CH149268A - Verfahren zur Herstellung von Jodid enthaltendem Empfangspapier für elektrische Aufzeichnungsgeräte. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Jodid enthaltendem Empfangspapier für elektrische Aufzeichnungsgeräte.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Jodid enthaltendem Empfangspapier für elektrische Aufzeichnungsgeräte. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Jodid enthaltendem Emp fangspapier für elektrische Aufzeichnungs geräte. Das neue Verfahren besteht darin, dass die dem Papier zur Unterdrückung der Jodausscheidung ausser dem Jodid einver leibten Stoffe in einer Menge zur Anwen dung gelängen, die einen Bruchteil der Menge des Jodids beträgt, so dass eine Aus scheidung von Jod beim Lagern, nicht aber bei Verwendung des Papiers verhindert wird.
Die Erfindung betrifft ausserdem ein ein nach obigem Verfahren hergestelltes Empfangspapier, also zum Beispiel ein Jodid oder Jodid und Stärke enthaltendes Empfangspapier für elektrische, mit oder ohne Drahtübertragung betriebene Fern schreib- oder Bildgeräte.
Das bisherbekannte jodidhaltige Papier, insbesondere Jodkaliumpapier, weist jedoch den Mangel auf, dass es sich unter dem Ein- fluss des Lichtes und der Atmosphäre infolge. Autooxydation des Jodids zu freiem Jod braun bezw. bei Anwesenheit von Stärkt blau färbt.
Infolgedessen hält sich derar tiges Papier längere Zeit nur unter Lichtab- schluss und in völlig trockener Luft, so dass jodidhaltiges Papier nur im Dunkeln und zwecks Ausschaltung des Luftzutrittes im Stapel aufbewahrt wird. Diese Massnahmen verhindern jedoch die Verfärbung nicht un bedingt.
Man hat versucht, diese unerwünschte Erscheinung der Autooxydation dadurch ab zuschwächen, dass man nur geringe Mengen von Jodid anwendete, hat damit aber als nachteilige Nebenwirkung in Kauf nehmen müssen, dass bei Freimachen von Jod an irgendeiner Stelle des Papiers die dadurch erzeugte Färbung des Papiers infolge der geringen Jodmenge und in Anbetracht der ziemlich hohen Dampfspannung bei Zim mertemperatur bald wieder verblasst. Zur Vermeidung dieser Erscheinung hat man vorgeschlagen, dem Papier bei der Herstel lung ausser der geringen Jodidmenge die vier- bis fünffache Menge eines Reduktions mittels zuzusetzen.
Auch dieses Papier ist jedoch als Empfangspapier für ein elektri sches Fernschreib- oder Bildgerät. nicht ge eignet, weil einmal die Jodmenge zur Er zielung der notwendigen starken Braunfär bung im Elektrolytschreiber nicht ausreicht und wegen des hohen Gehaltes an Reduk tionsmittel die etwa entstandene Braunfär bung (wegen der .alsbald einsetzenden Re duktion des durch den elektrischen Strom freigemachten Jodes zu farblosem Jodid durch das Reduktionsmittel) sofort wieder verschwinden würde.
Das Papier nach der Erfindung hat bei spielsweise einen Gehalt an Jodid und an Reduktionsmittel in solcher prozentualen Verteilung, dass das Jodid in vielfacher, bei spielsweise 100facher Menge des Reduk tionsmittels in ihm enthalten ist. Versuche haben ergeben, dass ein solches Papier für den angegebenen Zweck hervorragend ge eignet ist und schon bei Einwirkung klein ster elektrischer Ströme von der Grössenord nung von etwa. 1 bis 2 Miniampere eine an der behandelten Stelle stark hervortretende Färbung -zeigt. Das Jodidpapier kann je nach der gewünschten Blau- oder Braun färbung mit oder ohne Stärkezusatz bereitet werden.
Es wurde gefunden, dass die beste Farbwirkung nicht durch den Zusatz von Stärke in kolloidem, gelöstem Zustande (in Form von Stärkekleister) erzielt wird, son dern. eher bei Anwendung der Stärke in un gelöster Form, also in Form einer mehr oder weniger groben Suspension. Zweckmässig wird jedoch auch hier etwas gelöste Stärke in Form von Stärkekleister zugegeben.
Weitere Versuche haben ergeben, dass man durch Verwendung von alkalisch wir kenden Stoffen zusammen mit den Reduk tionsmitteln die Haltbarkeit des Papiers noch weiter erhöhen kann. Die Anwendung der genannten Stoffe ist besonders dann von Bedeutung, wenn das jodidhaltige Papier in einer aussergewöhnlichen feuchten Atmo sphäre verwendet werden soll. Es ist bereit vorgeschlagen worden, bei der Herstellung von jodidhaltigem Sicherheitspapier ausser einer geringen Jodidmenge die vier- bi, fünffache Menge eines Reduktionsmittels und Kaliumkarbonat zuzusetzen.
