CH149268A - Verfahren zur Herstellung von Jodid enthaltendem Empfangspapier für elektrische Aufzeichnungsgeräte. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Jodid enthaltendem Empfangspapier für elektrische Aufzeichnungsgeräte.

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CH149268A
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Bausch Viktor
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Bausch Viktor
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  Verfahren zur     Herstellung    von     Jodid    enthaltendem Empfangspapier für elektrische       Aufzeichnungsgeräte.       Die Erfindung     betrifft    ein Verfahren zur  Herstellung von     Jodid    enthaltendem Emp  fangspapier für     elektrische    Aufzeichnungs  geräte. Das neue Verfahren besteht     darin,     dass die dem Papier zur Unterdrückung der  Jodausscheidung ausser dem     Jodid    einver  leibten Stoffe in einer Menge zur Anwen  dung gelängen, die einen Bruchteil der  Menge des     Jodids    beträgt, so dass eine Aus  scheidung von Jod beim Lagern, nicht aber  bei Verwendung des Papiers verhindert  wird.

    



  Die Erfindung betrifft ausserdem ein  ein nach obigem Verfahren hergestelltes  Empfangspapier, also zum Beispiel ein       Jodid    oder     Jodid    und Stärke     enthaltendes     Empfangspapier für elektrische, mit oder  ohne Drahtübertragung betriebene Fern  schreib- oder Bildgeräte.  



  Das     bisherbekannte        jodidhaltige    Papier,  insbesondere     Jodkaliumpapier,    weist jedoch  den Mangel auf, dass es sich unter dem Ein-         fluss    des Lichtes und der Atmosphäre infolge.  Autooxydation des     Jodids    zu freiem Jod  braun     bezw.    bei Anwesenheit von     Stärkt     blau färbt.

   Infolgedessen hält sich derar  tiges Papier längere Zeit nur unter     Lichtab-          schluss    und in völlig trockener Luft, so dass       jodidhaltiges    Papier nur im Dunkeln und  zwecks Ausschaltung des     Luftzutrittes    im  Stapel aufbewahrt wird. Diese Massnahmen  verhindern jedoch die Verfärbung nicht un  bedingt.  



  Man hat versucht, diese unerwünschte  Erscheinung der Autooxydation dadurch ab  zuschwächen, dass man nur geringe Mengen  von     Jodid    anwendete, hat damit aber als  nachteilige Nebenwirkung in Kauf nehmen  müssen, dass bei Freimachen von Jod an  irgendeiner Stelle des Papiers die dadurch  erzeugte Färbung des Papiers infolge der  geringen     Jodmenge    und in Anbetracht der  ziemlich hohen Dampfspannung bei Zim  mertemperatur bald wieder verblasst. Zur      Vermeidung dieser Erscheinung hat man  vorgeschlagen, dem Papier bei der Herstel  lung ausser der geringen     Jodidmenge    die  vier- bis fünffache Menge     eines    Reduktions  mittels zuzusetzen.

   Auch dieses Papier ist  jedoch als Empfangspapier für ein elektri  sches     Fernschreib-    oder Bildgerät. nicht ge  eignet, weil einmal die Jodmenge zur Er  zielung der notwendigen starken Braunfär  bung im     Elektrolytschreiber    nicht ausreicht  und wegen des hohen Gehaltes an Reduk  tionsmittel die etwa entstandene Braunfär  bung (wegen der .alsbald einsetzenden Re  duktion des durch den elektrischen Strom  freigemachten Jodes zu farblosem     Jodid     durch das     Reduktionsmittel)        sofort    wieder  verschwinden     würde.     



  Das Papier nach der Erfindung hat bei  spielsweise einen Gehalt an     Jodid    und an  Reduktionsmittel in solcher prozentualen  Verteilung, dass das     Jodid    in vielfacher, bei  spielsweise 100facher Menge des Reduk  tionsmittels in ihm enthalten ist. Versuche  haben ergeben, dass ein solches Papier für  den angegebenen Zweck hervorragend ge  eignet ist und schon bei Einwirkung klein  ster elektrischer Ströme von der Grössenord  nung von     etwa.    1 bis 2 Miniampere eine an  der behandelten Stelle stark hervortretende  Färbung -zeigt. Das     Jodidpapier    kann je  nach der     gewünschten    Blau- oder Braun  färbung mit oder ohne Stärkezusatz bereitet  werden.

   Es wurde gefunden, dass die beste  Farbwirkung nicht durch den Zusatz von  Stärke in kolloidem, gelöstem Zustande (in  Form von Stärkekleister) erzielt wird, son  dern.     eher    bei Anwendung der Stärke in un  gelöster Form, also in Form einer mehr oder  weniger groben Suspension. Zweckmässig  wird jedoch auch hier etwas gelöste Stärke  in Form von Stärkekleister zugegeben.  



  Weitere Versuche haben ergeben, dass  man durch     Verwendung    von alkalisch wir  kenden Stoffen zusammen mit den Reduk  tionsmitteln die Haltbarkeit des Papiers  noch weiter erhöhen kann. Die Anwendung  der genannten     Stoffe    ist besonders dann von    Bedeutung, wenn das     jodidhaltige    Papier in  einer aussergewöhnlichen feuchten Atmo  sphäre verwendet werden soll. Es ist bereit  vorgeschlagen worden, bei der Herstellung  von     jodidhaltigem        Sicherheitspapier    ausser  einer geringen     Jodidmenge    die vier-     bi,     fünffache Menge eines Reduktionsmittels  und     Kaliumkarbonat    zuzusetzen.

