Netzfrequenz pulsierendes Feld erheblich ein mit Schlupf frequenz pulsierendes Feld dagegen nur un wesentlich beeinflusst. UNTERANSPRUCH: Kaskade nach Patentanspruch, wobei die Hintermaschine reit weiteren fremderregten Erregerwicklungen ausgestattet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpferwicklung mit einer der vorhandenen fremderregten Er regerwicklungen zu einer einzigen Wicklung vereinigt ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE148249X | 1929-10-18 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH148249A true CH148249A (de) | 1931-07-15 |
Family
ID=5672556
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH148249D CH148249A (de) | 1929-10-18 | 1930-07-05 | Kaskade aus Einphasen-Asynchronmaschine und Kommutatorhintermaschine. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH148249A (de) |
-
1930
- 1930-07-05 CH CH148249D patent/CH148249A/de unknown
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