Dabei han delt es sich jedoch lediglich um die Herstel lung eines besonders gefärbten Sicherheits papiers, das als Empfangspapier für elek trische Schreib- oder Bildgeräte wegen der zu geringen Jodidmenge und der zu hohen Reduktionsmittelmenge nicht geeignet ist. Im Laufe der Versuche ist weiter gefunden worden, dass unter Umständen schon der Zu satz alkalisch wirkender Stoffe allein genügt, um das erstrebte Ziel zu erreichen. In die sem Falle kann also das Reduktionsmittel überhaupt fortbleiben, weil der Gehalt an Alkali dem jodidhaltigen Papier eine hohe chemische Stabilität gibt.
Praktisch kann man die Erfindung etwa, wie folgt ausführen: Beispiel <I>I:</I> Chemisch reines Filtrierpapier wird durch eine Lösung von 1 kg Wasser, 100 gr Jodkalium, 0,1 bis 1 gr Rongalit (Natrium hydrosulfitformaldehyd) 100 gr kalt suspen dierter Stärke und 50 gr gelöster Stärke ge zogen, zwischen Walzen vom Überschuss der Lösung befreit und getrocknet.
Das Papier bleibt weiss und reagiert auf Spuren von Chlorkalk wie auf elektrische Ströme von weniger als 1 Milliampere unter intensiver Braun-Blauf ärbung.
Sollen alkalische Stoffe gemäss der Er findung verwendet werden, so kann man das basische Mittel entweder dem Papier im Holländer während des Mahlens zusetzen oder der zur Behandlung des Papiers benutz ten jodidhaltigen Lösung, die mit oder ohne Reduktionsmittel hergestellt sein kann, einen Zusatz von Alkali geben oder endlich das Papier nachträglich durch eine Lösung eines oder mehrerer basischer Mittel ziehen. Der AIlmlizusatz soll zweckmässig in einer sol chen Menge vorgenommen werden, dass die Wasserstoffionenkonzentration des Stoffes oder Präparationslösung ein PH von ungefähr 8 aufweist.
Der Alkalizusatz kann in Form von Alkalioxyden oder -hydroxyden, Erd- alkalioxyden oder -hydroxyden oder derglei chen erfolgen. Im allgemeinen können auch andere basisch wirkende Stoffe verwendet werden, die einzeln oder in Mischung mit einander zugesetzt werden können. Von den Alkalikarbonaten haben sich Bikarbonat als besonders geeignet erwiesen.
Die Herstellung kann beispielsweise fol gendermassen erfolgen: <I>Beispiel</I> 1I: Der Papierstoff im Holländer wird mit ,soviel Barium-Hydroxyd versetzt, dass die Wasserstoffionenkonzentration@ des Stoffes einen Pii-Wert von ungefähr 8 aufweist. Das Rohpapier wird dann mit einer der im Bei spiel I angegebenen Lösungen weiter behan delt. Ein anderes Herstellungsverfahren ist folgendes: <I>Beispiel 11I:</I> Rohpapier wird mit einer Jodidlösung, wie sie im ersten Beispiel angegeben ist, ge tränkt, die vorher mit Natrium-Bikarbonat bis zu einem Gehalt von 1 % versetzt worden ist.
Das Reduktionsmittel kann dabei teil weise oder ganz in Fortfall kommen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung von Jodid ent haltendem Empfangspapier für elektrische Aufzeichnungsgeräte, dadurch gekennzeich net, dass dem Papier die Ausscheidung von .Tod unterdrückende Stoffe in einer Menge einverleibt werden, die einen Bruchteil der Menge des Jodids beträgt, so dass eine Aus scheidung von Jod beim Lagern, nicht aber bei der Verwendung des Papiers verhindert wird. UNTERANSPR'(rCHE 1. Verfahren zur Herstellung von Emp fangspapier nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass Reduktions mittel zugesetzt wird.:3. Verfahren zur Herstellung von Emp fangspapier nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass alkalisch wir kende Stoffe zugesetzt werden. 3. Verfahren zur Herstellung von Emp fangspapier nach Patentanspruch I, da- dLirch gekennzeichnet, dass Reduktion,- mittel und alkalisch wirkende Stoffe zu gesetzt werden. I. Verfahren zur Herstellung von Emp fangspapier nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass Stärke in rohem ungelöstem Zustande zugesetzt wird. 5.Verfahren zur Herstellung von Emp fangspapier nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass Stärke in rohem ungelöstem Zustande zusammen mit gelöster Stärke zugesetzt wird. 6. Verfahren zur Herstellung von Emp fangspapier nach Patentanspruch I, ge kennzeichnet durch den Zusatz von Ei- karbonaten zu dem Papier. 7. Verfahren zur Herstellung von Emp fangspapier nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Papier mit einer Bikarbonate und Jodid enthaltenden Lösung getränkt wird. PATENTANSPRUCH II: Empfangspapier für elektrische Auf zeichnungsgeräte, dadurch gekennzeichnet.dass es nach dem Verfahren nach Patentan spruch I hergestellt ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH149268T | 1930-03-22 |
Publications (1)
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ID=4404911
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| CH149268D CH149268A (de) | 1930-03-22 | 1930-03-22 | Verfahren zur Herstellung von Jodid enthaltendem Empfangspapier für elektrische Aufzeichnungsgeräte. |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3138547A (en) * | 1959-10-23 | 1964-06-23 | Minnesota Mining & Mfg | Electrosensitive recording sheets |
-
1930
- 1930-03-22 CH CH149268D patent/CH149268A/de unknown
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