   Dabei han  delt es sich jedoch lediglich um die Herstel  lung eines besonders gefärbten Sicherheits  papiers, das als Empfangspapier für elek  trische Schreib- oder Bildgeräte wegen der  zu geringen     Jodidmenge    und der zu hohen       Reduktionsmittelmenge    nicht geeignet ist.  Im Laufe der Versuche ist weiter gefunden  worden, dass unter Umständen schon der Zu  satz alkalisch wirkender Stoffe allein genügt,  um das erstrebte Ziel zu erreichen. In die  sem Falle kann also das Reduktionsmittel  überhaupt     fortbleiben,    weil der Gehalt an  Alkali dem     jodidhaltigen    Papier eine hohe  chemische Stabilität gibt.  



  Praktisch kann man die Erfindung etwa,  wie folgt ausführen:         Beispiel   <I>I:</I>    Chemisch reines     Filtrierpapier    wird  durch eine Lösung von 1 kg Wasser, 100     gr     Jodkalium, 0,1 bis 1     gr        Rongalit    (Natrium  hydrosulfitformaldehyd) 100     gr    kalt suspen  dierter Stärke und 50     gr    gelöster Stärke ge  zogen, zwischen Walzen vom Überschuss der  Lösung befreit und getrocknet.

   Das Papier  bleibt weiss und     reagiert    auf Spuren von  Chlorkalk wie auf elektrische Ströme von  weniger als 1     Milliampere    unter intensiver       Braun-Blauf        ärbung.     



  Sollen alkalische Stoffe gemäss der Er  findung verwendet werden, so kann man das  basische Mittel entweder dem Papier im  Holländer während des     Mahlens    zusetzen  oder der zur Behandlung des Papiers benutz  ten     jodidhaltigen    Lösung, die mit oder ohne  Reduktionsmittel hergestellt sein kann, einen  Zusatz von Alkali geben oder endlich das  Papier nachträglich durch eine Lösung eines  oder mehrerer basischer Mittel ziehen. Der           AIlmlizusatz    soll zweckmässig in einer sol  chen Menge vorgenommen werden,     dass    die       Wasserstoffionenkonzentration    des Stoffes  oder     Präparationslösung    ein PH von ungefähr  8 aufweist.

   Der     Alkalizusatz    kann in Form  von     Alkalioxyden    oder     -hydroxyden,        Erd-          alkalioxyden    oder     -hydroxyden    oder derglei  chen erfolgen. Im allgemeinen können auch  andere basisch wirkende Stoffe verwendet  werden, die einzeln oder in Mischung mit  einander zugesetzt werden können. Von den       Alkalikarbonaten    haben sich     Bikarbonat    als  besonders geeignet erwiesen.  



  Die     Herstellung    kann beispielsweise fol  gendermassen erfolgen:  <I>Beispiel</I>     1I:     Der Papierstoff im Holländer wird mit  ,soviel     Barium-Hydroxyd    versetzt, dass die       Wasserstoffionenkonzentration@    des Stoffes  einen     Pii-Wert    von ungefähr 8 aufweist. Das  Rohpapier wird dann mit einer der im Bei  spiel I angegebenen Lösungen weiter behan  delt. Ein anderes Herstellungsverfahren ist  folgendes:  <I>Beispiel 11I:</I>  Rohpapier wird mit einer     Jodidlösung,     wie sie im ersten Beispiel angegeben ist, ge  tränkt, die vorher mit     Natrium-Bikarbonat     bis zu einem Gehalt von 1 % versetzt worden  ist.

   Das Reduktionsmittel kann dabei teil  weise oder ganz in Fortfall kommen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung von Jodid ent haltendem Empfangspapier für elektrische Aufzeichnungsgeräte, dadurch gekennzeich net, dass dem Papier die Ausscheidung von .Tod unterdrückende Stoffe in einer Menge einverleibt werden, die einen Bruchteil der Menge des Jodids beträgt, so dass eine Aus scheidung von Jod beim Lagern, nicht aber bei der Verwendung des Papiers verhindert wird. UNTERANSPR'(rCHE 1. Verfahren zur Herstellung von Emp fangspapier nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass Reduktions mittel zugesetzt wird.
    :3. Verfahren zur Herstellung von Emp fangspapier nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass alkalisch wir kende Stoffe zugesetzt werden. 3. Verfahren zur Herstellung von Emp fangspapier nach Patentanspruch I, da- dLirch gekennzeichnet, dass Reduktion,- mittel und alkalisch wirkende Stoffe zu gesetzt werden. I. Verfahren zur Herstellung von Emp fangspapier nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass Stärke in rohem ungelöstem Zustande zugesetzt wird. 5.
    Verfahren zur Herstellung von Emp fangspapier nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass Stärke in rohem ungelöstem Zustande zusammen mit gelöster Stärke zugesetzt wird. 6. Verfahren zur Herstellung von Emp fangspapier nach Patentanspruch I, ge kennzeichnet durch den Zusatz von Ei- karbonaten zu dem Papier. 7. Verfahren zur Herstellung von Emp fangspapier nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Papier mit einer Bikarbonate und Jodid enthaltenden Lösung getränkt wird. PATENTANSPRUCH II: Empfangspapier für elektrische Auf zeichnungsgeräte, dadurch gekennzeichnet.
    dass es nach dem Verfahren nach Patentan spruch I hergestellt ist.
CH149268D 1930-03-22 1930-03-22 Verfahren zur Herstellung von Jodid enthaltendem Empfangspapier für elektrische Aufzeichnungsgeräte. CH149268A (de)

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CH149268D CH149268A (de) 1930-03-22 1930-03-22 Verfahren zur Herstellung von Jodid enthaltendem Empfangspapier für elektrische Aufzeichnungsgeräte.

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3138547A (en) * 1959-10-23 1964-06-23 Minnesota Mining & Mfg Electrosensitive recording sheets

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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